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dieses Verbot mit Ihrem Wunsche und Ihrer tzin-
länder mit plötzlich belebtem Gesicht, „soll daS einetwilligung erfolgte.
Wie lange wird er denn hier stehen bleiben
dachte Gertrud bettoffen.
(Fortsetzung folgt.)
fortgeschritten werden soll. Die Kons ervativenlmehrung der Feld-Artillerie, so wett es sich um die werden gern zur Mitarbeit bereitlGeschützzahl handelt, kaum für zutreffend, während sein, wen» dies auf Grund eines das GesamMt^Iallerdings eine Veränderung der Formation, wie sie
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An dem niederen Eisengitter, welches die Terrasse umschloß, lehnte indeffen ein öberschlanker, schmal- schultriger Herr, Mr. William Cosway. Die Aerzte schickten ihn eines Lungenleidens wegen alljährlich während der rauhen Jahreszeit in ein wärmeres Klima, er verlebte bereits den vierten Winter mit seine» Angehörige» an der Ostküste Siziliens. Schon vor einer Stu»de, als Herbert LandSkron die Terraffe verließ, war er erschienen, und hatte den Vorübergehenden nach kurzer Erwägung, daß eS ja der Ge- mahl der wunderschönen Frau Kronau sei, laut ge-
wohl berücksichtigenden Planes — also nicht auf einseitige Weise — geschehen kann. Als des Pudels Kern aber bei dieser „ Sozialreform' dürfte sich die Forderung der gesetzlichen Anerkennung der Berufsvereine ergeben, das wäre aber ein Sprung in'S Dunkle, den wir nicht mitmachen.
Die „Kölnische Volkszeitung- meint, andere als die von ihr vorgeschlagenen „Mittel" seien erfolglos; aber hat sich denn der von ihr empfohlene Kampf gegen die Unzufriedenheit schon als wirkungsvoll gezeigt ? In der A e r a Caprivi hat man der Sozialdemokratie und der Arbeiterschaft Zugeständnisse über Zugeständnisse gemacht — die Sozialvemokraüe ist unaufhaltsam gewachsen. Man hat alle Maßnahmen daraufhin geprüft, wie sie auf die Sozialdemokratie wirken würden, man hat die Sozialrevolutionäre mit Wohlwollen als gleichberechtigt behandelt, man hat auf jede Weise versucht, „das Wasser von der sozialdemokratischen Mühle abzuleiten" — die Mühle aber hat lauter undlauter geklappert! — so stark wie nie zuvor. Die „Kölnische „Volkszeitung" wird sich also schon nach anderen Mitteln umsehen oder zu den unserigen sich bekehren müssen, wenn sie ernsihaft an eine Ueberwindung der sozialdemokratischen Gefahr heranzugehen beabsichtigt.
Engländer zu und sagte ruhig und bestimmt: „Sie haben heute meiner Frau Blumen gebracht, das ist sehr aufmerksam von Ihnen, ich muß Sie indessen bitten, dergleichen zu unterlassen, weder meine Frau noch ich wünsche» diese Freundlichkeiten."
„O, warten Sie, Herr Kronan," sagte der Eug-
die Neu-Bewaffnung der Arttllerie mit Schnellfeuergeschützen bedingt, zu erwarten sein wird. Es liegt in der Natur der Sache, daß im deutschen Heere kein Stillstand eintreten darf, sondern daß unsere Wehrkraft zu Lande wie zu Wasser sich in stets fortschreitender Entwickelung halten muß. Es ist daher gar kein Anlaß zu besonderer Verwunderung, daß mit der Neuregelung der Friedenspräsenzstärke auch einige weitere Verbesserungen unseres Heerweseus werden verbunden werden.
„Das find solche Leute immer," erwiderte seine Mutter, wie stets in einem Gemeinplatz sprechend; sie wußte von Künstlern so wenig wie vom Manne im Monde.
„Ich verstehe nur nicht," fuhr William fort, „wie ec dies schöne Mädch n dazu vermocht hat, ihn z» hettatheu."
Der Dampfer der Gesellschaft vom Rothen Kreuz „State of Texas" traf am 19. Juli mit 28 000 Centnern Lebensmitteln zur Unterstützung der nothleidendcn Bevölkerung vor Santiago ein. Als die Ausladung der Lebensmittel begann, drängten sich die ausgehungerte» Bewohner in dichten Massen an den Landungsplatz heran, machten fich kämpfend und einander niedertretend den Platz streitig, brachen Kisten auf raubten von den Vorräthen. Schließlich wurde der Hafenplatz abgesperrt und jedermann der Zutritt verwehrt. Nachmittags 3 Uhr begann dann die Nahruugsmittelvertheilung aus den in der Stadt befindlichen Magazinen. Jeder hatte einen von besonderen Kommiffaren ausgestellten Bon vorzuweisen, auf den ihm lT/2 Pfund von den Vorräthen ausgefolgt wurden. Die Wasserversorgung söltte Abends wieder im Gang sein. — Ueber die Haltung der amerikanische» Truppen urtheilt Graf v. Götzen, der deutsche Militärattache im Stabe de8 Generals Shafter, außerordentlich günstig. Nach seiner Rückkehr nach den Vereinigten Staaten äußerte erfich einem -Brrrrhttr statt er bos New-Iork „Herold" gegenüber folgendermaßen über die Schlacht bei Santiago: „Der Kampf, den die Amerikaner geführt, war in seiner Art wunderbar. In der That war die Schlacht für beide Theile in hohem Grade ehrenvoll. Ich stand auf dem Hügel El Poze in der Nähe von Grahams Batterie, so daß ich den Jnfanterieangriff auf den Hügel San Juan nicht sehen konnte. Erst nachdem diese Stellung erobert war, erfuhr ich, wie stark sie war. Es schien mir, als ob der Hügel im Besitze eines stärkeren Feindes sich hätte noch länger halten können. Die Spanier bei San Juan schlugen fich gut, aber die Amerikaner schlugen fich noch besser. Das Schießen der Spanier war recht aut, aber das der Amerikaner war erstaunlich. Die Soldaten stürzten mit furchtbarem Elan zum Angriff vor. Es war eine bedeutende Leistung, aus der andere Nationen nützliche Lehren ziehen könnten. Ich hatte Gelegenheit, die Tapferkeit und den Elan des 6. und des 16. Jnfauleric- Regiments zu beobachten, und fand eS wunderbar.
Laut fragte fie jedoch nur: „Wollen Sie mir mittheilen, was mein Mann Ihne» gesagt hat, Herr CoSway?"
„Ja, gnädige Frau. Er verbot mir, Ihnen Blumen zu bringen, und ich wollte Sie fragen, ob
nöthig, nicht wahr?" Und mit einem leichten an« muthigen Lächeln neigte Gertrud ein wenig das schöne Haupt, Frau Cosway verlassend. Gertrud hatte sich selbst übertroffen uud der Mrs. Cosway eine Lektion ertheilt, die fie als solche auffassin konnte oder auch nicht. Wenn fie gewußt hätte, welche Ironie in Gertruds letzten Worten lag, die sie durchaus ernst gemeint hatte.
Mrs. Cosway schaute ihr mit gemischten Gefühlen nach. Sie hätte der jungen Frau gern gezürnt und vermochte eS doch nicht. „Woher fie nur die Manieren hat," murmelte sie vor fich hin. „Ich verkehre schon zwanzig Jahre lang mit den reichsten Leuten BradfortS und bringe so etwas nicht fertig; andere Malerftauen, denen ich in Unmenge auf unseren Reisen begegnet bin, waren ganz anders. Und wie fie unsere Sprache beherrscht — ob fie wohl Gouvernante und bei unS drüben in Stellung gewesen ist? Dazu ist fie doch zu jung. Sie muß vorzüglich erzogen sein? aber ihre vornehmen Manieren find ihr angeboren — fie ist die echte große Dame."
kehren fie auf ihren revolutionären religiovs- uud monarchenfeindlichen Standpunkt zurück.
Schildert man also schlichten Wählern während des Wahlkampfes die wahren Ziele der Sozialdemokratie, so kann man oft genug hören: Ja, wenn das wirklich so „schlechte Kerle" wären, so hätte doch der Kaiser ihnen „das längst verboten". Im Volke also hat man die Empfindung, daß staatsgefährliche Treibereien nicht gestattet sein dürfen. Diesem Empfinden ist nun Seitens der Chefs einzelner Centtalbehörden durch Kennzeichnung der Sozialdemokratie als einer nicht gestatteten polüischen Richtung Rechnung getragen und eS ist zu wünschen, daß auf diesem Wege konsequent fortgefahren werde. Nicht die unbewußten Anhänger sollen dadurch getroffen, sie sollen vielmehr gewarnt werden; dagegen ist es erforderlich, die sozialdemokratische Agitation, die gewerbsmäßig die Volksseele vergiftet, unumwunden als eine in unserem monarchischen Vaterland nicht berechtigte darzustellen. Daß das rheinische Centrums- blait das nicht zugestehen will, ist zu bedauern.
Die Mittel, welche die „Kölnische Volkszeitung" zur Ueberwindung der sozialdemottatischen Gefahr vorschlägt, sind auf der zutreffenden Beobachtung aufgebaut, daß die Sozialdemokratie aus der Unzufriedenheit ihr? Nahrung schöpfe. Die Sozialdemokratie selbst zur Zufriedenheit zu führen, ist unmöglich, unmöglich ist es aber auch, das sieht die „Kölnische Volkszeitung" selbst ein, den idealen Zustand, daß in einem Volke eitel Zufriedenheit herrsche, herbeizuführeu. Indessen könne nach dem genannten Blatte vieles geschehen, um die bestehende Unzufriedenheit zu mindern. Sehr einverstanden 1 Allein dazu gehört vor Allem, daß man den U n - zufriedenheitsaposteln ihr Handwerk lege, daß man die von jenen genährte unbegründete Unzufriedenheit beseitige.
Wir hoffen, daß das rheinische Centtumsblatt hierzu die Hand bieten und zunächst aufhören wird, erfundene Krisengerüchte, Legenden von Gefährdung des Wahlrechts und der Koalitionsfreiheit sowie auch die neuesten derartigen Legende von der Bedrohung des Beamten-Petitionsrechts weiter zu verbreiten. Zunächst freilich steht diese Hoffnung auf schwachen Füßen, beim die „Kölnische Volkszeitung" fordert als „Mittel" gegen die sozialdemokratische Gefahr von der Regierung, daß das Rütteln an diesen Volksrechten aufhöre! Mit der einen Hand also bietet das Blatt „Mittel" gegen die „Gefahr", mit der anderen aber fchürt sie dieselbe.
Von weiteren Mitteln kommt für das Centtums- orgau nur noch die Fortführung der Sozialreform in Frage. Es wird erwartet weiden dürfen, daß im Reichstage endlich einmal von jener Seite ein Plan vorgelegt werde, nach welchem sozialreformerisch
Umschau.
In der demokratischen Presse macht man Wesens von einer Meldung der „Nationalliberalen Korrespondenz", inhalis deren in der nächsten Reichstags- Session eine große Militärvorlag? zu erwarten sei, insbesondere eine Neuregelung der Friedens^ Präsenzstärke in Aussicht stehe. Letzteres ist nur für diejenigen, welche von den militärischen Verhältnissen nichts wissen, eine Ueberraschung, denn durch das Militärgesetz von 1893 ist bekannntlich die Friedenspräsenzstärke nicht dauernd, sondern nur auf 5 Jahre festgesetzt. Diese fünf Jahre laufen mit dem Etatsjahre 1898 ab, und es bedarf daher auf jeden Fall einer Neuordnung der Präsenzstärke. Daß dabei zugleich eine Erhöhung dieser Präsenzstärke eintreten wird, erscheint wahrscheinlich; beruht doch das Heeres- gesetz von 1893 über die Einführung der zweijährigen Dienstzeit auf dem Gedanken, den Scharnhorstschen Plan der Einstellung aller kriegstüchtigen Heeres- pflichtigen in das Heer thunlichst umfangreich durchzuführen. Was an neuen Formationen in Aussicht genommen ist, läßt sich z. Z. mit Sicherheit nicht bc- urtheilen. Nach den Erklärungen des Kriegsministers im letzten Reichstage ist aber nicht anzunehmen, daß eine Neuformation der Infanterie geplant wird. Ebenso halten wir die Meldung von einer Ver-
Beleidiguug sein?"
Herbert maß den langen Menschen vom Kopf bis zur Zehe und erwiderte: „Nein, Mr. Cosway."
„Ich bin zufrieden, Herr Kronau! Guten Morgen."
„Guten Morgen!" Und wider Willen lachend entfernte sich Herbert.
William Cosway blieb an seinem Platze stehen, von dem aus er Gertrud im Gespräch mit seiner Mutter beobachten, aber dabet nicht von de» Damen gesehen werden konnte. Als die junge Frau später über die sandbestteuttn Wege dem Ausgange zueilte, war er mit zwei großen Schritten an der kleinen zierlichen Pforte, fie dienstfertig öffnend: „Gnädige Frau, Mr. Kronau hat mir etwas gesagt," bemerktt er dabei und stellte fich breit vor den Eingang, so daß Genrud unmöglich vorüber konnte.
Sie sah ihn verwundert an. „Mein Mann, wirklich?"
„Ja," und Mr. Cosway schwieg wieder und dachte, daß es auf Erden kein zweites Weib geben könne, das io schön sei wie die Frau dieses impertinenten Malers. Der offene Sonnenschirm bildete in seinem weißgelben Ton einen wundervollen Hintergrund für den edlen Kopf mit den herrlichen blonden Flechten, für das holdselige und doch so stolze Gesicht der jungen Frau.
Gerttud wurde ernst. „Wenn mein Mann Sie ersucht hat, mir keine Blumen zu bringen, so versteht es fich wohl von selbst, daß ich mich durchaus seinem Ersuche» anschließe!"
„Das glaube ich Ihnen nicht," rief der junge Engländer und seine Augen glühten in leidenschaftlichem Feuer. „Sie haben die Blumen sehr gern angenommen!"
„Mein Herr!" rief Gertrud entrüstet. „In diesem Augenblick bereue ich bitter, daß ich es gethan habe. Geben Sie den Weg frei, Mr. Cosway!"
Der so Gemaßregette begab sich in der übelsten Laune zu ferner Mutter auf die Terrasse und streckte sich lang auf der Bank aus, auf welcher vorhin Gerttud geseffen hatte. Aengstlich schaute Mrs. CoSway auf das verdrießliche Gesicht ihres geliebten, sorgsam behüteten Einzigen, der auf alle ihre eifiigtn Fragen lebe Antwort gab. „Sie ist gerade so hochmütig wie er," brummte er endlich; „oder meinst Du nicht, daß der junge Küustler wirklich unerträglich hochmüthig ist?" /
Wöchentliche Beilagen
unb®ntM: 3oh. Lug. Koch, UniverfitätS-Buchdruckerri in Marburg.
Expedition: Markt 21. — Telephon 55.
Die „Ueberwindung der sozialdemokratischen Gefahr".
Auch in de» Kreisen der Centrumsdemokratie, die bisher darüber gespottet hat, wen» von einer sozialdemottatischen Gefahr die Rede war, beginnt man jetzt diese Gefahr zu erkennen. Das ist ein Wandel, ■ 0fln dem man sich nur Gutes versprechen könnte, yenn er von Dauer wäre. Wohl hat die „Köln. Volkszeitung" erst vor kurzem noch die Warnung an die Regierung ausgesprochen, sie möge nicht so oiel Angst vor der Sozialdemokratie zeigen; indessen kann diese Warnung unmöglich ernst gemeint gewesen sein; denn gerade 4« der letzten Zeit haben die Letter unserer inneren Politik bewiesen, daß sic sich sowohl von der „Angst" vor der Sozialdemokratie, als auch von dem „Muthe der Kaltblütigkeit", der so schlimme Früchte gezeitigt hat, emanzipiert haben.
Wir bettachten eS darum für ei» günstiges Zeichen, daß die „Kölnische Volkszeitung" neuerdings in Anerkennung des Vorhandenseins einer sozialdemottatischen Gefahr fich mit den Mitteln beschäftigt, die für die Ueberwendung jener Gefahr geeignet sein tonnten. Leider aber will das rheinische Centrumsorgan davon, daß in erster Linie dem Volke das Bewußtsein von der sozialdemokratischen Gefahr eindringlichst beigebracht werde, nichts wissen. So lange aber den sozialvemottatischen Hetzern freie Bahn bleibt, so lange diese ihr unheimliches Treiben als berechtigt anerkannt fortsetzen dürfen, können ‘ alle ander» Mittel, so gut sie auch gemeint sein j mögen, nichts helfen.
Der politisch Urtheilslose wird sich steK"dürch Schlagworte und Versprechungen ködern lassen; daran robb keine Regressivmaßregel etwas ändern jkönnen, \ das ist richtig. Allein ebenso richtig ist es, daß „geistige Waffen" gegen eine bohle Schlagwortagitation nichts ausrichten und daß positive Parteien i gegen oppositionelle Agitatoren stets im Hintertteffen bleiben. Es wird also vor allem das Bestreben Der positiven Parteien und insonderheit der Konservativen sein müssen, die politische Unreife und Urtheilslosigkeit zu bekämpfen und die große Masse, die bei den Reichstagwahlen den Ausschlag giebt, über das Wesen der Sozialdemokratie aufzuklären. Wie aber ; soll bei dem schlichten, fern von politischen Ideen lebenden Manne dies gelingen? Die Sozialdemottatrn leugnen vor den Wahle» ein auf Grund ihres eigenen Programms und ihrer eigenen Grundsätze ihnen entgegengehaltenes Ziel nach dem andern; sie suchen durch rein oppositionelle Allüren und durch weitgehende materielle Versprechungen die einfachen Leute an fich zu ziehen — nach den Wahlen aber
: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham. Jllustrirtes Sonntagsblatt. ** ””iro
grüßt, da Herbert ihn nicht zu bemerken schien. Der „Wec muBt.
Graf lüftete flüchtig den Hut, dann trat er auf den'und mich anfdjauen,'
Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blatter, die Annoncen-
Bureaux von Haasenftein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magd«» qq
bürg, Wien; Rudolf Mofl«, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; <50. •
®. L. Daube & Co., Frankfurt a. M., Berkin, Hannover, Paris rc.
(Nachdruck verboten.)
Wie es endete.
Roman von Maria Theresia May, 8erf. des preisgekrönten Romans „Unter der Königstanne." e Fortsetzung.)
Sie wußte, daß alles, was ihr Mrs. Cosway k bot, daß alle ihre Vorschläge ihrem gutmütigen | Herzen entsprangen, und daß sie durchaus nicht i bt- Absicht batte, ihr weh zu thu». Gettrud war wieder im Kampf mit sich, und diese Ver- [ legenhett spiegelte sich deutlich in ihrem Gefickt ab Natürlich nur für Mrs. Cosway. Sie mußte das ^»sinnen der Dame auf alle Fälle zurückweisen, und V am liebsten hätte sie eS in schroffer Weise gethan, l doch ihr Herz gebot ihr, es in einer Weise zu thun, bit ihr nichts vergab und anderseits auch nicht mehr weh that, obgleich fie nicht so feinfübleib hätte zu sein brauche»; denn Charaktere wie Mrs. Cosway ver- ■ ^agen in dieser Beziehung schon ziemlich viel, ehe ' fr- sich thatsächlich verletzt fühlen.
„Verzeihung Mrs. Cosway," erwiderte Gertrud, ^hr ernst,; „aber Sie fühlen wohl selbst, daß ich [ ibich ein Anerbieten, so freundlich gemeint es auch E, unmöglich annehmen kann; alle Fülle der Welt -bunten mich nicht dazu veranlassen, in einem geliehenen •Wbe zu erscheinen.
. »Ich bin keine Fremde, ich bin eine Freundin tür Siel"
»Ich bin Ihnen sehr dankbar dafür; aber ttotz- bfr» bitte ich Sie, von Ihrem Anerbieten nicht mehr & sprechen, es ist mir peinlich. Ich will meinen "iann fragen, ob er mir den Besuch des Balles ge- "titet; jst dies der Fall, so bekomme ich auch ein küssendes Ballkleid, wenn es auch gerade keine Pracht- Klette ist. Eine solche ist wohl nicht unbedingt
Erscheint täglich außer an Werktag« nach Sonn- und Feiettagen.
QuartalS-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen VXl-l VJ
Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr: die ge- Of> 1 cmao
spaltene Zelle oder deren Raum 10 Pfg.,Reklamen ^die Zeil« 25 Pfg. yTCltQQ, 1o"8.