Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain.
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Wclvkurg
Dienstag, 7. Juni 1898.
Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen- Bureaux von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg, Wien- Rudolf Mosse, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; C. L. Daube & Co., Frankfurt a. M.. Berkin, Hannover, Paris re.
33. Jahrg.
Ein Empfang des chinesischen Gesandten in Potsdam.
Der von uns schon kurz gemeldete Empfang des chinesischen Gesandten Lü Hai-Hwan durch Se. Majestät den Kaiser am 30. v. Mts. «ahm folgenden Verlauf.
Der Gesandte traf an dem bezeichneten Tage in Begleitung seines Dolmetschers, des Legationssekretärs Dr. Kreyer, mit dem um 9 Uhr 5 Min. aus Berlin fahrenden Zuge auf dem Bahnhof in Wildpark ein; er wurde dort von dem Vize Ober-Ceremonienmeister ton dem Knesebeck empfangen und nach dem Neuen Palais geleitet. Hier gewährte bald darauf Seine jNajestät der Kaiser dem Gesandten die erbetene Audienz, bei welcher der Staatssekretär des Auswärtigen Amts, Staatsminister von Bülow zugegen war. Der Gesandte hatte die Ehre, ein ihm für diese Audienz zugegangenes Telegramm Seiner Majestät des Kaisers von China an den deutschen Kaiser zu verlesen und den chinesischen Wortlaut dieses Telegramms nebst deutscher Uebersetzung zu überreichen. Diese lautete wie folgt:
Uebersetzung
des chinesischen Textes eines Telegramms Sr. Maj. des Kaisers von China an Seine Majestät den deutschen Kaiser, d. d. 7. Tag. IV. Mondes XXIV. Jahres Kwang Sü (26. Mai 1898):
Der Große Kaiser des Tatstng Reiches bietet dem Großen deutschen Kaiser den freundschaftlichsten Gruß.
Anläßlich des Besuches Euerer Majestät Erlauchten Bruders in China haben Wir Uns bestrebt, Unsere aufrichtigsten Gefühle der Freundschaft an den Tag zu legen, und ist dadurch beiden Reichen die gleiche und die freudigste Genugthuung geworden.
Uns bewußt des großen Auseinandergehens des Ceremoniells von China und Europa konnten Wir nicht umhin, darüber besorgt zu fein, daß der Geist und der Buchstabe des Ceremoniells nicht vollkommen harmoniren könnten. Nichtsdestoweniger haben Ew. Majestät telegraphisch Uns Allerhöchstderen Anerkennung dafür zugehen zu lassen und Uns Allerhöchstderen Orden vom Schwarzen Adler zu verleihen geruht als ein i Zeichen der Befestigung gegenseitiger Freundschaft und guter Beziehungen.
Am gestrigen Tage hat Uns Ew. Majestät Erlauchter Bruder bei Höchstdessen Verabschiedung das Nähere hierüber persönlich bestätigt und dadurch Unserem Herzen den tiefsten Trost und die größte Freude bereitet.
Als Erwiderung verleihen Wir Ew. Majestät Unseren Doppelten - Drachen - Orden und zwar die
(Nachdruck verboten.)
Getrennte Sterne.
Roman aus der Gesellschaft von H. Waldemar.
(Fortsetzung.)
Marianne von Dettmar fuhr nach dem Bünshofe. Sie kam sich ungemein wichtig vor, emporgerückt zu Äer Vertraueneperson, deren Vermittlung man an- gerufen hatte Wie das liebreizende Gesichtchen strahlte Ä der Erinnerung!
War das denn schon dagewesen? Sie, der Wirbelwind, der Flederwisch, wie der Vater sie oft scherzend nannte, wenn sie treppauf, treppab jagte, sie sollte es allein fertig bringen, Jua —
Marianne schüttelte das Köpfchen und legte lich dann, bedächtig überlegend, in die Kiffen des Tagens zurück. Was sollte sie denn eigentlich auf dem Bünshofe? Wie war's doch gewesen, beute, am frühen Morgen?
i Sie wandelte zwischen ihren Blume», »m den Schaden zu besehen, den das Unwetter am vorher- iehende» Tage angerichtet. Herrgott, wie viele Tüthen und zarte Blättchen lagen abgeriffen am Boden wie viele Stämmchen waren geknickt, unheilbar für *»mer. Marianne fühlte bei dem Anblick ihre Augen feuchten, aber schnell wischte sie die klaren Tropfe» als Hufschlag ertönte.
Wie in Purpur getaucht lauschte sie mit vorge- daltenem Köpfchen. Wer sonst als er — er konnte ft so früher Stunde kommen? Und sie war »och im ^vrgenkleid. Dasselbe war allerdings zierlich, seize»d, u»d stand ihr zum Entzücke», — so hatte 'd der Spiegel gesagt, de» sie in letzter Zett gar *ft zu Rathe zog, — aber es war eben doch nur *in Morgengewand. Zum Umkleiden hatte sie keine
Erste Stufe der Ersten Klasse desselben, zum Zeichen der beiderseitigen Freundschaft, damit das Schöne des Friedens zwischen Unseren beiden Reichen immer mehr an den Tag trete.
Wir ertheilen besonderen Befehl an Unseren Gesandten Lü Hai - Hwan, das Vorstehende mit Uebersetzung Ew. Majestät zu überreichen und vorläufig Allerhöchstderselben diese unsere Gefühle zum Ausdruck zu bringen.
Se. Majestät der Kaiser nahm in Erwiderung auf die Vorlesung dieses Telegramms Veranlassung, sich für die ihm durch Verleihung der höchsten chinesischen Ordensauszeichnung erwiesene Aufmerksamkeit erkenntlich zu zeigen, äußerte wiederholt seine volle Befriedigung über den Verlauf, den der Besuch Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Heinrich in China genommen, und gedachte in besonders dankbaren Worten der Liebenswürdigkeit, welche Ihre Majestät die Kaiserin - Mutter von China feinem erlauchten Bruder habe erweise» wolle». Er hoffe zuversichtlich, so betonte Se. Majestät, auf den Fortbestand der alten, traditionellen Freundschaft zwischen Deutschland und China, welche durch die jüngsten Abmachungen eine neue Kräftigung erfahren habe. Bei Erwähnung des beiderseitigen Interesses an der Erhaltung guter Beziehungen hob Se. Majestät hervor, daß die in China lebende» Deutschen zu ihrem Theil au der Wohlfahrt des große» Reiches mitwirken und er sie, mit Rücksicht hierauf, dem besonderen Schutze der chinesischen Behörden empfehlen möchte. Im Anschluß an den Empfang, der im Chinesischen Zimmer des Neuen Palais stattfand, geruhte Seine Majestät, dem Gesandten die Geschenke zu zeigen, die bei früheren Anlässen Kaiser Wilhelm dem Große», besonders gelegentlich des Festes seiner Goldenen Hochzeit, von dem Kaiserlich Chinesischen Hofe dargebracht worden sind. Diefe ftüher zerstreut aufgestellten Gegenstände sind neuerdings im Chinesischen Zimmer des Neuen Palais vereinigt worden. Der Gesandte folgte hierauf einer Einladung Seiner Majestät zur Theilnahme an dem Stiftungsfest des Lehr-Jnfanterie-Bataillons und bezeigte für das ihm hierbei gebotene eigenartige militärische Schauspiel lebhaftes Interesse Einen besonders tiefen Eindruck schien der chinesische Würdenträger von der zwanglosen und herzlichen Weise zu empfangen, in welcher Se. Majestät mit den Mannschaften des Lehrbataillons verkehrte.
Umschau.
/Herr Regierungs - Assessor a. D. v. Gerlach verlangt von uns nachstehende Berichtigung: „Die „Oberhessische Zeitung" schreibt in Nr. 128 (Sonnabend den 4. Juni d. I.), daß Herr v. Gerlach „der Sozialdemokratie.....bei etwaigen Stich
wahlen die Unterstützung seines national - sozialen
Zeit mehr, denn schon näherten sich Schritte und dort bog um die Ecke des Hauses — nicht der Geliebte, wohl aber ihr Vater und Rittmeister Dony, dessen Uniform und Stiefel auf einen ungemein raschen Ritt schließen ließe».
„Verzeihen Sie, Baronesse, daß ich zu so ftüher Stunde und in diesem Anzug Sie belästigte, aber das, was ich von Ihnen erbitten will, duldet keinen Aufschub."
So hatte der stattliche Offizier, den sie stets bewundert hatte, gesprochen.
„Von mir?" fragte Marianne beklommen. Sei» Antlitz war so ernst, so gemessen. Was wollte man von ihr, fragte sie sich, die doch bisher nur gescherzt und gelacht hatte?
Und er hatte weiter gesprochen:
„Ja, von Ihnen. Wollen Sie mich einige Augenblicke anhören?"
Bei diesen Worten empfand sie einen stechenden Schmerz und der Name „Baldeustein?" zwang sich, ihr selbst unbewußt, über ihre erblaßten Lippen.
„Nichts von ihm, er ist wohl uud munter," be- ettre Dony sich zu sagen und konnte kaum ein Lächeln unterdrücke» angesichts der Veränderung, die in dem jungen Gesicht vorging.
„So kommen Sie, Herr Rtttmeister; ich bin ganz Ohr, so sagt man ja wohl, wenn man recht gewählt oder gelehrt sprechen will, nicht wahr?'
Sie trippelte neben Dony her hinter ihrem Vater, der sich einmal wieder, wie so ost schon, höchst überflüssig vorkam.
3m Zimmer angekommen, ließ sie sich mit der Miene einer große» Dame nieder und bat auch ihren Besuch durch eine Handbewegung, Platz zn nehme»; dann sah sie fragend zu ihm auf.
Anhangs in Aussicht stellt." Diese Behauptung ist erfunden. H. v. Gerlach."
Als ob die ganze rücksichtsvoll st e Art, wie Herr v. Gerlach und seine Partei die Sozialdemoftatie behandeln, nicht de» berechtigten Schluß zuließe, daß er und sein Anhang sicher den Sozialdemokraten wählen würden, wenn letzterer mit dem Konservativen in Stichwahl käme! Das ist nicht erfunden, das ist unzweifelhaft richtig!
Laut einer amtlichen Meldung, die im Haag eingetroffen ist, hat die nach P e d i r gesandte niederländische Expedition ihr erstes Angriffsziel Garut, ohne erhebliche Verluste zu erleiden, genommen. Die Aichinesen zogen sich mit Tuku Osmar zurück. Der jetzige Aufenthaltsort des Letzteren ist unbekannt. — Pedir ist ein ansehnlicher Hafenplatz an der Nordspitze der niederländischen Insel Sumatra, in bereit Provinz Archiv.
In der demokratischen Presse werden wieder die üblichen Geschichten über „Wahlbeeinflussungen" erzählt. Bekanntlich aber fließt es keine politische Richtung, die dort, wo sie dominirt, in solcher Weise auf die Wähler drückt, wie die Demokratie. Allein auch noch zu andere» Mitteln greifen jene Herren; so erinnert die „Kons. Korr." an folgende Erklärung der „Badischen Landpost" vom Dezember vorigen Jahres aus Anlaß eines Vorkommnisses bei der badischen Landtagswahl im Kreise Durlach: „Wir erheben hiermit gegen die „demokratische" Partei die Anklage, daß sie versucht hat, den Wahlmann und Bürgermeister von Wilferdingen für 50 deutsche Reichsmark zu kaufen, damit er für Vorderer stimmen soll. Desgleichen sind in Weingarten an Wahlmänner des Herrn Ktrchbauer „Kaus"-Aniräge gemacht worden". Wenn solche Leute über Wahlbeeinflussungen schreien, soll man sie ruhig schreien lassen.
In S ü d s p a n i e n ist man ungemein ängstlich und mißtrauisch gegen die Engländer geworden. Hierüber wird u. A. nach London aus Gibraltar berichtet: „Am Mittwoch besuchte ich Ceuta. In der Stadt wimmelt es von Soldaten. Die Forts gelten für uneinnehmbar. Dennoch werden sie noch von Gefangenen verstärkt. Diese arbeiten an einem großen Hafendamm, der den geplante» Binnenhafen schützen soll. Gegen Engländer besteht nervöses Mißtrauen. Ich wurde mit meinem Kollegen von der „Daily Mail" verhaftet, als wir auf der Hauptstraße gingen, unweit der alten Befestigungen. Man führte uns vor den kommandirenden General, welcher uns nach langer Verhandlung frei ließ. Hier glaubt man allgemein, daß etwas in der Luft schwebt in
„Es ist eigentlich unrecht, Baronesse, daß ich Sie mit dieser Bitte belästige —"
Mein Gott, zur Sache, zur Sache! Sie sehen doch, daß ich vor Ungeduld nicht weiß, wohin. Machen Sie doch keine langen Umschweife. Oder soll ich Ihnen vielleicht auf die Spur helfen? Warten Sie mal, Herr Rittmeister. Sie möchten gern, daß ich da drüben", sie deutete mit ihrem Daumen über ihre Schulter in der Richtung nach dem Bünshofe, „so eine Art Hanswurst spiele."
„Baronesse!"
. Sie beachtete den sttafevden Ton nicht.
„Laffen Sie mich gefälligst ausreden! Als Kavalier und Offizier müssen Sie galant gegen Damen sein, mein Herr. Dort drüben ist natürlich nicht alles, wie es sein soll. Jua ist ttostlos und sie hat Ursache dazu. Mein Gott, das herzige Püppchen auf diese Art verlieren zu solle», ist wahrhaftig keine Kleinigkeit. Aber daß Jua Frau und Mutter war, wer hätte das gedacht! Noch weniger war zu erwarte», daß sie es verheimlichte. Aber nicht wahr, Herr Rittmeister es gießt sonderbare Käuze auf der Wett, zu deueu Sie wohl auch Adrienne rechnen! Könnte da — na, das geht mich nichts an, aber daß sie an diesem Mondega mit dem finstern Blick und dem spöttische» Lächeln überhaupt etwas Siebens» wertheS fand, über den Geschmack läßt sich nicht stretten, der meinige wäre es nicht gewesen! Also Ina ttostlos, Adrienne beleidigt, Graf und Gräfiu bemüht, Frieden zu ftiften, — so fieht'S auf dem sonst so gemüthlicheu Bünshofe aus, und da soll ich ein bischen »ach dem Rechte» sehe», nicht wahr, Herr Mimeister? Die Marianne mit ihrer unzerstörbaren Heiterkeit und guten Laune ist gerade die rechte Persou, um die Elemente dort etwaS zu verbinden. Habe ich'S getroffen?"
Algeciras und Ceuta." In London hielten am 3. die Anhänger und Fürsprecher der englisch- amerikanischen Verständigung ein Festmahl ab, bei dem Lord Coletidge den Vorsitz führte. Unter den Rednern des Abends waren Lord Brassey und der Bischof von Ripon, der ein Hoch auf die „Vettern jenseits des Meeres" ausbrachte. — Das „Retitersche-Bnreau" erfährt, eine starke englische Truppenabtheilung werde einen Theil der englisch-ägyptischen Expedition nach C h a r t u m bilden. Die Expedition werde ins- gesammt 20 000 Mann umfassen und Anfang Oktober dort eintieffen. Es geht das Gerücht, die Derwische hätten Shabluka, die stärkste Stellung zwischen Berber und Ehartnm, geräumt. Der Khalif konzentrirte seine Streitkräfte in der Nähe von Omduran. Diese Meldung stimmt mit einer Wiener Auslassung zusammen. Danach wird die erwähnte Expedition Ende August fortgesetzt werden. Omdurman ist die Residenz des Mahdi am linken Nilufer, gegenüber Chartum. Aus S i m I a (Indien) meldet eine Depesche des „Reuterschen Bureaus" in Betreff der Bewegung der englischen Truppen: Särnntt- liche Truppen sind jetzt vom Chaibar-Paß zurückgezogen worden, mit Ausnahme der 3. Bergbatterie, des Exfordshire Leichten JnfanteriereglmentS, des Suffex-Regiments, der 9. Gurkhas, der 34. Pioniere und der bengalischen Sahpeure.
Es geht jetzt deutlich hervor, daß die letzten amerikanischen Nachrichten über den neuen Angriff auf Santiago nicht der Wahrheit entsprechen. Die Amerikaner haben dort eine neue, ärgere Niederlage erlitten. Es wird hierüber amtlich ans Madrid gemeldet: „Am 3. Juni Morgens 3 Uhr versuchten ein großer feindlicher Panzer und ein Hilfskreuzer den Hafeneingang von Santiago zu forciren, was aber durch die Wachtposten entdeckt wurde. Die Artillerie des Forts Morro, diejenige des Kreuzers „Reina Mercedes», die auf Fort Socapa gebrachte Batterie dieses Kreuzers, Torpedojager und die Torpedostation, alle feuerten auf den Feind. Der amerikanische Krmzer „Merrimac" wurde durch spanische Schiffe und Torpedos zum Sinken gebracht und der große amerikanische Panzer zurückgetrieben." In dem Augenblicke, wo die „Merrimac" sank, bestieg Admiral Cervera eine Schaluppe und rettete mehrere Matrosen. Der Hafeneingang ist nicht gesperrt. An Bord der „Reina Mercedes" befinden sich ein Schiffslieutenant und sieben Mattosen des gesunkenen Schiffes als Gefangene; das Schicksal der Uebrigen ist unbekannt. Die Spanier hatten keine Verluste und keine Havarie. 19 feindliche Schiffe lagen bei Santiago. Die Regentin ließ die Vertheidiger Santiagos telegraphisch beglückwünschen. Die Kammer beschloß einstimmig, das Heer und die
Dony lächelte.
„So ziemlich! die Hauptsache jedoch bleibt die, daß Sie in Jua unauffällig, nicht überstürzt dir Hoffnung nähren sollen —"
„Aus was?"
Marianne war zu klug, um nicht zu ahnen, daß man ihr etwas verheimlichte. Ihre Frage klang daher etwas scharf, ihr Blick aber ruhte nicht ohne Spott auf Dony, der sich halb verlegen abwandte.
„Ich darf nicht mehr sagen, Baronesse."
„Wie kann ich aber bann Ihren Wunsch erfüllen Auf unbestimmtes hin Hoffnung nähren zu sollen, ist absurd. Nehmen Sie mir das nicht übel, Herr Ritterrneister."
„Als ob das Menschenleben nicht eine einzige große Hoffnung wäre, Baronesse! Der eine hofft Vereinigung mit der Geliebten, der andere hofft auf Gesundheit, der dritte auf Erfolg irgend welcher Art. Einern bekümmerten Herzen Hoffnung einzuflößen, kann nie schwer fallen, zumal, wen» — ich betone das — Aussicht auf Verwirklichung da ist."
„Ah," rief Marianne triumphierend, „da haben wirS! So ganz dumm ist die Marianne doch nicht, mein Herr. Geschwind, gestehen Sie; wie kommen Sie zu mtt damit?"
Dony ergriff des jungen Mädchens Hand und drückte sie fest und zärtlich.
Weil ich Derttauen habe zu Ihne», Barooesse, weil ich meine Sache in Ihren kleine» geschickten Hände» geleitet von Ihrem selbstlosen, guten Herzen wohl aufgehoben weiß und weil Sie in jeder Beziehung unparteiisch find."
(Fortsetzung folgt.)