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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckerei in Marburg, Verantwortlich für die Redaktion: Redakteur M. Hartmann in Marburg.
Expedition: Markt 21. - Telephon 55.WUUlUyVVmi» Redaktion: Markt 21. - Telephon 55.
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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartals-Aoonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen: die Zeile 25 Pfg.
Marburg
Donnerstag, 12. Mai 1898.
Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen- Bureaux von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg, Wien ; Rudolf Moffe, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; C. L. Daube & Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris re.
33. Jchrg.
Zweites Blatt,
(Nachdruck verboten.)
Getrennte Sterne.
Roman auS der Gesellschaft von H. Waldemar.
(Fortsetzung.)
Draußen prallte er mit einem Herrn zusammen, der eben so hastig das Lokal betreten wollte, wie er eS verließ.
„Pardon!" ertönte es von beiden Seiten, aber wie auf Kommando sahen beide sich näher in die Augen und: „Arnold Werneck!" — „Dony!" riefen sie erfreut, sich kräftig die Hände schüttelnd.
„Wo kommen Sie her, Doktor, — so unerwartet?" „Nicht ganz so sehr, wie Sie annehmen. Mein Pater ist von meinem Kommen unterrichtet. Es zog mich urplötzlich nach der Heimath, in einer Weise, daß ich die Sehnsucht nicht mehr unterdrücken konnte. Und so machte ich mich frei. Ich war ja mein eigener Herr, belegte einen Platz auf dem Schiff und da bin ich, trunken vor Wonne, wieder in der Heimath zu sei», heimische Leute zu hören und liebe bekannte Gesichter zu sehen!"
„Sind Sie heute erst angekommen?"
„Am Nachmittag! Ich nahm sogleich die Gelegenheit wahr, der Abendvorstellung im Theater beizuwohnen. Welch herrliches Gretchen dies Fräulein Halden war! Schade, daß sie, wie ich hörte, der Kunst verloren geht!"
„So denkt Dettmar sicher nicht," entgegnete Dony lachend. „Ich will Sie übrigens nicht aufhalten, Doktor. Sie waren im Begriff, hier einzutreten."
„Allerdings, noch — wie wäre es, vorausgesetzt, daß Sie nichts anderes vorhaben, wenn wir ein wenig durch die Straßen bummelten?"
„Bin dabei! Es war mir drinnen ungemüthlich!" Die beiden Herren gingen eine Weile schweigsam neben einander hin; endlich sagte Werneck:
„Adrienne Bünau hat sich reizend entwickelt. Was sie als Kind versprochen, hat sie gehalten. Ich wundere mich, daß sie sich noch kein Fesseln anlegen ließ."
„Adrienne ist kaum achtzehn Jahre, und seit vorigem Winter erst in die Welt eingeführt. Sie hat sich prächtig entwickelt, und nicht nur äußerlich, Doktor, denn ihre inneren Eigenschaften übertreffen die äußere Schönheit bei weitem."
Dony hatte mit Eifer gesprochen; was er sagte kam ihm von Herzen, er meinte es wirklich so.
„Das freut mich sehr," sagte er, „denn mir schwebte das blonde, liebliche Grafenkind stets vor als Inbegriff alles Weiblichen, aller Tugend. So habe ich mich nicht getäuscht! Ich habe viele Frauen Jeanen gelernt und hatte Gelegenheit, an allen möglichen Nationen Studien zu machen. Da war zunächst die feurige Spanierin, die kokette Französin, dann die emanzipierte Schöne Nordamerika's und die gluthvolle Jndierin. So verschieden wie im Aeußern, waren sie sich im Innern, und doch war ihnen allen gemeinsam: die Lust des Gefallens. Selbst die unzivilisierte Fellahtochter zupfte ihre Perlenschnüre zurecht und lächelte nach ihrer Meinung verführerisch, wenn ein Mann in ihre Nähe kam. Sittsamkeit aber, Keuschheit, wie wir sie von unfern Mädchen und Frauen gewöhnt sind, war bei keiner zu finden und oftmals überkam mich eine heiße Sehnsucht nach dem deutschen Weibe, nach unfein deutschen Mädchen, daß ich drüben, oder wo mich gerad.' mein Schicksal hin verschlagen hatte, kaum glaubte, aushalten zu können. In solchen Momenten war's, wo Adrienne Bünau meinem innere Auge vorschwebte, wo ich versuchte, mir vorzustelleu, wie sie als erwachsene Dame wohl aussehen dürfte!"
„Und Ihre Erwartungen sind erfüllt worden ?" warf Dony ein, als Werneck schwieg.
„Nur erfüllt? Sie sind weit, weit übertroffen!" rief dieser begeistert
„Ich glaube cs gern. Wir haben nur ein Wesen m der Nähe, das Adrienne au Unschuld und Sittsamkeit gleich käme, und das ist Dettmar's Schwester: Marianne."
„Die dunkle Schöne in der Fremdenloge neben Traf Bünau?"
Die heischende Dunkelheit verhüllte mitleidig das heiße Roth, welches Douy's Gesicht dunkel färbte.
„O, nein," erwiderte er nach kurzer Pause, „das war nicht Marianne Dettmar, sondere eine PenstonS freunbin Adrienne s, eine Brasilianerin, die seit vielen Wochen auf dem Bünshofe weilt."
„Kapitales Mädchen, da steckt Race drin. Trotz- em ist mir die weiße Taube lieber. Ich habe die
Heißblütigen zur Genüge kennen gelernt," meinte Werneck lachend. „Im Gefolge Bünau's war aber auch ein Herr; wohl ebenfalls so etwas AehnlicheS?"
„Sie haben es errathen, Doktor; der Zufall wollte es, daß beide auf dem Bünshofe zusammentrafen."
„Merkwürdig ist, daß mich dieser Fremde an jemand erinnert, den ich unter ganz besonderen Umständen kennen lernte. Aber diese Südländer sehen sich oft so ähnlich, daß man sich schon leicht in der Person irren kann. Derselbe ist wohl gut eingeführt hier?"
„Ueberall hat er Zutritt. War auch anfangs das Entgegenkommen nicht sehr groß, so schwand doch alles Mißtrauen, als Mondega bei Bünau's persona grata wurde."
»Wie, — wie nannten Sie den Fremden?" rief Werneck überrascht, erstaunt, seine Hand auf Douy's Arm legend.
„Mondega, Pedro mit Vornamen, wenn ich mich recht erinnere. — Sie kennen diesen Namen?"
Eine unsagbare Spannung lag in der letzten Frage Douy's.
Werneck versuchte sichtlich, eine unangenehme Empfindung niederzukämpfen, die ihn beim Hören des Namens befallen hatte.
Durfte er, einer bloßen Vermuthnng zufolge, aussprechen, was er zu wissen glaubte? Konnte es nicht mehrere Träger dieses Namens geben? War es nicht möglich, daß er einen andern dort gesehen, wohin seine Gedanken jetzt zurückirrten?
Aber er hatte einen Feuerbrand in Donys Seele geschleudert.
„Sie kennen wohl diesen Namen?" wiederholte dieser ernst.
Der Doktor hatte sich inzwischen gefaßt, und so erwiderte er:
„Den Namen schon, die Person nicht, trotzdem sie mich sehr an eine andere erinnert. — Dieser Mondega beschäftigt sich viel mit der Komtesse, wie?"
„Das sind Herzensgeheimnisse Adrienne's, mein Freund; da sie selbst aber keinen Hehl daraus macht so kann ich nur Ihre Ansicht bestätigen; trotzdem weiß ich, daß die Sache in ein ganz anderes Stadium getreten, seit Adrienne's Freundin nach mehrwöchentlicher Abwesenheit wieder auf den Bünshof zurückgekehrt ist."
„Wieso ? Ist dieser Mondega ein solcher Don Juan ?"
„Das weiß ich nicht, jedenfalls ist Thatsache, daß beide Fremde zusammevgehören, daß sie Mann und Frau sind!"
„Ah, das ist höchst interessant. Mit ein wenig Phantasie kann man sich einen ganzen Roman daraus zusammensetzen. Ob die schöne Jua ahnte, wen sie hier finden würde?"
„Jua? Woher kennen Sie diesen Namen, Doktor?" rief Dony mit ungekünsteltem Erstaunen.
Um Werneck's bärtige Lippen spielte ein Lächeln, das von seinem Begleiter unbeachtet blieb, während er erwiderte:
„Sie nannten doch den Namen vorhin, oder habe ich falsch gehört?"
Dony erinnerte sich zwar nicht, den Namen der so Heißgeliebten ausgesprochen zu haben, aber möglich war es schon. War doch sein Herz so voll und floß gerade heute über vor Mitleid mit der Aermsten. Wie blaß und angegriffen sie ausgesehen hatte! Warum war es ihm nicht vergönnt, die Schatten von ihrer schönen Stirn zu verscheuchen — auf immerdar?
„Gottes Wege sind oft wunderbar," fuhr Werneck wie im Selbstgespräch fort, „und seine leitende Hand ist nur unS gegen ihn so winzigen Menschenkindern wahrnehmbar. Alles waS wir unternehmen, und wenn wir uns noch so sehr einbilden, daß es unser eigener Wille gewesen, ist doch einzig die still- schneigende Unterwerfung unter jene Macht, die uns lenkt und regiert!“
Mit wachsendem Erstaunen hörte Dony diese seltsamen Worte. Aus dem Tone entnahm er, daß Werneck einen bestimmten Gedanken verfolgte, und so antwortete er nichts, ging auch nickt auf dessen Bemerkungen ein, sondere wartete ruhig ab, was weiter kommen würde.
Seine Geduld wurde auch auf eine nicht allzuharte Probe gestellt, denn der Doktor nahm den Faden seiner Gedanken wieder auf und spann ihn weiter und weiter.
„Muß mich dort im fernen Westen die Sehnsucht packen nach deutschem Land, muß sie so krankhaft werden, daß ich nicht rasch genug den Fuß auf den heimatlichen Boden setzen konnte, und dies alles war eine Eingebung, die mir Gott in die Brust gelegt, indessen er mich zu seinem Werkzeug auSeisah, das Spiel eines Teufels zu hindern, eines seiner armen Kinder vor erneuter Schmach zu schützen und zu
bewahren. Wahrlich, ich wiederhole: Gottes Wege sind wunderbar und entziehen sich unserer Beobachtung. Wir verstehen ihn nicht und doch fühlen wir, daß er und einzig er unser Geschick in seinen Händen hält:"
Werneck schwieg, in tiefem Sinnen verloren. Sie wandelten langsam dahin, ihre Schritte hallten durch die Nacht. Weit und breit war kaum eine Menschenseele zu erblicken. Lautlos still war alles ringsum. Er schien seinen Begleiter vergessen zu haben. Als aber von der nahen Kirche die Mitternachtstunde feierlich ertönte, außerdem sich die Schleusen des Himmels öffneten und ein ergiebiges Naß auf die dürstende Erde herabsandten, da mahnte Dony ihn an den Nachhauseweg.
Der junge Arzt raffte sich auf.
„Verzeihen Sie, Dony, ich mag Ihnen seltsam erschienen sein, aber so Gott will, werde ich Ihnen an anderer Stelle zeigen, daß und wie die Stunde, die Sie mir geopfert, reichliche Früchte getragen hat."
Die beiden Herren trennten sich mit einem Händedruck und einem von Herzen kommenden: „Auf Wiedersehen!" (Fortsetzung folgt.)
Vermischtes.
Wohl brkomm'sI Die Nahrungsmittel- Fälschung in ihrer höchsten Vollkommenheit schildert ein französischer Chemiker durch Zusammenstellung einer Speisenfolge, wie man sie angeblich in einem billigen Restaurant in Paris erhalten könnte. Die Einleitung bestand in einer Suppe aus einem Fleischextrakt, der durch Hinzufügen von Borsäure conservirt war. Der darauf folgende Fisch war durch das gleiche Mittel vor Fäulntß bewahrt. Den Büchseugemüsen war durch Hinzufügung von Kupfer eine glänzend grüne Farbe verliehen, um ihnen das täuschende Aussehen des frischen Gewächses zu verleihen. Die süße Speise war ans Obst bereitet, das in einer Lösung von Salicylsänre einer künstlichen Lebens-Verlängerung theilhaftig geworden war. Zn dem Käse, der mit Hammelfett oder Baumwollsamöl vermengt war, aß mau Brot, mit Alaun geweißt und aus Mehl bereitet, welchem Gips beigemengt war, um das nöthige Gewicht zu erzielen. Diese köstlichen Speisen wurde» mit einem gegipsten Weine hinuntergespült, der seine schöne rothe Farbe einem bedeutenden Gehalt an Fuchsin verdankte. Endlich der Liqaeur, durch deck der also Mißhandelte die schlimme Wirkung der genossenen Speisen zu verbessern hoffte, bestand aus Rohspiritus, versüßt durch Rübenzucker und schmackhaft gemacht durch eines der vielen Produkte des Steinkohleutheers. Eine Schilderung des Kaffees zu geben, darauf muß man billiger Weise verzichten, denn die Aufzählung aller darin enthaltenen Stoffe würde gar zu lange dauere. Ein Herr de Nansouty hat kürzlich über die Fälschungen des Kaffees in Frankreich besondere Erhebungen augestellt. Danach ist nicht einmal der Vorsichtigste, der seinen Kaffee als grüne Bohne bezieht, vor groben Fälschungen sicher. Ganz geringe Sorten werden so gefärbt, daß sie den besseren gleichen, und dann werden noch Bohnen aus Thon geknetet, sorgsam gefärbt und unter die echten Bohnen gemischt. Wer geröstete Bohnen kaust, der ist gar „geleimt". In diesem Falle werden künstliche Bohnen aus Kaffeesatz hergestellt mit Zusatz von gebackenem Mehl. Echte und falsche Bohnen werden dann zusammen mit etwas Fett, Eiweiß, Zucker und Syrup geröstet und erlangen so ein dem Auge gefälliges Aussehen. Das Gewicht der grünen und gerösteten Kaffeebohnen wird erhöht, indem sie in Dampf gelegt werden, so daß sie Feuchtigkeit einsaugen. Ganz schlimm aber ist erst Derjenige daran, der seinen Kaffee gemahlen kauft. Was er darin Alles finden kann, ist kaum anfzuzählen. Es seien nur einige Bestandtheile genannt: Cichorie, die übrigens meist noch s-lbst verfälscht ist, Rüben, Gelberüben, Löwenzahn, Eicheln, Roßkastanie, Haselnuß, Feige, Pflaumen, Queckengras, Pistazien, Mandeln, Nüsse, Akpfel, Birnen, Erbsen vermischt, gemahlen, geröstet, mit etwas wirklichem Kaffee vermischt, und der echt- gemahlene Kaffee ist fertig. Neulich wurde in Frankreich ein Mann bestraft, der seinem Kaffee sogar gemahlenen Stein zugesetzt hatte. Manche Fabriken miscken den K e h r r i ch t ihrer Waarenräume bei, so daß das fertige Produkt, das mit der Bezeichnung „Cafe de luxe“ versehen wird, einen recht feinen Geschmack besitzen muß.
Berzeichnitz
her für das Sommersemester 1898 an hiesiger Universität immatriknlirten resp. inskribitten Studirenden.
505. Pritsche, Siegfried, Honkong, Med., Wehrdaer Weg 7.
506. Schindewolf, Kar!, Ziegenhain, Med., Wörthstraße 7.
507. Winterhage, Alexander, Radevormwald, Med., Haspel- straße 1.
508. Fischer, Wilhelm, Oldenburg, Med., Steinweg 19.
509. Much, Hans, Zachlin, Med., Barfüßerstraße 33.
510. Stork, Wilhelm, Maxweiler, Jura, Barfüßerstraße 5.
511. Deilmann, Joseph, Altenburge, Med., Lahnstraße 3.
512, Schauerte, Franz, Oberberndorf, Med., Roth. Gib. 3.
513. Thielepape, Julius, Wabern, Med, Zwischenh. 19.
514. Wolfrum, Moritz, Hof, Med., Wilhelmstraße 3.
515. Brinkmann, Theodor, Herten, Med , Steinweg 41;
516. Voirol, August, Genevez, Med., Roserstraße 24.
517. Grönke, Karl, Baldenburg, Med., Wehrdaer Weg 48.
518, Klemm, Franz, Frankfurt a. M, Med„ Renthofstr. 1.
519. Hrrfurth, Gustav, Abhausen, Med.. Neustadt 11.
520. Florsheim, Mordecai, Richmond, Med., Rothenberg 1.
521. Kayser, Oskar, Marienheide, Jura, Grün 17.
522. Doppelmann, Paul, Zweibrücken, Med., Steinweg 13.
523. Wollenberg, Waldemar, Gronow, Phil, Bahnhosstr. 8.
524. Lange, Wilhelm, Lippstadt, Phil, Bahnhofstraße 8.
525. Schilling, Friedrich, Bentirode, Phil., Frankfurteistr. 8.
526. Rausch, Eduard, Rotenburg, Phil.. Frankfurterstr. 32.
527, Amelung, Arnold, Cassel, Phil. u. Theol , Hofstadt 3.
528. Liebram, Karl, Bremen, n. Spr, Wettergasse 42.
529. Silbermann, Jeremias, Pech-Upfalu, Phil., Grün 38.
530. Wecken, Friedrich, Linden, Gesch., Wettergasie 21.
531. Schlüter, Franz, Kiieblinghausen, n. Spr., Steinw. 21.
532. Hartwig, Arthur, Immichenhain, Jura, Kasernenstr. 21.
533. Leder, Hermann, Laubern, Phil, Schuhmarkt 1.
Vergnügungsanzeiger.
Repertoir-Entwurf der Frankfurter
Stadttheater.
Opernhaus.
Mittwoch, den 11. Mai „Boccaccios Donnerstag, den 12. Mai „Cavalleria Rusticana". Sonnabend, den 14. Mai „Der Postillon". Sonntag, den 15. Mai „Tannhäuser".
Schauspielhaus.
Mittwoch, den 11. Mai „Hagar's Liebe". Freitag, den 13 Mai „Egmont". Sonnabend, den 14. Mai „In Behandlung". Sonntag, den 15. Mai „In Behandlung".
Marktberichte.^
Frankfurt a. M., 9, Mai."(Vi«hmarkt.) Der heutige Viehmarkt war mit 475 Ochsen, 28 Bullen, 666 Kühen, Rindern und Stteren, 221 Kälbere, 216 Hammeln, 731 Schweinen befahren. Die Preis« stellten sich wir folgt: Ochsen 1. Qual. 63 - 65 Mk., 2. Qual. 66 bis 68 Mk., Bullen 1. Qual. 52 54 Mk., 2. Qual., 48 bis 50 Mk., Kühe, Rinder und Stiere 1. Qual. 59—61 Mk„ 2. Qualität 47-60 Mk. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber 1. Qualität 71 - 74 Pfg., 2. Qual. 64 bis
68 Pfg. Hammel 1. Qual. 60 - 62 Pfg., 2. Qual. 50 bi»
54 Pfg. Schweine 1. Qual. 58-59 Pfg., 2. Qual. 57 bis
59 Pfg. Alles per Kilo Schlachtgewicht. Au» Öster
reich standen 38 Ochsen zum Verkauf.
Vom Büchermarkt.
*** Eine glänzende Leistung der Journallitteratur bildet die Frühlingsnummer (Heft 17) der illustrirten Zeitschrift „Moderne Kunst" (Verlag von Rich. Bong, Berlin W. 57. Preis für Abonnenten 1 Mark, im Einzel- verkauf 2 Mark), ist so gering, daß man dem Verlage seine aufrichtigst« Anerkennung nicht versagen kann. Jeder, der sich erfreuen will, möge denn auch die prächtige Frühlingsnummer der „Modernen Kunst" des Ankaufes würdigen.
*** Empfohlen sei dir allbekannte, den landwirthschaft- lichen Interessen besondere Aufmerksamkeit widmende illustrirtr Familienzeitschrift „Zur Guten Stunde" (Berlin W. 57, Deutsches Verlags Haus Bong u. Co., Preis des VierzehntagshefteS 40 Pfg.).
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