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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Druck und Verlag: Joh. Au g. Koch, Universitäts-Buchdruckerei in Marburg. Verantwortlich für die RedaMon: Redakteur M. Hartmann in Marburg.

Expedition: Markt SI. Telephon 55. Redaktion: Markt 21. Telephon 55.

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Spanien und die Vereinigten Staaten.

Auf Cuba hat die spautsche Regierung rin Manifest erlassen, in welchem eS heißt, die Autonomie bedeute den Frieden und die Eintracht, schließe Niemand aus, und eröffne allen gesetzlichen Sestrebungen das Feld. ES gilt, das Vaterland gegen äußere und innere Gefahren zu vertheidigev. Die cubanische Verfassung ist verbesserungsfähig, die Majorität der Kammer wird über die eigene Regierung

utbiere Entscheidung treffen. Der Weg ist offen, für jede soziale Thätigkeit, der Augenblick, die Feindseligkeiten rinzustellen und die Eintracht herzustellen, gekommen.

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Ergreifen wir die Initiativ«, indem wir die Achtung kl Lebens gewährleisten, geben wir den Wünschen nach Frieden Ausdruck, und verzweifeln wir nicht, den Frieden aufrecht zu erhalten aus Liebe zu Cuba.

AuS Paris wird Folgendes berichtet:Sicher« Vernehmen nach hat sich die spanische Re» g i e r u n g, nachdem fie nacheinander die Bemühungen bet europäischen Mächte, die Verwendung der Haute Finance und die Vermittlung des Papstes ongerufen

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schwerere Zeit als selbst die spanischen Staatsmänner.

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nebst egister Text, festen,

gegangen, als irgend Jemand jemals geglaubt hätte. DaS genügt aber nicht; also haben die Kanonen das Wort. Der Krieg gegen die Ausländer ist dem Bürgerkrieg vorzuziehe». Was Europa betrifft, so wird es schon für seine Unterlassungssünden bestraft onden. Wenn es den Vereinigten Staaten, die

«IS Militärmacht aufzuspielen, so werden sie in alle ihre Handlungen jenes Element der Rohheit bringen, AR dem mau jetzt schon einen Vorgeschmack besitzt. Europa hat dann zu sehen, was eS daran hat. Die Vereinigte» Staaten wollen Cuba haben, weil fie aus der Insel mit großen Summen berheiligt find; gut, fie mögen kommen und sich eS nehmen; wir »erden suchen, eS so gut als möglich zu vertheidigen."

lleber die Lage in Washington vor der jetzt awt gewordenen Frage schreibt mau derKöln. Zig." na dort uvterm 21. v. M.: Mc Kinley hat eine

hat, damit auch für den Fall, daß der Krieg unver. «eidlich ist, mit Geschick und Glück die Eympathieen weiter einflußreicher Kreise gesichert/ Bon McKinley darf man zwar an fich schon annehmen, daß er

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' persönlich den Krieg nicht will; ttotzdem wird er ooraussehe» müssen, daß seine Botschaft die Spanier w die Mauer drängen und zum Kriege uöthigen s Annie. Alle Nachrichten aus Spanien laute» ei»- ' üdnmig dahin, daß die Nation auf den Krieg wie - auf ein unvermeidliches Uebel gefaßt ist. Im .Journal" läßt fich darüber ein Spanier mit bsttern Sestenhieben gegen Europa aus.Wir find so ruft er auf dem Wege der Zugeständnisse weiter

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»g wuvcn. zuscnu kV Den ÄDCieiniflicii sswuiui/ (2390 ^tr nut "ne Haudelsmacht waren, gestattet, fich

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(Nachdruck verboten.)

Getrennte Sterne.

Roman auS der Gesellschaft von H. Waldemar.

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Äend vor Jua's Abreise stand ihr deutlich vor dem «attn Auge und es hatte sich i« ihr die Gewißheit gesetzt, daß zwischen beideu irgend eine Verbindung ichehe. Welche? DaS zu ergründe», hmte fie fich fhgft vorgevomme» uud gelobte fie fich jetzt aufs neue. <B8 demselben Grunde versäumte fie auch, Ina zu teuachrichtigeu, daß Moudega'S Abreise verschöbe«

(ait Zwei Fenster nur waren erleuchtet »och bis gegen bergen und zwar lagen diese Fenster übereinander.

>°S oberste gehörte zu den Gastzimmern, dir Moudega lohnte. Er saß vor seinem Koffer und suchte

Der Freuudiu Küsse, ihre Erregung, dar Bestreben, . ,/ßch nichts merken zu lassen, zauberten bald Rose» (2w uns ihre Wangen.

dem, bet Später, nachdem sich die hochgehende Woge» der :a»ch oo« ÄedersehenSfrende gelegt, erschien auch Mondega und «heiligte fich in möglichster Unbefangenhett an dem besprach.

Daß Jua ntemalS das Wort an ihn richtete, Nt wohl nur Zufall, und daß Mondega mit über- gj/iu Zentra Lächeln, ja, gradezu triumphierend ihr gegtll- ibtt saß, glaubte Abrieuire fich «in,»bilden. Adrienne beobachtete die beiden scharf, fie sah mit eifersüchtigen hezujeb- legt» daher auch nicht ganz klar. Aber der letzte tl.Prosk- - ---- " " 1

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Maae» Dank JuaS Gewandtheit gestaltete fich der Nach- Süörunr eitN und der Abend nicht so tlostloS; dennoch K gtjt vhweien alle erleichtert auf, als die zehnte Abend- tttotti* ein Zurückzieheu möglich macht.

pachtet Bald lag das ganze HauS in Ruhe uud tiefstem

Er ist fteilich selber schuld daran; hätte er in seiner Dezemberbotschaft einen andern Ton angeschlagen, hätte er damals dem Lande eine Lektion darüber er» theilt, wie weit eS sich, selbst unter Zugrundelegung amerikanisch.! Verhältnisse, in die Angelegenheiten eines Nachbarland«» einmischeu dürfe, so könnte er heute ruhig dem Gebote seine» Gewissens folgen. Daß die amerikanische Diplomatie Weyler beseitigte, ging noch an, auch daß durch ihre Vermittelung Cuba eine liberale Verfassung erhielt. Verstände sie es noch, ein System ausfindig und der spanischen Re­gierung annehmbar zu machen, das der eingeschloflenen Landbevölkerung deS Westens, den Recoucentrados, Gelegenheit gäbe, ihrem Gewerbe nachzugeben, und fie so ihrem zweifellos schrecklichen Elend entrisse, so hätte diese Diplomatie alles getha», was eine schon über das Gewöhnliche hinauSgehende Auffassung ihrer Pflicht von ihr erwarten konnte. (Dieses Ziel ist vor einigen Tagen glücklich erreicht worden.) Aber Mc Kinley hat von Anfang an mehr versprochen und fühlt fich jetzt, wo die Ereignisse fich sehr gegen seinen Wunsch überstürzt haben, in der Klemme. Nach dem Untergänge beiMaine" schien er der Leitstern der Nation zu fein, zu dem sie in ihrem Unglück aufschaute. DaS ging einige Wochen, bi» die Regierung, durch unaufgeklärte Gründe bewogen, eine Wendung nach der kriegerischen Seite machte. Das Volk schloß fich natürlich sofort an. Als dann aber Mc Kinley, von der Kunst der spanischen Staatsmänner getrieben, einen neuen Schrstt that, diesmal rückwärts, und sich anschickte, einige der stolzen amerikanische» Schiffe aus dem Golf von Mexico ab» zuberufe», brach die Verwirrung herein. Er muß jetzt damut r büßen, daß er durch seine Botschaft, durch dieFlotteuansammlung" im Januar, durch die Sendung derMaine" den kriegerischen Geist gmährt hat, ob er gleich nie an ernstliche Verwickelungen ge. dacht haben mag. Er thut jetzt, was ein unfester Charakter in solchen Fällen thun wird: er legt dem deutlich ausgesprochenen Willen des Volkes gegenüber die Verantwortung auf andere Schultern.

Wie versichert wird, tauschen die europäischen Mächte jetzt Noten aus, die den Streit zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten betreffen.

DerPost" wird aus Washington gemeldet: Die Botschaft des Präsidenten Mac Kinley werde darlegen, Spanien habe seine vollkommene Unfähigkeit zu regieren bewiesen. Der amerikanische Handel habe Schaden erlitten. Die Existenz amerikanischer Besitzungen werde durch die gegenwärtigen Zustände gefährdet. Die Botschaft mache Spanien für den Unfall derMaine" ver­antwortlich. Sie mache zwar keinen direkten Vorschlag, aber gebe deutlich der Ansicht Ausdruck, daß eine bewaffnete Intervention die Ordnung uud den Frieden wiederherstellen werde. Die Botschaft

nach Papieren. Als er fie endlich gefunden, lachte er kurz, aber hohn voll auf. Sein verzerrtes Antlitz ließ nichts Gutes hoffen und die harten Züge, der boshafte Ausdruck in den kleinen Angen sagte genug.

In dem behaglichen Raum unter ihm saß Juanita am Kamin und b-ütete. Daß ihre Gedanken weit ab warm von Triumph, ersah man aus dem Zucken der geballten Hände, vemiethen die halblauten Worte, die fie auSstieß.

Von Zeit zu Zett, wen» fie gar zu sehr fie be­drängte», die nimmer abzuweisenden quälenden Ge» danke», wenn fie dem Angstgefühl, daS ihr Herz zu- sammeopreßte, zu erliegm drohte, sprang fie empor und ging, die Hände ringend, auf dem weichm Teppich auf und nieder.

Der heimtückische Geselle, beit man gewöhnlich Zufall nennt, hat Dir eines bösen Streich gespielt, Juanita!" sagte Mondega am andem Morgm nach dem Frühstück zn dem jungen Mädchen, das, blaß »nd übernächtig, die Spuren der durchwachten Nacht und der ausgestandenen Seelenkäwpfe, zum Frühstück gekommm, während der Hausherr und seine Gemahlin ihren häuslichen Verpflichtungen oblagen uud Adrienne von letzterer mit Beschlag belegt worden war.

Sie standm fich in dem kleinen Boudoir gegen» über, in welchem fie fich gestern zuerst gesehen.

Ohne zu antworten, wandte Juanita fich der Thür zu. Diese Bewegung verbunden mit de« ver­ächtlichen Ausdruck ihrer Augen, der ihn traf, be­raubten ihn momentan aller Befinnuvg.

Auf fie zustürzend, umklammerte er fest ihr Hand- gelenk und zwang fie bis zum Fenster zurückznkehrm.

Tu bleibst, ich befehle cs dir!

Da bäumte fich in ihr aller Stolz und fich hoch anftichtend, seinem giftigen Blick mit Hohheü begegnend, sagte fie:

empfehle nicht die Anerkennung der Unabhängigkeit Cubas, da die Aufständischen keine angemessene Re- gierungSform eingesetzt hätten. Die Botschaft, welche gleichbedeutend mit einer Kriegser­klärung sei, erkläre, die Vereinigten Staaten werden alle weitere» Verhandlungen einstellen und keine Vermittlung annehmen.

Eine Depesche desNew - Aork Herald" aus Washington besagt, der Krieg werde von den­jenigen für nnvermeidlich gehalten, welche den Inhalt der bevorstehenden Botschaft Mac Kinleys kennen. Diese Botschaft solle nach einer zweifels­freien Quelle eine Intervention mittelst Gewalt in sich schließen. Die Botschaft bilde eine Anklageschrift gegen Spanien von solcher Schärfe, daß die Fort- ührung der diplomatischen Beziehungen unmöglich scheine. Die formelle Abberufung Woodfords werde wahrscheinlich gleichzeitig mit der Uebergabe der Bot­schaft an den Kongreß erfolgen.

Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wurden benachrichtigt, daß Schiffe nach Havanna entsendet worden seien, um den amerikanischen Generalkonsul Lee und die übrigen Konsulats- beawten an Bord zu nehmen, sowie auch alle Amerikaner, die Cuba zu verlassen wünschen. Lee telegraphiite aus Havanna, daß int Falle einer Kriegserklärung es unmöglich fei, die amerikanischen Staatsangehörigen vor Sonntag von Cuba zu be­fördern.

Umschau.

Der Werth der öffentlichen Ver- sammlungen wird von der Sozialdemo­kratie sehr niedrig eingeschätzt, das zeigt fich bei einer Besprechung des verlorenen Berliner Schuh- macherstreikS. Trotz der Abmahnung der Vertrauens­männer hatte eine Schuhmacherversammlung den Fortbestand des Streiks beschlossen und darum schreibt derVorwärts":Die in öffentlicher Ver­sammlung zusammengekommene Masse, von der gar nicht konttollftt werden kann, ob nicht unter ihr Leute fich befinde», die aus selbstsüchtigen Interessen für den Streik stimmen .... beschließt, weiterzustieike-t. Das ist aber ein Organisationsfehler . . ." Der Vorwärts" ist also Gegner der Oeffentlichkeit in diesem Falle; er spricht sehr despektirlich von einer zusammengekommenen Masse" und meint ketzerisch sogar, ein Streik könne aus selbstsüchtigen Interessen geschürt werden. Ob nicht im Stillen die leitenden Genossen" über p o l itisch eVolks".Versamm­lungen und politische Jntereflenselbstfucht in ihrem Lager ähnlich denken mögen?

Von interesfirter Seite wird aus» Nene der Ver­such gemacht, Mißttauen gegen die Erhebung

Du hast mir nichts zu befehlen, daS weißt du! Wozu also die Komödie?"

Weil ich klar sehen will."

Dazu hattest du Zeit, als du"

Sprich da» Wort nicht auS, oder" rief er drohend, mit wuthverzerrtem Seficht.

Juanita zuckte nicht mit der Wimper, obwohl seine rollenden Augen ihr ganz nahe waren, fein keuchender Athem ihr Antlitz berührte und er die ge­ballte Faust erhob, wie um damit ihr Geficht zu treffen. Sie zuckte nicht und wich auch nicht um Haaresbreite zurück, denn fie wußte, daß Schwäche zeigen jetzt, in diesem Augenblick, gleichbedeutend fein mußte mit völliger Niederlage.

Sie kräuselte spötttsch ihre Lipven, was nm so ausdrucksvoller wurde, al» die Oberlippe fich in die Höhe zog und die köstlichen, weißen Zähne sehen ließ.

Mondega's Wuth flieg aus» äußerste.

Over?" fragte fie.

Oder ich mache dich unmöglich hier!"

Das würde aus Gegenseitigkeit beruhen, »m mit bem Unterschied, daß man Dir ein- für allemal die Thür weisen, mich aber bedauern und doppelt lieb gewinnen würde."

Schlange!" zischte Mondega.

Ei, hierher habt Ihr euch zurückgezogen? Ich bin gekommen, um Ihne» meine schöne Freundin zu eniführen, Herr Mondega," rief Adrienne, die, zum Ausgehcu gerüstet, unter der Portiöre erschienHier habe ich Dir gleich Hut und Handschuhe mitgebracht, Jua. Wir wollen im Pfarrhaus unten einen Besuch machen. Mama hat mir allerhand für den Herrn Pastor aufgetragen und dabei kann ich de» Wunsch Dora Werveck'S erfülle», die darauf brennt, Dich kennen zu lernen."

Und mich verbannen Sie auS Ihrer Nähe, Kom-

d er ProduktionS statt st ik zu säen und zwar dadurch, daß man daraus hinweist, daß das an da» ReichSarnt des Innern einzusendende und dort zu sichtende Material zu neuen Steuerprojekten verwendet werden würde. Wir können diesen Versuch, die pro­duktionsstatistischen Arbeiten zu stören, nur als eine au» pers örtlichen Interessen hervorgehende Schädigung wichtiger, gemeinwirthschaftlicher Auf­gaben und als eine unbedingt grundlose Verdächtigung bezeichne». ES ist amt­lich die ausdrückliche Zuficherung ertheilt worden, daß da» gesammte Material geheim gehalten und »ach feiner Zusammenstellung für die Produktionsstatistik sofort vernichtet wird. ES ist von allen Seiten an­erkannt, daß die ProduktionSstatistik eine unbedingt »othwendige Vorarbeit für unsere handelspolitischen Maßnahmen bildet, und es wurde sogar ein be- sondere» produktionsstatistisches Amt verlangt. Wenn jetzt von gewisser Seite der Versuch gemacht wird, die Feststellung der Gesammtproduktio» in den ein­zelnen Industriezweigen überhaupt zu verhindern, so könne» hierfür nur Gründe maßgebend fein, die mit dem Gemeinwohl nichts zu thun haben.

Aus einer Zusammenstellung de» deutschen Land- wirthschaftsratheS über die Zollsätze für Vieh «nd thierische Produkte In 25 Staaten der Erde ist zu ersehen, wie schlecht in vielen Fällen Deutschland bis jetzt abschneidel. Für Schinken beispielsweise erhebt Britisch Indien 159 M., Vereinigte Staaten 46, Deutschland 30 M. (in Vertragsländern nur 12 M.) Zoll für 100 Kilogramm; für Wurst- waaren: Griechenland 127, Rumänien 81, Frank­reich 57, Schweden 56, Deutschland 20 M.; für Schweineschmalz: Rumänien 113 M., Oester­reich-Ungarn 32 M., Schweden 22 M., Deutschland 10 M.; für Eier die Vereinigten Staaten 35 M., Norwegen 22,50 M., Frankreich 5 M., Deutschland 3 M. (in Vertragsländern gar nur 2 M.; für lebendes Geflügel: Vereinigte Staaten 29 M., Frankreich 16 M., Deutschland nichts; für tobte» Geflügel: Vereinigte Staaten 46 M., Rumänien 32 M., Norwegen 28 M., Deutschland 12 M.; für Butter: Britisch Indien 220 M., Vereinigte Staat' n 45 M., Argentinien 40 M., Deutschland 16 M.; für Ä 5 f e: Britisch Indien 185 M., Por- tugal 135 M., Griechenland 95 M Argentinien 81 M., Rumänien 61 M., Bereinigte Staaten 55 M, Norwegen 40 M, Deutschland 20 M.

Ehre dem Zuchthäusler!" Mit diesen Worten begrüßt dieSächfische Arbeiterzeitung" die Entlassung des Bergarbeiters Schröder, welcher wegen Meineids zu einer zweiundeinhalbjährtgen Zuchthausstrafe verurtheilt war. DerVorwärts" widmet demGenossen" einen Leitartikel «nd nimmt

tefle?" sprach Mondega schmelzend weich.DaS scheint Ihnen sehr leicht zn werden."

Es scheint so, fteilich," meinte Adrienne, unter feinem heißen Blick über und über erglühend.Aber wirklich, wir können keinen Herrn bei unserer Mission brauchen."

Aber ein Stückchen Wege« begleiten darf ich Sie doch?"

Pfui, Sennor, wer wftd so aufdringlich fein? Ein Herr muß immer wissen, wann seine Anwesenhett angenehm ist oder nicht!" bemerkte Ina und sah nicht ohne Genugthunng, daß fie de» Verhaßten ge­troffen hatte.

Ich danke für die Belehrung. Da ich aber bis­her stets de» richtige« Weg eingefchlagen habe, wird es mir auch ferner gelingen. UebrigenS hat doch in dieser Sache unsere liebenswürdige Wirthin zu ent­scheide«. Sprechen Sie, Adrienne, pardon, gnädige» Fräulein, find Sie auch so grausam wie Ihre schöne Freundin?"

Ach, laßt un» doch uicht lange stretten. Seht den herrlichen Morgen, die Sonne, wie fie lockt und lacht. Wir wolle» uns beeilen, hinauSzukommen und die köstliche Lust eiuzuathmeu!"

Und ich?'

Mondega »ertrat Adrienne den Weg. Sie wollte entrüstet auffahreu; da füllte fie feinen Blick forschend, bezwingend aus fich ruhen. Unwillkürlich, wie unter magischem Banne, hob fie die Wimpern zu ihm empor uud unter dem Einfluß des heißen, versenkenden Strahle», der ihr entgegenloderte, der ihr, wie so oft schon, rasendes Herzklopfen brachte,

fagt« fie: _.

Nun, ich denke, bi» zur Lichtung können Sie

«ns wohl begleiten!"

(Fortsetzung folgt.)