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an all das Glück, mit dem SolteS Gnade bis hier» her unser Volk gesegnet hat. Die letzten 25 Jahre sächsischer Geschichte fallen annähernd zusammen mit der Zeit, da Sachsen alSGlied des Deutschen Reiches auflritt. DiesesBierteljahrhundert ist em für das gesammte deutsche Reich, ganz besonders aber auch für unser sächsisches Vaterland hoch bedeutsamer Zeitraum. Von welcher Seite wir auch den Volkswohlstand untersuchen, überall bietet sich unS das BUd eines erfreuliche» Fortschritts. Dies find die Ergebnisse einer 25jährigen Regierungszeit. Wir find nicht Schmeichler genug, um zu behaupten, daß Se. Majestät der König dies Alles allein zu Stande gebracht habe. Dies wäre am wenigste» im Sinne der hohen Herrn. Auch der Entwicklung der Deutschen Reichs gebührt et» Antheil au diesem Aufschwünge, wie er nicht minder gebührt der hohen Bildung uud sittlichen Kraft bei Volkes selber. Aber wie hätten solche Anlagen ge» deihen, solche Kräfte sich entfalten können, wenn nicht unter der sorgsamen Pflege und treuen Obhut hochfinniger Fürste», deren edelsten einer die Krone SachsenS trögt?*
nach zur Demokratie gehörten; allein die liberale und freifiunige Preffe attestirten ihnen die .wahrhaft conservative* Denkungsart, selbst als fie bereits vor die Thür der Partei gesetzt worden waren. Wo find diese „Conservativen* heute? Kein Mensch, selbst kein Freisinniger wagt eS mehr, fie als conservative Männer zu bezeichnen.
Ein anderer „Conservativer*, der in der demokratischen Prefle stets großen Beifall findet, ist Herr Rudolf Meyer, der schon seit Jahren seiner -echt coxseivativen* Gesinnung in socialdemokratischen ober freisinnigen Blättern Ausdruck giebt. Herr Meyer selbst hat in der letzten Zeit davon Abstand genommen, sich unsere Parteibczeichnung beizulegen; allein die freisinnige Presse fährt fort, den genannten Herrn als „conservativ;« Socialpolitiker* gegen unsere Partei aoSzuspielen. Diese Taktik ist zwar alles andere, nur nicht ehrlich; allein fie ist wohl zu begreifen. Die sachliche Bekämpfung der conservativen Politik von Seiten deS Liberalismus hat im Volke Fiasko gewacht; man steht fich also auf jener Seite nach Unterstützung um und glaubt dadurch Eindruck zu machen, daß man liberale Ideen unter conservativer Flagge verbreitet.
AoS diese« Grunde wird darum auch fest einiger Zeit daS Erscheinen eines jeden Heftes der von einem andere» „Conservativen*, dem Henn Profeffoi Delbrück herausgegebenen „Preußischen Jahrbücher* mit Uugeduld vom gesammteu Liberalismus erwartet; denn es liefert stets ueue „couservative* Handhaben zur Bekämpfung bei CouservatismuS. Man wird nicht behaupten können, daß die vielfach wunderlichen „conservativen* Deduktionen Delbrück! in konservativen Kreisen irgendwie Zustimmung gefnnden hätte». Mit Recht schreibt vielmehr die „Leipziger Zeitung*, der Herr Pcofesior „habe es verstanden, die „Preußischen Jahrbücher*, dieses vornehme Organ, von der Bedeutung, die es im öffentlichen Lebe» unter Heinrich von Treitschke einnahm, langsam aber ficher zu ei«er kaum noch beachteten Monatsschrift herunter zu redtgire»*.
Der Thatendrang deS Herrn ProfefforS Delbrück aber ist viel zu groß, als daß er auf die „kaum noch beachteten* Preußischen Jahrbücher fich beschränken könnte. So ist denn der „conservative* Herr bekanntlich mit einem Wahlauftufe hervorgetreten, um seine „conservative Stimme laut gegen die Conser- vativen zu erheben.* Collegialgefühl und gesellschaftliche Höflichkeit haben dem Herrn Profeflor noch einige „conservative* Unterschriften verschafft und damit ist der ganzen liberalen und demokratische» Presse Gelegenheit gegeben, wieder einmal von einem „Kampfe Conservativer gegen Conservative* zu reden. Das Vergnügen mag man dem so fteudearmen Frrifinn und seinem „entschieden* liberalen Bruder ruhig lassen; allein mit Entrüstung muß das Delbrücksche Unter
Umschau.
Dem vorgestrigen 25jährige» RegierungS- Jubiläum des Königs Albert von Sachsen widmet da! „Dresdner Journal* nachstehenden Gcdenkartikel: „Sachsens Wohlstand und Glück: in diesen Worte» erklingt der Grundton der Betrachtungen, mit denen wir nach 25 segensreichen Friedms- jahren den 29. October begrüße», als de» Tag, an dem Se. Majestät der König den Thron Seiner Väter bestieg. Sind auch die Jubelklänge des Doppelfestes verrauscht, mit dem nach königlichem Willen am 23. April d. I. bet 70. Geburtstag des allgeliebten Landesvaters zugleich mit der ErinnerungSfeier an Seine 25jährige Regierung begangen wurde, so können doch nimmer die Gefühle verstummen, die durch die Wiederkehr des 29. October in aller treue» Sachse» Herz geweckt werden. Richt rauschender Festlärm, nicht äußerliches Gepränge stört die weihevolle Stille dieses TageS. Um so v-rnehmlicher kommt die Stimme zu Gehör, die heute zu unserem Innern spricht: die Stimme dankerfüllten Gedenken!
nehmen all solche! von conservativer Seste als ein Mißbrauch der couservative» Flagge gebraudmarkt werde».
Mag Herr Profesior Drelbrück den CouservatismuS auf das grimmigste befehden, da» könne» und wollen wir ihm nicht wehre»; allein wenn er durch irreführende Manöver den Anschein zu erwecken sucht, er und seine auf dem erwähnten Aufrufe figurireuden Genosse» hätten fich eben erst von der conservative« Partei loSgesagt, wenn er ein liberales „Pronuuciamiento* unter conservativer Flagge verbreitet, so ist da! nicht zu rechtfertigen und nicht zu dulden. Man wird diesem Herrn als» ein für allemal die Berechtigung, im Namen Konservativer da! Wort zu führen, aberkenne» müsse» — wenn er selbst nicht ehrlich genug sein sollte, endlich fich auch äußerlich zu den Liberalen zu schlagen.
Ein Unterzeichner derselbe» Aufrufs, Herr Graf vo» HoeuSbroech, der als Politiker fich erst »och die Sporen zu verdienen hat »ud an de» verschiedensten Thüre» anklopft, um eine Rolle zu spiele», sucht ebenfalls die Welt darüber zu belehren, was „echt konservativ* sei. Man darf aber »ur die ganze Haltung seines PreßorganS in Bettacht ziehe» und seine schier unglaubliche Behauptung, „echt konservativ und echt liberal seien keine Gegensätze,' hören, so weiß man, wohin auch i» diesem Falle „der Hase läuft.' Mögen als» die Konservattven im Lande vor solchen „Auch-Konservativen,' die »ur den Konservatismus diskreditier e» und für den Liberalismus Propaganda machen, sich hüte». Falsch- Freunde sind bekanntlich die ge- jährlichsten Feind.
Bekanntlich spiele» fich die Herren Demokraten ebenso wie die ihnen verbündete» Socialdemokrate» stets als die berufene» Lertteter des arme» Manuel auf. Sie eifer» gegen jeden Zoll auf LaudwirthschaftSerzeugntffe uud gege» alle Maßregeln im Interesse bei nothwendigfien Seuchenschutzes für unsere Biehheerden, weil badurch dem armen Mann angeblich Brod und Fleisch vertheuert wird. Auch andere Zölle uud Steuern möchte» fie beseitige», obschon ^das Reich der Einnahmen daraus dringend bedarf. 3» der Hauptstadt Berlin aber, wo Freisinnige und Socialdemokrate» uneingeschräntt regieren, wird' gerade dem armen Manu, den Arbeitern und de» Mittelstand uicht nur dal Fleisch und dal Bier (flüssiges Brod) — sondern auch das Licht uud Wasser zu Gunsten des schön gerundeten Stadtsäckels vertheuert. Das beweisen uachsteh-'nde Zahlen aus dem statistische» Jahrbuch für die Stadt Berlin:
Städtische Gasanstalten, Einnahme 82720843 Maik, Ausgabe 29070 329 Maik, Uebenchuß 3650514 Marl; Wasserwerke, Einnahme 12951279 Maik, Ausgabe 10839724 Mark, Uebersckuß 2111555 Maik; Viehmarkt 2199595 Maik Einnahmen, 1 598613 Maik AuSgadeu, also Ueberschuh 660982 Mark; Centralschlachthos 1270454 Maik Einnahme,. 1035446 Mark Ausgabe, also 235008 Mark Uebei schuß Sogar die Fleischschau auf dem Schlachthofe «rgitbt einen Ueberichuß von 64460 Mark, die Fleischschau für «tugesührtc» Fleisch einen solchen von 60532 Maik und auch bei den Markthallen ist Ueberschuh zu verzeichnen.
Danach bezahlen also die Berliner eine Galoder Lichtstem von 3 650 514 Mark, eine Wassersteuer vo» 2111555 Mark uud eine Fleischsteuer vou 600 982 Mark + 235 008 Mark * 64460
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.
Jll«ftrirtes S-nntagsblatt. *-*-*• " -*•*
„Auch"-Conservative.
Die konservative Partei nicht nur, sonder» die große conservative Sache ist vo» jeher am meisten dirch s»lche Männer geschädigt worden, welche all .Looservative* in der Oeffentlichkett auftrete», ober bet conservative» Weltanschauung so fern wie möglich siehe». Ei» Kampf gegen solche Elemente ist sehr schwierig; denn wem könnte man das Recht verschränken, für seine Person eine politische Bezeichnung ganz nach Geschmack zu wählen? Fast aber scheint er, all ob es nicht mehr Sache der wirklich conser- Mti» gerichteten Männer sei, gleichviel ob fie unserer Parteiorganisation angehöreu oder nicht, den Begriff conservativ richtig und authentisch auszulegen, sondern tulmehr Sache bei liberalen Elemente ober einzelner sich als unfehlbar bünkender Persönlichkeiten, denen e8 beliebt, sich „conservcktiv* zu nennen, ohne von kinservatiSmul eine Ahnung zu haben.
Diese Erscheinung ist unsäglich humoristisch; aber sie ist nicht neu rtnb tritt in veränderter Gestalt immer wieder hervor. Noch gar nicht lange Zeit ist verflossen, daß beispielsweise die Herren Naumann nd von Gerlach sich als die „echten' Conservative» bezeichneten und unserer Partei vorschreiben wollten, die fie den Begriff „conservativ' aufz'ufasfen habe. Für Marburg erinnern wir speciell an ben 1897 gegen uns als „besser conservativ* auftretenden damalige» hiesigen Archivar Dr. Ribbeck, den wir schon wenige Monate später als »attoualsociale» Redner für die Kandidatur von Gerlach im Saalbau sanden. Und wie beutete die demokratische Preffe diesen „conservative»' Henn gegen uni aus! Unsere» Parteimitgliedern war es nicht zweifelhaft, daß die genannten Herren ihrem Wesen und ihrer Gesinnung
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M die Monate November und Deccmber auf die W^rßtzss. Leitung nebst bereu Gratisbeilage»
„Kreisblatt" für die Kreise Marburg uni Kirchhain, „Illustriertes Sonntag! blatt* und „Verloosungsliste der Kgl. preußischen Klassenlotterie" »erden von allen Postanstalten, Landbriefträgern, in der Expedition (Markt 21) sowie, wn unseren Filial-Expeditionen in Kirchhain, Neustadt und Wetter entgegengenommen
K ...... Marburg ÄÄÄÄÄK'ÄY zg 3aBre
M 296 Dienstag, 1. November 1898.
(Nachdruck verboten.)
KerbstbLütHe.
Rowan von Llarissa Lohbei
(Fortsetzung.)
„Nicht so klein, wen» man die Schwierigkette» erwägt, die auch dabei noch für die Frauen zu überwinde» sind,' widersprach sie, durch die ironische Rst her Behandlung dieses fie s» nahe berührende» ^tinal gereizt, x
„Schwierigkeiten- Doch wohl hauptsächlich die, k6 die Kunst eiligst an ben Nagel gehängt z» werden pflegt, sobalb fich bie Gelegenheit bietet, z» Wtaäjeu.'
. „Sinb Sie etwa ein Feind bei Hettathenl, Herr Professor?'
„Durchaus nicht! Ich spreche nur rnst Panlul:
■ Mathen ist gut, nicht hettaihe» beffer.'
। „Ich hatte Sie wirklich für zu geistreich gehalten, sich noch auf bieten mißverstandenen Ausspruch kl Apostel! zu berufen.'
„Mein Himmel, gnädiger Fräulein, wer kam denn •enter geistreich sein, und nvch dazu auf eine» Gebiet, kl eigentlich sehr fern liegt.'
„Fern? «edenkeu Sie denn, etwa Junggeselle # bleiben
„Welche Gewisieulftage? Wen» ich dieselbe Frage an Eie stellte, gnädige! Fräulein?'
„So würde ich offen antworte»: el kommt da- tvtf aal'
„Nun, daffelbe antworte ich. Wenn ich die «echte sändel*
„Und dal ist schwer?'
„Sehr schwer!'
„Deshalb werden die Ehen auch immer seltener.'
„Ja, ganz auffallend. Ich zähle hier schon in dieser kleinen Gesellschaft ein halbes Dutzend mir bekannter Herren, die mau in bie Rubrik bet alten Jung- gesellen zähle» kann.*
Ottomar lachte.
„Sind Ihnen alle Junggesellen so »»leiblich?'
„Im Gegentheil, ich habe ein gewisses Tendre für fie, weil ich el für sehr wahrscheinlich hatte, daß ich eine alte Jungfer werde.*
„Dal wäre sehr zu bedauern, gnädige! Fräulein. Leider scheint es so, all ob gerade die Wetthvollsteu Ihres Geschlechtes es oft vorziehe», ledig zu bleiben,*
„Wie seltsam! Eine ganz ähnliche Aeußermtg hörte ich kürzlich von einem alten Bekannten, dem Baron von Tesche»; Sie kenne» vielleicht seine» Name» all Maler? Nicht? Nu», er hat einige recht gute Bilder auf der letzten Aulstellung gehabt. Er stammt au! meiner Heimath, und. wir kennen uns feit unserer Kindheit. Doch diese Aeußeruug bezog fich keineswegs auf mich, wie Sie vielleicht vermuthe», sondern auf eine jüngere Künstlerin, die jetzt viel vo» sich rede» macht, und vor deren Bilde wir vor einige» Wochen gemeinsam in bei München« Ausstellung ftanben. Unter all' beut Wust bei Unbedeutenden und Häßlichen, dal dott zu sehen war, hatte mich diese! auf! Höchste überrascht und angezogeu.*
„Ein einfacher Borwurf. ®» Kind au! dem Hochgebirge, eine Sennerin, die einem am Fuße verletzten Kalbe mttleidig die Wunde kühlt. Aber ans dem Kopf des Mädchen! spricht viel Empfindung und das Landschaftliche, die großarttge Oede der Gebirgl- natur, ist meisterhaft aufgefaßt. Im Katalog ist bei Bild unter bem Titel: „Ihr einziger Schatz' ver- zeichnet. Aber auch ohne ihn lieft man, oder glaubt man doch, auf ben bleichen Zügen dieses Dorfkinde!
eine lauge Geschichte von Leid und Enttäuschung zu lesen; bie Vereinsamung eines liebedürftigen Herzens, das fich bethätige» muß, fei'S auch nur an einem ver-' nunftbfen Thier.*
„Wie lebhaft Hie zu schildern verstehe»,' warf Ottomar voll Jntereffe ein. „Sie mache» mich wirllich neugierig, wie heißt den» die Künstlerin?'
„ES ist eben dieselbe Dame, vou der Baron Tesche» klagte, daß fie, bie ix jeder Beziehung hervorragend und liebenswerth wäre, alle» Ernstes entschloffe» zu sei» scheine, nicht, wie Sie vorhin behauptete», ben Pinsel niederzulegen, sobald fich ihr eine Heirath böte, sondern »»vermählt z» bleibe».'
„Eine Mänxerfeindin also?'
„Männerfeindin durchaus uicht. Baron von Tesche» gehört zu ihren nächsten Freunden.'
„Und eL ist ihm »och nicht gelungen, bet Dame Abneigung gegen die Ehe zu überwinden?'
„Vielleicht hat er eS noch gar nicht versucht, vielleicht will er'! auch erst versuche».'
Beide lachten.
„Diese! vielleicht,' meinte Ottomar, „ist ganz allerliebst. Hoffe» wir, daß der Baron noch vor der letzte» Eventualität steht, und eS ihm gelinge, diese! malende weibliche Genie, deffen Namen Sie mtt noch immer voreuthalteu, zm Frau Baronin pr machen.'
„Habe ich ihn »och nicht genannt ?* Sie ist übrige»! eine Landsmännin von Ihnen, Berlinerin. Ich irre mich doch nicht, Sie find Berliner, nicht wahr Herr Profeffor?'
„Bon reinstem Waffet, hier geboren und erzogen. Doch der Name?'
„Eie heißt Elli Bodin.'
Der Name traf Ottomar z» unverhofft, all daß er nicht eine unwillkürliche Bewegung gemacht hätte. Seine Hand, mit der er eben dal gefüllte Champagner
glas an die Lippen führe» wollte, bebte so, daß er j£ e! rasch wieder uieberfteBte:..
„Sie kennen die Dame wohl? fragte Fräulein Matten, der die Erregung Ottomar! nicht entgangen war., Oder haben fie doch gekannt?* fügte fie, ihn mit prüfendem Auge musternd, hinzu.
„Ja, ich kannte fie,' gelang el Ottomar, nun doch mit rasch wieder gewonnener Faffung zu antworte».
„Dann tenuen Sie auch wohl ihre Lergangenhett? Sie soll ja ein eigenthümliche! Geschick gehabt haben. Erst ganz atm, ist fie durch die unerwartete Erbschaft von irgend einem vornehmen Gönner zu Vermöge» gekommen, da! ihr erst da! Studium der Malerei ermöglicht hat. Verhalt el fich wttklich so?'
„Allerdingi, dieser Gönner war mein eigener Onkel!'
Ottomar warf einen raschen Blick auf fie. Wußte fie etwa!, und war diese ganze Geschichte vielleicht nur erzähtt, um zu sehen, wie er fich dabei verhake?
Aber »ein, ihre Miene war zu unbefangen. Und warum sollte fie auch von diesen vergangenen Ge- schichte» etwa! wiffe», da fie so kurze Zett erst in Berlin war?
„Ihr Onkel? Wie intereffaut, erzähle» Sie mir doch etwa! Näheres darüber.'
Ottomar saß wie auf Kohlend Wen» doch n»r erst die Tafel aufgehoben würde!
Al! hätte die Wttthi» des Hause! eine Ahnung von seinem Verlangen gehabt, legte fie jetzt wirklich bie Serviette zusammen.
Gott sei gedautt. Ei» Seufzer bei Erleichterung hob Ottomars Brust.
„Später, gnädiges Fräulein, später! Sie sehe», höherer Befehl, wir müssen gehorche».' Damit schob