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Gegenstand der Verfolgung: ein Kriegsschiff, welches in der Nähe der Küste seine Fahrt nahm.

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der Kreuzer MachiaS",

Das Admiralschiff Marblehead" und trennten sich sofort anzuhalten, welches

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sich erhebend, rief sie auS:

O, hilf mir, Vater, daß ich recht handle, wie Du es bestimmst, soll e» geschehen!"

Der Pastor schüttelte den Kopf.

Gehe, mein Kind!"

Die Thür nach dem Nebevraum hatte sich gerade hinter der Davoneileuden geschloffen, als Georg nach kurzem Klopfen eiutrat. Sein Helles Auge überflog suchend den Kaum und nur zögernd nahm er den gebotenen Sitz an.

Ich hab« geglaubt, Fräulein Dora'S Stimme vernommen zu haben, Herr Pastor. Wie ich sthe, irrte ich mich."

Dora ist nicht hier, Herr Graf."

So störte ich Sie wohl in Ihrer Korrespondenz?" fragte Georg, auf den offenen Brief deutend, der auf dem Tische lag.

Der Pastor fing den Blick auf und antwortete: Von Arnold. Seit Monaten zum erstenmale wieder ein Lebenszeichen."

Schwimmt er noch immer auf offener See?"

Nein, längst nicht mehr. Nachdem er genug die Kreuz und Quere gefahren war unb das Schiffs» leben sattsam kennen gelernt hatte, blieb er in Süd- Amerika und suchte stch speciell Brasilien aus. Er schrieb damals, es sei Mangel an deutschen Aerzte» und solche könnten leicht ihr Auskommen finden. Nach ganz kurzer Zeit hatte er eine feste, staatliche Anstellung erhalten, die ihm nebenbei noch so viel Zeit ließ, seinen vielen Liebhabereien nachzugehen."

Er hat Glück, in der Thal."

Der Pastor lächelte fei».

Die Leute meinten so, weil er ein Sonntags­kind sei. Ich schreibe es seinen Fähigkeiten und vor allem seinem eisernen Fleiße zn. Glück! WaS ist Glück? Wenn einer seine Pflicht im vollsten Maße erfüllt und dabei sein Auskommen hat, wenn ihm genug bleibt, um auch an seine weniger begünstigten Mitmenschen z« denken, daun sagt man: er hat Glück. Und gelingt es ihm, besonders vorwärts zu kommen, dann ist er uuter einem glücklichen Stern geboren, oder er erblickte das Licht an einem Sonn­tage! Das Glück liegt in uns. Wer es nicht ver­steht, er onS Tageslicht zu ziehen, der wird niemals seiner theilhafttg werden, sondern immerdar glücklo» bleiben!"

Jeder ist seines Glückes Schmied, sagt schon da» Sprichwort," »einte Georg lachend.

(Fortsetzung folgt.)

mittag. Der MonitorPuritan

die Kanonenboote

Genügt es Dir nicht, Deine Pflicht gethan, Dein Gewiffen beruhigt zu haben?"

Nein, Vater, nein! Mein Herz schreit nach dem Glück, nach der Seligkeit, die mir an seiner Seile winkt. Ist Gott gerecht, daß er mir den vollen Becher zeigt, um ihn mir zu entreißen, sobald ich ihn an die Lippen setzen will?"

Kind, Du frevelst!" mahnte der alte Herr ernst.

Verzeihe, o, verzeih, lieber Vater, ich weiß nicht, was ich reden, was ich denken soll!"

Ein rascher Schritt näherte stch dem Fenster und eine heitere Stimme rief:

Jst'S erlaubt, Herr Pastor, im Vorübergehen ein wenig vorzusprechm?"

Dora zuckte zusammen und drückte sich so viel wie möglich in die dunkle Ecke deS Sofas. Der am Fenster Stehende konnte sie kaum bemerken.

Gewiß, Herr Graf, ich freue mich stet», wenn Sie mein bescheidenes HauS aufsuchen," erwiderte Pastor Werneck, sich erhebend, fteundlich.

Ich danke Ihnen."

Georg Bünau trat zurück und schritt zur HanS- thür.

Diesen Augenblick benutzte Dora, um ihren Vater in fliegender Haft zuzuflüstern:

Ich kann ihm jetzt nicht begegnen, Vater, entschuldige mich, ich flehe Dich an!"

TorpedobooteFloate" undWinslow" sind heute Vormittag 10 Uhr abgegangen, um die Blokade von MatauzaS, Marie! und CardenaS durchzuführen. Der Rest der Flotte fetzte sich mit halber Geschwindig­keit in Marsch. Nach einer halben Stunde sah man den KreuzerCiucinatti" aus der Richtung von Matanzas her zurückkehre», dicker Rauch kam auS seinen Schloten, und eS war klar, daß er ein Fahr­zeug verfolgte. Bald entdeckte die Flotte auch den

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Die Hände ringend, hob Dora das Antlitz mit den tobe8 traurigen Augen zu dem Vater auf. Ihre Lippen bebten, unb mehrere Male versuchte sie ver­gebens, zn sprechen. Eublich sagte sie tonlos.

Von mir unb meiner Qual sprichst Du nicht, Vater. Wie ein Sonnenstrahl in bie dunkle Kerker­zelle füllt unb bent bann Eingeschloffenen verkündet, baß es Frühling geworben, so, gerabe so, wirkte sein Erscheinen auf mich. Von jenem Tage an, ba ich ihm zum erstenmal im Walbe begegnete, wußte ich erst, was Leben heißt; mit ihm zog ber Frühling in meine Seele, bie bisher nur ber Pflicht gelebt. Der Blick seines treuen Auges drang tief in mein Herz und weckte darinnen auf, was dort vergraben lag, unverstanden und unbegehrt. Seinem Strahle erschloß es sich und jauchzte dem Lichte, dem Tage entgegen. Soll alles nur ein Traum gewesen fein? Soll ich selbst hinabstoßen, was seine Liebe, ja seine Liebe hat dies Wunderwerk vollbracht, hervorgezaubert? Soll ich mich selbst aus dem Paradiese verbanne»? Ich kann nicht, Vater, ich kann es nicht!"

Meine Dora vergißt, daß andere beglücken, selbst beglückt sei» heißt!"

Sie strich stch über die Augen, über die Stirn, dann erfaßte sie krampfhaft ihre» Vaters Hände und

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seine sofortige Entlassung. Der Posten wurde dem Staatssekretär Day angeboten; es ist jedoch zweifelhaft, ob Letzterer denselben annimmt. Day hat sich nach seiner Heimath Canton begeben; er hat, derWorld" zufolge, vor seiner Abreise ebenfalls demisfionirt. Gerüchtweise verlautet, ber Marinemiuister unb ber Kriegsminister würben balb zurücktreten; es sei im «ab in et eine Spaltung über bie von Mc Kinley verfolgte Politik, betreffenb ben Krieg, entstauben.

Wenn es zur einer Blockade ber Philippinen durch baS in Hongkong liegende Geschwader ber Ver­einigten Staateu kommt, werben weniger bie Spanier als bie Fremben geschädigt werben. Das Haupt­geschäft liegt in ben Händen ber Deutschen und Engländer. Von 33 GrvßhanblungShäusern find nur 5 spanisch, 4 davon fallen aber hinsichtlich des Importes und Exportes nicht in's Gewicht. Deutsche Großfirmen find 14 vorhanden (mit Einschluß der Schweizer) und englische 12. Von den 13 größere» Fabrikbetrieben find 7 in fremdem Besitz (darunter ein deutscher). Außerdem sind noch 11 andere deutsche Firmen daselbst ansässig. Die spanischen Kriegsschiffe vor den Philippinen sind alt unb nicht wiberstanbsfähig. Die beutschen Firmen werben fich um Schutz an das Auswärtige Amt wenden, aber es ist fraglich, ob ein englisch-deutscher Hinweis, daß die Blokade nicht die Spanier schädigt, eine Wirkung üben werde. In Manila liegen drei englische Kriegs­schiffe. Auch von den Azoren find dem Vernehmen nach Eingaben der Deutschen mtt Bezug auf den spanisch-amerikanischen ftrieg bei dem Auswärtigen Amte eingegangen.

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marine Hülfrkreuzer der Kriegsmarine bilden, tiefe werden während des Krieges mit der Kriegs­marine zusammenwirken und deren Jurisdiction unterstehen

Arttkel 5. Um feindliche Schiffe nehmen und FeindeS- flut unter feindlicher Flagge oder Kriegscontrebande unter irgend einer Flagge mit Beschlag belegen zu können, werden die Schiffe der königlichen Marine, die HülfSkreuzer und die Kaperschiffe später da» TurchsnchungSrechi aus offenem Meere und in den Gewässern, die der Jurisdiction des Feindes unterstehen, gemäß den Bestimmungen des Völker­rechts und den Anweisungen, die noch bekannt sind, auSüben.

Artikel 6. Unter der Bezeichnung KriegScontre- bande werden verstanden: Kanonen, Mitrailleusen, Haubitzen, Gewehre, alle Arten von blanken und Feuer­waffen, Kugeln. Bomben, Granaten, Zündhütchen, Zünder, Pulver, Schwefel, Dynamit, alle Arten von Sprengstoffen, Effecten, wie Uniformen, Riemen und Sattelzeug, Artillerie- und Kavallerie-Effekten, Schiffsmaschiaen und überhaupt Kriegsmaterial aller 8it.

Nach einem Telegramm werben als Piraten alle nichtamerikanischen Schiffe bettachtet, bie feindliche Hanblnngen gegen Spanien auch mit amerikanischem Patent ausüben.

Der Botschafter ber Vereinigten Staaten von Amerika hat in Berlin laut Reichs-Anzeiger" im Auftrage seiner Regierung mit- getheilt, baß ste in bent Kriege mit Spanien nicht beabsichtigt, Kaperei auszuüben, unb stch auch bie folgenden anerkannten Grundsätze des internationalen Rechts aneignet:

1) Die neutrale Flagge deckt feindliches Gut mit Ausnahme von Kriegskonttebande.

2) Neutrales Gut, mit Ausnahme von Kriegs- kontrebande, unterliegt der Beschlagnahme unter feind­licher Flagge nicht.

3) Blockaden müssen, um verpflichtend zu sein, wirklich bestehen.

Durch eine weitere amtlich nach Berlin mitgetheilte Verordnung vom 22. b. Mt. hat ber Präsibent ber Bereinigten Staaten von Amerika bie Blockabe über bie an ber Norbküste Cubas zwischen Carbenas unb Bahia Honda belegenen Hafen­plätze sowie über CiesugoS an ber Südküste Cubas verhängt.

In Washington ist folgender Bericht ein- gegangen: An Bord des Admiralschiffes New-Iork" vor Havannaa, 23. April, 2 Uhr Nach-

Umschau.

Se. König!. Hoheit der Prinz Heinrich wird lautReichs - Anz." im Verlauf seiner ost­asiatischen Reise dem Kaiser von China in Peking einen Besuch abstatten. Ueber das bei dieser Gelegenheit zu beobachtende Zeremoniell sind zwischen dem Kaiserlichen Gesandten in Peking und der Kaiserlich chinesischen Regierung genaue Verein­barungen getroffen worden, bie nach telegraphischen Nachrichten bie Genehmigung bes Kaisers von China erhalten haben. Prinz Heinrich wirb banach bei ber Ankunft auf bem Pekinger Bahnhof vom Tsnng-lt- Iamen unb ben Kaiserlichen Prinzen empfangen unb zur Kaiserlichen Gesandtschaft geleitet werben. Am Tage herauf wird Se. König!. Hoheit in Wan-schau- schan, ber Sommerresidenz des Kaisers, demselben einen Besuch machen; Se. Majestät wird stch erheben, und Se. König!. Hoheit wird sich auf ben Ehrenplatz neben Se. Majestät setzen. Gleich nach bem Besuch wirb ber Kaiser Sr. Königlichen Höhest seinen Gegen­besuch machen, ben Se. König!. Hoheit in einem

feigbar erscheinenben Kummer hinweg zu kommen. D» bist meine starke, hochherzige Tochter, bereu Herz «sicht an Liebesjammer bricht, fonbern stark wirb durch kffl Bewußtsein ber Pflicht unb durch die Gewißhest, ben Geliebte» vor Schmerz und Kummer bewahrt zu f haben. In ber Entsagung, meine Dora, liegt bie

Größe bes Frauen Herzens unb bie Entsagung wird Dir im Hinblick auf das Glück des junge» Grafen leicht werden."

gehen bleibt."

Dora stöhnte qualvoll auf.

Wer sagt mir, daß es zu seinem Glück ist, wen» ich wenn ich verzichte?"

DaS wäre bie rechte Art nicht mein Kind.

allein mußt den einzigen Weg finde», der Dir z»

New - Aork", der Kreuzer das KanonenbootWilmington" von ber Flotte, um baS Schiff nach Ansicht ber amerikanischen

(Nachdruck verboten.)

Getrennte Sterne.

Roman auS der Gesellschaft von H. Waldemar.

(Fortsetzung.)

Mein armes Kind, wen» ber Arzt helfen will, darf er selbst ben schmerzhaftesten Schnitt nicht scheuen," sprach ber Pastor ernst.Glaube mst, meine Dora, ich bin lange mit mir zu Rathe gegangen; ich habe bei Herrn wiederholt um Erleuchtung gebeten in dieser für Dich so folgenschweren Sache, aber immer wieder konnte ich nur die Pflicht erkennen, Dich vor Schlimmerem zu bewahren!"

Du meinst es gut, Vater, und doch hast Du mir furchtbar wehe gethan," rief das junge Mädchen, in­dem fie fich plötzlich vor dem alten Herrn auf die Sniee warf und ihr Antlitz in besten Hände barg. Later, Vater, ich kann» nicht ertragen!"

Ein gewaltsames Schluchzen erschütterte Dora'S Gestalt: ihr ganzer Körper erbebte; ihr Inneres war i» furchtbarem Aufruhr.

Leise, beruhigend streichelte Pastor Werneck bas roldbraune Haar seines Kinbes.

Der liebe Gott legt uns nicht mehr auf unsere Schulter», al» wir ertragen können, meine Dora.

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Offiziere ein spanisches Kriegsschiff, entweder die Vizcaya" oder dieAlrnirante Oquendo", war. An Bord der amerikanischen Kriegsschiffe herrschte große Erregung und Kampfbegierde; alle Vorbereitungen zum Kampf waren getroffen. Die Geschütze an der Steuerbordseite unb in ben Thürmen berNew-Aork" wurden auf da» verfolgte Schiff gerichtet; da bemerkte man, daß dasselbe die italienische Flagge gehißt hatte. Die amerikanischen Fahrzeuge setzten jedoch ihre Fahrt und die Vorbereitungen zum Kampfe fort. Als die New-Aork" auf 1500 m an das verfolgte Schiff herangekommen war, hißte dieses bie ameri­kanische Flagge und gab als Salut für das amerikanische Geschwader 15 Schüsse ab, dieNew- Aork" erwiderte den Salut, indem sie die Üalienische Flagge hißte. Man sah nunmehr, daß das verfolgte Schiff der italienische KreuzerGiovanni Bausan" war, welcher sodann seine Fahrt fortsetzte und in den Hafen von Havanna einlief.

Aus Kay-West wird gemeldet, daß dort die spanischen SchiffeMathilde",Miguel",Jover", Catalina" undSaturnino" von Kriegsschiffen gekapert eingeschleppt worden sind.

Wie aus Habana vom 25. dS. gemeldet wird, zeigt die Stadt den gewohnten Anblick. Dem Dampferbetrete", der von Sagua kam, ge­lang es, ttotz der Blockade in den Hafen von Havana einzulaufen.

In Washington ging gestern die Bot­schaft des Präsidenten, worin die formelle Kriegserklärung an Spanien empfohlen wird, dem Kongreß zu. Diese Kriegserklärung dürfte ohne Debatte angenommen werden. Staatssekretär Sherman sagte am 24. ds., er erwarte für jetzt unb für bie nächste Zukunft, daß bie Insurgenten bas Meiste thun werben in bem Kampfe auf Cuba. Die Regierung habe nicht bie Absicht, Miliz Solbaten und Rekruten eher nach Cuba zu fenben, als bis ste an bie Strapazen bes kriegerischen Lebens vollstänbig gewöhnt seien. Sherman meinte, bie Flotte des Admirals Sampson werde eine Ver­bindung mit den Streitkräften des Führers ber Auf­ständischen Gomez herzustellen suchen unb ein gemein­sames Vorgehen gegen bie Spanier ermöglichen. Er äußerte ferner, bie Regierung beabsichtige Waffen unb Munition zur Ausrüstung verschiedener Regi­menter der Insurgenten zu liefern unb bie gesummte cubanische Jnsurgenten-Armee für ben Kampf in gute Verfassung zu bringen. In einem gestrigen be­sondere» KabinetSrath gab Sherman

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Der Krieg der Vereinigten Staaten mit Spanien.

Das amtliche Blatt in Madrid ver­öffentlicht einen Erlaß, worin es heißt:Nach­dem die diplomatischen Beziehungen zwischen Spanien tob den Vereinigten Staaten abgebrochen fittb und der Kriegszustand zwischen den beiden Ländern be- gennen hat, ergeben sich zahlreiche Fragen b e8 Lölkerrechts, bie ganz genau klargestellt »erden müssen. Grade weil die Ungerechtigkeit der Herausforderung von Seiten unserer Gegner tarn sie find es, die durch ihre Haltung den schweren Lonflict hervorgerufen haben den Frieden ber Rationen gestört hat, müssen wir ans's allergenaueste die Vorschriften bes Völkerrechts beobachten. Die Regierung erwog baher, baß bie Thatsache des Nichtanschlusses an bie Pariser Declaration vom Achre 1856 sie nicht von ber Verpflichtung befreie, auf jene zugestanbeneu Grundsätze zu achten. Der Hrundsatz, welchem Spanien rundweg adlehnte zu- zistimmen, war die Abschaffung des Kaperrechts, tob bie Regierung erachtet es gegenwärtig für un­umgänglich nothwendig, in dieser Hinsicht ihren Vor­behalt unter allen Umständen aufrecht zu erhalten, mn unsere Freihett zu wahre», sowie das unbedingte Recht des Kaperns auch in'S Werk zu setzen, sobald eS augezeigt erscheint. Man wird zunächst sofort Hüfskreuzer der Kriegsmarine organifiren, die aus den Schiffen unserer Handelsmarine gebildet werden solle»; sie werden vornehmlich mit der Kriegsmarine, unter deren Gerichtsbarkeit ste stehen würden, operiren."

Die Bestimmungen lauten:

Artikel 1. Solange der Kriegszustand zwischen Spanien und ben Vereinigten Staaten besteht, werden der Friedens- und Freundschaftsvertrag vorn 27. Oktober 1795 unb das Protokoll vom 12 Januar 1877 sowie alle anderen Abmachungen, Verträge und Konventionen, die bisher zwischen den beiden Ländern in Kraft waren, für hinfällig erklärt.

Artikel 2. Von der Veröffentlichung dieses ErlaffeS an wird allen in fpani'chen Häfen vor Anker liegenden Schiffen der Vereinigten Staaten fünf Tage Zeit gelassen, nm unbehelligt in See gehen zu können.

Artikel 3. Obwohl Spanien der Pariser Konvention vom Jahre 1856 nicht beigetreten ist, erklärt die Regierung im Einklang m t den Gcundzügea des Völkerrechts, sie werde folgende Bestimmungen des Seerechts beobachten und deren Befolgung anordnen: a. Neutrale Flagge deckt FeiudeSgut, mit Ausnahme von KriegScontre- bände; b. neutrales Gut mit Ausnahme von Kriegscontre- baude ist unter feindlicher Flagge nicht wegnehmbar; c. Blockaden müssen, um bindend zu fein, durchgeführt werden, d h. durch Streitkräfte aufrechterhalten werden, die ihaisächlich eine Annäherung deS Feindes an die Küste verhindern können.

Artikel 4. Die spanische Regierung wird in Wahrung ihres Rechtes, Kaperbriefe auSzustellen, welches sie sich tu der an Frankreich gerichteten Note vom 16. Mai 1867 Vorbehalten hat, zunächst aus Schiffen der Handels-

Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen-

Bnreanx von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde- oo

bürg, Wien; Rudolf Moste, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; OO. ^Ml)1.Ü

®. L. Daube & Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris re.

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! " Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Univerfitäts-Buchdruckerei in Marburg. ä Verantwortlich für die Redaktion: Redatteur M. Hartmann in Marburg.

Expedition: Marti 21. Telephon 55. VVIHWWgFVWHe Redaktion: Marti 21. Telephon 55.

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