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all nur das Süße von der Oberfläche abnippeu habt hatten. Und über dem grauen Haupt des sie, die jetzt an seiner Seite saß, bildete für chn eine'ManueS, über dem weißen Haar der Frau hielt weh»

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freiwillige Fo r t v er s i ch erung kennt, und es ist den weiblichen Versicherte», welche eine Ehe eingegangen find, in rechl vielen Fällen zu rathen, daS Verficherungsverhältniß fteiwillig fortzusetzen. Mit der Erstattuvg der Beiträge fällt jeder Anspruch auf Rente fort. Zahlen jedoch die weiblichen Ver. sicherten auch nach ihrer Veiheirathung, soweit sie nicht sowieso in Folge verficherungSpflichtiger Thäiig- keit der Zwangsversicherung unterworfen bleiben, für mindestens 12 Doppelmarken zu 28 Pfg. jährlich 3,36 Mark oder etwa 1 Pfg. täglich, so erhalten sie sich den Rentenanspruch und sorgen für die Zukunft.

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Einer jüngst unter dem TitelStrafrecht und Politik" erschienenen Broschüre von Justus Clemens (Verlag von Olto Liebmann in Berlin) entaehmkn wir zu Wesen und Bekämpfung der Soeialdernokratie die nachstehenden nur zu richtige» Ausführungen: Das Axiom, der Staat soll sich nicht in den Streit der Parteien mische», phrasenhaft, wie es schon an und für sich ist, kann doch nur gelten, wenn eS sich umParteien" handelt, d. h. um größere oder kleinere Mengen von Staatsbürgern, die auf dem Boden der Staats- und Gesellschafts­ordnung stehend, verbunden find durch gewisse über- einstimmevde Ansichten darüber, wie die Staatszwecke am besten erreicht werde» könnten. Die Social- bemotratie und die mit ihr gleiche Ziele Ver- folgenden bilden keine Partei, weil sie die Staats- und Gesellschaftsoidnung verneinen. Sie verschleiern sorglich ihr letzeS Ziel, alles Bestehende, die Kultur von Jahrhunderten und Einrichtungen um- zustürzen, die wie Familie und Ehe durch Jahr­tausende geheiligt find; fie thun damit aber nichts

muthsvoll der Engel der Erinnerung Wache und die schöne, goldene Jugendzeit lag weit, weit zurück wie ein ferner Traum.

Der Justizrath schrak förmlich zusammen, als d«S Mädchen melden kam, es sei serviert wahrlich, neben Magdalene verging die Zeit noch ebenso schnell wie ehemals! Er bot seiner Freundin den Ann, fie hatten ein zweites Zimmer zu pasfieren, ehe fie de» kleinen Speisesalon erreichten. In diesem Zimmer stand ein großer viereck ger Arbeitstisch, auf welchem Schreibhefte, ein Tintenfaß, eine Mappe mit Zeichen- gerät!) in methodischer Weise geordnet war. Daneben ein niedriger, wohlgefüllter Bücherschrank und ei« großer Globus auf einem Gestell. Die Büchermappe hing an dem überaus zweckmäßig eingerichtete», ver­stellbaren Arbeitsstuhl. An einem der Fenster stand ein blitzender Vogelkäfig, in dem ein goldgelber Kanarienvögelchen hin und her hüpfte, auf einem Polster schlief ein zusammengeringelteS winzig« S Hündchen mit weißem Seidenhaar. Am zweiten Fenster hatte» die Puppen ihr Reich. Bon der stattlichen Dame, die im lothseidenen Kleide, mit langwallendem Flachs­haar auf einem Korbsessel thronte, die Arme wett von sich gespreizt, dis herab znm Mattatzenkind in der Wiege, znm Porzelanpüppchco in blanker Bade­wanne, waren alle Sorte» von Puppen verttete», eine stattliche Sammlung, die den Jnstizrath an» blauen und schwarzen Glasaugen feierlich anstarrte. Ebenso methodisch geordnet wie die Bücher und Hefte, saß, lag und stand diese kleine Gesellschaft umher, deS Augenblicks wartend, da ihre Befitzeri» kommen würde, mit ihnen zu spielen.

Der alte Herr lachte ganz fröhlich.

Drollig anzusehen, wie die Dinger da all' in Reih' und Glied postiert find 1 So viele und, sowett ich das zn beurteilen verstehe, sehr hübsche Puppen. Da

anderes, als im Kriege der Feind, der sich die Uniformen und Waffen des Gegners anlegt und im Dunkel zum verhängnisvollen Uebetfaö heranschleicht. Wie gegen solchen Feind ist auch gegen die Umsturz­bestrebungen die sorgsamste Wachsamkeit, die energische Abwehr, der rücksichtsloseste Vorstoß nicht nur gerecht- fertigt, sondern geboten. Der deutsche Bürger in seiner Anhänglichkeit an das Gesetz ist gar zu leicht zu der sentimentalen Anschauung geneigt, daß solche Leute doch ihr Unrecht einsehen und nur gesetzlich erlaubte Kampfmittel gebrauchen würden. Man sagt dann: die Socialdemokratie mausert sich, fie ist eine bürgerliche Partei geworden! Fällt ihr gar nicht ein; wer socialdemokratische Versammlungen be­obachtet, ihre Preffe liest, ihre Führer hört, kann doch vernünftigerweise nicht darüber im Zweifel sein, daß die angenommenen Allüren der Gesetzmäßigkeit eben nur Spiegelfechtereien sind, um de» Gegner zu täuschen und in falsche Sicherheit zu wiege». Krieg ist eben Krieg, und wo Holz gehackt wird, fliegen eben Späne. Wenn aber di jenigen Sozial­demokraten, die in de» Staatsbetrieben selbst be­schäftigt sind, sehe», uns geschieht doch nichts, man läßt uns ruhig in unseren Stellungen, wagt kaum uns eine finstere Miene zu machen, weil man fürchtet, im Reichstage interpellirt zu werden, bann bleiben nicht nur die Feinbe im eigenen Lager, fonbern werben täglich mehr, weil fie darauf Hinweisen könne», wie schwach ober thöricht der bekämpfte Staat ist. Weshalb auf solche Interpellationen im Reichs­tage nicht einfach und energisch zugegeben wird,ja, wir entlass n aus den staatlichen Betrieben alle, die sich der Umsturzbewegung anschließen, mögen sie weiterkomm en, wie fie wolle», im staatliche» Organis­mus ist kein Platz für fie", ist kaum zu begreifen. Wenn klar und offen bekannt wirb,wir halte» die Anhänger der Umstnrzgebanken nicht für eine Partei, sondern für einen rücksichtslos zu bekämpfenden Feind", wir glauben, die jetzt noch vorhandene Mehrzahl der Bürger würde aufathmen und sich ftischen Mulhee- geschlossen um die Fahne her Ord­nung schraren. Der DentsLe erwartet noch seinem Volkrcharatttr eine bestimmte Parole von der Staats» leitung und folgt energischen Führern gern bis in den Tob, schwankenden und energielosen aber entzieht er sein Verrrauen. Der Staat darf sich jetzt nicht mehr auf die Abwehr beschränken, er muß zum Gegenangriff vorgehen. Er befindet sich leider jetzt schon in der wenig vortheilhastesten Lage eines Feld- Herrn, dem der Gegner das Schlachtfeld vorgeschrieben hat, auf dem er kämpfen will. Gewalt kann man eben nur der Gewalt entgegensetzen, und die Führer der Umsturzbewegung hüten sich zur Zeit noch ängst­lich, ihre Massen znm blutigen Kampfe auf die Straße zu schicken; es bleibt dem Staate eben nichts

Disciplin im Heere, wenn man diese Unzufriedenheits- Apostel mit da hinein sprechen lassen wollte! Sie passen ja zur Auftechttrhaltnrg von Disciplin und Autorität genau so, wie der Igel zur Schl»mmerolle!

Disciplin und Autoxi'ät verlangen wir aber durchaus gewahrt, nicht nur beim Heere, auch bei der Reichspost, ja bei dem gelammten Reichs- und Staats» beamtentbnm! Sie find die beiden Faktoren, durch die erst Preußens Staatswesen seine Kraft gewonnen hat, fie find Grundvesten allen grsunben Beamteu- thumS. Wir haben in dieser Hinsicht nur soweit mit jene» entlassenen Postbeamten Mitleid, als es ihnen einfach an der nöthige» persönlichen Klugheit gefehlt hat. Sie mußten toiffen, daß, wenn man Beamter des Staats oder Reiches ist, man sich dessen auch stets zu erinnern hat wenn die Unzn- friedrnheits-Apostel Einem in Wort und Schrift zu rufen :laß Dir nichts gefallen, Du bist ein freier Mann." Die Leute, welche namentlich den niederen Beamten im Reiche, wie im Staate dies immer und imm-r wieder zurufen, habe» nichts zu verlieren, sie fördern nur ihre der Monarchie und dem Staate feindlichen Zwecke 1 Ein Beamter aber, der seine Stelle nicht verlieren will, muß sich all ihren Verhetzungen gegenüber stets bewußt sein, daß er einfreier Mann" im Sinne jener Leute eben deßhalb nicht ist, weil er Beamter ist. Vermag er das nicht, so ist er auch für seine Beamtenstellung unbedingt ungeeignet. Im Vertrauen zu den Vor­gesetzten und im vorgeschriebenen Dienstwege kann der Beamte das, was wirklich Grund zur Beschwerde giebt, wohl abstellen, durch dar Geschrei der Apostel der Socialdemokraten aber sicher nicht. Diese sehe» in denGemaßregelten" einfach willkommene Ein­wanderer in i h r Lager. Die Entlassenen aber haben keinen Grund, auf ihre Entlaffung zu schimpfen, fie mußten wissen, daß sie Beamte waren und daß es auf der Welt auch für fie heißt:Wie man's tfeibt, so gehis."

Möchte doch die Entlassung dieser Unter» beamten allen solchen Beamten eine Warnung sein. Beispiele I hren! Die Staatsraison gebietet für den Staatsdiener in erster Reihe das Halten des Diensteides, wie im Staats- so im Reichsdienste. Wo ist ein Staats- oder Reichsbeamter, der nachweisAr wollte, daß das Eingehen auf Machinationen gegen Disciplin und Autorität im Staatswesen sich mit dem Diensteide vertrage? Das geht nie und nimmer! Der Beamte, der das Bewußtsein.seiner Pflicht besitzt, hält in erster Reihe diesen seinen Eid heilig. Leute aber, denen dies Bewußtsein nicht innewohnt, können nach unserer Ansicht auch absolut nicht Staats- oder Reichsbeamte sein!

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pro forma, denn beide Mädchen sprechen ftanzöfisch und englich ebenso fließend wie deutsch, dank sei eS den Ausländerinnen im Latourschen Hause. So hat sich die Bekanntschaft angesponnnn: augenblicklich ist Herbert Freidank, der Student, hier, um mit de» Seinen das Weihnachtsfest zu feiern, und ihm z» Ehren ist meine Enkelin, der er seit ihren frühesten Kindertagen ein Überaus geduldiger und fteundlicher Spielkamerad gewesen ist, heute zu Freidank's zu Tisch gebeteu."

So, so! Ich werde also die Kleine heute gar nicht zu Gesicht bekommen?"

Doch! Sie kommt nach dem Kaffee herüber, um mit Nanon zusammen ihre Arbeite» für morgen zu machen."

Dem alten Herrn brannten viele Fragen auf der Zunge:Wie sieht das Kind auS? Gleicht eS Ihrer verstorbenen Tochter? Wie enttoickett es sich geistig? aber er blieb stumm. Es half alles nichts, er mußte abmarten, bis Frau Wallis gestimmt fein würde, zu sprechen.

Sie fing an, mit ihm von seiner Thättgkeit zu rede», erinnerte sich an alles, was er ihr seit Jahren von diesem intereffanten Prozeß, von jenem wunder­lichen Klienten, von einer besonders fesselnden Schwur­gerichtsverhandlung geschrieben, ihr vorzügliches Ge- dächtniß schien ungetrübt, ihre scharfe und treffende Beurtheilungsgabe unverändert. Wenn der Jnstizrath fie nicht ansah, konnte er sich ganz in die alten Zeiten zurückversetzt glauben Magdalene Wallis war immer die einzige Frau in seinem Leben gewesen, mit der fich's lohnte, ernsthaft zu disputiren; das schöne Geschlecht erschien ihm im ganzen stets wie ein Heer von mehr oder minder hübschen Schmetterlinge»,

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Entlassene Post-Unterbeamten.

* I» Hameln und auch später in Hannover ist eine Anzahl Postunterbeamten er.tieften worden. Die Leute lasen, obgleich der Staatssecretär des Reichs- postamts dies den Beamten seines Ressorts untersagt hatte, ein Blatt, das dieInteressen der Postbeamten" i» einer Weise wahrnahm, die dem Säen von Unzu- ftiedenheit und Mißtrauen bei den Postbeamten gegen ihre dienstlichen Vorgesetzte» gleichkam. Das konnte natürlich der Staatssekretär des Reichspostamts nicht dulden; er warnte in einem Erlaß die Postbeamten, schließlich verbot er ihnen das Hilten bieitS Blattes «d empfahl ihnen ein anderes, die postalischen 3nrer essen wahrnehmendes Blatt. Die Hamelner 19 Unter» beamten der Reichspost aber hielten unter der Deck­adresse eines Gastwirths ttotz Allem das verbotene Blatt weit«, inferirten auch in demselben, und dies brachte ihnen die Entlassung. Ebenso liegt der Ent­lassung S-Fall in Hannover.

Daß hiergegen die Presse der Socialdemokraten »nb der radikalen Demokratie ein wahres Zetergeschrei i» Gunsten dergemaßregelten" Postbeamten erhebt, ist erklärlich.Jetzt verbietet man", so sagen sie, den Leute» schon zu lesen, waS fie lesen wollen, eS wird immer schöner!" Die soeben erwähnte Presse kann garnicht anders, fie muß in ihrem Interesse es so machen, den» daS verbotene Blatt betrieb i h r Gewerbe, eS fäete Unzufriedenheit und hetzte gegen die Vorgesetzten auf. Diese Presse hat Ratürlich ebenso geschrieen und spectak-lt, als man beim Militär das Halten socialdemokrattscher Blätter nnb deren Lecture verbot, natürlich ohne jegliche» Erfolg. Wo bliebe auch die deulsche musterhafte

Ausnahme; er hatte früher oft gedacht:Hätte ich sie zur Frau bekomme», ich würde sogar Berufssachen mit ihr durchsprechen, fie hat wirklich ungewöhnlich viel Verstand und sogar Logik!"

Er wurde warm über den Themen, die fie an­geregt, und fie erkannte mit ihrem stillen Lächeln in ihm ganz den Konrad Werder früherer Tage: scharf­sinnig, lebhaft, mit einem Stich iuS Sarkastische, leicht zum Widerspruch gereizt, aber unbestechlich ge­recht und edeldenkend. Wie hatte fie ihn geliebt, wie hart mit sich gekämpft, wie innig es ihm in ihrem Herzen gedankt, daß er ihr diesen schweren Kampf so zartfühlend erleichterte, daß er ging, wo hundert andere Männer an feiner Stelle geblieben wären und nur ihre Leidenschaft hätten znm Wort komme» laffen. Und fie dankte eS ihm auch, daß er nach Wallis' Tode nicht um fie geworben 1 Als das Trauerjahr eben öorübergegangen wie viel Schweres war da auf die wehrlose Frau eingeftürmt, wie hätte fie Neigung verspüren sollen an sich und den eigene», lange begrabenen HerzenSttaum zu denken? Wohl wäre eine fest stützende, männliche Hand will- komme» gewesen aber als fie später einmal in einem seiner ausführliche» Briefe ein solche Andeutung fand, unglaublich fein zwischen halbem Scherz versteckt, da war eS schon zu spät für fie gewesen, bie Würffel über ihres Kindes Schicksal waren bereits geworfen, unb es wäre ihr grausam erschienen, bes Freundes LooS jetzt an das ihrige z» binden, abgesehen davon, daß fie ihm jetzt nur noch Trümmer ihres einst so reichen »nb tiefen Gefühls hätte bieten können!

So faßen fie nebeneinander im matten Winter- sonuenschein, die Beide», die einmal zusammen jung gewesen waren und einander über Alles lieb ge«

größere Vortheil für die Versicherten fein.

ist nämlich nicht zu übersehen, daß daS In-

Bestellungen

für den Monat Deeember aus die

Umschau.

Wie aus dem Reichs-Veificherungsamt über die Entwickelung deS Invaliden- und Alters Versicherungs­wesens vierttijährlich hersusgegebenen Ueberfichten hervorgeht, nimmt die Summe der E »t - schädignngen, welche an weibliche, eine Eh e eingehende Versicherte gezahlt werden, stetig unb beträchtlich zu. ES ist fraglos, baß bie Gesetzgeber ben weiblichen Versicherten durch die Be­stimmung über die Rückzahlung der von ihnen ge» leisteten Beiträge eine Beihilfe für die Ehe gewähren wollten. Andererseits haben fie dadurch, daß fie in dem Gesetze den weiblichen Versicherten die Wahl der Zurückforderung ließe», gezeigt, daß sie die Rückzahlung nicht für alle Fälle als zweck­mäßig angesehen haben. Und in der That wird

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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt fin >ie Kreise Marburg und Kirchhain.

" *""" Jllustrirtes Sonntagsblatt.

(Nachdruck verboten.)

Schute des Lebens.

Roman von Marie Bernhard.

(Soitieexnfc)

Sie hatte eS noch nicht verlernt, in seinem Gesicht M lesen. Mit einem trüben Lächeln nickte fie ihm zu «nb legte leicht icre Hand auf bie seine.

Nur Gebulb! So schlimme Dinge wie ich fie Ihnen mitzutheilen habe, die erfahren Sie immer noch zeitig genug. Sie bleiben doch mein Gast zu Tisch? 3ch darf ein Couvert für Sie legen lasse»?"

Wenn Sie mich da behalten wollen und eS JHne» keine Ungelegenheit verursacht."

Frau Wallis lächelte nur.

;Wir werben unter vier Augen speisen. Erika ist heute bei ben FreidankS Mittagsgast."

Freibank? Der Name ist mir fremd."

Wir haben einander nach Ihrer Zeit kennen gelernt mir scheint bas ftettich schon lange, lange her zu fein. Es sind sehr gute, ehrenwerthe Leute; Frau Freibank ist Wtttwe, wohnt feit ein« Reche do» Jahren mir gegenüber nnb blieb nach bem Tode ihres ManneS ganz mittellos zurück. Zwei Kinber, d» Sohn unb eine Tochter, beide halb «wachsen, blieben Ujj. Sie fertigte sehr schöne und feine Handarbeiten an, prächtige Kunststickereien für Meß­gewänder, Krrchenfahneu und Courschleppen da­mit brachte fie sich und die Kinder durch. Der Sohn studiert seit einiger Zett Medizin in Berlin, wo ihn em Onkel ein wenig unterstützt die Tochter ist in England und Frankreich gewesen und gibt jetzt hier Sprachunterricht. Da die beiden Kind«, Nanon Latour und meine Enkelin, nicht die Schule besuche», fo ließ ich sie bei Frau Freidank Handarbeit, bei der ^Tochter Sprache» lernen letzteres freilich mehr

Werßess.

nebst derer» Gratisbeilage«

,Rreis blatt" für die Kreise Marburg ujv Kirchhain,Illustriertes Sonntag- blatt" undV er looiungs liste der Kgl. preußischen Klassenlotterie" »erden von allen Postanstalten, Landbrief­trägern, in der Expedition (Markt 21) sowie, von unseren Filial-Expeditionen in Kirchhain, Neustadt und Wetter entgegengenommen.

jg» 6)04 Quanalr-Abonnementr-Preis bei der Expedition 9 Mk. bei'allen Marburg eumiiit Ben Sientfurt e. $L 6nM Sieg.« ßß -tadrg

M 281 -L« Donnerstag. I.Dccember 1898. *» .JOTC