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Abonnements - Einladung

Serge. Doch fiegeSgewiß, glückbewußt hob Herbert

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dem SreiSblatt für die Kreise Marburg Sirchhaiu sowie JllustrirteS SonutagSblatt

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der junge Mann seiner Gesinnungen Tante Friederikens finsterer geworden,

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gesproche», und die Aufrichtigkeit leuchtete aus seinen Augen; aber Züge waren immer härter und während fie sprach.

»Diese Mühe können Sie

lichst Mitwirken und so auch ihrerseits Helfer uud Förderer einer nationalen uud loyalen Politik fein zu wollen, einer Politik, die sich aller umstürzlerischen Tendenz der heutigen Zeit gegenüber treu bleibt tu der Devise: .Mit Sott für Kaiser und Reich, für König und Vaterland I' Marburg, i« Juni 1898.

Die Erped. der .Oberhess. Zeitung.'

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Ziehungsliste« der König!. Preuß. Klaffen.Lotterie die gelefenste unb am weitesten verbreitete. Mit dem 1. Juli 1898 beginnt auf fie ein neues Viertel- jahrS-Abonnement.

DieOberhessische Zeitung' hat eS sich in erster Reihe zur Aufgabe gestellt, einzutreten für die Macht «d da» Ansehen von Kaiser und Reich, für Thron, Veter- land und Altar!

DieOberhessische Zeitung' ist bestrebt, überall, wo fie nur gelesen wird, da» nationale Bewußtsein, treue zur Monarchie, Liebe zum Vaterland«, Gottesfurcht tob religiösen Sinn, tote Achtung vor unseren Gesetzen und bewihrten staatlichen Einrichtungen zu fördern!

DieOberhessische Zeitung' sucht die» Ziel durch gediegene, sachlich gehaltene, populär geschriebene Leitartikel zu erreichen. In ihrer RubrikUmschau' wird sie wie bisher eine Ueberficht über die wichtigsten TageS- ereiguiffe auf dem Gebiete der inneren und äußeren Politik «d deren Besprechung bringen, und die Vorgänge in den Parlamenten, in Reich und Staat, unter dem Tagesbericht vir bisher zusammenstellen.

Durch ihre Verbindung mtt der Continental - Tele- graphen - Compagnie in Berlin ist dieO b e r h e s s i s ch e Zeitung' in der Lage, ihren Lesern in Original - Tele- geammen die neuesten Ereignisse im In- und Ausland«

über die zu erwartenden großen Verluste aber kann nur dazu beitragen, den Seist der Tapferkeit uud Opferwilligkeit zu ertödte«, den wir ftüher oder später so nöthig habe» werden wie da» liebe Brod. Die dem Herrn Bebel so herrlich für seineVolkswehr' erscheinende Defensive kann niemals einen Krieg siegreich entscheiden. Der Angriff dagegen trägt den Krieg in Feindesland, verleiht den Truppe» moralischen Impuls und erzwingt, im Falle des Erfolges, einen günstigen Frieden......*

Nachdem General v. Boguslawski die Ansicht BebelS entkräftet, daß man ein großer Feldherr auch ohne militärische Ausbildung und Studium sein könne, wirst er intereffante Streiflichter auf die Heere der Schweiz und der Bereinigten Staaten, die der Sozial» demokratte ja in gewiflermaßen idealer Form vor­schwebe». Bezüglich des letzteren sagt er:

Die Heeresverfaffung der Bereinigten Staaten könnte nur auf eine ernsthafte Probe gestellt werden, wenn fie von Mächten, wie die mitteleuropäische», umgeben wären. Aber auch der jetzige Krieg wird immerhin zeigen, daß das kleine stehende Soldheer, die Milizen und Freiwilligen Amerikas zur schnellen Herbeiführung einer Entscheidung nicht geeignet find.'

General v. Boguslawski schließt mit den Worten: Wir wollen in Deutschland ein Volksheer, aber ein gut «rganisirtes, in dem Jedermann mit Selbst- bewußtseiu der Fahne folgen soll, erfüllt mit Neigung für das Waffenhandwerk, von kriegerischem uud militärischem Ehrgefühl; von Vaterlaudrliebe, Treue zum Kriegsherrn beseeft und diesogenannte' Disziplin hochhaltend keineVolkswehr' nach dem Muster der badischen Empörer von 1849 und be8 Herrn Bebel, welche, dersogenannten' Disziplin ledig, das leibliche Wohl des Menschen über alle idealen Güter stelle» würde.'

Wünschen wir, so schließt das ,Ril.-W.-Bl.', der Boguslawski'scheu Broschüre die weiteste Ver­breitung. Stehe Jeder ihm im Kampfe bei gegen Diejenigen, die den Kampf gegen den Hort der Ordnung aufnehme» und die, wie die letzten Er» eigniffe bewiesen haben, vom Kampf sicherlich von selbst nicht abstehen werden.

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Volksheer und nicht Volkswehr.

Unter dem Titel.Volksheer und nicht Volkswehr' hat Generallientenant z. D. v. Boguslawski, einer der unermüdliche» Streiter für National- und StandeSbewußtfein, für Erhaltung des kriegerischen Geistes und der ritterlichen Gesinnung, eine Broschüre bei Schall uud Grund erscheinen lasse», die de» Zweck habe» soll, weitere Bolkskreise über Heereseinrichtungen aufzuklären. Die unmittelbare Ser» anlafsung zum Verfassen der Broschüre gab dem General die Schrift des Abgeordnete» BebelNicht stehendes Heer, sondern Volkswehr'. Indem er scharf gegen die in dieser Schrift zum Ausdruck ge­brachten Ansichten vorgeht und die unrichtigen An­gaben widerlegt, führt er gleichzeitig einen Kampf gegen die sozialdemokratischen Theorie en. Er selbst sagt darüber:

Die gänzliche Unhalibarkett der sozialdemo­kratischen Theorieen in militärischen Dingen ist von den verschiedenste« Seiten auch von mir so oft bargelegt worden, daß eS für mich der Bekämpfimg eines starke», au» Ueberdruß entsprungenen Wider­willens bedurfte, nm abermals in eine Erörterung einzutreteu. Da ich eS jedoch nicht für unmöglich halte, mit dieser Schrift in weiteren Kreisen des Publikums aüfklärend zu wirken, überhaupt stets der Ansicht war, daß mit der vornehmen Nichtbeachtung des Gegners uichtS erreicht wird, sonder» daß man kämpfen muß, so habe ich mich dazu entschloffen, oft Gesagte», kurz zusammengefaßt, in Betrachtung der Schrift des Henn Bebel, zu wiederhole».'

Wir find, so sagt in Besprechung dieser Schrift sehr richtig dieN. A Ztg.', vor Allem mit der Boguslawski'schen Ansicht einverstanden, daß mit einer vornehmen Nichtbeachtung des Gegners nichts erreicht wird, und daß ma» gegen die Sozialdemo­kratie kämpfen muß, und zwar Jeder inner­halb seiner Sphäre. Da die Armee mit ihren Ein­richtungen am lebhaftesten von der Sozialdemokratie angefeindet wird, so ist eS auch selbstverständlich, daß aus ihren Reihen heraus eine Abwehr stattfindet, und wir halten es für sehr wünschevSwerth, daß die Worte des Generals Boguslawski auch thatsächlich in weitere Kreise bringen. So lenkt auch dasMilitäi-Wochen- blatt' die Aufmerksamkeft der Angehörigen der Armee auf die Broschüre, in der Hoffnung, daß fie bei dem

flen wir ifjmten «Harz, i und hat uu grn cheinigen i Tabaks

Mk.

Unrecht ganz auf meiner Sefte liegt: Fräulein Gertrud ist mit vielen Formen der Welt absolut unbekannt, und nur auf meine Bitte ist fie gekommen. Ich fann zu meiner Entschuldiguun nur auführeu, daß Ihre Nichte gleich beim ersten Begegnen einen tiefen Eindruck auf mich gemacht hatte, und wenige Tage später schon war e» mein fester Entschluß, um fie zu werben. Erst heute habe ich ihr gesagt, wie sehr ich fie liebe, und habe fie gebeten, mein Weib zu werden. Erlanbeu Sie, Fräulein Mehnert, daß ich morgen in ihrem Hause erscheine, »m Sie in

Anter den in Marburg täglich erscheinenden polttischen Zeitungen ist di«

.Oberhessische Zeitung"

Umschau.

Der Regierungspräsident der Provinz Posen hat dem Vorsitzenden des Kongresses polnischer A e r z t e eröffnet, daß die Anwesenheit von Aus­ländern auf dem nach der Stadt Posen berufenen Kongresse aus allgemein polizeilichen Gründen nicht gestattet werde, und daß jeder Ausländer, welcher dennoch zur Theilnahme an dem Kongresse nach Posen komme» würde, als lästig angesehen und mittels Polizei-

Sie mögen sehr trübe Erfahrungen gemacht haben, mein Fräulein, das giebt Ihnen indeß nicht das Recht, jedem Manne zu mißtraue»,' entgegnete Graf LandSkron ruhig.UebrigenS hat Ihr Fräulein Richte mir noch nicht geantwortet, ob sie mein Weib werden will. Ich wiederhole meine Frage vor Ihrer Tante,' wandte er sich zu Gertrud,und wage zu hoffen, daß Sie mir daS Recht geben, Sie als meine Braut zu begrüßen.'

DaS junge Mädchen stand noch neben dem Grafen. Mtt leicht zurückgeworfeuem Kopf, eüvaS zusammen- gezogenen Braunen und tiefer Bläffe auf den Wangen hatte sie ben heftigen Worten ber Tante, der maß- vollen Gegenrede Herberts zngehört. Nun wandte sie sich mit einem Blick ruhiger Entschlossenheit zu ihrer Taute:Ich will sein Weib werden,' sagte fie langsam,ich glaube er ist gut und treu.*

Da sah Graf Laudskron nicht mehr die strengen Züge Friederike MeynertS, er sah nur die berückende Lieblichkeit des holden Geschöpfes, das eiugewilligt hatte, sein Weib zu werden. dem jauchzenden Ruf:Meine Gertrud, meine Braut', schloß er das Mädchen in seine Arme.

Tief ouffeufzend preßte Friederike Meynert die Sand auf ihr Herz. .Braut,' flüsterte sie leise. Stumm wandte fie fich heimwärts, ohne umzuschauen, ob daS Paar ihr folge oder nicht. Und wie sie da- hinschritt, hochaufgerichtet im dunklen Kleide, da war es dem Grafe», als schritte daS Berhängniß seinem Wege voraus.

Der vor kurzem noch so strahlende Himmel hatte fich mtt bleifarbenem Grau bedeckt, nnd jetzt, gerade, da Fräulein Friederike Meynert im Wald: verschwand, rollte ein dumpfer Donner über die

erlhcilt teuftet, ciginal- höchster größte

Kosten- :o.

sondere Aufmerksamkeit widmen, auch wird fie nicht nur durch ein gediegenes Feuilleton, wie durch Zusammen- ßeLung unterhaltender verschiedener Nachrichten für ihre Reser Sorge tragen, sondern, wir «ioeStheilS den Vorgängen auf dem Gebiete von Kunst und Wiffenschast, so anderer­seits dem volkSwirthschafttichen und landwirthschaft- l i ch e» JMereffe durch einschlägige Veröffentlichungen thun- lichtz entgegenzukommen allezeit bestrebt sein.

Inserate finden, die sechsspaltige Zelle 10 Pfg., bei der großen Auflage derOberhesslschen Zeitung' in derselben dir geeignetste und weiteste Ver­breitung. Dadurch, daß alle Staats- und Kommunalbehörden der Bezirks die ,O b r r h e s s i s ch e Z e i t u n g' zu ihren Bekanntmachungen benutzen, ist daS Hatten derselben von entsprechendem Nutzen für jeden Leser.

Schließlich bitten wir unsere Leser, Freunde und Bönner, unter ihren Bekanntenkreisen für di« W«it«r- v«rbr«llnng b«rOb«rhessisch«n Zeitung' thnn-

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(Nachdruck verboten.)

Wie es endete.

Roman von Maria Theresia May, Berf. deS preisgekrönten RomansUnter der KönigStmme.'

(Fortsetzung.)

,Ja, ja/ertoiberte er in Liebe unb Wonne er» zlühenb,mein sollst Du sein, mein! Ach, Gertrud, km Weib ber Erbe wird geliebt wie Du! und er

»Aber mein Fräulein, was haben Sie gegen mich? fragte Herbert verletzt.Ich bin Ihnen reilich völlig unbekannt; doch bitte ich Sie, geben Sie mir die Gelegenheit, mtt Ihnen bekannt zu werde». Ich meine eS ehrlich und bin in der Sage, meiner Frau eine gesicherte Zukunft zu bieten.'

Da lachte Friederike Meynert auf:Sie meinen es ehrlch! Da» habe ich schon einmal früher ge­hört, genau mtt demselben Ausdruck, uud der eS

geringen Preis von 50 Pfg. ihren Eingang in die Unteroffizier- und Maunschastsbibliotheken finden, bei den Lesern die Ansichten klären, sowie festigen wirb unb nebenbei, wen» diese die Armee verlassen, in die Bevölkerung bringt. ES wirb hinzugefügt, baß erst dann ihr eigeuüicher Zweck Belehrung weiterer Volkskreise zum Theil erreicht würde. Wir be­merken hierzu, baß auf diese Art ein kleiner Akt der Selbsthülfe, aus die ja in dem gemeinsamen Kampf die Regierung fich verlaffeu muß, zur Ausführung käme.

Zur Eharakterifirung der in der Broschüre des Generals innegehaltenen Kampfesweise, bei welcher er ber Bebel'schen Schrift Schritt für Schritt ent» gegentritt, feien einzelne Stelen int Auszüge wieder- gegeben:

Daß biebrutalsten menschenfeindlichsten Instinkte' bnrch denMilitarismus', wie Herr Bebel sagt, genährt werde», ist unwahr. Wenn dem jungen Soldaten feine Pflicht, sich tapfer und un­verzagt gegen den Feind zu verhallen, vor Augen geführt wird, so weist man ihn zugleich auf Schonung und ritterliche Behandlung des Besiegte» und menschliches Betrage» gegen bie Einwohner des feindlichen Lander hin, was sich allerdings nur durch die von Herr» Bebel verabscheute, gleichfallsso- genannte* Disziplin überhaupt erreichen läßt, ve- ttachtet man freilich den Krieg von dem einseitigen Standpnntt einer Suttner au», was ja von de» Sozialdemokraten meist geschieht, so ist es erklärlich, daß man jede Ausbildung für ben Kampfbrutal* nennen muß. Aber wunderbar! Während die Sozialdemokraten in allen ihren Schriften bemüht find, die Thaten des Heeres möglichst herunterzusetzen, feiern fie die Kämpfer des 18. März und der Kommune übermäßig, die doch gegen ihre Brüder das Gewehr ergriffen und ihre Thätigkett mit Mord- thaten begannen . . .

Herr Bebel liefert eine Schilderung ber Zer­störungskraft der neueren Schußwaffen uud zieht die Schlußfolgerung, daß nur die Defensive berechtigt, und daß der als diehöchste militärische Weisheit gepredigte Satz, die beste Vertheidignug sei der An­griff, zu Schanden geworden sei*.

Die echte, unverfälschte, billige Laienweisheit! Wir haben Herrn Bebel doch für zu überlegt ge­halten, um so etwas vorzubringen. Herr Bebel hat offenbar feine Ahnung davon, daß man strategisch sehr wohl int Angriff fein kann und taktisch in der Vertheidigung, wenn eS nützlich unb passend er­scheint..... Richtig ist eS allerdings, daß durch

die Zerstörungskraft der neueren Schußwaffen die Verluste bei Frontalangriffen an einzelnen Punkten größer sein werden, wie fie ftüher waren. Dies wird man hinnehrnen müssen, wenn Umgehungen und Flankirungen ausgeschlossen find. Das Wehegeschrei

aller Form um die Hand Ihrer Nichte zu bitte». Mtt offner Festigkeit hatte

Erscheint tägttch außer an Werttagen nach Sonn- und Feiertagen. OQ/wRi

QuattalS-Abonnements-PreiS bei der Expedition 2 Mk., bei allen UUr CI

Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr: die ge- . r? rx>. vnnn

spattene Zelle oder deren Raum 10 Pfg., Rettamen: die Zelle 25 Pfg. 2)0ttnCtft(I(|, ** >3Ult 1898.

Und was sagt den Gerttud Meynert zu diesen Versicherungen?' fragte in diesem Augenblick eine üüte, harte Stimme, jäh aufschreckend erhob fich der lange Mann, Gertrud mit fich emporziehend. Vor Men stand mit zürnenden uud zugleich höhneudeo «licken Friederike Meynert.

Der junge Man» schien mehr betroffen al» Gertrud, ^lchr leffe fragte:Taute Du?* Obgleich ihre Stimme dabei zitterte, erhöbe» fich doch die schönen Angen furchtlos zu dem strengen Anttitz.

Ja ich,* entgegnete die Gefragte hart.Ich «an mir denken, wie ungelegen ich Dir komme, «och mit Dir werde ich später spreche», gehe jetzt »ach Hause.*

Fräulein Meynert, ich bitte Sie, zu glaube», * ich ganz allein die Schuld daran trage, daß

Ihre Fräulein Richte diese Zusammenkünfte ge- Wt hat,' begann Herbert, indem er Gertruds vanb mit leisen» Drucke festhielt,daß da» ganze

Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blatte«, die Annoncen-

Bureaux von Haasenßein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magd«- nn taca, Wien; Rudolf Moffe, Frmckfurt a. M., Berlin, München, Köln; ^ZlMff.

E. « Daube & Co Frankfurt n. M., Btoktu, Hannover, Pari« re.

h ior> J « k! m Vioo* k: 99» fcitOOW 7h 1 Wil /»i »f? £ 98?« Kl 97?»

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An- « tnstigsrcZ essicherer Verschluß

Claudes

Zärtlichkeit fest an fich und stammelte abermals Meine Braut!'

5. Kapttel.

Neiu, Fränleiu Meynert, ich bi» fest überzeugt, daß Sie keine Ursache haben, gegen den Verlobten Ihrer Richte Mißttaue» zu hege»,' sagte Pfarrer DitziuS, als er einige Tage später im Wohnzimmer de» Doktorhauses gemüthlich ta dem großen lederbe- zogenen Armstuhl zurückgelehnt saß, welcher sonst der gewohnte Platz seines Freundes Dollar Meynert ge» wese» war. Der Pfarrer hatte vo» neuem versucht, Fräulein Friederike davon zu überzeugen, daß Gertruds Heirath mit Herbert in jeder Beziehung ein großes Glück fei, daß tausende von Mädchen ihr Geschick preisen mürben, wenn es ihnen einen Mau» wie Kronau entgegengefübrt hätte.

Glauben Sie mir doch, Hebe Freundin,' fuhr der Pfarrer mit einem mißbilligenden Blicke auf das finstere Gesicht feiner Zuhörerin ruhig fort,ich bin ein erfahrener Mau» und glaube selbst, sage» zu dürfen, ei» Meuschenkeuuer. Ei« Seelsorger muß daS ja fein. Dieser Herr Krona» machte mir schon bei der ersten Begegnung de» günstigsten Eindruck, uud dieses Gefühl verstSitte fich »och, je näher ich ihu kenne» lernte. Er besitzt entschieden ein Herz ohne Falsch, einen männlichen Charakter und eine durchaus rechtliche Gesinnung; man wird wenige Männer heutzutage finde», denen man diese viele» guten Eigenschaften auS wirklicher Ueberzeugung »ach- rühme» kau». Was die äußere» Verhältnisse be» risst,* ber Pfarrer räusperte sich und klopfte länger, als er sonst wohl zu thuu pflegte, auf seine altmodische Hornbose, ehe er eine Prise »ahm; aber Fräulein Meynert bemerkte fein Zöger» nicht. De» Kops in bie Hand gestütz, blickte Sie in be» Herbst­nebel hinaus, welcher das ganze Hochthal auSfüllte.

(Fortsetzung folgt.)

_ . fich sparen, Herr Kronau,' entgegnete Sie hart,den» ich hatte leider nicht daS Recht, über Gertruds Hand zu entscheide», »ust würde ich meine Einwilligung entschieden ver­weigern. Aber fie hat einen Vormund, den Pfarrer Ditziu in Wildbad Gastein, fragen Sie bei dem an; er wird wohl die uölhigeu Erkundigungen über Sie einziehen.'

sagte war doch ein erbärmlicher Lügner. Ich hoffe, daß

Gertrud wieder vernünftig werden wirb. Komm nach j xjtiyc. auuu) fityLvytivip, ywuwwupi yuu

Hause, mein Kind,' und dabei wandte fie fich zum Gehen, «sein Haupt, brückte Gettrub mtt leidenschaftlicher

ita. s46S4 ekannte Sonn- ;l ent» dieselbe Anzeige erfolgt, ch«

smiverzüglich zur Kenntntß zu bringen. 7^ "

Heinr.r Den Vorgängen in unserer Provinz, wie dem lokalen Neil« wird di«Oberhessisch« Zeitung'ganz be-

MchW Jk

öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhai«.

Jllnstrirtcs Sonntagsblatt.

pg fie wieder nieder auf den moosbedeckten Felseu- sttz. Während ber Alpbach plätscherte, im Abeudhanch die Bäume rauschte» unb leises Zwitschern der Vögel, iie fich einander ihre Gutenachtgrüße zusandte», er» slang, küßte Herbert Laudskron den Mund uud die Keinen schlanken Hände Gertruds und sagte ihr immer aufs neue m jenem Stammeln des übermächtigen Fühlens, daS be­redter spricht als die kunstvollste Rede, daß er sie liebe, unendlich liebe.