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(Fottfetzimg folgt.)
war. Ich wähnte mich zurückversetzt in die Zeit meines Brautstandes, wo er sich alle Mühe gegeben, mein sprödes Herz sich zu eigen zu machen. Damals wollte es ihm nicht glücken, jetzt war es Kinderspiel, denn es kam die große, heilige Mutterliebe in Frage. Zum erstenmal wähnte ich mich glücklich, glücklich im Besitz eines Engels, glücNich an der Seite eines Gatten, der nicht von uns wich, uns jeden freien Augenblick, und deren hatte er viele, widmete und mich in eine Sorglosigkeit lullte, die leicht hätte verhängnißvoll werden können, menn nicht abermals und ganz unvermittelt das in meinem Herzen schlummernde Mißtrauen erwacht wäre. Auf mein dringendes Bitten hatte Mondega an einer Lustbarkeit theilgenommen, die zu Ehren eines scheidenden Regierungsbeamten stattfand. Mondega zögerte, erklärte, mich nicht ver- lassen zu «ollen, ließ sich dann aber doch von mir überreden unb war dem Einspruch, daß er sich nicht in der Kinderstube vergraben dürfe, rasch zugänglich. Ich freute mich des ungestörten Alleinseins mit meinem Kinde, das damals kaum drei Monate zählte. Die herrschende, anhaltende Hitze und das darauf unvermittelt eiutreteude Regenwetter, hatten der Kleinen Unpäßlichkeiten zugezogen; sie war unruhig und be- dmfte mehr denn je der Wartung, und der Aufmerksamkeit. Ich hatte es übernommen, die Kleine zu beruhigen, nöthigenfalls auf meinen Armen umherzn- tragen, damit die alte Wärterin, welche sich tagsüber mit ihr beschäftigte, neue Kräfte sammeln und schlafen könne. Die Fenster des Schlafzimmers waren weit offen, die Lust war erfrischend kühl, draußen rieselte der Regen unaufhörlich nieder, so monoton, so einschläfernd, daß ich, die ich mich mit Adrienne auf den Armen auf einen Sessel niedergelassen hatte, saust einschlnmmerte.
In den Bereinigte» Staaten wird jetzt von Seiten gewisser Gruppen des Kongresses auf die Verwaltung ein starker Druck ausgeübt, dahingehend, die Invasion aufCuba energisch zu betreiben. Man glaubt, der Jnvafionsplan werde da wieder ausgenommen werden, wo derselbe durch das Erscheinen des spanischen Geschwaders vor Martinique unterbrochen wurde. Nach Meldung auS Key-West sei das spanische Geschwader am vergangenen Sonntag in Havana erwartet worden. Marschall Blanco habe der Garnison HavanaS und der Bevölkerung die amtliche Mittheilung gemacht, daß ein starkes Geschwader, mit Verstärkungen und Lebensmitteln an Bord, unter Umgehung der amerikanischen Flotte sich Havana nähere. Der Muth der spanischen Truppen
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interessen der Land- und Forstwirlhschaft gesetzlich berufene» Organe gesichert worden.
Von der von Ihne» beschlossenen Einführung deS gesetzlichen Anerbenrechts nicht nur bei Renten- und Anfiedelungsgüteru, sondern auch bei Landgütern in der Provinz Westfalen und einigen rheinischen Kreisen verspreche ich Mir eine günstige Wirkung für die Erhaltung des für unsere soziale und witthschastliche Entwickelung so wichtigen bäuerlichen Grundbesitzes.
Den Handelskammern sind ein erweiterter Wirkungkreis und größere Beweguugsfteiheit gegeben worden.
Die Bewilligung von weiteren Hundert Millionen Mark zur Ansiedelung von deutschen Bauer» in den ö st l i ch e n Laudestheilen wird zusammen mit anderen Maßnahmen zur Stärkung des Deutsch- thums dienen, zugleich aber auch allgemein die wirih- schaftlichen Verhältnisse dieser Laudestheile zu heben geeignet sein.
Mit besonderer Genugthuung habe ich es empfunden, daß Sie die von Meiner Regierung für nothwendig erachteten Mittel zur Beseitigung der durch die Hochwasser des vorigen Sommers herbeigeführten Schäden bewilligt haben. Die zur dauernden Sicherung gegen Ueberschwemmungsgefahren eingeleiteten Vorarbeiten sind in klüftiger Förderung begriffen.
Geehrte Herren! Der Rückblick auf die abgelaufene Legislaturperiode ist ein erfreulicher. Zahlreiche Reformen sind zur Durchführung gelangt, langempfundene Bedürfnisse konnten befriedigt werden, und fast auf allen wichtigen Gebieten des öffentlichen Lebens sind erhebliche Verbesserungen erzielt worden. Diese Ergebnisse sind nicht zum wenigste» Ihrer tteue» Arbeit und dem verständnißvollen Entgegenkommen zuzuschreiben, welches Meine Regierung bei Ihnen gefunden hat.
Am Ende einer zehnjährigen Regierungszeit empfinde Ich mit aufrichttgem Danke, daß die bereitwillige Mitarbeit der Landesverttetung Mir Mein landesväterliches Bestreben, die Wohlfahrt Meines Volkes zu fördern und zu heben, in hohem Maße erleichtert hat. Hieraus schöpfe Ich zugleich die Zuversicht, daß eS unter Gottes gnädigem Beistand auch in Zukunft gelingen wird, das Erreichte festzuhalten und den neuen Aufgabe», welche unsere Zeit in immer steigendem Umfange stellt, zum Segen unseres theuten Vaterlandes gerecht zu werden."
würde ich's gethan haben, aber womit? Kaum, daß er mir das Nöthigste liefe. Alles andere wanderte den Weg, den mein Vater vorgesehen, oder er verprafete es mit seinen Freunden, In jener Zeit glaubte ich die Hölle auf Erden zu haben, und doch war dies erst der Beginn aller meiner Leiden, ruhten die grausamsten Prüfungen, die meiner warteten, noch gnädig für mich im Schoofee einer glücklichen Verborgenheit!"
Den Blick wie in eine ferne Zeit zmückgerichtet, hatte Jumiita inne gehalten. Dony verharrte regungslos in seiner Stellung, als fürchtete er durch die leiseste Bewegung sie aufzuschrecken.
So vergingen lautlose Minuten, bevor sie von neuem anhob:
»Ein Schleier verhüllt uns das Kommende. Welches Glück, daß es dem Menschen nicht vergönnt ist, in die Zukunft zu schaue». Er würde keine ruhige Stunde mehr haben, sich au nichts mehr er- freuen dürfen und müfete nur stets, vorausschauend, das erwarten, was ihm bestimmt ist . . . Wie die Verheifeung eines unaussprechliche» Glückes, einem Sendbote« des Friedens gleich, erschien mir das Kind, dem ich »ach einem Jahre das Leben gab. Es war ein Mädchen, dem ich, in seliger Erinnerrmg an die schönste Zeit meines Daseins und a» das einzige Wesen, das mir reine unverfälschte Liebe erwiese», den Namen Adrienne gab. O, nun mufete es gut werden, so dachte ich in meinem glückerfullie» Herze». Mondega mußte angesichts des kleinen Engels zu dessen Mutter zurückkehre»; um des Kindes willen würde er den wüste» Lebenswandel anfgeben und sich erinnern, dafe er ein Weib besitze, welches geheiligte Anrechte an ihm besafe. Und wirklich, es schien, als wenn die Existenz deS Kindes daS lockere Band aufs neue knüpfen sollte. Mondega umgab uns mit einer Sorgfalt, mit einer Fülle von Siebe, die wahrhaft rührend
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Die Wortführer der Sozialdemokraten haben bis jetzt immer die Thatsache geleugnet, dafe der Streikterrorismus, dem leider viele arbeitswillige, dem Streiken abgeneigte Arbeiter zum Opfer fallen und der erst kürzlich den Wahnsinn eines von terroristischen Genossen bedrohten Familienvaters zur Folge gehabt hat, die Sozialdemokratie etwas angehe. Das wird zukünftig nicht mehr möglich sei». Der sozialdemokratische P a r t e i v o r st a n d hat nämlich in seinem neueften Märtyrerverzeichnisse offiziell die wegen Stteikmißhand- lnngen Bestraften als sozialdemokratische Märtyrer reklamirt, sich also mit der Sttafthat dieser Leute identificirt. Es wurden im Monat April in neun Fällen 18 Genossen wegen Bedrohung bezw. Mife- Handlung von „Streikbrechern" zu 3 Jahren 7 Monaten und 5 Tagen Gefängniß bestraft. DaS ganze Märtyrerverzeichniß weist Strafen von ins- gesammt 5 Jahren 1 Monat, 1 Woche und 1 Tag Gefängnife und 305 Mk. Geldstrafe auf. Der „Löwenantheil" der ©trafen und des MärtyrerruhmS fällt auf die Streikterroristen. Die Sozialdemokratie ist jetzt also auch äußerlich sichtbar unweigerlich für den unerträglichen Stteitterrorismus verantwottlich.
Neuerung der Handelsverttäge auf eine Erhöhung der Zolleinnahme um 200 Millionen rechne, jedweder Begründung entbehrt. Die „Frankfurter Zeitung" hält ihre falsche Nachricht aufrecht und schreibt: „Wenn derjenigen „zuständigen" Stelle, bei der sie (die „B. P. N.") sich erkundigt haben, nichts davon bekannt sei» sollte, so folgt daraus noch nicht, daß eine andere „zuständige" Stelle, die u»S inforfoirte, die Unwahrheit gesagt hat". Der Widerspruch der „Frankfurter Zeitung" gegen unser Dementi ist völlig werthlos. Es giebt keine „zuständige" Stelle im Deutschen Reiche, welche augenblicklich in der Lage wäre, eine solche dreiste Behauptung der „Frankfurter Zeitung" bestätigen zu können".
war eben nach uuserer Vermählung, »och trug ich btn Brautstaat, das langschleppende Atlaskleid, die Nhrtenktone, de» Schleier, als er, nachdem die Gäste tos allein gelassen hatten, erst mit zärtlichem Kosen, bann dringender nach dem (Selbe fragte. Ich war in jung, nm ihn ganz zu verstehen,- und doch nicht Verfahren genug, um allen seinen Worten Glauben schenken; aber mir kam in jenen Stunden, die bei anderen Neuvermählten die schönste», die seligsten «u sein pflegen, berettS die Ahnung eines kommenden Mette. Er versuchte zwar, durch seine Liebkosungen wich die vorhergehenden Worte vergessen zu machen, aber der Stachel saß fest; das Mißttanen, das durch
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Mit Freude begrüße Ich nicht minder das Gelingen einer Verständigung zwischen den beteiligten staatlichen und kirchlichen Instanzen über die Neu- regulirung der G e h a l t s v e r h ä l t n i ss e der evangelischen und der katholischen Geistlichen. Ich hoffe zuversichtlich, dafe diese Reform für Staat und Kirche von bleibendem Segen sein wird.
Für die Förderung deS Hochschulwesens und des gewerblichen Unterrichts, für die wissenschaftliche» und Kunst Anstalten find erhebliche Mittel bereit gestellt worden.
Die Neuordnung der StatSeisenbahn- Verwaltung hat sich in allen Theilen durchaus bewährt. Infolge des grofeen Aufschwungs der gewerblichen Thätigkeit hat sich der Verkehr der Eisenbahnen über Erwarten gesteigert. Zu Meiner Befriedigung, hat der Landtag sich berett gefunden, aus den Ueberschüsieu deS Staatshaushaltes Meiner Regierung aufeerordentliche Mittel zur Verfügung zu stellen, um den stets wachsenden Anforderungen des Verkehrs schneller und durchgreifender zu entsprechen.
Für die Erweiterung des Staatseisenbahnnetzes, sowie für die Förderung des fräftig aufblühenden Kleinbahnwesens sind die verlangten Mittel bereitwillig von Ihnen gewähtt worden.
Behufs Verbesserung der Wohnungsverhältnisse der Arbeiter und geringer besoldeten Staatsbeamten sind erhebliche Beträge bereit- gestellt, der Förderung dieses bedeutsamen Zieles wird auch in Zukunft besondere Fürsorge gewidmet werde».
Die Errichtung der Centralgenossenschaftskasse und ihre weitere Ausstattung mit staatlichen Mitteln wird, wie schon die bisherige Erfahrung bewiesen hat, zur Hebung des Genossenschaftswesens und zur Sicherung einer billigen Kreditgewährung für die Mittelklasse» in Stadt und Land beitragen und beu Zusammenschlufe bet schwächeren Kräfte im Wirth- schaftsleben fördern.
Das Zustanbekommen ber Stäbteorbnung unb der ßanbgemeinbeorbnung für bie Provinz Hessen-Nassau ist ein erfreulicher Fortschritt. An Stelle der vielgestaltigen, zum Theil veralteten Gesetze ist ein einheitliches Gerneinbeverfassungsrecht getreten, welches sich an bie im übrigen Staatsgebiete geltenbe» Grunbsätze anschließt.
Die schwierige Lage ber Lanbwirthschaft hat nach wie vor bie volle Aufmerksamkeit Meiner Regierung in Anspruch genommen, welche fortgesetzt auf bie Hebung unb Förderung dieses für unsere heimischen Verhältnisse hochwichtigen Gewerbes bedacht ist. Das Gesetz über bie Laubwirthschaftskammern hat eine korporative Vertretung ber Landwirthschaft ermöglicht. Durch bie in zehn Provinzen bereits erfolgte Errichtung solcher Kammern ist bie werthvolle Mitarbeit dieser zur Wahrnehmung der Gesammt-
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Adrienne's sorgliche Hand mehr und mehr auS meinem Innern verschwunden war, kehrte mit einem Schlage zurück, so daß ich gewappnet war und ihm in ber richtigen Weise entgegentreten konnte. — Mein Vater nämlich, bei sei» völliges Mißtrauen allen Menschen gegenüber auch auf mich übertragen, hatte letztwillig bie Bestimmung hinterlassen, daß ich, bei Verlust des Vermögens, niemals dasselbe au8 der Hand geben dürfe, daß, sei meine Ehe mit Kinder» gesegnet, das Vermöge» diesen gehöre, während die Elter» nur die Nutznießung davon habe» sollte». Ei»e Ausnahme konnte nm dann stattfiuden, wen» das Kind oder die Silber sterben würden ; bann sollte bas Vermögen an mich znrückgehen!"
„Merkwürdig!" murmelte Dony.
.ES mag so scheinen, Herr Rittmeister. Mein Vater wollte offenbar nicht, daß daS von ihm im Schweiße seines Angesichts erworbene Vermögen durch den Satten seiner Tochter vergeudet würde. Zu jener Zeit herrschte in unferm geschätzten Vaterlande der Spielteufel, welcher unzählige Opfer forderte, Existenzen zerstörte und viele, viele Familien dem Elend preisgab. Er war wie ei» Fieber, eine Seuche, die über Brasilien hereingebrocheu; viele erlagen ihr, die meisten wurden angesteckt, hatten aber doch so viel Kraft, um sie wieder abzuschüttelu. Noch grassierte diese Krankheit, als mein Vater starb. Das Testament war in jener Zeit »iedergeschrieben, in jeder Weise richtig und mit ollen nothwendig Formalitäten versehen, also unantastbar. O, diese« Stück Papier! Es hat mein ganz Elend verschuldet! WaS habe ich nicht darum leide» müssen! Hohn, Spott, Verachtung, Vernachlässigung jeder Art. Selbst zu Thättichketten liefe er sich hinreißen, wenn ihn der Wahn gepackt hatte, wenn seine Börse leer war und er von mir verlangte, daß ich sie wieder ffifien sollte. Wie gern
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Die Thronrede,
Bit welcher Se. Majestät der König vorgestern । den Landtag der Monarchie geschlossen hat, war schon am Mittwoch von u»8 anszüglich «lieber» gegeben worbe«. Sie hat ben vachstehenbe« Wortlaut:
Erlauchte, eble unb geehrte Herren von beiben Häusern des Landtages!
Bei Beginn dieser Legislaturperiode habe Ich dem Vertrauen Ausdruck gegeben, daß Mein Bestreben, den Bedürfnissen des Landes überall gerecht ; zu werden, in Ihrer Mitarbeit eine sichere Stütze * Rnben werde. Meine Zuversicht hat sich erfüllt. I Mit Befriedigung blicke Ich auf das während dieser arbeitsvolle« fünf Jahre in gemeinsamer Thätigkeit Erreichte zurück.
1 Zur dauernden Befestigung unseres Finanzwesens ist eine Reihe von Maßnahmen
1 -ingeführt; insbesondere werden die Konverttrung ber vierprozenttge» Anleihen, bie Aufstellung bestimmter ■ Hrunbsätze für ben Haushaltsplan, bie Wiedereinführung ber obligatorischen Schuldentilgung und die Verabschiedung des Gesetzes, betteffend den Staats-
1 h Haushalt, wesentlich dazu Befangen, auch für die Zukunft ein wohlgeordnetes Finanzwesen zu sichern.
Die Finanzlage des Staates hat sich in der abgelausenen Legislaturperiode fortgesetzt günstiger gestaltet. Während bie ersten Jahre noch Fehlbeträge auswiesen, haben bie letzte« Jahre mit Ueberschüssen abgeschlossen. Diese erfreuliche Entwickelung hat es möglich gemacht, bie wachsenden । Bedürfnisse auf allen Gebieten des Staatslebens in ausgiebiger Weise zu befriedigen. Die Ausgaben in allen Verwaltungszweigen haben bedeutend erhöht werden können, und eine Reihe seit längerer Zeit ungelöster Aufgaben ist nunmehr zur Durchführung gelangt.
Die Lage der Beamten hat sich durch die Einsührung des Systems der Dienstattersstufen, die erhebliche Vermehrung der etatsmäßigen Stelle», die Anrechnung bestimmter Jahre für die Diätarien, die Erhöhung der Wittwenpensionen, bie Aufhebung ber [ Diensttautionen wesentlich verbessert. Vor Allem ist £ eS gelungen, bie im Jahre 1890 begonnene allgemeine Erhöhung ber Beamtengehälter nunmehr zum
(Nachdruck verboten.)
Getrennte Sterne.
Roman ans bei Gesellschaft von H. Waldemar.
(Fortsetzung.)
Snenit«, bie eine Weile regungslos bagefeffen unb »ii seltsam verschleierte« Blicke« i» bie Wipfel bet stch leise wiegenden Bäume draußen geschaut hatte, wffte sich oufte neue auf und schlang die Hände Westränder, als ob sie sich dadurch selber Muth zu- spreche« wollte, während sie das Köpfchen wandte, ta Blick zu ihrem Gegenüber erhob und denselben tof ihm ruhen liefe.
Es ward Dony dabei heiß ums Herz, aber er »egte er nicht, irgend eine Bewegung zu machen, toi die in ihre Gedanken Versunkene nicht aufzuflören.
„Lor dem Kloster bangte mir," begann sie nach ä»er Weile mit derselben klanglose» Sttmme, wie bisher, „thörichteS Kind, das ich war, und dem Verberben warf ich mich in die Arme, indem ich mich bereit erklärte, Mondega's Weib zu werden. Was bas heiße» wollte, werden Sie sogleich erfahren. ES
Umschau.
Die „Berl. Pol. Nacht." schreiben: „Die „Frankfurter Zeitung" ist übler Laune, weil wir ihr nachgewiese» haben, daß ihre Behauptung, wonach man in Regietungskteisen bei Er
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und;
[ Abschluß zu bringen. Nur die Neuregelung ber Gehälter einiger Klassen bet Unterbeamten wirb ben Lanbtag in bet nächsten Session noch beschäfttgen müssen.
Den feit Iahte» hervorgetreterren Wünschen auf ■ i Verbesserung ber Lage ber Volksschrille h r e r ist bmch bas Gesetz vorn 3. März v. 38. entsprochen worben, bnrch welches bas Ziel erreicht worben ist, ben Lehrern ein festes, ben örtlichen Verhältnisse» angemessenes Einkommen zu sichern.
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__ ... täglich außer an Werktagen nachSonn-und Feiertagen. 7>Q>irßllY7T Anzeigen nehmen entgegen: bie Expedition dieses Blattes, die Annoncen-
HF 117 Quartals-Abonnements-Prns bei der Expedition 2 Mk.. bei allen (jWU+VJIiU Bureaux von Haafenftein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Maade-
* »-• Hl Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr: die ge- _ bürg, Wien: Rudolf Moffe, Frankfurt a M Serfin ftSbr
spalten» Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen: die Zeile 25 Pfg. LUUMlökUd, 21. Mlll 1898. ®. L. Daube & Co., Frankfurt wM. Brät«, Hannover, Paris»
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain.
Druck und Verlag: Joh. Au g, Koch, UnivrisitätS-Buchdruckerei in Marburg. Jllnftrirtes Sonnlagsblatt. Beranttoorüich für di» Rtbdttoi: Redakteur M. Hartman« in Marburg.
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