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dafür haben sie viele Antiquitäten, Statuen und Ge­mälde gekauft."

Von denen sie nichts verstehen," warf Herbert spöttisch ein'

Gertrud zuckte die Achseln.Was können sic dafür, wenn sie es nicht gelernt haben? Mr. William CoSwah, der Sohn, ist übrigens sehr unterrichtet. Ihn trifft Dein Vorwurf nicht. Die Hauptsache ist aber, daß ich meine, sie werden Dir gern ein Bild abkaufen, wenn Du nur ein wenig entgegenkommender gegen sie wärst; sie sind sehr reich."

Seit wann schätzest Du denn Reichthum so, Gertruds Du hast sonst immer mit einer gewissen Nichtachtung dovon gesprochen," fragte Herbert etwas gereizt.

Ich finde es nur verächtlich," erwiderte sie leb­haft,wenn ein Mann es fich mit ererbten Reichthümern wohl sein läßt und die Hände in den Schoß legt, oder wenn er seinen Mammon in wenig ehrenhafter Weise erworben hat, fich selbst aber jeden Genuß verschafft und andere darben läßt. Mr. Cosway hat viele Jahre fleißig gearbeitet er ist im vollsten Sinne des Wortes ein selfmade man. Er hat mir erzählt, wie er in seiner Jugend gedarbt und gehungert hat; aber seine Ausdauer und seine Sparsamkeit"

Ich bitte Dich, liebes Herz," unterbrach Herbert seine Frau,sprich mir jetzt nicht mehr von den Coswoys, weder von den Eltern noch von dem Sohne, ich ersuche Dich ernstlich. Dich so fern als möglich von ihnen zu halten. Es mögen in ihrer An ganz tüchttge Leute sein; aber sie gefallen mir nicht. Es ist auch wirklich schade, an diesem Ort und an solch einem Morgen von den trockensten und nüchternsten Geschöpfen zu rede», welche die Erde fragt. Sieh hier hat Gott ein Paradies geschaffen. Ich möchte

hundert Augen haben, um all diese Schönheit in mich aufzunehmen."

Siehst Du die glitzernde Schncefläche des Aetna, stehst Du die Rauchsäule, die so kerzengrade zum Himmel aufsteigt,dessen Bläue Du vorhin gepriesen hast? Hörst Du das Rauschen des Meeres? Komm, wenn wir aus diesem Palmenhain heraustteten, dann sehen wir auch die schäumenden Wogen. Und dieser wonnige Duft der Orangen und Myrthen, diese Gluth der Kaktusblüthen, sieh, über jenen seltsam geformten Felsen hängen sie wie eine Flaumdeckel"

Mtt einem leisen Seufzer hatte Gertrud dem Wunsche ihres Gatten nachgegeben, nicht mehr von dem zu sprechen, was ihr so sehr am Herzen lag und worauf sie mit ihrer Erwähnung der Familie Cosway hinzielte: Herberts Arbeit, sein Erwerb. Gertrud begriff nicht, mit welcher Sorglosigkeit ihr Mann seit ihrer Hochzeit in der Welt herumreiste.

Zuerst waren sie nach Frankreich gegangen, und hier in den herrlichen Galerien und Museen war Gertrud eigentlich erst klar geworden, wie viel sie noch zu lernen hatte, und mit welcher Andacht hatte sie Herbei ts Aussprüchen über die wunderbaren Kunst­schätze gelauscht! Sie hatte unendlich viel für ihr Kunstverständniß erworben, und alle Bücherweisheit war nun erst lebendig in ihr geworden, und ein Quell reinster Kunstdegeisterung war in ihr entsprungen, enährt und gepflegt durch ihres Gatten Lehren, 'agcweise verpaß Gertrud ja auch an jedem neuen Ort ihre Sorge; aber sowie sie zur Ruhe und zum! Nachdenken kam, fragte sie fich, woher wohl Herbert' die Mittel zu diesem Leben nahm, und wie lange sie vorhalten sollten und konnten.

Ursprünglich hatte der Graf in die Riviera gehen und dort an einem schönen abgelegenen One den Winter zubringen wollen. Nach einigen glücklichen

Wochen in der Nähe von Genua war er aber plötz­lich, Gerttud meinte, einer momentanen Laune folgend, mit ihr nach Rom gereift und hatte ihr die Wunder der ewigen Stadt gezeigt. Daß bei einer Fahrt im Golf von Genua Herberts scharfes Auge auf einem parallel mit dem ihren laufenden Dampfboot Bekannte feiner Familie entdeckte, von denen er erkannt zu werden fürchtete, hatte er seiner jungen Frau nicht mittheilen können, da er noch immer sein Inkognito ihr gegenüber aufrecht erhielt. Ende Januar begab fich da» junge Paar dann noch Taormina.

Woher hat Herbert nur das viele Geld?" fragte ich Gertrud besorgt jeden Morgen. Daß daS Reisen heuer ist, halte fie oft gehört und begriff eS mehr und mehr im Verkehr mit den Reisegenossen, wenn ie selbst auch niemals eine Hotelrechnung zu Gesicht bekam. Von einem wirklichen Arbeiten, wenigstens von dem, was Gertrud so nannte, war dabei keine Rede. Herbert hatte wohl eine Menge Skizzen an» gefertigt; aber erst in Paris hatte er auch eine der­selben ausgeführt und daS Gemälde, weitesWild» >ad Gastein" darstellte, nach Wien an Rhoden ge­endet. Natürlich zum Verkauf, wie die junge Frau wöhnre, ihn dirett zu fragen, wie theuer das Bild bezahlt worden war, das wagte sie nicht. Eine cigenthümlichc Scheu schloß ihr den Mund, und ihr Zartgefühl sagte ihr, wie schwer cs ihm ankommen würde, falls das Bild noch nicht verkauft sei. Auch hier in Taormina arbeitete Herbert wieder an der Ausführung einer Skizze, die Ruinen des alten griechischen Theaters von Tanromenium im Mond­schein.

(Fortsetzung folgt.)

Erstes Blatt

'Heck,

Parvenüs! Damen!" rief Gertrud ungeduldig.

-V-wrhaftig, Du sprichts zuweilen wie ein großer i*'*'/ j ^cr. Erstens bin ich doch keine große Dame. . . ."

Äls meine Gattin, o ja," erklärte er nachdrücklich

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Hochschulen riskiren würden, wenn man sie als Hänger der rothen Fahne erkennte. Ob dies Feigheit zu bezeichnen sei, überlassen wir Studirenden selbst zu beantworten. Von Muth ein solches Verhalten allerdings kein Zeugniß Es erscheint uns darum auch unangebracht,

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Die Pariser Sturere * veröffentlicht ein Schreiben Zolas an den Ministerpräsidenten Brisson, in welchem es heißt:Sie, der Sie die republikanischen Tugenden verkörpern, haben gleich vielen Anderen durch Ihre Weigerung, die Dretzfus-Sache ge- etzlich zu regeln, politischen Selbstmord begangen. Sie haben die Gerechtigkeit ermorden lassen. Das ist ein Verbrechen, das seine Strafe finden wird.

Wichtigkeit der Kohlen st ationen für jede Macht, die auf dem Meere in Aktton zu treten hat, ist durch den jetzigen Krieg auf das Markanteste vor Augen geführt worden. Der Unionsflotte war ihre Aufgabe dadurch in hohem Grad erschwert, daß sie vorwärts der Küste der Vereinigten Staaten keinerlei Stützpunkt hatte; es ist ihr zum Theil hier­durch das Entgegentteten gegen die Cerverasche Flotte im Atlantischen Ozean erschwert worden, und anderer­seits wäre es nicht abzusehen, in welcher Weise die beabsichtigte Expedition der Amerikaner gegen die Küste Spaniens nachhaltig durchzuführen wäre, wenn sie nur auf mitzuführende Kohlenschiffe angewiesen ist. Diese letzteren können auf die Dauer keine sichere Basis bilden. Ein Erfolg wäre nur dem Umstande zuzuschreiben, daß die Unionsflott^ keinen nennens» werthen Gegner zur See vorfinden würde; dies ist eine Erleichterung, die bei Betrachtung allgemein gültiger Regeln nicht in die Waagschale fallen kann. Für uns kommt eS nur auf diejenigen Regeln an, die fich für eine normale Kriegführung zwischen Völkern ergeben, deren Flotte und Armee auf der Höhe der Zeit stehen. Und dann drängt sich mit Macht das Gebot auf, daß für jede Flotte Kohlenstationen den­selben Werth haben, wie die Etappenpunkte für die Armee. Die S e e st r a t e g i e, welche mit den Kohlenstationen, dem Aktionsradius der Schiffe und der Gleichmäßigkeit ihrer Zusammensetzung in den Geschwadern enge zusammenhängt, hat durch den jetzigen Strieg bedeutendes Material zur Klärung und zum Aufwerfen neuer Fragen erhalten. Das Fehler­hafte der Verzettelung der Stteitkräfte ist aufs Schärfste zum Ausdruck gekommen; der Umstand, daß den Amerikanern das Herankommen der Cerveraschen Flotte und das spätere Einlaufen in den Hasen von Santiago entgangen ist, wird der Litteratur reiche Getegenheit zu Betrachtungen geben, sobald amtliche Veröffent­lichungen, wie es im militärischen Interesse zu er­hoffen ist, stattgefunden haben. Auch ist man be­gierig, die Motive zu den Bewegungen der Sampson- schen und der Schley'schen Flotte während der da­maligen Periode kennen zu lernen. Auf das Ekla­tanteste ist bewiesen worden, daß eine Flotte ihre Erfolge an der Küste nur einseitig ausnutzen kann, und daß dauernde Erfolge in feindlichem Land nur tn Verbindung mit Landungstruppen erreicht werden können.

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beimPhilister" Feigheit genannt wird, rothen" Studenten Reserve! Schön ist Heimlichthuerei auf beiden Seiten nicht, verbummelte und verkommene Halbheit"

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Nach dem nunmehrigen Falle Santiagos werden in derNordd. Allg. Zig." kurze militärische Betrachtungen über dieLehren, welche dieser Krieg gezeitigt hat, angestellt. Der Natur des Krieges entsprechend treten die Aktionen zur See in den Vordergrund. Der jetzt seinem Ende entgegen gehende Krieg zeitigte daher für den Seemann eine beträchtliche Anzahl für ihn hochwichtiger Fragen. Zunächst ist die S ch i f f s t y p - und die A r - mirungsfrage aufs Glänzendste zu Gunsten der im neuen deutschen Flottengesetz in den Vorder­grund gestellten Panzerschlachtschiffe gelöst worden. Die Nichtleistung der Torpedofahrzeuge gestattet es indessen nicht, einen ungünstigen Schluß auf deren Wirksamkeit zu ziehen, indem die An­wendung dieser Waffe, auf welche man solch große Hoffnung setzt, seitens der Spanier nicht den Be­dingungen entsprach, unter welchen Erfolge überhaupt erwartet werden tonnen; Auch ist die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß die ursprünglich in gutem Zustand gewesenen Torpedofahrzeuge nicht in diesem erhalten worden sind, und daß die Ausbildung ihrer Führer und Mannschaften, welche gerade bei dieser Waffe die höchste Vollkommenheit verlangt, nicht tn entsprechender Weise stattgefunden hat. Nach zwei Richtungen wird man mit Sicherheit Schlüsse ziehen können: Torpedobootangriffe können nur bei Nacht ausgeführt werden, und die Fahrzeuge müssen zur Erlangung einer größeren Unabhängigkeit eine ge­wisse Größe verlangen. Für den aufmerksamen Verfolger bkfer Frage wurden die Ansichten, die either sich allmälig gebildet, lediglich bestätigt. Die

und diedeklassirte Existenz" betrifft, so hat Herr Bebel sich darüber einmal ziemlich drastisch geäußert, indem er darauf aufmerksam machte, daß gerade die Akademiker" jener ArtKrelhi und Plethi" sich in die Sozialdemokratie hineindrängen. Die Heimlichthuerei bewahrt also die Studirenden nicht vor einem Versinken in eine verbummelte Halbheit; im Gegentheil: sie begünstigt es.

siläten die Relegierung bevor. Und es wäre gewiß un­gerecht, die Reserve, die fich die sozialistischen Studenten deßhalb auftrltgtn, in denselben Topf zu werfen mit der Feigheit des Philisters, der sein« Ueberzengnng ver­leugnet, um sein Aewtchen zu behalten Ein Student der thöricht genug sein volles H«iz nicht wahrte, hätte nicht eine ehrenvolle Armutb und Verfolgung, sondern di« ver» bummelte und verkommene Halbheit einer gewaltsam deklassirten Existenz zu erwarten. Mit solchen Hilfstruppen wäre der Sozialdemokratie am allerwenigsten gedient, und deßhalb hat bic Zurückhaltung, die sich die sozialistischen Vertreter in ihrem öffentlichen Auftreten auferlegen, ihren guten Sinn "

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Politik in Kriegervereinen.

In der freisinnigen wie demokratischen Presse gilb wegen der von uns erwähnten Aufforderung, die Herr General von Spitz bei Gelegenheit des zbgeorduetentageS des Deutschen Kriegerbundes uu- üngft an die Militäroereine gerichtet hat, die offenen Md verkapptenGenossen" schimpflich auszustoßen, siel Geschrei gemacht. Es heißt da wieder, zriegcrvereine sollen nichtPolitik" freiben. Nun, Politik treiben heißt es keinesfalls, wenn Vereine, deren Zweck eS ist, die nationalen und monarchischen Ziabittonen zu pflegen, deren Widersachern den Lauf­paß geben.

Wir müssen bekennen, daß wir der Demokratie wd dem Freisinn diese Art vonunpolitischer" Haltung, wo es sich um Bethätigung der monarchi­schen Gesinnung handelt, längst zugetraut haben. Der Freisinn ist eben nicht monarchisch, er huldigt sie schon Fürst Bismarck erklärt hat dem Krypto-Republikanismns. Ganz deutlich zeigt dies die Aenßernng derFreisinnigen Zeitung", sonach die Aufforderung des Herrn von Spitzauf eine Parteinahme der Kriegervereine lediglich im änreresse konservativer ober höchstens nationalliberaler Wahlen hinauslaufe". Damit also stelle das Richter'sche Organ den Freisinn von selbst an die Seite der sozialdemokratischen Republikaner. Die .Berliner Zeitung" schreibt in demselben Sinne:

Wir möchten wissen, wo b«i Herrn von Spitz die Wink anfängt. Daß die Krieg«; vereine für die Regierung btn Zweck haben, das herrschend« System zu stützen, tonnte niemals zweifelhaft sein, ist aber selten so ungeuin «segeiprochen worden, wie von dem neuen spiritus rector b« Vereins, Herrn von Spitz.

Herrschendes System" ist ein Wort, das sich je: rechten Zeit einstellt, wo Begriffe fehlen oder verschleiert werden sollen. Im Sinne derBerliner Jätung" bedeutet das Wortmonarchisches sattem".

4 DieVolkszeitung" schreibt zu diesem Falle:

Daß die KriegeroereinSftatuten nicht allgemein dahin «bgeändeit werden, daß nur solLeKrieger" Mitglieder »erden düifkn. di« nicht o p v o s i l ro n«l l (l) wählen Mlltn, entspricht keineswegs mehr der Aufgabe, in welche diese Verein« allmählich hiu«ingewachsen hoben. Man ternjeichn« fie doch klar ersichtlich als das, was sie sein sbllen, als einen Wahlapparat für regierungS- Ueund liche Wahlen, und «s wird bann nicht mehr rächtg fein, fortwährend Leute hiuauszuweisen, bie Mit- Slieber geworden sind, weil fie geglaubt haben, einem u n .tolitischen Verein« beizutreten. Daun gehe man aber ® staatlichen Interesse endlich noch einen Schrill Weiler M greif« zu bet Radikalmaßregel: jeden Freisinnigen und -ozialdemokraten von der W«h r p f l i ch t zu entbinde«,

einzelne verkappte studentischeGenossen" sich darüber ärgern, daß imVorwärts" kürzlich geäußert worden ist,die akademische Jugend besitze nicht den Muth, sich offen zur Sozialdemokratie zu bekennen und halte deßhalb, soweit fie nicht von elendem Strebergeist erfüllt ist, vielfach zu Herrn Naumann." Man höre, was ein solchermuthiger" ftubirenberGe­nosse" über diesen Fall an das sozialdemokratische Parteiorgan schreibt:

Jedem Sludenten, der fich an der sozialdemokratischen Vropaganda btt billigte, stände an all.n deutschen Uuioer-

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Dienstag, 19. Juli 1898.

denn wenn diese Elemente schon im FriedenBatet« landSlose Gesinnungen" hegen, wie gefährlich müßten sie dem Staatswesen im Kriege werden!"

So thöricht ist auch die BerlinerVolkszeitung" nicht, daß sie nicht zwischen sozialdemokratischer und oppositioneller Bewegung zu unterscheiden wüßte. Gerade bei diesem demokratischen Blatte aber kann man sich über diese innige Gedankenverschmelzung nicht wundern. Wenn dieVolkszeitung" aber einen Trumpf mit dem Vorschläge der obigenRadikal­maßregel" ausgespielt zu haben glaubt, so irrt sie. Sie spricht nämlich erfahrungsmäßig meist nur im Namen von Israeliten, und diese waren früher grundsätzlich von der Wehrpflichtbefreit" daß dadurch aber die vaterländische Wehrkraft irgendwie gelitten hätte, wird auch dieVolkszeitung" nicht behaupten können.

Umschau.

Die Sozialdemokratie weiß viel von ihrer An­hängerschaft unter den Studenten unserer deutschen Hochschulen zu erzählen, und in gewisser Hinsicht dürste es, so sagt dieCons. Corr.", richtig sein, daß ein Theil unserer Studirenden, namentlich die Israeliten unter ihnen, den Schlagworten des ehe­maligen Konfektionärs Singer und deS früheren Drechslers Bebel heute Großkapitalisten nach­laufen. Wieweit diese absonderliche Neigung ge­bildeter junger Leute auf Rechnung der jugendlichen Unreife zu fegen ist, wollen wir nicht näher unter­suchen; jedenfalls schleift fich bei den meisten der anfänglichrothen" Studenten derRevolutions­dusel" in spateren Jahren ab. Die Herren thun daher gut, wenn sie jetzt von ihrer sozialdemokratischen Gesinnung schon darum nichts .hermachen", um sich später nicht wegen solcherJugendeseleien" mit Selbstvorwürfen plagen zu müssen. Sie thun aber auch gut daran, weil sie die Entfernung von den

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Anzeigen nehmen entgegen: He Expedition dieses Blattes, die Annoneen-

Buteanx von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Mägde» qo tarfc Wien; Rudolf Masse, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; OO.

C. L. Daube & Eo., Frankfurt a. M., Berkin, Hannover, Paris re.

Huldigung des Genius, der fie hervorgebracht, i^gen, bann barfst Du auf Dein Können stolz sein, ^kr auch bann darfst Du Dich nicht über Deine '^Menschen erheben. Du bleibst doch, wie sehr Dich Schicksal auch begünstigt, ein Mensch wie fie!" ^3« predigen verstehst Du vortrefflich," sagte tebert, über ihren Eifer unwillkürlich lächelnd, und mit ernstem Blick.

;. .Wenn Du nur auf meine wohlgemeinten Predigten wolltest," fuhr Gertrude ernsthaft fort.Warum ^hältst Du dich so ableljnenb gegen bie Cosways? - ßud ehrenhafte Leute, unb sie können Dir nützen!" j. »Der Strumpfwirker mir? Welche Idee, T88'* entgegnete Herbert, welcher eS nie unterdrücken Au, feinem Aerger über ben unsympattschen Fa- -lttnten AnSbruck zu geben.

»Wie Du das nun wieber sagst! Mit jener Iiinc ber Ueberhebung, weche ich nicht leiden kann," p. fle ärgerlich, ohne fein Stirnruvzeln zu bemerken.

Slmmpswirk er hat einen schönen Besitz bei f^forb, ein Schloß, wie fie mir erzählt haben;

(Nachdruck verboten.)

Wie es endete.

Roman von Maria Theresia May, . . bc§ preisgekrönten RomansUnter der Königstanne.

lFortsetzung.)

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. mu»»«m:i.»««. JMstrirtes Sonntagsblatt. """""E

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen.

Ä<? Iltlt Quartals-Abonnements-Preis bei ber Expedition 2 Mk., bei allen IVU Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr: die ge- spalten« Zill« oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen: die Zeil« 25 Pfg.

ib ber lHerbert, sei nicht hochmüthig; Darauf, baß ° *r liebe Gott Dir Talent gegeben hat, darfst Du (3108 ' nicht übermäßig stolz fein. Wenn Du dereinst ^msiwerke wirst geschafft haben, welche bie Bewunder­ns ber Welt erregen und alle folgenden Generationen