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Snlck und Brrlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckern in Marburg.
Expedition: Matti 21. — Telephon 55.
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
“ * “““ JMftnrtes Sonntagsblatt. ***«* »
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Trscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartals-Abonnements-Preis bei der Expedition ^Mk., bei allen Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen: die Zeile 25 Pfg.
'BRarßurg
Sonntag, 12. Juni 1898.
Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieser Blattes, die Annoncen- Bureaux von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Casiel, Magdeburg, Wien; Rudolf Moste, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; E. L. Daube & Co., Frankfurt a. M._ Berkin, Hannover, Paris re.
33. Jahrg.
Wähler
des Kreises Marburg-Kirchhai«- Frankenberg-Vöhl!
In unserem Kreise vertheilte Wahlaufrufe und Flugblätter verbreiten Unwahrheiten über die konservative Partei, gegen die wir auf das Entschiedenste Verwahrung einlegen.
Es ist unwahr, daß die konservative Partei die Partei der großen Herren, der hohen Beamten und Großgrundbesitzer sei. Sie stützt sich vielmehr aus alle christlich, monarchisch und deutschvölkisch 0e’ finalen Männer unseres Vaterlandes, gleichviel welchen Standes. Arbeiter und Handwerker, Bauern und kleine Beamte dieser Gesinnung bilden die Ueber- zahi ihrer Mitglieder.
Es ist unwahr, daß die Konservativen für die Rechte und Freiheiten des Volkes kein Herz haben. Ihrer Zustimmung und Mitwirkung verdanken unsere Mitbürger die erworbenen freiheitlichen Rechte. Die Konservativen fordern insbesondere auch Schutz und Rechte auf ungehinderte Arbeit für den Arbeiter gegenüber den Vergewaltigungen einer ge- «iffenlosen Agitation, und Schutz für bie besitzenden Klassen gegenüber den Verhetzungen eines Md und Klassenhaß predigenden Demagogen- tdumS. Sie verlangen Freiheit für jede Volksbewegung, die dem Ganzen wie dem Einzelnen zum Segen gereicht, aber rücksichtslose Zurückweisung aller ; Menden Elemente, die unter mißbräuchlicher Verwendung der gewährten Freiheiten auf die Vernichtung der bestehenden Staatsordnung und der siaatserhaltenden Bürgerschaft hinarbeiten.
Es ist unwahr, daß die Konservativen das Reichstagswahlrecht verkürzen wollen. Aber sie wollen seine volle Erhaltung und keine Verschiebung zu Gunsten der wirklich volksfeindliche» Parteien, die die Lösung aller Ordnung, den Konflikt zwischen Volk mb Regierung und die Revolution vorbereiten.
Es ist unwahr, daß die Konservativen schwere indirekte Steuern für den geringen Mann erstreben; sie wollen eine gleichmäßige und gerechte Bertheilung der Steuern, Schonung der Armen, und stärkere Belastung der Reichen; aber sie wollen keine Steuern m drückender Form und keine Steuern, die einer Beraubung gleichkommen, die Industrie und kommerzielle Unternehmungen lahm legen und darum auch den Seinen Leuten ihren Erwerb schmälern würden.
Wahrheit ist,
daß der konservative Kandidat
Seueral v. Bartenwersser in Marburg eintritt:
für Erhaltung «nferer Wehrkraft r« Wasser und z« Lande,
die zu einer siegreichen Abwehr unserer Feinde und zum Schutze unseres Handels nothwendig ist; für Beibehaltung der zweijährigen Dienstzeit, für auskömmliche Versorgung unserer Veteranen und Invaliden ;
für Beibehaltung des allgemeinen, gleichen und geheimen Reichstagswahlrechts,
mit Beibehaltung der verfassungsmäßigen Rechte der Regierung, deren Antastung in Konflikte mit unabseh- barkm Ausgange hineintreibeu würde;
für einen wirksamen Schutz der Landwirthschaft
und insbesondere die
Erhaltung eines kräftigen Bauernstandes,
durch Handelsverträge, die die Interessen der Land- wirthschast besser wahren, als die bisherigen, durch Schutz der Viehwirthschaft gegen Einschleppung von Seuchen, durch Abwehr des Eindringens minder- werthiger Fleischwaaren aus dem Auslande, durch Förderung der ländlichen Darlehnskassen, staatliche Regelung der Vieh und Hagelversicherung, Verhinderung des Bauernlegens und des Getreidewuchers, durch Anlegung von Getreidelagerhäusern, durch Förderung der inneren Kolonisation und Schaffung von Rentengütern,
für Förderung von Industrie und Handel,
damit der Landwirthschaft ein kaufkräftiges Publikum erhalten bleibe, durch auf längere Zeit gebundene Zölle, die die ausländische Konkurrenz bekämpfen und die Einführnng von Rohprodukten erleichtern,
Hebung des Kleinhandels und Handwerks durch größere Besteuerung der großen Versandtgeschäfte, Bekämpfung der Ramschbazare und des unlauteren Wettbewerbs, Abschaffung der Wanderlager , Förderung des kaufmännischen Unterrichts; durch Wiedereivfühmng des Befähigungsnachweises zur Abwehr gegen das das Handwerk schädigende Pfuscherthum, durch Ausbau der Innungen in modernem Geiste, Förderung der Handelskammern, durch Ausbildung in Handwerkergenossenschaften und Anlegung gemeinsamer Verkaufsstellen, Verhinderung des Wettbewerbs der Gefängnißarbeit, Regelung des Submissionswesens,
für die Wohlfahrt der arbeitende«Klasten, Befreiung aus den Händen der sozialdemokratischen Führer und Bekämpfung der erzwungenen Streiks, >urch Weiterentwicklung der Arbeiterschutz;esetzgebung, Heruntersetzung der Altersgrenze, Aenderung des
Klebegesetzes, Schaffung gesunder Arbeiterhäuser und Wohnungen, Wohlfahrtsmaßregeln für Arbeitslose, für die Aufbesserung des Einkommens
der Unterbeamte«,
besonders im Post- und Eisenbahndienst, endlich für eine sparsame Volkswirthschast, gegen Vermehrung und Erhöhung der sindirekten, die ärmeren Klaffen des Volkes belastenden Steuern, dagegen für stufenweise steigende Belastung der großen Einkommen und Vermögen.
Unwahr ist
ferner die Behauptung, daß Herr General v. Barten werffer seine Versprechungen vergessen oder außer Stande sein werde, sie int Schooße der konservativen Partei zur Geltung zu bringen;
wahr hingegen,
daß gerade die Zugehörigkeit zu einer großen Partei und die soziale Stellung unseres Kandidaten ihm das Eintreten für seine Bestrebungen erleichtern würden.
Wer daher die Ansichten unseres Kandidaten billigt und gewiß fein will, daß sie von einem gewissenhaften und einflußreichen Volksvertreter im Reichstage zur Geltung gebracht weiden, der lasse sich durch unwahre. Ausstreuungen und Verdächtigungen gegen unsere Partei nicht beirren, sondern wähle am 16. Juni keinen Anderen, als Herr« General z. D. v. Bartenwerffer
i« Marburg
Der konservative Wahlausschuß.
Umschau.
Die bei den in die morgen beginnende Woche fallenden ReichStagswahlen zur Entscheidung stehende Frage betrifft nicht, wie die Umsturzdemagogen glauben machen möchten, den Schutz bei verfassungsmäßigen Institutionen gegen angebliche Beeinträchtigungsversnche der „Reaktion", wohl aber den Schutz der nationalen Sicherheit und der nationalen Arbeit gegen deren Preisgabe Seitens der Vorkämpfer der Revolution. Nur weil die Demagogen recht gut wissen, daß sie am 16. eine zerschmetternde Niederlage erleiden würden, wenn sie offen die Parole ausgeben würden: Nieder mit der Politik des Ausbau-s der nationalen Wehrkraft zu Waffer und zu Lande! Nieder mit der Politik des Schutzes der nationalen Arbeit! — deßhalb stecken sie ihr wirkliches Programm sorgsamst in die Tasche und substituiren demselben ein auf den Stimmenfang leichtgläubiger Wähler berechnetes
Schein Programm, in welchem sie, wie bi® „N. R. C." richtigst betont, einen donquixotischen Kampf gegen lauter selbstfabrizirte Windmühlen führen, als da find: Abschaffung des geltenden Wahlrechts, Beschneidung des Arbeiterkoalitionsrechts, Auferlegung von 200 Millionen neuer Steuern und dergleichen Tendenzlügen mehr.
Wenn es nun auch wahr ist, daß Lügen kurze Beine haben, so ist doch der Wahltermin schon zu nahe herbeigekommen, als daß man hoffen dürfte, die Wahrheit noch rechtzeitig aus eigener Kraft siege» zu sehen, wenn nicht von den Kennern der oppositionellen Verlogenheit bis zum letzten Tag unermüdlich das gewissenlose Spiel der Umsturzelemente mit der Gutgläubigkeit der öffentlichen Meinung immer wieder an den Pranger gestellt wird. Den» Lügen, die unwidersprochen bleiben, rücken mit der Zeit unfehlbar zum Range landläufiger Parteidogmen auf, an denen der große Haufe rein aus Bequemlichkeit, weil er sich nun einmal an sie gewöhnt hat, festhält. Auf diese Anpassungsfähigkeit ihres Publikums selbst an die ungeheuerlichsten Phantastegebilde umstürzlerischer Tendenzwahlmache spekuliren nun die linksextreme» Richtungen, und die Zuversicht auf den Erfolg solcher unsauberen Manöver steigt ober fällt je nach bem Maße von Energie, — ober Energielosigkeit — das bie nationalen Parteien in Zerreißung bes oppositionellen Lügengewebes entwickeln. Das kann man bei Durchmusterung der demagogischen Tagespresie unschwer an zahlreichen Beispielen feststellen.
Am unangenehmsten sind den Volksverhetzern, wie schon wiederholt bemerkt, die ziffermäßigen Illustrationen ihrer arbeiterfeindlichen Haltung beim Flottengesetze wie überhaupt bei allen im Interesse der arbeitenden Klassen durchgeführteu gesetzgeberischen Aktionen. Aber es ist doch eiu großer Unterschied, ob die Umsturzpropaganda sich genöthigt sieht, um den Kern der sie beireffenden Enthüllungen wie bie Katze um ben heißen Brei herumzugehen, ober ob sie, im Vertrauen auf die Lässigkeit der nationale» Parteien, mit Marsch marsch hurrah! auf der ganzen Linie zum frischen fröhlichen Sturm vorgehen kann. Die beste Deckung bleibt immer der Hieb, und wenn man auf nationaler Seite die Frist bis zum Wahl- termin noch bestens in der Art ausnützt, daß man, gestützt auf Thalsachen und Ziffern, bem Gegner ben agitatorischen Wind aus ben Segeln nimmt und ihn nöthigt, statt angrlffs- vertheidigungsweise seine Wahlverhetzung zu betreiben, so ist das unter alle» Umständen ein Gewinn für die gute Sache. Denn wenn die Demagogie auch den Mund ganz gewaltig vollnimmt, so kann fie sich doch selbst- auch wohl nicht verbergen, daß die Stirn» mutig in den weitesten Volks kreisen noch recht weit von der leidenschaftlichen Siedehitze entfernt ist, deren ihre Wahlhoffnungen bedürfen, um vollauf
(Nachdruck verboten.)
Getrennte Sterne.
>2 Roman aus der Gesellschaft von H. Waldemar. (Fortsetzung.)
7 .Die Kranke hat jetzt Ruhe gefunden, Komtesse," Z «bete er fie an. „Nun legen auch Sie sich nieder; ][ H selbst will Ihre Stelle einnehmen und getreulich <>-Ersehen. Sie sehen abgespannt aus. Wie wollen ' - aushalten, bis alles überstanden ist, wenn Sie f ’!° grausam gegen sich selbst find?"
■1 »Ich bin nicht müde."
o .Wie mibe sie find, werden Sie erst erkennen, ^knn Sie sich nieberlegen. Bitte, Komtesse, folgen vie mir. Sie könne» Ihrer Freu»biu jetzt absolut ! J ?Äts nützen, uud so ist es befler, Sie verbringen die , stunden der Ruhe auf Ihrem Lager, anstatt hier
'; » Stuhl."
1 j . Adrienne erhob sich gehorsam. Bevor fie aber - - fag, trat fie noch einmal an Ina heran uud sprach, ] J legen Werneck gewandt:
;[ , „Ich kann mich darauf verlaffen, daß Sie mich !» btfen werden, wenn--*
1! Die Stimme versagte ihr und fie sah hilflos zu '■' km Arzte auf.
; । „Wenn irgend etwas Ihre Anwesenheit wünschens- ;! ^lth sein läßt, Komtesse, selbstverständlich. Soll ich ; i chuen nicht auch ein Pulver geben?
>1 „Nein, nein, — auch ohne dasselbe werde ich f i Wn."
;' „Ich glaube es !" murmelte Werneck, nachdem l; ’ktenne mit einem leichten Neigen des Kopfes ge- '; 8«ngtn war. —
! Noch viele Tage und nächte harrten beide an ' \ "m Krankenbett Jua's aus, deren Kräfte das Fieber
Die unruhigen Bewegungen waren längst von Ina gewichen; der Körper war matt, schloff geworden; nur der Geist arbeitete rastlos und die Lippen verkündeten unaufhörlich in beängstigender Aufeinanderfolge, mit was sie sich beschäftigte.
Endlich am neunten Tage konnte Werneck eine leise Wendung zum Bestem konstatteren, freilich nur ihm allein sichtlich, für sein geschärftes, geübtes Auge wahrnehmbar. Dennoch täuschte er sich nicht und in dem ersten Entzücke» darüber, in der ersten freubigen Aufwallung, drückte er seiner lieblichen Geuosfi» uud Gehilfin die Hände und preßte seine Lippen drauf.
„Das ist allein Ihr Werk, Komtesse!" stieß er a»8.
Sie bemerkten nicht, daß diejenige, um dietzes sich handelte, groß und verwundert, aber mit völlig klarem Blick die Augen aufschlug.
„Wo bin ich?" hauchte sie.
Doch ehe ihr Antwott werden konnte, verfiel fie in einen erquickenden Schlummer, aus welchem sie einige Stunden später sichtlich gekräfttg erwachte.
Ihre erste Frage, nachdem sie sich mit Blicken orientiert hatte, wo sie sich befand, galt ihrem Kinde. Wemeck hatte dies vorausgesehen und bestimmt, daß die Kleine zur Stelle sein müsse, damit Ina sich durch den Augenschein davon überzeugen konnte, daß ihr Kind gerettet sei und lebe. Tie Scene war eine ebenso erschütternde, wie der Kranken neues Leben verleihende. Die Genesung machte nun rasche Fortschritte, und noch ehe der Rosenmonat zu Ende gegangen war, konnte Werneck seine Patientin aus seiner Obhut entlassen. Wußte er doch, daß ein anderer die weitere Fürsorge über bie noch angegriffene Gesundheit ter jungen Frau zu Übernehmen mit Sehnsucht erharrte.
Noch hatte Ewald Dony keine Gelegenheit gehabt, seine heißeste» Wünsche auszusprechen, obschon er täglich nach dem Bünshofe geritten war, um einige Stunden in der Genesenden Gesellschaft zu ver- weilen. Wohl sah er bei seinem Anblick ihre Augen erstrahlen, ihr bleiches Gesicht sich rofig färben und fühlte sich durch diese Anzeichen ihrer Neigung hochbeglückt. Was ihm jedoch stets und immer wieder bie Lippen schloß, so oft er auch seinen Vorsatz ausführen wollte, war bie Beflissenheit, mit der fie jeder seiner Andeutungen auswich. Sollte er sich dennoch getäuscht haben?
Da war es Marianne, das herzige Mädchen, das allerdings in jenen schweren Tagen von JuaS Krankheit die Kinderschuhe abgestreift und mit Dora Wemeck gewetteifert hatte, sich ben alten Herrschaften zu widmen, da Adrienne so ganz nnd gar in der Pflege Jua's aufging, — da war es, keine andere als Marianne, die Dony anspomte, nicht länger mehr zu »arten.
Sie wußte ihm eines Tages zu begegnen, als er feinen gewohnten Besuch machen wollte. Er sprang vom Pferde, hing sich ben Zügel über ben Arm und ging neben dem jungen Mädchen her. Nachdem sie geiprächsweise das Zunächst liegende berühtt und erkannt hatte, daß fie geradewegs auf ihr Ziel lossteuern muffe, wenn sie dasselbe erreichen wollte, sagte fie:
„Finden Sie nicht, Herr Rittmeister, daß es selbst der auftichiigsten und wahrsten Freundschaft genügen dürfte, einmal sich z» opfern?"
„Ich verstehe Sie nicht, Baronesse! Von welchem Opfer sprech n Sie?"
Ach, ihun Sie doch nicht so! Muß man denn bei euch Männern immer gleich mit dem Zaunpfahl winken? Glauben Sie vielleicht, ich wäre hierher
gekommen an diese Stelle und hätte auf Sie gewartet, nur um —"
„Aber Marianne, — Baronesse —*
„Merken Sie vielleicht nicht, wohinaus meine Worte zielen? ES mag ja wieder unweiblich fein, was ich jetzt thue, Max würde gewiß den Kopf dazu schütteln, ich meine den Assessor," schaltete sie schelmisch lächelnd ein, „aber ich kann nun einmal nicht sehen, wenn zwei, die zu einander gehören und zu einander streben, — Gott weiß, was für Rücksichten — immer einander fernbleiben. Sagen Sie mir einmal aufrichtig, Herr Rittmeister, schlägt Ihr Herz nicht rascher, wen» Sie bem armen, blaffen Geschöpf bort brfiben gegen- überstehe»? Ober, sagen Sie geschwind, ist's wahr, was man sich überall erzählt, daß Adrienne und Sie —"
Treue Kameraden find? — Ja, das ist wahr!" fiel Dony ein, während Marianne's Gesicht förmlich erstrahlte.
„Ach, ich wußte es ja, ich wußte es!" jubelte fie förmlich auf. „Nun habe ich Sie noch einmal so lieb, Herr Rittmeister!"
»Sehr schmeichelhaft, Marianne. Wollen Sie mir aber nicht erklären, was Sie mit bem Opfer meinten?"
„3a so!" Und ihr Gesicht nahm einen unbezeichen- bar wichtigen Ausdruck an. „Haben Sie das wirklich nicht verstanden? Sind Sie doch sonst nicht schwer von Begriff. „Run, ich glaubte nur bemerkt zu haben, daß auch Juanita, die doch wahrhaftig endlich ein wahres Glück verdient hat, von bem Gerücht irgenbtoie Kennt»iß bekommen hat und nun ein zweitesmal — "
„Marianne!" schrie Dony, mit furchtbarer Deutlichkeit ihre Andeutungen verstehend. „O, ich danke Ihnen, danke Ihnen tausendmal! Jetzt endlich weiß ich, was zwischen ihr und mir gestanden hat, und