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Inla). Für die gejammte wahlfähige Bevölkerung besteht
»un die Frage: welchen der beiden Kandidaten
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den Verlust bemerkt und bin sehr eifieut, sie wieder
(Fortsetzung folgt.)
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zu haben. Nehmen Sie meinen besten Dank —* er schwieg verlegen.
„Das wird nicht nöthig fein," unterbrach in diesem Augenblicke eine Helle Stimme das Gespräch der beiden, ich glaube, ich habe das gefunden, was Sie verloren haben.*
** gut» genug, um zu wissen, daß ich nicht daran aken würde, Jngeborg Preyern zu meiner Gattin ^chen zu wollen wenn Du sie wirklich im Ernste ^test. Ich würde dir sagen: setze alles daran, sie ^ gewinnen, »nd würde sogar den Brautwerber “ machen. Aber ich habe Jngeborg und dich
genau beobachtet und bin überzeugt, daß sie bis jetzt eine andere als freundschaftliche Neigung zu Dir nicht empfindet."
„Natürlich, wenn Dn dabei bist —"
Herbert Landskron beachtete diese Unterbrechung eines Freundes nicht, sondrrn fuhr fort: „Ich bin in einer viel schlimmeren Lage als Du, Lothar. Wenn sich Dein Herzenstraum nicht erfüllt, so brauchst Du garnicht zu henathen. Aber ich als der letzte meines Stammes bin gewissermaßen moralisch verpflichtet, mich zu vermählen —"
»Ob mit oder ohne Liebe," warf Rohden spöttisch ei».
„Ganz recht, ob mit oder ohne Liebe wiederholte Graf Landskron mit schmerzlichem Ernste. „Glaubst Du denn, ich denke leichten Herzens an solch eine Standesheirath, und ich fühle recht tief im Inner», wie unwürdig eigentlich ein solches Abwägen reiner Äußerlichkeiten, wie Name» und Herkommen bei der Wahl eher Lebensgefährtin ist? — Aber was soll ich thun? Den Traditionen meiner Familie kann ich nicht zuwiderhandeln, und gerade die möglichste Gleichheit zwischen der Lebensstellung des Mädchens, das ich wähle und der meinen bürgt mir dafür, daß ihr „Ja" nicht in Erwägung meines Ranges und Besitzes gegeben wurde. Freilich träumte ich auch zuweilen, Lothar. Ich stelle mir vor, daß ich eines Tages einem reinen holde» Mädchen begegne, das nichts von meiner Grafenkroue weiß und fein ganzes Hkrz mit all der Seligkeft einer ersten Liebe dem armen unbekannte» Maler zu eigen gießt. Und dann die Geliebte mit alle» Schätzen zu überschütte», ein Diadem auf ihr Haar zu drücken und schließlich h ihrem Blick zu lese», daß für sie alle Herrlichkeit der Welt nur Werth hat, wenn der Geliebte sie theilt
ach, das müßte ein Gefühl ohne gleichen {ein. Aber dieses Mädchen, so wie meine Seele es schaut,
genommen, nicht sein Mandat niedergelegt Hai, als er sah, daß ihm seine Verhältniffe eine gewissenhafte Ausübung desselben unmöglich machten. Seine ftüheren Leistungen und seine späteren Vergessenheiten heben sich gegenseitig auf. Nu» mag es als ein schöner Zug der Bevölkerung unseres Wahlkreises gelten, daß sie zum Theil an Böckel festhielt trotz der Enttäuschungen, die er ihr bereitet hat; aber dieser Dank sollte mit dem Erfolge erschöpft fein, der Böckel im ersten Wahlgange trotz der heftigsten Gegnerschaft bereitet worden ist. Es liegt nicht einmal im Interesse Böckels selbst, daß er abermals in den Reichstag gewählt würde. Weder seine Lebensstellung, noch seine Angehörigkeit zu der kleinen, die auf sie gesetzten Erwartungen fortwährend täuschenden antisemitischen Partei befähigen ihn in höherem oder nur in gleichem Maße für unseren Wahlkreis ober die Allgemeinheit thätig zu sein, wie es der ihm in jeder Beziehung überlegene konservative Kandidat von Bartenwerffer vermag. Den Enttäuschungen, die Dr. Böckel bereits Bereitet hat, würden und müßten neue folgen, die ehemalige Beliebtheit, die heute nur noch durch die Erinnerung an Vergangenes schwach gehalten ist, könnte und würde sicher in ihr Gegen- theil umschlagen. Dr. Böckel, der in der Sturmund Drangperiode des in natürlicher Reaktion gegen die vorausgegangene Gründungsperiode entstandenen Antisemitismus unfern Wahlkreis als den ersten den Antisemiten eroberten, gehört der Vergangenheit au. Der neue, geläuterte, ruhiger gewordene Böckel hat als Wahlkandidat neben einem Kandidaten der konservativen Partei von der Bedeutung des Herrn von Bartenwerffer keine Berechtigung mehr. Seine Wiederwahl würde nur alte halb vergessene Reibungen in unserem Wahlkreise neu beleben, während die Wahl v. Bartenwerffers in jeder Beziehung beruhigend, versöhnend wirken würde und muß, ohne daß den Anhängern Böckels ein Vortheil verloren ginge.
Eine Beruhigung scheint aber in unserem nicht erst durch die letzte Wahlbewegung aufgereizten Wahlkreise dringend nothwendig. Konfessionelle und religiöse Gegensätze haben in ihm schon lange eine Ausdehnung und eine Herbheit gefunden, die jeden wahren Menschen- fteund auf das schmerzlichste berühren muß. Und zu diefin Gegensätzen sind namentlich seit Gründung des Bader'schen Blattes noch die soziale» Gegensätze hinzugetreten und in einer Weise verschärft worden, für die gerade in unferm stillen Wahlkreise nicht die geringste innere Veranlassung vorliegt. Es würde
durch ihre Betheilignng an der Wahl ge-I „Die wichtigste Erbschaft, welche Mir Mein Er- schehen kann. Zn dieser nothwendigen Ablehnung I lauchter Großvater und Vater hinterlassen haben, die Böckels kommt für sie die Nothwendigkeit der An-!Ich mit Stolz und Freude angetreten habe, das ist lehnung an von Bartenwerffer, der, wie es hier! die Armee. An sie habe Ich Meinen ersten Erlaß bereits früher auseinandergesetzt wurde, in allen! gerichtet, als Ich den Thron bestieg, an sie richte wesentlichen Punkten, genau dieselben Ziele verfolgt, »Ich jetzt beim Eintritt in das nächste Jahrzehnt aufs neue wie der im ersten Wahlgange vom Zentrum auf-! Meine Worte: Ihr, die ihr jetzt versammelt seid, das gestellte Kandidat Müller. ES läßt sich so mit Be! Erste Garde-Regiment zu Fuß, in dem Ich auf- stimmtheit erwarten, daß die Anhänger des Zentrums I gewachsen bin, das Regiment der Garde du Corps am 24. Juni-sich einstimmig für die konservative I als das vornehmste Leib-Regiment der Kavallerie der Kandidatur entscheiden werden, und wenn diese unsere »preußischen Könige, das Leib-Garde-Husaren-Regiment, Hoffnung sich erfüllt, sehen wir mit Freuden durch I das Ich Selbst kommandirt habe, und das Lehr- die Aufstellung des General v. Bartenwerffer auch! Infanterie-Bataillon, welches das gcsammte Heer rc- einen Schrstt des Ausgleiches zwischen der auf dem I präsentirt und das in Potsdam die Ehre genießt, gleichen Boden stehenden evangelischen und katholischen! für den König und sein Haus die Wachen zu stellen. Bevölkerung unseres Wahlkreises geschehen, von dem! Es ist wohl kaum einer Armee so schweres Leid ge- wir das Beste für die Zukunft erwarten. Ifchehen, wie damals im Jahre 1888. Niemals hat
Ader auch in weiterem Umfange würden wir in I eine Armee im Laufe eines Jahres zwei so gewaltige, der Wahl v. Bartenwerffers eine Beruhigung unseres i lorbeer- und ruhmgekrönte Heerführer verloren, die Wahlkreises finden. Erst seit dem Verlassen der »auch gleichzeitig ihre Kriegsherren waren.
alten Tradition, daß unser Wahlkreis durch einen! Mit tiefem Dank blicke Ich auf die Jahre, die Konservativen vertreten wurde, ist er ein Versuchs-l seitdem verflossen find, zurück. Es ist wohl feiten selb für alle möglichen Parteien geworden, und ist leine so schwere Zeit über das Haupt eines Nach- damit eine bisher unerhörte Verwirrung und Ver-Ifolgers dahingegangen, der Seinen Großvater und Bitterung in den Anschauungen unserer Wählerschaft »Vater hat in kurzer Zeit hinsterben sehen müssen, angerichtet worden. Hat unser Wahlkreis erst einmal! Mit schweren Sorgen übernahm Ich die Krone; wieder seine alte gute UeBeilieferung ausgenommen, I überall wurde an Mir gezweifelt, überall stieß Ich dann ist auch vorauszusehen, daß »ns in Zukunft »auf falsche Beurtheilung, nur Eine Halle zu Mir diese ungerufenen Apostel neuer Lehren vom Halse I Vertrauen, Eine glaubte an Mich, das war die bleiben. Für Parteien, die mit unausgegohrenen I Armee, und auf sie gestützt, im Vertrauen auf unseren Ideen die soziale Frage lösen wollen, die in unserer lallen Gott, übernahm Ich Mein schweres Amt, wohl Gegend nicht zu den brennenden gehört, oder dieiwissend, daß die Armee die Hauptstütze Meines ;ier, wo der Mittelstand vorherrscht, den Kampf.Landes, die Hauptsäule deS preußischen Throns sei, zwischen Kleinen und Großen predigen, ist in unserem I auf den Mich Gottes Raihschluß berufen. So wende kreise kein Boden vorhanden. Das hat der Aus-1 Ich Mich denn heute zuerst an euch und spreche euch all der Stichwahl in erfreulichster Weise dargethan. I Meinen Glückwunsch und Dank aus, in welchen Ich Aber wir sind keineswegs sicher, daß nicht durch! zugleich mit euch alle eure Brüder in der Armee neue Agitationen die diesmal abgewehrte Saat »umfasse. Ich habe die feste Ueberzeugnng, daß in
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain.
„ >22 Jllustrirtes Sonntagsblatt. »TTSES” h
»Und Du?" unterbrach Lothar hastig.
, »Ich' mein Junge, werde wahrscheinlich ein guter >ohn sein und mich fügen, obgleich ich Dir damit fomentan Schmerz Bereiten müßte. Ich weiß recht irkunzc» wie glühend Du Jngeborg verehrst; da ich Dich wohl schon ein Dutzeudmal im Zustand eher
—-jjj Menden Verehrung gesehen habe, so empfinde ich iSftr.l* $ allzugroße Gewissensbisse nud bin überzeugt, Du
vtz bald einen neuen Gegenstand gefunden haben, welche» Du Dich begeistern kannst."
„Das ist eine billige Entschuldigung," murmelte 'den und warf feine Cigarre fort.
»Nein Lothar, Du bist ungerecht. D» kennst
sollen wir wählen? In ihren Programmen i: rfcls. schlechterdings kein anderer Unterschied zu finden, als Miß Dr. Böckel seinen Antisemitismus betont, während bei General von Bartenwerffer seine streng christliche Gesinnung hervortritt, in der selbstverständlich auch die Ablehnung gegen alles unchristliche heschästsgebahren, gegen alle eigennützige Ausbeutung des Schwachen enthalten ist, mag sie von Israeliten ober Germane» ausgehen. Wem «der sollte nicht die auf einer positiven christliche» Ueberzeugnng beruhende Bekämpfung -Iler Unwahrheit mehr zusagen, als ehe vekämpsung unlauterer Praktik-ns, nicht frei von ffenvoreingenommenheit und ausschließlich gestützt raf geschäftsmännische Erwägungen? Dr. Böckel beruft in feiner Bewerbung um Wahlstimmen auf seine slühere Thätigkett in unserem Kreise, auf seine Verdienste um die Befreiung mancher unserer Bauern von b« Abhängigkeit jüdischer Gläubiger oder Wucherer, RILGründung von ländlichen Konsumverehen u. bgl. I --Diese Verdienste sollen ihm ungeschmälert bleiben.
Iber es kann ihm auch nicht vergesse» werden, daß
Ausgang schließen. Für die den Ausschlag gebenden »daß jeder Wähler, der u»S den Frieden erhalte», Katholiken uuseres Wahlkreises, von denen eine »unserem Kreise seine alte ruhige Entwickelung znm Minderheit sich den Konservativen, die Mehrheit sich I Besseren bewahren, die Hineintragung uns nicht dem Zentrum angeschloffen hat, ist die Kandidaturiunmittelbar berührender Kämpfe fern halten will, Böckels aus hunderterlei Gründen unannehmbar. I am 24. Juni seine Stimme gebe, dem Die Wahl Böckels, des Antisemiten, läuft u. A. auf! « «s
den Willen hinaus, für unsere jüdischen Mitbürger I $*»**<" i* D. von Bartenwerffer
Ausnahmegesetze zu schaffen, ihnen die Vortheile der!----— ~
Emanzipation ganz oder zum Theil wieder zu ent-I HmMmir
reißen. Dem Zentrum gilt aber als oberster Grund-1 Uul|UJUU.
satz: Kampf gegen alle Ausnahmegesetze. Schon! Die von Sr. Majestät dem Ka iser am 16. von diesem Standpuntte aus ist den Angehörigen I d. M. an die im Lustgarten zu Potsdam versammelten des Zentrums die Wahl Böckels unmöglich, ja ist »Leib-Regimenter gehaltene Rede hatte folgenden es ihnen eine Pflicht, sie zu verhindern, was nur! Wortlaut:
Zur Wahlbewegung.
Wir schloffen unsere letzte Wahlbettachtung mit der Beobachtung, daß aus den Wogen des in unfern: Kahlkreise tosenden Wahlkampfes die Persönlichkeit des Kandidaten der Ordnnugsparteien, Herrn General »on Bartenwerffer, sich immer deutlicher hervorhebe, den einzigen festen Punkt in der chaotisch bewegten Wahlfluth vorstelle. Unsere Ansicht hat «zwischen ihre Bestättgung gefunden. Unser Kandidat ist, wie bei der Ueberfülle der Mitbewerber vorans- znsehen, zwar nicht sofort als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen, aber auf ihn haben neben Dr. Böckel, dessen ehemalige Volksbeliebtheit auf dem Laude sich noch strichweise erhallen hat, die meisten Stimmen vereinigt. Der Umstand, daß gerade diese beiden Kandidaten die größte Stimmenzahl erhielten, betätigte zugleich unsere weitere Behauptung, daß «User Wahlkreis sich seine gute alle konservative Gesinnung erhallen habe, die bei einer Bevölkerung, bei der Landwirthe und städtische Angehörige des Mittelstandes die große Mehrzahl bilden, selbstverständlich erscheint. Denn auch Dr. Böckel ist, »migstens nach seinem Programm und seinen Wahlreden, ein Konservativer; und es zeugt von dem ge» Milben Sinne unserer Wählerschaft, daß sie durch ihre Vorliebe für die genannten beiden Kandidaten
Ä * (Nachdruck verboten.)
P Wie es endete.
L Roman von Maria Theresia May,
•nf. des preisgekrönten Romans „Unter der Königstanne."
(Forts-tzung.)
” - „Mein lieber Junge, Du willst mich mal wieder Aokn, wie so oft schon," antwortete der letztere U gleichmüthig, „und ich kann Dir heute nur daS- lbe wiederholen, was ich Dir schon zehnmal gesagt habe, »d was Du leider nicht glauben willst. Meine Cousine »geborg ist eh schönes begehrenswertstes Mädchen, «b wir find einander wie Geschwister zugethan; aber 'chtS weiter, auch von ihrer Sette nicht, ttotz attigd Ares ungläubigen Kopsschüttelus. Meine Mutter siegel duscht, daß ich Jngeborg zur Gräfin Landskron
bewiesen hat, sie wisse konservative und staats- (4194 erhaltende Parteien von Parteien zu unterscheide», ta die Nackheit ihrer mehr oder minder sozialdemo- lraiischen Tendenzen mit einem konservativen Feigen-
. u. v9 m-Ttav mantip iixtr. St ipfc.Si; vftr.
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1,-11.». ZM -d,, »m. R-»» I» K>„ »L.» d» Nl< 2° Ps-, Mittwoch, 22. Ium 1898. O. « 'ja°r8'
er seinen gläubigen Zuhörern in jugendlichem lieber- ein wirklicher Segen und von unschätzbarem Werthel von Zwietracht und Verhetzung abermals bei »ns etfer eine Fata Morgana borgeganfelt hat, sie mit seien, wenn durch einen Bartenwerffer'schen Wahlsieglauszusäen versucht werde, und darum bitten und Versprechungen berauscht, ihnen Aussichten eröffnet, eine Anbahnung besserer Verhältnisse erreicht würde.Ihoffen wir, int Interesse des ton» bte zu erfüllen niemals in seiner Macht lag, und die Glücklicherweise lassen alle Anzeichen auf diesenIfeffionellen und sozialen Friedens, ihm heute selbst ein Lächeln auf die Lippen locken ° ----- . ----- -----
müssen. Und es kann ihm auch nicht vergeffen werden, daß er feine Reichstagspflichten allzu leicht
ist mir bis jetzt noch nicht begegnet und ist wohl! Blitzschnell wandten sich die Freunde um. Da
überhaupt nicht zu finden." I stand eh junges Mädchen vor ihnen, defle» Komme»
„Und wen» Du es fändest, liebster Herbert, würdestI fie vollständig überhört hatten. Sie zählte wohl Du es ganz gewiß nicht heirathen. Es werden Dir,»kaum achtzehn Jahre; ihre Erscheinung war so eigen» dem Schwärmer, dem Idealisten die „Tradittonen"»artig und dabei von so außerordentlichem Liebreiz, Deiner Familie einfalle», und Du wirst, ihnen getreu,»daß die Freunde sieh der höchste» Bettoffenheit hingehen, nm die Hand der Gräfin Jngeborg Preyern I anftarrten.
bitten. — Na lassen wir es gut fein, Dn bist doch I Sie war groß, von anmuthiger Figur, das Haar für 'S' M1?, P,eiflOnnCVfib9f 4 T ?erf$runs Dom schönsten Blond umrahutte eh regelmäßiges »nsthafte, dauemde ist. - heftet, aus welchem die dunkelbraunen Ange» wie !• ? met"e' e3 »roße Fragen hervorleuchteten. Die kleine», weißen
äctt S“ o «, , , . ! Hände waren ohne Handschuhe; eh runder Sttohhut
® r' h"öe metue SkizzeImit einem Strauße frischer Kornblumen als einzigen
Thales nahest vollendet. Was »Schmuck verziert, hing lose über ihrem Arm, ihr noch fehlt, mache rch morgen." ^er junge Graf er- Kleid war vom ehfachste» Stoff. Die ganze @r= mfew*' LIe ^ alrlen^ 0»9Cnb' I schrinuug ttng dabei so sehr den Stempel der Vor-
unh6n?terK» YfL e<$Itden8 aus! nehmheit und edelsten Reinheit, daß man über biefen
unb ^tersuchte ^SftlneTaschen. Widerspruch zwischen bem Wesen und bem Aeußere»
h»rr»r«HI ebet 'ch ^a6e mt,ne Brieftasche »d-z jungen Mädchens nicht leicht hinwegkommen
-Hast Du Wertbsachen darinI
„Ja, mein ganzes Reisegeld „Vermiffen Sie diese Brieftasche? fragte das
„Run, das wttd sich ersetzen lasten." »Mädchen ruhig, scheinbar ohne die Ueberraschnng der
„Außerdem meine Legittmattonspapiere nnd mehenl^eu Herren zu bemerke», und reichte ihnen, nachdem Brillantting, ein Andenken meiner Mutter." Pe den Hut leicht auf den Kopf gedrückt hatte, ehe
„Dieser Verlust wäre allerdings unersetzlich," rief IeIeSante Tasche von schwarzem Leder hin.
Graf Laudstton theilnahmsvoll; „aber wenn die! Lothar von Rhoden griff schnell darnach. „Ja, Brieftasche überhaupt gefunden wttd, erhälst Du fiel lieber Kind — mein Fräulein," verbesserte er sich, hier bestimmt zurück. Die Landbevölkerung ist sehr Ida ein stolzer Blick der große» braune», in goldene» ehrlich. Wir werde» beim Gemeindevorsteher von! Lichtern schimmernden Auge» der Fremde» ihn ttaf. Böckstem sofort ben Verlust anzeigen, und auf bem | „3a, das ist meine Brieftasche. Ich habe soeben erst Rückgang wolle» wtt selber suchen." den Verlust bemerkt unb bin sehr erfreut, sie wieder