Einzelbild herunterladen
 

**Wen: Markt Sl. - tdt>6o« 56.

e

weidung der evangelischen Erlöser-Kirche, welche Vor-

Hieranf ergriff Graf Zi-t en-Schwerin das S £7 »Ä iS

Wort und sagte, der Herzens-Wunsch Ihrer Majestäten

Machdruck verboten.)

den

und der der die und

Sie war wirklich, wie die Professorin ihrem Sohne erzählt hatte, eine passtonirte Bergsteigerin geworden. Am liebsten wanderte sie allein mit einem Führer der ihr Staffelei und Malkasten trug, ohne bestimmtes Ziel, wohin der Weg sie gerade führte. Oft blieb sie zur Sorge ihrer Angehörigen die Nacht fort, in irgend einem Bauernhause, einer Sennhütte ans ein­samer Höhe. Sie liebte die großartige Schönheit der Gebirgswelt, die hehre Einsamkeit, in der sie Gott sich näher fühlte, die ihr zur Trösterin geworden war in ihrem Leid. Wen» Alles sonst versagte, selbst die Kunst, die sie so eifrig, und nach ihren vollendeten Studien in Paris auch mit Erfolg ausübte, fand sie dort immer wieder Sammlung und Ruhe, die Kraft, weiter zu streben und sich in ihr trauriges Geschick zu finden. Krankte doch noch immer ihre Seele an der Bitterkeit ihrer Erfahrungen. Die Stütze» ihres jungen Lebens, Liebe und Freundschaft, sie lagen zerbrochen zu ihren Füßen. Irmgard und Ottomar, die beide» Namen, die für sie mit allem Schönen und Glücklichen verbunden waren, das ihr je widerfahren, sie konnte sie jetzt nicht neune» hören, ohne daß Groll und Schmerz, Verachtung gegen die Schwäche der Menschen, die ihr so viel Leid zugefügt hatten, in ihr aufs neue aufwallten. Nur ein Bild hat aus dem Dunkel, das ihre Seele umfirg, immer leuchtender hervor, da» Bild ihres verewigten, väterlichen Freundes und Wohlthöters. Je kleiner sich alle die Anderen gezeigt, auf deren Treue sie gebaut hatte, um so größer stieg seine Persönlichkeit zu ihr empor. Die Welt neidete ihr den irdischen Besitz, mit dem er sie, gegen ihren Willen beschenkt hatte. DaS Köstlichste, was sie ihm verdankte, die Stunden, ie denen sie an seinem reichen Wissen sich erquickt, an seinem ge­klärten Geiste sich aufgerichlet hatte, iu denen er ihr zum Lehrer ward für das Leben, in das sie wie

begrüßt. Hierauf schritten die Majestäten unter dem Geläute der Glocken in feierlichem Zuge mit dem Gefolge bis zu dem Westportale der Erlöserkirche. Hier hatten sich außer dem Kuratorium der Evangeli­schen Jerusalem-Stiftung und den de» Bau leitende»

rufe, daß Alle, welche Herr» tragen, in dem Namens ihren Wandel aus der Sünde und

den Name» des gekreuzigten Zeichen dieses hochgelobten führen zum Siege über alle der Selbstsucht stammende»

finsteren Mächte. Gott verleihe, daß vou hier aus reiche Segensströme zurückfließe» in die gcsammte

des Kaisers und der Kaiserin, sowie der einer großen Anzahl von Christen aus dem Abendlande sei heute erfüllt. Sie stehen vor den Thoren Jerusalems, der Stätte, an welcher Christus sein Erlösungswerk vol­lendet. Hierher seien unsere Vorfahren gepilgert, auch Kaiser Friedrich, dem es nicht vergönnt gewesen, an Stelle der Trümmer der alten Johannitcrkirche ein neues evangelisches Gotteshaus erstehen zu sehen. Diese ©nahen,rtoeifung Gottes fei Sr. Majestät dem Kaiser Vorbehalten, die Eriöserkirche stehe jetzt fertig da und harre der Weihe. Er bitte im Auftrage des Kuratoriums der Eoangelischen Jerusalems-Stiftung um die Erlaubniß, daß der Baumeister die Schlüssel der schönen Pforte übergebe, damit sich dieselbe öffne.

Nach Uebergabe des Schlüssels und Oeffnung der Thür traten unter Vorantritt des Kuratoriums der

Evangelischen Ober - Kirchenraths, Dr. Barkhausen, richtete eine Ansprache an die Majestäten und führte, ausgehend von dem Worte des Psalmisten, daß in Jerusalem die Stämme des Herrn zusammenkommen sollen, zu danken dem Namen des Herrn, ans, wie auf den Ruf Sr. Majestät des Kaiser» mit den Vertretern der evangelischen Kirchen Deutschlands die evangelischen Brüder ans Nord und Süd, au» Ost »ud West gekommen seien, um gemeinsam Gott zu danke». Zu danken vor Allem, daß es durch GotteS Gnade ihnen verliehe» sei, an dem Orte der heil'gsten Erinnerungen einen Temp l zu erbauen, der dastehen soll als ein Denkmal des Glaubens an den Mensch gewordenen Gottessohn, den gekreuzigte» und a»f= erstandene» Heiland, als ein Bekenntniß zum Evangelium von der Gnade Gottes, wie es durch die Refor­matoren wieder erschlosien sei, und als ein sichtbares Zeugniß der Glaubens- und Liebesgemeinschaft der evangelischen Christen in der ganzen Welt. Redner sprach sodann Sr. Majestät dem Kaiser den Dank Aller für die Gnade ans, in welcher derstlbe die ©r> bannng der Erlöserkirche anbefohlen habe und in welcher er der Einweihungsfeier dieser Kirche mit Ihrer Majestät der Kaiserin beizuwohnen und so der­selben den schönsten Glanz zu verleihen die Gnade haben wolle, und bat, daß Se. Majestät geruhen wolle, die Oeffnung der Eilöserkirche huldreichst zu befehlen.

feiner hohen Temperatur nicht zu heiß, der Winter nicht zu einsam, zum Aerger seiner Frau, die immer hinausstrebt und das Großstadtleben nicht zu ver­gessen vermag. Sie klagt oft Über Langweile und schmiedet jeden Frühling und Herbst Reisepläne, die fast nie in Erfüllung gehen. Nur zweimal hatte sie ihre Villa verlassen, um nach Sttaßburg zur Pflege Ottts bei der Geburt ihrer Enkelkinder zu gehen. Daun kehrte sie jedesmal heim, Stiften und Kasten gefüllt mit allerhand Stoffen und modischem Strom, der gar nicht in dieses einfache, mit hochgeblldetem Schönheitssinn ausgestattete Landhaus paßte. Aber die Lust am Kaufen ist ibr nun einmal nicht abzu­gewöhnen, und ihre Familie ist zufrieden, daß sie ihr nicht zu oft zu stöhne» vermag. Sie aber klagt stets nach solcher Abwesenheit doppelt über den Mangel an Zerstreuung in ihrer Zurückgezogenheit. Es gehe doch nichts über das Leben in einer große» Stadt. Schon in Sttaßburg lebt man ans, wie ganz anders noch fei es in Berlin l Wenn sie nur einmal wieder nach Berlin könnte.

Die kategorische Erklärung des Gatten: Mich bekommst Du nicht mehr nach Berlin, Du wirst Dein Gelüsten bis nach meinem Tode verschieben müssen,' macht diesen Klagen dann gewöhnlich ein Ende.

Elli war mit Schwager und Schwestern und Baron von Teschen auf einer Tour nach dem Monte Geneioso abwesend, und wurde erst zu Abend zurück- erteartet. Es war der letzte Ausflug vor ihrer Abreise nach München und Venedig, in welchen beide» Städten sie sich Atelier und Wohnung eingerichtet hatte, um dort währe nd des Herbstes und einiger SEintermonate ihren Studien obzuliegen. Ihre Schwester Leni begleitete sie dorthin und führte den kleinen, auf sehr bescheidenem Fuße eingerichteten Haushalt. Fiüh- jling und Sommer brachte sie bei ihren Eltern zu.

und Ewigkeit. Mit fürbittenber Theilnahme begleitet die evangelische Christenheit weit über Deutschlands Grenzen hinaus unsere Feier. Die Abgesandten der evangelischen Kirchengemeinschaften und zahlreiche evangelische Glaubens-Genossen aus aller Welt sind mit UnS hierher gekommen, um persönlich Zeuge» zu fein der Vollendung des Glaubens- und Liebeswerkes, durch welches der Name des höchsten Herrn und Er­lösers verherrlicht und der Bau des Reiches GotteS auf Erde» gefördert werden soll. Jerusalem, die hochgebaute Stadt, in der unsere Füße stehen, ruft die Erinnerung wach an die gewaltige Erlöfnngsthat unseres Herrn und Heilandes. Sie bezeugt uns die ge­meinsame Arbeit, welche alle Christen über Konfessionen und Nationen in epostolischem Glaube» eint. Die welterneuernde Kraft des von hier ausgegangenen Evangeliums treibt uns an, ihm nachzufolgen, sie mahnt uns in glaubensvollem Aufblick zu Dem, der für uns am Kreuze gestorben, zu geistlicher Duldung, zur Bethätigung selbstloser Nächstenliebe an allen Menschen, sie verheißt uns, daß bei heuern Festhalte» au der reinen Lehre des Evangeliums selbst die Pforten der Hölle unsere theure evangelische Kirche nicht über­wältigen sollen. Von Jerusalem kam der Wilt das Licht, in beffen Glanze unser deutsches Volk groß und herrlich geworden ist. Was die germanische» Völker geworden sind, das sind sie geworden unter dem Panier des Kreuzes auf Golgatha, des Wahr­zeichens der selbstaufopfernden Nächstenliebe. Wie vor fast zwei Jahrtausenden, so soll auch heute vou hier der Ruf in alle Welt erschollen, der unser Aller sehnsuchtsvolles Hoffen in sich birgt: Friede auf Eiden. Nicht Glanz, nicht Macht, nicht Ruhm, nicht Ehre, nicht irdisches Gut ist es, was wir hier suche», wir lechzen, flehe» und ringen allein nach dem Emen, dem höchsten Gute, dem Heil unserer Seelen. Und wie Ich das Gelübde Meiner iu Gott ruhenden Vor­fahren: .Ich und Mein Haus, Wir wollen dem Herr» dienen', an diesem feierlichen Tage hier wiederhole, so fordere Ich Sie Alle auf zu gleichem Gelödniß. Jeder sorge in feinem Staude und Be-

Kaiser in der Kirche folgende Ansprache:

Gott hat in Gnaden Uns verliehen, daß Wir in dieser allen Christen heiligen Stadt, an einer durch ritterliche Liebesarbeit geweihten Stätte, das dem Er­löser der Welt zu Ehren errichtete Gotteshaus haben weihen können. Was Meine in Gott ruhende» Vor­fahren seit mehr als einem halben Jahrhundert er­sehnt und als Förderer und Beschützer der hier im evangelischen Sinne begründeten Liebes werke erfhebt haben, das hat durch die Erbauung und Einweihung der Erlöser-Kirche Erfüllung gefunden. Mit der werbenden Kraft dienender Liebe sollen hier die Herzen zu Dem geführt werden, in dem allein das geängstigte Menschenherz Heil, Ruhe und Frieden findet für Zeit

deckten Kinderwagen dehnt ein Baby unter der Aufsicht einer Wärterin in der elsasser Tracht seine rosige» Glieder. Ein blonder Knabe von drei Jahren in hellem Kleidchen spielt zu den Füßen der Großmutter, die, ein Buch in der Hand, ab und zu einen Blick auf ihn fallen laßt, um dann gleich wieder in ihrer unterbrochenen Lektüre fortzufahren. Die Räthin ist ein wenig stärker geworden, sonst aber unverändert. Das Gesicht, in das die vergangenen sorgenvollen Jahre keine Linien zu zeichnen vermocht hatten, ist auch jetzt noch ebenso glatt, die kleinen Augen blicken noch ebenso neugierig wie ehedem iu die Welt, von der sie nur die Oberfläche zu erfasse» vermögen.

Jetzt tritt auch der Roth auf die Terrasse. Der Knabe springt sogleich ftöhlich zu ihm. Er weiß, daß jetzt die Stunde kommt, wo er mit dem Groß­vater einen Spaziergang durch de» Garten machen wird, de» alten Herrn eigenste Domäne.

An dem Rath sind die Jahre nicht so spurlos vo über gegangen, a!8 an seiner Gattin. Haar und Bart find weiß geworden, er geht etwas gebückt; aber über die harten Züge hat sich etwas Friedvolles gebreitet, der scharfe Kawpfesmuth, die herbe» Linien um den Mund sind gemildert. Er sieht beffer aus, als in feinen Mannesjahren, wenn auch die Spure» sorgen- und adeitsvoller Tage sich in sei» Antlitz eingezeichnet habe». Er fühlt sich wohl, fern von dem Treiben der Welt, iu dieser stillen, mit so viel Reize» der Natur geschmückten Einsamkeit. Der im Staub seiner Akten, beim Lärm der Großstadt Er­graute, freut sich des ruhige» Lebensabend», den ihm die Vorsehung geschenkt hat. Sein Stolz und sein Vergnügen ist es, für den Garten zu sorgen, das Sprossen und Grünen des Frühlings, das Wachsen der Frucht im Sommer, die Ernte des Herbstes zu beobachten. Ihm ist der Sommer, trotz

ousführenden Architekten die offiziellen Vertreter deutschen evangelischen Kirchenregierungen und anßerdcutschen Kirchengemeinschaften, sowie Geistlichen aus Jerusalem, Bethlehem, Jaffa Haifa versammelt. Der Präsident des

Evangelischen Jerusalem-Stiftung, sowie der Vertreter der evangelische» Landeskirchen Ihre Majestäten mtt dem Gefolge in die Kirche ei» Die Vertreter der evangelischen Kirchenbehörden geistlichen Standes, so> wie die übrigen Geistlichen, welche der Schlüssel­übergabe als Zeuge» beigewohnt hatten, stellte» sich auf beide» Seite» des Altars auf. Die übrigen Sinaelabenen hatten bereits früher durch das Nord­portal die Kirche betreten und ihre Plätze eingenommen. Beim Eintritt Ihrer Majestäten in die Kirche inte- nirte der Bläserchor, gebildet au8 Matrosen der Hohenzollern' die Hymne »Tochter Zion, freue Dich". Nachdem Ihre Majestäten ihre Plätze ein­genommen hatten, setzte der Sängerchor unter leiser Begleitung des Bläserchors mit dem ®Jange des ersten und zweiien Verses obiger Hymne ein, den dritten Vers fangen Chor und Gemeinde zuiamme». Hierauf wurde die Weihehandlung vou dem Oberhof­prediger und General-Superintendenten D. Dryander mit Assistenz des Vizepräsidenten des Evangelischen Ober-Kirchenraths, Probst D. Freiherrn v. d. Goltz und des General-Superintendenten D. Erdmann unter Glockengeläut vollzogen. A» den Weiheaft schloß sich der Festgottesdienst. Die Liturgie wurde vom General-Superintendeu D. Faber abgehalten, während Pastor Hoppe die Festpredigt hielt, und Geueral- (Saperintenbent D. Rebe Schlußgebet, Vaterunser und Segen sprach.

Nach dem Gottesdienste besichtigten Ihre Majestäten, während das Orgelnachspiel ertönte, die Kirche und begaben sich sodann in die Muristankapelle, wo die Vorstellung der Vertreter der deutschen Kirchenregie­rungen und der außerdeutschen Kirchengemeinschaften, auch der anwesenden Johanniterritter sowie die Unter­zeichnung der über die Einweihungsfeier vollzogenen Festurkunde stattfand.

Im Anschluß an die kirchliche Feier der Ein-

Die Einweihung der Erlöserkirche in Jerusalem.

Rach dem Hofbericht der .Karlsruher Zeitung' janbte Se. Majestät der Kaiser aus Jerusalem »ach dem Einzug vo» dem Zeltlager aus folgendes Telegramm an den Großherzog von Baben:

Ich bin soeben von dem Besuche der Grabes- sirche heimgekehrt. Der Gedanke, an der Stätte zu weilen, an welcher sich das größte Wunder tollzogeu, die Erlösung der Menschen durch das Sterben unseres Heilands, ist tief bewegend und erhebend. Viele liebe ßanhSltute sind hier und in gehobener Stimmung. Das Wetter ist pracht

i voll. Der Sultan bat Mir die Aufmerksamkeit erwiesen, Mich in den Besitz eines Territoriums

i zu setzen, auf welchem Ich unseren deutschen Katholiken erlaubt habe, mit Nießbrauch eine Kirche zu errichten. Meine katholischen Unterthauen mögen daraus ersehen, wie ernst Ich Mir de» Schutz ihrer religiösen Interessen angelegen sein lasse. Möge es ihnen allen zur Freude werden und reicher Segen für sie darauf ruhen

Wilhelm.'

Die Einweihung der Erlöser-Kirche Der lief am 31. October bei herrlichem Wetter in glänzendster Weise. Ihre Majestäten der Kaiser Md die Kaiserin wurden an dem Schnittpunkte ter David- und Kronprinz Friedrich Wilhelmstraße ton einer aus sechs Herren bestehenden Deputation Johanniteroidens unter Führung des Ordens- ilwzlers, Wirk!. Geheimen Raths br. v. Livetzow tmpfangen und von Letzterem mit einer Ansprache

Roman von Clarissa lobbe; (Fortsetzung.) 23.

Ein klarer Herbstmorgen breitet sich über .... ^omersee mit den ihn umkränzenden Höhen. Noch fegen einige Nebelwölkchen an einzelnen Bergfirnen;

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg «nd Kirchhai«. Jllustrirtes So«ntagsblatt.

Bestellungen

für die Monate November »nd Dee-mber auf die

Werßess.

nebst de-en Gratisbeilage»

JlreiSblatt" für die Kreise Marburg um Kirchhain,Illustriertes Sonntags blatt" undVerlos'ungsliste der 8gl. preußischen Klassenlorterie" «erden von allen Poftanstalteu, Landbrief- trägern, in der Expedition (Markt 21} sowie, rsn unseren Filial-Expeditionen in Kirchhain, Neustadt und Wetter entgegengenommen.

»her schon treten die weiße» Schneehäupter über dem fealbeten Hügel von Bellaggio deutlich hervor, und kpitze nach Spitze des lang sich hinstreckenden Se« dirgszuges wird sichtbar. Sttller Friede liegt über kt Natur, eine fast feierliche Ruhe, wie sie klaren Herbsttagen eigen ist. Nichts mehr von der Blüthen- fölle und Pracht des Frühlings. Der Blumenteppich fe blühenden Azalien um die Villa Carlotta hat in ein dunkele« Blättermeer verwandelt. Vereinzelt Ätzen noch die hochstämmigen Rosen, daneben schimmern Georginen, große gelbe Sonnenblumen, hohe Fuchsien- Äche mit ihren lang herabfallenden glockenartigen Elülhen aus dem dunklen Laub von Lorbeer und Wressen hervor, auf den SlumenpaiterreS macht sich Ä bunte Aster breit, Alles leuchtet intensiver, färben- Wichtiger; aber der Duft, der warme Hauch des Ordens, des Frühlings jubelnder Sang ünb Klang 61 Feld nnd Wald ist geschwunden.

Auch auf der Tenasie des uns bekannten Land- Ofe? bei Tremezzo ist unter dem rothgestreiften Sonnendach das Bild ein völlig verändertes geworden.

des stillen, behaglichen Genießens, als der viäpient dem beglückt aushorchendeu Mädchen die °»ig jungen Gedichte Goethes borgelefe» hatte, ein ^ruhiges Kommen und Gehe», Kindergeschrei und "plauber. In einem, mit blauer Gardine znge-

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Soun- und Feiertagen. ivn Anzeigen nehmen entgegen: btt Expedition diese« Matte«, die Annoncen.

QuartalS-Abonnements-Preis bei der Expedition L Mk., bei allen VX4-V y Bureanx von Haasenstetn L Vogler, Frankfurt a. M., Eassel, Magd«- nn

Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr: die ge- Q bnra, Wien: Rudolf Masse, Frankfurt a. M., Berlin. München. Köln; 33. ^ZlMlf.

Galten. Zeile oder deren Raum w Big., Reklamen: die Zeil« 25 W D0NNeistag, 3. ^lODCtHÖCr 1898. «. L Dante » L«., Frankfurt a. M. Berkin, Hannover Pari- li.