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*) Schätzung.) Vorläufiges Ergebnis 3) Schätzung.

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find also auf Grund der reichsgesetzlichen

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eben

Arbeiterbevölkerung in engem Sinne, kommen, so ergiebt fich, daß jährlich

währt, deren Umfang fich mangels der erforderlichen Date» ziffernmäßig nicht feststellen läßt. Wohl aber kann dies für die deutsche» Snappschafts- k ass en geschehen, deren Leistungen in obigen Zahlen gleichfalls nicht enthalte» find. Der auS diesen letztere» Kaffe» den Arbeiter» in den Jahre» 1885 bis 1897 gewährte TutschiidigungSbetrag kau» auf rund 320 Millionen Mark beziffert werde». Mit Einschluß der Leistungen der Knapp­

en.

nung 1775

zu Gute für 10

Invalidenrenten von Eintritt der Erwerbs­unfähigkeit ab, ohne Rücksicht auf daS Lebens­alter;

Altersrenten vom 70. Lebensjahre ab, wenn der Versicherte alsdann noch arbeitsfähig ist und nicht bereits Invalidenrente bezieht;

vorbeugende Kraukeofürsorge zur Verhütung dauernder Arbeitsunfähigkeit;

in Todes» und Heirathsfällen Erstattung der vollen vom Versicherten gezahlten Beiträge.

Personen derselbe» mit Einschluß der sämmt- lichen Familienangehörige» durchschnittlich eine Ent­schädigung bewilligt worde« ist.

Neben den auf Grund der Arbetterverficherungs- gesetze gezahlte» Entschädiguuge» werden den Arbeiter» noch von viele» staatliche» »nd private» llnter- stützuugs- »nd Penfionskaffe» Entschädigungen ge-

n

3772

7.

ziehnngsweise 3/s des bisherigen Jahres­arbeiteverdienstes des Verunglückten;

c) Beerdigungskosten.

Die zur Bestreitung dieser Leistungen erforderlichen Mirtel werden ausschließlich von de» Arbeitgebern aufgebracht.

Zu 3. Die Jnvalidttäts- und Altersversicherung gewährt

3. bei Siechthum oder anderweit verminderter Arbeitsfähigkeit, sowie in hohem Alter (Jnvaliditäts- und Altersversicherung).

Zu 1. Die Leistungen der Krankenkassen bestehen in Gewährung von

a) freier ärztlicher Behandlung und Arzenei, sowie der sogenannten kleinen, zum Theil aber auch weiterer Heilmittel;

b) Krankengeld,

oder au Stelle dieser Leistungen in freier Krankenhausbehandlung nebst Familieuunter- stützung,

außerdem bei den orgauisirten Krankenkassen in Wöchuerinnenunterstützung;

c) Sterbegeld.

Die erforderlichen Mitteln werden zu 1/3 von den Arbeitgeber», zu % von den Arbeitern aufgebracht.

Zu 2. Die Leistungen der Unfallversicherung umfassen

a) das Heilverfahren vom Beginn der 14. Woche nach Eintritt des Unfalles, sowie einen Zuschuß zum Krankengeld der Verletzten (Ziffer 1 b) von der fünften Woche ab:

b) Renten an die Verletzten vom Beginn der 14. Woche nach Eintritt des Unfalles ab, sowie im Falle der Tödtung vom Todestage ab an die Hinterbliebenen, und zwar bis zu 2/3 be-

HieranS folgt, daß die Versicherten bereits (17021841001173 449705 =)528,79Xiff.9Xf. mehr erhalten haben, als sie selbst einzahlren.

Der Jahresbetrag an Entschädigungen betrug 1897 bereits

233,7 Millionen Mark;

derselbe steigt noch fortgesetzt, und zwar in den nächsten Jahren voraussichtlich um durchschnittlich rund 15 Millionen Mark jährlich. Die wesentlich zur Bestreitung dieser steigenden Mehrleistungen au- gesammelten Reservefonds bezifferten fich Ende 1897 iusgesammt auf rund 850 Millionen Mark.

einer sogen, i aus- eselbe

') Schätzung.) «rgebuisie 1896.

1702184100 Mark, mehr als l7/10 Milliarden Mark.

99% 86%

02% 00 U

325/»

92% 96% 01%

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schaftskassen sind also seit Bestehen der Arbeiterversicherungsgesetzgebung (1885) bis Ende 1897 mehr als

2 Milliarden Mark an Entschädigungen an die Arbeiter Baar ausgezahlt uud unter Hinzurechnung der zur Bestreitung der steigenden Mehrleistungen ange- ämmelten Reservefonds rund

3 Milliarden Mark aufgewendet worden. Vom Jahre 1900 ab wird der Gesammtbettag der jährlich zur Aus­zahlung kommende» Entschädigungen bereits mehr als 300 Millionen Mark, d. h. für jeden Arbeitstag 300 Tage im Jahre), eine volle Million Mark (!) betragen und dann noch fortgesetzt weiter steigen!

Und diese Leistungen nennt die Sozialdemokratte unerheblich! Und gegen die Gesetze, die solche Wohlthaten für die arbeitenden Klassen ins Leben gerufen haben, haben die sozial­demokratischen Abgeordnete» gestimmt! Selbstverständlich werden die verbündeten Regierungen es bei diesen durch die sozialpolitischen Gesetze zur Zeit geschaffenen Zuständen nicht bewenden lassen, sondern fortgesetzt bestrebt sein, die Wohlthaten der­selbe» immer weitere» Bevölkerungskreisen zuza» wende» und insbesondere auch die formale Wirk­samkeit der genannten Gesetzgebung im Interesse der Arbeiterbevölkerung zu verbeffern.

Der Ausbau der bestehende» sozialpolttische» Gesetze dürfte das sozialpolitische Ziel der nächste» Zukunft sein.

Umschau.

Der spanische Marineminister erhielt eine Depesche, welche besagt, daß daS amerikanische Ge­schwader vor Santiago eine Niederlage erlitt. Die spanische» Forts und die Flotte Cerveras wiesen de» Angriff der Flotte Sampsons zurück. Die amerikanischen Schiffe mußten sich beschädigt zurückziehen, das spanische Geschwader hat nicht ge­litten. Die Nachricht klingt glaubhaft, weil eine Depesche aus Washington vom 1. Juni besagt:Dem Marine - Departement war bis heute 9 Uhr Vor­mittags keine Bestättgung des Telegramms auS Port-au-Prince über das Gefecht von «Santiago zu­gegangen." Sampsou wird sich unter obigen Um­ständen wohl den Text erst etwas überlegen. Der Berichterstatter der New - AorkerWorld" bei der amerikanischen Flotte telegraphirt, Sonntag nm Mitternacht hätten zwei spanische Torpedo­boote den Hafen von Santiago verlassen und einen vergeblichen Versuch gemacht, zwei amerikanische Schiffe zum Sinken zu bringe»; die Torpedoboote seien, dicht an ter Küste entlang fahrend, 3km weit westwärts gelangt, als ein Offizier an Deck der Texas" fie durch sein NachtglaS fichtete. Zwei Scheinwerfer seien darauf auf die Spanier gerichtet worden, die mit Volldampf auf die SchiffeTexas" undBroklyn" losfuhren; die Schnellfeuergeschütze dieser beiden Schiffe seien jedoch sofort klar zum Ge­fecht gewesen uud hätte» eine» solchen Hagel von Geschoffen auf die Spanier abgefeuert, daß diese wenden »nd fich in den Hafen retten wußten. Die Spanier hätten keine» Torpedo abgefeuert, ob­gleich fie auf 400500m an dieTexaS" heran­gekommen seien.

Warkurg

Freitag, 3. Juni 1898.

Deutsches Reich.

Berlin, 1. 3nnt Ihre Kaiserliche» Majestäten gaben heute Morgen bei der Abreise deS Kronprinzen »nd der Sronpriuzesfin von Griechen­land, welche nm 7 Uhr 40 Minuten erfolgte, den­selben daS Geleit nach dem Anhalter Bahnhof. Im Laufe des VormtttagS empfing Se. Majestät der Kaiser im Königlichen Schlöffe den Minister von der Recke nud ben Ches des Zioilkabiuets, Wirkliche» Geheime» Rath Dr. von Lucanus zum Sortrag uud »ahm hierauf die Rapporte der Leib-Regimenter ent­gegen.

Der bisherige Gesandte in Rio de Janeiro, Geh. Legationsrath Dr. Krauel, welcher fich seit Anfang November v. I. auf Urlaub in Europa be­fand, ist nunmehr auf seinen Wunsch tu de» einst­weilige» Ruhestand versetzt worde». Wie wir höre», ist zu seinem Nachfolger der jetzige erste Sekretair bei der kaiserliche» Botschaft in London, Legations­rath Graf v. Arco-Valley, ausersehen. Der Genannte hat vor seiner Ernennung nach London bett Missionen ix Paris, Brüssel unb Madrid angehört. Nach Ablegung beider juristischen Prüfungen, war er früher mehrere Jahre als Rechtsauwatt tu München

Bis Ende 1900 werden auf Grund der reichs­gesetzlichen Arbciterverficheruug rund

21/z Milliarden Mark

oh Entschädigungen gezahlt fein.

Wie viel Noth »ndElend ist durch diese Summen gelindert nnd be­seitigt worde»!

Ma» vergegenwärtige nm die Zahl der Fälle, in denen Entschädigungen gewährt worde» find!

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iuni:

Hiernach find bisher in

31486 243 Fällen ' ^üschädigungen bewilligt worden, so daß für je 20 vtrfonen der Gesammtbevölkernng durch- 'chnittlich jährlich in einem Falle 'ije Entschädigung ans der Arbetterver- Nernng festgesetzt worden ist. Berückfichttgt man, «ß die Leistungen nicht der Gesammtbevölkenmg, (fabern nur einem Theile derselben, nämlich der

Das Reich gewährt für jede Reute einen Zuschuß von jährlich 50 Mark; im Uebrigcn werden die Kosten von den Arbeitgebern und Arbeitern je zur Hälfte getragen.

Auf Grund dieser dmch die sozialpolitischen Arbeiterverficherungsgesetze neu eingeführteu Leistungen find bisher folgende Summen gezahtt bezw. auf­gebracht worden:

litlag sirbeiterverficherung bis Ende 1897 au Beiträgen wfgebracht lediglich int Interesse der Versicherten

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völ­ligem asche .2409

m Lauf« btt n«b«ubrz«ichoet«u Jahr« sind Entschädigungen frftgesrtzt infolge der reichSgisetzlichen

Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«,

amfunb»erlag: Joh. Ang. Koch, Universitäts-Buchdruckerei in Marburg. Verantwortlich für die Redaktion: Redakteur M. Hartmann in Marburg.

Expedition: Martt 21. Telephon 55. V"!!(44HIVV WVHWlWyWIWII* Redaktion: Markt 21. Telephon 55.

Adrigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Anuoncen-

Bureaux von Haasenstön & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde- qq

bürg, Wien; Rudolf Moffe, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; 00. ^Uljlß

6. L. Daube & Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris x.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen.

gni? Quartals-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen «/fS. Ul Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Insertionsgebühr: die ge­spaltene Zelle oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen; die Zelle 25 Pfg.

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Die Wohlthaten I der deutschen Arbeiterversicherung.

Bo» sozialdemokratischer Seite werden fortgesetzt sie bisherigen Leistungen der dentschen Arbeiter- Versicherung als unbedeutend und in keinem sierhältniß zu den Beittägeu der Arbeiter stehend be­zeichnet. Obwohl die gänzliche Hinfälligkett dieser Be­hauptungen schon mehrfach nachgewiesen ist, scheint tl zur Verhütung von Legendenbildungen doch rath- sm z» sein, das bezügliche Material zusammen- zustellen und so für Jeden, der seine Augen nicht vor offenkundige» Thatsachen absichtlich verschließen M, ein klares Bild der wirklichen Sachlage zu geben. Zeder, der die nachstehende Uebersicht unbefangen prüft, Btrb darin die umfassenden und segensreichen Wirk­ungen der VerficherungSgesetze zu Gunsten der deutschen 1 Arbeiter und die dafür von den deutschen Unter­nehmern zu bringenden Opfer zahlenmäßig belegt finden.

Durch die VerficherungSgesetze soll Abhilfe geschaffen »erden gegen die wirthschaftliche Noth, in welche Ar­beiter und untere Betriebsbeamte, sowie deren Familien gerathen können:

1. in Krankheitsfällen (Krankenversicherung);

2. bei Verletzungen in Folge von Unfällen bei da Berufsarbeit (Uufallverficherung);

)zuh. «d zu deren Gunsten

, I. do» den Arbeitgebern (Spalte 7) 1337 741 176 Mk.

--- toi den Versicherten (Spalte 6) 1173 449 805 zusammen 2 511190 981 Mk.

i i. h. mehr als 2V, Milliarden Mark. An s Entschädigungen find an die Versicherten

l&v bereits gezahlt (Spalte 5)

Rechnungs­jahr

1

Im Lauf« her u«benbez«ichueteu Jahr« sind

an EntschSdigung«» gezahtt in Folge

an Beiträge»

Krankenversicherung

Mk.

Unfallversicherung

Mk.

Invalidität»- und Altersversicherung. Mk.

zusammen

Mk

durch die Versicherten Mk.

durch die Arbeitgeber Mk.

8

3

4

5

6

7

1885/1866

100 441 200

1 935 400

102 376 600

78 842 414

50 942 806

1887

55 202 100

5 932 900

61135 000

44 855 331

42160 265

1888

61 661 500

9 681 400

71 242 900

49 899 413

51 771406

1889

70 975 200

14 464 300

85 439 500

56 201 257

61 248 929

1890

84 040 000

20 315 300

104 355 =00

60 827 063

69 661 731

1891

89 548 800

26 426 400

15 307 100

131 282 300

111 498 885

125 929142 '

1892

94 258 400

32 340 20»

22 456 900

149 055 500

114 020 659

133 688 730

1893

101 971 700

38 163 800

28 153 400

168 288 900

119 330 645

142 840 347

1894

99 588 500

44 281 700

35 010 400

178 880 600

124 363 104

151 276 227

1895

104 822 400

60 125 800

42 948 100

197 896 SCO

129 626 167

168 917 459

1896

109 722 800

57 154 400

51 653 600

218 530 700

138 884 867

170 168 634

1897

*) 110115200

2)64085 300

) 59 500 000

233 700 500

3) 145 100 000

3) 179135 600

1 082 247 800

364 906 900

255 029 400

1 702184100

j 1173 449 805

1 337 741 176

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Krankenversicher­ung (Anzahl der Erkraukungsfälle)

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Summa aller Fäll«

1

2

3

4

5

6

7 .

8

9

1885/86

3 517 488

7 824

1980

4 279

197

3 581 768

1887

1 738 906

13 832

2143

4 723

217

1 759 821

1888

1 762 520

17 544

2 406

5173

185

1 787 828

1889

2 042082

26189

3 328

6 996

270

-

2 078 865

1890

2422 850

35 991

3 687

7 348

302

2 469 678

1891

2 397 826

44 781

4064

8482

291

132 960

2 588 404

1892

2 478 237

49 743

3 947

7 660

228

59847

2 599 162

1893

2 794 027

56 393

4125

8400

288

66 434

2 929 617

1894

2 492 309

63 258

4124

7 930

242

80 801

-

2 648 664

1895

2 703 632

69 079

4185

8 366

249

85 839

10 685

2 882135

1896

2 763 757

79 302

4 505

9194

254

90302

79 930

3 027 244

1897

') 2 863 300

') 85 420

*) 4 505

*) 9194

) 254

98 021

122 368

3 183 062

Summa

29 976 429

549 356

42 999

87 745

2927

613 804

212 988

31 486 243