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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartals-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr: die ge­spaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen: die Zeile 25 Pfg.

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Freitag, 15. April 1898.

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Wöchentliche Beilagen: Kreis blatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain.

Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Univerfitäts-Buchdruckerei in Marburg. Verantwortlich für die Redaktion: Redakteur M. Hartmann in Marburg.

Expedition-Markt 21. - Telephon 55. »KW Redaktion- Markt 21. - Telephon 55.

Anzeigen nehmen entgegen - die Expedition dieses Blattes, die Annoncen-

Bureaux von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magd«- O£> bürg, Wien; Rudolf Moffe, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; OO. x5Uy*-9« 6. L. Daube & Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris jt.

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Der Konflikt der Vereinigten Staaten mit Spanien.

In M a d r i d ist am Dienstag die Ruhe nicht veüer gestört worden, doch machte Mc Kinleys Bot­schaft einen schlechten Eindruck. Daher bekräftigte der Ministerrath in feierlichster Weise der amerikanischen völkerrechtlichen Auffassung gegenüber die spanischen Hoheitsrechte, die er für unvereinbar mit einer fremden Einmischung erklärt. Die Zeiten erforderten die größt« Besonnenheit zur Vertheidtgung heiliger Interessen und des Patrimoniums der spa­nische» Rasse. Darauf machte« der Ätieg8mimfier «eb der Marineminister Mittheilungen über die Maß­regeln, die sie getroffen haben für den Fall, daß es Mm Krieg käme. Solange jedoch die Nothwendigkeit zur thatsächlichen Ausführung dieser Maßregeln nicht vorhanden ist, hält die Regierung weitere Erklärungen für nnnöthig. Das feste Bewußtsein des Rechter, verbunden mit dem Entschluß, eS hochzuhalten, gebe der Nation und der Regierung in der jetzigen schwierigen Lage die nöthige Kraft. Die beiden Minister gaben eine Ueberficht über die Stärke der Stteitkräfte, »ud der Finanzminister legte den Erlaß über die National­sammlung für die Flotte vor.

Trauben- schmack, Aode ge- als ganz Krankes, npfehlen.

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Sonstig

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Von Seiten Amerikas ließ die Sprache der New-Dorker Dirnstagsblätter nichts Gutes vorauS- sehm. DerSun" erklärte, indem der Präsident die Verantwortung auf den Kongreß abgewälzt, habe er <mf die Leitung der Staatsgeschäfte verzichtet. Ein Kapitän, der sein Schiff nicht führen wolle, sei nicht besier als ein Gemeiner, der nicht gehorchen wolle. Kun sei eS am Kongreß, voranzugehen, da der Sturm in Sicht sei. Es müsse ein Schuß aus einem amerikanische» Geschütz abgehen, um die Luft zu reinigen; die Kriegsschiffe müßten noch vor Mittwoch Abend vor Havanna erscheinen. Die Tribüne" findet die Botschaft fest, weise und an- gemcffen, diegelbe" Preffe dagegen beurtheilt sie als unbefriedigend, fie biete keinen Anhalt dafür, daß die Regierung einen bestimmten Plan habe, deshalb sei es vorzuziehen, daß der Kongreß die An­gelegenheit in Händen habe. Der Generalkonsul Lee hat sich auf der Fahrt nach Washington einem Berichterstatter gegenüber geäußert, die Botschaft sei «befriedigend, und er hoffe, daß der Kongreß Spanien wvrrzüglich vor die Wahl stellen werde, Cuba zu räumen oder den Krieg aufzunehmen. Der Vor- ßtzeude dercubanischen Junta" veröffentlicht eine Kundgebung, worin behauptet wird und bewiesen Verden soll, die revolutionäre Regierung bestehe in regelrechter Form, da sogar zwischen Marschall Blaues tob dem Gesandten Bernabe die Rede von der «dänischen Regierung gehe.

Der amerikanische Kongreß als solcher kann derfaffuugSmäßig einen Krieg erklären. Dies muß «Ütelst BeschluffeS geschehe«. Das amerikanische Staatsrecht erkennt einen gleichlautenden und gemein­samen Beschluß beider Häuser an. ES ist zweifel­haft, ob ein gleichlautender Beschluß der Unterzeich- toug deS Präsidenten bedarf. Vielleicht greift der Kongreß z« diesem Mittel, wenn er durchaus Krieg vüuscht. Eine gemeinsame Resolution ist jedoch wahrscheinlicher. Eine solche geht nach Ge- «hmiguug deS Senats nnd de» Repräsentanten- Hauses an den Präsidenten zur llnterzeichnuug; er taut sie zehn Tage lang in der Tasche behalten nnd braucht sie nicht zu unterzeichne« uod auch nicht juckckzuschicken. Nach Ablauf der zehn Tage tritt fie aber dann in Kraft. Schickt der Präsident die Reso- iatiott ununterzeichnet zurück, so kann sie nur durch fae Zweidrittelmehrheit beider Häuser gegen fein Veto

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genehmigt werden.

hente früh ist uns aus Washington nun bas nachstehende, von uns ht der Stadt schon durch shvrablatt kund gegebene Telegramm znge- -angen:

DaS Repräsentanten Haus billigte Schern nach einer stürmischen Debatte mit 324 gegen tot 20 Stimmen den von der Majorität seiner Kom­mission beschlosienen Bericht. Derselbe ist ähnlich km von der Majorität der SenotSkommisfion er­matteten Berichte. ES wird darin b i e Un> Abhängigkeit Cuba» erklärt und ver- iangt, die Spanier solle» sich sofort bo« bet Insel zurückziehen. Weiter

werden dem Präsidenten Mc Kinley zur Durch­setzung dieses Verlangens sämmtliche amerikanischen Streitträfte zur Verfügung gestellt.

Der Bericht der Minorität der Kommission, der die Anerkennung der gegenwärtigen cubanischen Republik fordert, war mit 191 gegen 150 Stimmen abgelehnt worden.

Der Senat traf gestern noch keine Entscheidung.

Es scheint mit diesem Beschluffe des Repräsentanten­hauses der Krieg nun sicher bevorstehend. Der spanische Ministerpräsident S a g a st a bezeichnete schon nach Mac Kinleys Botschaft, welche er eine Herausforderung nannte, den Krieg für unvermeidlich und jede weitere Intervention der Großmächte als unnütz. Das amerikanische Marmeamt beschloß, die Dampfer der American LineSt. Paul" und St. LoniS" avzukaufen und läßt offiziell mtttheilen, daß das fliegende Geschwader Befehl hat zu 48stündigen Hebungen. Das Geschwader ist gestern mit verfiegetten Ordre» ans Old Point Comfort in See gegangen.

Umschau.

Da» französischeJournal offidel" veröffentlicht das am 23. Juli 1897 in Paris zwischen Frank­reich nnd Deutschland abgeschloffene Ab- kommen, burch das die Grenzen zwischen Dahome und dem Togogebiet bezw. dem betreffenben Hinter- lanbe festgesetzt find. In einem am 13. b. Mts. in Paris abgehaltenen Ministerrath theilte bet Minister bes Auswärtigen Hanotanx mit, baß China sich mit ben Forderungen Frankreichs voll einverstanden erklärte. Hanotaux fügte hinzu, China fei infolge früher getroffener Abmachungen Frankreich gegenüber die Verpflichtung eingegangen, keiner andere» Macht die Insel Hainan abgutreten. Eine Depesche der chinesischen Regierung thelle die Zustimmung der­selben zu ben französischen Vorschlägen mit und stelle fest, baß Frankreich bie Erfüllung aller seiner Forderungen auf dem Wege freundschaftlicher Ver­handlungen erhielt, ohne zu dem Mittel einer Flotten- demonstration ober eines Ultimatums zu schreiten.

Wie bemDresdner Journal" mitgetheilt wird, gedenkt nach den zur Zeit vorliegenden Anmeldungen eine große Zahl Souveräne und fürstlicher Herrschaften zur bevorstehenden Feier des 70. Geburtstages und 25 jährigen Regierungs-Jubiläums Sr. Majestät des Königs zum Besuche am Königliche» Hofe in Dresden eintreffen. Außer den in Dresden resi- bitenben, am Königlich sächsischen Hofe beglaubigten Gesandten und Missionschefs Preußen», Bayerns, Oesterreich Ungarns, Rußlands und Großbritanniens werden auch bie in Berlin tefidirenden Gesandten der Staaten Schweden und Norwegen, Belgien, Persien, Griechenland, Italien, Portugal, Württemberg, Nieder­lande und Spanien an den Festlichkeiten theiluehmen. Der Sultan entsendet eine Spezialmisston mit dem außerordentlichen Botschafter, Divisions-General Ahmed Tewfik Pascha an der Spitze; auch die Ver­einigten Staaten von A m e r i k a und bie Hansa- städte, sowie bie Höfe von Rumänien, Luxemburg, Walbeck nnb Pyrmont unb Neuß ä. L. werden durch außerordentliche Abgesandte vertteten sein. Ferner find Deputationen derjenigen ftemdherrlichen Regi- meuter, deren Chef Se. Majestät der König ist, nnb zwar beS Königlich preußischen 2. Garbe - Ulanen- Regiment», be» Königlich preußischen Dragoner-Regi­ments Nr. 10, de» Königlich bayerischen 15. In­fanterie-RegimentsKönig Albert von Sachsen", bes Königlich würüembergischen Infanterie - Regiments Alt-Württemberg" Nr. 121, beS Kaiserlich unb Königlich österreichischen Dragoner-RegimentsKönig Albert von Sachsen" Nr. 3 unb deS Kaiserlich russischen 4. Infanterie-Regiments Kopor, angemelbet.

Am 12. b. Mts. hat baS österreichisch-ungarische Detachement, welches von Kreta abberufen worden ist, die Insel verlaffen. Das WienerTel.-Corr- Bureau" läßt fich darüber auS Canea berichten: Schon zeittg früh hatten fich sehr zahlreiche Bewohner von Canea auf dem Stadtplatze versammelt, um von den österreichisch-ungarischen Truppen Abschied zu nehmen. Um 9 Uhr wurde die österreichisch ungarische Flagge auf dem Stadtwall eingeholt. Unter Betheiligung der Truppen der Großmächte wurde eine inhr« nationale Revue auf dem Kai abgehalten. Kontre- Admiral Hinke schritt die Front der Truppen ab, hielt eine Ansprache und dankte den fremden Offizieren. Um 3 Uhr erfolgte die Einholung der österreichisch-

ungarischen Flagge in Snda, sodann bie Einschiffung ber Truppen auf bem LloydschiffeAurora", welches in Begleitung des österreichisch-ungarische» Thurm- schiffeSWien", mit dem Kontteadmiral Hinke an Bord, sowie des Torpedofahrzeuge»Magnet" die Heimreise anttat.

Deutsches Reich.

»erlitt, 13. April. Se. Majestät der K a i s e r arbeitete, tote aus Homburg v. d. Höhe gemeldet wird, heute Vormittag mtt dem Chef des Civil- kabiuetS, Wirklichen Geheimen Rath Dr. v. Lucanus. Später empfing Se. Majestät den Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten D. Dr. Bosse, de« Professor Dr. Mommsen und den Baurath Jacobi, sowie hierauf den Abt Willibrord Benzler von Maria Laach.

Die eiseubahnfachwissenschaft- lichen Vorlesungen finde» im Sommer- Halbjahr 1898 in folgender Weise statt: In Berlin werden in Räumen ber Uniberfität Vor­lesungen über bie Nationalökonomie bei Eisenbahnen, insbesonbere baS Tarifwesen, und über ben Betrieb ber Eisenbahnen gehalten werben. DaS Nähere namentlich auch bezüglich ber Anm ldnng zu den Vorlesungen, ist auS dem Anschlag in ber Universität «»sichtlich. In Breslau erstrecken fich die Vor­lesungen auf Elektrotechnik, in Köln auf Eiseu- bahnrecht, insbesondere Eisenbahnverwaltungslehre, sowie auf Eisenbahnbetriebslehre.

Für die verlogene Art und Weise, mit welcher die Sozialdemokratie für sich Stimmung bei den Wahlen zu machen bestrebt ist, zeugt ein Artikel deS FachblatteSDie Graphische Presse" vom 8. April b. I. Bereits vor mehreren Jahren wurden verschiedene Redakteure sozialdemokrattscher Zeitungen zu empfindlichen Geld- und Freiheitsstrafen veruriheilt, weil fie in verleumderischer Weise dem General­sekretär be» Centtalverbandes deutscher Industrieller, Herrn H. A. Bueck, Worte über da» Derhäliniß der Arbeiter zu den Arbeitgebern in den Mund ge­legt hatten, bie Herr Bueck niemals gesprochen hatte. Jetzt wirb biese Verleumbung in derGraphischen Preffe" dreist wiederholt, obschon sie gerichtlich als Lüge nnb Verleumdung erwiesen ist. Wie wir hören, hat Herr Bueck alsbald Strafantrag gegen das genannte Blatt gestellt. Bei der komplizirten und langwierigen gerichtlichen Prozedur in solchen Dingen werden die Wahlen wohl längst vorüber fein, ehe bie Strafe ben Verleumder ereilt hat. Der Zweck ber Verleumdung wird erreicht sein!

Breslau, 13.April. Der CultnSminister hat seine Zustimmung zur Errichtung eines Mädchen- Gymnasiums hierselbst nicht ertheitt.

Auslimd.

Oefterreich-Uugar«.

Pest, 13. April. Hiesige Blätter melden aus Agram, Prinzessin Louise vonCobnrg, die fich in den letzten Tagen auf einem kroatischen Land- gute aufhielt, sd amtlich davon verständigt, daß fie au» dem Gesammtgebiete der Monarchie au»» gewiesen sd.

England.

London, 13. April. Meldung de»Renier'scheu Büreau»" au» Hongkong: Prinz Heinrich ist heute an Bord derGefion" nach Schangai in See gegangen. DieDeutschland" tritt die Wetter­reise erst später an.

Rußland.

Petersburg, 13. April. Der deutsche Bot­schafter Fürst Sabelin besuchte gestern den Stadt- hanptmann KleigelS und beglückwünschte denselben zur Bewahrung vor bem Attentate, welches ber ver- abschiedete Oberstlieutenant Ssawitsch vorgestern gegen ihn ansführen wollte. Die feierliche Beerdigung be» niebergeschofleneu Schutzmanns fand heute statt.

Aus Marburg und Umgegend.

Marburg, 14. April. Aus Madrid wird der BerlinerPost" telegraphirt, daß ein Vor­trag Professor Behrings über ein neues Heilserum gegen hochgradige Tuber­kulose, das er gefunden hat, ein allgemeines Aufsehen erregt Die versammelten Fachleute find der Meinung, daß die Behring'sche Entdeckung einen großen Fortschritt in der Heilung der Lungentuber­

kulose bedeutet. Großes Jnterefle erregte auch die Mittheilung Profeffor Finklers-Bonn über künst­liches @iweife, das berufen zu scheint, eine Umwälzung in ber gefantmten Volksernährung hervor­zurufen.

+ Todesfall. Am Ostersonntag starb uner­wartet rasch in München ber Profeffor Dr. Hermann Kämmerer. Derselbe war zu Mutterstabt in Rheinbayern geboren unb wandte sich später bem Studium der Chemie zu. An unserer Hochschule trat er im Sommersemester 1866 unter Professor Carins al» Assistent am chemischen Institut ein unb betleibete biese Stelle auch als erster Assistent bis zum Sommersemester 1870. Zu gleicher Zeit habilitttte er fich vom Wintersemester 1866/67 au bei ber hiesigen philosophischen Fakultät als Privat- bocent für Chemie unb gehörte so bem Lehrkörper unserer Hochschule bis zum Sommer 1870 an, nm bann in Nürnberg als Lehrer ber Chemie unb später als Professor unb Direktor des chemischen Labora­toriums am bayerischen Gewerbemuseum bi» zu seinem Tobe thättg zu sein. Al» solcher feierte er vor einigen Jahren fein 25 jähriges Jubiläum, unb ließen bie Berichte über biese Feier erkennen, in welch' hohem Ansehen Kämmerer in Nürnberg als Lehrer ber Chemie unb hochverdienter Direktor seines Labora­toriums stand, namentlich auch in der Beziehung, daß ihm bie gesummten sanitären Dinge Nürnbergs soweit hierbei chemische Fragen in Bettacht kamen, oblagen. Kämmerer war ein namhafter Chemiker nnb werben feine Verdienste als Gelehrter von anderer Seite gewürdigt werden.

4- Universität. Nach einem von uns schon erwähnten Erlaß des Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenhetten, betteffend die Verleihung des medizinischen Dottorgrades vor erlangter ärztlicher Approbation, ist die PromotionS- ordnung ber medizinischen Falkutät tote folgt ab» geänbert: 1. Die Verleihung des Dottorgrades in der medizinischen Fakultät darf in ber Regel erst er­folgen, nachdem ber Kanbidat bie Approbation als Arzt für das Reichsgebiet erlangt hat. 2. Aus­rahmen hiervon in besonberen Fällen (wie nament­lich bei Ausländem) zu gestatten, wo die vorherige Erfüllung jener Vorbebingung dem Kandidaten auS gewichtigen Gründen nicht zuzumuthen ist, bleibt den Fakultäten mit diesseitiger Genehmigung Vorbehalten. 3. Für Kandidaten, deren Zulassung zur Promotion vor dem 1. Oktober b. I. erfolgt, bewendet es bei den bisherigen Bestimmungen.

* Im Kaiser!. Postamt in der Universität» - st r a ß e ist von heute ab eine Telegraphen« Station eröffnet.

+ Städtisches. Am nächsten Montag, be» 18. April, Nachmittags 5 Uhr, findet im Sitzungs­zimmer des Rathhauses eint öffentliche Sitzung der Stadtverordneten statt.

* Die diesmaligen Controll-Bersammlungen hier in Marburg für die Mannschaften bet Stabt unb zwar, wa» für all' diese Frühjahrs« konttollversammlungeu gilt:

a) für di« Landwihrleute I Aufgebot» der Jahre»- klaffen 1885 bi» 1880 mit Ausnahme der in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1886 ringt» treten«« Mannschaften,

b) für d e Reservisten der Jahresklaffen 1890 bi» 1897, c) für die zur Disposition der Truppentyrile beurlaubten Mannschaften,

d) für die zur Disposition der Ersatz - Behörden ent» laflenen Mannschaften,

e) für sämmtliche sowohl Übung» pflichtige wie nicht übungSpstichttge Ersatz-Reservisten,

finden ans bem Kämpftase» nächsten Montag den 18. April a) Vormittag» 9 Uhr für die Reservisten der Jahresklaffen 1890 bis ein­schließlich 1893 das find bie in ber Zett vom 1. Oktober 1890 bi» 31. März 1894 eingetretenen Mannschaften (Jäger der Klaffe A vom Jahrgang 1885 ab); b) Vormittag» 11 Uhr für die Reservisten der JahreSklaflen 1894 bis einschließlich 1897 und für die Dispositions-Urlauber das find die in der Zeit vom 1. April 1894 bi» jetzt ein« getretenen Mannschaften sowie für die zur DiS« pofittou ber Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften; o) Nachmittag» 3 Uhr für die Mannschaft« der Landwehr I. Aufgebot» der Jahresklassen 1885 bi» 1890 da» find die in ber Zeit vom 1. Oktober 1885 bis 30. September 1890 eingetretenen bezw. in einer biefer Jahresklaffen zurückversetzten Mannschaften. Am Dienstag ben 19. April a) Vormittags 9 Uhr für sämmtliche Ersatz- Reservisten ber Jahresklaffeu 1885 bis 1897 (also solche, welche in ben Jahren 1865 bis 1877 geboten finb); b) Nachmittag» 3 Uhr für sämmtliche