MchM MW Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Der Bankerott des Freisinns.
In einer merkwürdigen Selbsttäuschung find die Kreise des Freisinns immer »och befangen über die tiefem Gründe, die den unaufhaltsamen Niedergang des Freisinns herbeigeführt haben. Dieser Tage erst stellte ein der Berliner Börse nah: stehendes Organ des Freisinns eine lange wehmüthige Betrachtung über die „Schicksale" des Freisinns an, um Welt und Menschen dessen zu beschuldige», daß sie das ideale Wolle» der Freisinnigen durch alle Mittel der Jnttigue zu unterbinden ttachteten.
Der Rückgang des Freisinns, so führt der Verfasser aus, habe keineswegs, wie vielfach behauptet werde, in der Uneinigkeit der Liberalen seinen Hauptgrund. Weit zwingender und mächtiger hätte» andere Gründe hierzu gewirkt. Vor allem: „Der Staat hat zu viel Machtmütel erhalten, und die Regierung gebraucht sie gegen den Freisinn." Ein ungeheurer Apparat sei geschaffen, der bei seiner polittschen Ausnutzung nahezu jede entgegenstehende selbstständige Meinung lahmzulegeu im Stande sei. Aber „auch unmittelbare, in klingender Münze bewerthbare Begünstigungen vermag der Staat zuzuweisen oder vorzuenthalten."
„WaS an freien Staatsbürgern übrig geblieben ist, das ging dem Freisinn zum Theil durch besondere Gründe verloren" — lautet die Klage des Fortschrittlers weiter. Die Großindustrie sei schutz- zöllnerisch geworden und finde daher ihren Vortheil darin, wegen der Schutzzölle der Regierung immer hübsch um de» Bart zu gehen. Die Industrie- Arbeiter aber und theilweise die Handwerker wären vom Klassengeist ergriffe» und liefen der Sozial- demokratte »ach. Als Stützen des FreistnnS blieben demnach nur »och die Bürger in den Handelsstädten,
(Nachdruck verboten.)
Wie es endete.
Roman von Maria Theresia May, verf. deS preisgekrönten Romans „Unter der Königstanne." (Fortsetzung.)
Ohne zu wifle», was Herbert eigentlich beabsichtigte, erwiderte Rhoden diesen Blick f» heiter, zuversichtlich und ermunternd als wär Alles in schönster Ordnung, und küßte i» herzlicher Ehrerbietung die schlauke, weiße Hand Gertruds.
Rhoden trat mit dem Grafen in dessen Zimmer ein und schloß die Thür so nachdrücklich, daß sich Herbert etwas verwundert umsah. Dann stellte sich Rhoden vor feinen Freund hin und fragte ganz empört: „Sage mir nur um HimmelSwillen, Mensch, wir Du dazu kommst, in diesem Tone mit Deiner junge» Frau zu rede». Gerade vo» Dir ist rnirS ganz unerklärlich. Was soll denn daS bedeute»?"
„Den Anfang vom Ende, Lothar," entgegnete Herbert ernst und schloß feinen Handkoffer auf, auS dem er eine ziemlich große, prachtvoll gearbeitete Staffette a»S Rosenholz »ahm. Der reiche Silberbeschlag derselben zeigte in den mannigfaltigste» Verschlingungen daS Wappen und den Namenszug der Grafen Frankenthurn.
Verblüfft sah Lothar den Freund an. „Ich verstehe Dich nicht. Den Aufang vom Ende, was heißt daS? — Ich habe Dich gewarnt, Herbert," fuhr Rhoden eindringlich fort, „als Du DirS in de» Kopf gesetzt hattest, um Gertrud Meynert zu werben. Freilich ei» Weib, wie sie, ist ja dazu angetha», dem Ruhigsten die Besinnung zu rauben. Du hättest aber mir folge» u»d fliehe» sollen; Du hast eS nicht getha»! Zum zweiten Male hast Du meinen Math in de» Wind geschlagen, als ich Dir empfahl,
der städtische Mittelstand überhaupt, sowie die Bauern und die ländlichen Arbeiter übrig. Diese Bevölkerungsschichten könnten auch heute noch als „Kernttuppen des Liberalismus" gelten.
Die „politische Beackernng" fteilich sei hier äußerst schwierig. In den kleinen Städten hätte» die Freisinnigen starken Dmck zu erdulden: von den umwohnenden Edelleuten, den Behörden, den städtischen Potentaten u. s. w. „Schwierigkeiten im Kriegerverein, Schwierigkeiten am Honoratiorentisch, Schwierigkeiten bei der StadttathSwahl — das ist das Schicksal freisinniger Lokalführer."
Auch hiermit aber ist das freisinnige Befchwerde- buch nicht geschloffen. Denn noch mehr Dornen erwachsen dem Freisinn auf dem platten Lande. Der Gutsbesitzer fei dort ein Allgebieter; er habe als Amtsvorsteher die Polizei - Gewalt, und neben ihm erscheine „säbelklirrend" der Gensdarm — wer wolle es unter solchen Umständen nicht begreife», daß der Landwirth einer oppositionellen Agitation aus- weiche! Wir lesen alsdann folgende schöne Nutzanwendung aus dem vorheerggangenen: „Alle, alle wollen sie erst einmal leben und Geld verdienen. Was diesem Ziele zuführt, suchen sie; was davon abführt, meiden sie. Freisinnige Agitation zn treiben, ist kein gutes Geschäft. Es gehört Entsagungsfähigkeit, bisweilen Heroismus dazu. Und da diese Eigenschaften selten sind, wird es ost recht schwer, geeignete Führer zu finden!" In dieser Ungunst der Verhältnisse liege der letzte Grund, daß der Liberalismus im Niedergange begriffen fei.
Mit edlem Schwünge klingt der Artikel des frei« sinnigen Blattes aus in dem Satze: „Die Hundert- tausende, die Idealismus genug besitzen, um die Politik des Gemeinwohles zu verfolge», die des Freisinns Richtschnur ist, sind jedenfalls entschlossen, auszuharren und lassen die Hoffnung auf bessere Tage nicht fahren."
Stritische Bemerkungen zu dieser Klage - Epistel eines Vertreters des verkannten Idealismus könnten deren Komik nur abschwäche». Der Freisinn, der angeblich inmitten einer geldgierigen Jnterefsen-Wirthschast allein die Polik des Geweinwohls verttitt, liegt also hiernach darnieder, weil zu viel Druck von oben mit zu wenig Maunesmuth unten sich paare. In Wahrheit will aber das deutsche Volk von dem Freisinn nichts wiffen, weil derselbe für die nationalen Ziele und wirthschaftspolitischen LebenS-Bedingungen unserer Nation jedes Verständniß verloren hat. Die frei» sinnige Hoffnung „auf bessere Tage" wird sich auf eine längere Wartezeit gefaßt machen müssen.
Umschau.
Die „Nordd. Allg. Ztg." nimmt erst heute das Wort zu dem Abrüstungsvorschlage
wenigstens sofort nach der Trauung Deiner jungen Frau die Wahrheit zu sagen. Daß ei» Charakter wie der Gertruds nicht sobald eine derartige Täuschung verwinde» würde, war doch vorauszusehen. Wie Du Dich mit ihr auSeinandergesetzt hast, weiß ich fteilich nicht; doch »ach Eurem gegenseitigen Verhalten zu schließen, ist vo» dem geträumten Märcheuglück, das der Prinz der Schäferin bereitet, eben nicht viel eingetroffen. — Verzeihe, wenn ich Dir weh thue," unterbrach er sich, als er die unwillige Gebärde Herberts bemerkte, mit welcher dieser die letzten Worte beantwortete. „Aber steh, ich wäre nicht Dein Freund, wenn, ich nur aus konventionellem Tattgefühl jetzt fdjtoiege, wo ich ahne, daß Du wieder Deiner Frau gegenüber einen falsche» Weg einschlagen willst. ES ist zwar immer mißlich, sich in einen Streit zwischen Eheleute zu mische», weil die SkriegSkoste» in der Regel der „Dritte bezahlen muß"; aber selbst auf diese Gefahr hin bitte ich Dich, sage mir, was Du vorhast, sage mir, was Du zu thun gedenkst?"
Herbert warf daS Tuch fort, mit dem er an dem Silberbeschlage mechanisch herumgeputzt hatte, und richtete sich hoch auf. „Du meinst eS gut, Lothar," sagte er, „und ich nehme es Dir deshalb auch nicht übel, daß Du mir gegenüber so gern ein wenig der Mentor und Vormund spielst. Es ist mehr, meine Liebe für Gertrud hat mich einen Jrr- thum begehen taffen, den ich schwer gebüßt habe; aber ich bin eben im Begriffe, diesen Fehler wieder gut zu machen. Ich werde ihr ihre Freiheit zn» rückgebe»."
„Unmöglich, Herbert — daS kanu nicht Dein Emst sein," rief Rhoden in höchster Bestürzung. „Jedenfalls hoffe ich, daß Deine Fran klüger ist als Du und ihre Freiheit nicht zurücknimmt!"
des Zaren. Das Blatt sagt in seiner Besprechung: „Schwierigkeiten, wie sie jeder große Kulturgedanke auf dem Wege von seiner Entstehung bis zur Verwirklichung durchlaufen muß, sollen uns nur um so eifriger bemüht finden, das hochherzige Programm des Kaisers Nikolaus, soweit eS an uns liegt, durchführen zu helfen. AuS dem redlichen Bestreben, Widerstände gemeinsam zu überwinden, werden die beide» KaisermSchte für ihre wechselseitigen Beziehungen neuen Gewinn schöpfen, wäre eS auch nur eine unzweifelhafte Bekräftigung der werthvollen Einficht, daß weder Rußland für Deutschland, noch umgekehrt Deutschland für Rußland ein Hinderniß auf dem Wege bildet, der znm Weltfrieden führen könnte." Die „Hamb. Nachr." schreiben, wenn Fürst Bismarck noch lebte, würde er den russischen Abrüstungsvorschlag als wohlgemeint, ober unausführbar bezeichnet haben. Die Lage Deutschlands gestatte nicht, auf das bisherige Maß von Rüstungen und Kriegsbereitschaft zu verzichten. Es gäbe auch keine Sicherheit dafür, daß die Staaten den übernommenen Abrüstungs- Verpflichtungen auch ehrlich nachkäme». Zum Schutz vor Ueberrumpelnugeu würde eine heimliche Kriegsbereitschaft an Stelle der jetzigen öffentlichen treten. WaS würde geschehe», we»n ein Staat die Entscheidung der eingesetzten internationalen Schiedsgerichts nicht acceptirtc? Dan» bliebe nichts übrig, als Zwang durch Waffengewalt, also wieder Krieg. Die großen Heereslaste» kämen auch der Industrie zu Gute. Es gehöre der allergrößte Opttmismus dazu, sich von dem mssische» Vorschlag ein Ergebniß zu versprechen; er sei nut lanciit, um sich darauf zu berufen, wenn gewisse Verwicklungen sich später als unabweisbar erweisen sollten. — DaS Rundschreiben des Grafen Murawjew hat auch in Washington die ernste Aufmerksamkeit der amtlichen Kreise auf sich gezogen. ES herrscht dort der Eindruck, daß der Sieg der V e r. Staaten über Spanien ein Faktor sei, der zur Vorbereitung der Note beigetragen habe. Die Washingtoner offizielle Auffassung betrachtet den Plan des Kaisers Nikolai als gegenwärtig utopisch; obgleich jede Aeußeruug über die Haltung der Ver. Staaten gegenüber der vorgeschlagenen Konferenz nur Muthmaßimgen gleichkommt, so lange in Washington noch nicht die Einladung eingegangen ist, so glaubt man doch, daß die Ver. Staaten nicht geneigt feien, sich aktiv an de» Berathnngen zu betheiligen.
In mehreren Zeitungen wird der Gedanke angeregt, durch Sammlungen im deuffchen Reiche die Mittel zn einem neuen großen Bismarckdenkmal zusammenzubringen. Zn Grunde liegen Unzufriedenheit mit dem Begasschen Entwurf, der vor dem Reichstage
„Sei sicher, niemals wird ihr ein Geschenk willkommener sein," entgegnete der Graf voll Bitterkeit. „Und nun bitte ich Dich, reden toir kein Wort «ehr über den Gegenstand. Die Sache ist bei mir längst beschlossen. Dir sagte ich bis heute nichts, weil Du wahrscheinlich Vermittelungsvorschläge gemacht hättest, die überflüffig gewesen wären. Ich bat Dich aber, mit hierherzukommen, damit Du Gertrud mit Rath und That zur Seite stehst — Du bist ja auch ihr Freund. — Ich reife natürlich noch heute ab."
Rhoden hatte sich in einen Sessel falle» laffen uvd zerbiß ingrimmig die Spitzen seines SchnnrbarrteS. „Und weiß Deine Frau, waS Dich hierhergeführt hat?"
Graf LandSkron zuckte mit den Achseln. „Ich glaube nicht. Uebrigens besitzen ja die Frauen eine äußergewöhnliche Fähigkeit, zu errathen."
„Gewiß, darum war sie auch heute so erfreut, als sie Dich sah," bemerkte Rhoden sarkastisch. — „Aber Mensch," fuhr er plötzlich auf, „Du begehst ja einen Doppelmord; siehst Du den» nicht, daß Dich Dein Weib liebt!"
Herbert sah den Freund erstaunt an. „Ich bin leider vom Gegentheil überzeugt," sprach er traurig. „Doch genug. Erwarte mich hier, oder lasse Botschaft zurück, wo ich Dich finde. Lebewohl."
Rhoden faßte hastig nach der Hand des Freundes. „Nein, Herbert, geh nicht, laffe mich zuerst mit ihr sprechen. In dieser Stimmung verdirbst Du alles; Du erweckst ihren alten Trotz, und bann ist alles aus. Bleibe hier, lasse mich zuvor zu ihr gehen."
„Ich habe zu lange geschwiegen, Lothar, eS ist die höchste Zeit, daß ich rede. Ich brauche keinen Unterhändler."
Noch einmal hielt ihn der Baron zurück. „Und waS wird aus Dir, wenn fie Deinen Vorschlag
Aufstellung finden soll, und Abneigung gegen Berlin, das nach Ansicht der betreffenden Kreise nicht der rechte Ort für daS Nationaldenkmal des großen Kanzlers sein soll. Was den ersten Punkt anlangt, so ist es gewiß erlaubt, über den Entwurf von Begas eigene und absprechende Ansichten zu haben. Auch für uns, heißt es in der „Köln. Ztg.", entspricht er nicht dem Ideal, das wir uns von einem Bismarckdenkmal mache», obgleich wir seine vielfachen Schönheüen nicht verkennen. Wir glauben aber, daß die Argelegenheit zu weit vorgeschritten ist, um noch in wesentlichen Punkte» eine Aendcrung erfahren zu können und daß man den Entwurf von Begas so wird nehmen mfiffen, wie er ist. Auch stellt sich ein Denkmal nach seiner Ausführung oft anders dar, als im Modell, und der beste Beweis dafür ist daS Kaiser Wilhelm-Denkmal desselben Künstlers, das im Modell zu den schärfste» Ausstellungen Anlaß gab, fertig sich aber doch, was man auch gegen manche Einzelheiten einwenden kann, als ein großes Kunstwerk erwies. Was nun die Wahl des Aufstellungsortes betrifft, so wird ausgeführt, daß Fürst Bismarck selbst nach seiner ganzen Vorliebe für die freie Natur und den Wald sich wohl eher ein Standbild auf freier Waldeshöhe gewünscht haben würde, als ein solches im Schatten steinerner Häuserreihen. Ob daS ganz richtig ist, vermöge» wir nicht anzugeben, jedenfalls aber hat der Fürst gewußt, daß man ihm in Berlin fein großes Denkmal errichten wollte und hat er sich niemals dagegen erklärt. Daraus kann mau fteilich noch keinen Grund ableiten, weßhalb dem Fürsten nicht auch außerhalb Berlins ein großer zweites Nationaldenkmal errichtet werden soll, ein Denkmal, das größer« Anspruch auf bleibende künstlerische Bedeutung hat, als die vielen kleinen Bismarckdenkmäler, die jetzt auS der Erde sprießen und von denen viele, schon wegen der Geringfügigkeit der zur Verfügung stehenden Geldmittel, zur Mittel- Mäßigkeit verurtheilt find. Eine andere Idee ist noch aufgetaucht: die einem großen Zwecke des allgemeinen Wohles dienende Bismarck-Stiftung. Dieser Gedanke scheint um so sympathischer, als auf dem Gebiet der Denkmäler zur Zeit eine große lieber» Produktion herrscht. Aber auch hier sehen wir große Schwierigkeiten voraus. Schon über die Frage der Verwendung der Stiftung dürste viel Streit ent» stehe», vor allem aber muß eines bedacht werden: solche nationale Bismarck-Stiftung muß, um des Mannes und Deutschlands würdig zu fein, auf wahrhaft großer Grundlage beruhen, die durch einige wenige Millionen nicht erzielt werden kann. Die Männer, die heute de» SriftungSgedanke» oertrete», sollten sehr ernst die Frage erwägen, ob man jetzt solche Kapitalien zu dem gedachten Zwecke anf» treibe» kann. Keine Bismarck-Stiftung ist bester, als eine kleine.
annimmt? Denn Du liebst fie; heute mehr noch das blühende, herrliche Geschöpf, als vor einem Jahre das schlanke Mädchen, das in so stolzer Schönheit uns entgegentrat. Was wird ans Dft, wofür wirst Du leben ?'
„Sorge nicht, Lothar," sagte Herbert und erhob das Haupt. Ich bin kein Schwächling, der fich eine Kugel durch den Kopf jagt, weil ein Weib ihn verschmäht. Ja, ich liebe fie, — mehr, als Du ahnen kannst, liebe ich fie. «bet höher noch als diese Liebe, als Gerttnd selber, steht mir meine Selbstachtung. Und wofür ich leben werde? — Ich werde meine Pflichten erfüllen, das ist doch selbstverständlich.
„Wie ein alter Römer," brummte Rhoden, nachdem Herbert das Zimmer verlasse» hatte, und lief bann erregt in dem Raum anf und ab. Es fiel ihm nicht ein, fortzugehen, hier wollte er bleiben, bis der Freund zurückkehrte. Als er vor prickelnder Ungeduld es nicht mehr auShatteu konnte, setzt er sich an den Schreibtisch, zog ein Briefblatt aus der offenen Mappe und schrieb an feine Braut.
„Thenerste Jngeborg!
Daß eS Narren tu der Well giebt, habe ich zwar immer gewußt; aber daß auch Herbert Landskron zu ihnen gehört, diese Entdeckung machte ich erst heute, vor zehn Minuten. Und ich kann feine Narrheit nicht hindern! Hast Du mich schon in schlechter Laune gesehen? Gewiß nicht, sollst eS auch nicht. Aber in diesem Augenblick bin ich eS in einem solchen Maße, wie ich es von mhc für unmöglich gehalten hätte. —
Und in diesem Tone ging daS Schreiben noch vier Sellen fort und erzählte das Vorhaben Herberts, fich von Gertrud scheiden zu lassen.
(Fortsetzung folgt.)