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। solche Erinnerung/ entgegnete Gertrud, und große ^änen rollten über ihre Wangeu. Seit der Vater
lichen Geschwaders begann gleichzeitig mit dem Versuch, in Daiguiri und Puerto de BerracoS zu landen. Ein amerikanisches Kriegsschiff beschoß ein an der Küste von CienfuegoS im Gehölz liegendes Fort und zerstörte dasselbe. Zwei Offiziere und fünf Mann wurden leicht verwundet.
Einem spanischen Ueberseedampfer gelang es, die Blockade CienfuegoS zu durchbrechen und in den Hafen einzulaufen. Das Schiff überbringt Borräthe. Nach einer amtlichen Nachricht aus Portorico zeigte fich dort ein amerikanischer Kreuzer. Der spanische Kreuzer »Jnfanta Isabel", ein Kanonenboot und der Torpedobootszerstörer „Terror" feuerten auf denselben. Nach kurzer Zett zog sich das ameri kanische Schiff zurück. Die spanischen Schiffe liefen dann in den Hafen ein. Der Verlust spanischerseits beläuft fich auf einen Tobten und drei Verwundete.
Hinsichtlich der Verstümmelung amerikanischer Leichen, welche die Spanier nach den Gefechten vorgenommen haben sollen, liegt nun auch ein unparteiischer, aber beachtenswerther Ausspruch eines amerikanischen Chirurgen vor. Derselbe erklärte bestimmt, daß die gefallenen amerikanischen Soldaten nicht verstümmelt worden seien. Die Verwundungen, welche mau für Verstümmelungen gehalten habe, seien durch Schöffe aus Mausergewehren verursacht worden.
„Das ist ja langweilig," erwiderte das junge Mädchen mit leichtem StirnriGzeln. „Was ich einmal
Redakteur kann durchaus nicht als berufener Vertreter der öffentlichen Meinung seines Landes gelten. Er genießt vielmehr sammt seinem Blatte in den maßgebenden Kreisen Rußlands die gründlichste Mißachtung. Dem genannten General wurde übrigens seitens der Behörde nicht nur Uniformmißbrauch vor- geworfe», sondern auch sofort nach Bekanntwerden seiner Rede sehr deutlich bemerkt, wie unstatthaft es sei, daß ein ftemder Bürger eines befreundeten Reiches sich herausnimmt, derlei Reden in einem Lande zu halten, wo nationale Gegensätze herrschen und wo daher naturgemäß solche Amßerungen den Charakter beabsichtigter Friedensstörung annehmen. Komarow dankt es lediglich der traditionellen österreichischen Gastfreundschaft, daß gegen ihn nicht noch ganz anders vorgegangen worden ist und daß er noch innerhalb der schwarz-gelben Grenzpfähle verweilt. Das Blatt erwartet, daß Komarow während seines Aufenthaltes die Geduld der Behörden nicht auf weitere Proben stellen werde, da ihm sonst die Zeit seines Aufenthaltes entschieden gekürzt werden müßte.
Um 5y2 Uhr kehrte das Kaiserpaar auf der Nacht „Iduna" bei leichter Brise aus See nach Kiel zurück. Die „Iduna" machte dem Schlöffe gegenüber fest. Alsbald erschienen die Prinzessin Heinrich und Prinz Waldemar mit den Kindern zur Begrüßung an Bord der „Iduna". Nach einstündigem Verweilen begab fich der Kaiser in einer Rudergig nach der „Hohenzollern", wohin die Kaiserin nachfolgte, während Prinzessin Heinrich ins Schloß zurückkehrte. Sämmt- liche Rennyachten im Hafen haben über den Toppen geflaggt.
— Nach den amtlichen Feststellungen sind am 16. d. M. definitiv in den Reichstag gewählt: 37 Konservative, 11 ReichSparteiler, 9 Nationalliberale, 5 Antisemiten, 1 Freis. Vereinig., 1 Freis. Volksp., 83 Centtum, 12 Polen, 32 Sozialdemokraten, 7 Elsaß-Lothringer, 2 Bund der Lavdwirthe, 5 Bauernbund, 1 Däne, 3 Wildkonservative, 1 Wild- liberaler. Es sind 187 Stichwahlen nothwendig.
— Der erste Kursus zur Ausbildung von Lehrern an kaufmännischen Fortbildungsschulen wurde am 20. dS. Mts. zu Berlin eröffnet. Im Auftrage des Ministers für Handel und Gewerbe begrüßte der Geheime Regierungsrath Simon die einberufenen Lehrer, indem er zugleich auf die Bedeutung der Lehrkurse für die weitere Entwickelung des kaufmännischen Unterrichts- Wesens hinwies, und deren innere Einrichtung er« läuterte. Einberufen find 36 Lehrer aus allen Theilen Preußens. Die Vorträge erstrecken fich auf kaufmännisches Rechnen und Handelslehre (Reichsbankbuchhalter Behm), Buchführung (Bücherrevisor Rettig), Handelsrecht (Rechtsanwalt Dr. Staub), kaufmännische Korrespondenz und Wechsellehre (L r. Engelmann). Außerdem werden einige kaufmännische Fortbildungsschulen in Berlin besichtigt und Diskussionsabende über Themata ans verschiedenen Gebieten des kaufmännischen Unterrichtswesens veranstaltet werden.
— Verschiedene ausländische Zeitungen haben neuerdings die Meinung ausgesprochen, die „Marine- Polikische Correspondenz" sei ein halboffiziöses Organ und stehe mit dem Reichs-Marineawt in Verbindung. Dies ist, laut „Nordd. Allg. Ztg.", nach keiner Richtung hin zutreffend.
— Vor einiger Zeit konnten wir mittheilen, daß das preußische Handelsministerium die Juitiattve ergriffen hätte, die Schuhmacher-Innungen zur Erwägung von Maßnahmen behufs Abwehr der Ein-
Ein an Wiener „Fremdenblatt" veröffentlichtes Communiks hebt hervor, daß die höchst taktlose Rede des russischen General Komarow bei Gelegenheit der „Palacky Feier" in Prag die gesummte öffentliche Meinung Oesterreichs beschäftige. General Komarow als
befindlichen PreßschiffeS wird vom 22. Juni gemeldet: Heute Vormittag kurz nach 9 Uhr eröffneten die amerikanischen Schiffsgeschütze plötzlich das Feuer auf die Hügel, welche die Ortschaft I u r a g u a umgeben. Zur selben Zeit begannen Dampfschaluppen, welche eine Anzahl von Booten im Schlepptau hatten, zwischen den Transportschiffen hin- mid herzusahren. Nach und nach füllten die Boote sich mit Tmppen. Um 93/4 Uhr erschienen kubanische AusklämngSpairouillen westlich von Daiguiri, und in diesem Augenblicke begannen die Schiffe „New- OrleanS", „Machias", „Dettott", „Suwanu" und „Wcisp" das von der Küste nach dem Inneren zu liegende Gebiet zu beschieße», um die Landung der Truppen zu decken. In der ersten Viertel- stunde wurden 45 Schuß aus schweren Geschützen und zahlreiche Salven aus Schnellfeuergeschützen auf das Gebüsch abgegeben. Von den Spaniern
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aber ein Blick in das spöttische Gesicht der älteren Damen ließ sie verstummen.
m Da tönte die Hausglocke; wenige Augenblicke später hörte man das Geräusch von Schritten au: dem Kies, und in der nächsten Minute stand der Mann, von dem Tante und Nichte, soeben geredet hatten, Baron Rhoden, mtt seinem Freunde vor den beiden Frauen. »
Unwillkürlich hatten diese fich erhoben, erstaunt, aber nicht erfreut; doch in ruhigster Fassung erwiderten sie den artigen Gruß der Herren.
„Verzeihung, meine Damen," begann Rhoden, „daß wir nicht erst um die Erlaubniß bitten ließen, in ihrem Hause erscheinen zu dürfen — aber gestatten Sie, daß ich offen bin —'
„Ich schätze Offenheit immer," bemerkte das ältere Fräulein Meynert gelassen, da der Sprecher eine kleine Pause machte.
„— Wir fürchteten diese Erlaubniß nicht zu er- halten, wenn wir erst fragen," fuhr Rhoden fort „und Ihre Miene bestättgt diese Befürchtung."
Wenn Rhoden ertoartet hatte, hiermit ein kleines liebenswürdiges Lächeln auf dem Gesichte der Damen hervorzurufen, so hatte er fich geirrt. Die Tante blieb ernst wie zuvor, und Gertrud hatte fich wieder niedergcsetzt und stickte ft eifrig weiter, al» wären die beiden Besucher überhaupt nicht anwesend. Fräulein Friederike Meynert widersprach nicht einmal, sondern fragte ganz unvermittelt: „Haben Sie heute schon einen weiteren Weg znrückgelegt?"
Und als Rhoden verwundert bejahte, sagte fie in einem Tone, als ob fie erst mit sich zu Rathe ge- gaegen und nun zu einem Entschlüsse gelangt sei: „Dann muß ich Sie bitten, fich zu setzen."
Sogleich erhob fich auch Gertrud und schob zwei
wurde das Feuer nicht erwidert. Um 9 Uhr 50 Minuten fuhr das erste Boot mit Mannschaften in der Richtung auf die Küste ab, die anderen Boote folgten schnell. Sobald die Truppen gelandet waren, begaben sie fich in vollkommener Ordnung an ihre Plätze. Die Landung vollzog sich ohne Zwischenfall und unter großer Begeisterung. Als die Landung beendet war, erschienen die berittenen Streitkräfte der Aufständischen, die während der Beschießung in Deckung gestanden hatten, und sprachen den Landungstruppen ihre Glückwünsche ans. Während der Landungsoperationen war die See ruhig, es herrschte schönes Wetter, und ein leichter Wind milderte die Hitze. In Juragua waren keine Beschädigungen zu bemerken, nur das Lokomotivhaus, bas rollende Material und das Stationsgebäude harren die Spanier zerstört.
Die spanischerseits aus Kuba vorliegenden Nachrichten bestätigen die Landung der Amerikaner. Nach Madrid meldete ein Telegramm des Admirals Cervera, daß die Amerikaner an der Puerto de Berraeos, östlich von Santiago, landeten. Die Besatzungen der Schiffe vereinigten sich mit den Landttuppen, nm den Feind zurückzuschlagen. Der Admiral hält die Lage für kritisch. Eine dem Madrider UnterstaatS- sekretäc des Innern zngegangene Depesche, welche später eintraf, meldet, daß die Spanier die Angriffe des Feindes siegreich zurückwiesen. Auch der spanische Lriegsminister erhielt eine amtliche Depesche ans Santiago, welche besagt, daß der Angriff der Amerikaner auf Puerto de Berraeos nach hartem, blutigem Kampfe abgeschlagen worden sei. Der Kommandant von Santiago berichtete vor dieser Depesche: Die B e sch i e ß u n g Seitens des feind-
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meinen," und ihre Stimme nahm den Ausdruck der Verachtung an, „ein jeder ändere seine Absicht so schnell wie fie das häufig thun."
„Der Gemeindevorsteher fragte auch, welchen Wunsch Du bezüglich der Verwendung dieser Summe hast, — fie beläuft fich auf 160 Gulden — falls Du selbst keinen Anspruch darauf erhebst."
„Ich will gar nichts damit zu schaffen haben," entgegnete Gertrud heftig. „Was geht eS mich denn an, auf welche Weise der Herr Baron v. Rhoden sein Geld auSgeben will. Wenn er Wohlthaten zu spenden gedentt, braucht er mich nicht dazu. Den Gemeindevorsteher hat er ohnehin nur hergeschickt, damit wir erfahren, welchen Werth seine Brieftasche hat."
„Ein beifälliges, sarkastischer Lächeln umspielte die schmalen, aber schön geschwungenen Lippen der älteren Dame. „Du hast recht. Ich denke ebenso und wußte vorher, daß Du so entscheiden würdest. Ich habe Herrn Zilliug gesagt, Herr Rhode» möge, wenn er fich wieder gedrängt fühlt, der Freude über sein wieder» gefundenes Eigenthum durch einen Wohlthätigkeitsakt Ausdruck zu geben, ganz nach eigenen Belieben handeln. Für Dich sei mit Rückgabe der Brieftasche die Sache adgetha».
„So ist'S gut, ich danke Dir, Tantel" Das junge Mädchen schien noch etwas hinfügen zu wollen;
„Der Gemeindevorsteher Zillig ist dagewesen," bemerkte die ältere Dame nach längeren Pause. „Er hat mich gefragt, ob Du wirklich auf den Finderlohn verzichtest, welchen dieser Herr v. Rhoden bei ihm zu Deiner DiSpofitiou hinterlegt hat."
Umschau.
Am heutigen Mittsommertage, am 24. Juni, begeht der Großherzog Karl Alexander von Sachsen-Weirnar-Eisenach das schöne Fest seines achtzigsten Geburts- tag es. Ganz Deutschland, vorab das durch so nahe verwandtschaftliche Bande mit dem hohen Jubilar verknüpfte Kaiserliche Hans, feiert diesen Ehrentag des Nestors der deutschen Bundesfürsten in aufrichtiger Verehrung mit. Der greife Jubilar gedenkt den 24. Juni in der zur andächtigen Rückschau ein- ladenden Waldesstille von Wilhernlsthal zuzubringen. Nur freundlich verklärte Bilder können es sein, die dort vor seinem inneren Auge vorüberziehen werden. Eine fast 45jährige, segensreiche Regierung während einer stets denkwürdigen Entwickelungsperiode Deutschlands liegt hinter dem Enkel Karl Augusts, dem Bruder der ersten Deutschen Kaiserin, und er darf ich freudig sagen, daß sein und seines Landes be- onderer Antheil an den geschichtlichen Ereignissen der großen Zeit ebenfalls ein rühmliches Blatt füllt. Von dem nahen Berge aus sichtbar grüßt dann die Wartburg herüber, als ein Wahrzeichen des edlen Kunstsinnes, den Karl Alexander, der Tradition seines Geschlechtes auch hierin treu, allezeit bethätigt und gepflegt hat.
Gartenseffel für die Herren zurecht und nahm dann stumm ihre Arbeit wieder auf.
Wie sonderbar dies alles war. Rhoden warf seinem Freunde einen Blick des Erstaunens zu; aber dieser beachtete unverwandt die kleinen Hände der jungen Stickerin, die schlanken Finger mit den rosigen Nägeln, welche so flink die Nadel führten, so geschickt Blätter und Blumen auf den glitzernden Stoff gezaubert hatten.
Baron Rhoden hätte angesichts der Zurückhaltung der Damen sonst wohl sofort das HauL verlassen; hier aber fühlte er fich festgehalten, fein Interesse war erweckt, nicht nur durch die Schönheit GerttudS, sondern mehr noch durch die Seltsamkeit im Verhalten der Tante, welcher jedoch eine gewisse Würde, ja selbst Eleganz nicht abzusprechm war. Er mußte, schon um des Freundes willen, mehr von den beiden Bewohnerinnen des einsamen Hauses zu erfahren suche». So legte er denn mit einer Verbeugung die Hand auf die Lehne des Sessels und sagte: „Sie sind sehr fteundlich, gnädige Frau, wir nehmen gern Ihre Güte an. Erlauben Sie indeß, daß wir uns zuerst vorfielleu. Mein Name ist —'
„Nicht vöthig, mein Herr," unterbrach ihn das ältere Fräulein Meynert. „Meine Nichte bat mir ihr kleines Srlebniß von gestern mitgetheilt, und ihrer Beschreibung nach wußte ich, daß Sie Herr Baron sthode», und daß Ihr Begleiter Herr Kronau ist. lnd nun, bitte, was führt Sie zu uns?"
Der sonst so gewandte Weltmensch war der abweisende» Sprache der Dame gegenüber fast außer Faffnug geraden. „Gnädige Frau, Ihr Fräulein Nichte," begann Rhoden; aber wieder wurde er unterbrochen.
(Nachdruck verboten.)
Wie es endete.
Roman von Maria Theresia May, Eerf. des preisgekrönten Romans „Unter der Königstanne.
(Fortsetzuns.)
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' Deutsches Reich.
Berlin, 23. Juni. Se. Majestät der Kaiser traf von Helgoland kommend, gestern Nachmittag 4*/4 Uhr in Brunsbüttelkoog ein. Aus der Fahrt hörte Se. Majestät an Bord der Nacht „Hohenzollern" den Vortrag des Gesandten Grafen Wolff-Metternich. Heute früh um 3 Uhr setzte Se. Majestät die Fahrt nach Kiel fort. Aus Kiel wird dann gemeldet: Die Kaiseryacht „Hohenzollern", mit Sr. Majestät an Bord, lief um 12 Uhr 50 Minuten aus dem Kaiser Wilhelm - Kanal in den hiesigen Hafen ein. Als die Kaiserliche Nacht in Sicht kam, feuerten sämuttliche Kriegsschiffe den Kaisersalut, die Mannschaften standen in Paradcstellung. Prinzessin Heinrich mit dem Prinzen Joachim und der Prinzessin Viktoria Luise hatten sich kurz zuvor mittels Salonpinasse nach der Holtenaner Schleuse und von dort aus an Bord der „Hohenzolern" begeben. Bald nach dem Eintteffen der Kaiser-Nacht begaben sich der Chef der Marinestation Admiral Koester, sowie der Geschwaderchef Vizeadmiral Thomsen zur Meldung an Bord. Das Wetter war prächtig. Der Kaiser ist um 2l/2 Uhr Nachmittags mit dem „Meteor" in See gegangen, „Komet" folgte. Bei dem Bülker Leuchtthurm traf der „Meteor" mit der „Iduna", auf welcher die Kaiserin von Eckernförde eingetroffen,zusammen. — Es fanden Nachmittags mehrfache Gewitter statt.
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
«tPcohtcn: Markt 21. — Tckphon'ss. 8 Jllustrirtes Sonntagsblatt. Verantwortlich für bie Redaktion Redakteur M. Hartmann in Marburg
_________________~__.. _____________________Redaktion: Markt 21. — Telephon 65.
Diese hatte sich wieder über ihre Arbeit gebückt. •3a. (Betrüb, umso besser," wiederholte fie gleich- *äkhig ruhig, und nur ein scharfes Ohr hätte die schmerzliche Bitterkeit heraushören können, welche in chrem Tone lag. „Nur die Zett hilft uns Leid überwinden, und große» Leid braucht viel Zeit; ich Möchte ihr ein doppeltes Flügelpaar wünschen, damit be schneller für mich verginge. Je mehr daS, was ’/s erlebte, zur Vergangenheit wird, desto beffer für % 101S *<ine Ruhe. Aber ich fühle, daß es Erinnerungen (% 38’' liebt, zu deren Linderung selbst der ewig wachsende
"lest „Zeit" nicht stark genug ist."
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Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr- die ge- —, . Ara Ml-n" L Vogler, Frankftrrt a. M., Cassel, Magd«- no c^rtt;rrt
Z-il- ober deren Raum w Psg.. Reklamen: die Zeile 25 Psg. SiMMbeNd, 25. JllM 1898. C'1 SbeTt -xSW-
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il4 100* glaube ich oft, ich fei auch gestorben. Wie
1% i 98*1 .Ute ich mich sonst über die Herrlichkeiten der Natter.
-uhr von amerikanischen Schuhwaaren, bgenannten Schleudersorten, anzuregen. Wie man hört, ist die sächsische Regierung in ähnlichem Sinne vorgegangen. Es läßt sich daraus schließen, daß es ch bei diesen staatlichen Anordnungen um eine Maßnahme handelt, die fich auf das ganze Reich erstreckt.
> 78 — ich mich sonst über die Herrlichkeiten der Natter. 1% 100S W scheint fie mir allen Glanz verloren zu haben, ", gehr'» mir mit allem anderen, was ich sonst geliebt, !%! m *lt der Musik, mit dem Lesen —*
-Für Dich wird das alles noch einmal wieder '% ^tr8 werden Du bist noch so jung Gertrud," ent» % «7? Dritte die Tante mit demselben kühlen Gleichmuth, J' welchem sie bisher gesprochen hatte. „Gieb Acht, keine Thräne auf den Atlas fällt; der Fleck wäre ■■ istigstck in entfernen."
. Gertrud trocknete die Thränen und stickte gleich der j *®nte eifrig weiter; unter ihrer Hand entstand auf l£* Rlbergrauen Seidenstoff ein Strauß von herrlichen eiblauen Genziaue».