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IMattra: Rtt# N. — Lelepho« 56.
Gegen die neulich von uns nach der „B. t.' gegebene Darstellung der von der Staatsregierung in Schleswig-Holstein verfügten A«S- weifungSmaßregelu ist der Einwand erhoben worden, daß sich au» der angegebenen Ziffer von 117 Ausweisungen ein Rückschluß auf die wirth- schaftliche Wirkung der vielbesprochenen Polizei-
Wiederaufnahme in den Staats- und GesellschastS- verband ermöglichen. Bestehen fie diese Prüfung, so werden sie von Brüdern und Schwestern mit Jubel empfange«. Im heutigen Staat bekämpft der „Vorwärts* die Deportation schon der gemeinsten ä Verbrecher; wir find auch nicht für sie eingenommen, galten sie moralffch nicht für berechtigt und die »rutsche» Regierungen haben sie im BundeSrathe auch nicht befürwortet. Im Zukunftsstaate aber ist dies Deportiren nur ein kleiner Zwang! Wie aber raiionnirt die Socialdemokratie gegen den jetzt vielfach verlangten BefähigungS-Nachweis im Gewerbe l Im Zukunftsstaate wird er nicht sür'S Gewerbe, wohl aber für die oben nur umschriebene politische Ansicht der durch Deportation „Gebesserten* eingeführt. Wir muffen hierzu bemerken, daß jedenfalls zunächst diejenigen diesen Befähigungs- Beweis abzulegen haben, die diesen Zukunftsstaat gründen und beherrschen wolle»! Ihre geistige Bildung und ihre Besserung in politischer Moral müssen erst festgestellt sein, ehe ihnen das Recht dieser Neustaat-Gründung und Beherrschung irgendwie concedirt werden könnte.
Wir wären auf diese» socialdemokratische» Humbug garnicht so ausführlich eingegangen, wenn nicht derartige Auslassungen deS „Vorwärts* de» Arbeitern und Anhängern der Socialdemokratte leider eine Art politisches Evangelium wären, an das fie gedankenlos glauben. Eigentlich halten wir obige Resolution der Commission des Zukunftsstaats im „Vorwärts* für eine Veralberung der focialdemo- kratifchen Beitragszahler durch ihre Führeri
erziehungSstaat eignet, anüzusuchen hat."
In unserem heutigen Staate besteht die Freiheit, daß jeder Mitglied deS „Staat- »ab Gesellschafts- verbandeS* über die politischen Dinge sogar ungestraft in einer Weise nörgeln und reden darf, wie es ost geradezu revolutionär der „Vorwärts* und die ihm verwandte Presse thut; er muß eben nur daS nöthige Aster haben. Im Zukunftsstaate aber wird jeder Gegner der socialdemokratischen Ideen also als „Anarchist* betrachtet, in eine andere und „gesunde* Umgebung gebracht und einem „milden* Erziehungs- kur» unterworfen. Die Art gesunde Umgebung muß mau nur kennen und überdies ihre „Milde*. Warum im „Vorwärts* verfichert wird, es solle ihnen persönlich kein Schaden geschehen an Leib und Seele, merkt man nur zu sehr, und hoffentlich merkens auch die Arbeiter! Die Erziehung bestände in dem AuS- merze» aller deutschen Custurerfolge in Bezug auf StaatS-Ordnuug, Religion, Familienleben und deutsche gute Sitte. Und dies Ausmerze» nenne» die Znknnfts- staatler milde» Erziehungskursus, bei dem also nicht einmal das spanische Rohr angewendet würde. Solcher Humbug!
Und uu» kommt das Schönste „Kein weiterer Zwang soll den Gegnern geschehen, fie solle» deportirt werden, und erst ein in einer Prüfung abgelegter Befähigungs-Nachweis soll die
Hymne, bei deren Vortrag da» Kaiserpaar und alle Anwesenden fich erhoben. Unter Glockengeläut verließ daS Kaiserpaar das GotteShauS.
— Im Publikum wurde es heute sehr sympathisch bemerkt, als kurz vor dem Einzug der Kaisers die französische Botschaft am Pariser Platz die Nationalflagge hißte und der Bot
schafter Marquis de NoailleS mit den Mitglieder» und Dame» der Botschaft auf dem Balcon dem Einzug beiwohute. Auch die russische Botschaft Unter den Linden hatte ebenso wie die ander« Botschaften geflaggt.
— Der Bundes rath hat in seiner heutige» Plenarsitzung folgende Entwürfe zum Reichs« hauShaltSetat für 1899 genehmigt: bett, der aus- wärtige Amt, die Reichsdruckerei, die Verwaltung des Reichsheeres (mit einigen Aenderungen), die Verwaltung der Kaiserlichen Marine (mit einigen Aenderungen), die Verwaltung deS Gouvernements Kiautscho«, die ReichSpost- und Telegraphenverwaltung, die Verwaltung der Eisenbahnen (mit einigen Aenderungen) und de« allgemeinen Penfionsfouds. Den zuständige« Ausschüssen tourben überwiesen bie Gesetzentwürfe wegen Feststellung bes Reichshaus haltS- etat» für 1899, wegen Aufnahme einer Anleihe für bte Zwecke bei Verwaltung beS Reichsheeres, der Marine und der Reichseisenbahnen und wegen Ver- Wendung überschüssiger Reichseinnahmen aus dem Rechnungsjahr 1899 znr Schuldentilgung; ferner die Uebersichten über die Einnahmen und Ausgaben der Schutzgebiete für 1895/96, 1896/97, «ab 1897/98, der Entwurf von Bestimmungen über die Sammlung von Saatenstands- und Erntenachiichte» und der Entwurf von Grundsätzen für die Besetzung der Subaltern- und Uuterbeamtenstellen bei den Communalbehörden rc. mit Milüäran Wärtern. Dem Entwurf eines Gesetzes wegen Feststellung des Haus- hastsetatS für die Schutzgebiete auf daS Rechnungsjahr 1899 wurde die Zustimmung ertheilt und schließlich über eine Reihe von Eingaben Beschluß gefaßt.
— Aus Hannover berichtet der „H. C.* weiter: Unsere Mittheilung über am Mittwoch Vormittag erfolgte Verhaftungen von Personen, die anarchistischer Umtriebe verdächtig erscheinen, wird jetzt in vollem Umfange bestättgt. Nach zuverlässiger Angabe haben am genannte» Tage in ausgedehntem Umfange Haussuchungen und Vernehmungen in den Wohnungen solcher Personen statt- gesunden, die verdächtig erschienen, fich gegen § 128 de» Strafgesetzbuches (Theilnahme an geheimen Verbindungen) vergangen zu haben. Ferner find mehrere derselben, in denen man die Führer und geistigen Leiter der hiesigen Anarchisten vermuthet, in Haft genommen worden. Ihre Entlassung ist, entgegen anderen Meldungen, noch nicht erfolgt.
— Während in der freisinnigen Presse die Behauptung aufgestellt zu werden pstegt, daß durch die Bewilligung von Staatsmittel» zum Ba« von K l e i n b a h n e» die Jnittattve der Betheiligten gelähmt würde, beweisen die feit der erstmaligen Flüssigmachung der Kleinbahnfonds im Jahre 1895 gemachten Er- fahrungen da» Gegentheil. Au» den in diesen vier Jahren bereit gestellten Mitteln von zusammen 29 Mill. Mark waren bis Ende November Staats- beihilfen im Kesarnmtbetrage von nahezu 15 Millionen bewilligt. Durch die Bewilliguog ist der Bau von nicht weniger al» 47 Kleinbahnen gesichert worden. Sodann find in Aussicht gestellt Beihilfen im Gesammtbettage von nahezu 9 Millionen Mark für 27 Kleinbahnen, deren Bau demgemäß in nächster Zett in Angriff genommen werden dürste. Sämmtliche erwähnten 74 Kleinbahnen dienen neben dem Personen- auch 1 dem Güterverkehr. Nur wenige davon liegen in Jndnstriegegenden, die ganz überwiegende Mehrzahl erschließt vorwiegend Landwirthschaft tteibende Districte dem Bahnverkehr. Unter den „kleinen Mitteln* zur Hebung der Landwirthschaft nimmt daher die staat« ' liche Förderung des Kleinbahnbaues eine bedeutsame Stelle ein. Auch der Ausblick auf die Zukunft er- ; öffnet erfreuliche Aussichten. In nicht weniger, als : 18 Fällen sind die Vorbereitungen für Kleinbahn« । Unternehmungen von den Nächstbetheiligten sowett ge- : fördert, daß an die Nachsuchung einer Staatsbeihttse ! gedacht werden kann. Wie sehr jetzt durch das Zu- ■ sammenwirkeu von Staat, Provinz und Kreis der . Bau von Kleinbahnen auch in den Provinzen Ost- und Westpreußen, in welchen vor 1895 überhaupt Kleinbahnen nicht gebaut find, in Fluß kommt, beweist die Thatsache, daß unter ben zuletzt er- : wähnten 18 Kleinbahnunternehmungen nicht weniger
Verfügungen so lange nicht ziehen lasse, als die Zahl der in Schleswig-Holstein lebenden dänischen Staatsangehörigen nicht angegeben werde. Es sei daher ergänzend bemerkt, daß in Schleswig-Holstein am 1. Juli des laufenden Jahres int Ganzen rund 21900 dänische Staatsangehörige vorhanden waren. Im Hinblick auf dieser Zahlenverhältniß zwischen den anSgewiesenen und bett in Schleswig«Holstein tut» wesenben dänischen Staatsangehörigen kann von einer durch die Ausweisungen in nennenswerthem Umfange bewirkten Schädigung wirthschastlicher Interessen um so weniger die Rede fein, als in der Zahl 117 die erfahrungsmäßig alljährlich itt ziemlich gleichbleibender Höhe wiederkehrenden, aus sittenpolizeilichen »nd anderen nicht politischen Gründen erfolgenden Ausweisungen mit enthalte» sind.
Sie lassen sich's bieten.
* Er ist noch nicht lange her, da sagte uns ein Man», dem wir eine besondere Kenntniß der Arbeiter-Verhältnisse znznttauen voll berechtigt find, als wir mit ihm darüber redeten, waS die socialdemokrattsche« Führer den deutschen Arbeitern zazumntheu wagen: „Sie lassen sich'S ja bieten — und gebe» dafür noch mehr von ihren Arbeitergroschen ab, als Steuern!" Es ist in der That auch nach aller Logik eine Merkwürdigkeit, was sich der deutsche Arbeiter von den Liebknecht - Bebel - Singer für Unsinn und Widersprüche in der socialdemokratisch en Presse bieten läßt «nd ausschließlich als daS Richtige betrachtet, um in den Zu kauft »staat der „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit* zu gelangen. Wir haben schon an anderer Stelle kurz erwähnt, daß in einer Besprechung der Anti- Anarchisten - Conferenz in Rom der „Vorwärts* darüber Auskunft gab, was in dem „Zukunftsstaate* alle Gegner der Socialdemokratie zu gewärtigen haben. DaS sozialdemokrattsche Zenttal- organ fingirt, daß alle Nichtsocialisten „Anarchisten* seien, und läßt einen zukunftsstaatlichen Atitt-Anarchisten« kongreß in Bezug auf diese „Anarchisten* Folgendes beschließen:
Deutsches Reich.
Berlin, 1. Deeember. DaS Königliche Schloß war heute bis zum Einzug deS Kaiser- , a a r e 8 ohne Flaggenschmuck geblieben, das Palai» der Kaiserin Friedrich hatte die Purpurstandarte der Kaiserin gehißt. Der etwas glatt gefrorene Mittelweg Unter ben Linden war mit Sand bestreut. Abjittanteu unb Unterofficiere eilten schon früh ge. schäftig hin unb her, um bie Ausstellungslinien für bie Truppen zu bezeichnen. Die Truppen rückte» mit klingenbem Spiel an. Der Kaiser kam etwa 10 Minuten vor 1 Uhr vor bem Brandenburger Thore an; Se. Majestät erschien im grauen Mantel mit dem Orangeband des Schwarzen Adler-OrdenS zu Pferde, die Kaiserin im offenen vierspännigen Galawagen. Am Brandenburger Thor wurde daS Kaiserpaar von einer ungeheuren Menschenmenge jubelnd begrüßt. Bürgermeister Kirschner, der mit bem Stabtverorbnetenvorsteher unb neun Stabtverordneten vor bem Branbenburger Thor Aufstellung genommen hatte, hob in seiner Ansprache an ben Kaiser unb die Kaiserin hervor, wie Gott dieselben in fremden Lande« und auf hoher See In seine Hut nahm und fie Werke deS Friedens und der Liebe schaffen ließ. Der Bürgermeister feierte die Kaiserin als treue Gefährtin deS Kaisers bei allen Anstrengungen der Reise, al» treue liebende Gattin, die alle deut chen Herzen lieben. Möchte jeder Tag, ben bie Majestäten in ben Mauern Berlins verlebe«, ei« Tag hohen ungetrübten Glückes sei». Der Kaiser reichte bem Bürgermeister die Hand und sagte ungefähr Folgende»:
Geehrter Herr Bürgermeister! Ich danke zugleich auch im Namen der Kaiserin den städtischen Behörden für den uns bereiteten Empfang. ES freut nur. heute wieder unsere Vaterstadt betreten zu können nach der Rückkehr von einer so schönen Reise, voll mächtiger Eindrücke aus den Gebieten der Religion, der Kunst «nd der Industrie. DaS Eine aber kann Ich Ihnen sagen, daß Wir überall den deutschen Namen in allen Ländern und allen Städten geschätzt und geachtet gesunden haben, wie nie zuvon Ich hoffe, daß die« so bleiben wird und daß Unsere Reise dazn beigettagen haben möge, der deutschen Energie «nd deutschen Thatkrast neue Absatzgebiete zu eröffnen, und daß eS Mir gelungen ist, daran mitzuwirkeu, unter den Völkern den Frieden zu befestigen. Ich kehre gern nach Berlin zurück, der Stadt, die Ich, wie Sie wiffen, und wie Sie ja auch sehen, stet» fördern helfe, um meine Arbett wieder anfznnehmeo, nnd hoffe, daß das städtische Gemeinwesen unter Ihrer Lettuog mi(6 weiterhin segensreich sich entwickeln «erde, ohne Rücksicht aus Patteiungen. Ich danke Ihne» nochmal», daß Sie fich durch da» schlechte Wetter nicht abhatten laffen, Mr und der Kaiserin diesen patriottschen Empsaug zu bereiten, »od beauftrage Sie, Unfein Dank auch den städtischen Behörde» und der Bürgerschaft aursprechin zu wollen.
Nachdem Se. Majestät abermals dem Bürgermeister Kürschner die Hand gereicht hatte, setzte fich der Zng wieder in Bewegung und pasfirte im Schritt das Brandenburger Thor, um fich unter dem Hmrah- rufen der Menge durch die spalierbildenden Truppen nach dem Schlosse zu wende».
— Heute Abend 6 Uhr fand in der Kaiser WllhelmS-Gedächtnißkttch« zur Vorfeier deS Re- gierungsjubiläums de» Kaisers von Oesterreich ein Orgelkonzert statt. Die Kirche war dicht gefüllt. Anwesend waren daS Kaiserpaar, die Prinzen und Prinzessinnen, der Reichskanzler, der Minister, die Generalität, die Spitzen der Behörde», die Mitglieder der österreichische» Colonie. Der Kaiser trug die Uniform der österreichischen Husaren. Der erste Thett des Concerts, die Gedenkfeier der Kaiserin Elisabeth, begann mit dem Trauermarsch ans Händels „Samson*. Der zweite Theil enthielt die östereichische
Umschau.
Der „Reichsanzeiger* schreibt in hervorgehobeaer Schrift: „Se. Majestät der Kaiser gedenkea mit de« verbündeten Regierungen und dem deutschen Volke in innigster Autheilnahme des Tage», an welchem unser Erlauchter Bundesgenosse Kaiser Franz Joseph vor fünfzig Jahren ben Thron ber Habsburgischen Monarchie bestiegen hat. Möge die Vorsehung das theure Leben deS edle« Herrschers noch lange Jahre erhalten zum Segen Oesterreichs-Ungarns und zum Heil des europäischen Friedens!* Ferner hat Kaiser Wilhelm angeorbnet, daß zu bem heute stattfindenden Tebeum in der Hebwigskirche zu Berlin zum Regierungsjubiläum des Kaisers Franz Joseph die ganze Generalität Berlins und das Osficierscorp» des Franz - Regiments, sowie Abordnungen der Truppeutheile der Berliner Garnison zu erscheinen habe». Auch der Kaiser und bie Kaiserin werben bem Gottesdienste beiwohnen. Gestern Nachmittag empfing Kaiser Wilhelm ben österreichisch- ungarischen Botschafter von Szögyeny-Marich, um aus dessen Händen die Sr. Majestät als Mit- gliebe ber K. K. Armee zugedachte goldene Regierungs- Jubiläums-Medaille entgegen zu nehmen. In W ien überreichte« vorgestern der deutsche Botschafter @ra: zu Euleuburg-Hertefeld und der deutsche Militär-Attachv, Oberst-Lieuteuant Graf v. Moltke in besonderer Audienz Sr. Majestät dem Kaiser daS
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Wöchentliche Belagen: Kreisblatt fiu die Kreise Marburg «nd Kirchhain.
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einem in ber preußischen Porzellan-Manufaktur berge- stellte» kostbaren Porzellan-Service. Nach der Ueber- reichung des Geschenkes fuhren der deutsche Botschafter Graf zu Euleuburg-Hertefeld und der Militär- Attachö Graf von Moltke bei dem Minister des Auswärttgen Grafen Golnchowski vor. Wie schon telegraphisch erwähnt, veröffentlicht die amtliche „Wiener Zeitung* ein Handschreiben des Kaisers an den Justizminister Dr. v. Rubner, in welchem er anläßlich des Regierungsjubiläum» volle Amnestie für Verbrechen der Majestätsbeleidigung oder der Beleidigung von Mitgliedern des Kaiserlichen Hauses, die bis zum 2. December d. IS. begangen find, ertheilt und 548 anderen Sträflingen der Rest der Freiheitsstrafe erlasse» wird. Kaiser Franz Joseph hat fich gestern Mittag mit der Prinzessin Leopold von Bayern von Wien nach Wallsee begeben, wohin auch bie Kronprinzessin - Wittwe Erzherzogin Stephanie mit ihrer Tochter, ber Erzherzogin Elisabeth, abgereist ist.
„ aoo SääÄb“Äfc®!ä Marburg J2 283 SommbL 3. D-cemb-r 1898.
Bestellungen
für ben Monat December auf bie Gkrrhrff. Ittlimg nebst derer» Gratisbeilagen „RrciSblatt" für die Kreise Marburg uni Kirchhain, „Illustriertes Sonntag» blatt" und „VerloosungSliste der Kgl. preußischen Klassenlotterie" »erden von allen Postanstalten, Landbriefträgern, in der Expedition (Markt 21) sowie, von unseren Filial-Expeditionen in Kirchhain, Reustadt und Wetter entgegengenommen.
„Er ist . . . Sorge zu tragen, daß diese rubestörenden Element« in andere, gefittete Verhältnisse, in eine andere und gesunde Umgebung gebracht und einem milden Er- ziehungScursu» unterworfen weiden. E» soll ihnen persönlich kein Schaden geschehen an Leib und Seele. Im Gegentheil. Es soll ihnen auch kein weiterer Zwang an- gethan werden, außer dem: in einem abgelegenen Lande, wo fie nicht schaden können, ihren Wohnsitz zu nehme«, fich unter dem Schutz humaner Gesetze den in ihrem Jvtereffe getrofferen Anordnungen behufs ihrer geistigen Bildung und moralischen Befferung zu fügen. Jeder, der durch ein gutes Verhalten, durch Fleiß in den Unterrichts- cursen usw. die zum Wiedereintritt in den StaatSverband befähigend Prüfung bestehen kann und sonst!e Garantteen dauernder Besserung bietet, so daß kein Rückfall zu befürchten ist — tritt mit vollen Rechten in den allgemeinen Staats- und Gefellschaftsverband zurück und wird von allen Brüdern und Schwestern mit Jubel empfang«. Ei» dahingehender Gesetze«Vorschlag wird einstimmig an- . _ .
genommen und ein Aui schuß niedergesetzt, welcher die Be-i Jubiläumsgeschenk deS deutsche» Kaisers, bestehend i» ftimmnng zu verwirklichen und einen paffenden Landstrich, der fich zum Auarchisteostaat oder rid)tiger Anarchisten-