Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Marburg
Sonntag, 28. August 1898.
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Die Philippinenfrage.
In dem FrtedmSprotokoll zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten ist eine Verständigung über die Philippinm Vorbehalten worden. Während das Protokoll die Insel Puertoriko den Vereinigten Staaten zuspricht und Kuba aus der Abhängigkeit von Spanien loSlöst, ist also die Zukunft der Philippiueu ganz offen gelassen; eS bleibt ftaglich, ob sie von Amerika in Besitz genommen werden, ob sie unter spanischer Botsmäßigkeit verbleiben oder ob sie ähnlich wie Kuba ein eigenes Regiment erhalten sollen.
Obgleich die Hauptstadt Manila noch kurz vor dem vorläufigen Friedensschluß von den Amerikanern eingenommen wurde, scheint der Prästdent McKinley doch eine dauernde Befitzergreifung nicht in's Auge gefaßt zu haben, da fie für die Vereinigten Staate» ein sehr kostspieliges und schwieriges Unternehmen wäre. Die Eingeborenen find durch ihre Erfolge gegen die Spanier übermüthig geworden, ihr Führer Aguinaldo ist schon jetzt gegen die amerikanischen Befreier, ebenso wie die kubanischen Jnsurgenten- führer, auf'S äußerste verstimmt, weil er an der Eroberung und Besetzung Manilas keinen Theil nehmen durfte. Eben diese verworrenen und gährenden Zustände auf der Inselgruppe sprechen aber auch gegen eine Rückkehr unter die spanische Herrschaft, die durch ihre schweren Gebrechen jene Zustände mit verschuldet hat. ES bliebe demnach nur übrig, aus den Philippinen ein selbständiges Staatsgebilde zu machen, wie es für Cuba unter amerikanischer Kontrolle beabsichtigt ist. Aber Niemand traut den Eingeborenen die Kraft zu, die Ordnung herzustellm und auftecht zu erhalten.
Hieraus erhellt schon die Schwierigkeit der Lösung der Philippiumftage zwischen den beide« Vertrag
schließenden Theileu. Es kommt aber noch hinzu, daß europäische Staaten wegen ihres bedeutenden Handels - Verkehrs, ferner Rußland und Japan für ihre politische Stellung in Ostasien, eiu starkes Jntereffe daran haben, wie fich die Machtverhältniffe auf de» Philippinen gestalten werden. Dieses Inter« effe ist bis jetzt diplomatisch nicht geltend gemacht worden, eS wird sich aber geltend machen, so bald, wie wahrscheinlich die Vereinigten Staaten ausdrücklich darauf verzichten, den ihnen durch Kriegsrecht zugefallenen Besitz dauernd zu behalten. Das deuffche Reich hat dort mancherlei Handels- iutereffen, aber weniger politische Interessen wahr« zunehmen, als andere Staaten. In ausländischen Blättem ist ost behauptet worden, Deutschland wolle auf den Philippinen große Land - Erwerbungen machen. Daran denkt bei uns wohl niemand; wünschenswerth find für unfern Handel und unsere Flotte nur Flotten- und Kohlenstationen in den dortigen Gewässern. Solche werden fich zur gelegenen Zeit erlangen laffen, ohne daß wir darum uns mit den Vereinigten Staaten zu verfeinden brauchten, wie es bei einer Einmischung in die Philippinenftage kaum zu vermeiden wäre.
Umschau.
Nur mit großer Mühe und durch hingebende üerkleisterungSarbeit haben eS die National- ozialen dahin gebracht, für den 25. September hre« dritten Parteitag nach Darmstadt einzuberufen. Was die in fich uneinigen und über ihre politischen Aufgaben durchaus unklaren Herren ioit verhandeln werden, wird alle Welt kalt laffen. luf der Tagesordnung befinde» fich außer GefchästS- und Jahresbericht, sowie Organisation und Sgitations- vorträgen nur zwei Dinge: „Das Deutsche Kaiser- thum" und „Die Handelsverträge'. I» diesen Punkten dürfte sich allenfalls eine Einigkeit der Nationalsozialen erzielen lassen, und eS ist wohl nur ad hoc geschehen, daß man fich entschlofleu hat, unuöthigerweise über das „Deutsche Kaiser- thum' zu verhandeln. Man wollte wohl Herrn Profeffor Sohm zu einem, Meinungsverschiedenheiten aus schließenden Thema verhelfen. Zu verwundern ist, daß Herr Naumann nicht die Wohnungsftage auf die Tagesordnung gesetzt hat; denn er hat neuerdings die erstaunliche Entdeckung gemacht, daß „keine Partei' die Wohnungsftage in den Vordergrund stelle und daß eS begreiflich sei, wenn die Konservativen, die in de» Schlössern wohnen und für ihre Landarbeiter Kathen reparire» laffen, uicht geru prinzipiell über das menschliche Wohnen im allgemeinen nachdenken. Wie man sieht, läßt der Herr Pastor von seiner elenden Klaffenhetze noch nicht ab. Daß e» dem Herrn in seinem blinden Haffe gegen die Konservativen unbekannt geblieben ist, wie dringend
wir seit Jahren die Lösung der Wohnungsftage gefordert haben und noch fordern, ist sehr begreiflich; denn nach der Herrn Naumanns Ansicht war ver- muthlich vor seinem berühmten sozialreformerischen Auftreten ein Chaos auf Erden.
Die freisinnigen Blätter werden nicht müde zu behaupten, daß es nichts, aber reinweg nichts gäbe, was bei den preußischen Landtagswahlen einem Zusammengehen zwischen National- iberalen uud Freisinnigen im Wege tehen könnte. Eine Untersuchung der Richtigkeit »ieses UrtheilS in Bezug auf die sachlichen Fragen, die de» Landtag zu beschäftigen habe», mag an dieser Stelle unterbleiben. Dagegen wolle« wir der Frage einmal unter rein taktischem Gesichtspunkte näher treten. Der Freisinn wirft bekanntlich seine Netze nicht bloß nach rechts, sondern ebenso auch nach links aus, indem er fich die Unterstützung der Sozialdemokratie zu sichern sucht. Gelingt die ge- ,laute Aktion aber, kommt die BUdung einer sozial- »emokratisch-fteistnnigen Phalanx wirklich zu Stande, so ftagt eS fich, gegen wen dieselbe ihre Stöße vornehmlich richten wird. Nun liegt der Sachverhalt schon von vornherein, »och ehe man fich in die feststehenden Einzelergebnisse der vorgängigen Wahlen vertieft, ziemlich klar. In den vorwiegendländlichen Distrikten des OstraS, wo der Konservatismus herrschend ist, erscheint die sozialdemokratische Wahl- Betheiligung ganz und gar belanglos. Hier ist die so heiß ersehnte Hilfe der Sozialdemokratte für die Freisinnigen von gar keinem Nutzen. Anders aber liegt die Sache in de» Größstädten und den industriereichen Bezirke» des Westens. Hier stellt die Sozialdemokrafte für die Wahlen vielfach einen Faktor von nicht zu unterschätzender Bedeutung dar. Mn find aber die letztgenannten Bezirke, soweit ihre Vertretung im Landtage in Betracht kommt, zumeist nationalliberaler Besitzstand. Gelingt es dem Freisinn demnach, die sozialdemokratischen Industrie« arbeite! - Mafien für feine Zwecke in Bewegung zu setzen und mit ihrer Hilfe Siege zu erfechte», so können diese Siege doch nur so gut wie ausschließlich auf Koste» der Nationalliberale» erföchte» werden. Eine ins einzelne gehende Wahl-Betrachtung macht dies noch deutlicher. So liegt es beispielsweise auf der Hand, daß die Fortschrittler vor allen Dingen de» Wunsch haben, die bei den Wahlen von 1893 verloren gegangenen Wahlkreise zurückzuerober«; dieser Wunsch ist um so natürlicher, al» in diesen Wahlkreisen 1893 eine starke freisinnige Minderheit vorhanden war, sodaß also eine Basis für die Wieder
eroberung gegeben ist. Von den verlorenen Mandaten aber fielen sechs, und zwar die beiden in Hagen, eins in Hirschberg, eins in Frankfurt a. M., eins in Königsberg unb eins in Kiel an die Nationalliberale», während an die Konservativen nur drei
überginge». Die Forffchrittler beabfichtigen also, mit sozialdemokratischer Hilfe von den Nationalliberalen allein sechs Abgeordneten - Sitze zurückzuerober». Dazu kommt dann noch die große Anzahl von Wahlkreisen nationalliberalen BefitzstandeS, die man auf freisinniger Seite neu zu gewinnen trachtet. „Man ersieht hieraus,' so schließt ein national- liberales Blatt, die „Frankfurter Oder-Zeitung', ihre in gleichem Sinne wie die obig« gehaltenen Ausführungen, „daß es sich bei einer sozialdemokratisch- fortschrittlichen Allianz viel weniger um einen Kampf gegen die Reaktion, als um einen solchen gegen die von den Fortschrittlern an rechts stehende» Partei« handel« würde, bei dem der Angriff fich zu einem erheblichen Theile gegen die Natioualliberalen richten würde. Eiu Wahlbündniß mit einer Partei, die den Besitzstand der Nationalliberalen angreift, ist aber für die Natioualliberalen doch recht schwierig.' DaS meinen wir auch. Es ist in der That eine höchst naive Zumuihllug, die der Freisinn hier stellt: die Nationalliberalen solle» sich ihm zur BundeSbrüderschast verpflichte», und zum Danke dafür will er mit Hilfe der Sozialdemokratte dm nattonalliberalm Besitzstand tüchtig verkleinern.
Die „Germania' bemerkt zu der ihr übersandtm „Berichttgung' des Herrn Eugen Wolf: „. . Wir muffen doch darauf Hinweisen, daß unS die Annahme ganz unmöglich erscheint, der Bericht des Herrn P. Stenz beruhe ganz oder auch nur in wesentlichen Theilen auf freier Erfindung. Daß p. Stenz absichtlich Unwahrheiten nach Europa berichtet habe, das anzunehmeu, verbietet uns schon die Lauterkeit seines Charakters — Sodann „Nemo malus sine causa“; was für einen Zweck könnte er denn dabei gehabt haben? Her« Wolf Eins anzuhängen, war gewiß nicht seine Absicht; das zeigt zur Genüge die ganze Darstellung. Daß er als Augmund Ohrenzeuge auch wohl in der Lage war, die wirklichen Thatsachen zu erkennen, ist vernünftiger Weise nicht in Zweifel zu ziehen. Offenbar hatten sowohl P. Freinadmetz als P. Stenz Herrn Wolf für einen „Abgesandten der deutschen Gesandtschaft' gehalten: mithin muß doch Herr Wolf in irgend einer Weise zu diesem Glauben Anlaß gegeben haben. DaS sagt schon die gesunde Vernunft. Auch der Mandarin würde, toofmt sich Herr Wolf als Privat- Person eingeführt hätte, dem ihm höchst unbequemen Fremdling zu Liebe eine Gerichtssitzung nicht zugelassen und die Vorführung der Gefangenen gestattet haben. An amtlichen Stelle» in Kiautschou hat die Art und Weise, wie Eugen Wolf die Provinz Schantung bereist hat, einen sehr wenig günstigen Eindruck gemacht. Der „Lokal-Anz.' erhält darüber folgenden Bericht: „Herr Eug. W. ist am 1. Mai in Kiauffchou angekommm und in gesucht auffallender Weise in’8 Land geritten. Er trug ein ganz wunder.
(Nachdruck verboten.)
Wie es endete.
Roman von Maria Theresia May, Beef. tes preisgekrönten Roman» „Unter der Königstanne.'
(Fortsetzung.)
„Nicht eben nm,' fiel die Tante spöttisch ein, „aber doch ein seltsamer Ausspruch für eine Fra» Gräfin.'
Gertrud beachtete de» Einwurf nicht. „Ob jemals die Zett kommm wird, da die Mensch« alle die Thorhett« ihrer Stande», und sonstigen Dorurthette aufgeben werden, weiß ich nicht. Aber jeder, der diese Thorheite» erkennt, mnß sie ablegm und muß da» ©einige thun, um de» breiten Riß, welcher die Stäube kennt, auszusüllm.
„Womit den», Du Weltverbefieri»?'
„Mit herzlicher Nächstenliebe, Tante, mit selbst« loser (Bäte.*
„Also Philanthropin! Nm schade, daß ich nicht daran glaube. Düse Philauttopie schmeckt zu sehr »ach „Borthell,' «nb predigen gelehrt hat Dich wahrscheinlich Dein Man»? Gut für ihn, Du wirst mit Dein« »men Ansichten ihm eine gefügige LebmSge fährt!» sein, nnb »enn Du ihm bequem bist, ton er mit minderem Bedauern ertragen, daß er Dich nicht wieder abschüüeln kann, zumal Du jetzt ja auch zu den Besitzenden gehörst. Uebrigenl, er wird sich schon die Abwechslung zu verschaffe» wiff«, wm» ihm danach gelüstet, toie daS ja bc allen vornehm« Männer» Sitte ist.'
„Tante.' rief Gertrud empört, „Du weißt nicht, waS Du sprichst, to«n Du meinen Mann schmähst. Herbert ist der beste, uneigmnützigste und edelste Mau» do» der Welt, nnb er liebt mich viel, viel
mehr, als ich e» verdiene. ES ist wahr, daß er ein Unrecht gegen mich begangen hat; aber er that eS au» Liebe zu mir, und ich habe e» ih» schwerer büßen laffen, al» e» seine Schuld verdiente. Ich bin unfteundlich und undankbar gegen ihn gewesen, ich habe ihn gequält mit meiner Kälte und mit meiner mürrischen Laune, und er hat nie ein böse» Wort für mich gehabt. Voll nimmer ermüdender Güte «nb Schonung, mit rührendem Zartgefühl hat er mich gewähr« laff« wie ein ungezogenes Kind, das man durch liebevolle Geduld wieder zur Vernunft bringt. Die schrecklichen Tage am Krankenbette der Großmutter haben mich erst zur Erkenutniß gebracht; to«n ich noch schwankend gewesm war — hier die Stunde am Grabe meiner Eltern und besonder» jetzt Deine Borwürfe, haben mich erkenn« laff«, wie sehr ich ih» liebe!'
„Du hast ihn gequält, »nb er ist immer gleich gut gegen Dich gewesen? fragte bie alte Frau mit ungläubigem und unheimlichen Lächeln. „Du Närrin, D» Thörin, daß D» an seine Liebe glaubst. Aber wa» wißt Ihr zarte Seele» dm» überhaupt von Liebe?' Starr blickt« die Ang«, in bene» es seltsam funkelte, in» Wette, bet Mund mit ben schmal« Lippen öffnete sich unb ließ bie weißen fest« Zähne sehen, bie Arme sanken schlaff an den Setten de» Körper» herab.
Ein Grauen schüttette die junge Frau, al» fie auf die entsetzlich Entstellte blickte. „Tante, Tante, wa» ist Dir?' rief fie angstvoll und faßte eine der leit« weißen Hände.
Da schi« Friederike Meynert aus ihrer Starrheü zn erwachen. Heftig entriß fie der jungen Fra» ihre Hand und herrschte sie au: „Geh, wa» willst Du »och bei mir? Die Aristokratin, die Abtrünnige
hat hier nichts mehr zu such«, ich bleibe tteu meiner Liebe und meinem Haffe! — Geh!'
„Ja, Tante, gehen will ich; aber zuvor muß ich Dtt noch die Versicherung geb«, daß ich Dir an Konsequenz nicht »achzuftehe» glaube. Auch ich bür tteu — zwar nicht meinet Siebe, beim bte »st mit erst vor kurzem in ihrer ganzen Fülle klar geworden — auch nicht meinem Hasse; beim auch zu bem kann ich mich nur auf Momente aufschwingen — aber mir selbst bin ich stets treu geblieben. Ich habe immer nur gesprochen, toa8 ich fühlte und gefühlt, was ich fühle» mußte, und zwar nicht nur in meinem persönlich«, ja persönlichsten LebmS- etfahtullgen, sondern auch in den durch Erziehung und eigene» Nachdenken gewonnen« allgemein« Anschauungen. Alle bie Fehler und Untugenden welche, Du den Vornehm«, den gesellschaftlich Hochstehenden votwttfst, find mtt jedmfall» vom Smude der Seele au» ebenso verhaßt wie Dir; aber ich kann mich nicht auf ben Stanbpunkt stellen, auf bem Du stehst, daß ich leben biefer Leute Haffe, cm» bem einfache» Grunde, wellet auch dazu gehört. W«u ich früher Eure Idem auch ganz zu den meine» gemacht habe, so lag bie» wohl daran, daß ich, so lange der Vater lebte, überhaupt niemals übet eine seiner Lehren nachdachte, sondern fie einfach wie eine Art Evangelium bettachtete, nnb als solche aunahm unb befolgte. Wäre ich noch lange bei Dir unb vollständig von allem Verkehr auSgeschloffeu geblieben, so würde ich wahrscheinlich auch »och weiter in Deine» Ansichten befangen geblieben fein; mit meinem Eintritt in bie Wett aber, mit dem Augenblick, wo ich andere Menschen kennen lernte, begann auch mein Denk- und UtthellSvermögen zu arbeiten; denn Ihr habt mich ja braten gelehrt. Ich beobachtete meine neue Um-
gebung, studirte die Leute mit denen ich in Berührung kam, da fand ich berat, daß Vater sowohl als auch Du, baß Ihr beibe in Eurer Verdammung des Adel» von falschen VorauSsetzunge» auSgmget. Weil Ihr durch die Handlungsweise von zufällig vornehm« Menschen beleidigt und gekränkt worden seid, verurtheill Ihr den ganze» Stand und verschloffet Euch gegen die befietc Einsicht und jede Billigkeü, welche zugiebt, daß überall Licht unb Schatten nebeneinander bestehen. Hättet Ihr solche Aristokraten kennen gelernt wie z. B. Herbert unb Klementine LandSkron, wie Jngeborg Preyern, — Euer Spruch würbe wohl ein anderer gewesen sei». Unb ich habe mein Urtheil geändert, ober vielmehr überhaupt erst gebilbet; denn vorher habe ich ja nm urtheilSlo» nachgesprochen, waS ich jahraus, jahrein gehört hatte, — «nb nachdem ich beobachtet und geprüft habe, muß ich Dir sag«, eS kann keine edler«, hochherzigere», vernünftigere» unb liebenSwürbigere» Menschen geb«, al» bie brei von von mtt Genannt«, nnb baS nicht, well —, sonder» trotzdem fie zu d« Vornehmsten gehör«.'
„Wie lächerlich, toie Hein und beschränkt bin ich mir denen gegenüber mit meinem ragen Horizo^ vorgekommen,' ftrhr Gertrud fort, „wenn ich dies auch nicht eingestauden habe; denn ich bi» gut geschult bet Dir, Tante, — ich verrenne mich ost genug, genau so wie Du, in meine vorgefaßten Ide«. Lebe aber einige Zett mit so guten, anfgefiärten Mensch« zusammen, toie fie in meiner neuen Familie existtt«, sei Zeuge, wie fie langmütig und geduldig, gerecht und menschenfreundlich, wohlthättg und dabei doch unendlich bescheid« find, und Du todst Dich toie ich der Kenntniß nicht verschließ« können, daß der Zufall der Geburt den Mensch« al» solch« absolut nicht macht, und darum liebe ich die, welche ich als so liebraSwerth