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sein Verdienst ist es, wenn bis jetzt und vermuthlich welche die Handelskammern im Allg meinen bisher
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Dupuy sitzt ein Kriegsminister, der, wenngleich er nicht Militär, sondern von Haus aus Ingenieur ist, in Bezug auf die Staats gefahr, zu der die Dreyfus- Partei den Fall Dreyfus ansgestaltet hatte, eine große Geschicklichkeit erwiesen hat. Aber nicht nur
auch künftig die hohen ftanzöstschen Miltärs den Conflict vermieden und die Autorität des Cassationshofes unbedingt anerkannt haben, auch den Offizieren selbst muß man doch die Anerkennung werden lassen, daß sie eine für sie geradezu zum Conflict verlockende Situation, zumal sie die Armee vi l besser kannten, als die Drryfusianer, unbeachtet gelassen haben zu Gunsten der bestehenden Staatsform. Freycinct hat ihnen dies Vertrauen von Anfang an entgegengebracht und sie haben eS voll gerechtfertigt. Und so meinen wir, kann sich heute Frankreich wieder getrost außer auf die national gefinnten, ruhigen und gemäßigten Republikaner auch unbedingt auf die Armee der Republik und ihre Offiziere verlassen, eine Thatsache, deren hocherfreuliche Seite für Frankreich man erst
Bei der in Preußen bevorstehenden Nachreg«» lirung der Gehälter der Unterbeamte» werden große Schwierigkeiten zu überwinden sein. Das wird klar, wenn man erwägt, wie ungleich stärker die Verschiedenheit der Preisverhältnifle auf die Lebenshaltung dieser niedriger besoldeten Beamten
ermess n kann, wenn man sieht, wer die Dreyfus- Partei bildet. All s, was Paris an einflußreichen Börsenjobbern, an Journalisten der von der Börse abhängigen Prefle, an Panama Compromittirten, an Großcapitalisten und großeapitaltstisren Ring-Mitgliedern hat, gehört der Dreyfus - P a r t ei an, die vielmehr golden i- ternalional, als etwa Dreifus'sche Rechtspartei oder französisch - national ist. Hierüber hirwegtäuschen darf man sich bei uns in Deutschland nicht lasten, namentlich auch nicht durch die vielen falschen und rührenden Nachrichten, welche die Preste dieser Partei in's Ausland befördert. Dem Dreyfus wird in der R-Vision, daran zweifeln wir nicht, durch Urtheil des Cassationshofs sein Recht geschehen — damit ist dann aber auch in Frankreich das milde Deckmänplchen einer Partei aus, die den privaten finanziellen Segen weit, weit höher stellt, als Staats und Volksheil. Käme sie, statt der National n und der auf die Armee sich stützenden Republik je in Paris zur Herrschaft, so wäre es zu Gunsten Einzelner um Frankreichs Volkswohlstand herzlich schlecht bestellt — und wohl ebenso auch um Frankreichs unbeeinflußte Rechtspflege beim Heer, wie beim Bürgerthume l
Wenn in einigen Blättern als Ursache für die Ausarbeitung einer angeblich beim BundeSrathe schon eingebrachten Vorlage über die Ersetzung deS Voreides durch den Nacheid eine Anregung auS der Mitte des Reichstages in der vorigen Tagung bezeichnet wird, so wird doch daran zu erinnern sei», daß die in der Session von 1895/97 im Reichstag verhandelte, aber nicht zu Stande gebrachte, sogenannte Justizrovelle im Artikel II § 60 die Bestimmung enthielt, daß die Beeidigung des Zeugen nach dem Abschluß seiner Vernehmung erfolgen sollte. In der Begründung zu diesem Vorschläge war betont, daß sich die Voraussetzung für die Einführung des Voreides, den Zeugen eher zur Angabe der Wahrheit zu bewegen, weil derselbe von vornherein unter den Eindruck der Eidesleistung gestellt wäre, durch die Thaftachen als nicht stichhaltig erwiesen hat. Wenn jetzt der Versuch gemacht würde, den in der Justiznovclle enthalten gewesenen Vorschlag in einem besonderen Gcs tz durchzuführen, so würde damit, nachdem die Entschädigung unschuldig Ver- urtheilftr in der vorigen Tagung vom Reichstage angenommen ist, diesem in der nächsten Tagung bereits ein zweiter Einzel Abschnitt aus der Novelle vor- gelegt werden.
Problems lediglich vom Standpunkt der Zweckmäßigkeit aus. Die schlesische Landwirthschaftskammer hat e8 in ihrer neulichen Erklärung ausdrücklich betont, daß gegen die Aufrechterhaltung, ja gegen eine noch schärfere Betonung der Zuständigkeit des Handels- Ministers in Bezug auf den Waff-.rstraßev verkehr nichts einzuwenden sei. Wir wüßten auch nicht, warum das Handelsministerium durch ei» das Wasserbauwesen verwaltendes landwirthschaftliches Ministerium in seinem Privilegium der Initiative in Sachen deS WasterstraßenverkehrS oder in sonstigen das Wohl der Industrie und des Handels betreffenden Fragen irgendwie beschränkt sein sollte. Wie noth- wendig di-Vereinigung oller Zweige des Wasserbaues und der Wafferwirthschaft in einem Ressort ist, wird sich bei der Berathung der Vorlage bezüglich der Regulirung der Oder und ihrer schiffbaren und nicht schiffbaren Nebenflüsse recht klar Herausstellen. ES wird erwartet, daß der schlesische Provinzial-Landtag, der sich im Januar mit der Oderregulirung zu beschäftigen gedenkt, die Vorlage zeitig genug erledigt, damit dieselbe noch im nächsten Jahre im Landtag zur Verabschiedung gelange» kann.
„Partei Dreyfus* gelungen ist, diese Revision zu Gunsten ihrer Sache beim französischen Volke durchzusetzen. De» DreyfuS hat inzwischen gerechter Weise der Cassationshof die stattfindende Revision nach der Te»felsinsel wiffen lassen und ihm im Weiteren Schriftstücke zur Beantwortung zugeschickt, deren Beantwortung für die Entscheidung des CassationS- hofes bisher nötbig geworden und auch wichtig sein wird. Freilich ist es für einen Menschen, der wie DreyfuS auf der Teufel? insel Monate durch Qualen durchgemacht hat, dopp lt schwer, di se Antworten für sich ersprießlich abzufasscn, denn DreyfuS kennt ja all das nicht, was sich seit seiner Degradirung und Verbannung in Frankreich, beziehentlich in Paris zugetragen hat.
Wir haben im Vorstehenden im Gegensatz zur Person des DreyfuS und abgesehen vom Cassationshof von der Partei DreyfuS gesprochen, welche für Frankreich selbst eine höchst unheilsame E» scheinung geworden ist. Ihr stehen die Rationalisten, die gemäßigten Republikaner, die Antisemiten uni die Anhänger der Armee gegenüber. Als nun die Partei — Dreyfus nicht allein, sondern Brisson und sein Ministerium doch wohl weniger aus parteipolitischen, als aus Rechtsgründen — die Revision in der Dreyfus- sache durchgesctzt hatten, da erwies sich die Feindschaft der Dvyfus-Partei nicht etwa bloS gegen die Fälscher im General stab, sondern gegen die ganze französische Armee in vollstem Maßstabe. Sie
einer Verschwö ung gegen die R publik, eines veab-j Weise ein. Wir meinen, daß die Ausführungen des stchtigten Staatsstreichs ziehen. " Ihr Plan ist Herrn v. Lucius bei den Gegmr» der empfohlenen ihnen nicht gelungen. Das Ministerium Briffon ist! Vereinigung mehr Beachtung verdienen, als sie bisher bald danach gestürzt worden und im neuen Ministerium'gefunden haben. Herr v. Lucius ist niemols ein
„extremer Agrarier" gewesen ui d seine persönlichen Interessen liegen seit seinem Ausscheiden aus dem Amte mehr auf dem Gebiete der Industrie, als auf dem der Landwirthschaft. Was nolh thut, ist eine rein fachliche Prüfung der Frage. Die Stellung,
vertreten haben, entbehrt zumeist der Vormtheilr- losigkeit und erscheint du ch das Mißtrauen bedingt, als ob cS sich bei dem Plane, d-s Wasserbauweten in dem Ressort der Landwirihickast zu vereinigen, um Befriedigung „agrarischer Wünsche* handele. DaS preußische Landwirtbschaftsministenum sollte in- deffcn über dem Verdachte siewn, daß e? dem profesfio nellen Agr arierthum Vo schub ru leisten geneigt sei. Auch läßt sich aus keiner einzi en Kundgebung seitens der berufenen Vertreter der La> dwirthscbaft der Beweis entnehmen, daß die gewünschte Neuordnung der Wasserbauverwaltung von einer Feindschaft gegen Handel und Industrie dcktirt sei. Es gilt vielmehr die Befriedigung eines allgemeinen großen wirthichaft- lichen Jnteieff.s und die Lösung eineS bedeutsamen
danken behalte ich mir mündlich vor. Ich würde sagen, ich freue mich des baldigen Wiedersehens mit meinem ältesten Freunde, wenn der Anlaß zu diesem Wiedersehen ein weniger schmerzlicher, aufregender wäre!
Immer Ihre alte Fieundi»
Magdalene WalliS.*
„WaS kann ihr geschehen sein?* fragte sich Justizrath Werder zum so und sovieltenmal seit der ersten Lektüre dieses Briefes, den er j tzt sorglich zusammeufaltete und wegstcckte. „Geld allein kann's nicht sei», sie würde sich darum schwerlich so gewaltig aufregen; auch sind ja ihre Kapitalien absolut sicher untergebracht, und sie kann sich unmöglich ans ihre alten Tage in waghalsige Spekulationen eingelassen haben — hatS ja auch nicht nöthig I Nein, eS muß etwas Anderes sein, waS diese resolute Frau so aus dem Geleise wirst — werden ja sehen, werden es morgen erleben! Neugier ist sonst nicht unser Fall. Selbstredend wohne ich im Hotel, hab' dcßwegen auch nicht Tag und Stunde meiner Ankunft gemeldet, sondern einfach telegraphirt: Werde kommen! Alleinstehende Damen machen immer mit Logirgäste» tausend unnütze Geschichten, und selbst Magdalene Wallis wird da keine Ausnahme bilden.*
Magdalene Wallis! Wie ihm der Name die alten, schöne» Zeiten lebendig machte! Freilich hatte das reizende, geistreiche Mädchen, das eS ihm vor langen Jahren auf den ersten Blick angethan, Magdalene Kraft geheißen — ach, welch ei» Mädchen war das doch g. wesen! Der alte Justizrath Werder war durchaus nicht sentimental, und er gestand es sich ehrlich zu, daß ihm seitdem noch manch weibliches Wesen gefallen, daß er sich sogar »och ein paarmal verliebt hatte . . . aber an Magdalene Kraft und sein Gefühl für sie, da reichte nun einmal nichts heran — »ein, nichts.
nebst derer» Gratisbeilagen
„Krcrsblatt" für die Kreise Marburg uni Kirchhain, „Illustriertes Sonntags blatt" und „Verloosungs liste der Kgl. preußischen Klassenloiterie" werden von allen Postanstalten, Landdrief- trägern, in dec Expedition (Markt 21) sowie, von unseren Filial-Expeditionen in Kirchhain, Neustadt und Wetter entgegengenommen.
Brusttasch- seines Ueberrocks und brachte einen Brief heraus, entschieden mehrfach gelesen, weil stark zerknittert. That nichts — der Justizrath las ihn von neuem. Es war eine Frauenhandschrift — groß — charakteristisch;
„Mein lieber Justizrath!
„Sie haben mir einst gesagt, — und ich weiß besser als jeder Andere, Sie sind kein Mann der leeren Redensarten — Si- wären trotz Ihrer besetzten Zeit, Ihrer angreifendcn Berufsarbeit stets für mich zu haben, sei cs in der Eigenschaft als Mensch, als Beamter oder als Freund. Ich habe von diesem freundschaftlichen und großmüthigen Anerbieten bisher keinen Gebrauch machen dürfen . . . jetzt ist die Zeit dafür gekommen. Ich bedarf Ihrer als Mensch, als Jurist, auch als Freund — bitte, kommen Sie zu mir, sobald Sie immer könne»! — Gerichtlichen Beistand könnte ich auch hier finden, gewiß! Allein der Rechtsanwalt, der bisher meine Angelegenheiten ordnete, hat es bei de» seltenen Gelegenheiten, die uns zusammenführte», so gar nicht verstanden, sich mein Vertraue» zu gewinnen, wir sind einander völlig ftemd geblieben, ich habe kein Wort weiter mit ihm gewechselt, als unumgänglich nöthig war; meine Privatverhältnifse find ihm unbekannt — ich wenigstens habe sie ihm gegenüber nie mit einer Silbe berührt. — Sie werde» mich sehr gealtert, sehr verändert finden, ich bin in ge wattiger Aufregung, eine Umwälzung meines ganzen Daseins steht mir bevor, die vollzieht sich bei einer Frau meines Alters nicht ungestraft.*
„Ich weiß, Sie werde» komme», sobald Sie könne«. Schreiben »der telegraphiren Sie mir, wann ich Sie ermatten darf. Ihr Quartter finde« Sie selbstvnständlich in meiner Wohnung. Ihne» z«
Ein sehr schüchterner Referendar ohne jedes Vermöge» war Konrad Werder damals gewesen, vo» einem alten, sparsamen Halbonkel ungern unterstützt, und zu jener Zeit war's noch nicht Sitte, daß die Herren Referendare schlankweg hingingen und bei den Vätern um die Damen ihres Herzens warben; sie hatten hübsch zu warten, bis sie Assefforen geworden waren, die jungen Leute. Das wollte denn auch Konrad Werder thu», und er wagte sich kaum an die beielg cf eierte, wenn auch nicht gerade vielurn- woibve Magdalene Kraft heran; fie war ein reizendes, Geist und Leben sprühendes Geschöpf, aber Geld hatte fie keines, daher sah eS mit den Freiern spärlich aus. Und als nun Konrads Onkel erkrankte, den jungen Mann zu sich rief und aus der kurzen Trennung eine sehr lange wurde; als bann nach dem Leichen begängniß des alten Herrn und der so sehr schwierigen Ordnung deS Nachlasses der junge Mann nach Berlin mußte, nm sich znm Aff-fforexamen vorzubereiten, da hatte er auch nicht den Muth gefunden, an das heimlich so heisgeliebte Mädchen zu schreiben und eS fich zu sichern. Noch lagen ja alle seine Verhältniffe so unHar vor ihm, noch war er weit entfernt von Amt und Brot, und „wenn fie mich liebt, wird fie schon ans mich warten!* sagte er fich.
Nu», fie hatte das getha» und hätte eS wohl auch noch weiter thnn mögen, ttotzdem der gewissen- haste Liebhaber fein Gefühl für fie mit keinem Wort bisher veirathen hatte . . . aber da trat ein sehr respektabler Bewerber um ihre Hand auf, ein Bank- dircktor Wallis, mit schönem Gehalt und eigenem Vermögen, und zugleich traf ihren schon feit lange kränkelnde» Later ein Schlaganfall.
(Fortsetzung W-)
„Ich denke, ja, Herr Justizrath! Wenigstens von hier aus geht's ganz bestimmt — erster Güte ist tarnet nicht viel Nachfrage. Aber ob unterwegs bei lischt nicht Jemand dazu kommt — ich fahr ja die ganze Stiecke mit . . .*
„Na, wollen allo sehen! Hier!*
Besten Dank, Herr Jnflizrath! Bitte, nur ein- Msteigen, und wünsche, angenehm zu ruhen!*
„Mit meiner angenehmen Ruhe wird fich das halten, ich kann beinah' nie im Eisenbahncoupse schlafen. Bo, geben Sie mir nur den Handkoffer und die lieisedecke herauf!*
„Ist das Alles?*
„Alles! Ich gedenke bloß ein paar Tage fort» Mbleiben. Gute Nacht!*
„Gute Nacht!*
Die Thür flog zu. Das erste Abläuten ertönte. Der Justizrath rollte die Reisedecke aus einander und steckte sich mit einem Seufzer in die Polster; mit fitem recht lief herausgeholten Seufzer. Er mußte ja oft „in Arntsgefchästen* reifen, und eine solche ltachifahrt that dem rüstige» alten Herrn ganz und gar nichts — aber diesmal war er nicht allein be- kufimäßig interesfirt . . . es war etwas Anderes tabei, etwas, das nicht nur feinen Verstand, sondern tarauSfichtlich auch sein Herz beanspruchen würde — stvaS, das an die Vergangenheit rührte . . . Mit einem zweite» Seufzer schob er die Hand in die
(Nachdruck verboten.) Schule des Lebens.
Roman von Marie Bernhard.
1. Kapitel.
„Hier Schaffner! Coup e erster Klaffe! Kann eines für mich allein habe» ? Bis Posen!* D-r Beamte hob zwei Finger an den Mützenrand.
Bestellungen
für den Monat December auf die
Intrigen nehmen entgegen: He Expedition diese» Blatte», die Annonce»
•hirtem von Haasenßetn & Begier, Frankfurt e. M , Kassel. Mägde- qq CVnfitvr hnrfc, Wien: Rudolf Mofie, Frankfurt a. R., Berlin, München, Rota; 00. xjUyly
Zum Falle Dreyfus.
* Bei uns in Deutschland spricht in der Be- «theilung des Falles DceyfuS vielmehr, als in K ankreich, die menschliche Empfindung für den Kann mit, der, vermeintlich ganz unschuldig ver- rutheilt, auf der Teuf-ls - Insel so furchtbare Strafe z» verbüßen hat und dessen Schuldlosigkeit man nach vieler Leute Meinung in Frankreich zu Gunsten einer Anzahl Fälscher im französischen Generalstabe nicht anerkennen wollte. In Frankreich wird dis menschliche Gefühl aber von denen, die der Partei Dreyfns angehören, natürlich nur so viel wie möglich in der Art ungefähr ausgebeutet, wie bei dem Schwurgerichte in Deutschland etwa der Veitheidiger eines Angeklagten durch rührende Erzählungen die Keschworenen zu Gunsten des Angeklagten zu Thränen zu rühren und aus Weichheit des Gefühls zum Stimmen für „nichtschuldig* bewegen will. Daß derlei Dinge auf einen Gerichtshof keinen Eindruck »ache» können, ist ja bei uns in Deutschland zum <8lück garantirt, doch seine Kraft ist ja mit dem .»ichtschuldig* der Mehrheit der Geschworenen gegen ben Angeklagten ans. In Frankreich herrscht aber eine solche Garantie bei den Gerichtshöfen, außer wohl bei dem Cassationshofe, vielfach nicht; durch rührendste Schilderungen und durch Begriffsglaubereien «gesehener Schriftsteller läßt sich dort nach unserer Erfahrung so mancher Richter vom Entscheide» nach reinem Rechte abbringen.
Der Cafsationshof wird, diese Hoffnung hegen wir von ihm, nach vollkommen objektive» Rechtsbegriffen in der Revistonssache Dreyfus uttheilen. Es wird fich also Herausstellen, ob diese Revision begründet war, oder ob e8 nur dem Treiben einer
öchentliche Beilagen: Kreisblatt für Sie Kreise Marburg und Kirchhai«.
Jllnstrirtes Sonntagsblatt.
Erscheint täglich außer en Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. 'tJJTrtvRl iy/*
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Äff Freitag. 25. November 1898. ft t&Ä
Umschau.
Der frühere Landwirthschaftsminister Dr. von Lucius tritt für die Vereinigung aller Zweige wollten die Discipli» im ganzen französischen Heere der Wasserbauverwaltung in dem land- dadurch erschüttern, daß fie die höchste» Offiziere'wirthschastttchen R-ffori in vortrefflich begründeter