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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain.

Smk und «erlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckern in Marburg. Verantwortlich für die Redaktion: Redakteur M. Hartmann in Marburg.

Expedition: Markt 21. - Telephon S5. VVHHlWIJVVIUllf Redaktion: Markt 21. - Telephon 58.

Von diesem Gesichtspunkte ist also die Aufgabe, dem Bazarunwesen rasch und energisch entgegenzutreten, eine sehr dringende.

Wir sind uns der Schwierigkeiten, die einer rationellen Bekämpfung des Bazarunwesens entgegen- stehen, sehr wohl bewußt; allein bei gutem Willen ist man auch schon über schwierigere Dinge Pleister geworden. Man zeige nun zunächst einmal durch T hat en, daß man gesonnen ist, die bisher unab­hängigen wirthschaftlichen Existenzen mittlerer oder kleinerer Art zu erhalten, dann wird sich auch Wtteres finden. Einen radikalen Wandel auf diesem Gebiete wird man allerdings nur dann zu schaffen vermögen, wenn man sich dazu entschließt, die einzelnen Berufe zu organisieren.

Der spanisch-amerikanische Krieg.

In diplomatischen Kreisen wird nach AuSbruch des Krieges vor Allem die auffallend ,freund­liche" Haltung Englands zu den Ver­einigten Staaten mit gewissem Mißtrauen bemerkt, da sie ohne englisch-egoistische Pläne uner­klärlich wäre. Weiter betrachtet man Amerika's Eröffnung der Feindseligkeiten ohne Kriegserklärung als einen argen Verstoß gegen das Völkerrecht. Es ruft natürlich deßhalb auch außerhalb Spaniens die Wegnahme derBuonaventura" große Entlüftung hervor, da damals noch kein Kriegszustand herrschte. Die Blätter erblicken darin eine Piraterie. Ein zweites von den Amerikanern erobertes spanisches Schiff wurde demReuter'schen Büreau" zufolge bei Havana genommen und ist der Passagierdampfer New-Iork". Einer New-Iorker Meldung zufolge eroberte ein amerikanischer Kreuzer auch das spanische SchiffGarzia" bei Cuba. Weiter heißt cs, daß bereits ein Zusammenstoß zwischen amerikanischen und spanischen Kriegsschiffen vor Cuba statt­gefunden habe, dessen Ausgang jedoch noch unbekannt ist, doch sei dabei Spaniens KreuzerAlfonso XII." vor Havana vernichtet worden. Er sei ausgelaufen, um den amerikanischen Kriegsschiffen entgegcnzufahren, die vor Havana erschienen, und habe auf sie gefeuert. Die amerikanischen Schiffe hätten das Feuer erwidert und denAlfonso XII." zum Sinken gebracht. Die Mannschaft sei durch die Boote des amerikanischen Geschwaders vor dem Ertrinken gerettet worden. Alles, was die Amerikaner melden, braucht man aber doch nicht zu glauben; ebenso ist bei vielen Nach­richten spanischer Herkunft rechte Vorsicht anzuwenden. Wir geben aus diesem Grunde gar manche bedenkliche Nachricht garnicht erst wieder. SpanischeKriegs- schiffe eroberten das amerikanische Schiff Shenandoa", das mit 20000 Quarters kalifornischen Weizen nach Liverpool unterwegs war. Vorstehende Meldung wird durch ein Antwerpener

das wird köstlich werden! Denke Dir nur, Väterchen, Du bist dann nicht mehr auf mich allein angewiesen, die ich oft Deinen Auseinandersetzungen nicht folgen konnte; ein Anderer, Besserer, wird Dir auf Deinen Wegen zur Seite stehen. Was Du so ost gewünscht, trifft damit ein: der Arzt der Seele und der Arzt des Körpers können Hand in Hand gehen."

Und neidlos überläßt Du ihm den ersten Platz?"

Ist er nicht mein Bruder? Sollte ich ihm nicht gönnen, was ihm von Rechtswegen gehört? Und wann, Väterchen, habe ich nicht jahrelang genossen, das er entbehren wußte? Während ich in sichere Obhut deS Vaterhauses war, beschirmt und geliebt von dem besten aller Väter, verschlug ihn das Schicksal in ferne Lande, wo er Gefahren aller Art, Unbilden Rot und Elend erdulden mußte. Glaube mir, der Gedanke an ihn, der manchmal vielleicht kein Obdach hatte, draußen auf seinen Wanderungen, dem Durste nach Wissenschaft folgend, wohl i« Freien übernachtete, nicht wußte wie er seinen Hunger stillen sollte, und allen Gefahren preisgeben war, während ich sorg­los, unbekümmert schlafen konnte, ließ mich oft nicht zur Ruhe komme». Seit Arnold's letztem Brief, woriu er uns wittheilt, daß er weüer in den amerikani­schen Süden vorgedrungen sei, nachdem er sich von seiner Stellnug al» Arzt an den Gefängnisse» frei gemacht hatte, zitterte ich für ih» und fei» Lebe». O, wie von Herzen dankbar bin ich, daß uns der liebe Gott den Teuren wieder zuführt."

Ja, ja, Du bist eia gute» Kind. Richte nur alles zu seinem Empfang her, mein Hausmütterchev, auf daß er sich im Baterhause behaglich fühle. Freilich, ein bstterer Tropfen fällt in den Becher der sie, die sich so ost gewünscht, de» Einzige» »och ein- mal Wiedersehen z» dürfe», soll diese» Tag nicht erleben."

Telegramm bestättgt, welches lautet: Das von den Spaniern aufgebrachte SegelschiffShenandoa" führte eine nach Antwerpen bestimmte Ladung kalifornischen Getreides im Werlhe von 750 000 Francs. Die Spanier halten im übrigen ihre Schiffsbewegungen so geheim, daß man sich in New Jork und ander- wärts an der amerikanischen Westküste vor unange­nehmen Ueberraschungen ängstigt.

Die Madrider Nachricht derFrkftr. Ztg." von der Demission des spanischen GesammtkabinetS hat sich nicht bestätigt. Angesichts der einstimmigen Erklärung aller politischen Führer zu Gunsten des liberalen Kabinets drückte die Königin-Regentin Sagasta neuerdings ihr Vertrauen aus und beauf­tragte ihn, die Geschäfte weiter zu führen. Der Gedanke einer Ministerkrise ist somit beseitigt. Die im MadriderStaatsanzeiger" veröffentlichte erste Liste der nationalen Subskription er- giebt 3 200000 Pesetas. Ein Kaufmann in Havanna stellt der Regierung eine Million Pesetas zur Verfügung. Nach einer derFrkftr. Ztg." aus Bochum zugehenden Meldung ist die spanische Regierung mit dem Kohlensyndikat behufs Lieferung von R u h r k o h l e n für Kriegsschiffe in Verbindung getreten und hat sämmtliche verfügbaren Bestände angekaust. Die Lieferung soll in Rotterdam erfolgen.

In New-Jork hat man plötzlich entdeckt, daß die zu den den Hafen vertheidigenden submarinen Minen führende» Kabel von spanischen Spionen nahe der Küste abgeschnitten sind. Amerika beschloß darauf den Ankauf eines holländischen, in New - Jersey liegenden submarinen Torpedobootes NamensHolland" für die Vertheidigung von New- Jork. Großen Erfolg versprechen sich hierfür die Amerikaner auch von einem Fesselballon, der von Fort Logau in Colorado nach dem an der Meerenge zwischen den beiden vor dem eigentlichen New - Jork gelegenen Inseln Song Island und Staaten Island befindlichen Fort Wadsworth ge­bracht worden ist. Der Ballon soll zu Obser­vationszwecken verwendet werden. Sein Korb ist direkt mit den beiden HafenfortS telephonisch ver­bunden, so daß die Luftschiffer ihre etwaigen Wahr­nehmungen, z. B. das Herannahen des Feindes, un­verzüglich berichten können. Außerdem führen sie Flaggensignale und Scheinwerfer mit sich, letztere, um die Observation auch Nachts unternehmen zu können. Der Ballon ist aus Seide, wiegt mit seinem Zubehör ungefähr 40 000 Pfund, hat einen Höhendurchmesser von 40 Fuß und bedarf zu feiner Füllung 14 000 Kubikfuß Gas. Der Ballon steigt bis zu einer Höhe von 1800 Fuß über dem Meeresspiegel.

Aus Key-West lief das amerikanische Kriegs­schiffMangrove" nach Süden aus. Das Schiff ist zum Kabeldienst ausgerüstet. Es soll nach dem

Dora senkte das Köpfchen, ihre Angen verschleierten sich und fast scheu stahl sich ihre Hand in die des Pastors.

Wie würde sich die Mutter gefreut haben!" sagte sie kaum hörbar, ein aufquellendes Schluchzen mit Energie nuterdrückend. Sie mußte ja stark bleiben, mußte die traurigen Erinnerungen zu bannen suche»; das hatte sie als ihres Lebens schönste Aufgabe an­gesehen, seit man ihre schöne Mutter hinauSgetragen auf den friedlichen Gottesacker »nd sie zur ewigen Ruhe gebettet hatte.

Noch eine wettere Beruhigung bringt mir Arnold's Heimkehr, mein Kind," begann der alte Herr wieder »och einer langen Weile, die traurige Stimmung abschüttelud.Mit banger Sorge habe ich oft des Tages im voraus gedacht, da mich der Herr zu sich rufen wird. Was sollte dann aus Dir werden?"

O, sprich nicht so, Väterchen, Du bist »och rüstig!"

»Wenn man die siebzig überschritten hat, Dora, wäre e8 thöricht, nicht täglich auf das Ende gefaßt zu sein. Wie Gott will, ich halte still. Deinetwegen bange ich vor dem Augenblick, den» ich müßte Dich unbeschützt znrücklasseu, Dich, die Du doch noch so jung bist. Jetzt ist das anders. Ainold wird an meiner Stelle für Dich sorgen, Dich bewachen Dich, wenn nötig, vor Thorhetten bewahren!"

Dora hob rasch das Köpfchen.

Sag' nichts, Kind, ich weiß in Deinem Herzen zu lesen und kenne längst Deine heimlichsten Wünsche. Der Zufall lenkte in diesem Augenblick das Gespräch darauf, so will ich ihn denn beim Schopfe foffen und Dir sagen, was ich mir längst vornahm, mir zur Pflicht machte. Du hast Gefalle« gefunden au unserrn jungen Herr», der feit einiger Zett oft »ud viel mein HauS beehrt. Du bist viel z» klug.

Süden Cubas bestimmt fein, mit der Aufgabe, die telegraphischen Verbindungen zwischen Cuba und Spanien zu zerstören. Hierzu erklärte in Madrid Spaniens Kolonialminister, eine Unterbrechung des Telegraphen mit Cuba sei undenkbar, wett nach dem Abschueiden des Key-West Kabels immer noch über Bermuda-Jamaica-Pernambuco ein An­schluß au die französische Gesellschaft bestände, bereu Schutz durch den Telegraphenkongreß verbürgt fei. Sämmtliche Schüler der spanischen Akademie in Rom beschlossen, als Freiwillige in das spanische Heer bezw. die Marine cinzutreten. Die Spanier haben drei Kreuzerfchiffe aus Coruna ab- gesandt, um das in Frankreich gekaufte, aus den französischen Gewässern abgegangene neue amerikanische KriegsschiffParis" zu kapern.

Der amerikanische Ministerrath beschloß, das Geschwader im Stillen Ozean zur Blockade von Manilla und anderen Hasenplätzen der P h l i p p i n e n anzuweifen. Ihm dürste Spanien» Admiral Cervera wohl bald mit seinemFliegenden Geschwader" entgegentreten. Der spanische General- Gouverneur der Philippinen erklärte, er fürchte sich nicht vor den Amerikanern.

Mac Kinley läßt eine Botschaft, worin er den Erlaß der formellen Kriegserklärung verlangt, am heutigen Montag dem Kongreß zugehe». Als Grund für dies Verlangen wird angegeben, daß Spanien durch sein Vorgehen thatsächlich den Krieg erklärte. Nach der formellen Kriegserklärung durch Kongreßbeschluß wird Mac Kinley die Blockade CubaS den Großmächten notifiziren und die Spanier zum Verlasse» d.r Vereinigten Staate» aufforderu. Im Repräsentantenhause zu Washington führte Hüll, Vorsitzender des MilitärcomiW aus, General Miles beabsichtige, Landung auf Cuba zu bewerkstelligen, sobald dies ausführbar sei. Es würde 5 bis 8 Wochen dauern, bis die Freiwilligenarmee ausgerüstet fei.

Eine Proklamation der cubanifchen Re­gierung macht allen Cubanern zur Pflicht, sich zur Abwehr des Angriffs seitens der Vereinigten Staaten zu vereinigen. Marschall Blanco proclamirte den Kriegszustand. Die Kaufmannschaft von Havana bot Blanco Geld und Lebensmittel an und versicherte, die Preise ihrer Maaren nicht erhöhen zu wollen. Die amerikanischen Schiffe, welche Habana blockt reu, findIowa",Indiana",New-Uork", Dettott",Cincinnati",Montgomery",Nashville", Washington",Castine",Machtas",New Port", Mayflowers" und sechs Torpedoboote. In ver­schiedenen Häfen Floridas werden sechs amerikanische Freibeuter-Expeditionen ausgerüstet. Das spanische Antillengeschwader kommandirt Admiral Manterola. Vorstehendes amerikanische zur Blockade von Cuba bestimmte Geschwader hat den Befehl, zn-

mein Kind, als daß Du nicht einzusehen vermöchtest, daß Graf Georg seinem Vater seiner Familie gegen- über Pflichten hat, die er niemals umgehen kau». Hüte Dein Herz, Dora, noch ist es Zeit, so hoffe ich, denn an eine Verwirklichung Deiner Träume darfst Du niemals denken. Der junge Herr ist der einzige Sohn seines Vaters, der niemals zugeben wird, daß der reine Stammbaum durch die Ver­bindung einer Bürgerliche» verunziert werde. Möchtest Du Dich dem Vorwurf aussetzen, daß Du nach einer Stellung getrachtet, die Dir nicht gebührt, die man Dir ewig und immer streitig machen würde? Und wenn selbst Graf Georg eS ehrlich meint, möchtest Du die Ursache eines Zwistes fein zwischen Eltern und Kind?"

O, Vater, Du bist erbarmungslos!" stöhnte Dora, ans derem Antlitz jeder Blutsttopfen gewichen war. Mtt starren Augen sah sie in den flimmernde» Sonnenschein. Sie hörte nicht das Zwitschern der Vögelchen draußen mt Garten, fie sah nicht den bunten Schmetterling, der durch das geöffnete Fenster hereinflatterte und vergeblich wieder den Ausgang suchte; empfand nicht den würzigen Geruch der Reseden, hörte nicht dar Summen der Biene», die fleißig aus den Blütenkerzen der Kastanienbäume ihren Honig sammelten; fie vermochte nur daS eine zu denke», daß man ihr mit rauher Hand ihren Liebesttaum zerstörte.

Es war die Hand des geliebten Vaters, die bas Vernichtungswerk that, dieselbe Hand welche ihr bis jetzt nur Gutes gespendet, die fie bisher ficher ge­kettet ; deshalb mochte» ihr die Streiche, die er auS- theilte, noch weher thuo, »och tiefer einschneiden in das junge, zerrissene Her,.

(Fortsetzung folgt.)

Jts. 96

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feieriagen. Quartals-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnscrtionsgebühr: die ge­spaltene Zette oder deren Raum 10 Psg., Reklamen: die Zeile 25 Pfg.

Die Gemeingefährlichkeit des Bazarunwesens

itz bei der Verhandlung über die von dem konser- Miiötn Abgeordneten v. Brockhausen gestellte Inter- Elation hinflchtlich der Maßregeln, welche die Re- perung gegen diesen Krebsschaden zu ergreifen gedenke, p einem deutlichen Ausdruck gebracht worden. Auch He Staatsregierung weiß diese Kalamität duichaus p würdigen und erklärt sich bereit, ihr zn steuern; dein von den bis jetzt vorgeschlagenen Wegen hält st bekanntlich feinen für gangbar. In erster Linie st eine besondere Besteuerung der Großmagazine wrgeschlagen, und die Bedenken, welche sich dagegen richten, sind unserer Ansicht nach nicht so erheblich, Ä daß man es nicht einmal mit diesem Mittel ver­suchen sollte.

Allerdings würde eine solche Steuer zunächst zu ki Kompetenz der Kommunen gehören; wollte mn aber warten, bis die vom Manchesterthum er»

|te und es in Streifen schnitt, so, wie der ' es liebte; dann entkorkte fie die Flasche das GlaS voll, es an ihre Lippen führend

alte und und

Da die Großmagazine meist nicht Unternehmungen meiner Kaufleute, sondern Früchte einer Vereinigung »8 Großkapitalisten sind, so wird auch in der Be- drwfung zunächst das kapitalistische Interesse, das i solchen Unternehmungen den Anreiz bildet, ge- öffen werden müssen. Eine progressive Steuer Me darum entschieden gute Dienste thun, schon m die Lust nach Errichtung neuer Warenhäuser ab- bimpfen. Man möge aber den hervorragendsten wkt dieser Sache nicht auS den Augen betlieren: s handelt sich hierbei nicht um eine materielle, »hem um eine Frage der Staatser - leltung. Die Vernichtung kleiner unb mittlerer Äßstänbiger Existenzen zu Gunsten weniger Divi- adenempfänger bebentet für bie Gesammtheit, für Bestand des Staates einen unersetzlichen Verlust.

So ist's recht, Dora!"

Nachdem Pastor Werneck sich gestärkt hatte, M er sich in die Sophaecke zurück und erbrach Züchtig den Brief.

Ein Seufzer der Erleichterung entfuhr Dora'S Mx». Ihr Vater drohte ihr lächelnd mtt dem WM>er, entfaltete das Blatt und las. Dora hatte IN dicht an ihn geschmiegt und schaute mit in daS .... mit eifrigen Blicken die Berichte des geliebten sonders gleichsam verschlingend.

, ,O, Vater, Vater, hast Du gelesen? Arnold cditts* 4bibu, er ist bereits unterwegs!" rief fie plötzlich, [52? . Hellen Jubel die Hände aneinanderschlagend.O,

Men Großstadtverttetungen in dieser Richtung vor- rhcn, so könnte man bis an das Ende der Tage MrtcH. Es wird also einerseits darauf gedrungen »erben müssen, daß denjenigen Städten, in denen tel Bazarunwesen am meistenfloriert", die Eiu- nchtung einer Sonderstemr auferlegt wird; anderer- ritS aber wird es Sache der betreffenden Bürger­st fein, bei den Kommunalwahlen diesem enftanbe besondere Beachtung zu schenken.

Wie Herr v. Brockhausen ausgeführt hat, hat in anderen deutschen Bundesstaaten und auch in Frankreich Gelegenheit genommen, dem

arunwesen wenigstens mit einem ersten Schritte genzutreten. DaS ist auch wenn dieser ritt nicht einen vollen Erfolg zeigt wenigstens Dir Anfang, der einen erheblichen moralischen Werth . Je länger man aber dem Unwesen freie b läßt, desto schwieriger ist es dann, ihm bcizu- en.

(Nachdruck verboten.)

Getrennte Sterne.

Rowan ans der Gesellschaft von H. Waldemar.

(Fortsetzmig.)

Du liebes Väterchen!"

Dora legte schmeichelnd ihre Wange an ihres s Arm und sah mit holdem Erröten zu ihm Die Veränderung, auf bie er anspielte, trieb

das Blut in die Schläfen, denn fie war sich , daß allein Georg Bünau, der oft unb gern i» bem Pfarrhaufe eingefunben, dies zuwege acht hatte.

Ich stelle Deine Geduld auf eine harte Probe, W, nicht wahr? Aber erst maß sich der Körper , ehe man dem Geiste etwas zumuten darf." ;Du befürchtest doch nichts, Väterchen?" fragte ** junge Mädchen, während fie mit geschickter Hand «Brod rrichtete, es mit dem appetitlichen Schinken

Mai-kmrg

Dienstag, 26. April 1898.

Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen- Burcanx von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde- burg, Wien ; Rudolf Mofle, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; C. L. Daube & Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris re.

33. Jahrs.