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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

*•Lfir'S'MÄr-h”"bH- Jüustrirtes Sonntagsblatt.

Zweites Blatt.

für den Andern —.

(Fortsetzung folgt.)

(Nachdmck verboten.)

Roman von Clarissa Lohde.

(Fortsetzung.)

Die Fahrt war köstlich, an der Villa Carlotta vorbei, deren blühende Azaleen wie mit buntfarbigem Teppich die Abhänge zwischen den hochrauschendeu Bäumen des Parks bedecken. Weiter an der schönen Platanenallee mit dem schmucken Kirchlein, an dem mit blühenden Anlagen geschmückten Cadenabbia vor- über, wo eine zahlreiche Gesellschaft, in die buntesten Farben gekleidet, sich auf der Promenade bewegte. Von der Höhe grüßen mit glühenden Glycinien und Klettetrosen berankte Häuschen aus Palmen und

Das Schutzrecht über die Katholiken im Orient. Bei dem vorgerückten Alter des bisherigen preußischen Gesandten am päpstliche» Stuhle, Wirkl. Seh. RathS v. Bülow, war eine neue Besetzung dieses diplomatischen Postens über kurz oder lang zu er­warten. Daß gerade jetzt ein solcher Wechsel au- gekündigt wird, ist jedoch von einer über das Gebiet einer Personenfrage hinausgehenden Bedeutung.

Frankreich nimmt für sich daS Protektorat über alle katholischen Christen und katholischen Anstalten im Orient in Anspruch. Dieser Anspruch beruht nicht auf einem besonderen Rechtstitel (Vertrag oder bergt,), sondern auf einer Tradition, die am letzten Ende bis auf die von Frankreich auSgegangenen Kreuzzüge zurückreicht. Allerdings wurde auf dem Berliner Kongreffe (1878) das traditionelle Schutz- recht Frankreichs ausdrücklich anerkannt, aber natürlich mit, „soweit es besteht", und in dem international feststehenden Rechte jedes Staates, seine eigenen Unterthanen in der Fremde selbst zu schützen, seine Grenzen hat. Seinen moralischen Grund, der in dem Verhältniß der allerchristlichen Könige Frankreichs zur römischen Kirche beruht, hat der französische An­spruch längst verloren und sich unter der religionS- lvsen Republik in ein in sich widersinniges, aus­schließlich politisches Machtmittel verwandelt.

Eine Macht wie das deutsche Reich kann ein ftemdes Recht, deutsche Unterthanen und Anstalten zu schützen, nirgends anerkennen. Die deutschen Katholiken daheim und insbesondere auch die in Palästina wünschen auch keinen ftanzöstschen Schutz, und die katholische Presse im Reiche ist mit an- erkannter Festigkeit jedem Versuche, daS deutsche Schutzrecht gegenüber dem ftanzöstschen Anspruch mit Zweideutigkeiten zu umgebe», entgegengetreten, ob­gleich solche Versuche von der ftanzöstschen Politik des StaatSsecretärS der Kurie in Rom, Kardinals Rampolla, unterstützt wurde«.

Schon in einer Antwort des Papstes auf ein Schreiben des französischen Bischof» Langenieux war von dem ftanzöstschen Protektorate in Wendungen die Rede, die Bedenken erregen mußten. Die päpst­liche Diplomatie erklärte jedoch hinterher, daß damit nur der thatsächliche Zustand gemeint sei und inter­nationale Rechtsgrundsätze nicht berührt werden sollten. Somit konnte der französische Plan, der Kaiserreise nach Palästina mit Aufwcrfen der SchutzrechtSfrage einen Stein in den Weg zu legen, als gescheitert gelten In einer von dem päpstlichen Würdenträger Prinzen Croy kürzlich verlesenen Ansprache au ftan- zösische Pilger war jedoch wieder von dem „ftau- zöstschen Patronat' ohne jede Einschränkung die Rede, was von deutscher Seite nicht anders als eine Uh» freundlichkeit aufgefaßt werden konnte und mit der Abberufung des bisherigen preußische» Gesandte» be» antwortet wurde. Dies bedeutet zwar keinen Abbruch der diplomatischen Beziehungen, der mit Rücksicht auf die bisherigen freundlichen Beziehungen unterlassen wird, bringt aber deutlich zum Ausdruck, daß Deutsch­land keinerlei Unklarheit über das Recht, seine eigenen Unterthanen zu schützen, aufkommen lasten will. Ein ungünstiger Einfluß auf unsere inneren kirchen- politischen Verhältnisse ist davon umso weniger zu gewärtigen, als ja die deutschen Katholiken den nationale» Standpunkt der Regierung theilen und Frankreich das Recht aberkennen, für deutsche Katho­liken, wie sich die „Germania" ausdrückt, die Rolle einer Gouvernante zu spielen, die diese Kinder nicht leiden mag.

Ueberzeugung gewonnen."

„Und deshalb gleich Tausende weggeworfen, um einen Mann wie Bodin, den er gar nicht leiden konnte, der ihm im höchsten Grade unangenehm war, wie er wiederholt ohne Hehl geäußert hat, aus der Patsche zu helfen?"

„Wer weiß, ob daS wahr ist!"

„Dafür kann ich bürgen. Und nun gar diese gemeinsame Reise. Er hat ja geradezu darauf ge- »rungen, daS Mädchen mitzunehmeu."

„Weil Papa es wünschte und eS für Ellt'S Ge- ündheit nothwendig fand. Dn siehst daraus am besten, wie Alles verdreht werden kann."

„Nun ja. Dein Papa, daS begreife ich. Der läßt sich leicht zu etwas mißbrauchen. Er denkt zuerst immer an daS materielle Wohl seiner Patienten, und da ist ihm das sehr plausibel er­schienen, eine kostenlose Luftkur für bett Einen, Er­heiterung bei schwermüthigen Anfällen, wie sie be einem Verliebten von so reifen Jahren begreiflich sind,

„Irmgard," stieß sie nun plötzlich freudig hervor. Auch die beiden Herren zogen jetzt grüßend die Hüte, der Präsident sehr freundlich, Dr. Hübner, der jung vermählte Gatte Jrmgard's, etwa» zurück­haltend gemessen, und auch der Gruß der jungen Frau war sichtlich gezwungen. Elli schob das ans die Stimmung der HochzeitSreiseuden, vielleicht auch auf Hübuer's schon in Berlin gezeigte Ab­neigung gegen den Namen Bodin, die freilich nur zu begreiflich war.

Eie rief fröhlich hinüber:

„Seit wann seid Ihr hier?"

„Seit gestern. Wir haben unser» Pla«, 'längere Zeü hier zu bleiben, geändert und fahren morgen schon weiter."

„Ohne zu u»S herübergekomme» zu sein?"

Sie sprach daS so aus, als sei sie wirklich Mit» besitzeri» der Villa des Präsidenten. Hübner wechselte mit seiner Frau einen raschen Blick.

DaS Hand in Hand bei einander sitzende Paar war ihnen schon von Weitem anfgefallen. Mit halbem Schrecken hatte Irmgard in ihm den Präsidenten und Elli erkannt.

„Vielleicht dürfen wir hoffen," sagte artig der Präsident, „daß sie uns den heutige» Abend widmen. Elli hat sich so sehr auf das Wiedersehen gefreut."

„Wir fahren gerade »ach Bellaggio", fügte Elli hinzu, sich weit über den Rand der Barke neigend und mit zärtlichem Blick daS Auge der Freundin suchend. Nun wurde die Liebe zu Elli doch wieder Siegerin in JrmgardS Herzen.

„Die Musik ist im „Grand Hotel"," rief sie, dem Gatten, der schon im Begriff war, eine höfliche Ablehnung zu sagen, damit das Wort abschneidend. „In einer Stunde findet Ihr uns dort, wir fahren nur nach Cadenabbia hinüber.

Ein Abschiedswink mit der Hand, und die Barken schossen an einander vorbei. Hübner machte ein etwa» mißvergnügtes Geficht, daS erste, da» seine junge Frau an ihm sah.

„DaS hättest Du mir und Dir ersparen können. Irmgard," sagte er vorwurfsvoll. „Wenn Du jetzt nichts bemerkt hast, mußt Du Dich wirklich absichtlich blind machen."

„Du bist eingenommen gegen Elli," widersprach Irmgard.

„Es waren noch dieselben lieben klaren Augen, wie immer. So blickt nicht die Schuld."

„Menschenkennerin," scherzte er nun. Was ging ihn denn auch die ganze skandalöse Geschichte an. Und hier in der Fremde. In Berlin würde er dem ferneren lmg«ng mit dieser anrüchigen Gesellschaft schon einen Riegel vorschieben. ES wäre thöricht, sich hier die Laune dadurch trübe« zu lassen.

„Deiner Unschuld frellich ist solch blindes Ver- tiauen zu verzeihen."

„Kein blindes Vertrauen, Ernst. Ich kenne Elli seit ihrer Kindheit und weiß, daß kein Falsch in ihr ist," vertheidigte Irmgard die Freundin von neuem.

„Ohne Falsch wie die Tauben und klug wie die Schlangen, so sind die Weiber geschaffen," rief lachend ihr Gotte dagegen. „Das Fräulein Bodin scheint von der letzteren Art den größten Aniheil bekommen zu haben."

„Nut weil Dein Bruder mit Frau Professor Erdmann allerhand geklatscht hat."

„Nun ich meine verliebt genug sah der alte Herr aus. Seine Augen glänzten ja ordentlich jugendlich, als er mit ihr sprach."

„Kann man den» nicht auch in seine Nichte ver­liebt sein?"

„Närrchen, ein Mann, wie der Präsident mit seinen Lebenserfahrungen, ist kein solcher Phantast, wie Du Dir vorstellst. Hättest Du gesehen mit welchem Feuereifer er für die Bodin'sche Sache meinem Bruder gegenüber eintrat, Du würdest woh gemerkt haben, daß schon damals mehr als das bloße Interesse für die Braut seines Neffen mitsprach. Ueberdem hat mir Ottomar selbst gesagt, daß sein Onkel Anfangs sehr gegen die Bodin's eingenommen gewesen sei."

„Er hat Elli kennen gelernt und eine andere

Bewässerung und Düngung der Obstbäume.

Ueber da» Bewäffern und Düngen unserer Obst- bäume giebt E. Rebholz in der „Meddelser fta dansk geologirk Forening" eingehende BorschristS- maßregela. Wir entnehmen demselben nach einem Referate in Biedermanns „Centtalblatt für Agrikultur­chemie" Folgendes:

Häufig begnügen sich die Obstzüchter damit, ihre Bäume nur im Winter auSzuputzen, zu kalken und zu düngen. Die Folge ist, daß viele Blätter schrumpfen und viele Früchtchen, auch ganz gesunde, sich schlecht entwickel». Junge Bäume gehen sogar an Nahrungs­mangel zu Grunde oder zeigen wenigsten» langes Sichthum. Es ist daher höchst nothwend'g, den Bäumen, zumal ftisch gepflanzten, auch im Sommer genügende Feuchtigkett und Nahrung zuzuführen, was sich überall leicht bewerkstelligen läßt.

Ein- oder zweimal im Sommer macht man unter der Kronentraufe eine größere Anzahl 40 Zentim. tiefer und 1 Meter von einander entfeinter Löcher. Wenn die Bäume auf Ackerland stehen, wirst man unter der Kronevtraufe eine 30 bi» 40 Zentim. tiefe Ringfurche aus und bringt in die Oeffnungen Waffer mit Gießkanne ober Jan chewagen; auch die liefere Bodenschichten müssen iüchrig durchfeuchtet werden. Das blose Gießen auf die Baumscheibe wirkt insofein schädlich, als eS in leicht verkrustenden Böden er­höhte Neigung zur Verklüstung zur Folge hat. Stehen die Bäume an Hängen, so verbindet man sämmtliche Baumscheiben in schiestr Richtung mit Gräbchen und läßt das Wasser oder den flüssigen

Vermischtes.

Die unhöfliche Telegraphistin. Der General- postmeister des britischen Reiches, Herzog von Norfolk, kam vor einigen Tagen in ein Telegraphenbureau in Hampshire und gab der dienstthuenden Telegraphistin ein Telegramm, das er soeben niedergeschrieben hatte. Die Dame war offenbar schlechter Laune. Sie las die Depesche und gab sie dem Absender mit den Worten zurück: „Sie müssen auch Ihren Namen darunter setzen. — „Aber das habe ich ja gcthan". erwiderte der Herzog. — „Herr, machen Sie keine Witze", rief das Fräulein. „Norfolk ist der Name einer Grafschaft. Uebrigens können Sie thu», was Sie wollen. Wenn Sie das Telegramm nicht unter­zeichnen, wird eS eben nicht befördert." Der Herzog verbeugte sich, ging zum Schreibpult zurück und kam bald mit einer neuen Depesche, die er der Tele­graphistin mit den Worte» übergab: „Diesmal, mein Fräulein, ist es ein amtliche» Telegramm. Ich weide es also nicht bezahlen. Bitte e» augenblicklich zu befördern." Die junge Dame war sehr über­rascht, als sie den Inhalt der Depesche überflog; er lautete: „Generalpostamt London. Die Dame, die gegenwärtig im Telegraphenamt Harwood Dienst hat, benimmt sich gegen das Publikum sehr unver­schämt. Soll daher sofort entlassen werden Der Gen er alp ost meist er." Nun gab es Weinen, Klagen, Nervenkuscu. Der Herzog ließ sich aber nicht rühren, die Depesche mußte befördert werden.

Doppelmord. In dem Dorfe Saint-Patrice (bei Tours) war es bekannt geworden, daß der 82 jährige Pfarrer, Abbe Flemat, letzten Freitag den Vertrauensmann des Grafen de Casttllane, der eine große Summe Geldes bei sich trug, beherbergt hatte. In der Meinung, der Pfarrer könnte einen Theil des Geldes aufbewahrt haben, drangen in der Nacht von Sonntag mehrere Missethäter in das Pfarrhaus und ermordete daselbst die 65jährige Wirthschafterin. Als Der Abbe Fleurat gegen neun Uhr in seine Behausung zurückkehrte, wurde er gleichfalls mit einigen Hammer­schlägen getödtet. Die beiden furchtbar entstellten Leichen wurden Sonntag früh aufgefunden. Die Mörder, die das ganze Haus durchstöbert hatten, fanden nichts vor. Man glaubt, daß die Missethäter in der Gegend ansässig find.

Coniferengruppen hernieder. Zahlreiche andere Barken l reuzten auf der im Abendschein schimmernden Fluth, : er und da grüßte man herüber und hinüber; dann endete die Barke, mau steuerte direkt durch den See em Ufer voa Bellaggio zu. — Die Berge, die im

Norden und Osten den See begrenzen, kleideten sich in die Farben be» Abend», ein feurige» Roth strahlte von den felsigen Kuppen hernieder, darüber stiegen die leicht sich färbenden, in ewigen Schnee gehüllten Alpen­firnen in den lichte» Aether empor. Ellis Augen strahlten in Entzücke», sie sah ganz erklärt aus. De» Präsidenten Blick hastete voll innerer Freude an ihrem lieben Gesicht.

„Nicht wahr, ich habe nicht zu viel gesagt," fragte er, sich zu ihr neigend, „wenn ich de» Comer- see als einen der schönste» Flecke der Erde be­zeichnete ?"

Sie nickte.

„Man ahnt noch gar nicht, wie herrlich Gott feine Welt geschmückt hat, „wenn man nie einen Abend wie diesen durchlebte."

Sie legte ihre Hand, wie ein Bedürfniß, an ihrer Wonne Jemanden theilnehmen zu lassen, in die seine. Er faßte sie »arm und fest.

„Du wirst noch schönere Abende durchleben," sagte er weich, „wenn Du mit Deinem Ottomar düsen See durchschiffe» wirst. Seid Ihr bann recht glücklich, recht selig in gegenseitigem Besitz, bann benlt an mich, bet bann vielleicht schon im Grabe ruht unb doch so gern Zeuge Eures Glückes geworden wäre."

Er wußte selbst nicht, warum ihn jetzt so mitten im Genuß oft da» Gefühl beschlich, als sei ihm da» Scheiden von der Erde nahe, als wären diese selige» Stunden an der Seite des lieben Mädchens ein letzter Abschied»gruß von der Welt, bestimmt den dunklen Weg, der ihm bevorstand, durch ihren Glanz zu verklären.

Eine Barke, von einem schmucken Barkarole ge­führt. auf dem Bande seines Hutes die Schrift: „Grand Hotel Bellaggio" tragend, tarn auf sie zu- geschoffen. Eine schöne junge Dame, mit vornehmer Eleganz gekleidet, beugte wie überrascht beim Anblick der Insassen der hübschen Privatbarke, den Kopf etwas vor. Elli blickte auf, sie meinte, ihre» Namen gehört zu haben.

Dünger von Baum zu Baum fließen. An sonnigen Wänden und in gepflasterten Höfe» stehende Bäume, die fast jährlich Bewässerung nöthig haben, tränkt man durch Wurzelspeiser, 45 Zentim. lange, 6 bis 8 Zentim. breite Thonröhren mit seitlichen Löchern in ihrer unteren Hälfte; sie werden in ent­sprechenden Abständen vom Stamme eingesenkt; man ntn auch Mineralwafserkrüge ohne Boden benutzen, >ie man mit Steinplättchen zudeckt, damit sie sich nicht verstopfen. Nachdem sich die Flüssigkeit ver­zogen hat, ebnet man die Gräbchen und Löcher wieder z», um dem Bode» die Feuchtigkeit zu er­halten.

Schwer anwachsende Bäumen soll matt außer dem öfteren Bewässern Schutz vor der Waffer- verdunstuug gewähren, durch Belege» der Baum­scheiben mit kurzem Mist, Torf, Moos re. und durch Einbinden der Stämme mit Stroh ober Holzwolle, noch besser Mooseinbanb, ben man mit Lehmbrei überstreicht. Auch der sogenannte Baumbrei (Lehm, Kuhfladen) ist gut dazu.

Die Sommerdüngung gebe man flüssig, al» Jauche ober Kloakendung, aber bei feuchtem Boden, weil sonst die zarten Würzelchen geätzt werden. Eine Sommerdüngung ist besonders bei reichlich begangenen Bäume», zumal auf magerem Boden, nöthig; bekannt ist, daß Beerensträucher und Erdbeeren auch sehr dankbar für Sommerdüngung find.

Bäumen, die zu wenig Blüthenknospen angesetzt haben, verabreicht man ein specifischeS Reizmittel für den Blüthenansatz, nämlich Kali und Phosphorsäure in Form von Handelsdünger in nicht zu geringer Menge in Wasserjauche oder Pnddel, auf das Quadrat- meter zu düngender Fläche etwa 60 bis 100 Gramm der besagten Düngemittel und 25 Liter Flüssigkeit.

Da Jauchedüngung vorzüglich den Trieb reizt, darf man sie im Herbst nicht mehr verabreichen, weil die Ausreife des Holzes verhindert und der Baum dadurch geschwächt würde.

Auch ganz junge ober frisch gepflanzte Bäume, die man im Allgemeinen nicht tragen läßt, kann man durch gute Bewässerung und Düngung mit großem Nutzen und ohne jeden Nachtheil zum Früchtebringen veranlassen, wie sich bei Versuchen der Oppenheimer Obstbauschule gezeigt hat.

M ... XSfiÄtfÄÖÄT.ftWS ^Karßnrg

X 241 Freitags 14. Oktober 1898.

Anzeigen nehme« entgegen: Me Expedition dieses Blatte», die Annoncen-

kureaux von Haasenstein & Bögler, Frankfurt a. M., Cassel, Mägde» qq CY/fArn

bMtg, Wien; Rudolf Moffe, Frankfurt -. M., Berlin, München, Köln; OS.

C. 8. Daube & do., Fnmkfurt a. R., »erkw, Hannover, Pari« X.