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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhai«. ta Jlluftrirtes Sonntagsblatt.

Erstes Blatt

Der Krieg der Vereinigten Staaten

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oelchr nur den Berufs- und StandeSinterefsen timmter Personenkreise oder nur Zwecken der ziehung, des Unterrichts und der Armen- ! krankenpflege dienen.

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i iber den Betrieb von Bäckereien und Konditoreien; : >etr. die Revision der medizinischen Prüfungen; bett. >ie Einrichtung von Einigungsämtern und SchiedS« gerichten; bett, die Einrichtung kaufmännischer Schieds­gerichte; bett, den obligatorischen Ladenschluß um 8 ihr abends; bett die Abänderung des Krankender- icherungsgesetzeS; endlich bett, den Vogelschutz. Der )orlage vom 2. April ds. IS., betr. den Zollver­waltungskostenetat für Hamburg, und dem Gesetzent­wurf für Elsaß-Lothringeu, betr. die Vizinalstraßen, wurde die Zustimmung ertheilt. Von dem Bericht über die Thätigkeit der Reichs-LimeS-Kommission wurde Kenntniß genommen. Den zuständigen Aus­schüssen wurden überwiesen der Entwurf von Be­stimmungen wegen Herstellung einer Statistik der Stteiks und Aussperrungen; der Entwurf von Vor­schriften über die in Fundsachen rc. auf Grund des Bürgerlichen Gesetzbuches von Reichsbehörden und Reichsanstalten zu erlassenden Bekanntmachungen; die Uebereinkunft mit de» Niederlanden wegen Ausdehnung des über die gegenseitige Zulassung von Medizinal­personen zur Praxis in den Grenzgebieten abge­schlossenen Abkommens vom 11. Dezember 1873 auf die Thierärzte; die Vereinbarung mit Peru über die Stellung der beiderseitigen Konsuln vom 28. Juni v. 38; endlich der Entwurf einer Geschäfts­ordnung für den Börsenausschuß. Schließlich wurde über eine Reihe von Eingaben Beschluß gefaßt.

Das Abgeordnetenhaus behandel« in seiner heutigen Sitzung die Eiseubahnvor« läge in zwester Lesung und genehmigte die Vor­schläge der Kommission; nur die abgelehnte Position für die Linie Treuenbrietzen - Nauen wurde auf Vor­schlag des Abg. Frhrn. v. Erffa (kous.) noch einmal in die Budgetkommission verwiesen. Minister Thielen war hiermit einverstanden. Es folgte der mündliche Bericht der Budgetkommission über den Antrag der Abgeordneten v. Arnim (kons.) u. Gen. auf Er­höhung des Einkommens der Förster u n d F o r st a u f s e h e r. Die Kommissiou ersuchte, den Antrag abzulehnen, aber die Regierung aufzu­fordern, auf eine Erhöhung des Einkommens der Förster demnächst Bedacht zu nehmen. Die Wahl des Abg. v. S t a u d y (kons.) (4. Posen) wurde für giltig erklärt. Die nunmehr folgenden Petitionen betrafen größtentheils rein persönliche Verhältnisse.

Plö«, 5. Mai. Ihre Majestät die Kaiserin ist heute früh uach 9 Uhr hier eingetroffen und am Bahnhofe von den Königlichen Prinzen empfangen worden.

Pose«, 6. Mai. Das Schöffengericht verurtheilte die Directoren der polnischen Landbank (der sogenannten polnischen Rettungsbank), weil sie den Geschäftsbericht in polnischer Sprache der Regierung eingereicht hatten, wegen Vergehens gegen das Amtssprachengesetz zu je 15 Mark Geld­strafe.

vad Kisstngen, 5. Mai. Se. Majestät der Kaiser von Oesterreich ist gestern Nachmittag 4 Uhr nach neuntägigem Aufenthatt von hier mit Sonderzug nach Wien abgereist. 3hre Majestät die Kaiserin von Oesterreich siedelt erst am 8. d8. zur Nachkur uach Brückenau über.

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Zur richtige» Ausgestaltung deS Verhält­nisses zwischen Vorgesetzten unb Unter« gebenen liefert der König!. Eisenbahndirektor de Terra- Guben in der Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahnverwaltungeu einen bemerkens- werthen Beitrag. Er schreibt u. A.:

Die wachsende Einsicht, daß eS im Interesse der Vei- waltung, des Dienstes unerläßlich ist, auch den rein mensch­lichen Beziehungen der Vorgesetzten zu den untergebenen Beamten und Arbeitern eine umfassendere Berücksichtigung und Pflege zuzuwenden, als sie ihnen bisher zu Theil ge­worden ist, hat bei den preußischen StaatSbahnen, wohl hauptsächlich infolge einer dankenSwetthen Anregung der leitenden Stelle, neuerdings verschiedentlich zu sehr erfreu­lichen Versuchen geführt, bei den Beamten und Ardeitern durch außerdienstliche (gesellige) Ver­einigungen, namenllich auS Anlaß vaterländischer Ge denktage, das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit, des ge­meinsamen Schaffens an einem großen Ganzen, des ge­meinsamen Strebens nach großen Zielen zu wecken und zu kräftigen ... Das sicherst« Mittel, die berechtigten Bestreb­ungen der Arbeiter in materieller wie in ideeller Beziehung in die richtigen Bahnen zu lenken und darin zn erhalten, ist und bleibt, ihaen volles Vertrauen zu der Einsicht und dem Wohlwollen ihrer Vorgesetzten einzuflößem Bei dem im Allgemeinen vorttefflichen Geist, der unsere Beamten- und Arbeiterschaft beseelt, ist dies bei einigem guten Willen auf Seiten der Vorgesetzten leichter, als Viele glauben wögen, di« es noch nicht versucht haben. Die besonders häufig in Norddeutschland anzutreffende, schon viel beklagte »Unnahbarkeit" der Vorgesetzten in und außer Dienst muß schwinden. Jeder Vorgesetzt« muß sich daran ge­wöhnen, in seinem Uutergebenen, auch dem einfachsten Arbeiter, sofern er seine Schuldigkeit thut, nicht blos das brauchbare Werkzeug, sondern auch den pflichttreuen Mit­arbeiter und Menschen zu schätzen. Er darf deshalb im Verkehr mit ihm namentlich auch nicht die Höflich- keitsformen außer Acht lassen, die im gewöhnlichen Leben üblich sind. Gerade das ist ein leider allzu oft ver­nachlässigtes Gebot nicht allein deS natürlich«« Taktes, sondern auch der einfachen Klugheit.

Aus dem spauischen Unglück vor Manila hebt «<h »ach den jetzt vorliegenden ausführlicheren Be­richten eins glänzend hervor: die heldenhafte Tapfer- kest der spanische» Seeleute, die auf de» alten, schlechten Schiffen so lange aushielte», bis nichts «ehr daran zu vertheidigen war und alles in Flammen aufging, oder die sie selbst in die Luft sprengten, E sie nicht in FeindeShand fallen zu lassen. Kein Schiff fein Mann hat sich ergeben. Namentlich wttd auch daS Verhalten des gefallenen Komman­danten des Admiralsschiffes »Reina Cristina", Luis Cadaiso, gerühmt, der mehrfach verwundet und mit Blut überströmt bis zum letzten Augenblick auf der Kommandobrücke blieb. Wie sie alle, nur um Spaniens militärische Ehre zu retten, sich aufge- opfert haben und bewußt in den sichern Tod ge­gangen find, verdient unsere volle Bewunderung. Uebrigens bestand die Besatzung dieser Schiffe zum größten Theil auS Philippinern.

Manila und die Philippinen werden in Amerika von den einen als dauerndes Besitzthum der Bereinigten Staaten, von den andern als ein werthvoller Tauschgegenstand angesehen. I» London scheint man anzunehmen, die Amerikaner würden sich wohl für erstere Lösung entschließen, und sieht mit Bedenken der neuen Seemacht entgegen, in die sich die Vereinigten Staaten nunmehr ver­wandeln könnten. Die New Yorker Blätter urtheilen wie folgt: .Times": Der Krieg dürfe kein Ende nehmen, solange Spanien nicht um den Besitz seiner sämmtlichen Kolonieen gebracht sei. Die Vereinigten Staaten könnten Spanien nicht auf den Philippinen laffen sondern müßten diese Inseln an England abttete» und sich eine Marinestation darauf sichern. Herald" und »Sun" geben die Monroelehre in dem Punkte auf, daß die Vereinigten Staaten in Amerika bleiben sollen, und verlangen die sofortige Angliederung.Herald" schreibt: Wir find, ohne es zu wollen, eine astatische Macht geworden, wenn wir nicht die Thorheit begehen, auf das Gewonnene zu verzichten und den Erfolg preiszugeben, der die Nation mtt Freude erfüllt. .Sun" sagt deutlicher, die Philippinen seien in den rechtmäßigen Besitz der Bereinigten Staaten übergegangen, sie müßten ste nun auch behallen oder sich zum mindesten mit soviel begnügen, wie zur Sicherung einer Basis für Verbindung und Versorgung der amerikanischen Schiffe in Ostasien nothwendig sein wird. DaS Sternenbanner müßte nun für alle Zetten auf den Philippinen wehen.World" und .Journal" find für eine Abtretung an England gegen den Vortheil eines Bündniffes.

Der .Eclair" ^veröffentlicht über Bayonne ge- sandte Meldungen aus Madrid, daß die Lag.e dort viel kritischer sei, als man glaube. Am Sonntag Abend seien unter den Manifestanten viele Offiziere in Zivil gewesen, die das Volk zu Kund­gebungen gegen das Ministerium und für General

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Nach einer Depesche der .New-York World ans Key-West ist die Biiefpost des spanischen Dampfers Argonaut» " thettweise untersucht worden. Man habe dabei eine wichtige Mittheilung gefunden, aus welcher hervorgehe, daß die spauische Armee Borbereüungen tteffe, fich in dem westlichen Theile von Euba znsammenzuziehen. Wetter wurden durch die aufgefundenen Briefe die Nachrichten über das in Havana herrschende Elend bestättgt. Die Briefe sollen uach Washington befördert und dort einer gründlichen Prüfung unterzogen werden. Wie die .New-Vork Tribüne" auS Washington erfahrt, erwäge man in den Kreisen der Marineverwaltung ernstlich eine Besitzergreifung der canarischen Inseln. Andererseits hat nach einer Meldung der .World aus Washington Mac Kinly im Lause einer Unter­haltung mit einer befreundeten Persönlichkeit erklärt, er wolle den Kriegnicht zu einem Eroberungskriege

Deutsches Reich.

Berlin, 5. Mai. Se. Majestät der Kaiser wohnte gestern Abend der Vorstellung des Schauspiels Der Burggraf" im Königlichen Schauspielhause bei. Heute Morgen hörte der Kaiser die Marine-Vorttäge und begab sich nm 8Vs Uhr zur Besichtigung der 5. Garde-Infanterie-Brigade auf den Exerzierplatz bei Haselhorst. Heute Abend um 8 Uhr nahm Se. Majestät an einem Diner beim Staatssekretär des Auswärttgen Amtes, Staatsminister von Bülow theil.

Wie dieSttaßb. Post" erfährt, beabsichtigt Se. Majestät ber Soifer während seines demnächstigen Aufenthaltes in Urville einer Einladung des Statt­halters folgend auch Sttaßbmg zu besuchen.

Auf den Huldigungsgruß des national- liberalen Delegirtentages an den Kaiser ist dem Vorsitzenden Abg. Dr. Hammacher folgende telegraphische Antwort zugegangen: .Seine Majestät der Kaiser unb König haben ben Hnlbignngsgruß ber Vertreter der nationalliberalen Partei allergnädigft entgegenzunehmen geruht unb lasten für bas Gelöbuiß unverbrüchlicher Treue zu Kaiser unb Reich bestens banken. Auf Allerhöchsten Befehl v. Lncanus, Geheimer Kabinetsrath."

Der BundeSrath hat in seiner benttgen Sitzung beschloffen, ben Gesetzentwurf, betreffend die Handelsbeziehungen zum britische» Reiche, unb ben Gesetzentwurf, enthaftend Abänderungen des Gesetzes über die NatnrraUeistungen für die bewaffnet» Macht im Frieden vom 14. Februar 1875 und des Gesetzes vom 21. Juni 1887, zur Allerhöchsten Vollziehung vorzulegen. Der Gesetzentwurf, bett, die elektrischen Maßeinheiten, wurde in der Fassung der Reichstags­beschlüsse angenommen. Dem Reichskanzler wurden überwiesen die ReichstagSbeschlüsie zu Petitionen, bett, die Einführung des Konzesfionkzwanges für Gefindemakler; bett, die Abänderung des Jnvaliditäts- »nd Altersvei sicherungsgesetzes; bett, die Verordnung

Umschau.

In seiner letzten Sitzung am gestrigen Donnerstag beschäfttgte sich der Reichstag, nach­dem er die Justizgesetznovelle en bloc in dritter Lesung angenommen hatte, längere Zeit mit der sozialdemokratischen Interpellation wegen der zeitweiligen Aufhebung der Getreidezölle. Der Staatssekretär des R e i ch s s ch a tz a m t 8 be­antwortete sie dahin, daß der Reichskanzler nicht beabsichtige, die Herabsetzung oder Aufhebung der Getteidezölle beim Bundesrath in Anregung zu bringen. Die infolge des amerikanisch-spanischen Krieges vor­übergehend gestiegenen Getreidepreise seien einstweilen nicht so hoch, daß eine solche Maßregel gerechtfertigt wäre. 3n Amerika und Rußland seien hinlängliche Getteidevorräthe für die Versorgung des Weltmarktes vorhanden, und selbst bei einer Blokade der Häfen der Vereinigten Staaten würde das dortige Getteide über Kanada ausgeführt werden. Eine vorüber­gehende Aenderunz der Getreidezölle würde ohne Wirkung bleiben und nur der Spekulation zu Gute kommen. Sollte die Lage fich noch wesentlich ändern, werde die Lage von neuem geprüft werden. In der Besprechung der Interpellation kam der Abgeordnete Richter selbstverständlich auf die Wahlen zu sprechen, bei denen der Sammlungs Politik, die eine Verthenerungs Politik sei, der Garaus gemacht werde» müsse. Wichttger, als diese abgeleierten Agitattonsphrase», war die Er­klärung des Abg. Lieber, daß die CentrumSpartei vollständig auf dem Boden der Aeußerung des StaatssettetärS stehe. I» gleichem Sinne äußerten fich die Redner der beide» Parteien der Rechten, Graf Kanitz und von Kardorff, sowie der natiovalliberale Redner, Abgeordnete Paasche, während der Abg. Batty die Gelegenhett zu einer Rede gegen die Getreidezölle benutzte. Die Abgg. Frhr. ». Stnmm-Halberg und Graf Kani } stellten in persönlichen Bemerkungen gegenüber den sozialdemokratischen Rednern fest, daß ihre heuttge wirthschaftspolitische Stellung genau der von ihnen früher festgehalteven enspreche. Nach der Interpellation wurde das Saccharingesetz in dritter Lesung angenommen, und schließlich erledigte das HauS noch mehrere Petitionen, womit die Arbeiten am Schlüße angelangt waren. Mit dem Austausch der üblichen Dankreden und einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser wobei die Sozial­demokraten de» Saal verließe» wurde die Session geschlossen.

machen. Er sei für eine angemessene Entschädigung ür den durch den Krieg den Vereinigten Staaten »gefügten Verlust an Gut und Blut und wünsche feinen Landerwerb." Hier wird aber sein Wille allein kaum den Ausschlag geben.

Nach Meldung derNew - York. Trib." aus San Franzisco hätte der Kommandant des Arsenals auf Mare Island eine chiffrirte Depesche des Marine- »epartements erhalte», welche besagt, »ach einem Telegramm des Admirals D e w e y ans Hongkong chätzte dieser die Verluste der Amerikaner in der Seeschlacht bei Manlla auf 50 Tobte und 1000 Ver­wundete. Die KanonenbooteConcord" undPettel" hätten Beschädigungen erlitte», namentlich im oberen Theil des Schiffsrumpfes. Der Admiral hätte gleich­zeitig gebeten, ihm ein Hospitalschiff, das Raum für 2000 Personen böte und für drei Monate Lebens­rnittel enthielte, zu senden. Diese Meldung des New - Yorker Blattes» ist aber mit allem Vorbehalt aufzunehmen, da letzteres vernimmt, daß seit Montag durch die Kabel derEastern Telegraph Company" weder von Manila noch von Hongkong ein Tele­gramm über die Seeschlacht bei Manila befördert worden ist.

Admiral Kirklaod in Vallejo erhielt telegraphische Befehle, Kriegsmaterial und Lebensmittel für 2000 Mann auf 4 Monate bereit zu halte». Es wird dies mit den Meldungen über die beabsichtigte so­fortige Entsendung einer Besatznngsarmee »ach Manila in Verbindung gebracht.

Wie derNew - York Herald" aus Havanna meldet, hat Marschall Bianco gestern das autonome Parlament in Anwesenheit der Konsul» und Offiziere der in Havanna befindlichen britischen und ftanzösi- schen Kreuzer eröffnet. Bianco verlas eine Botschaft ber Königin. Auf bie Frage BlancoS, ob die Mit­glieder schwören wollten, die Souveränetät Spaniens zu vertheidigen und dem Könige unbedingt zu ge­horchen, antworteten dieselben zustimmend.

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Die New-Yorker Lootsenboote erhielten be» Beseh!, allabendlich Sandy Hook anzulaufen unb dort bis Tagesanbruch vor Anker liegen zu I. bleiben, da man die Befürchtung hegt, daß falls die i s p a n i s ch e F l o t t e die Lootsenboote aufbrtnge, 1 sie bie Lootsen unter Anbrohung der Todesstrafe ' f zwingen würde, die spanische Flotte in de» Hafen

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Anzeigen nehmen entgegen: bie Expedition dieses Blattes, die Annoncen-

Bnreanx von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde- qq CYnfiwr bürg, Wien; Rudolf Mosse, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; OO. ^)ULJLß. 6. L. Daube & Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris x.

Ausland.

Italien.

Rom, 5. Mai. Einer Meldung derAgenzia Stefani" ans Livorno zufolge kam es daselbst heute zu einer Kundgebung wegen der hohe» Brodpreise. Einige Bäckereien wurden geplündert. Die Theilnehmer an der Kundgebung wurden aus­einandergetrieben unb bie Ruhe wiederhergestellt. Auch in Urbino verlangte eine Volksmenge die Herab­setzung der Brodpreise. In den anderen Provinzen herrscht Ruhe.

Frankreich.

Lyon, 5. Mai. DieMisfions Catholiques" veröffentlichen ein Telegramm aus Hongkong, wonach am 21. April in der Provinz Kwangst der aus dem Depattement Puy be Dome gebürtige Missionar Berthelot unb mehrere Christen er» morbet wurden.

Indien.

Bombay, 5 Mai. In ber abgelaufenen Woche kamen 263 Tobesfälle an der Be»lenpest vor. Die Gesammtsterblichkett betrug 872 Personen, ober 55,66 pro Tausend.

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen.

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In Bayern nahm gestern die Kammer der Abgeordnete» das V e r e i n s g e s e tz in der vom Ausschuß beschlossenen und von der Regierung ge­billigten Fassung an. Alle weiteren Anträge der Sozialdemokraten wurde» abgelehnt, nachdem von der Regierung auf das bestimmteste erklärt worden war, daß die Annahme weitergehender Anträge das Zustandekommen des ganzen Gesetzes gefährden würde. Durch das neue Vereinsgesetz wird das Verbot der Verbindung politischer Vereine aufgehoben und roßjährigen Frauen das Recht gewährt, ich an solchen politischen Vereinen zu beteiligen,