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Zweites Blatt.

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Mmwmchte

Darum nochmals die

und

und

.HL 76

Telephon 66.

Erscheint täglich außer an Werktagen. nach Sonn- und Feiertagen. Quartal-Abonncments-Preis bei der Erpr- dttion 2 M., bei allen Postämter it 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zelle »b«r bereu Raum 10 Pfg.. Reklamen für die Zeil» 28 Pfg.

zu Marburg auf bett Gehalt an den garantirten Pflanzen^ Nährstoffen (Düngstoffen) untersuchen bqw. nachprüfen z« lassen. In den allermeisten Fällen rächt sich die Unterlassung der erwähnten Nachprüfung schwer; der Lässige muß oft seinen gekauften Dünger viel zu theuer bezahlen. Alljährlich gehen der heimische« Landwirthschaft große Summen durch dieses sorglose Unterlassen der Untersuchung verloren. ES betrifft diese Thatsache hauptsächlich de» Handel mit Thomas­mehl. Die statistischen Zusammenstellungen unserer Versuchsstation zeigen, daß im laufenden Betriebsjahre 1897 98 42% aller Thomasmehlproben, (210 von 497) die unter Angabe der Garantiezahl eingeliefert waren, einen Mindergehalt aufwiesen, der sich von ll2 bis 5,1 Prozent erstreckt und im Mittel 1,5 Prozent beträgt. Nimmt man an, daß jede mit einem Garantieschein belegte Probe einem Bezugsquantum von mindestens 200 Ctrn. entspricht, so ergiebt sich, daß hin­sichtlich der durch Proben bei unserer Versuchsstation vertretenen Lieferungen 630 Centner Phosphorsäure im Werthe von 7245 M. zu wenig geliefert waren, welche wenigstens zum größte» Theil von den Käufern den Lieferanten in Abzug gebracht wurden. Man sieht, eS ist schon ein ganz nettes Sümmchen, das bei dem Thomasmehl allein auf dem beschränkten Gebiete unseres Bezirks durch die Nach. Prüfung seit; ns der Versuchsstation der Landwirth. schäft erhalten blieb. Die Summe wird natürlich viel größer, wenn man sämmtliche Düngemittel, die unter Garantie verkauft werden, mjt |n den Bereich der Berechnung zieht.

Bedenkt man uun, dqß nur höchstens ein Drittel dcS verkauften Thomasmehls zur Nachuntersuchung kommt, so kann man sich »ach dem G> sagten in un­gefähren Zahlen selbst berechnen, wie viel die Land-

relativen Höhe an wozu man durchaus berechtigt ist, da besagte 31 Waggons aus demselben Mahl­werke und von derselben Produktion stammten io ergiebt sich für diese 19 Waggons ein Fehlbetrag von 43,37 Ctr. Phosphorsäure im Werthe von 498,70 oder rund 500 Mark. Dieser Betrag ging 6e Käufern durch ihre Bequemlichkeit und Nach- lasfigkeit verloren; die Summe wurde einfach dem Werke geschenkt.

Wenn ein Landwirth ein Pferd, ein Stück Rind- Vieh unbesehen kaufen wollte, so würde man denselben mit Recht für einen leichtsinnigen Menschen halten; noch viel mehr ist aber Leichtsinn, ein Düngemittel oder auch ein Futtermittel oder eine Saatwaare, denen man nicht die Mängel ansehen kann, wie einem Stück Vieh, unbesehen, d. h. ohne es. auf seinen Gehalt geprüft zu haben, zu kaufen. Der Landwirth mache es sich zur Pflicht, für jedes Düngemittel, für jedes Futtermittel sich vom Lieferanten einen bestimmten Gehalt s ch r t f t - lich garautiren zu lassen; er nehme ferner kein Düngemittel, kein Futtermittel in Gebrauch, ohne eme richtig gezogene Probe zur Prüfung an die Per. suchsstatiou gestickt zu haben. Er wird auf diese Weise manche Verluste von sich fern halten können; er wird und das ist vom ethischen wie vom

sozialen Standpunkte aus nicht zu unterschätzen das Seinige mit dazu beitragen, daß der Handel mit Düngemitteln »nd Futtermitteln immer mehr in reelle Bahnen geleitet und unreellem Gebühren der Boden untergraben wird.

Welche Gefahr die Landwirthe laufen, beim Ankauf von ThomasphoSphatmehl betrogen zu werden, geht aus nachstehender Mittheilung hervor.

-3m Rheinland, in Gegenden am Main (und ver« muthlich auch anderwärts) wird Thomasmehl in gröberem Umfange an die Bauern und kleineren Land­wirthe »ach dem Centnerpreife verkauft, ohne daß eine Gehaltsgarantie übernommen wird. Die Lieferung erfolgt in solchen Fällen natürlich nicht in hochprozentiger, sondern in möglichst niedrigprozenttger und zwar meist ausländischer Maare, ohne Zeichen auf den Säcken.

Frankfurt, 28. März, (wetreidemarkti. Am heutigen Wochenmarkt gestaltete sich dar Angebot von Land- weizen knapp zu erhöhten Forderungen, die indessen nicht voll durchzrsctzen waren, sodaß sich Umsätze in sehr engen Grenzen bewegten. Landroggen fehlt Aurländische Biod- fiüchle für Bedarfszwecke zu unoeiänderten Preiien mäßig umgesetzt. Gerste geschäftslos. Hafer knapp und höher bei schwierigem Geschäft. Mais unverändert und fortgesetzt gut gefragt. Es notiren nach Qualität: Weizen, hunger und Wetterauer £0,80-21,10, kurhelsiiche: Rtt. 00,00-00,00, norddeutscher 00,00-00,00, russischer Mk, 21,00-22 00. Redwinter Mk. 21,50-22,00, Laplata Mk. 00,00-00,00, KansasMk.21,50- 22,00, Roggen, hiesigerMk. 16,65-15,75 Pfälzer 00,00 - C0,00, Westernroggen 16,70-16,00, russischer 15,25 bir 15,80, amerikanischer Mk. 00,00 00,00, Gerste hiesig« l 8,25 -18,50 Mk., Pfälzer 19,50 20,25 Mk., fränkisch, Mk. 00,00, Riedgerste Mk. 19,00 19,75, ungarische Mk, 00,00 bis 00,00, Hafer, hiesiger, Mk. 15,00 bis 16 25. bayerischer Mk. 15,00-16,50, russischer Mk. 15,00-16,50, amerikanischer Mk. 15,25 bis 16,00. Mais, mixed Mi. 9,8510,00, Donaumais Mk 10,60-11,00, Laplata Mk 10,60-11,00 Alles per 100 Kilo netto effektiv loco hier. - Mehl fest. Es notirt nach Qualität: Weizenmehl, hiesiges Nr. 0 Mk. 29,60 bis 31,00, feinere Marken 33,00 dir 34,00, Nr. 1 29,0030,00, feinere Marken 30,00 bis 30,50, Nr. 2 Mk. 27,50-28,00, feinere Marken Mk. 28/6 bis 29,00, Nr. 3 26,00-26,50, feinere Marken 27,(0 bis 27,50, Nr. 4 24,00 24,50, feinere Marken 24,75-25,50, Roggenmehl, hiesiges Nr. 0 Mk. 24,00-25,00, Nr. 1 Mk 21,5022,00, Nr. i Mk. 16,00- 16,50. Alles per 100 Ale mcl. Sack loco hi«. Futterattikel stark cegrhrt und fest. Es nottren: Wetzenschalen M. 4,60-4,75, Weizenkleie Mk. 4,35-4,50 Roggeukleie 4,704,85, Futtermrll 5,75 bis 6,75, Biertreber, getrocknet, Mk. 4,75 - 5,00 je nach Qualität. MeS ver 60 Kilo netto effektiv loco hier.

Frankfurt a. M., 28. März. (Viehmarkt.) Der heuttg« Viehmartt war mit 357 Ochsen. 42 Bullen, 748 Kühen, Rindern und Stieren, 306 Kälbern, 263 Hämmeln, 1173 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. 66 - 68 Mk., 2. Qual. 60 bis 63 M , Bullen 1. Qual. 51 54 Mk., 2. Qual., 47 bis 48 Mk., Kühe, Rinder und Sttere 1. Qual. 59-61 Mk., 2. Qualität 47-49 Mk. Alles per 50 Kilo Schlacht­gewicht. Kälber 1. Qualität 72 - 75 Pfg., 2. Qual. 62 bis

66 Pfg. Hämmel 1. Qual. 60-62 Pfg., 2. Qual. 50 bis

54 Pfg. Schweine 1. Qual. 60-61 Pfg., 2. Qual. 58 bis

60 Pfg. Alles per */a Kilo Schlachtgewicht. Aus Oester-

reich standen 28 Ochsen zum Verkauf.

Kaust auch möglichst hochprozentige Waare (mit miudesteuS 18 pCt. Phosphorsäure) sonst wird der

Unter den in Marburg täglich erscheinenden politischen Zeitungen ist di,

Lasset untersuchen!

| Eine Mahnung au» der Versuchsstation Marburg.

ES beginnt jetzt die Zeit, i» welcher der Laud- D«th an den Ankauf der künstliche» Düngemittel für «e Frühjahrsbestellung denkt.

Ms» halte es nicht für überflüssig, wenn hier abermals der Mahnung Ausdruck gegeben wird, daß »in Landwir-H es versäumen möge, den gekaufte» Dünger bei der laudwirthschaftlichen Versuchsstation

Oberhessische Zeitung" mit htm Kreisblatt für die Kreise Marburg Kirchhain sowie JllustrirtcS Sonntagsblatt

Brauereien oder Gastwirthschaflen zusammengekaufte Bicrrefte verschiedenster Herkunft verwendet werden, durch wiederholte Wasseraufgüsse eine Reihe von Ab­kochungen unter einigem Hopsenzusatz gemacht und in den Gährraum gebracht, wo sie mit oberjähriger Hefe angestellt, oft schon am selben Abende, in der Regel aber am nächsten Morgen als vcikaufsbereitesBier- gelten. Oft vollzieht sich dieseBierbereitun8* noch einfacher, indem Leute, die überhaupt über keine eigentliche Bctriebsstätte verfügen und niemals mit dem Braugewerbe technisch in Berührung gekommen sind, einige Hcktoltter Lagerbier laufen, durch Wasser- Zusatz bis auf das Fünffache verdünnen und diesem Wasserbier mittels Saccharin den die Schalheit ver­deckenden süßen Geschmack verleihen; alles auf kaltem Wege. Je nach dem Zusätze von Saccharin und Farbe steht dann schließlich eine bunte Musterkarte von Bieren zur Verfügung, die unter verlockenden Namen, namentlich solchen wieMalzbier",Kraft­bier",Gesundheitsbier",Ammendier" und bergt, leider nur allzu erfolgreich vertrieben werden.

Ziehungslisten der König!. Preuß. Klassen Lotterie die gelcsenste und am weitesten verbreitete. Mit dem I. April 18 98 beginnt auf sie ein neues Viertel­jahr» - Abonnement. DieOberhessische Zeitung" hat t» sich in erster Reihe zur Aufgabe ge­stellt, einzutreten für die Macht nnb daS Ansehen von Kaiser und Reich, für Thron, Vaterlaub unb Altar I Di« Oberhessische Zeitung" ist bestrebt, überall, wo üe nur gelesen wirb, da» nationale Bewußtsein, Treue zur Monarchie, Liebe zum Vaterlande, Gottesfurcht und religiösen Sinn, wie Achtung vor unseren Gesetzen und be­währten staatlichen Einrichtungen zu fördern! TieOber­hessische Zeitung" sucht die» Ziel durch gediegene, sachlich gehaltene, populär geschrieben« Leitartikel zu er­reichen, In itrer RubrikUmschau" wird sie wir bisher Au« Uebersicht üb«r die wichtigsten Tsgrsereigntsse auf dem Gebiete der ir neien und äußeren Politik und deren Be­sprechung bringen, und die Vorgänge in den Parlamenten, in Reich und Staat, unter dem Tagesbericht wie bisher zpsammenftellen. Durch ihre Verbindung mit der Con­tinental-Telegraphen Eompagnir in Berlin ist dieOber- hessische Zeitung" in der Lage, ihren Lesern in Original Telegrammen die neuesten Ereignisse im In- und Ausland« unverzüglich zur Kerntniß zu bringen.

D«n Vorgängen in unserer Provinz, wie dem lokalen Theil« wird dieO b r r h e s s i s ch« Z«t t u n g" ganz be­sondere Aufmerksamkeit widmen, auch wird sie nicht nur durch ein gediegene» Feuilleton, wir durch Zusammen stellung unterhaltender verschieden er Nachrichten für ihre Leser Sorg« tragen, so dern, wir einertheilr den Vorgängen auf dem Gebiete von Kunst und Wissenschaft, so andere:- seitS dem volkswi t schaftlichm unb landwirthschaft- lichen Interesse durch einschlägig« Veröffentlichungen thun ltchst «ntgegeuzukommen allezeit bestrebt sein.

Inserate finden, die sechrspaltige Zeile 10 Pfg., bei der ans.hnlichen Auflage derOberhesfischen Zeitung" in derselben die geeignetste und weitest« V«r- brritung. Dadurch, daß alle Staat»« und Kommunalbehörden des Bezirk» di«O b«r h«s s i s ch r Z r i t u u g" zu ihren Bikanntmackungen benutzen, ist da» Halten derselben von «stlprechei dem Nutzen für jeden Leser.

Erinnere sich Jeder, daß demnächst die Wahlen zum Reichstage, wie rach ihnen die Wahlen »um Landtage besorstehen. Angesichts derselben ist «» für jeden ruhig und sachlich denkenden Politiker S N r r l ä ß l i ch, eine Zeitung zu hahrn, die, alle demagogische BolkSverhetzung, all» Sensationslust und alle Entstellung der Ding» vermeidend, den Wähler üb« di« polittschen Bor- Sänge auf d«m Lausenden hält, und ihm im Geg«nsatz zu den Zerrblldern rtn«r skruppellosen Hetzpresse «in wahres Bild b«t Ereigniff« auf dem Gebiet« der inneren »nd äußeren Politik bietet. Sine solch«Zeitung ist di,Oberhessische Zeitung".

Schließlich bitten wir unsere L«s«r, Freund« und Gönner, unter ihren Bekauutenkreisen für di« Weiter Verbreitnng derOberhesfischen Zeitung" thun- lichst Mitwirken und so auch ihrer-eitS Helftt und Förderer ckner nationalen und loyalen Politck fein zu wollen, einer Politik, dir sich aller Umstürzler ischm Tendenz der heutigen Zeit gegenüber tteu bleibt in der Devise:Mt Gott für Gasser und Reich, für König und Vaterland!*

Marburg, im März 1898.

Die Erped. derOberheff. Zeitung"

33. Jahrg.

Telephon 55.

Marburg

Donnerstag, 31. März 1898.

Es werde» ferner in der Eifel, Hunsrück und benachbarte» Gebieten die Thomasmehl - Säcke von früheren Lieferungen der Mitglieder desVereins deutsch österr. Thomas Phosphatfabriken, Berlin" auf­gekauft, und diese mit Zeichen und Gehaltsgarantie versehenen Säcke werden Händlern augeboten zu dem ausgesprochenen Zwecke, dieselben zur Füllung und Veräußerung geringerer Waare zu benutzen."

ES liegt auf der Hand, daß es bei dem ge­schilderten Berkaufsverfahre» auf de» Geldbeutel des

fntnf, _____ ,___Gttt«bitt0U btcfcS Blatt-S,

Jotoie bie Amwncen-Bureaux von Haasenstein & Voaler in tjranffurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien: Rudolf Daube &Ä Bttlin, München u. Köln, C. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris

wirthe in Folge der Unterlassung der Nachunter­suchungen für ihre Kunstdünger pr viel bezahlen müsse», lediglich durch ihre eigne Schuld, durch ihre unaugebrachte VertrauenSseligkeft oder Gleichgittigkeit.

ES ist wohl einem jede» bekannt, daß ihm bet Bezug eines bestimmten Quantums a» Düogemittel» daS Recht auf freie Analyse zusteht; von vielen Firmen wftd dem Käufer ein Schein auSgehäudigt, bet für die kostenfreie Analyse gutsagt. Der Käufer hat also, um gegen Verluste durch Mindergehalt ge- schützt zu sein, keine weitere Mühen und keine weiteren Koste», als die der Probenahme und der Zusendung an dir VersuchSstatton. Weil man die Firma, von der die Waare gekauft ist, als eine reelle kennt, glanbt man oft sich die Mühe der Probenahme sparen zu können. D-r betr. Händler stellt ja das Dünge- mittel nicht selbst her, er weiß also nicht, was die Waare enthält; er verläßt sich auf die Richtigkeft der,,^----------------

Garantie Seitens seines Lieferanten und in vielen Käufers abgesehen ist. Fällen auch auf die von seinen Abnehmern veraulaßte' Mahnung: Kontrolanalyse. _ Unterbleibt diese, dann hat bet |

Bom Büchermarkt.

***Di«Roman weit" beginnt lhr neue» Quartal wieder überaus oteloersprechend. Der sührevde Roman, den sie veröffentlicht,Der Zug nach dem Osten" von einem jungen, offenbar sehr begabten Autor, Franz Sperber, erregt und spannt dar Interesse durch den Boden und die Situationen, die er uns schilvert. Neben diesem Werk fesselt eine feine Novelle von Erik Skram, .Agnes Vtltrup". Flotte Abwechslung bringt in den Ernst ein frisch und fesselnd geschriebener enalisch-r Roman Lieb srebellen" von Roy Teilet.

Köstritz, im Furstenthum Reuß j. L gelegen, gehört M den kleinsten, jedoch nicht unkedentendsten Siebten des Reiche». Außer den Fachlehianstalten, dem landwirlh- schaftlichen Institut, der Gärtneischule, welch; zu den stärkst besuchtesten in ganz Deutschland gebären, besitzt Köstritz grofee Gärtnereien, ein Sand- und Mineraldcd und die fürstliche Brauerei, welche das berühmte Köstritzer Schwarz­bier braut, was von Bleichsüchtigen, Wöchiie! innen und Ammen als eines der wichtigsten Heil- und Stäikung»- mittel gerühmt und gepriesen wird Von allen ärztlichen Autoritäten ist die heilsame Wirkung des Köstritzer Bieres rueikannt worden und wird ihm besonders feine heilsame Wttkung auf die Verdauung und den gel. mmtcn Stoff- emsatz nachgerühmt. Möge Keiner, der seinem K ö per eine Stärkung angedeihen lassen will, verläumen, sich in den Niederlagen der Köstritzer Brauerei diesen Labetrunk zu holen. Die Bezugs qu llen find au» dem Jnseratenthetl leicht zu ersehen.

«x. v s. ------7 tz' --I Kauft niemals lediglich »ach Eentneto, fondeto

Konsument^den Schade« davon, wenn ei» Minder- »ach dem Gehalte des Thomasmehls; ihr dürft

»«Äm » * .rn <. nicht fragen, was kostet 1 Etr. Thomasmehl, sondern

^"tiMtnSseligkeit und die Gleich-! ihr müßt ftagev, was kostet 1 Pfund oder 1 Kilo

gilhgfeh ber Sanfer geht, dafür ein Beispiel aus Phosphorsäure und wieviel davon solle» in 1 Etr. unserer Praxis. Eine Düngemittelhaudluug zeigte enthalten sein.

im vorigen Jahre der Versuchsstation an, daß sie 31 Waggons Thomasmehl an Laudwirthe iw Regierungsbezirk Cassel abgesetzt habe und schickte Gutscheine für jede» Waggon ein, auf Grund deren den Einsendern die Proben auS den betr. Waggons kostenftei analysirt werden sollte». Bo» diese» 31 Waggon» gingen nicht mehr als 11 Proben ein, die Empfänger der andere» 20 Wagen hielten bis auf einen die Nachuntersuchung für uuuöthig, obwohl sie durch Schreibe» der BersuchSstatioa auf das Bedenk­liche deS NichtuntersuchenlafsenS aufmerksam gemacht und im eigenen Interesse ersucht wurde», Probe» ciuzusende». Auf diese Mahnuugeu hin ging sage und schreibe eine einzige Probe ein, 19 Waggons blieben urig-prüft, wurden also von de» Konsumenten nach dem fakturirten Gehalte bezahlt. In den 31 Waggons = 6645 Centner Thomas- tneljl waten in Summa 1123 Centner Gesammt- Phosphorsäure garanlirt und für die Bezahlung in Rechnung gebracht; die untersuchten 12 Waggons = 2610 Ctr. Thomasmehl mit dem garantirren und fakttrrirten Gehalte Don 439 Ctr. Gesammt PhoSphor- säure enthielten in Wirklichkeit laut Analyse nur 411,45 Ctr Phosphorsäure, also 28,05 Ctr. Phosphor­säure im Werthe von 322,58 Mk. zu wenig. Nimmt man für die nicht untersuchte» 19 Wage» Thomas- mehl einen Fehlbetrag au PhoSphorsäure in derselben

Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirckbni»

Druck «bBtttt»,.,. Ii» «och, Univerfität-Mtchdruckerei in Marburg,

MdtiM wb Erpedition: Markt »1. tzvVNMilgKpMtt. «ttmtworlich für bi« Redaktion: Redakteur M. Hartmann

__________________ o ________________ in Marburg.

Preis von 1 Kilo Phosphorsäure durch die Fracht zu theuer._______________________

Vermischtes.

Berliner Bierfälschnnge». In einem Gutachten des Vereins bet Stauer ei en Berlins und Umgebung an den dortigen Polizeipräsidenten wird über Verfälschung deS Bieres mit Saccharin, Glycerin usw. mitgetheilt, daß in weiteren Kreisen kaum eine Vorstellung davon herrsche, welche außer­ordentliche, geradezu systematisch betriebene Ausdehnung diese BierveifälschungkN genommen haben, und welche Gcfahr sie für die Allgemeinheit und die berechtigten Interessen deS Berliner Braugewerbes bilden. Nach zu­verlässige» Er Mittelungen giebt es in Berlin mehr als 40 solcher gemeingefährlichen Brauereien*. Außer dem bei ihnen sehr be­trächtlichen HauS- oder Jungbierverkaufe sollen sie jährlich noch di» 200000 Hektoliter mit Fuhrbetrieb absetze». Etwa 150 bis 200 Bierwagen solcher Brauereien" solle» in den Sttaßeu Berlins und seiner Bororte umherfahren. Von der Bettiebsweise entwirft daS Gutachten folgende Schilderung. Danach werde» gewöhnlich in einem ost Waschküche» ähnlichen Raum aus einem Maischquantum, wozu oft nur aus