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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
I<lB ^Redaktion und Spedition: t» Morburgi JMMrtes Sonntagsblutt. Redaktion und Expedllwn^ *" aöor6ur9‘
t Zum Neujahrsfeste. Wochenschau. ^bm' d'un die Arrestanten, Morley, welcher Weihnachten in Dublin war, ist ein
? S° stehen wir wiederum an der Schwelle eines Wie stets, ging es auch in dieses Jahres letzter Lst noch “JÄ gS? £T±“£5S?*
H nuen Jahres. Mit gemischten Gefühlen blicken wir Woche recht still zu. Der Weihnachtsfriede war Freisprechung der Beschuldigten sein Ende erreichen. Wohnung des Minier? Ü«I
- auf das vergangene zurück. Ist doch dasselbe in durch keinerlei Allarmmeldung gestört worden, Weih- Tas neue Jahr wird einen neuen Zollkriegsehen; 2 Ä
. mannigfacher Hinsicht für unser deutsches Volk be- nachten wurde allenthalben in froher deutscher Weise Frankreich und die Schweiz haben sich über den Ab- Versöbnnno s * r b &
’ sonders reich gewesen I Noch erbeben die Herzen bei begangen. Die deutsche Kaiserfamilie wa , wie in schluß und die Bestiu^ngen eines neuen HandAs' I aelunarn st
I S«ch.. ft»--« Mr«, im Stau' Palai- p Wm X.«
L SÄ h V°\ Menschenleben zum Opfer ge-vereinsi und st nun zur Begehung der Neujahrsfeier Franzosen glaubten es nicht nötig zu haben, auf die bei der Eröffnung der erstenevanq?lischen Kirche zu
» fordert hat. Daneben denken wir heute an die nach Berlin ubergestedelt, wo am ersten Januar im Wünsche des kleinen Nachbarstaates iraendwelcke! Tumulte nJfnmrLn 3
schmerzlichen Fehden und inneren Streitigkeiten, welche dortigen Schlosse die große Gratulattonskour in der Rücksicht zu nehmen. Die Pariser Deputiertenkammer suchte allerlei Unfuä anjufffieT
b-n Fri- en unseres Volkes gestört und stefe Schäden bekanntenWeise abgchalten werden wird. Unser lehnte den ihr unterbreiteten neuen machte £ ÄÄ&e W
«'s Licht gebracht haben. Aber durch das Alles Kaiser tritt in erfteulicher körperlicher und geistiger großer Mehrheit ab und von beiden Seiten werden ? -au
' wir m-r drn Blick nicht hüben 1*, st-da- Mftigftit in da- n«. M- -in Di- von _ M3 W.ta Z’ntan« 8S«S «nt-, welcher anch da- ali-M- --b-acht hat, und ,ch,-d-n-n Selten „brachte Reldnn«, b,r lang- werden Inb--Schachbmlcht^nmdne »tarn’Mb
I ?Ott "0N ganzem Herzen dafür danken. Wir wollen deutsche Kronprinz solle das Königliche Gymnasium man dürste sich die französische Rücksichlslostgkeit in In Oesterreick^namn^ und ^tatt!?
ihm vor Allem dafür danken, daß das Jahr 1892 in Kiel besuchen, woselbst der Kaiser auch ein Be- keiner Weise gefallen lassen unddieschAerGe" parlamnarisckeLvse
I wenigstens ein Jahr des äußeren Friedens war, in sitztum für seinen ältesten Sohn gekauft haben sollte, schäftsleute gehen so weit, ihre Kunden aufzufordern eine trotze ArbesterÄeauna ' weil S
t welchem wir vor den Schrecken eines Krieges be- hat sich bisher nicht bestätigt. keine französischen Waaren mestzu^ I S
wahrt blieben, so daß wst ungestört unserem Berufe Der bevorstehende Rücktritt des Reichskanzlers Slimmun/herrscht nicht nur in der deutschen Schweiz recktes durck l-b-n konnten; wir wollen auch nicht vergessen, daß Grafen Caprivi im Hinblick auf die mögliche Ab- sondern auch in.der
I neben den bösen Machten, welche heute ihr unheim- I lehnung der deutschen Militärvorlage durch den! Industrie kann dieser Zwist sehr angenehm sein denn Lu fein ans wesck/m Beschlüsse
I liches Wesen treiben, auch die guten Mächte eifrig Reichstag wurde unmittelbar nach dem Feste wieder sie wird durch Vermehrung ihres Absatzes nach dem aroüe Schäden E Anwicklungen und
। und nicht ohne Erfolg wirksam find, so daß wir einmal angekündigt. Die Meldung ist indessen völlig Alpenland gwßen Vortei?haben Daß der Reicks- L sprießen können.
! wahrlich noch keine Ursache haben, zu verzagen und aus der Luft gegMen, gerade wie eine andere, nach Lag s. Z.° recht gescheidt that "als er den stelum-! sckiedmen Vrmtten"d»8
an der Zukunft unseres Volkes zu verzweifeln. Noch welcher die Reichsregierung zur bequemeren Deckung strittenen deutsch-schweizerischen Handelsvertrag an- Im nördlichen Mexiko ist est Aufstand ausa?b»cken'
lebt ja der „alte Gott', und wir gehören nicht zu der Unkosteu der neuen Militärvorlage -ine Tabak- nahm, zeigt sch jetzt zur Genüge Die Sckweirer wAcker o E
de«-«, welche glauben es müsse Alles von ohngefähr fabrikatsteuer ins Auge gefaßt haben sollte. Die wären uni sowenig gekommen, wie sie den w n£
. kowmm. Darum wollen wst stotz der ungewissen Erörterungen über die Militärvorlage und ihre Franzosen gekommen sind und wir hätten unseren Lu sckaffenrnnckta 1
| trüben Aussichten doch mit Hoffnung und Mut und!Aussichten dauern mit ungeschwächter Kraft fort,!nach Millionen zählenden Absatz dorthin verloren M hi? WnrhELr ^^Lusthaben,
I ;«"W“l*nn B-itate.« in M n.n- I-h- te -in- s-rancke für L-nns d-, g.'ma«i-l ’zn KÄTÄsS
W 8 h - I Vorhersagungen ist in keiner Weise gegeben. Be-1 Weihnachtszeit eine gewisse Pause eingetreten wenn I Corrientes aeaeben der nnffinnfirh nnr nirfita ... r>.
Aber in diesem Verstauen darf nur stehen, wer merkenswert ist in jedem Falle die außerordentliche auch nicht das Mindeste geschehen ist, das tief ge-dcntenhabenstllte in toetöem^abet BtfhVe jL
die Hande nicht müßig in den Schooß legt, sondern Ruhe, welche von der Reichsregierung in dieser Sache sunkene Ansehen der republikanischen Staatsmänner gierungstrnvven den Kürzeren ^aen i ,„m r S
mit Gebet und Arbeit seinen Christenberuf erfüllt, bewahrt wird. Die Wiederaufnahme der parla- und Abgeo dneten wieder aufzubessern Die Zti
, Wo sich die edlen Mächte regen, um unserem Volk mentarischeu Arbeiten durch den Reichstag und den republikaner steibeu st der Pwvstz ftne sttlle aber herzusstL Schiedsrichter d-eOrdnung wieder
st Staat und Kirche und Gesellschaft die bedrohten I preußischen Landtag wstd an ein- und demselben äußerst energische Agitation gegen die revublikanilcke So ftpfit nm Crns. s.a <
«üta d-- «i-nihnrn- W -rhnii-n mb mite Zog. «folg«, md Mar am 10 Maar, R-,i«mginM-i- memS ta“Sgr.e«MM i» nL- m - amü- Sora« MaN«
gewstnen, da ist es unsere heilige Pflicht, solchem Von einer Verhaftung von in Westafrika an- meine Neuwahlen stattfänden, würden nette Dinge an könnte -möchten im büraerlicken Leben und D enst mit Hingabe aller Kräfte den Sieg sichern zu affigen Deutschen durch ftanzösische Behörden war den Tag kommen. Die Einzelheiten des Skandals nun auch die kleineren SoÄn schwinden ** helfen. Auch der Geringste kann mit seiner schwachen >,in den letzten Tagen wiederholt berichtet worden, | werden natürlich erst I 8 n i^inben,
Kraft Großes leisten. So mag die Zukunft unseres I doch war darüber keine rechte Aufklärung zu erlangen. I festgestellt werden, welches im Laufe des Januar seinen I ~ ------------------------------
Volkes fich besser gestalten, als es heute wohl scheinen Die Dinge find nun dahin festgestellt, daß in der «Anfang nehmen wird. Die Ueberraschungen welche! Deutsches Reich.
will, so mag auch das Jahr 1893 ein Jahr des an der Dahomeyküste gelegenen und von dm Fran-lin dieser Sache noch alle zu Tage steten'könnm I W T&ntin m.u
Friedens, des Heils und Segens werden für den Losen besetzten Stadt Weidah in der That drei sind heute noch gar nicht abzusehm Inzwischen hat am 8^
«Mlnen wie für die Gesamtheit. deutsche nnd ein Schweizer Kaufmann verhaftet in einem Pariser Polizeibureau^^schon^wieder 7nm°l a" welche um 10 ffiK
3n diesem ©time wünschen wir unseren Lesem, “”be” sie beschuldlgt waren, auch nach ein Attentatsversuch mit Sprengstoffen stattgefunden, Treiben begann. Um 12 Uhr fand auf Schloß
wünschen wir Allen, welche es mit uns halten wollen, I^sbruch des Krieges zwischen dem Könige doch ist erfteulicherweise ein nennenswerter Schade I Lindstadt Tafel statt Nach ^Aufhebung derselben est glückliches und gesegnetes neues Jahr! I Behanzm von Dahomey und den Franzosen dem! nicht angerichtet. I wurde alsdann die Jaad in den dortiaen Feldmarken
--------- 8 8?MiU ^°ben. .. Ein aufgeregtes Weihnachtsfest haben die Eng- fortgefefet ta ÄÄ «£ | j— . ----------- ——I ^^Hauptanschuldigungen muffen sich aber bereits Länder gehabt: Gegen den Minister für Irlands nach Potsdam zurück. Am Nachmittag erfolgte die
mn -"tgegen die Expedition dieses Blattes,
dition S Mk., bei Lm Postum 2 Mk. LWg.M Vogler in ywttt
810^Pf^, ^ReKamen^ di7 Zelle Sonntag 1. Januar 1893. Mosse^Frankfurta.th,Berlin, MüncheninSöIn; ^VIII. Jahrg.
________________ ____ ___________Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
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?nb mehren stuchtender"^ schim£/sich bedauere daß ich Ihren liebenswürdigen z?Gemüte gchend^gesuugen Ts^LiedWom Th ^R^ck^^.Aennchen
vor der störenden Außenwelt zu schließen, dann Wunsch nrcht erfüllen kann, ich würde heute, «n alle hört'en die Klänae L ’"eW Wtum' mein ®ut ~ •
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geschlossenen Lidern und em schwerer Tropfen sank! weil er glaubte, die Weigerung desselben entspringe schnell befriedig? Nach dieser ersten Pwbe müssen ^^"d Lte hatte unbesorgt fern können.
auf den dunklen Sammt von Aellas Kleid. Nie- dem Bewußtsein unzulänglichen Könnens. Sie mir und unsrer lieben 5S au^71 eTaI “ut das goldene
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*“ “L* ehgfrib iJrTn Xffiä? ■*"?**'.. . ... . ÄLMJLXÄ». mein Reichtum, mein
estige Worte der Anerkennung sagte. I »Wollen Cie uns als Fremde betrachten?' I^wort zögerte und fern Blick wie nach einer Zu. IGut, Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut I*
Seine Worte klangen sehr höflich, sie waren.warf Frau von Balten mit ernstem, aber doch soI diesem Wunsche rm Auge der BaronesseIerklang es noch einmal und das Lied war zu Ende,
aber doch mehr als bloße Höflichkeit. Vielleicht! herzlich klingendem Vorwurfe ein, daß Si-gftied die! da hob auch diese den Blick und sagte, zu! Die Anwesenden spendeten dem Direktor für fühlte dies das junge Mädchen, welches sich nunmehr IHand, welche ihm die atte Dame bot, küßte und be. 1wendend, fast etwas zaghaft, „soIden Vortrag seines Liedes reichen Beifall; ober neben ihre Tante setzte, die liebkosend ihre Hand deutsam sagte: «fingen Sie doch noch etwas! ISiegfried lehnte alle Bitten, noch ein Lied zu singen,
auf den lockigen Scheitel der schönen Verwandten „Nein, Ihnen gegenüber, gnädige Frau, er-1 Direttor 8 H 9 ? ^ 0 e der l freundlich ab.
l^te. Sind Sie musikalisch, Herr Direktor?Zscheine ich mir nicht als ein Fremder.' $ Sin Stott WPi,h,r im sRnffatn» .schloß sich den Wünschen der Anderm
fragte die Freifrau Sieastied I g>»r , ... .. - , .. I „Metn Vater hat Lieder im Volkston, wie das vor- f nicht an, ja, es schien beinahe, als ob es ihr ange»
8 Wau teie9fIieK 1 Xer $aton scherte über die Eroberung, die!hin gesungene, am liebsten,' entgegnete Jella. Inehm sei, d^ß Sigrid nicht mehr finge Trotzd?m