(AerMch Leitung.
Wöchentliche Beilagen: .Meisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain. Jllnstrirtes Tonntagsblatt.
M 292
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartals-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk.. bei allen Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen. die Zeile 25 Pfg.
Marburg
Mittwoch, 14. December 1898.
Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen- Bureaux von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg, Wien; Rudolf Moste, Frankhirt a. M„ Berlin, München, Köln; C. L. Daube & Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris re.
33. Jahrg
Bom Büchermarkt.
V Sine unerschSpfliche Fundgrube an Wissen und Belehrung auf dem Gebiete der moder, en Technik und Wissenschaft ist das allbekannte und beliebt« Familienjournal .Für alle Weit' (Deutlch-S BerlagrhauS Bong u. Co., Berlin W. Preis des Mrrzehn- tagShestes 40 Pfg ).
Zweites Blatt.
Fleischpreise und angeblicher Viehmangel.
(Schluß.) ■
Sodann werden die Detailpreise in Mittel des ganzen Landes (berechnet auS den 40 Gemeinden mit amtlicher PreiSnotirung) mitgetheilt. Auch hier zeigen Ochsen- und Rindfleisch in der Bergleichsperiode nur geringe Veränderungen. In zwei Jahren ist der Preis genau derselbe geblieben. Der Durchschnittspreis für Hammelfleisch ist in Stuttgart sogar niedriger als in den beiden Vorjahren, und der letzte (Oktober-) Preis 1898 ist überhaupt einer der niedrigsten der 33 Vormonate. Dagegen stellt sich im Mittel deS Landes der Preis von Kalbfleisch höher als 1896/97 nud stand mit 1,36 M. für 1 Kilogr. im September und Oktober am höchsten. Schweinefleisch wurde 1898 um 8 bezw. 19 Pfg. für 1 Kilogr. höher bezahlt als 1897 bezw. 1896. Im September 1898 stieg es auf 1,41 Mk, um im Oktober 1 Pfg. zu sinken. Wie gewöhnlich bei Vergleichungen von Engros- und Detailpreisen zu beobachten ist, zeigen sie auch hier keine parallelen Bewegungen; vielmehr pflegen die AuS- wärtsbeweguugen von den Detailpreisen sogleich mtt- gemacht zu werden, während beim Fallen der Engrospreise die Fleischpreise im Kleinverkauf in langsamerem Tempo folgen oder auch überhaupt nicht reagiren.
Diese Untersuchung des württembergtschen Statistischen Landesamtes hat ergebe», daß nur bei dem Schweinefleisch eine erheblichere Steigerung in den Preisen gegen 1896 eingetreten ist, und zwar auch in kleinstädtischen Marktorten, und hier sogar am merklichsten. Die Erklärung wird darin gefunden, daß der Bedarf an Schweinefleisch nicht nur im Verhältniß des Bevölkerungswachsthums erfolgt ist, sondern beträchtlich darüber hinaus. Die Volks- zunahme der letzten Jahre hat im Jahresdurchschnitt 1/i Prozent betragen, der jährliche Zuwachs im Schweinebestande Württembergs belief sich 1892/98 dagegen auf 2 pCt., war also erheblich größer. Im Uebrigen hat die steigende Kauf- und Konsumkraft der Bevölkerung ihren Einfluß ausgeübt. Mit verschiedenen Daten läßt sich das Anwachsen der Einkommensquellen und des Volkswohlstandes belegen; hier kann darauf verzichtet werden, und man darf ohne Gefahr des Jrrthums schließen, daß nicht nur der absolute, sondern auch der relative Fleischbedarf gewachsen ist, zumal alle wichtigeren Unterhaltnngsmittel seit Jahren im Mittel fast gar nicht im Preise gestiegen sind. Württemberg vermag an Rindvieh und Schafen beträchtlich mehr auszuführen, als es eiuzuführeu für zweckmäßig erachtet; aber an Schweinen überwiegt die Einfuhr. Allerdings pflegen vorwiegend magere Thiere (Treiberschweine) angekauft, gemästete Schweine hingegen ausgeführt zu werden, sei es nach anderen Bundesstaaten oder ins Ausland.
Im Deutschen Reiche überwiegt ebenfalls die Einfuhr an Schweinen. Die Mehreinfuhr betrug im Jahre 1894 noch 705 772 Stück (ohne Spanferkel), sank jedoch in Folge der seitdem bestehenden Einfuhrbeschränkungen auf 89 635 Stück im Jahre 1896. „Aber trotzdem die Mehreinfuhr in das Deutsche Reich iu den Jahren 1894—96 . . . zurückgegangen ist, ist in dem gleichen Zeitraum der Preis von Schweinefleisch in Württemberg nicht etwa gestiegen, sondern von 1,52 Mk. auf 1,18 Mk. gesunken, sicherlich eine Folge davon, daß die deutsche Schweiueproduktiou selbst sich in de» letzten Jahren bedeutend gehoben hat — ist doch die Zahl der Schweine im Deutschen Reich am 1. Dezember 1897 mit 14 274 357 um 2 100 269 ----- 17 pCt. höher als 1892 mit 12 174 288 Stück/ Und weiter:
„Daraus geht hervor, daß auch die neuerliche Steigerung des Preises von Schweinefleisch nicht schlechthin der Abnahme der Schweine-Mehreinfuhr zur Last gelegt werden darf, denn diese hat für dis Reich im Ganzen von 1896—97 nur 4401 und in den d.ei ersten Quartalen 1898 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres nur 12 126 Stück betragen. Ueberdies hat die den inländischen Metzgern empfindliche Konkurrenz verursachende Mehr einfuhr von Schweinefleisch (einschließlich Würste, Speck, Schinken), für welches alle Grenzen offen stehen mit Ausnahme desjenigen aus Dänemark, Schweden-Norwegen, Rußland, bedeutend zugenommen (Mehreinfuhr in das Deutsche Reich Januar-
September 1827 208 538 Doppelzentner, Januar- September 1898 425 231 D.-Ztr.).
Ueberhaupt darf nicht übersehen werden, daß/die neuerlichen Schweinefleischpreise durchaus nicht Abnorme find. Der Durchschnittspreis von Schweinefleisch von Januar bis Oktober 1898 mit 1,37 Mk. steht unter den Durchschnittspreisen sämmtlicher Vorjahre von 1895 ab bis 1898, und selbst der höchste Stand im September 1898 mit 1,41 Mk. ist unter dem Durchschnittspreis der Jahre 1894 (1.52 Mk.), 1892 (1,45 Mk.), 1891 (1,44 Mk.), 1890 (1,55 Mk.), 1889 (1,44 Mk.)/
Es bleibt hiernach nurdringend zu wünschen, daß sich die Erörterung der Frage der Fleischversorgung künftig auf dem Gebiete der T h a t s a ch e n halten und in der Preffe wie Versammlungen nicht auf Grund unrichtiger Behauptungen zu agitatorischer Beunruhigung der Bevölkerung benutzt werden möge. Wir haben alle Ursache, uns über die fortschreitende Leistungsfähigkeit unserer deutschen Viehzucht zu freuen.
Volkswirthschastliches.
Die Retchspost als Bankier für Alle
Ueber die in der Thronrede augckündigte Einführung eine» Check- und Ausgleichsverfahrens bei der Reichspost sprechen sich, mit Ausnahme einiger Handels kreise, die die Sache vom Concurrenz-Stand- punkte au» betrachten, alle bisher zu Worte ge- langten Blätter sehr sympathisch auS. Wie sich die Sache in der Praxis stellen würde, darüber giebt die „Kreuzzeitung* folgendermaßen Aufschluß:
Der Conto - Inhaber A. int Bezirk Danzig will zu seiner Bequemlichkeit möglichst alle größeren Zahlungen durch Vermittelung seine» Postch-ckamteS machen und empfangen. Er zahlt daher zunächst einen Bettag an sein Postamt ans eine Zuschrifts- Ka-.te ein, die er seinem Hefte entnimmt. Sie ist mit seiner Conto-Nummer bedruckt. Er erhält über die Zahlung einen Empfangs-Schein, dessen Formular sich bereits an der Zuschristskarte befand und vom Postbeamten nur nnterfchriebe» und gestempelt zu werden braucht. Die Zuschriftskarte geht an das Danziger Postcheckamt, der Betrag wird dort dem Conto des Herrn A. gutgeschrieben, und die Zuschriftskarte wird ihm dann nebst einem die Gutschrift bestätigenden Conto-Auszug wieder zugeschickt.
Nun hat er an verschiedenen Orten des Reichspostgebiets fällige Forderung en einzuziehe». Die Zahlungspflichtigen haben zum Theil ein Conto bei ihrem Postcheckamt in Berlin, Breslau, Hamburg, Hannover, Köln, Frankfurt, Sttaßburg oder Leipzig, zum Theil haben sie kein solches Conto. Die ersteren werden von A. benachrichtigt, daß er beim Postcheckamt in Danzig ein Conto habe, und sie senden nun ihrem Postcheckamte einen Check über de» schuldigen Bettag, mit dem Vermerk: „Zur Gutschrift auf da» Check«Conto de» Herrn A. in N. beim Postcheckamt in Danzig*. Diese Gutschrift wird, so schnell er der briefliche Verkehr der einzelnen Aemter unter einander zuläßt, vollzogen und dem Herrn A. mitgetheilt. Den anderen Schuldnern sendet Herr A. je eine von seinen Zuschriftskarten, auf die dann der Bettag bei jedem Postamte auf sein Konto eingezahlt werden kann. (Geschäftsleute werden solche Zuschriftskarten ihren Rechnungen gleich beilegen können, wenn der Kunde zur Baarzahlung verpflichtet ist. Auch VereinSbeittäge, Versicherungs- gebührrn u. s. w. find auf diese Weise einzukasfire».
Will A. nun auch die auf P o sta n w e isn» ge» für ihn einkommende» Beträge nicht selbst in Empfang nehmen, sondern sie durch sein Postcheckkonto laufe» lasse», so hat er bei seinem Postamte das zu beantragt» und eine entsprechende Anzahl seiner Zuschriftskarten beizufügen; die Postanstalt besorgt bann das weitere. Auszahlungen aus seinem Konto bewirkt A. durch Checks. Diese Checks lauten auf den Inhaber, können also (ohne Acc-pt und ohne Stempelabgabe) von dem Empfänger weiter gegeben werden, müssen aber binnen vierzehn Tagen nach der Ausstellung bei dem zur Zahlung verpflichteten Postcheck- amt präseutirt weide». Auf einen solchen Check kann A. auch selbst Geld erheben, oder es durch andere für sich erheben laffe». Am Orte seines Postcheckamtes (hier also Danzig) wird Jedermann die Checks de» Herr» A. und der anderen Konto- Inhaber dieses Amtes wie baares Geld bettachteu. Auch kann A. durch eine» Vermerk auf der Rückseite des Checks, den er dem Postcheckamt ein sendet, bewirken, daß da» Amt den angewiesenen Bettag an
eine bestimmte Person schickt. Dies geschieht seitens de» Postcheckamtes durch eine sogenannte „Check- ZahlungS-Anweisung*, die' genau wie eine Postanweisung, auch in'» Ausland, versandt wird. Endlich dient dem Konto-Inhaber, wie bereits erwähnt, der Check als Zahlung» - Ueberweisung im AuSgleichs- Berkehr.
Dieser Ausgleichs-Verkehr ist e» besonders, der für Geschäftsleute, Landwirihe und solche Beamte und Private, die ein größeres Budget haben, eine bedeutende Erleichterung in der Kassenführung gewähre» wird. Der Erfolg wird zum großen Theil davon abhävgen, ob die Reichspostverwaltung die Gebühren für die Benutzung des Scheckverkehrs billig anzusetzen in der Lage fein wird, lieber den Tarif ist noch nichts bekannt. An eine Verzinsung der Kontoguthaben, selbst der Stamm-Einlagen von 200 Mk., die jeder Inhaber eine» Girokontos bei der betreffenden Postanstalt einzuzahlen hat, denkt man vorläufig nicht; die» geschieht übrigens bei den Girokonten der Reichsbank ebensowenig. Da aber die im Check, und AusgleichS-Verkehr zeitweise entbehrliche» eingezahlten Gelder der ReichSbauk zur zinstragenden Anlegung zugeführt werden sollen, darf man wohl annehme», daß die Gebühre» recht niedrig bemessen werden und damit ein Aequi- valent für den ZinSansfall geschaffen wird. Je allgemeiner die Benutzung des Postcheck-Verkehres wird, desto niedriger wird man mit der Zeit die Gebühren ansetze» können, wie daS ja beim Porto der Fall gewesen ist. Man wttd, wenn eS gelingt, die neue Einrichtung populär zu machen — nnd das ist wohl zu hoffe» — die Reichspost alsdann mit Recht den „Bankier für Alle* nennen können, da sie auch jetzt schon mit großem Erfolge im Kleinverkehr den Bankier (beispielsweise in Sachen des Wechsel- und MandaiweseuS) zu ersetzen bemüht ist.
Die deutsche Adelsgenossenschast eröffnet im Frühjahr 1900 in Schloß Werdorf bei Wetzlar ein Pensionat für Töchter de» deutschen Adel». Dieses Pensionat, welches den Namen A n n a - E l e o n o r eu-Heim führen wird, und deffe» Ehren - Protectorat Ihre Durchlaucht die Fra» Prinzessin Albrecht zu SolmS-Braunfels übernommen hat, soll jungen adeligen Mädchen, welche bereits eingesegnet find, und ihre rhetorische Ausbildung ziemlich vollendet haben, Gelegenheit geben, sich — bevor sie in daS Leben treten — zu praktischen Hausfrauen vorzubtlden. Ihnen soll ferner, für de» Fall, daß ste nicht hetrathe», eine ausreichende Grundlage gegeben werden, um sich auf den weiblichen Berufsgebieten praciifch thätig und nützlich erweisen und sich event. in bieftr Richtung einem bestimmten LebenS- berufe znwenbe» zu könne». Daneben wirb die Möglichkeit gewährt, sich in Sprachen und Künsten zu vervollkommnen und großer Werth auf körperliche Ausbildung durch Spiele — Lawn - Tennis u. s. w. — sowie viel Bewegung im Freien gelegt. Die Anstalt wird, unter Oberaufsicht de» Vorstandes der deutschen Adel»-Genosienschast, von dem Ortsgeistlichen des Dorfe» Werdorf, Pfarrer Repp, in Verbindung mit der von der deutschen Adels- gerossenschast angestellten Vorsteherin Frau Gräfin v. Bredow geleitet werden. Außerdem werden an der Anleitung der jungen Mädchen von der deutsche» AdelSgeuossenschast angestellte Hausdamen und die i» Werdorf ftationirte Diakonissin Theil nehmen. Schloß Werdorf, welche» nebst Park und Nebengebäuden, von Sr. Durchlaucht dem Prinzen Albrecht zu Solms-BraunfelS der Deutschen AdelS- genosseuschast zum Zweck der Errichtung eine» Pensionats für adelige Mädchen unter de» günstigsten Bedingungen zur Verfügung gestellt wurde, liegt in dem gleichnamige», etwa 1000 Seelen zählenden Dorfe Werdorf, ist Station der Eisenbahn Wetzlar- Köln und liegt 1 Meile von Wetzlar entfernt im Dill-Thal inmitten einer anmuthigen, waldreichen Gegend. Die Lage ist eine äußerst gesunde, die Be- völkerung christlich gesinnt.
Bezüglich aller sonstigen Verhältnisse, Aufnahmebedingungen, Hausordnung, Arbeitsplan und Pensionspreis ertheilt Auskunft das Geschäftszimmer der Deutschen Adelsgenossenschaft, Berlin NW. 7, Schadowsttaße 8, II.
Hefe des litterarische» Standes angehören, kann auS dem Weiterbestehen solcher gefährlichen Werkzeuge nichts Gutes ersprießen. Wir befehlen hiermit deß- halb vollständige Unterdrückung und das Aufhören aller bisher im Reiche erscheinenden Zeitungen, die ämmtlichen Herausgeber und Redacteure sind zu ver- jaften und mit der schärfste» Strenge des Gesetzes zu bestrafen.' Das ist der Wortlaut der unterrn 9. October d. I. erlassenen Verfügung der Kaiserin Tsu-Htzi, wodurch 56 chinesische Zeitungen Betroffen wurden. Die „Strenge des Gesetzes" heißt, aus dem Chinesischen in's Deutsche übersetzt, der Strang, und zwar nicht allein für die unglücklichen Zeitungsleute, pudern nach dem üblichen Verfahren in China für )ie gesammte Verwandtschaft des Betteffenden, bis in den neunten Grad hinein.
Au» dem Kammergericht. § 15 3 der Gewerbeordnung bedroht den mit Strafe, der „andere* durch Berufserklärnng zu bestimmen sucht, an Verabredungen zur Erlangung günstiger Lohu- iebingnngen theilzunehme». Das Kammergericht jat entschieden, und zwar im Gegensatz zu seiner rüheren Entscheidung, daß unter „anderen* im Sinne des § 153 der Gewerbeordnung Arbeitsgenossen, nicht aber Arbeitgeber zu verstehen sind.
Launige Bühne» - Aphorismen veröffentlicht A. Borö« in dem von der Verlags Handlung Max Simson in Tharlottenburg herausgegebenen „luftigen Theaterbuche: „Stiiese." Hier einige Proben:
„Man wird der Weiber gar bald satt, sagte der Comiker, als er zum hundertsten Male „Charlcys Taute
vielte.
„Mein« Minna g«ht vorüber", sagte die Salondame, als sie eine schauderhafte „Minna von Barnhelm" ver- zapftk
„Ein Pferd, «in Pferd, mein Königreich für'n Pferd," klagte der Director vor der Pleite, da gab er das „weiße Rößl".
„Immer streb« zum Ganzen", sagt« der Heldrnvater, da trank er zwei Halbe. „
„In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister, äflte der Regisseur, als er drei Schränke auf die Buhne stellte.
„Ach, des Lebens schönste Feier endigt auch den Lebens- mai," sagte die Naive am Hoftheater tel der Feier ihres 50jährigen Bühnenjubiläums.
„Gott Helf dir, braver Schwimmer," sagte die Souffleuse zum Comiker, da fiel ihr di« Brill« in die Versenkung.
Marktberichte.
Frankfurt, 12. Decbr. (Getreidemarkt-., Am heutigen Wochenmarkt war in einheimischen Brodfiüchten das Angebot überwiegend und die Umsatz« bet schwacher Kauflust der Mühlen beschränkt. Weizen im Preis« nach- gebcnd, Roggen bester behauptet. Aukländiste Brodfrüchte wenig gefragt und Preise kaum verändert. Gerste still. Hafer gut beachtet und die Preise behauptet Mais fest, effecttot Maare sehr gesucht und höher bezahlt. Es notiien nach Qualität: Weizen, hiesiger und Wetterauer 16,90—17,10, kurhessischer Mk. 16,90 17,10, norddeutscher 00,00 00,00, russischer M 17,25—18,25, Redwinter Mk. 17,80-18,20 Laplata Mk. 00,00—00,00, Kansas Mk. 17,60—18,00 Roggen, hiesiger Mk. 15,00—15,50, Pfälzer 00,00—00,00, Westum ozgen 16,00—16,25, russischer 16,75 bis 16,00, amerikanischer Mk. 00,00- 00,00, Gerste, hiesig« 17,25-17,50 Mk., Pfälzer 17,50 17,75 Mark, fränkisch« Mk. 17,50-17,75, Riedgerste Mk. 17,40 bis 17,60, ungarische Mk. 17,00-19,00, Hafer, hiesiger Mk. 14,25—14,60, bayerischer Mk. 14,25-14,80, russischer Mk. 00,00— 00,00, ameiik Mk. 00,00 - 00,00. Mais, mixed M. 12,20—12,40, DonaumaiS Mk, 00,00-00,00, Laplata M. 12,20—12,40. Wes per 100 Mo netto effektiv loeo hier. — Mehl nachg. ES notitt nach Qual.: Weize-mehl, hies. Nr. 0 Mt. 27,50 bis 28,00, feinere Marken 30,50 b!s 31,10, Nr. 1 26,50—27,00, feinere Marken 27,50 dis 28,09, Nr. 2 Mk. 25,50—26,00, feiner« Diarien Mk. 26,60 bis 27,00, Nr. 3 24,00-24,50, feiner« Marken 24,50 bis 25,00, Nr. 4 21,50—22,00, feinere Marken 22,50—28.00, Roggenmehl, hiesiges Nr. 0 Mk. 25,03—26,00, Nr. 1 Mk. 23,00—24,00, Nr. 2 Mk. 16,50-17,00. Alles per 100 Ktls tncL Sack loco hier. — Futterartikel gesucht und fest. Es notireu: Weizenschalen Mk. 4,40 4,50 Weizenkleie Mi. 4,40 4 45 Roggenkleie 4,90-5,00, Futtermehl 6,00 bt» 7,00, Biertreber, getrocknet, Mk. 4,93- 5,00 je nach Qualität. Alles v«r 50 Kilo netto effettir- loco hier.
Frankfurt e. M., 12. Dccbr. (Viehmarkt.) Der heuttge Viehmarkt war mit 376 Ochsen, 31 Bullen, 726 Kühe«, Rindern und Stieren, 262 Kälbern, 608 Schafen u. Hämmeln, 1203 Schweinen befahren. Die Preis« stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. 66-69 Mk., 2. Qual. 62 bi» 64 Mk., Bullen 1. Qual. 56 58 Mk., 2. Qual., 52 btt 54 Mk., Kühe, Rinder und Stiere 1. Qual. 59—61 Mk., 2. Qualität 55-57 Mk. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber 1. Qualität 73 75 Pfg., 8. Qual. 62 bis 67 Pfg. Hämmel 1. Qual. 56 - 58 Pfg., 2. Qual. 45 bi? 50 Pfg. Schweine 1. Qual. 60-00 Pfg., 2. Qual. 59 di» 00 Pfg. Alles per '/- Kilo Schlachtgewicht. Aus Oesterreich standen 119 Ochsen zum Verkauf..
Vermischtes.
Chinesische». „Da Zestnnge» nur dazu bienen, ole Mafien aufzustacheln, die gegenwärtige Orbnnng brr Dinge umzustsßen und bie ZestungSschreiber bet