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Frankreich usw., wo sie entweder stärker oder aber ungefügiger hervortreten als in Deutschland, genügt, um jene Behauptung als eine durchaus schiefe und gänzlich unzutreffende erscheinen zu lassen. Aber auch die Wahlergebnisie in Deutschland selbst können unmöglich zu ihrer Begründung herangezogen werden. Gerade in katholischen Wahlkreisen hat die Sozialdemokratie erstaunliche Fortschritte gemacht, wie u. A. in Oberschlesten, in Köln, ferner in Düssel­dorf, wo seit 1887 die Centrumsstimmen von 16 500 auf 17 800, die sozialdemokratischen aber von 3000 auf nahezu 11000 anwuchsen, außerdem in Müv chen II, Mülhausen i. E., Mainz rc. Aus Hessen ließ sich dieKöln. Bolksztg.* nach den Wahlen berichten, daß ein großer Theil der katholischen Landbevölkerung der Sozialdemokratie verfallen sei rc. Es ist zu hoffen und zu wünschen, daß auch mit Hilfe der katholischen Kirche der Kampf gegen die sozial- revolutionäre Agitation erfolgreich geführt wird. Indessen ist es mindestens naiv, wenn man sich er­laubt, eine Ueberlegenheit der katholischen Kirche über die protestantische in dem Kampfe gegen die Sozial­demokratie zu behaupten, nachdem man sich nicht gescheut hat, bei den Stichwahlen hier und da mit Den Sozialdemokraten zusammenzustimmen.*

Der chinesische Aufstand in der Provinz K w a n g s i beginnt ernste Aufmerksamkeit zu er­regen. Nach einer Timesmeldung aus dem neuen Vertragshafen Wutschau am Sikiang wäre der Geheimbund, der sich Gesellschaft der himmlischen Vernunft nennt, derselbe, der nach den ersten Ver-

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überhaupt bestätigen der Linken sicherlich nicht alsGewinn* gutzuschreiben, mit Ausnahme allerdings der verschiedenen nationalliberalen Kandidaten frei­willig zugewandten Stimmen unserer Parteifreunde. Im großen und ganzen wäre wie dasDresdener Journal* zutreffend bervorbebt ein etwaiges Sinken der konservativen Wahlziffer auf die gerade in gut patriotischen Kreisen wachsende Wahlenthaltung und auf einen bedauerlichen PessimtsmuS der doch die vielfach verlautbarten Worte:Es hilft doch alles nichts* oderes muß erst noch vi-l schlechter werden, ehe es besser werden kann* zurückzufüdren. Sind doch am 16. Juni nicht weniger als über drei und eine halbe Million Stimmberechtigter, also mehr als ein Drittel der Wählerschaft, der Urne ferngebliebcn! Dieser Indolenz und dem, für das Gemeinwohl überaus bedenklichen Pessimismus verdankt die Sozialdemokratie in erster Linie die Möglichkeit, für ihre Propaganda mit der Angabe, die sozialdemo­kratische Partei sei an Wahlziffern bie weitaus stärkste Partei Deutschlands, Reklame machen zu können. EZ wird eine der wichtigsten Aufgaben aller Faktoren fein, die für die Staatserhaltung einzutreten ver-

\ haue beabsichtigt, der alten Gräfin mit seiner letzten - Bemerkung etwas Angenehmes zu sagen.

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der Protestantismus nichts gegen die sozial­demokratische Fluth vermöge, daß auch die sozial­demokratischen Wahlsiege zu den Früchten der Reformation gehören! Hierauf entgegnet dieKreuz- Zeitung* :Ein Hinweis auf einige protestantische Länder wie England, wo die sozialrevolutionären Elemente schwach sind, andererseits auf Italien,

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Er ermahnte die alten Krieger, sich z. B. für Preußen, wo die Wahlen für das Abgeordnetenhaus bevorstehen, streng an die gesetzliche Richtschnur zu halten.Und um das ganz genau zu präzisiren, so fuhr General v. Spitz fort will ich Ihnen hier offen sagen, welches diese Grenzen find. Das ist nicht bloß meine Meinung, sondern sie ist noch in letzter Zeit von zuständiger Stelle auch eingeholt worden: gegen jeden Sozialdemokraten zu wirken auf jede Weise! Das ist nicht Politik. Das ist blos eine Beachtung unserer Satzungen, auf denen wir stehen, die genehmigt sind. (Zustimmung.) Eine weitere Richtschnur ergtebt sich aus der uns durch die Satzungen auferlegten Pflicht der Pflege des National- Bewußtseins. Damit ist das deutsche Rational-Bewußffein gemeint. In Polen, Westpreußen und Oberschlesien gehören diejenigen nicht zu uns und müssen ausgestoßen werden, welche für ein polnisches National-Bewußtsein wirken. Wir wirken für ein deutsches National-Bewußtscin. Dann giebt es noch eine andere Grenze. Die Frage ist die Sie sehen, ich spreche mich ganz offen aus wie wir uns Welfen gegenüber auf Grund unserer Satzungen zu Verhalten haben. Wenn es klar ist, daß ein Welfe nicht auf dem Standpunkte der Liebe und Treue zu Kaiser und Reich und zum Land es - fürsten steht, welcher nur der König von Preußen ist, wenn er nicht gesinnt ist, hierfür zu wirken und sie zu pflegen, wie es in unfern Satzungen heißt, dann gehört er nicht zu uns. Aber diese Grenze ist nicht fixiert, während sie gegen die beiden andern Kategorien, die ich Ihnen genannt habe, ganz genau gegeben ist.*

General von Spitz schloß mit den Worten:Es kann nun in Zukunft wir sind in Verhandlungen darüber nur in jedem einzelnen Falle Enscheidung getroffen werden, und ich würde Ihnen sehr dankbar sein, wenn die Kameraden, welche in der Lage sind, diese Dinge zu bcurtheilen, bei Personenfragen sie zu ihrer Richtschnur nehmen wollten.*

Spitze gegen die Mandschudynastie richtete, auch in den ersten Stadien des Taipingaufstandes eine große Rolle spielte, aber vor dem Zusammenbruch der Empörung sich von den Taipings trennte, die Haupt­triebfeder dieser neuesten Erhebung. Rach einer Meldung des Bureaus Dalziel aus Shanghai wären die Führer die jüngst aus Amerika heimgekehrten Chinesen, und diese hätten die Abzeichen der Taipings angenommen. Dasselbe Bureau verzeichnet als ein in Shanghai umlaufendes Gerücht die Angabe, französischerseits werde der Einfluß der Franzosen auf die Tongkinesen aufgeboten, um den Aufstand zu schüren, in der Hoffnung, daß Frankreich die Auf­gabe zufallen würde, Ordnung zu stiften. General Szu, der Kommandirende in den Provinzen Kwangsi und Kwangtung wird als ein französisches Werkzeug bezeichnet. Nach derselben Quelle hätte Frankreich die Forderung gestellt, K i n t s ch 0 u auf der Halb­insel Liaotung als Flottenstation zu pachten, um ein Gegengewicht gegen Weihaiwei herzustellen. Außerdem habe es ausgedehnte Vorrechte und Zugeständnisse in der Provinz Szetschuan verlangt, als Entschädigung für die jüngsten Angriffe auf französische Missionare.

schcinlich heut noch nicht weiß, daß sie durch ihre Verheirathung eine Gräfin geworden ist.*

Was ist das für ein Märchen?* fragte die Schloßherrm.

Kein Märchen, Frau Gräfin,* und Rhoden er­zählte den erstatten Zuhörenden von dem Adelshasse Gertruds, von ihrer sonderbaren Erziehung, von Fräulein Friederike Meynert, welche sich überhaupt gegen die Verheirathung ihrer Mchte gesträubt hatte, und von der Sorge Herberts, seine Braut nicht er­fahren zu lassen, weß Standes er sei, damit sie nicht [in letzter StundeNein* sage und von seinem Glücke, das er in dem Bewußtsein fand, einzig und allein um seiner selbst willen gewählt zu werden. Und weiter erzählte Rhoden, auf welche Weise es ge­lungen sei, die Täuschung Gertruds herbeizuführen, und wie Herbert nur aus diesem Grunde der Mutter erst in letzter Stunde von seinen Absichten Mittheilung gemacht habe.

Großer Gott, das alles ist ja Wahnsinn,* rief die Gräfin außer sich.Also er hat nicht einmal ein Mädchen gewählt, das in Demuth und Dankbar­keit ihr Glück anerkennt, welches ihr in den Schoß fällt, sondern eine Demokratin, vielleicht gar eine Anarchistin. Ich kann mit ihr nicht unter einem Dache ex stiren; ich kann aber auch an keinem andern Orte leben als in Kronau. Hierher hat mich mein Mann als Braut geführt, hier sind meine Kinder geboren, an dieses Schloß knüpfen sich die stolzesten und schönsten Traditionen unseres Hauses; und hier soll eine Frau herrschen, welche keinen Begriff von Heiligkeit und Würde des Adels hat, welche unseren unbefleckten Stammbaum verlacht? Warum haben Sie denn meinem Sohn dies alles nicht vorgestellt?"

Mit ernster Theilnahme suchte Rhoden die auf­geregte Frau zu beruhigen. Er sagte ihr, daß er

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Knge Gräfin Landskron nicht erschiene»; ich halte Rc im Gegentheil für energisch, charakterfest und stolz.

sie Vorurtheile hätte, würde sie dieselben wahr» ichrinlich genau so starr festhalten, wie Gräfin Karola ^aadrkron dies bet ihren vorgefaßten Meinungen thut. Überhaupt erscheint mir die Charakteranlage der jungen Gräfin von großer Aehnlichkeit mit derjenigen ihrer Schwiegermutter.*

sehr entschieden,wenn ich Sie bitte, von der Frau Ihres Sohnes, einer Dame, die ich Hochschätze, in meiner Gegenwart in anderen Ausdrücken zu sprechen; es ist dies Ihrer selbst nicht würdig. Was aber die Giltigkeit der Ehe anbelangt, versichere ich Sie, daß jede gesetzliche Formalität genau erfüllt worden ist. Ich versichere ebenso, Fran Gräfin, daß die Gemahlin Herberts schön, anmuthig und reichen Geistes ist, daß sie der Stolz Ihres Hauses werden wird. Sobald Sie sie gesehen haben, werdest Sie eingestehen, daß ein Weib, welches jeden Reichthum der Natur ihr eigen nennt, auf dessen Stirn das Diadem der Schönheiti und der Intelligenz strahlt, keinen anderen Adelsbrief braucht!*

Ich bitte, Baron Rhoden, Sie gerathen in eine ganz überflüssige Begeisterung,* unterbrach ihn die Gräfin ironisch.Wahrscheinlich ist also mein Sohn, wie ich dies gleich geahnt habe, das Opfer einer schönen Kokette geworden, die auch Ihnen den Kopf verdreht hat, weil fie im Nothfalle auch mit einem Baron v. Rhoden fürlieb genommen hätte, wenn ihre Versuche, eine Gräfin Landskron zu werden, mißlungen wären.*

Rhoden sah die Gräfin beinahe mitleibig an. Sie wollen mich beleidigen, Frau Gräfin; aber da ich ihre Erregung begreife, beachte ich diesen Ausfall nicht. Gern gestehe ich Ihnen zu, daß,, wenn mein Herz nicht längst gefesselt wäre,* ein schneller Blick streifte Jngeborg, die mit erregter Aufmerksamkeit zuhörte,ich wohl versucht haben würde, die Hand Gertrud Meynerts zu gewinnen, nur hätte fie den Baron Rhoden genau so abschlägig beschieden wie den Grafen Landskron.*

WaS heißt das?* fuhr die Gräfin auf und alle übrigen sahen den Sprecher verwundert an.

Das heißt, daß die Frau Ihres Sohnes wahr- ,

DerVorwärts" sonnt sich noch immer in seinen ziffernmäßigen Wahlerfolgen und schreibt u. A.: Zählkandidaturen hin, Zählkandidaturen her die zwei konservativen Fraktionen haben bei der dies­jährigen Wahl dieselbe Praxis befolgt, wie bei früheren Wahlen und sie haben diesmal über eine Drittel Million 356 000 Stimmen weniger.* Es verlohnt sich nicht, auf die vielfachen, größtentheils recht willkürlichen Schlüsse, die aus der vorläufigen* Statistik des Herrn Professors Hickmann gezogen werden, einzugehen, bevor das amtliche Ziffernmaterial vorliegt. Einen Umstand aber müssen wir immer wieder betonen, und das ist dieser: Die Sozialdemokratie verdankt ihren Zuwachs an Wahl­stimmen nicht ihrerfrüher befolgten*Praxis", foitbern der bei den letzten Wahlen durchweg geübten Verschleierungstaktik. Dazu kommt der rein ziffern­mäßige Erfolg der Zählkandidaturen. Als ein Plebiszit über die sozialdemokratischen Ziele, zu welchem derVorwärts* gern die Wahlen stempeln möchte, kann also das Ergebniß der Sozialdemokratie keinesfalls erachtet werden. Die Zahl der Wahl­berechtigten hat sich seit 1895 um rund 600 000 vermehrt; rechnet man von diesen auch nur den vierten Theil als Nachwuchs für die Sozialdemokratie, so ergtebt sich aus dem Stimmenverluste der bürgerlichen Demokratie das Resultat, daß wie sozialdemo­kratischerseits auch selbst zugegeben wird fast der ganze übrige, rund 200 000 Stimmen betragende Gewinn der Sozialdemokratie aus dem Zuzuge von ehedem freisinnigen Wählern stammt. Der angebliche Verlust* au Wahlstimmeu für die Konservativen

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Marburg

Freitag, 15. Juli 1898.

Die Aufgabe der Krieger-Vereine.

Auf dem Abgeordnetentage des deutschen Krieger- IundeS, der in diesen Tagen in Weißenfels ver­sammelt war, haben sich der Ober Präsident der Provinz Sachsen, v. Bötticher, und der General z. D. v. Spitz in bemerkenswerther Weise über die Aufgabe der Krieger-Vereine und bereit Haltung im Sffentlichen Leben ausgesprochen. Die Reden dürften für bie weitesten Kreise von Interesse fein.

Oberpräsident v. Bötticher führte u. A. aus: Die Zukunft der Kriegervereine werde sich gut ge­stalten, so lange die Armee ins bürgerliche Leben treue Gesinnung zu Kaiser und Reich trage. Dazu aber gehöre, daß sich die Krieger-Vereine rein hielten von Elementen, die uns bas Theuerfte nehmen wollen. Die jüngste Vergangenheit habe nun gelehrt, daß ein Geist Platz gegriffen habe, der mit dem guten Geiste nicht harmonire. Es müßten daher die den Krieger- Sereinen zugehörenden Kameraden betätigen, daß sie daran festhalten wollen, alle Anstürme auf die theuersten Güter abzuwehren, um frei zu werden von solchen, die vaterlands- lose Gesinnungen hegen. Ein Ruf müßte die Kameraden einen, welche bie Ehre gehabt hätten, beS Königs Rock zu tragen, ber da laute: .Mit Gott für Kaiser und Reich, für Fürst und Paterland l*

Die Rede des Generals v. Spitz lautete: .Meine Herren! Die letzten Wahlen haben uns un­trüglich bewiesen, daß wir unter uns ich habe keinen anderen Ausdruck eine gute Anzahl Heuchler und Betrüger haben. (Lebhafte Zustimmung.) Heuchler und Sehniger, bie, man mag über Die Sozialdemokratie denken wie man will, auch jeder anständige Sozialdemokrat verachten muß. Dieselben betrügen ihre Vereine, sie betrügen den gangen Bund; sie segeln unter einer falschen Flagge; sie spiegeln Dinge vor, die nicht wahr find, indem sie immer hinter der Fahne hermarschieren als Lügner; sie wissen, daß sie nicht für Kaiser und Reich stud, nicht für den Bundesfürsten, und daß sie ein National - Bewußtsein nicht haben, während sie sich verpflichtet haben, es zu pflegen; sie wissen, daß sie betrügerischer Weise gerade dafür wirken wollen, Alles zu zerstören. Diese Leute müssen wir schimpflich von uns ab- Üoßen. (Lebhafte Zustimmung.) Meine Bitte geht dahin, daß Sie das schärfste Augenmerk darauf toben, und daß ein Jeder, der auf dem Boden der Satzungen steht, mit dazu beiträgt, daß diese Leute Mlarvt werden und ihnen die Lügenmaske vom Ansicht gerissen wird*.

General v. Spitz erörterte sodann die Stellung ber Krieger-Vereine zu den Wahlen.

Um so schlimmer,* murmelte der ehemalige ^Ulmeister zwischen den Zähnen, indeß sich Baron "toben tief verbeugte, so daß man meinen konnte, er

(Nachdruck verboten.)

Wie es endete.

Roman von Maria Theresia May, M. des preisgekrönten RomansUnter der Königstanne."

(ftortietimg.)

Ist sie gut?* fragte leise Komtesse Klementine, dis jetzt noch nicht gewagt hatte, ein Wort zu lvrechen.

Ja,* antwortete Rhoden voll Ueberzeugung.

Umschau.

Auf Grund der Wahlergebnisse versteigen einige klerikale Organe, wie dieGermania* dieSchles. Volksztg.*, zu der Behauptung,

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«emuth?" forschte nun auch Jngeborg »oll Interesse, f $3 zögerte Rhoden mit der Antwort, entgegnete aber | M kurzer Pause,Sanft und lenksam ist mir die

bei Herbert kein Mittel der Ueberredung unversucht gelassen habe, daß er aber habe einsehen müssen, wie Herberts Liebe zu der Tochter des Dorfarztes so übermächtig sei, daß er wirklich nur in einer 33er, bindung mit ihr sein Glück finden konnte.Anderer­seits, Frau Gräfin,* schloß Rhoden,ist die Neu­zeit ja viel toleranter geworden. Alle Tage werden, selbst in den höchsten Kreisen, Mesalliancen geschlossen, welche binnen kurz-m fast immer von der Gesellschaft anerkannt werden.*

Ich werde dies aber niemals thun,* erklärte die alte Dame.Nicht um Haares Breite gebe ich etwas von den Grundsätzen auf, die mir von ftühcster Jugend an eingeprägt worden sind. Mir selbst getreu und: Ich wehre mich!Na, zum Glück scheint mir Gertrud ein Charakter von Stahl zu sein.*

Mittlerweile hatte sich die alte Gräfin an ihren Bruder mit der vorwurfsvollen Frage, weshalb er sie nicht sofort benachrichtigt habe, als im Dorfe Kronau das Aufgebot bestellt wo:den sei.

Aus dem einfachen Grunde, weil Herbert mir schrieb, er würde Dir seine Verlobung selbst anzeigen,* entgegnete Graf Körting.Damit war bie Sache, für mich erlebigt, ich bin kein Freunb von üver- flüssigen Korrespondenzen."

O, Du billigst vielleicht gar Herberts unbegreifliche Handlungsweise?*

Nein Karola; aber ich liebe es nicht, unab­änderliche Thatsachen zu besprechen; das hat keinen Zweck. Dein Sohn ist großjährig, er muß wissen, was er zu thun hat, wenn er einer Bürgerlichen seinen Namen giebt, falls sie ihn nicht mit Wurde trägt, und diese letztere wirst Du sie schon lehren," fügte er ironisch hinzu.

(Fortsetzung folgt.)

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MA 4 ßQ QuartalS-Abonnements-Preis bei der Expeditton 2 Mk., bei allen 100 Postämtern 2,25 Mk. (extt. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr: die ge­spaltene Zeile ober deren Raum 10 Pfg., Reklamen: die Zeile 25 Pfg.

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Expedition: Markt 21. Telephon 55. UyPVIMII« Redaktion: Markt 21. Telephon 55.

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C. L. Daube & Co., Frankfurt a. M., Berkin, Hannover, Paris x.

_ Unwillig warf diese den Kopf zurück.Ich muß sehr bitten, solche unpaffeude Vergleiche zu \ ?^ass> n. Vorläufig giebt eS für mich nur eine [ Gräfin Landskron, und daS bin ich. Ich werde ! die uöthigeu Erkundigungen einziehe» und werde ; rasten, bis diese Verbindung wieder gelöst ist. , , Ehe des Majoratsherrn mit einem solchen Geschöpf £ nicht giftig sein."

Verzeihung, Frau Gräfin,* entgegnete Rhoden