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Vertrauensmann und Tag und

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urtheilt ein Manu, der mit den Parteiführern Jahre lang verkehrt und fie gründlich kennen gelernt hat.

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Von einemAufmarsch der Parteien" gegenüber dieser oder jener Regierungsvorlage kann füglich heute noch nicht gesprochen werden. Ist auch die öppofitiou mit ihrem .Aufmarsch" stet» fertig, so doch in Betracht zu ziehen, daß eS ein neu-

seiner Stellung in der Partei gerecht zu werden. Aber das Unglück verschonte auch diesen Willensstärken, furchtlosen Manu nicht; er wurde schwer krank, ge­lähmt, verlor die Sprache, sodaß er Jahre im Krankenhause zubringen mußte. DaS Elend der Familie war groß, aber die reichen Führer der sozial­demokratische» Partei hatten kein Gehör für die arme Frau mit ihren hungernden und stierenden Kindern, für die Frau und Kinder, die sich auch schon, indem fie bet der Verbreitung von verbotenen Schriften mit halfen, der Partei dienstbar gemacht hatten . . . Als Baum etwas genesen war, begab er sich persönlich zu seinem Genofleu Bebel, doch dieser hatte nur ein Achselzucken für sein Unglück. Ein Pferd, welches ausgedient, alt und schwach wird, bemerkt Fischer hierzu erhält von seinem Herrn das Gnadenbrot; ein braver Genosie im Dienste der Partei Bebels erhält einen Fußtritt, wenn er seine Groschen nicht mehr geben und seine Dienste nicht mehr verrichten kann. Ein Arbeiter gilt in der Sozialdemokratie in der That nichts; die Haupt­sache ist: Wo bleiben die Führer? Arbeiter so führt Fischer aus, seht doch genau hin und betrachtet euch einmal ordentlich die, welche euch Brot nach eurem Tode versprech.» und, solange ihr lebt, sich wie Parasiten an euch hängen und sich von eurem Schweiß und Brot ernähren! Aeußerlich wohl zeigen fie Armuth, in Geheimem aber häufen sie Kapitalien auf und bringen ihren Reichthum in Sicher­heit. Wenn jemand die Wahrheit erzählt, so haben sie kein menschliche» Gefühl, sondern vernichten ihn. Mitleid ist bei den Leuten Schwäche, des Gegners entledigt man sich auf jede Art und Weife. So

Theater», welches ihn zur Uebernahme von ver­schiedene» Rolle» evgagirt hatte, den Auftrag, »och

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so glücklich und stolz um meinet' als vielmehr um Deinetwillen, über das Vertrauen welches man mir heute Abend entgegeubringt, da dasselbe doch eigentlich Deinem Namen gilt, Du großer, edler Mann."

DaS Publikum hatte unterdessen wohl kaum eine Ahnung von dem, waS in der Seele der jungen Künstlers vorging, dasselbe hörte vielmehr mit großem Wohlgefallen seine herrliche, so überaus wohlklingende Stimme und bemerkte mit Erstaunen, daß der Sänger trotz seines jugendlichen Aussehens offenbar kein Neuling im Kouzertsaale mehr war, deun fest nnd sicher, wie seine Stimme, war sein ganzes Auftreten und bald wnrde cs dm Zuhörer» klar, daß ein Meister der Gesäuge» vor ihnen stand.

Eben hatte Franz die letzte Arie bemdet nnd noch einmal einen ziemlich gleichglltigm Blick t» die dicht gedrängte Menge werfend, wollte er ebm dm Saal verlaffm, als seine Augen an einem ganz be- sonders eigenartigen, fast einem Märchen aus alter Zeit gleichenden Mädchenkopfe für eine» kurze» Augen­blick hänge» blieben. Die schönste» rehbraunm Augen, welche er je in seinem Lebe» erblickt hatte, schautm bewundernd auf ih», blonde», reichlich ge­puderte» Haar fiel in leichtm Locke» über einen blendmd weißen Hals u»d dem nicht sehr kleinen aber stmndlich lächelnden Munde sah man es an, daß seine Befitzeri» nicht zu de» Unbedeutende» ihres Geschlechtes zu zählen war.

Wie gebannt hing des Künstler» Blick au jenem reizenden Bilde fest, aber nur während einer Sekunde, dann wandte er fich ab und verließ so schnell wie möglich den Saal.

War ging ihn denn eigentlich jene» Publikum da drinnen an, hatte er in einem Konzert doch nur auf Mufik und Knust zu achte», u»d wa» hatte er mit jenem schönen Mädchen zu schaffe», welche» er

gewählter Reichstag mit viel .frischem Blut" ist, der demnächst zusammentreteu soll, daß also eist eine Constituirung der Fraktionen nnd eine Stellung­nahme derselben erfolgen muß, bevor ein klares Bild über die parlamentarische Lage gezeichnet werden kann.

In de» MehrheitSverhältnissen des Reichstages hat sich allerdings nach einstimmigem Urtheil nichts Wesentliches verändert: Das Centrum istregierende" Partei geblieben. Gerade deshalb wird abgewartet werden müsse», in welchem Sinne die Centrumspartei ihre ausschlaggebende Stellung auffassen und aus­üben wird. Aus verschiedenen Anzeichen ist man den Schluß zu ziehen berechtigt, daß von jener Seite eine grundsätzlich oppositionelle Haltung nicht zu be­fürchten sein wird. Insbesondere dürfte das Centrum bereit sein, einem Schutze Arbeitswilliger im Princip zuzustimmen.

Wie fich das Verhältniß der sogenanntenCartell- Parteien" im Reichstage gestalten wird, steht dahiu. Es läßt fich nicht leugnen, daß das Verhalten der maßgebenden Stellen in der nationalliberalen Partei bei den letzten Wahlen zum preußischen Abgeordneten­hause dem guten Einvernehmen der Conservative» mit jener Partei schwere Steine in de» Weg gelegt hat. Man wird im nationalen Interesse aber die Hoffnung nicht aufgeben dürfen, daß die überaus verfehlte Takttk der nationalliberalen Wortführer und Zeitungen zur befferen Einficht geführt und die ver­hängnisvollen Illusion von der Möglichkeit eines Zusammenschlüsse» der Linken zerstört hat. Wirlh- schaftliche Sammlung ohne den Freifinn muß nach wie vor das Ziel aller nationalen Politiker bleiben.

Trotzig warf der junge Künstler diese Antwort auf den Tisch. , «n gut," rief er übellaunig, .dann

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an demselben Abende die Parthie eines bedeutenden Sänger» zu übernehme», da dieser plötzlich erkrankt sei. Der junge Künstler sprang von seinem Schreib­tische auf, bei der unerwarteten Nachricht und lief in größter Aufregung einige Male im Zimmer auf und ab, indem er lebhaft rief: .Ein solches Verlangen an mich zu stellen ist geradezu eine Unverschämtheit, da eS einfach ein Ding der Unmöglichkeit ist, daß ich jene bedeutende Parthie noch auswendig lernen kann bis zum Abend. Da steht man er wieder einmal deutlich, daß die großen Herrn denke», uns armen Künstlern könnte» ste Alles bieten. WaS würde mein geliebter, verehrter Meister sage», wenn ich noch bei ihm wäre und ihm dieses Anstnnen meiner Vorgesetzte» erzählte? Ich kau» mir übrigens schon denke», wa» er mir rathe» würde. Jrn Geiste höre ich ihn sagen: .Franz, sei doch nicht so ein dummer Bub', sondern setz' Dich flugS an Deine« Schreibtisch und schreibe dem Herr» Jntendanteu, Du müßtest leider daraus verzichte», das Verlangte heute Abend zu finge», da Dein armer Kops nicht gescheut genug wäre, um dasselbe in so kurzer Zeit in sich aufzunehmen, so leid eS Dir thäte." Und das will ich auch," rief Franz noch immer erregt, indem er fich von neuem niedersetzte nnd einen Brief an feinen Vorgesetzten schrieb.

Aber fein Herz pochte doch ein wenig, al» et ihn der Dienstmagd seiner Wirthin zur sofortige» Besorgung

Die .Gleichheit", daS Organ derGenossin" Zetkin, die wegen ihrer Stuttgarter .blutigen* Rede von Herrn Auer dem Gelächter des Parteitages überantwortet worden ist, bringt einen unendlich langen leitenden Artikel über die .Fleischnoth", der fich hauptsächlich gegen die .raffgierigen" .Junker", die selbstsüchtigen" Edelsten und Besten" richtet. ES ist erstaunlich, welch scharfe Zunge die sozialdemo­kratischen Repräsentantinnen deSunterdrückten Ge­schlechts" haben; gestattete es der Raum, so würden wir gern zur allgemeinen Erheiterung einige .blutige" Sätze aus dem langen Erguffe abdrucke». DaS schönste aber ist, daß der Artikel mit den Worten schließt: .Fort mit allen indirekten Steuern und Ab­gaben, fort mit allen Steuer» und Zöllen auf Lebens­rnittel ! Wie es scheint, hatGenossin" Zetkin die dieser Forderung entgegevstehende Haltung des Stutt­garter Parteitages nicht begriffen. Oder sollte sie Innerhalb der Socialdemokratie eine eigene politische Richtung verfolgen wollen?

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sprechen kann. Jahrelang bin ich ein stiller Be­obachter der Vorgänge der Socialdemokratie geblieben, ich habe mich nicht im Unmulh, in Schimpfereien gegen die socialistischen Führer ergangen, sondern nach reiflicher Uebeilegung und gestützt auf jahrelang gesammeltes Material bin ich zu der Ueberzeugung gekommen, daß es Wahnsinn ist, einer Partei an­zugehören, die fich in Utopien bewegt und niemals das Gute und Wahre will, waS dem Menschen Freude und Wohlstand bringt." Auch in seiner neuen Broschüre fühlt Fischer eine Reihe von Vorgängen an, die auf die Zustände in der social- demokratischen Partei ein grelles Schlaglicht werfen. Unter Anderem erzählt Fischer die Geschichte eines Partei - Genoffen Namens Baum, die bezeichnend ist für die Art und Weise, wie die socialdemokratischen Führer ihre Anhänger auSnützen und bann verlassen: Baum war ein armer Fabrik-Arbeiter, der 15 Kinder fein eigen nannte, ©ein Verdienst war 24 Mark pro Woche, wovon er die Hälfte der Partei opferte,

ES verlautet, daß für die Socialpolitik in der lommenben Session ein größeres Felb als bisher ttiffnet werben soll. Das wäre jedenfalls zu be- f grüfeen. Namentlich wäre eS dringend wünschens- «tth, daß erblich die Neugestaltung der Arbeiter- verstcherungsgesetze ernstlich in Angriff genommen »ürdc. Neuerdings sind durch offiziöse .Verhöckerung", wie die nicht unzutreffende Bezeichnung für die jltt, stückweise Mittheilungen über Regierungsvor- dgen gegen Honorar in die Oeffentlichkeit zu bringen, hütet einige Einzelheiten über die künftige Gestalt der Juvaliditätsvorlage bekannt geworden. Dieselben ßud im allgemeinen günstig aufgenommen; doch wird licht früher ein Urtheil über den Entwurf möglich sein, als bis er in authentischer Form vorliegt.

Was sonst an socialpolitischen Reformen geplant fein soll, ist unbekannt; die bisher vorliegenden Reibungen beruhen wohl größte ntheils auf Kombi- nationen unb Vermuthungen. Jedenfalls aber ist zu «ivarten, daß dabei nicht einsettig und sprungweise deisahrrn, sondern daß man planmäßig und Schritt vor Schritt unter Berückfichtigung der wirthschastliche» Lksammtlage vorgehe» werde. Die socialpolitischen Stürmer und Dränger werden also gut thun, sich « ihrem Borwärtstteiben im Jntereffe einer ge- Meten Socialreform einiger Mäßigung zu befleißigen mb insbesondere jedes unnöthige Entgegenkommen gegen die Socialdemokratie zu vermeiden.

Als eine Vorlage von großer socialpolitischer Be- dentung ist ohne Zweifel der angekündigte Gesctz- ffltsmrf zum Schutze der Arbetter gegen socialdemo dorische Verschränkung der Koalittonsfteiheit durch terroristische Manöver zu erachten. Wohl hat die demokratische und socialdemokratische Presse schon

einhäudigte.

Nach einer Stunde kehrte diese mtt der Antwort zurück, welche einfach den Befehl enthielt, er möge

Die kommende Reichstagssession.

In wenigen Wochen wird der Reichstag zusammen- ttden. Von den Aufgaben, die ihm von de» ver­endeten Regierungen überwiesen werden sollen, ist «r wenig bekannt unb waS über die einzelnen Lorlagen in die Oeffentlichkeit gedrungen ist, lautet so unbestimmt, daß nur die Opposition, die ja grunb» Mich auch ohne es zu kennen, alles mißbilligt, was pt Vorlage gelangt, an Erörterungen über diese Dinge Gefallen finden kann.

Sten, wohl keine ganz unberechtigten. Mehr vch immer mehr füllte fich dämm der große Stal mit Menschen an, bi» Alles zuletzt so besetzt dar, daß kaum »och ein Apfel zur Erde fallen bunte.

Ebe» hatte der junge Künstler reiche» Beifall ge- erntet u»d trotzdem war daS Publikum nicht beftiedigt, dis er wieder und dann »och einmal vor demselben «schien. Bei der letzten Aufforderung blickte der Gerufene fich schier verwundert um. Woher kam Nau ihm nur von vome herein so fteundlich ent­gegen, hatte man ihn, wenigstens hier in Berlin, doch »och niemals fingen gehört. Oder verdankte er die» ittije Entgegenkommen dem Umstande, daß er Jahre hng bei feinem väterlichem Freunde Joseph Haydn in die Schule gegangen war, welchem er außer der von Gelt selber crhcl'enen Stimme ja Aller verdankte, dar aus ihm geworden. Das Elternhaus hatte er Ht wieder aufgesucht, seit sein Later 1h» mtt rauher fymb dem Kloster übergab Wozu auch, seine 2kbe für dasselbe war dahin seit jenem läge. Der Guter würde ihm und seiner Künstlerlaufbahn auch denig Verständniß entgegengebracht, sondern im Aegentheil ihn mit Vorwürfen überhäuft habe», weil et einst jenes Kloster heimlich verlaffen, welches er ge- daß: hatte und noch haßte.

,O mein väterlicher Freund, murmelte Franz, Wem er den Saal wieder verlaffm, .ich bin nicht

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soeben zum ersten Male in seinem Leden gesehen hatte? Wahrscheinlich verstand dieselbe, wie meistens das große Publikum, so wenig von der Mufik wie ei» Blinder von den Farben, damit war von seiner Seite ein genügendes Urthell über fie gesprochen, um ihr weiter keine Beachtung zu schenken.

Aber ttotz dieses Vorsatzes kam ihr eigenartiges Gesicht ihm immer wieder in den Sinn. Trotzdem er fich selber über seine neugieibt ärgerte, blickten dennoch während des nächsten Konzerte» seine Augen wieder nach dem Platze hinüber, wo er jenes Mädchen hatte fitzen sehen, und als er nach einigen suchenden Blicken bemerkt hatte, daß fie auch an diesem Abende nicht fehlte, da überkam e8 ihn wie eine große, bis dahin nie gekannte Freude, und schon um diese» holden, ihm unbekannten Mädchen» willm suchte er an jenem Abende wieder das denkbar Beste zu leifte».

Unbeschreiblich stürmisch war auch die» Mal immer von neuem der Beifall de» Publikums, aber der junge Künstler beachtete eS kaum, er dachte nur daran, ob jene» liebliche Mädchen in der vierten Reihe ihm auch wohl etwas Beifall zolle. Diese» ganz genau zu wissen wäre ihm viel werth gewesen, mehr als aller lärmende, stürmische Beifall der übrigen Menge. Wer mochte jenes schöne junge Wesen nur jein? Er hätte es so gerne gewußt, doch dies zu erfahren' gab eS für ihn wohl keine Aurficht, denn er hatte zu wenig Bekannte unter all' dm viele», fremde» Mensche», welche ibn umgaben, um hoffen zu dürfen, jemals etwa» Nähere» über fie zu et»

Einige Wochen nach diesem Abende, welcher Franz ttotz der Schwierigkett, welche die Kürze der Zeit Anrra in Bezug auf jene junge Dame so unbefriedigt ihm zu beretten scheine, jene von ihm verlangte Rolle gelaffen hatte, erhiell er von dem Jutendantm eine» übernehmen, e» werde schon gehe».

Umschau.

Al» vor einiger Zett der Korbmacher Ernst Fischer in seiner BroschüreDer Werth der ©Dcialbemofratie für die Arbeiter­schaft" nachwies, daß die socialdemottatischen Führer nur auf dm eigenen Vortheik, nicht aber auf den der Arbeiter bedacht seien, da ergoß fich eine Flnth von Schmähungen über den Verfasser. Er wurde in der Partei-Presse der Unwahrhaftigkett ge­ziehen und persönlich verdächtigt. Die Angaben selbst wurden allerdings nicht widerlegt, weil fie eben nicht widerlegt werden können; denn Fischet hat wie et in einer neuen, .Im Kampf mit den Führern der Socialdemottatie" betitelten Broschüre nochmals feststellt nur Thatsachen angegeben. Früher eifriger Socialdemottat, ist Fischer durch Etfahrungm zur Erkenntaiß gekommen, wie viel in der Social­demottatie faul ist. .Man muß eben so sagt Fischer Erfahrungen sammeln, lernen und noch­mals lernen, ehe man wirklich ein Wörtchen mit»

derselbe ein langjähriger Schüler Haydn'» gewesen, so waten die Hoffnungen, a» diesem Abende etwa» ganz Außergewöhnliche» zu

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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für Ne Kreise Marburg nnd Kirchhain.

Jllnstrirtes Sonntagsblatt. " ***

Eine Note der.Ageuce HavaS* besagt: Nachdem der Minister deS auswätligen Deckst von dem Artikel eines Pariser Abendblattes Kemttniß erhalten hat, der die D tey fus an gelegenSeit anbettifst und in welchem die Tochter des deutschen Bot­schafters in Paris, Comteffe M ü n st-e r, in diese Angelegenheit hineingezogen wird, hat Minister Delcassö dem Grafen Mün st et (einen Besuch abgestattet und ihm da» l e b h a f t e Bedauern der französische» Regierung und ihre Entrüstung über dieses Vorgehen, daS nicht scharf genug gegeißelt werden könne, ausgedrückt. DerTempS" will wissen, der ehemalige Kriegs« Minister Cavaignac habe eingeheud vor dem Sassationshofe dargelegt, worauf fich seine Ueberzeugung von der Schuld Dreyfus' stütze; ins­besondere habe er ausführlich die in dem Bordereau aufgezählten Documente erörtert und hervor« gehoben, daß dem Kassationshofe nicht alle Acten» stucke betreffs der Geständnisse DreykuS' Vorgelegen hätten, so die Erklärung Lebrun-Renaults, worin dieser zwei von anderen Offizieren erstattete Berichte über Geständnisse DreysuS mit seiner Unter­schrift bestätigte. Cavaignac erklärte ferner, er könne nicht die Verantwortung für die Uebermitteluug neuer Aktenstücke übernehmen, da dies Sache der Regierung sei; im Falle dies jedoch geschehe, wünsche er dies­bezüglich vernommen zu werden. Die Untersuchung gegen Picqnart wird Montag oder Dienstag ab» geschlossen. Der socialdemokratische Deputirte Boyer benachrichtigte Freycinet, daß er wegen der Fortdauer der engen Gewahrsamhaltung PicguartS

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iber jtz Postämtern

nm\ l versucht, in der Arbeiterschaft falsche Vorstellungen " iber diese Vorlage zu erwecken; allein diese Macheu- DC1I i schäften werden gar bald zerstört werden unb die , i Arbeiter werden scheu, was von den Einflüsterungen 0 jener Blätter zu halten ist.

(Nachdruck verboten.)

Starke Liebesfäden.

Novelle von B. Altmann.

(Fortsetzung.)

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ge­hn uns !0.

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Ureigen nehm«, entgegen: die Expedition diese» Blatte«, die Annoncen«

_______Ibounementr-Pieir bei der Expedition 2 Mr., bei allen *4*4* y Bureaux von Haasenßein & Bögler, Frankfurt a. M., Eafsel, Magde- qq CV/VAtve

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