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Telephon 65.

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(Nachdruck verboten.)

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war. Deßhalb befaßte er in Folge erneuter Vor- kommnisie nochmals die Fakultät mit der Angelegen­heit, und als dies vergeblich blieb, lag allerdings aller Anlaß vor, die wünfchenSwerthe Sicherheit der rechtlichen Grundlage für ein weiteres Vorgehen zu schaffen. Von einem widersprechenden Verfahren des Ministers kann demnach, so schreibt dieNordd. Allo. Zig." nicht die Rede sein. Einige Blätter be­gnügen sich aber nicht damit, den Kultusminister der Inkonsequenz zu zeihen, sondern sie stellen die Sache auch so dar, als ob dieser lediglich auf Beweiben des Ministers des Innern gehandelt habe, und der Letztere als der eigentliche Urheber der Regierungs­vorlage anzusehen sei. Ja, die Lächerlichkeit wird noch weiter getrieben: es sollen sogar die Fragen, welche die Fakultät s. Z. Herrn Arous vorlegte und die natürlich lediglich von ihr selbst oder ihrem Dekan formulirt waren, im Ministerium des Innern entworfen fein! Es bedarf keiner Bemerkung, daß mit all diesen Dingen der Minister des Innern nicht das Mindeste zu thun gehabt hat, und daß überhaupt an dem ganzen Gerede kein wahres Wort ist.

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Roman von O. Elster. (Fortsetzung.)

Die »Nationallib. Korresp." schreibt: Sicherem Vernehmen nach ist cs den marinefreundlichen Elementen im Centrum nicht gelungen, für die gesetzliche Sicherung des von der Regierung als unerläßlich bezeichneten Flottenmindestbestandes eine ausgiebige Anzahl von Fraktionsmitgltedern zu gewinnen. Darüber, daß die Regierung, nachdem sie vor breitester Oeffentttchkeit die Bedürfnisse des Reiches zur See dargelegt, auf dem Flottengesetz bestehen muß und auch bestehen wird, ist man auch im Ccntrum unterrichtet.

als solche hier: die Durchführung des Börsen- gesetzes, wirksame und konsequente veterinär- polizeiliche Maßnahmen dem Auslande gegenüber, die Beseitigung der Steuer­kredite der gemischten Transitläger.

DieAgrarier" haben, wo eS sich um die großen nationalen Fragen handelte, st e t s ihre Pflicht gethan, ihre Vertreter haben 1893 die Durch­führung der Armeereform ermöglicht, ihre Vertreter und nicht die der großen Städte und unserer Seehandelsplatze werden 1898 das Deutsche Reich in den Stand setzen, unsere Flotte so zu verstärken, wie das den Interessen des Handels, der Industrie und unserer Wehrkraft entspricht."

Diese Ausführungen, an welche sich ein begeistertes Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und die Bundes- fürsten schloß, wurden mit lebhaftem Beifall aus­genommen.

Wangen überflammte tiefe Gluth und aus ihren Augen perlten heiße Thränen des Glückes, nie geahnter Selig­keit auf seine Hände, welche die ihrigen so warm und fest umschlungen hieltcn. Sie hatte geahnt, daß diese Stunde kommen würde; sie hatte gewußt, daß er sie liebte, und sie hatte gefühlt, das auch ihr Herz ihm in inniger Liebe entgegenschlug. Sie hatte sich vor­bereitet auf diese Stunde. Sie wollte ihm alles sagen, was sie gelitten, was sie Schlimmes in ihrem Leben erfahren, was sie von der Sette ihres Gatten ge­zwungen und was sie jetzt nöthigte, auf seine Liebe, auf ihr Glück zu verzichten. Mit den ruhigen Worten der schwesterlichen Freundin wollte sie dann zu ihm sprechen und die Regung des eigenen Herzens muth- voll unterdrücken.

Und jetzt, da der Augenblick gekommen, jetzt fand sie die Kraft nicht dazu.

Seine Worte klangen so sehnend, so flehend, so glück- und liebeverheißend in ihr Herz, das selbst nach Glück und Liebe sich sehnte, das ihm entgegen jauchzte in der heiligen Freudigkeit eines liebenden, reinen Frauenherzens.

Und um sie brausten und flüsterten die weichen Akkorde des Waldes I Die Strahlen der Sonne um­woben sie mit goldenem Netz! Die Stimme der Vögel über ihnen schienen in schmelzenderen Tönen zu singen und die Blumen zu ihren Füßen in leuchtenderen Farben zu glühen.

Ihre Hände zuckten in den seinen. Fester, wärmer, inniger umfaßte er ihre Hände, die sich vergebens be­mühten, sich loszulösen. Scheu blickte sie zu ihm auf, ihre Lippen öffneten sich, als wollte sie sprechen, doch nur ein seliges Lächeln umschwebte sie nnd aufschluchzend sank Elfriede an seine Brust.

sein, glücklich wie ein Stinb, das nicht an die Ver­gangenheit, nicht an die Zukunft denkt."

Wieder warf sie sich an seine Brust und um- schlang ihn mit den Armen. Die strenge Zurück- hattung hatte sie abgestreist, sie war ein glückliches, liebendes Weib, das nur dem Geliebten und der Gegenwart lebt. Sie ergriff ihn bei der Hand und zog ihn mit sich fort, tiefer in den Wald hinein. Jubelnd kam die kleine Elfriede herbeigesprungen und brachte der Mama bunte Blumen und rothe Erd­beeren. Im Waldesschatten, auf moosigem Grund lagerten sie und verzehrten wie glückliche Ander die Beeren, welche ihnen die Kleine lachend und jubelnd in den Mund steckte. Daun schmückte sie ihn mit Blumen, steckte einen grünen Zweig an seinen Hut, den fie mit einem Kranz aus Eichenblättern umwand. Lächelnd ließ es sich Arno gefallen. Er war glücklich, sah er doch, daß das Glück auf ihren Wangen glühte, in ihren Augen glänzte.

Die Sonne sank unter dem Rochusberg jenseits deS Rheins nieder, als man ans dem Walde trat, um sich zur Heimkehr zu rüsten. In rothflammenden Gluthen prangte der westliche Himmel und als feurige Kugel tauchte der glühende Sonnenball in die Wolken, welche wie flüssiges Gold erglänzten. Elfriede breitete die Arme aus, die Worte eines Liedes, das sie vor einigen Tagen gelesen, fielen ihr wieder ein und mit träumerischen Augen in die finkende Sonne schauend sprach sie tiefbewegt:

»Mich faßt ein Sehnen so grenzenlos

Ich streckte die Arme Dir zu,

O könnt' ich versinken, o Sonne, so groß,

S» herrlich verklärend, wie Du!"---

(Fortsetzung folgt.)

legt werden. Aber auch abgesehen von dieser Ge­fahr, die nur für die Export-Industrie in Betracht kommt, ist die Industrie in gegenwärtiger Zett einer so schnellen Expansion fähig, daß Werke, die heute noch hoch rentieren, in kürzester Frist zu einem Werihe herabsinken können, welcher den der in ihnen steckenden Baumaterialien nicht übersteigt.

Einer solchen schnellen Expansion ist das heimische landwirthschaftliche Gewerbe mindestens in seinen Hauptproduktionen, dem Getreidebau und der Vieh­zucht, nicht fähig. Wird unserer Landwirihschaft ein genügender Schutz gegen das Ausland zu Theil, so wird sie zwar keine hohe, aber eine sichere und stetige Rente abwerfen und damit das festeste nicht zu er­schütternde Fundament unseres wirthschaftlichen Lebens sein. Heute kämpft sie, wie Minister v. Miquel es s. Zt. im Reichstage ausführte, einen Kampf auf Leben und Tod zum schweren Schaden unserer Gesammt- beit. Tas wird noch viel schärfer und klarer hervor­treten, sobald unsere Industrie mietet eine rückläufige Bewegung annimmt.

Die bekannte und vielbesprochene Erklärung des preußischen Landwirthschaftsministers hat in den Kreisen unserer landwirthschastlichen Bevölkerung nur angenehm berühren können. Aber, meine Herren, von der Lippe bis zur That ist der Weg noch viel weiter als bis zu des Bechers Rand. Worte allein, und wenn sie noch so wohlgemeint find und noch so sehr ehrlicher Ueberzcugung entsprechen, woran ich nicht zweifeln will, thun es nicht mehr, wir wünschen Thaten. Der Worte sind seit 1890 genug gewechselt, über die Thaten will ich lieber schweigen. Kann einer unserer Minister, wie der Ministerpräsident der fran­zösischen Republik sagen: Zur Lösung der Währungs­frage der bedeutsamsten für unsere Produktion haben wir in vollem Umfange unsere Pflicht gethan? Wir haben uns nicht einmal zu kleinen Vorschlägen zur Hebung des Silberwerthes emporschwingen können. Diese Haltung Deutschlands hat den englischen Macht­habern, den Bankiers der Londoner City, ihren Sieg außerordentlich erleichtert. Ist aber die Lösung dieser Frage in nächster Zeit nicht möglich, so müffen wir noihgedrungen zu Zollsätzen von ganz anderer Höhe übergehen, als das erforderlich wäre, wenn das Silber remonetifirt und die Valutadifferenzen beseitigt würden. Das darf niemals übersehen und muß bei jeder entsprechenden Gelegenheit scharf hervorgehoben werden.

Das Wohlwollen unserer schwergeprüften Land- wirthschaft gegenüber werden wir am besten aus Thaten und zwar aus Thaten, die nicht mehr lange auf sich warten lassen, erkennen. Ich nenne

Marburg

Freitag, 18. Februar 1898.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartal-Aboimements-Preis bei der Expe­ditton 2 Dw., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnserttonsgebilhr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Elfriede, meine Elftiede," flüsterte er innig und warm. Sie aber preßte sich an sein Herz und duldete seinen heißen Kuß. Die Welt versank, der glückspendende Zauberschleier der Maja verhüllte sie ihrem Ange und ihrem Herzen.

Ja, Arno," sprach sie leise,ich liebe Dich, ich habe Dich all' die Jahre hindurch gellebet und wie Dich mein Bild umschwebt, so lebst Du in den Träumen meines Herzens. Ich liebe dich, mein Arno . . . ."

Er kniete zu ihren Füßen. Sie umfaßte mit den Händen sein Haupt und sah ihn mit leuchtenden Augen an. Dann zog sie sein Haupt an ihr Herz und küßte ihn auf die Stirn und Augen.

Dank, tausend Dank, Elftiede . . . o, wie segne ich diese Stunde, welche uns auf immer vereint hat..."

Elftiede erbebte. Sie schob ihn sanft zurück. Die Wirklichkeit gewann wieder Macht über sie, die Wirk­lichkeit, welche sie auf eine kurze, selige Spanne Zeit vergessen hatte. Ihre vorhin so helle», leuchtendes Aut- litz verdüsterte sich. Dann schlug sie die Hände vor das Gesicht und saß schweigeub in heftiger Erregung von Zeit zu Zett zusammcnschanderud da.

Erstaunt blickte Arno auf die Geliebte.

Was ist Dir, Elftiede?"

Sie raffte sich auf. Ihr Gesicht war ruhig ge­worden, die Thränen verstecht, um ihre Lipven spielte ein süßes, seliges Lächeln.

Laß uns nicht von der Zukunft sprechen, mein Arno," sprach sie.Vergangenheit und Zukunft ge­hören nicht den Menschen, wohl aber die Gegenwart und die Gegenwart an Deiner Seite ist so schön so schön .... morgen will ich Dir Autwoit geben auf all' Deine Fragen, heute laß mich nur glücklich

Deutsches Reich.

Berlin, 16. Febr. Heute Vormittag besichtigte Se. Majestät der Kaiser die Modelle zum Marstall- bau im Atelier des Prof. Lessing und unternahm darauf den gewohnten Spaziergang im Thiergarten. Von 9 Uhr ab Hütte er sodann den Vortrag des Chefs des Civilkabinets, Wirkt. Geh. Raths Dr. b. Lucanus, und daran anschließend denjenigen des Oberst Schubert vom Eisenbahnregiment Nr. 1. Zur Frühstückstafel waren geladen der Großherzog von Sachsen und die Prinzessin Heinrich mit den Gefolgen, der Prinz Max von Raiibor mit Gemahlin und die Prinzessin von Thurn und Taxis. Ihre Majestät die Kaiserin besuchte mit der Fran Pnuzesstn Heinrich von Preußen geftem Vormittag das Hohenzollern- Museum.

Umschau.

Da über die Gesetzesvorlage, betr. die Disziplinär- Verhältnisse der Privatdozenten, nichts Rechtes mehr zu sagen ist, verlegen sich einige Blätter neuerdings darauf, Einzelheiten zu der Sache zu berichten, die der thatsächlichen Grundlage vollständig entbehren. Namentlich bemüht man sich, die Sache so darzustellen, als ob der Kultusminister seine Auffassung über den Fall Arons gewechselt habe. Was dafür angeführt wird, erscheint kaum der Widerlegung werth. Aller­dings hat Dr. Arons sich s. Z. geweigert, dem Univer­sitätsrichter Rede und Antwort zu stehen. Daraus sucht man nun zu folgern: wenn der Minister es dabei bewenden ließ, so kann sich dies nur so erklären, daß er an sein Recht zur Remotion selbst nicht glaubte. Nun ist aber thatscchlich unrichtig, daß es bei jener Weigerung fein Bewenden behielt. Vielmehr wurde darauf die Fakultät angewiesen, die verantwortliche Vernehmung selbst auszusuhren. Nachdem dies ge­schehen war, ertheilte sie dem pp. Arons die bekannte Verwarnung. Erst damit war die erste Instanz er­ledigt, und es konnte daher die Frage, ob Arons im Aufsichtswege zu removiren sei, gar nicht früher ent­stehen. lieber die Gründe, weshalb der Minister diese Frage nicht sofort in die Thai umsetzte, Hot er sich im Abgeordnetenhause so deutlich wie nur möglich ausgesprochen. Er war von Anfang an darüber uicht im Mindesten im Zweifel, daßein erklärtes Mitglied der sozialdemokratischen Partei als Lehrer an einer preußischen Hochschule" nickt belassen werden dürfe; aber er hielt cs nicht für rathsam, auf einem bestrittenen Rechtsboden vorzugehen, zumal nach der persönlichen Lage der Sache keine Gefahr im Verzüge

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»Ich danke Ihnen, Elftiede," entgegnete er be- *8t,aber ich bin noch nicht fertig mit meinen Mttheilungen--nein, nein, lasten Sie mir

An Hand, sonst finde ich den Muth nicht. Ihnen »sagen, was mein Herz tiefer bewegt, als jener Ent- lchluß, der doch nur dem kühl überlegenden Verstände vltsprungen ist. Elftiede, Sie wiffen schon längst, $e es um mein Herz bestellt ist I Schon vor Jahren md wir uns begegnet, schon vor Jahren schlug mein Herz Ihnen in heißer Leidenschaft entgegen was «mal» Leidenschaft war, es hat sich zu tiefer, unaus­löschlicher Liebe verklärt I Ich habe Ihr Bild alle «e Jahre, da ich fern von der Heimmh »eilte, im «rjen getragen! Ihr Bild begleitete mich auf allen Aiuen Wallfahrten, begleitete mich in bie Urwälder, die ^ildniß, eS umschwebte mich in allen Gefahren, es

vor meinen Augen, als ich mit dem Tode rang, 8 schwebte als Hoffmingsstern vor mir her, als ich Heimath zurückkehrte, seine leuchtenden Farben «unten durch die Worte vomrtheilsvoller Menschen Ktlübt werden, aber Heller denn je strahlt Ihr Bild W in meinem Herzen, aus dem eS niemals wieder ^drängt werden wird Elftiede, Sie find frei, p sind Herrin über Ihr Herz und Ihre Hand darf ich Sie denn fragen, ob Sie mich lieben «Wien, ob Sie Ihr Leben mit dem Meinen auf immer

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

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il 69* k. Tief senkte sich der braune Schettel der jungen

*ra*; ihr Herz klopfte in hastigen Schlägen, ihre

große landwirthschaftliche Woche

hat am Montag in Berlin mit der Generalversammlung de» Bundes der Landwirthe einen viel «rsprcchcndcn Anfang genommen. Die große im­posante Versammlung legte von der Kaiser- und reichstreuen loyalen Gesinnung der erschienenen Agrarier" nichts beftotoeniger, aber auch von ihrem festen Willen, ihre berechtigten Ansprüche beharrlich und entschieden zur Geltung zu bringen, ein beredtes Zeugniß ab. Bei solcher Gesinnung und solcher Thatkraft, wie sie die deutschen Landwirthe beseelt, kann eS an einer endlichen Uebertoinbung der Agrar­gegner, bie zu einem letzten Versuche, ihre Herrschaft za sichern, zur Sammlung blasen, nicht fehlen.

Am Dienstag begann bie Vereinigung der Steuer- unb Wirthschaftsformer, der bewährten Pioniere für eine gerechte nationale Wiith- schastspolitik, ihre Berathnngen. Die Eröffnungsrede de» Henn Grafen von Mirbach war von hervor­ragender programmatischer Bedeutung. Wir geben fie darum nachstehend in ihrem Wortlaute:

Unserer Vereinigung liegt die Förderung des wirthschaftlichen Lebens ob, nicht allein oder vorzugsweise im Gebiete der Landwirih- schaft. Wir können es nur mit Freude begrüßen, ®enn Industrie und Handel im verflossenen Jahre einen weiteren bedeutsamen Aufschwung nahmen und reiche Erträgniste abwarfen. Deutschland bedarf aber schon wegen seiner Lage zwischen mächtigen Nachbarn, welche über die stärksten Arme n gebieten, der sorg- Migen Pflege aller wirthschaftlichen Kräfte und »icht an letzter, sondern an erster Stelle der Pflege seiner Landwirthschaft. Das konnte ohne Schwierig lest geschehen, wenn wir einen richtigen Weg zum Abschlüsse unserer Handelsverträge beschritten hätten. Wir mußten uns zuförderst einen hohen autonomen Zolltariff schaffen unb auf dessen Grundlage kontra­hieren. Dann brauchten wir bie Landwirthschaft nicht, wie geschehen, preiszugeben; unser wirtschaft­liches Leben wäre viel gesunder, viel fester und sicherer fundiert, als das jetzt der Fall ist. Das «obile Kapital ist seiner Natur nach international, durch nichts an die heimische Scholle gefesselt, verläßt wie die Ratten, allemal ein sinkendes Schiff. Der Handel hängt auch von dem Blühen und Gedeihen der Landwirthschaft ab. Die Industrie, deren hohe bollswirthschaftliche Bedeutung ich durchaus nicht ver­kenne, ist aber ihrer Natur nach doch ein mehr ober wniger unsicheres Gewerbe. Soweit sie auf ben ®0)«rt angewiesen ist, kann sie burch ein Erstarken ber konkurrierenben ausländischen Industriezweige lahmge-

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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieser Blatter, sowie die Amr'mcen-Bureaur von Haasenstein & Vogler in qq Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Men; Rudolf vO.

Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. Rfi

Daube & Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari» Lerepyon .

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