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(Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung folgt.)
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daß die Rede auch auf diese Landplage kam.
Der Vortragende unterschied hier zwischen Rattenfallen und sonstigem nützlichen Hausrath kaufen, den Italienern, Slowaken rc. und Zigeunern.
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i auf Erfüllung seiner Sehnsucht geraubt zu haben 1 schienen, wollten die alte Schwermuth und der frühere Trübsinn ihn wieder umfangen. Nur mit Aufbietung seiner ganzen moralischen Kraft gelang eS ihm, sich an ; die geregelte Thätigkeit eines Arztes zu gewöhnen; er : fühlte, daß er einer solchen Thätigkeit und eines an- regenden Umgangs bedurfte, sollte er nicht in moralische Schlaffheit und pessimistische Stimmungen versinken, ■ welche ihm gefährlich werden konnten. Er bewunderte : die heroische Thatkrast, den Opfermuth Elfrieden» und wollte ihr in diesen Eigenschaften nicht nachstehen. Nur dadurch konnte er ihr Andenken in Ehren halten nur dadurch sich em Anrecht auf eine, wen» auch noch so späte Erfüllung seiner Wünsche bewahren.
Seine Verwandten waren ihm mit großem Zartgefühl entgegengekomme». Sie hatten die Episode auf Schloß Giotenburg und die Trennung Elfriedens von ihrem Gatten nur beiläufig wieder erwähnt, Herr v. Santen besuchte das Haus Ullas nicht mehr, ihm selbst mochte wohl die Erinnerung an jene Zeit peinlich sein, so ward es Arno ermöglicht, in vollster Harmlosigkeit i« der Familie seines Bruders zu verkehre«. Bon hem Zusammentreffen mit Elfriede in Kreuznach hatte Arno aus leicht begreiflichen Gründen nichts erwähnt. Anfangs war er allerdings im Zweifel gewesen, ob er Herr v. Sauten nicht zur Rechenschaft ziehen sollte; indessen glaubte er im Sinne Elfriedens zu handeln, wenn er die peinliche Angelegenheit nicht von Neuem an die Oeffentlichkeit zog. Er schwieg. Allmählich aber kehrte die Hoffnung in sein Herz zurück, daß er Elfriede noch einmal Wiedersehen, daß er sie einst gewinnen werde, besaß er doch die Gewißheit, daß sie ihn liebte.
Es war au einem regnerisch«, kalten Novemberabend, als Arno in den Salon trat, wo seine Mutter
weit sich aber jene Gerüchte auf den Zeitpunkt nach btt Durchberathung des Flottengesetzes beziehen, fallen fte in das Gebiet müßiger Konjekturalpolitik. Sie verdienen daher überhaupt keine ernste Beachtung. A
Johannes-Passion und Matthäus- Passion.
dem die zahlreich erschienene Hörer- uugetheilteste Aufmerksamkeit widmete. Wesentlichen nachstehenden Inhalt: mich die Aufforderung ergangen, über welches am nächsten Donnerstag seine
Pflichten, durch Theater und Concertaufführungen zu sehr in Anspruch genommen war. Die Gesellschaftlichen Pflichten der Familie hatten sich noch vermehrt, nachdem Baron Erich ein Reichs tags Mandat übernommen hatte, welches ihm von der konservativen Partei angetragen war. Kurz vor dem Zusammentritt des Reichstages im November war man nach Berlin übersiedelt. Der Baron hatte in der Thiergartenstr. eine Villa gemiethet, welche sehr bald, Dank der Liebenswürdigkeit Ullas und der hervorragenden Stellung Erich's, innerhalb der konservativen Partei der Mittelpunkt eines regen gesellschaftlichen und politischen Lebens ward.
Auch Arno, welcher jetzt in der Reichshauptstadt seinen Wissenschaften und seiner ärztlichen Thätigkeit lebte, besuchte öfter die vornehme Villa in der Thier- gartenstraße. Nicht allein hielt er es für seine Pflicht, di« gesellschaftliche Verbindung mit seinen Verwandten aufrecht zu erhalten, nicht allein geboten, ihm die Liebe und Verehrung für die Mutter, öfter im Kreise der Verwandten zu verweilen, sondern er fühlte sich auch angenehm berührt durch die schwesterliche Liebens- Würdigkeit UllaS und das großmüthige Entgegenkommen seines Bruders. Die jahrelange Abwesenheit auS der Heimath, die jahrelange Einsamkeit in fernen Landen hatte ihn gelehrt, gerechter zn fein, als er früher gewesen, da er nur der Stimme der Leidenschaft gehorchte. Sr erkannte jetzt die guten Eigenschaften seines älteren Bruders an, obgleich er sich auch den schlechten Eigenschaften desselben nicht verschloß, die er nur milder als früher beurtheilte. Außeidem fühlte er das Bedürfuiß, sich teilnehmenden Menschen anzuschließeu. Als ihm daS Glück, welches er fast schon seit eigen nannte, zum zweiten Mal entfloh, als der Brief und das spurlose Verschwinden Elfriedens, ihm für alle Zeit die Hoffnung ।
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; und seine Schwägerin bei der Lektüre der Abend- : zeituugen saßen.
.Ah, vortrefflich, daß Du kommst/ rief Ulla freundlich auS. Da können wir doch etwas plaudern I S' ist einsam heute Abend hier.'
Arno küßte seine Mutter auf die Stirn und führte die Hand seiner Schwägerin an die Lippen.
»Wenn ich nur ein unterhaltender Gesellschafter bin,' kütgegnete er lächelnd. .Meine ärztliche Praxi» nimmt mich täglich mehr in Anspruch, ich will nur auf ein Stündchen vorsprechen, da ich seit vierzehn Tagen nicht hier war.'
.Ich glaubte schon,' lachte Ma, .daß Dein« ärztliche Praxis sich rasch vergrößert, seit e» bekannt geworden ist, daß Du armen Leuten unentgeltlich Rath ertheilst.'
.O bitte, Ulla, da» thun wohl alle Aerzte.'
.Nun, nun, jeder Arzt ist nicht dazu im Stande. Aber da, eine Neuigkeit, die auch Dich wohl interessiren wird . . .'
Sie reichte Arno, der in einem Sessel neben ihr Platz genommen hatte, das Abendblatt der .Krenzzeitung' und wie» mit dem schlanken Finger ihrer weißen Hand auf eine Notiz die unter dm Hofnachrichten stand.
.Darf man nicht auch diese Neuigkeit erfahr«?' fragte die alte Baronin.
.Gewiß, liebe Mama. Bitte, Arno, lies!'
Dieser hatte mit raschem Blick die wenig« Zeilen überflog«. Er erbleichte und seine Hand, welche das Zeituugsblatt hielt, zitterte leicht. Allerdings iuteresfirte ihn diese Notiz auch im höchsten Grade. Wenn dieselbe nur die Wahrheit sprach, daun war die Erfüllung seine» sehnlichsten Wunsches wieder näher gerückt.
Linderung der dringendsten Noth sogleich geschehen könne.
— Die Kaiserin eitheilte gestern Nachmitag dem Präsidium des Abgeordnetenhauses die Empfangsaudienz. Der Empfang hatte am Krönung?- und Ordensfeste unterbleiben müssen, well die Kaiserin wegen Unpäßlichkeit dem Feste fern bleiben mußte.
— Zu dem gestrigen 7 0. Geburtstag des FinavzministerS Dr. v. Miquel, dessen eigentliche Feier erst am 21. d. Mts. stattfindet, waren außerordentlich zahlreiche Glückwunschtelegramme und Schreiben eingegangen. Der Kaiser hat den Jubilar in einem besonderen Schreiben huldvollst beglückwünscht. Die Zahl der persönlich erschienen« Gratulanten war ungemein groß.
— Der Reichstag beendete die erste Lesung bet Postdampfervotlage, welche an eine 14gliedtige Kommission verwiesen wurde. An der Debatte beteiligten sich die Abgg. Graf Arnim, Hermes, Dr. Hammacher, Metzger, Graf Limburg, Molkenbuht, Fritzen, sowie Staatssekretär Graf Posadowsky.
— DaS Abgeordnetenhaus erklärte die Wahl des polnischen Abgeordneten v. Wolszlegier für ungültig und setzte darauf die zweite Berathung des Etats des Ministeriums des Innern fort. Aus der Debatte ist hervorzuheben, daß Abg. Rickert zahlreiche Beschwerden, besonders über landräthliche Chikanen aus dem Osten zur Sprache brachte. Minister v. d. Recke antwortete, daß er selbst über die Handhabung des Vereins- und Versammlungsrechts in Pommern „geradezu erschrocken' sei; er habe entsprechende strenge Weisungen erteilt. Daun schränkte der Minister seine vorgestrigen Angriffe gegen die Presse ein. Zum Schluß hielt Abgeordneter Dr. Hahn ein längere Rede, in der er u. A. sich mit den Verhältnissen in der Provinz Hannover beschäftigte.
In Begleitung eines Geheimpolizisten revidierte er einstmals eine Herberge und Waarenniederlage dieser Jtaliani in Berlin. Diese echten Söhne des Südens und Ostens mußten ihre Legitimationspapiere vorlegen und waren theilS aus Berlin oder auS Lichterfelde oder sonst woher im deutschen Reiche gebürtig. Diese Belästigung hört auf, wenn die Hausfrau, wie sich das gehört, in ordentlichen einheimischen Geschäften und nicht bet Haustier« eintauft.
Die Zigeunerplage ist schlimmer, böse in der Stabt, unverträglich auf dem Lande. Diesen gesunden Menschen, welche mit hungrigen Bären und schwindsüchtigen Affen thierquälend umherziehen, sollte Niemand etwas geben. Sie gehören auch nicht in die „Herbergen zur Heimath', wo sie nut Unheil stiften. Gegen diese Plage hilft nur Selbsthilfe durch Verweigerung jeder Gabe und Staatshilfe durch d e Polizei. Die Zigeuner treibt weder Noth noch Bern: auf die Landstraße; Staat und Bürger haben daher die Pflicht, mit rücksichtsloser Strenge gegen sie vorzugehen.
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Roman von O. Elster.
(Fortsetzung.)
Eene Weile saß Arno wie betäubt da. Prang er empor und eilte nach Elfriedens, Der Kellner trat ihm entgegen.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile oder denn Raum 10 Pfg.. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
Marburg
Dienstag, 22. Februar 1898.
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Umständen Unwürdigen die Gabe zu verweigern, so,daß die Gutscheine keinen Handelswerth hatten. Der Hausvater hatte aber auch das Recht und die Pflicht, bedürftige Würdige einige Tage dort zu halten; er machte bann bem Pfarrer Meldung, der seinerseits wieder den Versuch machte, dem Manne wieder eine würdige Existenz zu verschaffen.
Es liegt nahe, den Vorstand unserer Marburger „Herberge zur Heimath' zu bitt«, in Erwägung zn ziehen, ob solche Einrichtungen auch hier von Nutzen wären.
Die nnverhältnißmäßig häufigen Brandschatzungen Marburgs durch fahrendes Zigeunervolk waren Ursache,
Umschau.
Die „Nordd. Allg. Z t g.' schreibt: Von verschied«« Seiten wird das Gerücht verbreitet, es bestehe die Absicht, den Reichstag demnächst vorzeitig zu schließ« oder gar aufzulöseu. Es ist selbstverständlich, daß die verbündet« Regierungen nicht daran denken können, den Schluß des gegenwärtigen Reichstags vor Erledigung seiner dringendsten Aufgabe, der Flotteuvorlage, herbeizuführen. So
„Wo ist Frau v. Kastner?'
„Bedaure, Herr Baron. Die Frau Baronin Jlab heute in der Frühe abgereist ...'
„Abgereist? Wohin?'
Der Kellner zuckte mit den Schulte«.
„Ich weiß nicht, Herr Baron.....'
Die Familie Grotenburg verlebte den Winter in Lettin, da eS Baron Erich und hauptsächlich Ulla an ft Schloß Grotenburg zu einsam war. Beide Gatten Var« dem fröhlichen Lebensgenuß ergeben, ohne jedoch die Grenzen zu überschreiten, wo die Lebensfreude zur Genußsucht auSartet. Baron Erich liebte die Gesellig- kett, eine hellere Tafelrunde und ein kleines Spielchen en petit comitö; aber er liebte auch seine Gattin, - deiche ihm einen Sohn und eine Tochter geschenkt hatte, und er würde er nicht über daS Herz gebracht haben, Ulla wissentlich zu kränken. Leichtherzig hatte » früher daS Leben betrachtet, während er jetzt in sittlicher Beziehung strengere» Anschauungen huldigte. All den Jahren hatte sich bei ihm ein Charakterzug ; der Frömmigkeit und Str, uge herausgebildet, die harrpteigenschast feiner Mutter, welche diese Verorderung ihrer Sohnes mit Freude bemerkte und sich dchhalb auch entschlossen hatte, Erich und Ulla nach tzrrlin zu begleiten. Sie wollte die Erziehung der A»der, welche einer französischen Bonne anvertraut tzyken, beaufsichtigen, da Ulla durch die gesellschaftlichen
Der gestern in der Aula der Universität gehaltene Vortrag des Her« Universttäts - Musikdirektor Jenner,
mtliche
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. """""Jllustrirtes Sonntagsblatt. * * «yay- *
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», fotole bt« ynnuHcen^reauE b01t ^afenüdn & Vogler in qq Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg unb Wien; Rudolf vd. ^ZllülU. Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. q-,r,hflnM Rfi
Daube & Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari» Telephon 55.
„Wie" erweisen wir den Kindern der Landstraße Liebe?
In der zwanglosen Versammlung, welche bem bedeutungsvollen Vortrage des Herrn Pastor Hötzel folgte, gab Herr Pfarrer Scheffer aus seiner vierzehn jährig« Erfahrung als Gefängnißprediger in Düsse! d»rf einen weiter« Beitrag zu der Frage, woher die ginl et der Landstraße kommen. Er wies darauf hin, daß früher der zurückkehrende verkommene französische Fremdenlegionär eine häufige Erscheinung unter den fahrenden Leuten gewesen sei. Mit dem Wachsthum deutschen Nationalgefühls und gewachsener Erwerbsgelegenheit sei diese Erscheinung seltener geworden, komme aber noch oft genug vor und weder diesen «och manchen anderen könne man Hülfe verweigern. Wie soll man aber helfe»?
Herr Pfarrer Hötzel erzählte nun, daß er seine Londstraßenkinder öfters veranlaßt habe, ihm doch einmal den Inhalt ihres .Berliners' zu zeigen. Häufig genug habe er gesehen, daß das „Fechten' sich gelohnt hätte. Er scheue sich nicht, den barmherzigen Seelen, welche an der Thüre bem fechtenden Bruder Geld und Geldeswerth, also auch veräußer- bare Kleidungsstücke ober Brod mitgäben, ein« nicht gelingen Theil der Schuld zuzumessen, daß so mancher enf Lebenszeit der Landstraße verfalle. Möglich, daß von 100 Bettlern 1 bis 2 direkte Hülfe nöthig haben, für welche bann bie Leichtigkeit des Erwerbs eine große Versuchung wird, aber sicher auch, da 98 das Erbettelte in niedrigen Spelunken in Alkoho «legen. Redner hat häufiger Abends in de Herberge die Kasse stürzen helfen. War« dort z. B. 6000 einzelne Erfrischungen ausgegeben, so fanden sich in der Kasse 40 bis 50000 einzelne Pfennigstücke. Wie viel mag nun nebenher von den kleinen Liebesgaben in Schnaps angelegt worden fein?
Sollen wir nun den bittenden Bruder, er komme mit dem „Berliner' und Wanderstab ober in abgetragen« GlacöeS, einfach abweisen? Das wäre Unrecht! WaS der Wanderbruder direkt verzehrt, daS mag man ihm gerne geb«; sonst aber sei man recht vorsichtig. In Magdeburg hat man die Hülfe folgendermaßen gegeben: Die „Herberge zurHeimath' verkaufte Gutscheine für Frühstück, Nachtquartier, Mittags- und Abendbrot»; desgleichen für Einzelne Kleidungsstücke. Mit Wasserzeichen eingedrückte Zahlen geben nur d« Gebern und dem Hausvater verständlich an, was dem Vorzeiger gegeben werden sollte. Der Hausvater hatte bas Recht, je nach
3n einer Polemik mit der .Kreuzzeitung' schreibt ber letzter« in einer .Berichtigung' unten» 18. Februar der Antisemit Herr Liebermann von Sonnenberg:
«ES ist unwahr, daß ,bi< Konservativen bi» heute "kW keinen einzigen Wahlkreis der deutschsocialen Reform- p°nei in Angrff genommen haben. Thalsächlich hatten sie in Dresden den Grafen Bismarck aufgestellt und suchen, "siwbtm dieser abgelehnt hat, einen neuen Kandidaten. In eifeen haben sie den Abg. Sachfee, in Neustettin den Landrath von Bon in und in Marburg zuerst den »uigermeiftei Rauch und jetzt den Bürgermeister Pitz auf- gestellt.'
Hierzu ist zu bemerken, daß die letzte Behauptung des genannten Antisemiten falsch ist. Die .Krzztg.' aber bemerkt weiter: „Unsere Feststellung, daß die konservative Partei bis heute keinen einzigen Wahlkreis der deutschsozialen Reformpartei in Angriff genommen habe, wird durch die „Berichtigung' des Herrn Liebermann von Sonnenberg lediglich be- ftätigt, denn bie Wahlkreise Meißen, Neustettin und Marburg find eben nicht durch Mitglieder der .deutschsoziale» Reformpartei', sondern durch ben wildantisemitische» Abg. Lieber und bte Abgg. Förster und Böcke! besetzt, welch letztere 6eibe der Richtung Ahlwardt angehören, für deren Vorgehen in Kolberg Herr Liebermann von Sonnenberg ja jede Verantwortung ab lehnt; daß in Dresden aber noch kein konservativer Kandidat aufgestellt ist, girbt Herr Siebermann von Sonnenberg selbst zu.
Deutsches Reich.
Berlin, 20. Februar. Se. Majestät der Kaiser hörte gestern Vormittag von 10 Uhr an bie Vorträge des Chefs des Generalstabes der Armee, Generals Grafen von Schliesse» und des Chefs des Militärkabinets, Generals von Hahuke, und nahm demnächst zahlreiche militärische Meldungen entgegen.
Se. Majestät ber Kaiser, tief ergriffen von dem schweren Unglück, welches so viele brave Berg- leute auf ber Zcche Carolineuglück betroffen, hat den Minister für Handel und Gewerbe beauftragt, den Betheiligten seine Theilnahme auszuspreche» und zu berichten, was etwa zur
neuer »sprech, Cassel, 198 an ireetiov