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Es war unS leider nichts anderes, als die Ent- j Wer aber die Verhältniße wirklich kennt, wird in
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(Nachdruck verboten.)
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daran machten, nm die Lagerstätten her-
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und allein die rechte Nahrung für fie spricht der Reichs- und LandtagS- Gustav Johannsen aus Flensburg, ein dem südlichen Schleswig mit deutscher
den Socialen übereingekommen war, statt des bisherigen conservativen Abgeordneten Damink deu Socialen v. <8 e r l a ch zu wählen, falls es nicht seinen eigenen Kandidaten durchbringen konnte. Die Stimmen der Socialen im Vereine mit denen des Centrums genügten für die absolute Mehrheit. Um dies Zusammengehen zu zkrstören, und da wir laut ein- müthiger Vereinbarung in den Wahlversammlungen verflichtet waren, unter allen Umständen die Wahl des Socialen zu verhindern, blieb nichts anderes übrig, als dem Centrum die nöthigen Stimmen für dessen Kandidatur zur Verfügung zu stellen. Ein Jeder, der die Redendes v. Gerlach im hiesigen Kreise gehört und die letzten vier Nummern der seit 1. October von den Nationalsocialen angekauften »Schütt. Zeitung" gelesen hat, wird zugeben müssen, daß angesichts einer solchen alles Maß und Zie' übersteigenden . und ttotzdem von Lehrern mächtig unterstützten Verhetzung gegen Nationalliberale
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Da die Russen die englische Politik kreuzen, so versucht mau j tzt in England, Deutschland möglichst von Rußland abzubringen. Dies wird aber" sicher nicht gelingen, der Plan ist zu plump englisch, egoistisch. So drückt die gestrige Londoner „Times" in einem
Viele Arbeit brachte diese unerwartete Ein- quartiemng nun natürlich mit sich. Frau v. Hohendorf bereitete den beiden für die Einzelzimmer bestimmten Kranken oben im Hanse freundliche Aufnahme, während ihr Man» und Therese eS de» acht andern Soldaten »ach Möglichkeit behaglich zu machen suchten. Da gab eS eine» durch die lange Wagen- fahrt verschobenen Verband bis zur Ankunft deS Arztes, so gut eS eben ging, wieder in Ordnung zu bringe», hier einen verwundeten Arm, dort ein zerschossenes Bein bequem zu lagern, vor allen Dingen aber den Hunger und Durst der armen Verwundeten zu stillen. Als endlich alle Bedürfnisse befriedigt waren und die Soldat« dankerfüllt ihre müden Auge» schloffen, um die langersehnte Ruhe zu ge- niesten, da war eS endlich Mitternacht geworden mb froh des Helferamtes, welches ihr von Sott selbst überttage« worden zu sein schien, suchte die Familie v. Hohendorf »ach dieser geistig wie körperlich an- gretfenden letzten Stunden endlich selbst ihre Schlaf-
kw zu beschäftigen schien, was Herr von Hohendorf iütn Hausgenossen eben mit so lebhaften Farben
und Conservative sowohl als Arbeitgeber und -Nehmer selbst einem evangelischen Nationalliberalen int Interesse des socialen Friedens ein ZenttnmSmann als daS kleinere Uebel erscheinen mußte. Es handelt sich nicht um eine Verleugnung des Nationalliberalismus, sondern um einen Act der Nothw ehr int Interesse deS socialen Friedens."
richten zu helfen für den abendlichen Besuch der kriegerischen Helden.
„ES sind auch zwei, wie eS scheint, verwöhntere Herrn unter den Kranken," hatte einer der beiden Soldaten, welche die Anmeldung machten, erwähnt, „Beide haben nach schweren Kampfe ein besonderes Ehrenzeichen erhalten und ich glanbe eS wäre gut, wenn man diese von den Uebrigen trennen würde, denn fie scheinen sich unter ihren Gefährten so ein klein bischen unbehaglich zu fühlen."
Die Hohendorf'schen Damen versprachen auch diesen Wunsch berückstchtigen zu wollen und während die Mägde unten in der großen Gesindebube acht Betten auffchlugm, richteten fie selber oben im Hanse zwei behagliche Fremdenzimmer her für die zu erwartenden vornehmen Gäste.
ansgewiesencn Personen mögen einzelne stch wenig haben zu Schulden kommen lassen. Der Regierung liegt eS aber anch fern, diese oder jene Person verfolgen zu wollen. Sie will vielmehr die dänische Agitation tteffen, und fie muß deshalb einzelne Personen treffen, soweit deren Anwesenheit in dem Zwecke eben jener Agitation liegt. Die Hereinziehung von Personen auS Dänemark geschieht seitens der dänischen Partei zur Stärkung deS dänischen Elements im nördlichen Schleswig, und theilweise auch direct zur Mitwirkung an der Agitations-Arbeit, so bei den dänischen Zeitungen. Wenn aber die auSgewieseuen Personen die Mittel und Werkzeuge einer Agitation find, welche die LoSreißung einzelner LandeStheile von der preußischen Monarchie betreibt, so rechtfertigen sich die Ausweisungen von selbst. Sie sind eben nur im Zusammenhänge mit den gesammten Ver- bältnißen der deutschen Nordmark zn beurtheilen. Nun behaupten die freiftnnigen Kritiker, die sich des Dänenthums so eifrig annehmen, eine dänische
Zu den jetzt imReichspostamt beginnenden Postkonferenze« theilt die halbamtliche „Disch. Veikehrs-Ztg." mit, daß sich die Berathungen rnr Gegenstände des technischen Post- und Telegraphendienstes, insbesondere aus Vereinfachungen deff-lben erstrecken sollen. Am 19. und 21. November sollen mit den Oberpostdirektoren Fragen des Verwaltungsdienstes erörtert werden. Namentlich wird eS sich darum handeln, inwieweit eS thunlich ist, die Zuständigkeit der Postämter zu erweitern, um den Dienst von Schwerfälligkeiten und entbehrlichem Schreibwerk zu entlasten und die Oberpostdirektionen, was sehr erwünscht ist, zu erleichtern. Daß bei den Konferenzen auch Fragen behandelt werden, welche die geplante Personalreform betreffen, kann bei der Wichtigkeit des Gegenstandes wohl als sicher angenommen werden. Selbstverständlich können alle Erörterungen nur einen informatorischen Charakter tragen, wie dies auch bei den vorjährigen Konferenzen der Fall gewesen ist.
ablegt: „Tod, wo ist dein Stachel, Hölle, wo ist dein Sieg!"
Das deutsche Volk trauert beim diesjährigen Todtenseste um den Helden, der ihm vorsngeleuchtet und Deutschland durch Nacht und Sturm zum lichten Tage der Einheit und nationalen Größe geführt hat. Der große Kanzler ist in diesem Jahre von uns geschieden im hohen Alter, umkränzt von unvergleichlichem Ruhm, geliebt von allem, was denffchen Namen trägt auf dem Erdenrund, und seine Schöpfung besteht fest gegründet fort. Als ein evangelischer Christ und schlichter gläubiger Mann ist der große Kanzler vor seinen Gott getreten. Möge ein jeder von uns nach treu vollbrachtem Tagewerk, gleichviel, welches der Erfolg d-sselben fei, in demüthigem Glauben und in christlicher Seelenbereitschaft vor Gott Eintreten, wenn der Tod uns abruft, und mögen wir heimgehen mit dem Gebet auf den Lippen: „Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, mach's nur mit meinem Ende gut!"
In der letzten Zeit sind in den nördlichen Kreisen Schleswigs einzelne A u sweifungen dänischer Unterthanen erfolgt. Diese Ausweisungen haben der Regierung heftige Anfeindungen seitens der freiftnnigen Pnffe zugezogen. Man spricht von kleinlicher Verfolgungssucht und ähnlichen Dingen.
von Hohendorf ihren Weg in die Küche an. Therese war während die Tante mit ihr sprach, gerade mit einer Näharbeit beschäftigt, welche sie gerne noch schnell beendigen wollte, ehe fie dem eben gegebenen Auftrage folgte, doch wunderbarer Weise ließ ihr derselbe gar keine Ruhe. In nervöser Hast nähte sie eine Weile fort, damit die angefangene Arbeit rasch beendet wurde, aber e8 schien dies eine vergebliche Mühe zu sein, denn der Stich geriete zu groß, jener wieder zu klein, bann riß ber gaben ab und zuletzt fiel ihre Nabel auf bie Erde, unb f» oft Therese auch versuchte, baS SBiebereinfäbeln gelang ihr nicht, bis bas junge Mädchen endlich ungeduldig aufstand unb bie angesaugene Arbeit liegen ließ.
Schnell eilte fie bann die Treppe hinauf unb eine» Augenblick klopfenden Herzens vor der Thür des ihrer besonderen Fürsorge anempfohlene» Krankenzimmers stehen bleibend, klopfte fie vorfichttg an und öffnete auf ein leises „herein" zögernd die Thüre. Einen einzigen Blick warf fie auf das Bett in welchem der Kranke lag, dann blieb fie wie angewurzelt vorne im Zimmer stehen, während ihr holdes Geficht plötzlich mit fahler Bläffe bedeckt wurde, denn ber Kranke, welcher da vor ihr lag, war kein Anberer als — Franz.
Einen Augenblick staub Therese ba, einer Statue ileich, ohne sich zu regen, ohne auch nur ein Wörtern sprechen zu können, bis eS wie aus »etter Ferne an ihr Ohr brang: „Mein einziges Lieb, ber Herr elber hat uns wieder zusammen geführt!"
Da war ber Bann gebrochen unb die An- gerebete sank laut schluchzend an dem Bette ihres Ber- lobten nieder und bedeckte seine auSgestreckte Hand mit heißen Küffeu.
War da» ein Wiedersehen! Gesund hatte» sich bie beide» jungen Menschenkinder verlaffe», mit ber
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gemächer auf, während ein treuer Diener die Nacht wachte, um nach den theilweise schwer verwundeten Soldaten zu sehen.
Therese lag lange auf ihrem Lager ohne einschlafen zu können, ttotzdem fie sehr müde war. Immer wieder kehrten ihre Gedanken in dieser Nacht zu Franz zurück. Warum fie wohl seit Wochen gar ft ine Nachricht mehr von ihm erhalten hatte? Wenn er nun krank »ar, vielleicht auch verwundet wie jene Soldaten, welche man hierhergebracht hatte? Wenn er so sorglich ausgenommen war wie die Verwundeten an dem gestrigen Abende, dnrste man zuftieden sein, aber gerade so gut konnte solcher unerwarteten Einquartierung auch unfreundlich ja abweisend begegnet werden, und ttotzdem war er vielleicht nicht im Stande, seiner Braut etwas darüber mitzutheilen, denn möglicher Weise konnte er in irgend einem von allem Verkehr ab» geschnittenen Dorfe liegen, sich neben seinen Schmerzen verzehrend in Sehnsucht nach ihr.
Therese fing heftig an zu weinen, während fie zu Gott flehte: „Safte mich doch bald von ihm hören, sei Du ihm nahe auch in dieser Nacht und hilf uns Beiden in aller Noth." Dann übermannte fie die Ermüdung und endlich ließ nach des vorhergegangenen Tages Arbeit ein fester Schlaf sie alle Sorgen für einige Stunden vergessen.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstücke bat Fi an von Hohendorf ihre Nichte ab und zn nach de» beiden Offizieren zu sehen, während fie für dieselbe» eine Krankeuspeise zubereiten wolle. „Besonders der junge Herr im vorderen Zimmer kommt mir schwach und angegriffen vor," berichtete die Tante, „und traurig sieht er am- uuS, sorge nur dafür daß er öfters Wein trinkt. Heute Nachmittag hoffe ich wttd ber Arzt kommen, um unsere armen Kranken zu untersuchen und zu verbinden." Damtt trat grau
Muttersprache. Diesem recht- und gesetzwidrige n Tr e i b en der dänischen Agitatoren thatkräftig entgegemutteten, erscheint als unabweisbare Pflicht. Dänische Untertbancn aber, welche an den dänischen Hetzblättern mitarbetten und an staatsfeindlichen Versammlungen theilnehmen, haben jedes Recht auf Duldung verscherzt; die Gerechtigkeit und das Staatsintercsse fordern gleichmäßig ihre Ausweisung. Das ist so selbstverständlich, daß es unter nationalgesinnten Männern darüber keines Wortes weiter bedarf.
Agitation bestehe nur in der Einbildung der Staatsbehörden. Es ist dies die nämliche Vogel-Sttauß- Politik, wie fie von fteisinniger Seite auch dem Poleuthum gegenüber verfolgt wird. In Wahrheit besteht sowohl diesseit wie jenfeit ber dänischen Grenze eine höchst bedrohliche, staatsgefähidende Agitation, deren offen ausgesprochener Zweck die Losreißung des nördlichen Schleswig von Preußen und Deutschland und seine Vereinigung mit Dänemark ist. Zur Erreichung des gedachten Zwecks wird mtt allen möglichen Mitteln zu hindern versucht, daß die Bevölkerung des nördlichen Schleswig sich mit de» bestehenden Verhältnis n aussöhnt und eine Verschmelzung eintritt. Damit die Kinder ja nicht deutsch lernen, wird dem deutschen Unterricht möglichst ent* gegengearbeitit, beispielsweise dadurch, daß die Kinder auf Schulen im Königreich Dänemark gebracht werden. In dieser Richtung wirft namentlich der 1892 gegründete „Nordschlcswigsche Schulverein." gerner wird stetig geschürt »nd gehetzt, einestheils in der sehr rührigen Presse, anderntheils in den Versammlungen und Vereinen. Preußen und Deutschland werde« als Ausland, Dänemark dagegen als Inland behandelt, bie preußische Herrschaft wird als „gremd- herrschaft" bezeichnet, bie nordschleswigsche Bevölkerung heißt „ber kleine Zweig des alten nordischen Stammes, ber zur Zeit durch Gewalt von dem großen Nachbarstamm niedergehalten wird." Es wird der thatsächlich sehr geringe Unterschied zwischen dänischem und deutschem Geistesleben als so groß geschildert, „daß die Schleswiger fich nie zu den Quellen hingezogeu fühlen, aus denen bie Nahrung für deutsches Geistesleben kommt, sondern daß fie unwiderstehlich zu den dänisch-nordischen Sprudeln gezogen werden, welche mit den rechten, leben erweckenden Waffe« fließen.
welche einzig sind." So Abgeordnete Mann aus
Umschau.
Ueber die Landtagswahl im Wahlfteise Lingen-Bentheim, wo bekanntlich national- liberale Wahlmänner für den Zenttnmskandidateu eingetreten sind und diesem damit znm Siege verhelfen haben, können sich die Gemüther noch nicht beruhigen. Die nationalliberale Parteileitung in Hannover hatte kurz vor der Wahl an bie nationalliberalen Wahlmänner telegraphisch baS Ersuchen gerichtet, fich ber Wahl zu enthalten, jedenfalls aber nicht für einen Zentrumsmann einzutteten. Jetzt lesen wir im „H. C." folgende interessante Zuschrift:
Starke Liebesfäden.
Novelle von B. Altmann.
(Fortsetzung.)
Eine Panse trat ein, in welcher jeber sich
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für Mc Kreise Marburg und Kirchhain.
Jllnftrirtes Sonntagsblatt. “*
r die Augen geführt hatte, als draußen Männer- ®men laut wurden und gleich darauf fich hastig die «Sthüre öffnete.
Herr von Hohendorf ergriff eine Lampe und betrat toit eiligst den dunklen Hausflur. Bor ihm standen Ni Soldaten, denen man es ansah, daß fie einen fiten beschwerlichen Weg hinter sich hatten, denn ! sahen müde und abgespannt aus und fast unendlich begann der Eine: „Draußen im Dorfe It ein Wagen mit zehn verwundeten, preußischen »Ibaten. Da i» den umliegenden Dörfern nach 6 letzten Schlacht schon Alles mit Verwundeten dort dgt war und ttotzdem für diese Armen noch ein cheplatz gefunden werden mußte, so haben wir den fchälttiiSmäßig unvernünftig weiten Weg mit ihnen kher machen müssen, können nun aber heute Abend it den Kranke» unmöglsch noch weiter."
,'DaS solle» Sie auch nicht," erwiderte warm 6 herzlich Herr v. Hohendorf, den« wir werden selbst- Oändlich Alles thun, nm es möglich zu machen, n Armen bei uns aufzunehmen und ihnen das schwere •»8 etwas erleichtern zu helft»."
Mtt diese» Worten warf er sich schnell einen vttel nm unb ging selbst mtt den Soldaten in 8 Dors hinunter, nm die Verwundeten zu fich in • HanS zu hole», während alle Zurückbleibenden
Todtenfest.
Der morgige letzte Sonntag im Kttchenjahr ist ^em Gedächtniß der Verstorbenen geweiht. Ach einmal besuchen wir den Kirchhof und nehmen Nschied von den theuern Gräbern, noch einmal ge« denken wir, was die Entschlafenen uns gewesen, wie der Tod sie schnell von unserer Sette gerafft unb M die Erinnerung an fie nun unser Leben begleitet, ßo sehr wir dankbar sind für das, was sie nnfernt ftben gewesen, so zieht unS doch eine tiefe Wehmuth ijeen nach unb bie Todesgedanken verklären sich zu Gedanken des ewige» Lebens, welchem wir entgegen- pilgern. Wie bald, so wird man auch unS betten, so unsere Entschlafenen ihre Ruhe gefunden haben
Den traurigen Stimmungen des Todten-Sonntages entspricht die dunkle unb trübe Jahreszeit mit ben «eigen Hellen Tagesstunden. Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, die Sonne hat sich mehr von uns gewandt, der Schmuck der Bäume ist gesunken, nackt und kahl dchnt sich bie glur, groft unb Dunkel lagern sich Über der weiten gläche. Der Gedanke an das Ende, a die Vergänglichkeit aller irdischc» Schönheit, an ■ite Flüchtigkeit ber Blüthen und deS Lebens liegt nahe genug, um sich auch denen aufzudrängen, welche nicht er ft vor Kurzem einen geliebten Menschen zu Grabe geleitet und nicht den Tod, als den König der Schrecken, unmittelbar an sich herantreten sahen. Zeder von un8 ist wie eine Welle in dem flüchtigen Strom, sie hebt stch und finkt, und ihre Spur ist »ergangen in der weiterströmenden Fluth. Wir mögen ms noch so hohe Ziele stecken, im irdischen Beruf »it noch so hoher Begeisterung unb Herzenswärme wk bemühen, bem tiefer blickenden Auge drängt fich doch immer wieder bie Wahrnehmung auf, wie ver- zäsglich unb flüchtig alles ist, unsere Arbeit unb ihr Lohn, unsere Kraft unb unsere Geschicklichkeit.
Der Kleinglaube wie ber Unglaube erliegen vor her erschreckenden Gestalt des Todes unb vor der Unbegreiflichkeit des göttlichen Rathschlusses, der hier km lebenssatten, von Leid und Kummer gebeugten Greise seine trüben Tage verlängert, dort das hoffnungsvolle Kind, den lebensprühenden Jüngling, ha thatenreichen Mann, die erblühende Jungfrau «d sorgsame Hausfrau, das Glück und die Stütze kr Ihrigen, zum frühen Heimgang abruft. Aber k8 ist eben der rechte Prüfstein deS Glaubens, im irdischen Leben nicht das wahre Leben, im leiblichen Tode nicht den Untergang zu sehen und ttotz allen iischeinS, ber uns Vernichtung unb Verwesung vor- jaufelt, in ber Gewißheit bes ewigen Lebens nicht ff wanken. In diesem sterblichen Leibe die Grund- hge des Auferstehungs-Leibes vorzuahnen und unfern Sott nicht als einen Gott der Todten, sondern der kbenbigen anzusehen, bas ist eine Glaubensthat, bie k jedem Todesdunkel aufs Neue davon Zeugniß
Erscheint täglich anstrr en Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. 'DSTrt-rßl tW-1 «»»eigen nehm« «tge»n: bk Expedition dHe» Blatt«, die Annoncen-
HZ 979 QuartalS-Ab-mlemenis-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei all« UUtU Bureanx von HaasmMn 4 Bögler, Frankfurt a. M., Caffel, Magde- r>o
Postämtern 2,25 Mt. ftA Bestrltzeld). Jnsertionsarbühr:^» ge- - on -<qqq NW Wien: Rudolf Moss«, Frankfurt a. M., Berkin, München, Köln; 66. ^ZÜyrg
»alten« Zeil« »der der« State 10 Pfg., Reklamen: di« Zell« 25 $fg. öDIttltllQ, ZU. VlDDCHlDCr lo9o. T. L. Danbe 4 yrmcksint L M. verkin, Hannover, Par» x.
schließung zwischen dem Sozialen v. Gerlach und solchen Tadel sicherlich nicht einstimmen. Bon den Degen (Ctt.) übrig geblieben, weil das Centtum mit