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Ihnen al» Vormund schlag bringe . . .* Herr Baron

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Marburg

Dienstag, 1. März 1898.

fassuog zuwiderläuft (was fich auch der nationalsoziale Kandidat von Gerlach merken möge. D. Red.) und daher entweder die Matrtkularum- lagen erhöht oder eine Anleihe ausgenommen werden müsse. In einem Schlußwort bemerkte Abg. Lieber, er wolle keine Anträge hiufichtlich einer eventuellen Rerchseinkommensteuer stelle», weil er das Zustande- kommen des Gesetzes nicht in Frage stellen wolle.

Wir können zu dieser Wendung der Dinge nur unserer Freude darüber Ausdruck geben, daß hier das Centrum wieder den ernste» Willen bethätigt hat, die nach seiner Partei- «nficht für die innere Wohlfahrt »öthigen Forderungen mit denen für die äußere Sicherheit des deutschen Later- lande» zu vereinigen 1

Erscheint täglich außer an Wecktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartal-Abounements-Preis bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnseckionsgebühr für die gespaltene Zeile #ber deren Raum 10 Pfg.. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

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Nun, dann, so erlauben Sie, daß ich

Gute Aussichten für die Flotten- Vorlage.

In den Aussichten der Flotteu-Borlage ist am 26. d. M. durch die Stellungnahme des LeutrumS eine Wendung zu Gunsten einer Ver­ständigung mit der Regierung einge­treten. In der Ludgetkommisston des Reichstag» erklärte der Centrumsführer Abg. Dr. Lieber:

»Es werde von den Gegnern der Vorlage hervoi- gehodeu, da» vnfaffungSmäßige Budgetrecht de» Reichstage» foll-egeknebelt* werden. Za, Abgeordneter Richt r hab« das Verlangen der Vorlage geradezu als verfaffuugswidrig bezeichnet Dem gegenüber verweis« et auf Artikel 71 der Verfassung, der besagt, die Ausgaben werden in der Regel für ein Jahr bewilligt, können jedoch in besonderen Fällen auch für eine länger, Daner bew'lligt werden. Dr. Lieber geht auf die Geschichte der Berfaflung zurück und sucht nachzuweisen, daß srinerzeit di« Abgeordnkten Dr. Miquel, v. Bennigsen, Lakker und <wd«r« die Anfügung d«S zweiten Satzes für un rläßlich hielten, besonder» auch im Hinblick auf dir Entwickelung derMarinr. Nach Artikel 71 sei also der Vorschlag de« Entwurf» durchaus verfassungs­mäßig. Reben dem Recht sei auch die verfassungsmäßige Pflicht zu betonen. ES könne sich nur fragen, ob e» an der Zest sei, von der AuSnahmebefugniß, die Artikel 71 biete, Gebrauch zu machen. Tie Aera der Versuch« gelte -lS abgeschloffrn, und kein Laie dürfe al« solcher den Marinesachverständigen gegenüber die gesetzliche Regelung bekämpfen. Die Forderungeu für die äußere Sicherheit de» LaterlandeS und für die innere Wohlfahrt müssen sich ver- einigen lassen. Nach Artikel 71 der Verfassung müsse die Dauer bet Ausgaben befristet werden. Nun solle zwar der Reichstag bis zu einem gewiflen Grade durch das Gesetz gebunden werden, aber bi« Binbung der verbündeten Re­gierungen sei nicht klar genug zum Ausdruck gebracht. Da» mußte klarer geschehen. Die Motive müßten thunlichst im Gesetz Ausdruck finden, die ganze Organisation muffe im Sesetze ausgesprochen werden. Wenn der Reichstag sich binden solle, müßten fich auch die verbündeten Regierungen binden.

Dr. Lieber machte den Vorschlag, die bis zum Jahre 1904 zu fordernden Mittel, nämlich 474 Millionen an einmalige» und 28 Millionen an dauernden Ausgaben, also die ganze Summe der Kosten in daS Gesetz aufzunehmen; biegen solle die Organisation der Flotte formell nicht in das Gesetz ausgenommen werden. Für diesen Vorschlag sprach vom Zentrum noch der Abgeordnete Müller- Fulda. Während der Sitzung wurde» die Vorschläge deS Abg. Dr. Lieber gedruckt ^rgelegt; sie geben paragraphenweise genau das Gesetz wieder, indem sie die einzelnen Posten lediglich spezialistre». Hineingefügt ist aber, daß die Schiffe thunlichst bis Ende 1904 fertig gestellt werden sollen.

.Ich bitte Sie, gnädige Fran, mir die Ehre p, geben Ihne» hilfteich mit Rath und That zur Seite stehen zu dürfen .... ich will Ihrem Töchterchen ei» gütiger Vormund sein,* meinte er gutmüthi- lächelnd.

. °"l's Tiefste bewegt. Wortlo»

reichte fie Ench die Hand, welche dieser an die Lippe» fühste- In ihrem Auge erglänzten die Thränen innigster Freude nnb Rührung.

(Fortsetzung folgt.)

cider-, amen- ieren, :ferbe= r em« Saum« uesten en.

lebt.

[er bei tr.43.

Sie find sehr gütig, Herr «aron. Da» Gericht verlangt, daß meiner Kleine» ein Vormund bestellt wird, meine Vormundschaft genügt ihm nicht, ich habe an meinen Later gedacht*

»Haben Sie dem Gerichte Ihren Vater namhaft gemacht?*

Roman von O. Elster.

(Fortsetznug.)

»Alle Wetter 1* rief Herr v. Kastner aufgeregt or», nachdem er einen Blick auf die Karte» geworfen, Aelche ihm da» Mädchen überreichte.

.Herr und Fran v. d. «rotenburg find da.* Elfriede erbleichte.

.Nicht möglich, Later?*

.Da, steh her! Hab' ich nun noch Unrecht, als ich behauptete, daß man Dir wohlwill? Wie? iiasch, führe die Herrschaften in den Salo».*

.Aber, Later, ich vermag fie nicht zu sehe».*

jDummes Zeug! Du wirst doch die Hand der Lersöhnung nicht znrückweise».

,Ich kann nicht.*

r Das Dienstmädchen stand noch zögernd an der Thür, al» diese rasch geöffnet wurde, eine elegant ge- Heibete Dame in da» Zimmer trat und auf Elfriede Mflog.

.Elfriede, meine liebe, liebe Freundin, Du wirst in» doch nicht abweisen?*

So rief Ma v. d. Grotenbnrg und umarmte Glftiede unter Lachen und Weinen.

Jetzt traten auch Baron Erich nnb seine Mutter ein.

.Entschuldigen Sie, Herr v. Kastner,* sprach lücheud Erich, .da» Ungestüm meiner Frau . . . .* .Ulla .... »n ... .*

.Mehr vermochte Elfriede nicht vorzubringen. Die frenbige Ueberraschung raubte ihr die Sprache.

.Ja, ich bin e», theuerste» Herz,* rief fröhlich Iran v. d. Grotenbnrg. .Endlich habe» wir Dich refunde», Du Löse? Jetzt sollst Du nu» aber nicht

Umschau.

Es giebt auch hier recht viele Leute, die immer üon dergeradezu imponirende» F i r i g k e i t der Berliner Blätter*, des dorttgen .Tagebl.*, Lokal-Anzgr. usw. spreche». Jetzt schreibt nun die DortmunderTremonia*: Was die Sensationslust nicht alle» fertig bringtl DerBerliner Lokal-Anzeiger* bringt in seiner neueste» Nummer drei Bilder von der .Grubenkata- strophe bei Bochum*. Da» erste Bild soll denFörderschacht auf Zeche .Karolinenglück* zur Bergung der Verunglückten* (11) darstellen. Der Lokalanzeiger* erklärt dieses Bild selbst wört- lich also:

_ »Auf dem ersten unserer Bilder sehen wir zunächst den gewaltigen Förderschacht emporrage», der zur Rettung der Unglückliche» angelegt wurde (II) die in de» Schoost der Erde 380 Meter tief hinabgestiegen, um die .schwarzen Diamanten* hervorzuhole».*

Was so ein kundiger Berliner nicht Alles fertig bringt! Die Weisheit steht auf derselben Höhe, als wenn bei einem Eisenbahnunglück jenseits des Gott­hards jemand sagen würde, der Gotthard-Tunuel ist in einer Stunde fertig geworden, um die Ver­unglückte» schneller über die Grenze schaffe» zu können. Das zw e ite Bild unter der lieber. Mist .Am Thore der Zeche* erklärt der .Lokal- Anzeiger* in folgender Weise:

Das furchtbare Sachen (!) der Explosion brachte den Daheimgebliebeneu die Schreckenskunde von dem Unglück, und bald sah man nach dem Thore zum Zechenplatz, den unser zweites Bild zeigt die hinstürzen, deren Angehörige vor

Mein Sohn Arno hat mir von Ihnen erzählt,* flüsterte sie mit leichtem Lächeln. .Darf er jetzt komme», Sie in der Heimath zu begrüben?*

Elfriede erbebte. Die Mutter Arnos sprach von ihrem Sohn zu ihr? «h, dann mußte» ja alle düsteren Wolke» der Zukunft schwinden stegreich brach die Sonne durch den Nebel

.Weißt Du, Elfriede,* sprach Ulla, .Du mußt mir eine große Bitte erfülle». Wir hatte» uns eigentlich »orgenommen, das Weihnachtsfest hier in Berlin zu verleben, aber unsere Kinder sind durch­aus wohl, das Wetter schön und so habe» wir u»S doch noch entschloffe«, Weihnachten auf Schloß «rotenburg zu feiern. ... Und Du, liebes Herz, ollst uns begleiten! Natürlich, Sie, Herr von Kastner, komme» mit und auch das alte Dortcheu und >ie kleine Maus.*

.Gnädigste Baronin find in der That von einer Liebenswürdigkeit, die die*

Dem alten Herrn fehlten die Worte. Er der- mochte fich vor freudigem Stolz kaum zu faffen. Sein roiheS Gesicht strahlte und noch einmal fo straff, wie gewöhnlich, richtete er seine kleine, untersetzte Gestatt empor.

.Rein, Ulla,* entgegnete Elfriede leise, .ich kann Deine fteundliche Einladung nicht annehme». ES giebt »och so mancherlei zu ordne» hier und später wollte ich mit meiner Heinen MauS wieder an die Riviera. Der Arzt hat ihr den steten Aufenthalt in rffcher Luft empfohlen. Leider ist fie noch immer chwächlich . . .*

Ulla lachte.

.Wir habe» auf Schloß «rotenburg frische Lust zur Genüge, Theuerste, und auch einen Arzt, einet vortrefflichen Arzt, der die Kleine schon einmal

einer Stunde erst gesund durch daffelbe Thor ge­wandelt >aren. Händeringend umstehen die Un- glücklichen das Thor, durch welches man die ver­stümmelte» Leiche» herausttägt.*

Der Man», der vorstehende Sätze geschrieben, hat augenscheinlich von einem solchen Zechenunglück keine Ahnung. Nicht ein einziger Angehöriger der Verunglückte» hat von dem .Krache» der Explosion* auch nur einen Ton gehört. Auch ist es die reine Phantasie, daß die Angehörigen händeringend vor einem Thor gestanden haben,durch welches man die entsetzlich verstümmelten Leichen hinausttägt.* Die Leichen find nach ihrer HerauSbeförderung im Kesselhause, Maschinensaal usw. untergebracht, mir die Verletzten wurden forttranSportirt. Auf dem dritten Bilde derLokal-Anzeigers* sieht man Frauen und Kinder vor dem Thor« des Zechenplatze» Hinkniem, ja an der Erde liege». ES wäre zu wünschm, daß die famose» Zeichner desLokal- Anzeiger* sich wirklich de» Zechenplatz in Hamme mal ansähe» und bann mal selbst den Versuch machten, fich dort hinzulegm. Unsere Leser aber wollen verzeihe», daß wir fie mit diesem Unsinn be- helligm, es war aber »othweudig, an einem eklatante» Beispiel mal wieder festzustellen, mit welcher Leichtfertigkeit eine sensation». tüchtige Presse v o r g e h t. Wir find über, zeugt, daß tausende Leser de»Berliner Lokal,Anz.* die Bilder desselben anftannen und ihr Leibblatt bewundern ob seinerFixigkett und Richtigkeit*, mit der es über die wichtigste» Tagesereignifle Be. rrcht zu erstatten weiß. Und doch liegt in dm meisten Fällen nur eine widerliche Stadje* vor, mit der derartige farblose Zeituugm auf die SensattonSsucht des großen Publikums spekuliren. Sie wisse» ganz genau, daß dreDummen nicht alle werde».*

Radikal demokratische Blätter, an der Spitze die Frankfurter Zeitung* und ihre geistigen Nachbeter, pflege» jetzt, gleich de» sozialdemokratische»Jubiläums­artikel* zur Erinnerung an die revolutionäre Be­wegung vor fünfzig Jahren zu veröffentliche». An- geblich soll es sich dabei um historische Erinnerungen handeln; in der That aber dienen diese Artikel nur zur revolutionären Propaganda. Der Vorwärts* hat in seinem Begleitworte dem sozial­demokratischen Kalender, der in diesem Jahre besonders reichhaltig an RevoluttonSdaten ist, sich folgender- maße» geäußert:Die historische» Gedenktage stehm vermerkt, um das Proletariat in schwere» Stunde» behandelt hat ... . Arno wird das Weihnachtsfest mit un» verleben,* fetzte fie flüstemd und schalkhaft lächelnd hinzu.

Elfriede erröthete und sandte einen furchtsam verlegene» Blick »ach der allen Baronin hinüber, welche fich jedoch sehr eifrig mit Elfriedm'S Later unteihiell.

Sie sollte« unsere Einladung in der That an» nehme», gnädige Frau,* nahm Erich daS Wort Was übrigen» die Geschäfte, welche Sie hier noch abzuwickeln haben, anbelange», so stelle ich mich Ihne» zur Verfügung. Vielleicht geht e» dan- rascher . . .*

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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirckbai«.

Mcbattte «ch SjWbiHo.: Morkl Sl. ^21 Jllustrirtes Sonntagsblatt. Verautworlich für Mt «tbaöton: Redakteur M. Hartmau»

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Dmrb< & Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari» Telephon 55

In dem Paragraphen, der den Ersatzbau behandelt, ist noch eingeschaltet, daß die Panzerkanonenboote nach 30 Jahren ersetzt werde» wüffen; im Uebrigeu ist unverändert geblieben, daß Linienschiffe und Küstenpanzerschiffe nach 25 Jahrm, große Kreuzer nach 20 Jahren und kleine Kreuzer nach 15 Jahren ersetzt werden sollen. Abweichungen von der vorstehmdm Regel bedürfe» der Gmehmigung des BundeSrathes und des Reichstags. Nach § 7 müsse» die bis zum Jahre 1904 einschließlich zur Ausführung dieses Gesetzes anzusorderndm Mittel nur bis zum Gesammtbetrage von 474 Millionen Mark an einmaligen Ausgaben und 28 Millionen Mark Steigerung gegen das Rech­nungsjahr 1897 an fortdauernde» Ausgaben bereit gestellt werde». Soweit sich das Gesetz mit vor­stehenden Mitteln bis zum Ablaufe des Rechnungs­jahres 1904 nicht durchführen läßt, ist die Aus­führung bis über das Jahr 1904 hinaus zu ver­schiebe».

Im Uebrigeu gab in der Sitzung der Budget kommisfion in Folge der Aufforderung des Referenten der Herr Staatssekretär de» Reichs - Marineamts, Kontteadmiral Tirpitz, folgende Erklärung ab:

.Mit Ermächtigung be« Herrn Reichskanzler, gebe Ich ble Erklärung ab: baß nach meiner Ansicht do« Flotten gefetz für bi« btrbünbcttn Regierungen unannehmbar wirb, wenn baffelbe nicht ble gesetzliche Sicherheit bietet,

1. baß bi« Flotte in dem Umfange, wie sie wo» BunbeSrath nnb Reichstag al« uothweubig anerkannt wirb, auch innerhalb der von bin verbündeten Regierungen flr möglich erachteten Zeit fertiggestellt wird,

2. daß bit für »othwendig erkannte Flotte auch in krieg-brauchbarer Beschaffenheit erhalten bleibt.

Ich bin aber gern bereit, meine Herren, nach begtn Kräften mit,»wirken, »ach einer Fassung der ftaglichen Bestimmung zu suchen, dieJhrenWünschen besser entspricht. Ich bin auch gerne bereit, eine andere Fassung, fall« sie nur den zuerst ange­führten Zweck be« Gesetze« nicht in Frage stellt, dem hohen Bund«»rath gegenüber zu befür­worten.

Hierauf entspann sich eine längere Debatte über die Finanz irung der Vorlage, in deren Ber- lauf Abg. Bebel erklärte, für den Fall der An­nahme der Vorlage beantrage seine Fraktion, dem Gesetz einen neuen Paragraphen eivzufüge», welcher die Mehrausgaben auf dir Einführung einer pro­gressiven Reichseinkommensteuer lege, dir bei Einkommen von 6000 Mark zu beginnen $abe. Abg. Dr. Hammacher entgegnete mit dem Nachweis, daß dieser Antrag der V e r - wieder entfliehe». Wo hast Du nur all' die Jahre gesteckt? Hattest Du den» nicht daS geringste Ber- trauen zu Deiner Ulla?*

Willst Du nicht Herr» von Kastner begrüßen, mein Schatz?* nahm Erich da» Wort.

Da, meine Hand, verehrter Herr v. Kastner,* rief lachend Ulla,und helfe» Sie mk, Elfrieden zu Überreden, bei uns zu bleiben.*

Herr v. Kastner entsann fich der Galanterie seiner rüheren Tage und fßhtte Ulla» schlanke Hand an seine Lippen.

Elfriede stand noch immer sprachlos da. Auf ihren Wangen wechselten jähe Bläffe nnb dunkle Gktth, ihr Herz pochte, als solle es zerspringen, ihre Auge« suchte» scheu de» Blick der alten Baronin, ob le auch in den Sagen der Mutter Arno» die gleiche Gefinuung fände, welche Ulla ihr in so herzlicher Weise entgegen brachte.

__ Ter alten Dame Antlitz war von einer ernsten Milde. Jetzt streckte sie Elftieden beide Hände ent- gegen und sprach mit leicht bebender Stimme:

2, ein Herzenbebürfuiß, meine

he-ere Elfriede, Sie zu begrüßen, nachdem Sie eine 9 schwere Zett durchgemacht. Wir haben Ihnen einst Unrecht gethau, ich bitte Sic ihn Verzeihung welche Sie hoffentlich einer alten Frau zu Theil werden laffen . . . .*

O gnädige Frau . . . wodurch habe ich diese Güte verdient?*

Durch Ihre Großmuth und durch Ihr edles Herz, meine Tochter.*

Elfriede wollte fich über die Hände der alten Dame beugen, um fie zu küfle», aber Fra» v. d. Grotenburg zog die junge Frau in ihre Arme und küßte fie innig auf die Stirn.