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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für -ie Kreise Marburg und Kirchhain.

Sn-ck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Univ-rsitäts-Buchdruckmi in Marburg. (SöttltfrtrtäfiTrttt Verantwortlich für die Redaktion- Redakteur M. Hartmann in Marburg.

______________Erudition: Markt 21. - Telephon 55._______________ Redaktion: Markt 21. - Telephon 55.

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartals-Abonnements-Prcis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Insertionsgebühr: die ge­spaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen: die Zeile 25 Pfg.

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Mittwoch, 15. Juni 1898.

Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses BlattcS, die Annoncen- Bureaux von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde­burg. Wien: Rudolf Mosie, Frankfurt a. M„ Berlin, München, Köln; T. L. Daube & Co., Franknrrt a. M.. Berlin, Hannover, Paris x.

33. Jahrg.

Ztt« 13.Irmi 1898.

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Morgen, Mittwoch, sind zehn Jahre ver­gangen, seitdem unser Kaiser Wilhelm II. nach weiland Kaiser Friedrichs III. Hinscheiden den Hohen- zollernthron bestiegen. Das ruhmreiche Erbe, welches ihm ein Kaiser Wilhelm der Große, Dank auch der deutschen Staatskunst eines Fürsten Bismarck, Dank der Kriegswissenschast eines Grafen Moltke und Dank der Tapferkeit des geeinten deutschen Heeres »nd seiner Führer, hinterlassen, Deutschlands Kaiserkrone gläuzt seit jenem Tage auf dem Haupte unseres preußischen Königs! In Gegen­wart der treu zusammenstehenden deutschen Fürsten, wie der Reichs- und Landesvertretung hat Kaiser Wilhelm II. es feierlich auf die Fahne geschworen, dieses Erbe allezeit wahren und mehren zu wollen als der erste Diener seines Volkes, seiner Ration!

Schaaren wir uns heute erneut um ihn, geloben wir heute, Angesichts seines rastlosen, opferfreudigen, aufrichtigen MühenS um die innere und äußere Wohlfahrt des deutschen Volkes, treu bis zum letzten Sthemzuge zu ihm zu stehen gegen jeden äußeren wd inneren Feind, unter seiner Führung allezeit «ser Leben einzusetzen für Thron und Altar, für Kaiser nnd Reich.

Einer Aufzählung der Verdienste unseres Kaisers iu den vergangenen 10 Jahren bedarf es nicht. Zeder deutsche Mann kennt sie. Wohl aber flehen

(Nachdruck verboten.)

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;kel. |

Getrennte Sterne.

Roman aus der Gesellschaft von H. Waldemar.

(Fortsetznng.)

H A Nur unvollkommen gelang es ihr und sie erhob sich, einen Gang durch den prächtigen Park zu machen, w v sie Schritte hinter sich vernahm, welche sie ver-

renstr.f blaßten, sich nmzuwendev.

ilität: R 3hr Herzschlag stockte, denn eS sagte ihr ।* *8 wonnige Gefühl, das sie so plötzlich überfiel, [(|i( nur ein einziger augenblicklich in ihrer Näht ' weilen konnte

1 Mart. (4079

ftwandte.

»Willkommen, Herr Rittmeister/ begrüßte ste M und erschrak selbst über den matten To» ihrer Stimme.

er, art,

) Und in der That, ihr Gefühl ttog sie nicht.

Alle Kraft zusammennehmend, um ihm nicht zu ^errathe», waS sie bei seinem Anblick litt, stützte Jua fch auf die Kante der Tisches, au dem fie stand, während sie ihre ttaurigen Augen dem Näherkommenden

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icd.

Kinder' lumes. jebeuten?

Dony ergriff die ihm dargereichte Hand, führte wrselben an seine Lippen und blickte forscheud in «a's ihm ausweichende Augen.

»Warum so förmlich?" fragte er vorwurfsvoll.

-Haben Sie mir früher nicht das Recht eines Freundes fliehen?"

Juanita preßte die Lippen fest aufeinander. Es war, als wolle fie einen Schrei, der sich hervorzu- ^änge» bemühte, mit Gewalt unterdrücken.

rlicktt iit r er es betonte, daß er ihr nur Freund war! 3 ?Jfv4i diese Qual war kaum zu ertragen! Hatte sie

nicht genug gelitten? Sollte fie den Kelch bis Neige leeren?

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wir mit innigem Dankgefühle zu dem allmächttgen Gotte da droben: Er wolle segnen Kaiser Wilhelm? II. auch fernere, noch recht lange Re­gierungszeit, und Er wolle leiten in Seiner göttlichen Gnade auch am 1. Tage des 11. Regierungsjahres unseres Kaisers das deutsche Volk daß es zugleich zu des greisen Altreichskanzlers Fürsten Bismarck Freude an diesem Tage einen dev"tschen Reichstag wähle. Das walte Gott!

Zur Wahlbewegung, in.

„Und wir wählen ihn doch!" (nämlich den Böckel) hat neulich in Kirchhain ein Wähler in einer Böckel'schen Versammlung gegen den Reichstags- Kandidaten eigenartiger sozialdemokratisch-anarchistischer Richtung Bader gerufen, als dieser Böckels Mauserung schilderte. Das war von dem Rufer im p o l i t i f ch e n Sinne, wo er doch Böckels 1893 Worte mit den That en des Reichstags-Abgeordneten Böckel ver­gleichen muß, im besten Falle, wenn es nicht eine Bosheit sein sollte, eine arge Gedankenlosig­keit — und gleich gedankenlos schloß sich zu­stimmend eine Anzahl Böckelianer diesem Rufe an. Inzwischen sind nun auch, unter Zurückziehung der Kandidatur Wiegand die wenigen Anhänger der deutsch­sozialen Reformpartei auf Enpfehluug ihrer Führer in's Böckel'sche Lage übergegangen, ste reichten als Liebermänner nunmehr dem einstigen Ahlwardt'schen Antisemiten Böckel gemausert die Hand und empfehlen seine Wahl. Es find ihrer nur wenige, aber es sind darunter — wir wollen keinen Namen nennen, — doch mehrere in anderen Dingen gewiß intelligentere und deßhalb angesehene Landwirthe, denen wir Anlaß hätten in der Wahlfrage bessere Einsicht zu- zuttauen.

Die Landwirthe unseres Kreises wissen, daß Angesichts der Kandidatur eines Böckel eine Organisation in unserem Wahlkreise in bedauernswertber Weise in die Brüche g e- gangen ist, die in ihrem Wertste für die Wahrnehmung der Lebens-Interessen auch unserer hessischen kleinen und mittleren Landwirthe mehr wieg:, als tausend Leute von dem Schlage BöckelS: der »Bund der Landwirthe". Niemand hat sich über die Gründung des »Bundes der Landwirthe" so gefreut, als/ie konservative, allzeit ein warmes Herz für die Landwirthschaft be­weisende Partei. Sie ist mit der Landwirthschaft aufs engste verknüpft. Und nun gießt derselbe Dr. Böckel, der 1893 den »Bund der Land­wirthe" als einen »Bund der Bauern­

fänger" beschimpft und möglichst bekämpft hat, den Anlaß, daß 6 ei un8 seinetwegen der Bund zerfällt! Angesehene Vorsitzende der Kreisvereine und Bezirksvorstester des Bundes legten ihr Amt nieder. Dabei ist andererseits so wenig Bundessinn, daß z. B. der Bezirks-Vorsteher in Kirchhain der Kandidatur Böckel allen Vorschub leistete. Solche Herren möchten wir doch daran er­innern, daß das Direktorium des „Bundes der Landwirthe" aus Berlin auf Anfrage unseres Redakteurs demselben Folgendes mitgetheilt hat:

„sehr geehrter Herr! Ihre geschätzte Anfrage vom 4. d. Mts. beehren wir uns sehr ergeben ft dahin zu beantworten, daß für den W a h l k r e i s Marburg-Frankenberg-Kirchhain ein Kandidat des Bundes der Landwirthe überhaupt nicht anfgestellt ist, insofern nämlich, als nufere dortigen Vertrauensmänner resp. Mitglieder eine positive Stellung zu einer der vorhandenen Kandidaturen nicht genommen haben."

Wir wenden uns nun aber wieder speziell von den Mitgliedern des Bundes der Landwirthe zurück zu allen Wählern in Stadt und Land. Was, so fragen wir sie, hätte es jur unseren Wahl­kreis einerseits, für die deutschen Wähler außerhalb unseres Wahlkreises andererseits zu bedeuten, wenn am 16. Juni 1898 ein Dr. Böckel nochmals gewählt würde? Wir sagen es ohne Scheu offen heraus: es wäre dies eine so große politische Thorheil, daß unser Wahlkreis, anstatt die durch einen General von Bartenwerffer in denkbar bester Weise mögliche Ver­tretung seiner Interessen dankbar zu acceptireu, sich im ganzen deutschen Vaterlaude b l a m i r t e! Den» darüber möge doch jeder hessische LandSmanu sich klar bleiben, daß in allen anderen Wahlkreisen unseres deutschen Vaterlandes die Wähler

einem Mann wie Böckel, der in hetzeudster Agitation ihnen das denkbar Möglichste verspricht, aber, als er gewählt war, nichts ge­hn lt e u h a t!

Einem Mann wie Böckel, der von ,5 e f f e n tr e u e" in seinem Flugblatte redet, aber d en Hessen in seinem Wahlkreise in kläglichster Weise d i e Treue ge­brochen hat, indem er ihre Interessen nach der Wahl gänzlich vernachlässigte und bei 55 wichtigen uamcnllicheu Abstimmungen im Reichstage 44 M a l unentschuldigt fehlte!

Endlich einem Mann wie Böckel, der in 5 Jahren seine Gesinnung so gründlich gewechselt hat!

ihre Stimmen nicht geben würden, wenn es über­haupt auch in anderen, als in unserem

Sie wollte eine heftige Antwort geben, aber ein rascher Blick in seine Augen, die ihr so siegeSgewiß entgegenleuchteten, hinderte fie daran, machte fie stumm vor Ueberraschung und Verwunderung.

Sie zu ihrem kaum verlaffenen Sitz zmückfühiend sagte er:

»Ich stabe soeben einen harten Kampf ausgefochten."

Ina schaute verständnislos auf zu ihm.

»Sie sollten —? Ich glaubte, man würde Sie mit offenen Armen empfangen — ich dachte —'

»Hat Adrienne Ihnen nichts verrathen, nichts an» vertraut?" |

Eine dunkle Welle färbte Jua'S Gesicht, ließ sie aber zugleich unendlich mädchenhaft erscheinen. Dvny wandte nicht feinen Blick von ihr ab, der immer mehr an Innigkeit zunahm nnd schließlich so sehr verwirrte, daß fie den ihrigen nicht mehr zu erheben wagte, anS Furcht, fich zu verrathen.

,O, ja," antwortete fie nach einer Weile, »Adrienne bat mich heute früh, um die Erfüllung ihrer Wünsche zu beten. Daß dies unnöthig war, ersehe ich anS Ihren Mienen."

»Ich hätte Sie nicht für so scharfsichtig gehalten, Juanita!'

Die Nennung ihres Namen aus seinem Munde ließ sie erbeben. O, wie hatte fie sich gesehnt nach diesem weichen Tonfall seit Wo»en! Wie hatte ihr danach verlangt, und nun ihr Wunsch in Erfüllung ging, — nun war eS das Glück, daS eine andere ihm bereitete, was ihn so weich machte.

Wollte alles Leben aus ihr weichen? Wollte der Schlag ihres Herzens stocken? Ihr war es, als zöge eine Hand den Boden unter ihr hinweg, wo sie stand, und fie muffe verfinken in Tiefen, in end­lose, nachtdunkle Tiefen, Hatte fie bisher bereits ge­litten, hatte fie schon Prüfungen gehalten, was das

Leben bis zu dieser Stunde ihr bot, bis zn dieser lichtlosesten Stunde, — waS war das alles gewesen gegen dies eine, waS wie ein glühendes Schwert sich ihr in die Seele bohrte und erst des Kelches ganze Bitterkeit fie trinken ließ, den zu leeren ihre Bestimmung war.

Entsagung, — Entsagung, daS war ihr LooS, — ihr gleichbedeutend mit der Nacht des Todes, — Entsagung alles irdischen Glückes . .. Mitleid nur hatte er für fie empfunden, für fie, die ihn liebte. Mitleid! Wie ein Feuer durchwate eS fie, um gleich darauf der eifigsteu Kälte Platz zu machen. Für fie war alles erstorben, — alles, alles!

Nichts von dem Kampf, der in Juanita wogte, entging Dony, der durch Marianne genugsam auf' geklärt war, um sich Jua'S sonderbares Wesen er­klären zu können. Hier half kein Zandern, kein Fürchten. Er mußte die Festung im Sturme nehmen, wie eS einem tapferen Offizier geziemte, wollte er zn einem Ziel gelangen.

So hob er entschlossen an:

»Nicht von Adrienne wollte ich reden, Jua. Sie ist glücklich in dem Gedanken, baS, was sie nach ihrer Meinung an Ihnen verschuldet, durch Aufgehen in dem erwählten Berus einer Krankenpflegerin gut zu machen!"

Juanita war emporgesprungen. Ihr ganzes Wesen verrieth Bestürzung, aber ihre Augen erstrahlten in einem Feuer, daß eS Dony wunderbar ums Herz wurde.

»Adrienne — Krankenpflegerin und — Ihre —'

Da faßte D»ny nach den fich ihm entgegen» streckenden Händen der Geliebten und zog fie an fich heran.

»Das war der Kampf, den ich geholfen habe, auszufechten. Dort ist eS mir »erhältnißmäßig schwer

Wahlkreise noch möglich wäre, daß nach solcher Abge- ordneten-Pflicsttvergessenheit und derartiger Mauserung solch' ein Mann auch noch so naiv wieder vor die Wähler, die er dermaßen an der Nase herumführte hintritt, und ihnen ins Gesicht die Thor- heit zumuthet, ihm nun obendrein noch­mals die Stimme zu geben! In den anderen Wahlkreisen Deulschlands weist man einem Mann von derartig kläglichen Ansichten über Pflicht- und Ueberzeugungstreue zum Mindesten die Thür, empfindet es aber als eine direkte Beleidigung der politischen Eigen­liebe, wenn Einem zugemuthet wird, solchen Menschen gar wieder zu wählen!

Wähler unseres Wahlkreises Marburg-Frankenberg- Kirchhain-Vöhl ! Wir wollen unserem Wahlkreise diesmal die B l a m a g e vor all' unseren Lands­leuten im deutschen Reiche ersparen. Kein Mensch soll, das müssen wir, auf die man im Reime als den besten Versuchs kreis für alle möglichen demagogischen Kandidaturen jetzt am meisten schaut, am 16. Juni durch unsere Wahl beweisen, uns nachsagen dürfe», unser Wahlkreis besitze das größte Maß von politischer Einsichtslosigkeit bei der Mehr­heit feiner Wähler! Es gilt, die Ehre unseres Wahlkreises zu retten!

Wähler • wollt Ihr fernerhin Eure Stimme einem Manne geben, der Euch goldene Berge ver­spricht und nachher, wenn es sich darum handelt, seine Versprechungen in Thaten umzusetzen, durch Abwesenheit glänzt? Wollt Ihr nicht vielmehr lieber Eure Stimme geben einem Manne, der nicht mehr verspricht, a l s er halten kann, dessen Lebensstellung und Bildung Euch aber dafür garantirt, daß er das, was et ver­spricht, auch halten und redlich bemüht sein wird, mitguarbeiten an ben großen und schwierigen Aufgaben der Zeit; einem Manne, der seine Haupt­aufgabe darin erblicken wird, nicht zu verschärfen die bestehenden Gegensätze, ter nicht aushetzen will ben Landwirth gegen den Städter, ben Arbeitnehmer aegen ben Arbeitgeber, den Handwerker gegen den Industriellen, sondern der diese alle ansehen will als gleichberechtigte Fakioren des modernen Staates und versuchen will, deren verschiedenartige Interessen auszugleichen, fie in ein harmonisches Gefüge zu bringen, der damit zu erfüllen verspricht das, was allein die heilige Pflicht des Volksoertteters sein soll: zu mehren und zu fördern das Gesammtwohl unseres tß euren deutschen Vaterlandes.

Wer wünscht, daß ein solcher Mann Der- tretet unseres hessischen Wahlkreises sei, der gebe am 16. Juni nicht etwa einem Böckel feine Stimme,

geworden. Hier, Ina, hier wird der Kamps mir nicht ganz so schwer werden, nicht wahr? Sie wiffen, was mich erfüllt. Ich habe niemals ver- sucht, mein Gefühl zu verbergen, habe eS nie ver­mocht, nicht zu verrathen, wie furchtbar ich mit Ihnen unter der Erniedrigung litt, die Ihnen bte Verbindung mit Mondega auf erlegte. Jedes Wort, jeder Blick mußte Ihnen sagen, was mich vom erste» Augenblick an erfüllte, da ich Ihnen entgegengetreten bin. Auch Sie, Ina, fühlten mit mir gleich. Ich weiß, Ihr Herz flog mir zu, und so sehr sich auch Ihre Vernunft dagegen sträubte, so sehr Sie durch meine falsche Bitterkeit, die Sie nicht verstanden, unsäglich litten, blieb dies stolze Herz mit all feinem Reichthum doch mir, mir allein. Es war zu fest verwachsen mit meinem innersten Sinn, als daß es sich losreißen konnte. Und dennoch, — Thor, der ich war! — peinigte ich mich in unverständlicher Selbstquälerei mit dem Gedanken, daß Ihre in letzter Zeit zur Schau getragene Kälte Mangel an Liebe sei. Ein halbes Kind, mußte wich, den erfahrenen Mann, erst auf den rechten Weg bringen. O, mein Leben lang kann ich Marianne nicht dankbar genug sein! — Jua, mein holdes Lieb, willst Du Dein Leben mir an vertrauen ? Willst Du versuchen, ob das Glück Dir an meiner Seite wirklich jene Blüihen bringt, die Dir das Geschick an eines andern Seite versagte? Was eines Mannes ehrliche, treue Siebe vermag, das soll geschehen, um Dich die liebeleeren Jahre vergessen zu machen. Alles Leid soll ein Ende haben und Du sollst auf die Vergangenheit wie auf einen düstern Traum zurückblicken. Jua, ein Wort nur!" bat Dony tiefbewegt. Er hatte, während er sprach, ihre Hände losgclaffen und war einen Schritt zurückgetreten; nun näherte er fich ihr wieder.

(Fortsetzung folgt.)