zu erhalten.
Umschau.
Deutschen Volkswacht* vom 25. Mai lesen:
2.
3.
lcnne oder dem Stammhalter Ewald?
tJiVNIWU, WlUU U u»b die Alten waren um Jahre verjüngt.
Granne sie.
Ende.
stzeu brach. ,.r
’ im letzten Jahre drüben in Brasilien waren und 8 täglich, stündlich nach den Kindern sehnten?*
Begabt, so daß Deine Mutter Dich für ein Genie hält. So gute Zeugnisse, wie Du sie hattest, find
Wähler des Wahlkreises Marburg-Kirchhain- Fraukenberg-Vöhl!
Am 24. Juni soll in unserem Wahlkreise die Entscheidung fallen, ob Ihr in den nächsten fünf Zähren im Reichstage durch den General z. D. von Sartenwerffer oder durch Herrn Dr. Böckel vertreten sein wollt.
Das Programm der beiden Bewerber um Eure Stimmen ist das gleiche.
Herr Dr. Böckel versprach in seinem Wahlaufruf einzurreten für:
1. Erhaltung der politischen Rechte und Freiheiten des deutschen Volkes;
2. Schutz und Schirm der deutschen Arbeit, insbesondere des Mittelstandes und der Land- wirthschaft.
3. Bekämpfung des internationalen Großkapitals, der jüdischen Geldmächte in allen Gestalten, als da sind: Großbazare, Börse, Wucher usw.
4. Erhaltung unserer Wehrkraft auf der Höhe, die zu einer siegreichen Abwehr unserer Feinde erforderlich ist.
Herr General von Bartenwerffer nrtritt in Rede und Wahlaufruf die gleichen Ziele, drnu er verpflichtet sich, einzutreten für:
1. die Erhaltung des allgemeinen, gleiche» und geheimen Reichstagswahlrechts und die Wahrung aller verfassungsmäßigen Rechte des Volkes und der Regierung; |
einen wirksamen Schutz der Landwirthschast, I waren bis Sonntag früh (heute, am Montag, insbesondere die Erhaltung eines fräftiaen I toei^en die noch fehlenden 6 auch noch bekannt »-.---»-»d,», H-img les $anto,rle*n»e» 3®SrnfemS»?"s 'tis'S, 1s
und des Kleinhandels, Förderung der deutschen Centrum, 4 Reformpartei, 9 Nationalliberale, 2 freif. Industrie, die Wohlfahrt aller arbeitendeuKlassen; I Vereinigung, 1 frets. Volkspartei, I Bund der Land- Besteuerung der großen Versandtgeschäfte, Be-l wirthe, 34 Sozialdemokraten, 14 Polen, 1 Däne, käwpfung der Ramschbazare und des unlauteren Fraktionslose, 2 Bauernbündler. 181 Stich- k. ns:, 1
Verhinderung des Guter-und Getrerdewuchers; Reforwpartei, 69 Nationalliberale, 10 freisinnige
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhain.
CQxbliion: Markt!Jllustrirtes Sonntagsblatt. Berantwortlich für die Redaktion: Redakteur M. Hartmann in Marburg. ____________ __Redaktion: Markt 21. — Telephon 55.
J? ,*?lb neuen Versprechungen vativenund Nationalliberalen treten ehrlich für'sIdaß ein Artikel des Organs dieser Herren Köhler ^aIten Seme Stellung als Der- Centrum und den Freisinn gegen dielund Hirschel, der „Deutschen 58 o If 8» hflJ?” ?lt r» Sozialdemokraten ein, sie wollen auch in Berlin wacht* mit der Ueberschrift „Was verlange»
7 be“ 4 ^«finnigen Volksparteiler» gegen dielwir von einem ReichstagabgSeordneten*
hörte und voraussichtlich wieder beitreten wurde, ist Sozialdemokraten am Freitag in der Stichwahl I folgenden Passus enthält!
? « £2nfI“61?8 “nb wenig thätig; von durchhelfen. Das Ganze muß in's Auge gefaßt Die Hälfte sämmtlicker
CUf f^rCnben SlCife tft beinb^“nb müsse» die Einzel-Stimmungen sRei^{age8 w\ mi/Sl0ÄSCreS Anders Herr General von Bartenwerffer. Er Stift'" es^fttzt^ auch?nun?erem sT^T-l S°« jeder unserer Abgeordneten wie
-in schlichter Mann des Wortes, ohne Stolz und Kreise/ Jetzt komm? eS darauf an, nachher änhött^ Daskönnen w7r n7cht vttlanaen^ Von
Standesdunkel, von strengst-r Gewissenhaftigkeit und vielen Verhetzung, durch die unser Wahlkreis nameut- fX^
EtS-isch°m Mchtg-fühl; er wird seine Ver- lich wegen der Kandidatur Böckel in Erregung sonder-
sp«chungen und seine Pflichten als Abgeordneter gleichen gebracht worden, die Wahl-Sache vor der Db«7k $aitei @ie föinenP»Ä
«^mals verg-sseu Seine völlig unabhängige Stellung Stichwahl wieder in ruhige Geleise zu führen, die thun ^Gamanders tteat^dkSacke SiSh
«-stattet .hm, s-me ganze Kraft und Arbeitszeit der Vertretung des Kreises durch einen nXSJ 9Lr S S*
übernommenen Aufgabe zu widmen, für unseres IH e r r n von der Art des Dr Böckel «ml sf'mmungen namentlich über wichtige »Gesetze.
Volkes und unseres Kreises Wohl zu wirken. Er des lieben Friedens und des Wahlkreises wahrhaftes ®b wer'den das auch7hu7*^ g-härt einer alten großen Partei an, in der that-IWohl willen zu beseitigen Wer unterstützt I '
kräftiges Eintreten für die ärmeren und mittleren denn heute »och außer den aus ihrer eigensinnigen | t bescheidenen Anforderungen genügen
Volksklassen herkömmlich ist. Seine hohe gesell-1 Verranntheit nicht zu bekehrende» Wählern Böckels! ??? bie. ,^erre” ^lr^cI und Köhler nicht; denn schäft iche Stellung wird ihm die Durchführung seiner vom Hauptwahltage, dem 16. Juni, diesen abfonberd bi‘fe würdigen Volksvertreter schwänzte» bekanntlich pol'tisch-n Ziele auch durch persönlichen Eivfluß lichen Kandidaten, der uns im Wahlkreis einer bewuudernswerthen Hartnäckigkeit die
erleichtern. auf dieselbe verlachte Stufe herab- Satzungen des Reichstags auch bei wichttgen Ab-
Wer könnte nach dem noch zweifeln, wem erldrückt, wie sein Freund A h lw ar d t deml^"'^."'?1""" wie Böckel! — Kleinbauern, seine Stimme zu geben hat? In Eurem und des Ar n 8 w a l d e - Fr i edeb e r a er Kreis Nein Laudwirthe, denkt doch einfach nach:
R-tch-s Interesse, zur Ehre unseres Wahlkreises, wir wollen einen Mann wähle», der den W ah ^r-nwerth in seiner schlichten Wahr-
wählt den Kandidaten, der Euch sein Wort nichtlkreis wieder in Ach tung bringen wirdl^"' ,'-mer Pflicht- und Ueberzeugungstreue, brechen wird, Herrn v o r I e d e r m a n n, es ist dies der Herr General Este n Erklärung am Festhalten am jetzige«,
General z. D. von Bartenwerffer M,ott Bartenwerffer! Wir bleiben bei ^^8°i?-n°BNck?l'
. «»»«»«-«HCT Ibem. was Derr K inaelb 8 ser - Hnss-nbm>s-n la-6-n eine» Böckel unser General Von Barten-
Marburg. IM, ö Ä6' S =»““
Wiegand sagte, e h e die Wiegandianer vor! ~l<$. wieder m dessen Vertretung. Wählt am 24. Böckel kapitulirten, und was wir in ber|$unt bcn ^-ueral z. D. von Bartenwerffer!
„Ueber diesen Herrn (Böckel) viel zu sagen,! Wie nach bat letzten Depeschen aus Rom über lohnt sich nicht der Mühe, mag Dr. B. sich heute! die Verhandlungen der Deputirteukammer voraus- einer Parteirichtung anschließen, welcher er willdzuschen war, hat die Diskussion über die Politik des für jeden anständig d e n k e» d enIK a b i n e i 8 Rudini einen für Rudini un- Mann ist er politisch tobt uni, konnteIgünstigen Ausgang genommen. Das Schicksal des der gute Mann, schon »ach seiner ersten Ver-i Kabinets war bereits besiegelt, nachdem die Anhänger sammlung in Kirchhain einsehen, daß für ihn l Zanardellis am Freitag in einer von 62 Abgeordneten keine Lorbeeren zu holen sind; Dr. Böckel ist bis I besuchten Versammlung einstimmig beschlossen hatten, in die Knochen durchschaut und sollte ruhig Ver-!gegen das Kabinet Rudini zu stimmen. Mit großer ficherungsbeamter im „Bunde der Landwirthe*! Majorität hat die Kammer dann am Sonnabend eine
4. Erhaltung unserer Wehrkraft zu Wasser undIVernnigung,'38 fteisinnigeVolksp'attei? 9 MdeussAI Landwirt he, Kleinbauern unseres W°hl- ^enEmm^un7^e/ blieb^hkruach RMn?nichts zu Lande auf der Höhe, die zu einer ™ ?nb ^^wirthe, 95 Sozial- kreises! Nun laßt Euch doch nicht von anderes übrig, als entweder vom Kö^ge die Auf-
I K P TT 1 1* IT TTT ftrtf J>}4 tzq I * « ,»■ j- ,-y. # ® SflütinCI zu erwirken, oder sein E»t-
unseres Handels nothwendig ist. Ifaäfte oemoAt »s 7eiern G-d^onne Euch, wenn Ihr ihn w ä h ltdlassungsgesuch einzureichen. Rudini hat sich für
Sind aber auch die Ziele der beide» fanbibaten f'F °bens° gute trgendwte helfen! Er hat Euch als Ab- letzteres entschiede» und der Kammer wtt dem
SÄX J. JÄ» Äfes «S > ■ ®‘ “s °61”'‘8 m
Jfo 149 Ouartals-Aboimements-Preis bei der ErvEon"2 Ml ^beFatten ßjttCt Bureaur Blattes, die Amioncen-
«/VL Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnserttonsgebühr - die ge- -. ri A. V - Ä? QQ O€rtt»vn
spalten« Zeil« oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen: die Zeile 25^ Dienstag, 21. Juni 1898. ^hrg
-- versammelt, bis auf Vater Werneck üud feine
Der alte Graf schaute ungeduldig »ach der Herze» der Ur find alle^Kinder^ gftich"' ota E von der Stelle machst Du etwa unter Deinen Blondköpfen irgend «te. Unzählige Male trat er vor die Thur um leine Ausnahme?* 9
? Qerr^n»Iide“' H°"b üb« die Augen, nach „Gott behüte!* wehrte Marianne. „Das würde Landstraße auszuschaue». |«ir schlecht bekommen, jeder einzelne ist ein geborenn
.Papachen," lachte Jua, ihre» Ar» unter de»«Tyrann, wie — ihr Baterl* fügte sie halblaut hin- 1 Eirafeu schiebend, „Sie müssen Ihre Ungeduld! zu, doch laut genug, um von Baldeustein verstanden 88 »och bezwingen. Jetzt haben wir erst vier! zu werden, der ihr lachend mit dem Finger drohte. M, und vor halb fünf können sie nicht da fein, so! Ein lautes Hurrahgeschrei verhinderte Baldenstein, Pk auch die Pfade sind, die Sie znr Station ge-l me Bemerkung zu machen. Mü dem Rufe: „Sie r®1 habe».* k kommen! Sie kommen!' stürmte der alte Graf'aus
Der alte Herr wandte sich grollend ab. «bem Zimmer, die Thür weit offen lassend. Freudig ! »Ihr habt gut euch lustig machen! - Was "«gt folgten ihm die übrige».
M ihr vo» der Sehnsucht, der Erwartung, diel«, ®ar b,e höchste Zett, denn schon fuhr der R erfüllt?* «Wagen vor, auS welchem zu des ' Grafe»
^.Wissen wir es nicht, Ewald, v°S es Setfct, fd"C
Mchtig auszuschauen?* fragte die schöne Frmr, Mg°n f lehnlichst Erwarteten au«,
pcher das Glück dabei nur so aus den dunklen« cy„6,r k„a . ., .- ,
' ' Haben wir es nicht empfunden, als Lb(?M beschreibe», .ist »nfae «hr, ksRrndfu tfeberschwach. Es möge dem Lkser genügen, daß
die alten Raume noch nie so fröhliche Menschen bei- an,m „eU e-„ . fammt» S-s-h-n hatte», als in diesen Stunden, die
.Wem galt die Sehnsucht, Jua, ber Keinen da Ankunft des jungen Paares folgte». Wohin das »eckte Auge blickte, herrschte Frohsinn, Glück und Wonne,
Machdruck verboten.) Die zunge Frau erröthete. Weiß sie selbst doch Adrienne's Blick allem war des öfterer in sich (Nachdruck verboten.)
INetreNNte ba® ber, ür°mme Bursche, der sie mit ihres l gekehrt. Wie gnädig hatte es der Schöpfer doch mit Mie pnhpff»
vsinrcnnu <srer«e. a<6.t' 6rim 5erien käst »°h» steht,«ihr gemeint! Die Vergangenheit mit ihrem Kummer, „ 65 bnoere.
«-»-» -ns ber Gesellschaft von H. Waldemar. ”!8 b,a8 Mädchen; ja, oft machte sie sich selbst dielihren bittaen Stunden lag weit hinter ihr Und bieL , . 9,oman 6on Maria Theresia May, (Schluß) bittersten Vorwürfe, daß sie über de» kleinen selbst be» Erinnerung daran erschien ihr wie ein düsterer!^' bt8 preisgekrönten Romans „Unter der Kömgstanne.*
cvm k öu vergessen imstande ist. «ber sie läßt sich «Traum. I 1. Kapitel.
^„.r?“nj!L9CtatffoItc”.®°bnä,m”et NN?-» w« fte oo« Mmmnne nicht beirren. Ein Blick in die ehrlichen, die tiefste Liebe auS- „ES war doch ein genialer Einfall von Columbus,
»Beiden, Meuieu!^ Dn solltest doch wisse», dem!strahlende» Auge» ihres Arnold aber genügte ihr,!Amerika zu enbetfen!,
um sie das Geschick preisen zu lassen, das ihr ged „Wie kommst Du zu dieser Bemerkung, Lothar?*
worden war. Und wie sie im Kreise die Lieben alle! „Mir schmeckt wieder einmal meine Havanna ganz
um sich sah, au denen die verflossene» fünf Jahre! ausgezeichnet. Sie erhöhte wesentlich den Genuß spurlos vorübagegangen zu sein schien, kam sie «dieses dolce far miente, und ohne Columbus —* sich nnenndlich alt und ernst vor. All, weil sie so! „Keine Havanna, daS ist wohlscheinlich,* lachte
viel erlebt hatte, innerlich und äußerlich; ernst durch «der Graf Herbert Laudskron und wendete sein hübsches, ihren Beruf und die Prüfungen, die ihr aufalegtlftisches Gesicht von dem Skizzenbnche, in welchem er worden, die sie oft kaum glaubte, ertragen zu können!zeichnete, dem Freunde zu. „Was für ein Shbarit und die sie doch erst würdig gemacht hatten, — sie! Du noch bist! Ich fühle mich glücklich, die herrliche erkannte es in dieser geweihten Stunde dankbar an,! Landschaft zu schauen, diese würzige Lust athmen zu — das Glück die Seligkeit zu schätzen, die ihr an! können, und finde» darin den höchsten Genuß.* Werneck's Sette durch die wahre Liebe zu theil ged „Das glaube ich Dir gern,* tief Lothar vo» worden war. mrlji r lRhoden etwas spöttisch zmück, „Wer in der Sonne
Und wonneleuchtende» Blickes sentten fich auch!sitzt, braucht keine» Ofen.'
Jua's und Dony'S Auge» meiuander, — die Sprache,« „Du meinst, das Schicksal hätte mir schon alle mit welch», bereiter als Worte, Herzen zu ein-Iüberhaubt mögliche» Wünschen erfüllt?*
ander reden. I „Natürlich meine ich das,* entgegnete Rhoden
Sie waren vereint, die einst einanber so fern I unb richtete fich auf, so daß er dem emsig toeiter» b»bin toonbel» mußten, vereint zu dieser Erde! arbeitenden Freunde in das Gesicht sehen konnte, seligstem Glück, »nd wie ein schwerer Traum lag!,Wenn je ein Menschenkind Glück hatte, so bistDu's, hinter ihnen die Lergangenhett, da sie voneinanda Herbert. Bon altem Adel, reich wie ein Nabob, geschieden gewesen, so himmelwett, wie die nächtig lang, kräftig, sehr gut aussehend, —* leuchtende» WeÜai droben im tiefblauen Aether: — „Danke! erscholl lachend ein Unterbrechung, getrennte Sterne. Begabt, so daß Deine Mutter Dick für ein Genie
[in.