Einzelbild herunterladen
 

L

s!

SO

ieder

;i466

n

n

886.

berg

5106

e

hätten

Sie

Ich

habe

Lippe

und

ung uß- ben vo> iben br ,erkäufe> i. Mair

ruck, (5mm-

!. WO

VO

Rückeil- '0 Pfg.

lpeditio [529

'licke i der weist • als

,fär volle Vereins-, Versammlung?- und Preß- fteiheit,

,für die Herbeiführung unbeschränkter Koalitionsfreiheit,

,für Diäten und für die Abkürzung der Legislaturperiode,

,für Auftheilung der Latifundien,

,för die energische Bekämpfung deS Agrarierthums, für die Fortsetzung der HandelSvertragS- polttik, für die Revision der Börsen­gesetzgebung unter Aufhebung der ver- kehrshemmevden Bestimmungen derselben.

,für die energische Fortführung der Sozialreform, Erweiterung der Arbeit-rverstcherung durch Ein­führung der Wittwen- und Waisenversicherung und der Versicherung gegen unverschuldete Ar- bntslosigkeit; für Abschaffung der Gestnde- ordnung,

,ffii internationale Schiedsgerichte."

Dieser Wunschzettel, in welchem bezeichnender

reift.

link.

le«

(731

M 56

Telephon 66.

ar.

x.

ilung stadt

»orcte der

rk.

Marburg

Dienstag, 8. März 1898.

dolf sstr., ; 3.

sozialdemokratischen Central-Verbandes der Handlungs­gehilfen und -Gehilfinnen veranstaltete, in der Haupt­sache von weiblichen Angestellten des Plag­witz er Konsumvereins, besuchte Versammlung beschäffigte sich u. A. mit einer vom Vorstande des Lcipzig-Plagwitzer-Konsumvereins an seine Angestellten erlassenen Verfügung, nach welcher die auf dem Lager beschäftigten Gehilfinneu nicht als Handelsangestellte im Sinne des Handelsgesetzbuches betrachtet werden sollen und daher auch die Bestimmungen des Handels­gesetzbuches, wonach erkrankten Gehilfen und Ge­hilfinnen der Gehalt noch sechs Wochen fortgezahlt werden muß, auf diese rnr dem Lager beschäftigten weiblichen Angestellten keine Anwendung finden kann. Ueberhaupt solle» nach dieser Verfügung Krankheiten, die nicht über drei Tage anhalten, nicht als Krankheiten im Sinne des Handels­gesetzbuches betrachtet werden. Die weiblichen Ange­stellten des genannten Konsumvereins sehen sich durch das Vorgehen d r Leitung dieses Vereins motedel und rechtlich benachtheiilgt, sie protestireu daher gegen diese Maßnahme und nahmen eine R e s o l u t i o n an, in welcher sie die den Verkäuferinnen des Konsum­vereins zugefügte Rechtsbeschränkung als unge­setzlich und ungerecht bezeichneten und den Konsumvereins-Vorstand aufforderten, die Verfügung zurückzuzieheu. Zur Mittheilung dieser Resolution an den Konsumvereins-Vorstaud wurde ein Komitee ernannt, das dabei gleichzeitig die geringen Ge­hälter des Comptoirpersonals mit zur Sprache bringen soll. DaS „Leipz. Tagebl.", dem wir diesen Bericht entnehmen, bemerkt dazu: Das Vorgehen des Konsumvereins richtet sich selbst. In der Kommission zur Berathung des Handelsgesetzbuches und in der Reichstagsverhandlung über dasselbe ist ganz besonders auf die gleichen Rechte und Pflichten der weiblichen Handelsangestellten mit den männlichen aufmerksam gemacht worden, so daß also das Vorgehen sich als ungesetzlich darstellt. Oder sollte etwa die Leitung des Konsumvereins, der einen Ümsatz von 4 Millionen Mark hat, sich dahinter ver­stecken , daß ein Konsumverein kein gewerb­liches Unternehmen sei und somst nicht unter das Handelsgesetzbuch falle!

istade zu deuten. So lange die Scene offen war, sprach die junge Dame nicht ein einziges Wort, sie >ivar ganz Äug' und Ohr für die Darstellung und

Chefs des Marinekabinets, Kontre-AdmiralS Freiherrn von Senden-Bibran und während der Fahrt von Bremen nach Berlin denjenigen des Chefs des Civilkabinets, Wirklichen Geheimen Raths Dr. von LucanuS entgegen. Gestern Vormittag hörte der Kaiser die Vorträge des Chefs des GeneralstabeS, Generals Grafen von Schlieffen und des Chefs drS Militärkabinets, General» von Hahnke.

— Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht die Ver- leihung des Rothen Adlerordens 1. Klasse mit Eichen- laub an den Gesandtkn a. D. Brand-Wiesbaden, und des Sterns deS Rothen Adlerordens mit Eichen- laub an den Gesandten am hessischen Hofe v. d. G o ltz.

— Gestern Abend 8 Uhr fand im königlichen Schloß ein Diner statt, zu dem geladen waren: Oberstkämmerer Fürst Hohenlohe - Oehringen, Herzog von Sagan, Fürst und Fürstin Carolath - Beuthen, Staatssekretär von Bülow und Gemahlin, Staats­minister H e r b e r t B i s m a r ck u n d G e m a h l i n, Staatsminister Dr. Achenbach, Graf und Gräfin Solms-Baruth, Vorsitzender deS Provinziallandtages Wirklicher Geh. Rath v. Levetzow, Landesdirektor Freiherr v. Manteuffel und Gemahlin, Geh. RegieruugS- rath Professor Dr. Freiherr v. Richthofen, Landes- Hauptmann Major Leutwein, Stabsarzt Dr. Kohl- stock, Professor Dr. Güßfeldt.

— Nach telegraphischen Nachrichten aus China ist der Fall des deutschen Missionars H o m e y e r, der bekanntlich landeinwärts von Canton verwundet und beraubt worden war, nunmehr beftiedigend er­ledigt. Die Thäter und die der Nachlässigkeit schuldig befundenen Beamten werden bestraft. Der General­gouverneur hat eine bestimmte Summe als Ent­schädigung angewiesen und sich auch anheischig ge- macht, den Erwerb dreier Grundstücke zur sicheren Unterkunft für die Missionare zu vermitteln.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. («xkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile »der deren Raum 10 Pfg.. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Freisinn, der eS liebt mit verhüllter Fahne in den Kampf zu ziehen, unannehmbar machen. Es ist ja auch trotz aller Phrasen von der „Hebung der Volks­wohlfahrt" und dem „Schutze der wirthschaftlich Schwachen" zu deutlich darin ausgesprochen, daß die Demokratie die politische Herrschaft durch Beschränkung der Kronrechte und nur zu dem Zwecke anstrebt, um der Börse und dem Großkapitalismus eine unbe­schränkte Bewegungsfreiheit zu verschaffen. Damm sollen die Latifundien aufgetheilt, darum soll das „Agrarierthum" bekämpft und die Gefindeordnung aufgehoben, darum soll auch unter Entlastung deS Großkapitalismus die Sozialreform auf Kosten der steuerzahlende» Gesammtheit, insonderheit der pro­duktiven Stände, „energisch" weitcrgeführt werde».

Wir würden die Proklamirung dieses „Einigungs­programms" als Grundlage für die „Sammelpolitik" der Linken mit aufrichtiger Genugthuung begrüßen.

„Ich glaubte schon, meine Worte vjürut."

„Ihre Worte?" sagte sie erstaunt.

Vr nicht zugehört."

Baldenstein biß sich erblassend die i«rte unmuthig an seinem Schnurrbart.

Weise auf die Aufrechterhaltung der Kronrechte und die Wahmng der nationalen Wehrmacht keine Rück sicht genommen ist, hat den Vorzug, die Ziele der bürgerlichen Demokratie, die denen der Sozialdemo- statie, wie man steht, sehr nahe kommen, einmal offen klar zu stellen. Diesen Vorzug aber dürfte das „EinigungSprogramm" für den norddeutschen

rfg.) . I-W-S

(Nachdruck verboten.)

Getrennte Sterne.

Roman aus der Gesellschaft von H. Waldemar.

(Fortsetzung.)

Baldenstein beugte sich etwas über ihren Stuhl Wb flüsterte:

Werden Gnädige uns auch noch einige Stunden des Abends opfern, und uns Ihre Gegenwart schenken?.

Die Angeredete drehte blitzschnell daS Köpfchen und warf dem Affeffor einen solch bitterbösen Blick pr, daß derselbe erschrocken und ganz zerknirscht zurück-! trat. Er wußte sich nicht recht diese plötzliche Un-

Der Fremden entging dies. Sie hatte ihren "lick bereits von ihm abgewandt und ließ denselben auffordernd auf Tony ruhen.

»«wandte keinen Blick von de» Vorgängen der Bühne;

aber der Vorhang fiel stand sie hastig auf und sagte, sich zu dem Assessor wendend, mit hnzge- tviunendem Lächeln:

Sie haben sich wohl vorhin vor mir gefürchtet, Sie bis in den hintersten Winkel geflohen find? Eehen Eie, ich kann durchaus nicht leiden, wenn Während offener Scene gesprochen wird; das stört »icht nnr mir den Genuß, sondern auch anderen, und »«auf muß man stets Rücksicht nehmen."

derselbe es nicht deutlich aus: „Ich hätte anderes von dir erwartet!"

Diese Wahrnehmung aber und das eigene Be- wußtsein, sich lächerlich gemacht zu habe», ließen Dony gänzlich verstummen; so begrüßte er eS fast als eine Erleichterung, als kurz vor der Fremdeuloge Georg Bünau auf fie zu trat.

Bei dessen Anblick blieb die Fremde überrascht stehen und sagte in ihrer bereit» zur Evidenz offen­barten, ungenierten Weise:

»Da» muß ein Bruder Adrienne'» fein! Die Aehnlichkeit ist zu groß!"

Georg griff nach der Gelegenhest, sich selbst vor­zustellen, und entledigte sich gleichzeitig de» Auftrag», den ihm Adrienne ertheilt hatte.

„Gewiß, ich war mit ihr bei den Damen le Grand, »abe mich mit ihr von ihnen tyrannisiere» lassen," »estättgte die Gefragte eifrig. „Wo kann ich meine liebe Adrienne finden?"

„Bitte, treten Sie ein, die Loge ist vollständig leer I"

Mit diese» Worten öffnete Georg die Thür der Loge vor der Fremden.

„Und wenn sie voller Menschen wäre, tonnte mich die» nicht hindern, Adrienne aus vollem Herzen zv begrüßen 1" äußerte diese. „Ah, da bist D« ja, Herzenskind! Wer hätte gedacht, daß wtt uns hier in diesem Neste nach Jahren wiederfinden würden?" rief fie mit französischer Sprache mit gedämpfter Stimme. „ v oyons cberie" ob die vier Jahre ihre Spuren an Dir zurückgelaffen I"

Damit drehte sie das junge Müdcheu ungeniert >em Lichte zu und sah aufmerksam, fast andächtig n das rosige, von aufrichtiger Freude verklärte Gesicht Adrienne's.

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchliain

BUb.au« Mck SrvUitU«: Mara ai. <2*2 Jllnftrirtes Sonntagsblatt. Verantworlich für Me Re^küon: Redakteur M. Hartman»

Ein Einigungsprogramm für den Liberalismus.

Nachdem die auf eine „Sammlung" aller Liberalen bedachte Presse sich weidlich den Kopf zerbrochen hat, um eine „Parole" zu finden, auf Grund welcher der Liberalismus geeinigt werden könnte, nachdem sich gezeigt, daß besonders die Parole „gegen daS Junker- thum!" zu diesem Zwecke untauglich ist, hat nun ein demokratisch-freifinnig- liberaler Wahlausschuß zu Frank- fmt a. M. — zunächst freilich nur für den dortigen Bezirk — ein „Einigungsprogramm' ausgearbeitet, das nach einzelnen fteisinnigen Blättern die „Grund­lage einer Sammlungspolitik" der Linken abzugeben geeignet sein soll. Wir würden gegen ein solches Migunzsprogramm nichts einzuwenden haben; denn dadurch würde endlich einmal klar und deutlich aus­gesprochen, wohin die Reise der liberalen Sammlungs­politiker gehe» soll. DaS Frankfurter Schriftstück »«langt nämlich von den Reichstagsabgeordnete», daß sie u. A. eintreten:

„für die Aufrechterhaltung und M e h r u n g der Volksrechte,

parlamentarisches.

Preußisches Abgeordnetenhaus.

Berlin, 6. März. (39. Sitzung.) Dar Abgeordneten- Haus begann heute die zweite Berathung des Sultuv- e t a t s.

Zunächst beschwerte sich Abg. von Strombeck (Centrum) wie regelmäßig seit den letzten vier bi« fünf Jahren bei dieser Gelegenheit über die angeblich ungleich- maßige Behandlung der evangelischen und katholischen sog. NebenfondS bei der Einstellung in den Etat.

Geh. Rath Lehnert und Kultusminister Boss, b-lonteu di. Loyalität bei diesem Verfahren. Gleichzeitig stellte der Min tter das Erscheinen der Vorlage über di» "r die Geistliche» für die nächsten Tage in Aue sicht

Deutsches Reich.

Sltlitt, 6. März. Se. Majestät der Kaiser kehrte, von Bremen kommend, vorgestern Abend 11% Uhr hierher zurück. Auf der Rhede von Bremerhaven nahm Se. Majestät den Vorttag des

„Adrienne Bünau?" rief fie überrascht und er- regt zugleich. „Ich dachte e» mit und wagte doch nicht, eine Hoffnung daran zu knüpfen. Also doch Adrienne! Wie wunderbar ist es, daß man auf dieser großen Erde sich immer wieder begegnet. Ja, schaue» Sie mich nur verwundert an, Herr Rittmeister! Adrienne Bünau und ich find alte Bekauute; Freundinuen ogar hätten wir sein könne», wenn nicht, damals in b« Pension, andere sich zwischen uns gedrängt hätte». — Wollen Sie mich zn ihr führe»? Ich muß fie preche», ihr sagen, daß ich mit der gleichen Liebe wie früher an sie denke. Ich brenne vor Ungeduld, Adrienne widerzusehen, fie sprechen zu tonnen! O, kommen Sie, — kommen Sie!"

Und ohne Dony's Zustimmung abzuwatten, er­griff fie seinen Arm. Au der Thür bereit», wandte ie sich noch einmal zurück; fie hatte ihre» zweüen Kavalier ganz vergessen.

„Auf morgen, Herr Assessor!" lächelte fie diesem zu. „Hoffentlich macht ein gütige» Geschick oder viel­mehr der gefürchtete Herr Obnkellner un» wieder zu Tischnachbarn!"

„Wird mir äußerst angenehm fein!, erwiederte Baldenstein, sich tief verneigend.

Da rauschte die Fremde auch schon hinan».

Wie im Traume ging Dony neben ihr hi». Er, >er vor einer Stunde noch keine Ahnung gehabt von der Existenz dieser dunklen Schönheit, fand sich jetzt an ihrer Seite berauscht von ihrer selbstbewußten Art »nd Weise, entzückt von ihrem Liebreiz. Um die Pause nicht allzudiückend werden zu lassen raffte er ich zu den Worten auf: „Komteffe Bünau kann ich glücklich schätzen, solche Freundin zu befitzen," bereute aber diese banale, alltägliche Phrase, die nicht im geringsten das sagte, was er fühlte, als er ihrem erstaunten, fast enttäuschten Blick begegnete. Sprach

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte».

sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein & Voaler in r» <

Frankfurt a. M., Caffd, Magdeburg und Wien; Rudolf 33. Jllhlg. Molsi in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln. EL. » , X ..

Daube & Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari»' Telephon 66.

Umschau.

Durch Kablnetsordre des Kaisers sind über die ' Verwaltung von Kiaotschau folgende Be­stimmungen gettoffen: An der Spitze der Militär- ' und Civilverwaltung int Kiaotschau - Gebiet steht ein Seeoffizier mit dem Titel Gouverneur. Derselbe ist oberster Befehlshaber der militärischen Besatzung im Kiaotschau-Gebiet und Vorgesetzter aller in dem­selben angestellten Militärpersonen, sowie der Be­amten der Militär- und Civilverwaltung. Der Gouverneur hat gerichtsherrliche, Disziplinär- und Urlaubsbefugnisse eines Marine - Stationschefs; er führt innerhalb seines Befehlsbereiches eine Flagge wie die des Gouverneurs von Ostafrika. — Flagge und Person des Gouverneurs erhalten einen Salut von 13 Schuß. Der Gouverneur und die Befehls­haber der Marine stehen in keinem Unterordnungs- verhältniß. Der Staatssekretär des Reichs-Marine- amteS hat über die ihm unterstellte militärische Be­satzung des Kiaotschau-Gebietes und über die sonstigen angestelltcn Militäipersonen die Befugnisse des kom- manbirenben Admirals. Die Inspektionen der Marine- Infanterie und -Artillerie sind mit Bezug auf alle Angelegenheiten der militärischen Besatzung d-s Ktaotschau-Gebietes dem Staatssekretär des Reichs- Marineamtes unterstellt. Die Besatzungen sind im Uebrigen ihren resp. Inspektionen unterstellt.

Aus Leipzig kommt ein interessanter Bericht über sozialdemokratische Arbeitgeber. Eine am 3. März von dem Leipziger Bevollmächtigten des

„Gnädige werden uns noch öfter Gelegenheit geben —" fragte er, dem unter dem Blick der großen, danklen Augen seine sonstige überlegene Sicherheit ganz abhanden kam.

„Wozu?" Mich hier zu sehen?" Sie sprach es lächelnd und fügte rasch hinzu: „Da ich eine leiden­schaftliche Theaterliebhaberin bin, so dürfte es sich wohl treffen, daß ich während meiner Anwesenheit keine Vorstellung versäume."

„Und ist es uns nicht vergönnt, nach dem Theater—' Weiter kam Baldenstein nicht, denn eine gebietende Handbewegung hieß ihn schweigen.

„Tie Erlaubniß, die ich Ihnen eingeräumt, meine Loge zu betreten, giebt Ihnen fein Recht, derartige Folgerungen daran zu knüpfen. An der Thür der Loge kennen sich unsere Wege."

Der Affeffor stotterte etwas, da» wie „Verzeihung' klang; fie hörte nicht baranf, sonberv wandte sich Dony zu und wieder war es ihr fragender, dabei so ungemein viel Wohlgefallen verrathender Blick, bei i^n, den verwöhnten Liebling der Damen, in Ver­wirrung brachte.

*3dj sah Sie vorhin tn der Loge drüben bei einer junge» Dame. Wer war dieselbe?'

Beredter als ihre Worte sprachen ihre Augen zu ihm, diese wie ein zauberumwobener Märchensee unergründlichen Auge», m beren Tiefen alle Leiden­schaften zu schlummern schienen, die ein Menschenleben zu beglücken und zerstören vermögen: — Glut und eisigste Kälte, — Siebe und tödtlichster Haß.

Ganz von ihren auf ihm hastenden Blicken be­herrscht, mußte der sonst so selbstbewußte Offizier sich Gewalt anthun, in dem üblichen konventionellen Tone zn antworten:

„Komteffe Suren, meine Gnädige."

In der schönen Fremden Zügen wetterleuchtete es.