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Erstes Blatt
bie es braucht zum Schutze des Vaterlandes, zur Wahrung seines Ansehens im Rathe der Völker, zur Förderung seiner wirthschaftlichen Bestrebungen und zur Beschirmung der Deutschen im Auslände.
In den Bau des Deutschen Reiches ist damit auf'8 Neue ein Eckstein gefügt, der dessen Festigkeit und Tragkraft stärkt. Denn nicht Machtbegier und Ruhmsucht sind die Beweggründe, die das Flottengesetz an's Licht getrieben haben, sondern die klare, weitschauende Erkenntniß der Rothwendigkeit, wie sie der Blick in die VergangeuheU gelehrt und die Zukunft uns mahnend weist: das Deutsche Reich, das im Donner der Schlachte» die in seinen Heeren ver- körperte Volkseinhest errungen hat, muß eine Kriegsflotte sein eigen nenne», die das mit blutigen Opfern erworbene Gut im Wettstreite der Nationen wahrt und mehrt.
Vor eine große Aufgabe wurde von den verbündeten Regierungen die Volksvertretung gestellt, und der große Moment fand kein kleines Geschlecht. Wie in immer weiteren Kreisen der Nation die Uebe^eugnng Wurzel schlug und wuchs, daß es hier sich um eine Lebensfrage für Deutschland handle, so schaarteu sich auch im Reichstage immer mehr Abgeordnete um das ragende Palladium, das die ver- bündele» Regierungen mit dem Flotteugesetze auf- gepflanzt hatte. Die sachlichen Gründe, die für die Vorlage sprachen, fanden bei dem Patriotismus und der Einficht des Parlaments williges Gehör. Dem Reichstage, dessen fünfjährige Periode sich nunmehr zu Ende neigt, werden seine Thateu einen dauernden Deckst in deS Ruhmes setzen: die Heeresreform von 1893, daS Bürgerliche Gesetzbuch von 1896 und das Flottengesetz von 1898 sind Marksteine am Wege, bett unser Volk zu wandeln berufen ist, und wenn nicht alle Zeichen trüge», wird auch die wichtige Reform des Militär-Strafprozesses diesem Reichstage gelingen.
Ein Jeder, der iu und außer dem Reichstage an feinem Theile mitgearbeitet hat, daß Deutschland nun eine starke Flotte erhält, wttd sich durch das Bewußtsein belohnt finden, daß er für ein großes nationales Werk seine Kräfte eingesetzt hat. Voll wird freilich die Bedeutung dieser That erst in d-r Zukunft zur Geltung kommen, aber schon heute haben wir den Beweis, daß unser Volk, so zerklüftet eS in Einzelfragen auch ist, fest und energisch dann zu- sammenhält, wenn die Macht, die Sicherheit und die Wohlfahrt des Reiches auf dem Spiele stehen. Das ist ein Gewinn für unser innerpolitisches Leben, der uns den Muth auch in ttüben Tagen stärken wird,
Die Annahme des Flotten-Gesetzes wird heute von allen angesehenen Blättern besprochen. So schreibt die „Köln. Ztg.':
„Für das inncrpolitische Leben erwächst aus der Annahme des Flotte»gesetzes der Gewinn, daß eine grundsätzliche Opposition nun aufhören muß, den Ausbau der Wehrkraft zur See zum Tummelplatz skrupelloser Verdächtigungen und uferloser Verhetzungen zu machen, die in den letzten Jahren Sommer für Sommer wie eine Landplage wiedergekehrt sind. Dieser schöne Erfolg wurde vor Allem dadurch erzielt, daß von dem Gange der Regierungs- Maschinerie alle Störungen ferngehalten wurden, die ftüher den Gegnern Anlaß gegeben, das Gespenst eines der Verfassung abgeneigten eigenmächtigen Regiments heraufzubeschwören, sodann dadurch, daß jener systematischen Verwirrung, die durch Entstellung der thalsächlichen Verhältnisse, irreführende Zahlen und für eine zerstörende Agitation gemünzie Schlagworte monatelang iu der radikalen Presse angerichtet wurde, durch eine überzeugende, sachgemäß gehalttne und ebenfalls mit glücklichen Schlagworte» »perireude Gegenarbeit das Handwerk gelegt wurde. Dazu kam eine kluge parlamentarische Vertretung, welche Vertrauen entgegenbrachte und Vertrauen in vollstem Maße fand. So erfolgte äußerlich erkenu- bar die Verttetung der Forderungen der Marine. Are größte Stärke aber war das sachliche Funda- ment; der in lange» Jahren auf's sorgfältigste vorbereitete Flottenpla», der fich auf das beschränkte, was sachlich unabweislich und finanziell möglich war Mb dadurch auch die Zustimmung des Monarchen fand, der bereitwillig begreiflicherweise weitergehende Wünsche zurückstellte, aber auch fest darauf bestand, vom Reichstag gegen das Zugeständniß der gegenseitigen Bindung den als unerläßlich erfundenen Flottenbestaud zu erhalten.
Die „Neue Preußische Zeitung" schreibt:
„DaS Flottengesetz ist heute vom Reichstag in dritter Lesung angenommen worden. Damit ist der heutige Tag in der Geschichte der Entwickelung der deutschen Wehrkraft zur See zu einem vor andere» bedeutsame» gewoiden. Für daS Rcichs-Marineamt, das namens der verbündeten Regieruugeu de» Entwurf tiugebracht und damit einem lange schon für noth-
und eS ist eine Kundgebung, die in der ganzen Welt, bei Freunden und Gegner», in ihrer Tragweite ge* würdigt wird.
„Die Waffen entscheiden über die Welt und nicht die Ueberlegenheit der Kultur, sondern Streitbarkett und SinneSeinheit erhalten die Völker. Möge aus unseren Beratbungen eine strettbare Flotte und eht fittneseiniger Reichstag hervorgehen!' Dies Wort, daS im Reich-tag am 6. Dezember 1897 vom Abg. Dr. Lieber gesprochen wurde, hat sich, fast über Hoffen und Erwarten, erfüllt. Unser Volk hat eine neue und ftarfe Gewähr dafür erhalten, daß es im Frieden seiner Arbeit nachgehen und die Früchte seines Fleißes ernten kann.
wendig erachteten festen Plaue zum Gelingen die Bahn geebnet hat, wird er «m so denkwürdiger bleiben, als er mit dem Namenstage der Gründung dieses Amtes zusammenfällt, denn heute vor neun Jahren, am 28. März 1889, wurde das Reichs-Marineam errichtet. Nicht minder bedeutet der heutige Tag einen Tag des Erfolges für daS Zentrum, besten Verttetung in der Budgetkommisston es, wie von den flottenfreundllchen Parteien anerkannt ist, verstanden hat, durch besonnene Arbett unter fester Steuerung auf's Endziel das Gesetz durch die Brandung etats- mäßiger Bedenken und die Wogen der Deckungssrage, sowie über die Untiefen und Klippen oppositioneller Anfechtung in den gesicherten Hafen zu führe». Und zum Dritten vor Allem wird dieser Tag, wie wir das schon einmal angedentet habe», einen Gedenk- tag bilden für das nationale Empfinde» des deutschen Volkes, das durch die Mehrheit seiner Vertreter nunmehr endgiltig bezeugt hat, daß es, was zur Erhaltung deutscher Größe und Macht im Jnlaude und Auslande, und damit zur Erhaltung des Friedens erforderlich ist, auch gewährt wiffen will.'
Die „Karlsruher Zeitung' giebt einem sofort nach Eintreffen deS Telegramms über die Abstimmung geschriebenen Leitartikel bie Ueber- schrift: „Ei» nationaler Sieg!' ES wird darin gesagt:
„Ohne besondere Zählung hat heute der Reichstag daS Flottengesetz in dritter Lesung angenommen; die Mehrheit war eine erheblich größere, als man noch vor wenigen Wochen hoffen konnte. Man darf wohl sagen, daß die Bedeutung deS heutigen Be- schlustes der deutschen Volksvertretung mehr im AuS lande, als im Reichstage selbst gewürdigt toüb; nicht leicht ist den Freunden des Flottengesetzes der endliche Erfolg geworden; er ist mit in erster Reihe der vorttefflichen Vorbereitung der Vorlage durch das Reichs-Marineamt und der fich ihr anschli ßenden unausgesetzten W e r b e a r b e i t der für das Gesetz einttetenden Presse zu danken. Möge der neue Machtzuwachs dem Reiche alle Zeit zum Segen gereichen !'
Die „Ndd. Sllg. Ztg.' endlich sagt an bei Spitze ihres Blattes:
Als ein denkwürdiger Tag wird der 28. März 1898 in der Geschichte deS Deutschen RetaeS bestehen. Denn an ihm hat die Volksvertretung endgültig erklärt, daß fie in vollkommener Ueberetn- stimmung mit den verbündeten Regierungen gewillt und entschlosten ist, dem Reiche die Flotte zu schaffen,
Umschau.
Bei der dritten Berathung des Reichs hau». haltS-EtaS im Reichstage kam nach einer nicht bedeutenden Generaldebatte zunächst der Centrumsantrag in Betteff der Geheimhaltung der Petitionsunterschriften gegenüber der Regierung zur Verhandlung. Der Anttag, der zunächst allerdings nur auf eine Prüfung der Frage durch die Ge- schäftsordnungskommission abzielte, wurde nach längerer Verhandlung angenommen. Ein zweiter Gegenstand, der das Haus längere Zeit beschäftigte, war die im Reichsgesetzblatt erfolgte Berichtigung eines Redaktionsfehlers in der Publikation einer Ge- werbeordnungsnovelle. Die Sozialdemokraten hatten beantragt, diese ohne Mitwirkung deS Reichstag» vorgenommene Berichtigung für rechtsungültig zu erklären. Der Abg. Frhr. von Stumm - Halberg beantragte, der Berichtigung unter Ablehnung de» sozialdemottatischen AnttagS zur Beseitigung jede» Zweifels die nachttägliche Zustimmung deS Reichstags zu ertheilen. Beide Anträge wurden der Ge» schäftSordnungskommisfion überwiesen. Im weiteren Verlaufe der Etatsverhandlung erklärte Geheimrath Reichardt, die Reichsregierung sei mit der engli'chen Regierung in Unterhandlung über ein Provisorium eingetreten, das Platz greifen solle, falls ein neuer Handelsvertrag bis zum 1. Juli nicht zu Stande käme. Die materiellen Erklärungen der englischen Regierung zu den deutschen Vorschlägen bezüglich eines solchen VerttageS ftien eingegangen. Auf eine weitere Frage des Abg. Richter theilte der Staat», sekretär v. Bülow mit, daß der die Einzelabkommen zusammenfaflende Verttag mit der chinesische» Re- gierung am 6. März in Peking unterzeichnet worden ist und Anfangs Mai in Deutschland eintreffen dürfte.
Wöchentliche Beilage«: Krcisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai« thbdtira na SivtdÄ-a: Mai« 91. 2221 VnarUworlich für bie »tbeltion^Mebafteto M. Hartman»
WA 26 Sdtttagen. —^Quattal-Abonmmems^PreiS^b-dd""Ex"k- «UiOVBltVd fotoieTe W‘ tzA'bstüm dieses Blatter,
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Telephon 55. Bestellgeld). Jnscrtionsgebiihr für die gespaltene Zeil« T'nittlPrffrtrt Ql 1QQQ Moll-°®fen; Rudolf 3o.
1°r„, ,9, d„»4,9. Joititeritag, dl. Marz 1898. 66
(Nachdruck verboten.)
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rüstige trixngt*.
Getrennte Sterne.
Roman aus der Gesellschaft von H. Waldemar.
(Fortsetzung.)
Za jeder ander« Zeit würde Georg wohl über la» Problem, das fich ihm aufbrängte, nachgesonnen haben, dis er besten Lösung gefunben hatte. Die Situation der Gegenwart aber war nur zu sehr da- jn angethan, ihn davon abzulenke». Die ersten Häuser btt Stadt kamen bedenklich näher und mit ihnen die Aothwendigkell, fich von Dora zu trennen, fie von fich1 lasten zu sollen.
Damit aber durste fie nicht ans seinem Gesichts- bei» schwinden, kaum daß er fie gefunden, fie, die Verkörperung de» Ideals, da» er fich von der Frau pbildet. Lange, lange hatte er vergeblich danach besucht. Wohl war man dem intelligenten, reichen Offizier üherall entgezengetreten. Alle Thüren er» Wösten sich ihm. Wo er anklopste, that man ihm btflifse» auf, aber da er sehr bald die Abfichten
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»erkte, mit denen man ihn zu fesseln suchte, zog er wieder zurück. Von den Jutriguen der Mütter
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•»fleefelt, von den Koketterien der Töchter abgestoßen, denen beide Theile nach dem Goldfisch angelte», «ach er alsbald den Stab über alle Frauen und *tyn nur seine Mutter, Adrienne und Marianne ••o Dettmar auS. Für seine Mutter hegte er eine Anbetung grenzende Liebe. So wie diese de» Vater gierte, beherrschte fie de» Sohn, der seine schönste Lebensaufgabe darin erblickte, ihr allzett alle Sorgen •6 dem Wege zu räumen» fie auf den Händen zu Eagen. Adrienne und Marianne bett achtete er wie unschuldige Kinder, denen mau das Lebe», das 'wch so rosig vor ihnen liegt, nach Möglichkeit »er» Rint. Andere Frauen, die e» werih gewesen wären,
beachtet zu werde», existierten für ih» nicht. Entweder Ware» fie nach seiner Meinung herrschsüchtig, tyrannisch oder kokett, gefallsüchtig. DaS eine sowohl, wie das andere stieß ihn ab.
Da ttat Juanita in seinen GefichtSkrei». Die Bewunderung, die auch er ihr anfangs gezollt, entsprang der Erkenntniß, daß er endlich ein W ib ge» funden habe, da» anders geartet war wie diejenigen, die er bisher kennen gelernt, da» aus der Huldigung der Männer fich nichts machte, sondern dentlich zu verstehen gab, wie unangenehm ihr dieselbe war. Doch nicht allein das war eS, was ihn vorübergehend zu Juanita hstizog. Ihre Schönheit entflammte seine Sinne, aber daß fie keinen Werth legte auf diese Schönheit, daß fie Verstand, Witz besaß, daß fie ohne Zimperlichkeit und Übel angebrachte Prüderie fich zu unterhallen wußte, lockte ihn an ihre Seite. Aber auch dieses schöne Bild zeigte bald Flecken und er sollte von neuem erfahre», daß eine Frau, wie « fich da» Weib dachte, nicht existire.
Jnaulla zeigte Launen, fie ward für ihre Umgebung ein Rithsel, zeigte fich heute lustig, morgen ernst, wat in der einen Stunde zärtlich, liebevoll, nm in der nächsten abweisend, stolz und hochfahrend zu fein.
Wie so ganz anders war die liebliche Mädchenblume, die er heute gefunden. Nicht« von Koketterie, von Lannen, nicht» von Zimperlichkeit. Einfach, wie es ihr Stand, ihre Erziehung erforderte, war fie ihm gegenübergetreten und hatte ihn in Schranken zn halte» gewußt. War e» ihre herbe Jungstäulichkeit, war es daS große Derttauen, das fie ihm bewies, indem fie fich seinem Schutz onberlrante, was ihn so mächtig zu ihr hinzog? Oder sagte e» ihm bei Ausdruck ihrer dunklen Augen, da» oft wehmütbige Lächeln ihres feiugefchoittenen Mundes, daß er hier gefunden, was er f» lange gesucht, daß dieses Mädchen ihm den
Glaube» an Reinheit und Keuschheit wiederzugeben imstande fei?
6ine heiße Angst wallte in seinem Herzen aus. Wie, wenn er fie wieder verliere» sollte, wenn fie ihm wieder entschwinden würde, nachdem er sie kaum gefunden?
»Fräulein Dora,' brach er endlich daS lange Schweigen, „sagen Sie wir, daß dies nicht das letzt,mal sei» soll, daß wtt u»S gesehen und gesprochen haben.
Das junge Mädchen lächelle bttter.
»®‘e ®e,rl?en mor9tn schon vergessen habe», wem Sie daS Geleite gaben.' .
„So wenig ttauen Sie mir zu?'
.Wär es nicht natürlich? Sie gehören ja ,» den Herren der Schöpfung, denen alle» erlaubt ist, selbst das Hinwegschretten über gebrochene Herzen.'
Georg erschrack. Welchen Einblick in das Innere »eß fie ihn thun?
»Ich kenne die Gründe nicht, die Sie berechtigen, ein solch hartes Urthell über mein ganzes Geschlecht »» Men,' sagte er ernst. „Warum aber schließen Sie mich in dasselbe mit ein? Glauben Sie nicht, daß ich es ehrlich meine?'
Dora zuckte die Achsel».
„Das hat schon mancher gesagt, der — verliere» wir toeiter keine Worte, Herr Graf; unsere Wege gehen weit auseinander, lassen Sie mich unbehelligt den mehligen verfolgen.'
.Da» will ich ja auch, um sollen Sie mtt ge» satten, Schritt mit Ihnen zu halten, Dora. Seien Sie doch nicht so harttäckig. Eie werden mich doch nicht lo». Ei inner» Sie fich denn nicht mehr von ftüher her, daß ich »och stet» erreichte, »a» ich ernstlich gewollt?'
Ein Lächeln huschte über Dora» Antlitz.
»DaS weiß ich.'
„Nun also, seien Sie vernünftig und wehren Sie sich nicht, im Segentheil, geben Sie mtt die Erlaubniß, dann und wann bei Ihnen zu einem Plauderstündchen kehr halten zu dürfen.'
»Welchen Zweck hätte da»?' fragte fie geradezu hart. »Meine Zeit ist streng eingekeilt, müssige Stunden giebts bei mir nicht.'
»Da» kann ich mir denken. Darf ich dennoch kommen?'
Wieder lächelte da» Mädchen, diesmal aber war e» mit einem Anflug von Schelmerei.
»Und wenn ich auch nein sagte, Sie würden ja doch kommen!' rief fie hellerer, al» vorher.
»So ist'» recht, Dora. So gleichen Sie mehr und mehr dem B.lde, da» in meiner Erinnerung au meine Spielgefährtin anftaucht.'
.Die aber ganz und gar über den großen Damen in der Stadt vergesse» worden war.'
»Reden Sie nicht in einem Äthern von diesen »nd von Ihnen, Dora,' rief er fast heftig. .Da» kann ich nicht hören. Sie Haden mtt jene» nicht» gemein, gar nicht».'
Sie hatten die ersten Häuser erreicht und bald tauchteu vor ihnen die Thürme der Nikolaikiiche auf. Sie waren am Ziel.
Dora reichte dem Grafen die Hand nud sagte ihm einige Worte des Dankes für die Begleitung. Al» fie anffchaute und feinem Blick begegnete, der strahlend, nnig beglückt auf ihrem Antlitz inhre, überzog fich ihr Geficht mit einer dunkle» Rölhe.
Unwillig über fich selbst, entzog fie ihm ihre Hand und ttat, al» brenne ihr der Bode» unter den Füßen, in da» Pfarrhaus ein.
(Fortsetzung folgt)