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Wo»*wlitt: Markt 91. Ttit»w 66.

JZ 242

Zweites Blatt.

(Nachdruck verboten.)

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5.

6.

7.

wird ein Hauptabstellhahn von Messing

1.

8.

8.

9.

3.

erscheint.

10.

dieser Bestimmung ist nur zulässig bei

von

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Bor jedem Gasmesser angebracht.

Gummischläuche bürfcn nur zur Speisung einzelner verstellbarer Lampen angewendet werden und sind auf Schlauchhülsen zu stecken, an denen direkt ein Abschlußhahn sich befindet.

Die Befestigung der Lampen an Decken darf nur mittelst der sog. Deckscheiben, welche anzuschrauben und nicht anzunageln find, erfolgen. Für schwere Leuchter müssen die Deckscheiben mit durch die Decke gehenden Mutterschrauben befestigt werden. Eine bewegliche Aufhängung von Lampen darf nur durch Kugelgelenke geschehen.

In Räumen, in welchen der Gebrauch eines offenen Lichtes ver­boten ist, darf auch kein offener Brenner gebraucht werden. In der Nähe entzündlicher Gegenstände müssen die Brenner mit Gläsern und Drahtschirmen versehm sein. Ueber Lichter, welche weniger als 60 cm unter der Decke brennen, find die Hitze ab­leitende, von der Decke etwa 6 cm abstehende Metallplatten an­zubringen. Bewegliche Lampen, wie Wandarme rc. find thunlichst so zu befestigen, daß fie brennbaren Stoffen, wie Vorhängen, hölzernen Bekleidungen rc. nicht zu nahe kommen könnm.

Geschloffene Räume, wie Schaufenster, welche mit Gas be­leuchtet werden sollen, muffen mit einer genügenden Ventilatton versehm sein.

Alle Belmchtungs- und Fmerungsgegmstände wie Lampm nnd Kochapparate rc. müffm von solcher Beschaffmheit und so befestigt sein, daß dieselbm bei regelmäßigem Gebrauch nicht leicht ver­letzt und dadurch undicht »erben können.

Vor jebem Gasmotor muß ein gutgehender Regulator nebst Gummiball angebracht sein, so daß die durch dm Gang der Maschine hervorgcbrachtm Druckschwankungm die bmachbartm Abonnmten im Gasbezuge nicht beeinträchttgm.

Der Magistrat kann in besonderen Fällm nach seinem Ermeffea vom Einhaltm der einen oder anderen Bedingung ganz oder theilweise befteim, auch auf Antrag der Gaswerkscommisfion noch weiter gehende einschränkende Bedingungm auferlegen.

Die zu dm Gasleittrngm zu verwmdmden Röhren dürfm bei Nmeinrichtungen nur aus gezogmem Schmiedeeism bestehm. Blei- und Kupferröhrm find unzulässig.

Die Verbindungm der Röhrm dürfm nur durch Verschraubugm hergestellt werdm.

Ein Jneinanderschiebm der Röhrm mit bloßer Verkittung oder anderer leichter Verbindnngsart (Gummischlauch) ist nicht gestattet. Zur Bestimmung der Röhrmdimensionm ist bei gewöhnlichen Ver- hältniffen folgende Tabelle maßgebend:

*) Du bist daS sanfte Feuer. Die Seele mein bist Du, Bon meinem Fühlen und Denken Besitzest dm Schlüssel Du!

Man war an der Landungsbrücke in Cadenabbia angelangt, Irmgard schrttt an ihre» jungen Gatten Arm die Promenade entlang, wo bald das heitere Treiben ihre Gedanken von dem unliebsamen Thema ablentte. Hübner bot alle seine weltmännische Zuvor­kommenheit und Unterhaltungsgabe auf, um aus Irm­gards Seele allen Unmuth zu verscheuchen, den fie der letzte» Unterhaltung wegen gegen ihn hegm könnte. Und er hielt auch sein Wort, als man eine Stunde später in dem schönen, von Orangen- nnd Rosenduft durchhauchten ©orten des Grand Hotel bei zauber- Hafter, mit dem Schein des elekttischm Lichtes wett­eifernder Mondbeleuchtung den italienischen Sängern lauschte, die in phantastischen Kostümen, den rothen Fez auf dem dunklen Haar, eine» ebensolche» Shaw! mit herabfallende» Enden um die Taille geschlungen, zn Guitarre und Mandoliuenbegleitnng ihr bald bur­lesken, bald melancholisch süßen Volksweisen mtt klang- volle» Stimmen zum Besten gabm.

Heiter und gesprächig, voller Aufmerksamkeit gegen de» Präsidenten, schien Hübner wie ausgewechselt.

ES war beinahe Mttternacht vorüber, als man sich trennte. Elli umarmte Irmgard zärtlich, die ihr erzählte, daß fie sich entschlossen hätten, von Venedig gleich nach Brindisi und von dort mit dem Lloyd- dampfer nach Konstantinopel zu gehen. Sie freue sich ganz kindlich auf die Reise. In Athm würden fie auch zwei Tage bleiben und Ottomar sehen.

WaS soll ich ihm von Dir sagen, Elli?* Tausend Grüße, nnd erzähle ihm, wie Du uns gefunden hast.*

Dabei reichte fie dem Präsidenten die Hand, der fie lächelnd unter seinen Arm schob und mit ihr hin­über nach der Landestelle schrttt, um die dort harrende Barke zu besteigen.

wiederholend.

Das also können wir Ottomar erzählen. Sehr gut, da» genügt !*

Jrn Allgemeinen find dingungen maßgebend:

Ernst Hübner, der mit seiner Fran die Fort- gehenden geleitete, drückte heimlich deren Arm:

Tu sei quel dolce fuoco, Lanima mia sei tul E degli affetti miei

§ 6.

für die inneren Leitungen folgende Be-

Le chiavi hai tu*) summte er leise, eines der vorher gehötten

Elli trat ans Fenster. Wie verändert das Bild gegen gestern! Aller Reiz, alle Schönheit der Natur wie in einen Schleier gehüllt. Man konnte nur noch den Zauber ahnen, der dahinter verborge» lag.

Auch in Ellis Innerem sah es trübe aus. Nicht allem, daß fie sich nm den Präsidenten sorgte und sich irn Geheimen Vorwürfe machte, ihn durch ihren Wunsch, mit der Freundin den Abend zu verbringen, zu dem langen Verweilen in Bellaggio veranlaßt M haben, fie hatte auch am Morgen Briefe empfangen, die nach verschiedenen Seite» hi» Beunruhigendes enthielte».

Zuerst von Hanse. Sie laS die Briefe von Vater und Schwester; die Mutter ein wenig fchreibsanl, hatte sich daran genügen lassen, einen kurzen Gruß hinzuzufügen. Auch der Vater hatte sich ziemlich kurz gefaßt; aber doch glaubte fie, auS jeder Zeile herauSzulese»', daß er fie vermisse, daß er wieder in die alte grollende Laune hineingerieth, die nach der Erschütterung der letzten Katastrophe gut Befriedigung der ganzen Familie weggebliebe» war. Er klagte über die Oede deS Lebens, die Mensche», die nun, da doch Alles beigelegt sei, ihm äußerlich zwar ftenndlich begegnen, im geheime» aber wahrscheinlich desto mehr über ihn Herzogen. Selbst sein atter Freund Olten setzte oft ganz wunderliche Mienen auf und neulich erst, als er mit ihm, nicht mehr bei Waldau, de» habe er im Magen, sonder» in der griechischen Weinstube zusammen gewesen, sei eS bei­nahe zum Streit zwischen ihnen gekommen, da Olten ihm Andeutungen gemacht, die ih» geradezu zur Wuth gereizt hätten. ES scheine als beneide man sie, Elli, über die Maßen um die kleine Erholung, die fie durch de» Präfidente» Güte genöfle.

(Fortsetzung folgt)

Wir bringen die nachstehende von den städttfchen Behörden be- schlofsme und vom Bezirks-Ausschuß genehmigte Gasordnung zur öffent­lichen Kenntniß:

Niederschläge versehen sein.

Es ist darauf zn achten, daß die Röhren an den Stellen freien Raum haben, an welchen fie (z. B. beim Durchgehen durch eine Mauer) durch etwaiges Setzen des Gebäudes eine Beschädigung erleiden könnten. Wo ein Rohr durch einen unzugänglichen hohlen Raum, eine dicke Mauer und bergt geführt wirb, darf bies nur in einem an beiben Enden offenen, metallenen Futterrohr ge­schehen, so daß die Verbindungen jeder Zeit zugänglich find.

Rormm von Clarissa LohdL (Forftetzimg.)

Ich bitte Dich wttklich, Ernst, laß ab Mem Spott, Du kränkst mich!*

So schweige ich gehorsamst. Die Zukunft

Iji lehren, wer Recht hat; ob Du mit Deinem Opti­mismus, oder ich mtt meinem PesfimiSmu».*

Er griff »ach ihrer Hand und küßte fie mtt zärt­licher Abbitte.

Sei nun wieder Hefter, mein Lieb!*

Wenn Du mich nicht wefter ärgern willst!*

Ich verspreche Dir, alle Liebenswürdigkeit, auf- Menden, die einem so seltsame» Paar gegenüber möglich ist. Was werben wir nur dem Ottomar fegen, wen» wir ihn in Athen Wiedersehen?*

Jedenfalls nichts von dem, was Du eben vor- erzihlt hast. Wen» seine Eltern ihm nichts mit» Halm, haben wir gewiß keine Beranlaflung, darüber zu sprechen.*

Der Profeffori»,* meinte Hübner nun,sollen übrigens auch schon die Augen aufgegangen fein. Sie soll sich schon sehr mißbilligend über das Verhältniß ihrer Bruder» zu dem Fräulein Bodin geäußert haben.*

Und hat ihren Bruder doch hierher geletiet.*

War aber nicht bei der Partte heute. Das läßt tief blicken.*

§ 7.

Nach Vollendung der Einrichtung einer Privatleitung wird die­selbe in Gegenwart des ausführenden Technikers von einem Angestellttn des Gaswerks auf ihre vorfchristsmäßige Ausführung und unter An­wendung von 150 mm Wasserdruck auf ihre Dichtigkeit geprüft. Dabei soll die Leitung als abnahmefähig dicht gelten, wenn bei Anfangs­druck von 150 mm Wassersäule der Druck innerhalb 15 Minuten nicht auf 60 mm gesunken ist und fich in dieser Höhe noch eine Zeit lang constant hält. Jede fich hierbei zeigende Undichtigkeit oder vorschrifts­widrige Ausführung überhaupt ist sofort zu verbeffern. Vor erfolgter endgültiger Prüfung darf die Leitung weder angesttichen noch in anderer die Prüfung erschwerender Weise bedeckt werde».

Durch die stattgehabte Prüfung übernimmt die Anstalt weder eine Verantwortlichkeit für die Güte und Brauchbarkeit der hergestellten Arbeit, noch auch eine Ersatzpflicht für etwa eintretenden Schaben wegen Mangelhaftigkeit ber Leitung.

Der Gasabnehmer hat keine Gebühr für bie vorgeschriebene Prüfung ber Leitung, aber für jebe to eitere Nachprüfung, bie burch fich ergebende Anstände erforderlich toirb, eine solche von drei Mark an bie Stadt­kaffe zu entrichten.

Erst wenn alle Vorbedingungen vorschriftsmäßig erfüHt find und seitens der Gascommisfion die ganze Anlage durch schriftliche Erklärung genehmigt ist, darf dieselbe in Benutzung genommen werden.

16.

Der Präsident fühlte fich nicht wohl. Er hatte fich auf der späten Kahnfahrt erkältet.

DaS kommt davon,* meinte die Professorin etwas spitz,wenn man eS in Deinen Jahren der Jugend gleich thun will.*

Elli sah die Profefforin mit bittendem Blick a». Warum nur immer so bittet und kränkend? Mit doppelter Liebenswürdigkett sorgte fie für ben Pattenten, brachte ihm Thee, laS ihm vor, suchte ihn auf alle mögliche Weise zu erheftern.

Nach Tisch zog er fich zur Ruhe in sein Rabinet zurück, lud aber Elli und seine Schwester ein, nach dem Kaffee eine Spazierfahrt zu Wagen »ach Belaggio mtt ihm zu machen; die frische Luft würde ihm gut thu».

Als jedoch Elli auf ihr Zimmer kam, fing e» an zu regnen. Schon den ganzen Tag hatten dräuende Wolken an den Bergen gehangen, jetzt begann fich ein starkes Gewitter zu entladen.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Eorm« und Feiertagen. Quartals-Sbonuementr-Preir bei der Expedition 2 Mk., bei allen

Psstämta» 2,26 Mk. (exll. Bestellgeld). JnfertionSaebühr: die Wdtent Zekle oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen: die Zeile 26 9

bleiben Eigeuthum der Stadtgemeinde, welche auch alle Ausbesserungen auf eigene Kosten übernimmt.

Die Minimallichtweite der Zuleitungsrohre soll 30 mm betragen.

§ 4.

Die Herstellung und Instandhaltung der Privatleitungen hinter den Gasmessern bleibt den Eigenthümern der Grundstücke überlassen, jedoch dürfm die bett. Einrichtungen erst nach schriftlicher Genehmigung seitens der Gascommission bmutzt werden.

__§_5.________

ß'Fitt jede Abänderung der Privatleitungs - Einrichtungm, welche eine Vermehrung ber Flammen herbeiführt, gelten bieselbm Befttmmungm, wie für eine Neueinrichtung.

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.

Jllustrirtes Sonntagsblatt. «-

_ '«JSTrtirRl tVA «tqdfltn nehmen entgegen: die Expedition dieser Blatte», di« Smwncen-

allen SW*** y »ureaux von Haaseustetn & B-gl«, Frankfurt <u M., Cassel, Maade- qq

'< Sonnabend, 15. Oktober 1898. «"t 33

Wohnungen mit besserer Ausstattung. Die Leitungsröhrm finb mit gehörigem Gefälle zu lege«; wo bas Gefälle unterbrochen wttb und wo bie Leitung von einem warmm in einen kalten Raum tritt, müffm die Röhren mtt sicherer Vorrichtung znm Ablaffm der Wasser-

Die Annahme ber Anmeldung erfolgt nur falls solche nach dem ttmeffm der Commission des Gaswerkes mit Rücksicht auf die AuS- dihmmg und bie Leistungsfähigkeit bes städttfchen Gaswerkes zulässig

Wird zu einem nachgesuchten Anschluß die Legung einer neuen die Verlängerung einer bestehenden Sttaßmleüung erforderlich, so «ibt die Entscheidung in jedem einzelnen Falle darüber, ob und unter welchen Bedingungm dem Anttag stattgegebm werdm kam», der Gas- ^Kcommission vorbehattm.

_ Gegen ablehnende Bescheide der Gaswerkscommisfion bezüglich deS ^schluffes ist die Beschwerde an ben Magistrat zulässig.

Ausführung und Beschaffenheit der Zuleituuge«, wie der Privatleituugeu im Innern der Grundstücke.

§ 2.

Wer eine Abzweigung aus der städttschm Leitung in ein Privat- *»bftüd aNzulcgm ober zu verSubern wünscht, hat dieses der GaS- "^kScommisfion schriftlich anzuzeigm.

derartige Anmeldungen werdm don dm Nutznießem und Miethem dann angenommen, wenn zugleich die besondere schriftliche Ge- ^Aigung des Eigmthümers beigebracht wird.

§ 3.

Die ZuleftungSröhrm vom städttschm Haupttohr nach dem Privat- rcmbftüd bis zum Gasmesser, dessen Standpunkt von der Gaswerks- Emission im Einverständniß mit dem Grundeigmthümer bezeichnet muffen ausnahmslos durch Beauftragte des Gaswerkes ausgeführt ^rdm. _ Die Kosten hierfür werdm von der Stadt und dem betteffmdm ^ttmbftückseigenchümer je zur Hälfte getragen. Für die Kosten ist ein £®tf maßgebend, ber burch bie städtische Gascommisfion jeweilig fest- Wrllt und veröffmtticht wird. Diese Zuleitungen bis zum Gasmeffer

Gasordnung

der Stadt Marburg vom 8. September 1898.

Auf Grund des § 13 der Städteordnung für die Provinz Hessen- Nfau vom 4. August 1897 wird mit Zustimmung der Stadtverordneten- Lersammlung und mit Gmehmigung des Bezirks-Ausschusses nachstehende Ordnung über die Entnahme von Gas aus der Gasanstalt der Stadt Marburg erlaflen.

L Anmeldung zur Gasentnahme.

§ 1.

Wer aus der städttschm Gasleitung Gas entnehmen will, hat bitfe» der Gaswerkscommisfion schriftlich unter Bmutzung eines hierfür dm ber Stabt unentgeltlich zu beziehenben Formulars anzuzeigm.

Er unterwirft sich burch biefe Anmeldung ben sämmtlichm Be- pmmungen biefer Ordnung und etwaigen späterm Veränderungs- brstimmungen.

Die Gaswerkscommisfion ist berechtigt, die Gaseinrichtungm durch ^re Angestellten, benen ber Zutritt zu sämmtlichm Räumm bes «'s zu versorgenbm Grunbstückes gestattet »erben muß, besichtigen « lassen.

Durchmeffer

Länge ber Rohre in Meter

im Lichten

3 m

5 m

10 m

20 m

30 m

50 m

in mm

Flarnmmzahl

13 mm

10

8

5

2

1

20

30

25

13

6

3

1

25 ,

60

40

25

13

6

2

32

100

70

40

20

8

4

40

150

100

60

30

13

6

50

350

250

150

70

35

10

4. Die Leitungsröhrm

finb offen zu befestigm.

Eine Ausnahme