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Telephon 55.
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schon genügend gekennzeichnet. Um aber auch diejenigen zu beruhigen, welche der Ansicht huldigen, daß auch eine „Liebesgabe" von 7 Mk. nicht durch das Interesse, welches die gesammte Volkswirthschaft und besonders der StenerfiskuS an der Erhaltung dieses landwirthschafilichen Industriezweiges hat, zu rechtfertigen fei, müssen wir hervorheben, daß auch diese 7 Mk. kein Geschenk, keine „Liebesgabe", sonder» ein mit schwere» Opfern erkaufter Vortheil sind. Während fast jedes andere Gewerbe im Lande vollständig frei ist und soviel Waare erzeugen kann, wie ihm beliebt, hat man die Spirituserzcugung zwangsweise beinahe auf die Hälfte ihres früheren Umganges beschränkt. DaS vorher genannte Fachblatt berechnet die Spiritus-
, 3 anderes als eine An« ichuldigung wider besseres Wissen zur Erregung von Klassenhaß gegen die Brennereibesitzer und unwahre Verdächtigung unserer Gesetzgebung, wenn die Freisinnigen und Demokraten ihre abgedroschene Liebesgabenrechnung immer wieder vorbringen. Wohl ist der Spiritus durch die Verbrauchssteuer vertheuert, das haben aber alle Parteien gewollt, die Freisinnigen selbst in erster Linie, um dem übermäßigen Branutweingenuß, der die Gesundheit des Volkes vergiftete, entgegen zu arbeiten. Der Gewinn aus dieser Vertheuerung fließt aber nicht, tote jene Hetzer behaupten in die Tasche der Brennereibesitzer, sondern in Gestalt von mehr als 100 Millionen in die StaatSkasie. Die Brennerei-Gewerbetreibenden erhalten einen kleinen Antheil an dem Gewinn nur bann, wenn sie ihren Betrieb um wehr als V3 gegen früher beschränken, das kann man aber nicht Gewinn, nicht Liebesgabe nennen, sondern nur Entschädigung für den Schaden, den eine solche BetriebSbe- schrän kung jeder Industrie bringen muß.
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Unserer kontroll, i Segen irch eine
Georg, ich weiß, was dn sagen willst, und ich bin mir ja vollkommen bewußt, daß unser 8e- chlecht einige Jahrhundert länger besteht, als das einige, daß wir neun und er nur sieben Perlen in der Krone haben. Das sind Aeußerlichkeiten, auf die ich nie Werth legen würde, wenn — mein Herz in Frage käme. Aber nenne es, wie du willst; ich fühle mich in DouyS Nähe stets so klein und unbedeutend, während alles, was er sagt und thut, ohne daß er je sich selbst in den Vordergrund drängte, venäth, daß er geistig Bedeutendes zu leisten imstande ist. Wie sollte er daher Gefallen an mir finden?"
„Du stehst mit den Augen einer Verliebten!" „Nein, ich sehe gerecht und vorurtheilSftei!" „Weil du Ewald nicht so kennst, wie ich, wie wir alle. Er ist stets ein liebenswürdiger Gesellschafter, oDe Damenherzen fliegen ihm zu, und daS (einige — dah, ich bin überzeugt, daß er selber nicht weiß, wie oft er schon geliebt hat."
„Georg!"
Der Name kam mehr traurig, den» erzürnt über deS jungen Mädchens Lippe»; ihren Bruder aber störte daS nicht; er hatte sich fest vor- lenommen, diese Gelegenheit zu benutze» und einer Schwester über de» Freund die Augen zu öffnen. So sehr er selbst Dony zugethan war, ;u als Kameraden und hochbegabten Offizier schätzte, stand ihm Adrienne doch viel zu hoch, all b ß er es heute ruhig mit ansehen könne, wie sie diese ' offuungslose Liebe nährte und sich daran verzehrte Das wollte und konnte er nicht dulden, und selbst Dony durfte es nicht wage», ihre Ruhe zu beeinträchtigen.
„Du glaubst mir nicht?"
„Wenn du mich lieb hast, Georg, sprichst du nichts mehr gegen Tony," flüsterte Adrienne, bebend und sich in ihren Sessel zurücklehnend. Um ihrer Erregung
(Nachdruck verboten.)
'v Getrennte Sterne.
Roman aus der Gesellschaft von H. Waldemar.
(Fortsehimg.)
„Georg, um Gotter willen, was sagst Du?"
„Daß, wenn mein Schwesterchen sich nicht besser beherrscht, bald die ganze Welt davon überzeugt sein wird, daß sie Dony nicht allein als Freund hoch, hält, sondern auch — liebt!"
Die Kommtesse sank blaß in ihren Stuhl zurück Md rang nach Fassung. Endlich sagte sie: „Du »ählst eine merkwürdige Stunde, um mir die Augen i» öffnen, Georg."
„Den Vorwurf verdiene ich, aber nur bedingt. Ringsum alles unterhielt fich, niemand ahnt daß wir hier ernstere Dinge verhandeln' Ich mußte diese Gelegenheit ergreifen, da mir selten genug der Vorzug zu Theil wird, dich zu Hause allein zu treffen. That ich dir wehe, Adrienre," flüsterte der Graf weich, die kleine Hand der Schwester zärtlich drückend, „so geschah es zu deinem Besten. Heute wirst du mich nicht verstehen und mich grausam schelten, weil du daS Gefühl der Freundschaft, daS dir inne wohnt, fälschlich für ein anderes hältst; außerdem ist Dony —"
„Nichts gegen ihn, Georg, ich heschwöre dich!' rief daS junge Mädchen erregt. Nichts über deinen Freund, wenn ich dich lieb behalten soll. Diese Warnung ist schmerzhaft gewesen, sie soll abernicht dergedlich sein; ich werde mich zusammen nehmen künftighin. Du aber raube mir nicht den Glauben M ihn, der so hoch über mir steht, daß auch kein Gedanke *0 mich, das unscheinbare Landkind, fein Herz' zu bewegen vermag."
„Die DonyS find —'
Der Liebesgabenschwindel
ist die gangbarste Münze bei dem Werbe-eschäft' welches die Demagogen der Linken für die Sozialdemokratie betreiben. Schon ftüher haben wir oft betont, daß nach unserer Ueberzeugung allein durch die Mähre von der Spiritusliebesgabe von 40 Mil tunen, die angeblich alljährlich aus den Taschen de armen Schnapstrinker in die der Spiritusbrenner überführt werden, der Umsturzpartei mehr Genossen -»geführt sind, als durch die schönste» R den der Singer, Stadthagen, Schönlank, AaronS u. A. Der erste wirthschaftspolitische Falschmünzer dieses sozial- demokratischk» WerbcthalcrS hätte, so bemerkt treffend daS Organ des Bundes der Landwirthe, längst verdient zum Ehrenpräsidenten jener Umsturzgenossenschast ernannt zu werden. Um de» Haß des Volkes von der Klasse der Spiritusbrenner etwas abzulenken und gleichzeitig den liebesgabenlüsternen Neid anderer Erwerbsstände zu besänft'gen, haben wir schon oft die Ausdehnung von Liebesgabendotationen auf andere Berufe in Vorschlag gebracht.
Besondere Veranlassung zu erneutem Tummeln der eigentlich schon recht alte» und abgetriebenen Liebergabenmähre boten die neue Novelle zum Spirttus- steuergesctz, durch welche die Produktion zwangsweise wefter eingeschränkt werden soll, und die bevorstehenden Wahle»; alle freisinnigen und demokratischen Zeitungeu, Flugblätter und Volksversammlungen hallen wieder von der Behauptung: „der Spirttuspreis ist durch die Verbrauchssteuer um 70 Mk. gesteigert worden, für 2 Millionen Hektoliter bezahlen die Brenner aber
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirelibain
SUbtirt». md Spedition: Markt 51. Jllnstrirtes Sonntagsblatt. Berautworlich für Mt SeWHon: Redakteur M. Hartmann
erjeugung auf Grund deS versteuerten Maischraums, wie wir glauben sehr niedrig (8 Proz. Ausbeute), allein in der ftüheren Branntweinsteuergemeinschaft auf durchschnittlich 371,46 Mill. Lit-r. Die Menge des demselben Gebiet überwiesenen Kontingentsspiritus beträgt aber weniger als 200 Mill. Liter. In der Praxis gestaltet sich die Sache al?o etwa folgendermaßen: „Ein Gutsbesitzer der — früher 700 Hektoliter reinen Alkohols von selbst gebauten Kartoffeln in seiner von ihm selbst erbauten Brennerei herzustellen pflegte, darf nach dem sogenannten „Liebesgabengesetz" jetzt vielleicht nur 400 Hektoliter zu dem niederen Steuersätze von 50 Mark brennen, er kann also seine Fabrikanlage und feine Kartoffelernte nur zu */7 ausnutze». Zwingen ihn aber UnVerkäuflichkeit der Kartoffeln oder andere Umstände dazu, seinen Brennereibetrieb im ftüheren Umfange aufrecht zu erhalten, so muß er für jedes Hektoliter Spiritus einen Steuer» Zuschlag, eine Strafe gewiffermaßen, von 20 Mark entrichten, und er verliert an jedem Hektoliter 70—57 — 13 Mark gegenüber den Verhältnissen vor Erlaß des Gesetzes. Die Gewinn- und Verlustrechnung für diese auf die Herstellung von 700 Hektoliter Spiritus eingerichtete Brennerei gestaltet sich also wie folgt: „Gewinn: 400 X 7 — 2800 Mark. — Verlust: 300 X 13 — 3900 Mark. Das ergiebt nach Adam Riese einen Verlnstüber- chuß von 1100 Mark und nicht, wie es nach Eugen Richters Rechnung fein soll, eine Liebesgabe von 400X20 — 8000 Mark.
Unsere Rechnung ist so klar und auf allgemein bekannten Zahlen aufgebaut, daß sie auch ein frei sinnig verrannter Geist wohl fassen könnte; es ist
Umschau.
Der Central.Vorstand deS Evangelischen Bundes erläßt die nachstehende Er. klärung, die wir, da wir den v. Bülow'schen Bescheid auf dessen frühere Eingabe abgedruckt haben, aus Billigkeits-Rücksichten hier ebenfalls wiedergeben. SS heißt da: „Zunächst weisen wir die Entstellung gewiffer Blätter zurück, als hätten wir das katholische Bewußtsein verletzen wollen, während eS ausschließlich die Ehre deS evangelischen Bekenntnisses war, für welche wir eingetreten sind. Mit Dank erkennen wir es an, daß die große Mehrzahl der uns zugegangenen Preßerzeugniffe für das gute Recht unserer Beschwerde efngetreten ist. In weiten Kreisen ist es erkannt worden, daß die Antwort deS Herrn Staatssekretär» v. Bülow auf den eigentlichen Grund dieser unserer Beschwerde keine Rücksicht genommen hat. Wir stellen sie noch einmal in das rechte Licht. Wir haben als deutsche Männer unser Befremden darüber kundgegeben, daß der preußische Gesandte am päpstlichen Hofe durch seine hervorragende Mitwirkung einer Sonderftier den offiziellen Charakter gegeben bat, welche die ausgesprochene Bestimmung hatte, gegen den König von Italien al» den „nicht legitimen Herrscher in Rom" zu prctestire». Die Presse hat mit Recht darauf hingewiesen, daß das Festmahl überbent nicht auf vatikanischem, fonbern auf Herr zu werden, nahm sie nun auch ihr Glas zur Hand und schaute sich um.
„Gut, ich schweige," sagte Georg v. Bünau. Versprich mir aber, Schwester, daß b» stets meinen Rath einholeu willst, wenn Dony —"
Das Wort stockte ihm im Munde, mit Hast unter, brach Adrienne ihn:
„Georg, wer ist jene Dame dort drüben in der Prosceniumsloge? Ist sie jemand aus der Gesell- schäft?"
„Nein, eine Fremde!'
„Du kennst sie?"
„Das wäre zu viel gesagt. Eine solche Erscheinung ist nicht zu übersetze». Sie logiert im Kronprinzen und ist der Gegenstand der Huldigung für jung und alt. Noch niemand aber konnte sich rühmen, ihr näher gekommen zu fein."
-So ist sie schon längere Zett in der Residenz? DaS erklärt die Anwesenheit der Herren in ihrer Loge. Wie graziös sie den Fächer bewegt! Und — o," fuhr sie plötzlich sott, als die Fremde dem Zuschaneraum zu einer ihr wohl angedeuteten Richtung mit den Augen folgte, „wie ist mir beim? Dieses Profil, — bie sammtschwarzen Augen mit ben kühn- gewöbten Sogen, — wo habe ich nur das Gesicht !chon gesehen?"
„Eine flüchtige Aehnlichkett täuscht bich sicher, Adrienne," erwiderte der Bruder lächelnd, „denn so ange ich mich erinnern kann, war diese Fremde nicht in der Residenz, und ich habe doch schon manches Jahr dir voraus."
Adrienne schwieg eine Wette, beobachtete indessen aber unablässig die Fremde, welche sich angelegentlich, wenn auch (nicht allzu lebhaft mit den Kavalieren unterhielt, die sich in der Loge etngefunben hatten.
„£, dies Lächeln, wobei sich die Oberlippe ein
italienischem Boden ftatfgefunden hat. Wir haben als p r o t e st a » t i s ch e Christen der schmerzlichen Empfindung vieler Tausende darüber Worte gegeben, daß der evangelische Vertreter eines evangelische» Fürsten sich durch diesen Schritt und durch die Art, wie er den „beiden erhabenen Souveränen" durch Bezeugung gleicher „Liebe und Verehrung" eine gemeinsame Huldigung darbrachte, sich i» die Lage versetzt hat, e» ohne Widerspruch mit anhören zu müssen, wie man einen Papst als .Friedensbringer" für Deutschland und als „neuen Heiles Unterpfand" verherrlichte, der soeben den deutschen Reformator als Aufrührer und den evangelischen Glaube» ols verderbliches Gift ge» brandmarkt hatte, und wie Wetter das Kaiserthum de» neuen deutschen Reiches mit diesem Papstthum vereint gefeiert wurde, als wären sie zwei von Gott zum Segen der Welt zusammengeordnete Herrschergewalte». Wir haben unsere Eingabe veröffentlicht, weil es »ns darauf ankam, dem durch diesen Vorgang tief verletzten beutschprotestantischen Bewußtsein Genüge zu thun, nicht aber um irzenbwelche politische Mani. feßation ins Werk zu fitzen, welche von ben Auf- gaben, die sich bet Evangelische Bund gestellt hat, von vornherein ausgeschlossen ist. Wir verlange» Schonung für bieses Bewußtsein und Schutz gegen ein burchauS nicht vereinzelt bastehendes Verhalten, welche» den Schein erweckt, al» ob einer zunehmenden Rücksichtnahme auf ultramontane Ansprüche aller andere, auch die Ehre des evangelischen Namens, untergeordnet werden solle. Mtt dem allem habe» wir eine unabweisbare Pflicht erfüllt und könne» auch in Zukunft nur thnn, was uu» das Gewissen gebietet"
Die Sozialpolitik soll nach den Ser. ficheruugen demokratischer und sozialdemokratischer Organe im Stocken begriffen und namentlich im Norden Deutschlands „eingefroren“ sei». Um einen Gegensatz zu Preußen zu schaffen, wird darauf verwiesen, daß Bayern gegenwärtig seine Gewerbeinspektion etwas erweitere. Du lieber Himmel, Preußen hat erst vor wenigen Jahren die Zahl der gewerblichen Aufsichtsbeamten mehr als verdoppelt und noch im Etat für 1998/99 find größere Summen als bisher für die Gewerbeiuspektion ge. fordert. Die demokratischen und sozialdemokratischen Organe sollten sich also zunächst genauer informiren, ehe sie solche Vergleiche aufstellen, die übrigens, wenn sie lediglich die Gegenwart umfassen, völlig absurd sind. Jedoch hiervon abgesehen, ist bie Sozialpolitik durchaus nicht ins Stocken gerathen, bafür sorge» schon bie Arbeiterversicherungsgesetze selbst. DaS ganz klein wenig auf ber rechten Sette in die Höhe schiebt, — jetzt weiß ich's! Georg, die» Lächeln ist nur einer einzigen eigen: Juantta d'Ervilha!" rief Adrienne so laut, daß ihr Bruder beschwichtigend die Hand auf ihren Arm legte und ihr so zu verstehe» gab, daß man aufmerksam auf sie werde. Aber da» junge Mädchen achtete dessen gar nicht.
-Georg, verschaffe mir die Gewißheit!" bat sie erregt und eifrig.
„Aber, Adrienne!"
„Sei galant, mein Bruder! Mische dich unter die Trabanten, die jene Sonne umkreisen. Es wttd dir ein leichtes fein, zu erfahren, wer sie ist. Im Nothfalle fragst du sie, ob sie in Genf bei den Dame» le Grand gewesen und fich deiner Schwester erinnere. Geh', erfülle mir den Wunsch I"
„Aber, Adrienne!" wiederholte er.
„Du willst Soldat sein und fürchtest dich vor zwei blitzenden Müdchenaugen?"
Georg erhob fich mit einem Ruck; man sah ihm an, daS ihm die auferlegte Mission eine unbequeme war. Eine f.embe Dame zu frage», wer sie fei, er» regte ihm bedenklich das Blut. Ein Blick aber in Adrienne's zu ihm erhobene hütende Augen ließ ihn ich beherrschen.
„Ich gehe und will versuch?», deinen Wunsch zu erfüllen," sagte er beruhigend und verließ etwa» hastig die Loge.
Draußen begegnete er einem Kameraden, der soeben aus der Prosccninmsloge kam und ganz erfüllt war von den Reizen der Fremden.
„Ein süperbes Weib, Bünau!" tief er aus. Der andere lachte.
„Natürlich haben Sie wieder einmal Feuer ge- ängtn, Dettmar, obwohl ti noch nicht lange her ist, daß Sie —"
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50 Mark Steuer (außer ber Maischraumsteuer), folg» rlM) erhalten sie ca. 40 Millionen Mk. Liebesgabe, das ist so wahr wie 2x20=40 ist. Das wäre wahr, wenn die Voraussetzung der ganzen Behauptung, . die Preissteigerung um 70 Mk. richtig wäre, das ist aber nicht der Fall. Der Durchschnittspreis für Spiritus betrug nämlich nach der „Zeitschrift für SpirituSinbustrie" tu ber Periode 1879—87, vor Einführung der Liebesgabe 50 Mk. pro 1000 Liteiprozent. In den Jahren 1887—97 war der Jahresdurchschnittspreis an der Berliner Börse für die gleiche Menge 107,10 Mk. Der Spirituspreis ist also nicht um 70 Mk., wie bie Freisinnigen und andere : Demagogen behaupten, sondern nur um 57 Mk. gestiegen. Die Brennereibesitzer erhalten also selbst für den mit der sogenannten „Liebesgabe" auSgestatteten Kontingents-Spiritus nach Abgabe von 50 Mk. Verbrauchssteuer nicht 20, sondern nur 7 Mark «ehr als vor dem Erlaß de» „LiebeSgabengesetzes".
Anzeigen nimmt entgegen bie Erpebttio» bieses Matte», sowie die Aimnncen-Bureau! von Haasenstein & Vogler in qq Sranffurt a. M., Cassel, Magdeburg unb Wien; Rudolf OO. <ZlMg. Mosst in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C L. <ra Daube & Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari» Telephon oo.
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dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Psg. (cxkl. ö
Bestellgeld). Jnsertionsgcbühr für die gespaltene Zeile - ß 1 Qaq
eher deren Raum 10 Psg.. Reklamen für die Zeile 25 Psg. öUlinuly, O. AlUlg loUo.