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„um die Vorherrschaft i» DeutschlLnd länger aus -dem
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hätten. I« her Thal, Kö nig Wilhelm hatL die' Einigung Deutschlands qrin>rm Sohn .stier feinem Enkel Vorbehalten geglaubt; Schritt Mr Schritt., r ber
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Klage arrcn- r
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c 1. Okt. •rtaufat. Hauer 1.
„B«r alle« Vorurtheil-n der Welt »8 mir zwar das gegen hie Aristokratie am unbegreiflichsten, obgleich uns schort Rhoden das Entstehen dessen bei Deiner Frau erklärlich -«nacht hat; aber einer fr schönen Dame wird es ein Vergnügen fein, mich und in mir den Adel m bestem Lichte zu zeigen/ bemerkte Graf Körting mit einem etwas unzeiligen Versuche, dem Gespräche eine scherzhafte Wendung zu geben.
Seine Schwester, aber erhob sich sofort beleidigt
1898. lent« imann.
legehabb fee 241
Wege zu gehen. Der preußische Staat -kehrte nach ten langen Zeiten des ZuschavWs .und der ln= entschiedenheit zu den ruchmvolleL ^Neberlieferungen einer Politik des Entschlu-ßes und her Thal zurück.
Binnen eitern Lnstrum, wie t& ir deu Jahrbüchern her deutschen Gkschichte o^se Gleichen dqsteht smh dastehen wird, schritt diese neue .preußische Politik von Erfolg M Erfolg, .. auf de« Schlachtfeldern, sie her Diplomatie, in den Parlamenten. $»§1866 mit sicherer Hand Gewonnene wurde behauptet und ettorlert, in einem -neuen Kriege, deffen letzte und tiefste Ursache doch immer in jener tau dem h«.vor- ragendsten StaatsME: und Gesthichrsfchreiber Fiank-
ächter her naAcnalen Idee, aber «in der Beforgniß, dafe in dem deutschen Neubau, wie rr geplant , wurde, das prttlfeische >Königthum seine -festen Grundlagen verlieren werde. Der deutsche Bund von 1815 toarbi wiederhergestellt, und Bismarck wurde Preußens ^Vertreter auf dem Bundestage. Er ging nach Frankfurt als Gegner der mtitarischeu Entwürfe.von 1848jinb 1849, als abgesagter Feind der konstittttiouellen Doktrin, als warme: Freund Oesterreichs; er schied aus Frankfurt mit der Losung, dafe Preufeens Palladium in Deutschland liege, mit der Erkeuntnch, dafe für deu zu schaffenden deutschen Einh«tsstaat konfitutionelle Einrichtungen nicht z« entbehren seien, mit der Voraussagung, daß auch in diesem Jahr-
der deutschen- Einheit. - Nc ich der AusttichtUÄg deM ftalteae hat her erste Kanzler des neuen Reiches den Königreichs Italien halte Gaaf -Eaosur gemeürchD Kintesn und »Enkeln doch avgenommen 1 Eine höchste, auch Deutschland werde seine Eittzeit istnden, aber!die kAtlcheidemd.k- die grofee nationale Aufgabe, an bie Preußen würden fünfzig g Zähre zu bemj£Berfe|ber die Kunst he: Vorfahren immer gescheitert war, brauchen, das:, die Piemontesie» an dreien ausKeführtLüe xacr gdift.; welche Fülle neuer Aufgaben hat
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L>rsm«L", ebwif? unerschöpflich an Gedanken wie urfmtmmgsretch cn Hilfsmitteln, erkannt, bezeichnet, ^.stellt, «um sie theils selber noch zu lösen, theils «ülerdirZS den Nachfolgern zu überlassen. Auf her joerlamentartfdien Bühne ist der Mann., der die Beredsamkeit eine , geistige Funktion zweiten. Ranges LMUlte, buiitnb0ia;.ig Jahre hindurch der Meiste: des Worts gewesen, der Beherrscher der Redeschlacht^ ein. Rufer - im Streit. Denn eine Kampfes- und T-Llznatur rlvar ihm geworden, eine Herrscherseele.
.„Ein Stenn ist m-th, ein Nibelungen-Enkel,
Laß er i-ie Zeit, ttrn toll gewordnen Renner, Mit ehr.»-! Fasst -regier' und chrnem Schenkck!"
— -ßo hatte in ter. vierziger Zahran des Jahrhunderts eine: unsere: Dichter geklagt. Als dann dieser ^Eiserne kam, wie hätte es ihm an Feinden fehlen sollen! „Ihrer viele hat er zu sich herüber- Lezoge«, feine .Populantät und die Zahl seiner Ge
ist rotff : d. 3» (5001 partes
;®nb sagte zu Herbert.: „Du hörst, Dein Onkel ist derselbe geblieben, der knabenhafte Leichtsinn vertäfel ihn nicht. D«ch freilich, ein schönes Gesicht geht Euch Männern über alles. Ich habe es ja auch soeben bei Dir gesehen, daß ein solcher Zauber stärker wirkt als alle Erziehung, Familienbande und Familien- LraKttionen. Für die Fremde, welche Du ins HanS gebracht hast, »erlangst Du den mir zuviel auf einmal; sei zufrieden, wenn ich sie.dulde —"
„Mutter/ fuhr Herbert cuf, „sie ist meine Frau und in steine« Hausei!"
„Soll ich ihr den Platz rönnen? Selbst wenn Du es verlangtest, thäte ich es nicht; das Testament Deines Vaters bestimmt, dafe ich meinen Aufenthalt wählen kann, wo es mir beliebt, wenn ich nicht im Schloß Blansko, «einem Wittwensitz, leben will."
„Dort ists ihr zu langweilig," brummte der Rittmeister vor sich hin, die Gräfin hörte es glücklicherweise nicht und fuhr fort: „Hier will ich bleiben, weil ich hoffe, Dir binnen kurzem beweisen zu können, wie schmählich Du Dich hast täuschen lassen."
„Darauf laffe ich eS ruhig ankommen, liebste Mama," entgegnete Herben zuversichtlich. „Und nun erlaube, dafe auch ich den Reisestaub von mir schüttle; beim Thee treffen wir uns hoffentlich in besserer ■ Stimmung, so dafe wir ftöhlich plaudern können. : Glaube mir, Mama, heute über ein Jahr pflichtest
treuen wuchs stetig, und als Bismarck vor jetzt acht Jahren von den Staatsgeschäften schied, ward mehr noch als zuvor offenbar, welch unermeßlichen Schatz an Siebe und Verehrung er in allen deutschen Gauen sich erworben hatte. Der bisher streng Abgeschlossene, fast Unnahbare, den Augen der Welt oft auf lange Monate Entrückte öffnete jetzt die Pforten feines Hanfes goftfrei den Besuchern von fern, und nah, und unermefelich war die Zahl derer, die in den Sachsenwald zogen, um einmal im Leben dieses ehrwürdige Greisenantlitz geschaut zu haben. Alljährlich und von Jahr zu Jahr in steigendem Maße war der 1. April ein nationaler Festtag, an dem in der Heimaih und in der Fremde ungezählte Tausende von deutschen Männern und dentfchen Frauen ihrer Treue und Dankbarkeit gegen den Alt-Reichskanzler begeisterten Ausdruck gaben, und an dem achtzigsten Geburtstage hat ihm das deutsche Volk unter Führung seines Kaisers Huldigungen dargebracht, wie sie noch nie einem Staatsmann zu Theil geworden waren.
Nicht die Verehrung und Bewunderung der eigenen Volksgenossen, sondern nur das kühlere Urtheil der Fremden wird für die Schätzung weltgeschichtlicher Größe den sicheren Maßstab abgeben. Aber kein Fremder hat uns noch zum Vorwurf gemacht, daß wir Verdienst und Bedeutung Bismarcks überschätzt hätten; ja vielleicht ist die rückhaltsloseste Anerkennung seinem staatsmännischen Genius gerade im Auslande gezollt worden. Bismarck habe, so nrtheilte ein Franzose, „die Deutschen aus dem Dunkel hervorgezogen und auf den Scheitelpunkt des Ruhms erhoben; er habe mehr für Deutschland ge- than, als Richelieu für Frankreich, Cromwell für England, Peter für Rußland". Als Bismarck längst der Staatsleitung fern stand, lauschte die Welt noch immer einem jeden seiner Worte.
Nicht nur der Einiger, auch der Erzieher seines Volkes ist dieser große Deutsche geworden. Wie er der in politische Starrheit versunkenen Nation die Glieder gelöst, wie er das Volk der Dichter und Denker und der Träumer handeln gelehrt und unserer Politik, seinem eigenen Ausdruck nach, „eine respektablere Farbe" verliehen hat, so hat er jedem Einzelnen das Beispiel gegeben, in Arbeitsamkeit, Hingebung und Pflichttreue ganz sich in den Dienst des StaatsgedankenS zu stellen und auf Erden keine höhere Pflicht zu kennen, als die Pflicht gegen das Vaterland.
Wenn der Satz wahr ist, daß die Staaten erhalten werden durch den Geist und die Kratt, darin sie gegründet wurden, so wttd der Name Bismarck uns ein Wahrzeichen und eine Verkündung bleiben für alle Zeiten. Und wie einst Bismarck zu Frankfurt frei heraus erklärte, ein Preußen, welches der Erbschaft des Großen Friedrich entsagen könne, be-
u oenft affe 2^ ; :mielher buch 51
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„Natürlich," gab Herbert ruhig zurück, und der Onkel reichte ihm die Hand.
„Verzeih, meine Bemerkung war eigentlich überflüssig. Du brauchst Dich fteilich nicht nm Geld und Gut zu scheren, hast'S ja. Daß eS dagegen besser wäre, wenn Deine Frau «usern Kreisen angehörte, ist wohl richtig."
„Warum besser, Onkel?" — Weil ich mit Mama dann keinen so hefttgen Kampf ansznfechten hätte? Oder weil ein Paar unserer Standesgenossen die Achsel zucken und die Nase rümpfe» werden.
(Fortsetzung folgt.)
Du mir bei, daß Gertrud eine Perle, ein Kleinod ist, wie os die Welt kaum zum zweiten Male besitzt.".
Die Gräfin wollte nicht wieder von neuem durch eine herbe Antwort ihren Sohn verstimmen, empfand sie doch selber im innerlichen Herzen mit Freuden das Glück seiner Gegenwart. Sie entgegnete deshalb nur mit schwachem Lächeln: „Die Leiden- Schaft macht Dich zum Sanguiniker, Herbert."
„Nein Mama, aber die Siebe macht mich zum Propheten," «ob zuvorkommend gekettete Herbert seine Mutter durch den Korridor bis zur Thür ihres Boudoirs; er selbst suchte mit dem Onkel feine Gemächer auf und ließ sich von ihm Bericht erstatten, ob alle brieflichen Anordnungen in betreff des ganzen rechtsseitigen Schloßflügels, welchen Herbert mtt seiner Frau zu bewohnen gedachte, befolgt worden seien. Der Rittmeister erzählte eifrig, was renovirt und angeschafft worden sei, dafe Rhoden die neuen Möbel in Wien besorgt habe, und daß auch die Ausstattung der jungen Gräfin bereits von dort angekommen, aber noch nicht ansgepackt fei. Dabei unterbrach er sich: — Deine Frau hat keinen Kreuzer, wie Rhoden sagte, so hast Du daS natürlich alles selbst angeschafft?"
Mama erlaubt iS, " sagt: Gras Körung; dankbar: folgen jbtibe Damen diesem Winke.
„Deine Ficn ist Mn wie die Venus; «ber sie -scheint leider stumm zu Lein, ich hörte kette Wert v«t ihr," sagte der Rittmeister, als sich die Thür wieder geschlossen hatte. '
„Sei unbesorgt," fiel die alte Gräfin em, „sie hat mir sofort Probe» einer erstaunliche» Schlag- fertigfeit im Rede« gegeben. Dafür chhtt ihr u«fo- mehr die nothwenbige Bescheidenheit, die Ehrfuscht vor hem Alter upb die Erkenntniß ,ihres eigenen llnweUhes, her sich verdieustloS au so bevorzugter Stelle findet."
Herbert ergriff die Hand der Erzürnte und küfete sie wiederholt. „Habe doch Nachsicht, Mama! denke nm, welch junge Unerfahrenheit Dir ir Gertrud gegenübersteht. Laß D«ftr Urtheil über sie nicht von Deinen Vorurtheilen beeinflussen. Sie ist heftig, stolz und unbeugsam, daS sind Fehler. Aber.es sind die Fehler einer große» Seele. AIS solche wirst Du meine Frau erst fernen lernen, wenn Du ihr liebevoll entgegentommen willst! ich bitte Dich, Mama, sei gütig gegen sie, sie ist mein Weib, die Fran Deines einzigen SohueS, der diese Frau über -Les in der Wett liebt und namenlos durch sie beglückt wird. Sie wird hier im Schlosse de« Platz einnehmen, der ihr gebührt, und «S thäte mir weh, wenn ich auf Widerstand stieße, den ich besiege» müßte. — noch mehr, Mama," fuhr Herbert mit eitbringlidjem Ernste fort, als seine Mutter nicht antwortete und nur, ein sicheres Zeichen ihrer Erregung, mtt de» spitzen, schlanken ginger» leise auf die Tischplatte trommelte, „noch mehr, ich bitte Dich, sowie auch Dich lieber Onkel, daß Ihr mir helft, meine Fra» zu überzeugen, wie ungerecht ihre Abneigung gegen die Vornehme» ist."
(Nachdruck teebotet.)
Wie es endete.
Roman von Maria Theresia May, 8erf. des preisgekrönten Rouuu-s „Unter der KönigStaw«."
(Fortsetzims.)
„Donnerwetter, ist das ei» Pracht - Eremjsiar von einem Weibk" dachte er, und da er feinen Neffe» mit kräftiger Herzlichkeit umarmte, flüsterte er ihm ins Ohr: „Du bist ei» Teufelskerl, mein Junge, ich gratulire Dir!"
Stirnrunzelnd hatte die alte Gräfin die Begrüßung des jungen PaareS durch ihren Müder beobachtet, und es war ihr nicht entgangen, welch großen Eindruck die Schöuhett von Herbert» Frau auf den Grafen machte. Komtesse Siementine zitterte, als sie de» finsteren Blick der Muster bemerkte. Herbert streckte beide Hände feiner Schwester entgegen, und sie barg aufschluchzend ihr Köpfchen an feiner Brust. „Es ist gut, daß Du wieder da bist."
„Gut? ich hoffe eS, Menti! — Sich hier, das ist meine liebe Frau. Ihr mußt Schwesteru werden, wollt Ihr?"
Unter dem Banne der strengen Augen ihrer Mutter hauchte Slementtne ein kaum hörbares „Ja" und bot Gertrud so zögernd ihre Hand, daß diese wieder voll Bitterkeit dachte: „Wie ihte Mutter!"
Aber anders als diese umschloß Klementine mit ihrer Rechten die Hand der Schwägerin. Gertrud fühtte einen festen Druck, und blitzschnell schauten Klementinens Augeu einen Moment zu ihr empor, und in diesen Sugen stand ein herzlicher Schwesterlicher Gruß.
„Geh, Klementine, zeige Deiner neuen Schwägerin ihr Zimmer und bleibe bei ihr bis znm Thee, die
hundert .„her deutsche Dualisi ssS, feine Beziehungen durch einen gründlichen innerer l-Ktirx werde regulären müssen".
Nach der Uebernahme der; Rrxerttfchaft durch den Prinzen von Preuße» hat ivismarck gemeint, '«an müsse die auswärtige. Polit ll mtt 4er im Innern eingeschlagenen liberale: Wichtung in Ein klang bringen; er gedachte für fei ee nationalen Pläne die Unterstützung der tonftitHtior ^eLen Partei zu. gewttu-e». Da geschah eS, daß vttlme |r di: innere .Politik sc.uS der liberalen in die konferv itite Äshn.zmLckgedrüngt wurde, weil das Mimsterii ar. ter neuen Aera in der Frage der Armee-Reorgan ifcticc vor. den libeoclen Parteien nicht unterstützt wurde. Wrinacck hat öen BerfassnngS'snflikt nicht g eschaff«, «farö ih». bei seinem Eintritt in das fl kimsttÄW! im September 1862 fertig vor. 'Er durfte »fein --nattonatis Programm nicht offen e nthüÜE, ec durfte feine, deutsche Ärsinnung nicht aus .die.Zunge nehm:», sondern mußte sie tief i n feineB Herze»! Schrein verschließen. „Ich tarn," so hat.-erLt.Zechrespä:r in einer bsühmten Rete g esaxt, „mit einer bewichten Absicht, die ich noch »ü ht aussprechen durfte; ch>:e Saat, die ich sorgfältig hi itefc, ^xire erstickt wocteu detrch einen kombinierten Druck des gksamnttcn Europas, teS unser» Eh agatz ^rrKuhe r er wichen hätte."
Was Bismarck soinei n Königlichen .Herrn •.& jenen schweren Jahre» n mecen .Zwifsts und aws- toertgier Spannungen <jett efee ist, hat der ianfbfiK Monarch dem Minister «rem als iterge sseu. Bismarcks unvergleichliche Diplomatie eröffnete einen Luswetz aus dem Labyrinth. Ungeal )«t bald schirm bk-ßtunte
j. Stti, iavsaw
3.St«i Oktober
:rftr. 18. toffel» [521]
resihs damals scharf formulierte» Anschauung zu suchen sem> wird,: daß Frankreichs historische Machtstellung i» Eernropa durch die Fortdauer ter ipölitischen Zerrissenheit des deutsche« Nachbarvolkes bedingt werd:.
Deutschland hatte fein Recht, feine Einheit gefunden. Thate n waren vollbracht, so groß und über« afcltigenbr’ laß sie füglich nicht überboten werden konnten. Unstheinbarer, aber darum nicht minder fdfröer usd veridienstvoll war die öffentliche Wirksam- kett Msmarck'S während der nun folgenden zwanzig Friede «Sjahr«. Sie gatt einmal unausgesetzt der Wahr ung deS in harten Kämpfen erstrittenen Friedens. „Millionen 'Bajonette", so hat der große Staatsmann 1862 im Reichstage ausgeführt, „haben ihre polare Richtung gegen das Zentrum Europas, und DWff'hland im Zentrum Europas ist dieser gev- gW^hische» Sage nach und außerdem infolge der gag ei t ewiSpäischen Geschichte den Koalitionen anderer Möchte vorzugsweise ausgesetzt. Unsere Schwäche hat fr über diese Koalitionen gefühlt; wir haben die Ochjekt e, die-Gegenstand der Begehrlichkeit für jeden unserer- Nachbarn fein können, und wenn ich mir in der ai tSteärtigen Politik irgend ein Verdienst bei- meUn ckamr. so ist es die Verhinderung einer übermächtigen Koalition gegen Deutschland fett dem Jahre 1871;"
Ln dem Bismarck's Staatskunst so bett Völker- frieben, den Sßeltfrieben zu erhalten wußte, ward bie V-rÄlLingimg geschaffen für den Ausbau bet Zustände. im Innrrn, für eine gesetzgeberische Thätigkeit auf weitester- Grunblage unb auf allen Gebieten. - Welch getoettigen Theil dieser Arbeit des Ansge-
burg, i iirchpl« neu rod [
Wöchentliche Beilagen
nebBtrUe: Zoh. Äug. Koch. Umdersitätr-Buchdruckerei in Marburg. Expedition: Markt 21. — Tckephon öS.
Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blatter, die Annoncen-
Bnreaux von Haaienstttn & Bögler, Frankfurt a. M., Caffel, Magde- qn bnrg, Wien; Rudolf Mioffe, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; DO. rouljiy. E. L. Dante & Co.. Frankfurt a. M.. Bertin. Hannover. Pariö re.
Fürst Bismarck f
Der schwarz umränderte „Reichs-Anz-eiger" schreibt an erster Stelle:
Se. Durchlaucht der Fürst Otto von B i sM a r d t Herzog von Lauenburg, ist am 80; Juli, Abends 11 Uhr verschieden.
Das Vaterland hat seinen größten Sohn verloren. Zehn Jahre nach dem Ablebe» des großen Kaisers ist sein großer Kanzler ihm in den Tod gefolgt. Ein gnädiges Geschick hat uns mit dem Anblick vertrau: gemacht, bie Begrünter tes neuen Reiches in ungebrochener Kraft bis an die letzten Grenze» des Lebens unter mis wandel» zu scheu. Kaiser Wilhelm unb Mollke sind als Neunziger von uns geschieden; es sollte dem deutschen Volke nicht vergönnt fein, den Letzten aus großer Zeit gleich lange zu besitzen; das Heldenzettalter unserer neueste« Geschichte ist zur Rüste gegangen noch vor Ablauf tes alten Jahrhunderts.
Heber fünfzig Jahre hat Fürst Bismarck dem öffentlich«» Leben der Nation angehört, fast dreißig Jahre hindurch hat er an der Spitze ber. preußischen Staatsregierung gestanden. Preußen, Deutschland, Europa weisen bie unvergängliche Spur von seinen Erdentagen auf; ein auserlesenes Werkzeug der Vorsehung, hat er die Welt verwandelt, die er; jetzt verließ.
Als Dtto von Bismarck-Schönhausen, zweinnb- dreifeifjährig, einer ter jüngsten unter den Landtags- Abgeordneten, den politischen Schauplatz betrat, schickte daS deutsche Volk soeben sich an, die schmerzlich entbehrte Einheit sich selbst zu schaffe«. De: Versuch der Frankfvrter Nationalversammlung mißlong; nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse, wie Bismsrck vierzehn Jahre später rückschauend gesagt hat, konnten die großen Fragen der Zeit gelöst werden. .Auch tue monarchischellmonspoMk scheiterte, deren Träger Kövjg Friedrich Wilhelms IV. Joses von Radswitz war. Im Erfurter Parlament hat Bismarck den Radorritz'sche: VerfaffAngsentwurf lebhaft bekämpft; ber ckünftigr
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: Krck isdkrtt ffür W Streife Marburg und Kirchhain. Jttustrirtes Sanntagttblatt.
Einiger Deutschlands zählte zu den -«Segne.n tes damaligen GinheitsbestrebWMN, nicht als Lei-: überzeugte er -sich oon ber Unmoxlichkeit, tem KLwpf
»er für rimftein, lße).
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Semester mit ob. von 70 legenheit : H. E.
(5231 nester t, m. Cab. s ca. 80
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«/UL I < tf Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnserttonsgebühr: bi» gespaltene Zeil« oder deren Staunt 10 Pfg., Reklame:.: die Zeile 25 Pfg.