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I Der Baron und der Bettler hattm einen Vater «und nur ein paar Worte vom Priester und vom Beamten gesprochen, hoben den einen auf die Höhe des Lebens, während der Sohn der Bäuerin Zeit seines Lebens verurteilt war, seinen Weg durch Dornen und Disteln, in Niedrigkeit und Elend zu suchen. Niemals hatte er .Vater" sagen, niemals me Hand nach dem Bruder ausstrecken dürfen! Ja
Charakter, welch em Gemisch der verschiedensten Eigenschaften vereinten sich in dieser alten, qebrech- lrchen Hülle! Wie seltsam und wie rührend war dlese Siebe zu seiner stolzen Nichte Yella, die dem Alten wohl nie einen freundlichen Blick gegönnt hatte, sie hatte ja kein Herz.
Der alte Valentin hatte die letzten Worte nur noch mühsam hervorgestoßen und npn brach sich seine Stimme in einem erschütternden Aufschrei in ! einem Schluchzen, das den krüppelhaften Körper' er. ,^^ m°chte. aber keine lindernde Thräne schimmerte in den alten Augen
Siegfried sah mit tiefster Teilnahme auf den! alten unglücklichen Mann. Welch ein feltfamerj
penn alle ihre Forderungen einwandsfrei waren. Zum Kriege, und zwar auch zum wirtschaftlichen Kriege, gehört nun einmal eine wohlgefüllte Kriegskasse, und die war hier weder gefüllt, noch leer vorhanden. Es ist zu wünschen, daß daß Versäumte recht bald wieder gut gemacht und der Weg fried- ttcher Auseinandersetzungen beschrüten werden möge.! Es ist der einzige Weg, auf welchem unter den gegenwärtigen Verhältnissen für die Bergleute etwas erobert werden kann, während doch schwerer Schaden verhütet wird.
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andere geworden, als sie heute ist. Und es wäre I wahrscheinlich recht gut möglich gewesen, eine Einigung I herbeizuführeu, ohne daß Alles nun drunter und drüber 19N. Blieb die Einigung unmöglich, so konnten I diejenigen Grubenarbeiter, welchen mit dem gezeigten Entgegenkommen der Bergbehörde nicht gedient war,! immer noch thun, was sie wollten; sie hätten dann für sich gehabt das Urteil, daß sie als besonnene I Danner ihre Forderungen energisch verteidigt hätten. I Der bisherige Verlauf des Ausstandes hat schon ge- I zeigt, daß von der internationalen Jnteressengemein- L» Bergleute so gut wie nichts zu erwarten I'st. Die Sache hat einen großen Namen, aber im «entscheidenden Augenblick giebt es Alles — nur kein I Geld, und darauf kommt es bei den Arbeiteraus- l standen doch am meisten an. Die englischen Berg- I leute, die am besten helfen könnten, denken erfahrungs-1 I gemäß nur an sich, die Belgier bereiten einen General-1 I streik im ganzen Lande vor, um die Einführung des I allgemeinen Wahlrechts zu erzwingen, und die Franzosen machen höfliche Worte, aber eine energische Geld-! Unterstützung deutscher Kameraden fällt ihnen nicht! im Traume ein. Das sind und bleiben- nun mal! „Prusstens in ihren Augen. Alle ftemden Gruben indessen werden sich auf das Eifrigste um diejenigen! Aufttage bemühen, welche von deutscher Seite nicht! erledigt werden können. Das sind die sehr schweren wirtschaftlichen Schattenseiten bei einem Stteik unter! den heutigen gewerblichen Verhältnissen, darum haben selbst die anerkannten Führer der Sozialdemokraten I m den letzten Monaten immer wieder gewarnt, jur unbedachten Arbeitseinstellungen überzugehen, llnbr °°rum war eine kopflose, d. h. mittellose, Arbeite
rst selbstverständlich, daß ich mein Wort "rcht breche, aber Ihr dürst den Schmuck nicht behalten, er gehört nicht Euch. Ihr selbst habt die Juwelen nicht entwendet, das ist wahr, aber Ihr habt nichts gethan, um den Diebstahl zu verhindern — ich will jetzt nicht untersuchen, ob das wirklich Ucmot£$. roar — bann aber habt Ihr den Schmuck ohne Wissen und Willen des Eigentümers behalten- das ist Diebstahls-Teilnahme und ein Unrecht Ihr »erbet ben Schmuck mir geben und ich werde ihn der Baronesse von Rotheim ausliefern. Euch soll verlassen^" ^krümmt werden, darauf könnt ihr Euch
Rolf Siegfried sah, während er sprach, gespannt Bettler, m beffen Zügen sich ber heftigste Kampf malte. Siegfrieb erwartete, ben Alten auf.
"Nb machte sich auf ben leiden, schriftlichsten Widerspruch des Greises gefaßt, aber merkwürdigerweise geschah nichts von alledem.
(Fortsetzung folgt.)
Der Bergarbeiterstreik in Westdeutschland wird, wie auS den Stteikbeztrken mitgeteilt wird, resultatlos verlaufen. Die Arbeitgeber wollen die Hauptforderungen ber Ausständigen nicht bewilligen und sie betonen dabei, daß ber Geschäftsgang ihnen gcstatte, in aller Ruhe abzuwatten, bis die Bergleute sich entschließen, die Arbett von Neuem aufzuuehmen. Die Frage ist nur, ob dem einen oder dem anderen Teile schließlich damit gedient ist, wenn die Dinge zum Aeußersten getrieben werdens Es ist durchaus zutreffend, daß die Geschäftslage heute noch viel zu wMschen übrig läßt, und in solchen Zeiten steht jeder Produzent, zu welchen doch die Kohlengruben ebenfalls zu rechnen sind, auf dem Sprunge, um einen Austtag zu erhalten, der auf anderer Seite nicht ausgeführt werden kann. Der Bedarf, welcher bisher von den fiskalischen Gruben im Saarrevter und I von denjenigen Zechen im rheinisch-westfälischen Kohlenrevier, deren Leute nunmehr in den Ausstand zum! Teil eingetteteu find, geliefert wurde, wird während deS Stteiks von anderer Seite geliefert werden, und wenngleich es bisher den Anschein nicht hat, als ob eS in Rheinland und Westfalen zu einem allgemeinen Ausstand aller Grubenleute kommen sollte, so ist doch schwer zu sagen, ob nicht auch die kleineren, unver-! weiblichen Störungen schon beträchtlichen Schaden bringen werden. Die Kundschaft ist heute bald verloren, aber schwer wiedereingebracht, und von dem dadurch hervorgerusenm Ausfall haben alle Teile Schaden. Es ist recht gut möglich, daß die Bergleute im Saarrevier diese und jene Wünsche haben, I die eine Berücksichtigung verdienen; die Extravaganzen, -letze von erhitzten Rednrriltn den Maffenversamm- lungen vorgebracht wurden, bedeuten noch nicht das, worum es sich hier im Ernst handelt, sondern sic haben nur zahlreiche Ausschreitungen bewirkt, die manchem Bergmann für gewiffe Zeit seine Freiheit wsten werden. Alles das war ganz außerordentlich überflüssig und schädlich zugleich; die Bergleute kouuten doch unmöglich glauben, mit Gewaltthaten Men Willen durchzusetzen, fie verscherzten nur die Sympathieen, die fie als Männer schwerer Arbeit in Een Kreisen genießen. Gerade wenn fie Wünsche hatten, die aus billige Berücksichtigung Anspruch hatten, lag es in ihrem Interesse, ruhig dieselben der Berg, behorde und der weiteren Oeffentlichkeit zu übergeben. Dann wurde sich von selbst in der öffentlichen Meinung Ä Volksgericht gebildet haben und die Position der! Bergleute der Bergbehörde gegenüber wäre eine ganz!
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(Tenor) lschvlr.
Saargebiet hat die Zahl ber Streikenden weiter abgenommen, im rheinisch-westfälischen Revier ist der allgemeine Ausstand fakttsch bisher nicht eingetteteu.
bcr Grubenbesitzer im letzteren Bezirk £ia E Bergleute entlassen, die länger als drei Tage ftreifen. Die Hauptentscheidung über den allgemeinen Ausstand wird am Mittwoch fallen. — Der preußische Unterrichtsminister hat durch Erlaß vom 23. November v. I. die Regierungen darauf aufmerksam gemacht, daß sie nicht befugt sind, einen Lehrer für längere Zeit als sechs Monate zu beurlauben, ohne vorher seine, des Ministers Ge- n-hmigung eingeholt zu haben. — Ans Anlaß einer gnichtl chen Verhandlung gegen einen Taubftnmmen- "’*tr itL®re8Iau Hatte ein Professor an den preußischen Kultusminister eine Vorstellung gerichtet, in der er sich gegen die Anwendung der Lautsprache im Taubstummenunterricht anssprach. Der Minister i’., m feiner Erwiderung sich mit großer Wärme I dieser Lehrmethode angenommen. — Wie in der Dienstagssitzung des deuffchen Reichstages vom Prä- stdenten von Levetzow mitgeteflt worden ist, ist das Strafverfahren gegen den Abg. Ahl Wardt gemäß dem Beschlüsse des Reichstages vom 10. Dezember für bie Dauer ber gegenwärtigen Session sistiert
Sunt Welfenfondsschwindel !^reibt das „Berliner Tageblatt": Die hohe Per- sonlichkett, welche von Berlin mi8 die angeblichen i Quittungen des Welfenfonds nach Zürich übermittelte, ist ein hoher Kanzleibeamter des letzten Kurfürsten von Hessen, der durch feine echt welfische Gesinnung bekannt und zur Einfädelung derarttger Jntngnen geeignet ist Derselbe lebt hier als Teilhaber seines Bruders, der Inhaber eines Auskunstsbureans ist.
3-m. Vom 9. bis 10. Januar Pub in Hamburg 3 Erkrankungen festgestellt worden, darunter 1 mit tätlichem Ausgang. 2 Fälle kamen I auf einem spanischen Dampfer vor, der bereits als verdächtig angehaltm worden war.
101 Zau. Nach einer Meldung des kJ8- c?- rau8 Lübeck find die Verhandlungen zwischen Preußen und Lübeck über den Elbe-Trave- Kanal abgeschlossen; Lübeck trägt 18 Millionen. Preußen 6 Millionen Mark bei.
L i0- 3au. Wegen Landesverrats ist
der Assistent Fuchs in Oldesloe verhaftet worden. Die Festnahme bewttkte der Berliner Kriminalkom- missattns v. Tausch. F. diente früher bei der Artillerie, in fernem Besitz sollen mehrere. Geschoß teile gefunden worden sein; man beschuldigt ihn, daß er fie einer ' auswärtigen Macht zur Verfitgung stellen wollte.
Deutsches Reich.
W. Werkin, 11. Januar. In Sigmaringen wurde am Dienstag im Beisein unseres Kaisers die Vermählung des Kronprinzen Ferdinand von Rumänien
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»3ch habe vor vielen Jahren einmal in ber | ^tabt bm Theaterstück gesehen, ba antwortet ein Ibtcfer Prälat einem Tempelritter ans alle Vor- I Stellungen besfelben zu Gunsten eines Israeliten: I „Thut nichts, ber Jude wird verbrannt!" «Ganz dasselbe wäre hier ber Fall gewesen. Ich | ®“re unter allen Umständen eingesperrt worben
Beweise für meine Aussagen hatte ich ja nicht unb bie beiden wahren Thäler hätten das Blaue vom «Himmel herunter gelogen
I Nein, Herr Direktor, Sie dürfen mir keine Vor-! würfe machen, ich thue kein Unrecht, baß ich ben ecbmutf behalte unb ich denke babei, es sei mein Erbteil von meinem Vater! Wenn ich mich in| I ble ichüür unb ben Kienspahn anzünbete, wenn | ich dann bie braune Kasette hervorholte unb bie) glänzenben Kostbarkeiten vor mir ausbreitete bann!
I war ich kein Krüppel unb kein Bettler mehr, son- dein bann träumte ich mich reich, unermeßlich reich'! dann war ich einer ber stolzesten Barone von Rot- I heim unb ich sprach zu meiner schönen, stolzen Nichte
liebkosende Worte. Ich durste bie Perlen um ihren!
weißen Hals schlingen, ich bürste bie golbenen Nabeln
m ihr Haar stecken, bas leuchtenber ist als Golb j
auf ihre zarten Finger bürste ich bann bie Ringel
nut ben leuchtenden Steinen streifen unb dann sprach!
wohl ihre sanfte weiche Stimme zu mir: „Ich banke L
Dir, mein lieber Onkel!" w
mit ber Prinzessin Marie von Edinburg festlich be- gangen Der Kaiser hat ans diesem Anlaß dem Kronprinzen Ferdinand von Rumänien den Schwarzen Adlerorden verliehen und zeigte dem Herzog von Edinburg, dem Schwiegervater des Kronprinzen, an, | daß er als Admiral ä la suite der Marine geführt $iLÄaiferin bat °ls Protektori» I desVaterlandischen Frauenvereins dem Schleswig- Holsteinischen Provinzialverband, welcher allein an Geldmitteln über 70 000 M. zu Gunsten der durch die Choleraepidemie bettoffenen Nachbarorte gespendet hat, ihren Dank ausgesprochen. — Der Besuch des russischen Thronfolgers zur Teilnahme an den Hofsestlichkeiten am deutschen Kaiserhofe im Laufe dieses Monats ist jetzt amtlich in Berlin angemeldet. - Die Ansicht Moltkes über die strategischeBedeutungBelforts stellen! die „Hamb. Nachricht." wie folgt vor: Moltke habe auf eine Anfrage des Auswärtigen Amtes Belfort! viel geringer angeschlagen als Metz. Belfort fei ein unbedeutendes Hindernis; es unschädlich zu machen genüge unter Umstände» eine Division. Ungerecht- fertigt sei danach die jetzige Ansicht, die Vogesenfestung wäre für Deutschland gefährlicher als Sttaß- burg-Metz zusammen. Moltke sei von der Stärke ^der Stellung Deutschlands an der Westgrenze so überzeugt gewesen, daß er es für möglich hielt, dort so lange die Defensive zu beobachten, bis nötigenfalls der Krieg mit Rußland beendigt sei. Die Auflassung Rastatts beweise übrigens, daß man die Westgrenze auch jetzt nicht für gefährdet halte. - Verschiedene dieser Tage stattgehabte nationalliberale «Versammlungen haben sich für die neue Militär»!
Vorlage erklärt, da eine Ablehnung derselben eine nähere Gefahr eines Krieges bedeute. — Ueber die «Stellung der preußischen Regierung z u m B e r g m a n n s st r e i k im fiskalischen Saargebiet wttd der „Rhein. Wests. Ztg." von maßgebender Seite ans Saarbrücken geschrieben, daß die staatliche Bergbehörde nicht beabsichttge, den Streikenden ein Ultimatum für bie Wiederaufnahme der Arbeit zu stellen, weil sie mit umfangreichen Arbetterentlassungen (man sagt, daß 8000 Bergleute nach »nd nach ent- laffen werden sollten), vorgehen wolle. Die Bergbehörde bettachtet dem genannten Blatte zufolge diese strenge Maßregel als das einzige Mittel, den Ausständigen klar zu machen, daß auf den königlichen Gruben nicht der Wille der Arbeiterführer, sondern der der Bergbehörde maßgebend sei. Der Zwischen- M wird auch im preußischen Abgeordnetenhause znm Gegenstand der Erörterung gemacht werden. Im
.an feiner „Nichte" hing
„Ich habe Euch mein Wort gegeben, nichts von graten, was Ihr mir sagen oder zeigen wurdet, sagte Siegfried nach einer langen Pause des Schweigens
„Aber seht Ihr denn nicht ein, wie unrecht es ew Schmuck zu behalten?" fragte Siegfried ” . füglich. »Ihr hättet sofort am nächsten Tage L™ Baron Rotheim gehen unb ihm von allem, Ihr erfahren habt, Mitteilung machen sollen.
™ ^id Ihr in ber Thal Mitschuldiger geworben " I -So. Herr Direktor? Und Sie meinen, Baron »«Kun hätte mir ein Wort geglaubt? Als Dieb S Verleumder wäre ich eingesperrt worben, man 77 Wr angenommen, ich brächte bie Kleinodien I 7?et' weil ich nicht im Stande sei, sie zu ver- ftn, oder ich hätte ben Handel nur gestaltet, um "®ere m's Unglück zu stürzen und den Baron mir 1 verpflichte»."
»Jeder Mensch muß begreifen, daß Ihr unmög. I Liefen Einbruchsdiebstahl verüben konntet. Ihr! Met doch nicht mit ber Krücke bie Leiter zu Wflen," bemerkte Siegfrieb. |
Utttet der Kömgstaune.
PreiSgrttöMer Kommt von M. Th. May.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
„Ihr seid also ber Hehler des Diebstahls," Me Direktor Siegfried mü ruhigem Ernste, als Valentin schwieg.
Dieser fuhr auf.
„Ein Hehler, Herr? Wie können Sie mir das VWi? Ich habe verhütet, daß der Schmuck ge- len wurde und ich behielt ihn, weil das Geschick «r chn als einen kleinen Ersatz in die Hand ge-j Mlt hat für all die Ungerechtigkeit, die ich in wnem Leben schon erdulden mußte. Meine Nichte M. °en Schmuck wieder bekommen, aber erst nach Mm Tode. Sie sollen erleben, meine stolzen ^wandten, daß der Bettler auch etwas zu ver- «chen hat."
das Kind dieses Bruders warf das Spielzeug fort, das bie Hanb bes Bettlers nur berührt hatte.
w ^in Wunder, daß bie Rechtsbegriffe
W verwirrt hatten unb daß er
-Recht nannnte, was „Unrecht" war. Hatte er I Wie verschroben waren die Rechtsbeariffe re” viel Unrecht für Recht em»
I allen Valentin, welch ein Durch- und Nebenettiander Mens^ens--^” Wunder, em Rätsel der rätselvollen I von ausgesprochenem Wahnsinn, List Verschlaaenbeit 5 e8' bo$ trotz allem und allem
Naivetät, Schadenfreude und 'lei Ä «nes Bettlers mit so
hänglichkeit an den Bruder, der ihn von seiner* 1 * * * * * * --* $ Stebe ßn *einer -Nickte" bina.
I Schwelle wies, an das schöne Mädchen, bas ber Alte nur im Traume seine Nichte zu nennen wagen
I bürste. Wo lag hier bie Gerechtigkeit
Wer auf ber Welt verargte es wohl dem reichen, angesehenen Herrn von Rotheim, daß er den illegitimen Bruder nicht anerkannte? Niemand! Im Gegenteil, die „Gesellschaft" wäre nicht nur sehr erstaunt, sondern sicherlich geradezu indigniert gewesen, wenn Baron Rotheim plötzlich den Bettler neben sich gestellt unb wirklich als einen Baron von Rotheim behanbelt hätte. Danach fragte ja nie-1 manb, baß es nicht bie Schuld des asten Valentin war, daß nur sein Vater ben höchsten Kreisen an» gebart hatte, seine Mutter jedoch nur ein armes thönchtes Bauernmädchen gewesen war, leichtgläubig! ^nug, dem Liebesschwur eines jungen Kavaliers! bindende Giltigkeit beizumessen. |
SS*’8' »’'5'L«•»«iE-!.. ________ JMftnrtes Sonntaasblatt. te M„,a.
........fj ~ .1.. „..1 f — un^p »: Markt 81.__
>o 1(1 ^5°Z^İ^al-Abomiements-Preis bei der Expe- lölütbürrt Anzeigen nimmt entgegen die Expedition di-s-8
IV* dition 2 Mk., bet allen Pouamtern 2 Mk. 28 Via (erfi -wvW'WWM.V U> sowie die Annoncen-Bureaur nnn mVmttes,
» D-nner-t-g, 12. Januar 1893. 8MZMWMZ ™ ^^8-