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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain Jllustrirtes Sanntagsblatt.

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Telephon 55.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Ouartal-Abonnements-Preis bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postäuitern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile oder bereu Raum 10 Pfg.. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg

Donnerstag, 10. Februar 1898.

Anzeigen nimmt entgegen die Etz-editio» dieser Blatte«, sowie die Anmmcen-Bureaux von Haaseustein & Vogler in Frankfnrt a. M., Casiel, Magdeburg und Men; Rudolf Moste in Frankfurt a. M., Berlin. München u. Köln, C. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari»

33. Jahrg.

Telephon 55.

Wähler-Gedanken, in.

So sehen wir in Bezug auf dir auswärtige Politik Alles zur Zuftiedenheit jedes Deutschen in die thunlichst besten Wege geleitet nnd widmen, auf bk innere Politik des Reiches übergehend, zunächst dessen Existenz-Sicherung einige Worte, also denjenigen Faktoren, welche die Wehr und den Schutz Diserer deutschen Lande bilden: Heer und Flotte. Unser Heer, das zu sagen ist jeder Deutsche voll be­rechtigt, ist nicht nur unser Schutz, es ist unser Stolz. Nustergiltig für die Staaten aller Welt steht eS da, einzig in seiner Ausrüstung und Schulung, in seiner Disziplin, eine Armee, herangewachsen nach dem Vor- bilbe der preußischen Soldaten, ihrer Heerführer und Offiziere, die Pieußen trotz aller Fährniß und in schwersten Zeiten groß gemacht, eine Armee, gestählt durch den schlichten und demüthigen, dem Kriegsherrn und dem Vaterlande mit Gut und Blut ergebenen Sinn, der zu den Siegen der Preußischen Könige »erholfen und der schließlich in den Kämpfen gegen den Erbfeind uns von Sieg zu Sieg geführt vor nun bald drei Dezennien I Diesem Heere wird der deutsch denkende Wähler gern DaS bewilligen, was nach der Sachverständigen Erkenntniß nöthig nnd nn- erläßlich ist Angesichts der Rüstungen unserer Gegner. Wollten wir unser Heer in seiner Wehrhaftigkeit, in bei Beschaffenheit seiner Waffe» zurückstehen lassen hinter den Armeen der anderen Staaten, nun so hieße dies, nicht nur den Bestand des Reiches erschüttern »ollen, sondern auch den gesammten Wohlstand der Ration dem stärkeren und besser gerüsteten Feinde preisgeben. Unser Heer bildet aber für unsere, durch Jahrhunderten entstammende Erfahrung trefflich ge­ordneten Institutionen in Staat und Reich, für die Monarchie, für Geltung von Gesetz und Recht n. s. f. auch eine starke, nie wankende Schutzwchr n«h innen. Ist schon nicht zu bestreiten, daß die allgemeine Wehr­pflicht in unserer Zeit Angesichts der umstürzlerischen und unbotmäßigen Tendenzen, welche gewissenlose Agitatoren der Jugend schon zeitig einflößen, auf das Erfreulichste moralisch regenertreud wirken muß, so sorgt andererseits, deß mag jeder deutsche Wähler gewiß sein, die deutsche Heeresverwaltung auf das Eifrigste und Gewissenhafteste dafür, daß sozialdemo- dattsche Lehren nicht in das Heer verpflanzt werden. Hierin ist der Grund zu suche», aus dem die Bolksver- führer, die jedwede Autorität zu untergrabe» bestrebt sind ord deren Haupttreibpflanze für ihre dunklen Zwecke daS Blümchen Unzufriedenheit ist, auf die nur denkbarste Weise in Wort und Schrift bestrebt sind, das An­

sehen unseres, in der gesammten Welt einzig dastehenden Offiziercorps herabzusetzen. Dazu benutzen die Sozial­demokraten, wie ihre Vorftucht, die Demokraten, in nicht erst neuerer Zeit besonders gern die Reichstags- tribüne, die ihnen als Abgeordneten Immunität garantirt. Hinter ihr läßt sich's trefflich in's Blaue behaupten. Aber genügt hat diesen Parteien diese Immunität noch nicht. Mehr als einmal haben fie, um das Offiziercorps kompromittiren zu wollen, nicht zu feigen, sondern zu unlauteren Mitteln ge­griffen: zum Verrath geheimer militärischer Akten­stücke, der nur durch Bruch des Amtsgeheimnisses möglich war. Genützt hat es ihnen, den Sozialdemo­kraten nichts, sondern auch dies Mittel fiel schließlich lediglich zum Vortheile unserer Heeresverwaltung aus, indem die Kundgabe der entwendeten Aktenstücke auf'S Glänzendste ncchwies, wie man im deutschen Heere von oben herab auf das Eifrigste bemüht ist, jedweder Mißhandlung Untergebener durch Vorgesetzte mit aller Strenge entgegenzutreten.

Neben unserem Landheere aber ist es die deutsche Flotte, für deren Verstärkung wenigstens auf die unerläßlichste Zahl von Schlachtschiffen, Kreuzern nsw. der deutsche Wähler zum künftigen Reichstage dadurch zu sorgen hat, daß er keinem der Reichs­nörgler, die über unser Heer und Flotte und deren Bedürfniffe natürlich Allesbesser" verstehen, als unser Kaiser und seine Admirale und der Staats­sekretär des Reichsmarine - Amts, sonder» einen echt d e n t s ch e » M a n n wählt, der auf die sach­verständigsten Faktoren im Reiche, von denen et weiß, daß sie aus treuestem Pflichtgefühl allein diese Opfer für des Reiches und seines Handels Sicherheit zur See fordern, denn doch tausendmal mehr giebt, als auf die sozialdemokratischen und demokratischen Schreier und Agitatoren, von denen die meisten noch nicht die See, geschweige denn ein deutsches Kriegsschiff ge­sehen haben aber wacker darauf los behaupten, daß die neue Flotten - Vorlagennnöthig, eine Schmälerung der Volksrechte, ein neues Moment zum Steuerdruck aufs Volk sei." Solchem Geschrei der Sozialdemokraten und Demokraten gegenüber wollen wir hier nur der eingehenden Denkschrift Erwähnung «jun, welche jüngst das Reichs- marine-Amt veröffentlicht hat, um zu beweisen, daß die gegen die jetzige Marine-Vorlage geltend ge­machten Bedenken unberechtigt sind. Diese Denkschrift vergleicht mit einem reichen tabellarischen Material die Ausgabe» Deutschlands für Militär- und insbe­sondere Marine-Zwecke mtt denen der anderen Mächte und dehnt diese Vergleichung auch auf die Handels­marine aus, indem sie de» Werth des Seehandels mit dem Werthe der Ausgabe» für den Seeschutz

zusammenstellt. Es ergiebt sich daraus, daß die andern Großmächte für Landesvertheidigungszwecke zum The« ganz erheblich mehr ausgeben als Deutsch­land, höchstens mit Ausnahme von Oesterreich-Ungarn. AuS den graphischen Tabellen, die von dem Ver- hältniffe der Handelsflotte zu der Seeschutzmacht handeln, kann man ersehe», daß die gewaltige Handels­flotte Deutschlands verhältnißmäßig den geringsten Schutz genießt und daß Staaten mit viel schwächerm Seehandel sehr viel größere Mittel aufwende», um ibm denjenigen Rückhalt zu geben, ohne den er im Auslande und namentlich in minder civilisirien Gegenden nicht gedeihen kann. In Bezug auf die Handelsflotte wird Deutschland nur von England übertroffen, wogegen nicht nur England, sondern auch Frankreich, Japan, die Vereinigten Staaten und Rußland sehr viel mehr, das finanziell wenig leistungs­fähige Italien aber beinahe ebenso viel ausgeben.

Möge man es nun unendliche Schraube oder naturgemäße Entwickelung nennen, es ist jedenfalls nicht zu vermeide», daß die einzelnen Staaten den von den andern gemachten Aufwendungen Rechnung tragen müffen und nicht hinter ihnen zmückbleiben könne», und der Denkschrift gebührt jedenfalls das Verdienst, den Nachweis glänzend geführt zu haben, daß wir das immer noch mit weit weniger Be­lastung vermögen, als andere theilweise finanziell schwächere Staate». Die deutsche Handelsflotte, deren Schutz einen wesentlichen Theil des Marine- Programms bildet, hat sich im letzten Jahre ganz gewaltig gehoben nnd wird aller Voraussicht nach diese steigende Bewegung fortsetzen, also andauernd den Schutz und Rückhalt immer nöthig haben, den mau jetzt vom Reichstage verlangt. Es haben nicht nur im Reiche selbst schon zahlreiche Versammlungen deutschgesinnter Männer den Flottenplan durch sympathischeste Kundgebung nach Vorttägen von Sachverständigen rückhaltslos und freudig zu­gestimmt, es habe» nicht nur die bedeutendsten Ver- tteter der deutschen Industrie wie die Handelskammern jüngst jene imposante Berliner Kundgebung zu Gunsten der Marine-Vorlage veranstaltet, sonder» auch aus dem Auslande kommen aus allen Weltgegende», wo Deutsche wohnen, Zustimmungkn und Zuschrift.», die dem Kaiser und seiner Regierung Dank für diese Vorlage sagen und ihr Gesetzwerden durch einen deutschen Reichstag mit Bestimmtheit erhoffen. Was besagt dem gegenüber dasBesserwissen" der Reichsnörgler, der Sozialdemokratie und der An­hängerschaft der Verneinungskünstler im Gefolge Eugen Richters und Löb Sonnemanns I

Ehe wir nun in Untersuchung der Dinge, wie sie in Wahrheit heute im Innern des Reiches liegen,

weiter vorschreiten, möge sich der deutsche Wähler vor Augen halten, wie die henttge Stellung der Wählerschaft in den Parteien ist. Er wird hierbei nicht lange die Einzelprinlpien der Parteien, die wie gesagt, der deutschen Sache gegenüber erst in zweiter Linie stehen, zu sondiren brauchen, sonder» aus Allen finden, daß sich heute die Wähler wieder in zwei Gruppen theilen: in die reichstreuen Wähler und in die Gefolgschaft der D e m a g o g i e. Wer diese Unterscheidung macht, wird heute stets und immer dafür eintreten müssen, daß Conservative, Freiconservative und National- liberale, wie alle sonstigen reichs­treuen Wähler zu dieser Reichstags- wahl zusammen stehen müssen, woeS nur möglich ist gegen die Demagogie! Zn letzterer rechnen wir die Sozialdemokraten, die radicale Demokratie, die Nattonalsozialen, so wett sie in Gefolgschaft der Herren Naumann, v. Gerlach, Kötz'chke u. s. f. sind, die demagogisch vorgehenden Antisemiten und auch beide Schattirungen des Freisinns: die Eugen Richter'schen fteisinnige» Volks« parteiler und die Gefolgschaft der Herren Rickert und Barth!

Umschau.

Der deutsche Landwirthschaftsrath nahm vorgestern in seiner Plenarsitzung nach­stehende, vom Grafen Kanitz beantragte Reso­lution an: 1.Für die anderweitige Regelung der Handelsbeziehungen Dentschlands zum Auslande ist das Prinzip der Tarifautonomie zu empfehlen. 2. Vor Abschluß neuer Handelsverträge ist sorgsam zu prüfen, in welchem Maße die wichtigsten einheimi­schen Erwerbszweige (Groß- und Klein - Industrie, Land- und Forstwirthschaft, Fischerei u. s. w.) des Zöllschutzes gegenüber der ausländischen Konkurrenz bedürfen Die so ermittelten Zolllätze werden in einem Minimaltarif eingestellt und jede vertrags­mäßige Herabsetzung oder Bindung derselben vorweg ausgeschloffen. Sodann ist ein Generaltarif auf» zustellen, welcher für bif wichtigsten Handelsartikel erhöhte Zollsätze enthält. Auf Grundlage dieses Generaltarifs können VertragsVerhandlungen mit anderen Ländern eröffnet und Zahlungser Mäßigungen bis herab zu den Sätzen des Minimaltarifs unter Voraussetzung angemessener Gegenleistungen und Garantie» gewählt werden. 3. Die bestehenden Meistbegünstigungsverttäge find mit selbstver- stündlicher Ausnahme der deutsch - französischen Ver­tragsbestimmungen von 1871 rechtzeitig zu

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(Nachdruck verboten.) ^ernannt

Roman von O. Elster.

(Fortsetzung.)

Herr Baron werden sicherlich nicht gestört iverden, die Zimmer, welche neben denjenigen des Hrnn Baron liegen, bewohnt eine Dame mit ihrem Töchterchen und einer alten Dienerin. Die Dame lebt fihr zurückgezogen und still."

Eine plötzliche Verrnnthnng blitzte in den Augen Fremden auf.

338er ist die Dame?" fragte er hastig.

Eine Frau v. Kastner, Herr Baron."

Ah, ich kenne fie nicht. Führen Sie mich «ff mein Zimmer, Johann," wandte er sich an den Diener. Ich bitte, den Thee mir auf das Zimmer M bringen."

Sehr wohl, Herr Baron."

Der Garten des Hotels dehnte sich bis zu dem «« dieser Stelle schroff abfallende» Naheufer aus. Blumenanlagen, grüne Rasenplätze, schattige BosguetS ®b hohe Baumgruppen wech leiten mit einander ab, 8 Auge mit ihren helleren und dunkleren Farben kryuickend. Gegenüber dem Garten erhob sich der «wzenberg, bis zum Gipfel begränzt mit Rebengärten, Ansehen denen das graue und röthliche Gestein der 8kffen hindurchfchimmerte. Hoch oben auf der Kuppe glänzte im letzten Strahl der sinkenden Sonne das Schlößchen und das steinerne Löwenbild, während «nuten im Thal bereits die Schatten deS Abends *enschtcn. Die Klänge der Kürhausmusik schallten J** in einzelnen abgerissenen Akkorden herüber. Auf *tOt Wasserspiegel des Flusses schossen die kleinen,

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schmalen Ruderboote gleich schlanken Fischen, in laut­loser Hast Herüber.

Der Kranke nahm auf dem dicht vom wilden Wein umrankten Balkon Platz, welcher sich vor feinem Schlafzimmer befand, während der Diener einige Zeitungen und Briefe vor ihn auf den Tisch legte und sich dann entfernte. Aber des Kranken Augen schweiften gedankenvoll über den Garten, ohne daß er die Postsachen beachtete. Er stützte da» Haupt in die Hand und seufzte tief auf.

Sie muß es fein," flüsterte er vor sich hin. Meine Augen können sich nicht getäuscht haben, nach­dem ihr Bild Jahre hindurch mir vor der Seele ge­schwebt hat. Aber was nutzt es, die Bekanntschaft jetzt zu erneuern. Sie hat mich niemals geliebt, sonst hätte sie auf meinen Abschiedsbrief doch mit einigen Zeilen geantwortet. Sie ist kalt und herzlos und jetzt .... jetzt hat fie auch den Gatten verlassen . ... Ah! Wie man sich in den Menschen täuschen kann. Meine Ehre würde ich zum Pfände gesetzt haben, daß jene Fran makellos durch das Leben wandle..."

Ein helles Kivderstimmchen weckte ihn ans seinen Träumen. Es klang von dem nebenanliegenben Balkon herüber.

Sieh nur, Mama, der schöne Mond!" so rief das Kind und beugte sich über den Rand des Balkons, um das langsam am Himmel emporsteigende Gestirn der Nacht besser beobachten zu können.

Der Kranke bog vorsichtig und leise einige Blätter des wilden Weins zur Sette. Er vermochte so einen Blick auf den Nachbarbalkon zu werfen, welcher an dieser Seite von den Ranken des Schlinggewächses nicht überwuchert war.

Er schrack zusammen.

Eine schlanke Frauengestatt neigte sich zu dem Kinde nieder, strich mit leichter Hand über d u blonden Scheitel des kleinen Mädchens und sagte mit fteundlicher, sanfter Stimme:

Ja, meine Maus, hier ist es schön und hier wollen wir den Sommer über bleiben .... Sieh' nur, jetzt tauchen auch die Sterne aus dem tiefen Blau des Himmels hervor. DaS find die Acuglein der Engel deS lieben Gottes, welche über die artigen Kinder wachen, wenn fie in ihrem Bettchen schlafen."

Andachtsvoll schaute das Sind zu den Sternen empor, indem es sich in die Arme der Mutter schmiegte.

Der einsame, kranke Manu ließ die Blätter deS wilden Weins znrückfalleu und schlug die Hände vor das Antlitz.

Sie ist es, sie ist es," flüsterte er mit bebende» Lippe»,Elfriede v. Saute», welche ich einst mit der ganzen Sraft meines Herzens liebte . ... Ah, daß ich sie noch einmal Wiedersehen mußte! Daß noch einmal der Traum meines Herzens lebendig werden sollte!"----

XIII.

Wissen Sie, gnädige Fran, wer unser Nachbar hier im Hotel ist?"

Nein, Törtchen, Du weißt, daß ich mich um die Leute wenig bekümmre."

Schon wahr, gnädige Frau.... Aber Sie werden sich doch noch an Baron v. d. Grotenburg erinnern . . ,"

Die junge Frau, welche mit einer Handarbeit beschäftigt auf dem kleinen Balkon ihrer Wohnung saß, erschrack.

Baron v. d. Grotenburg ist hier? Und in demselben Hotel wie wir? Und seine Fra« ?"

Aber der Herr Baron Arno war doch noch nicht verheirathet."

Baron Arno."

Elfriede erbleichte. Sie legte die Handarbeit bei Seite und erhob fich.

Du mußt Dich geirrt haben, Törtchen," ent­gegnete fie stockend und verwirrt.Baron Arno soll ja in Amerika gestorben fein."

Nun, bann ist er wieder auf gelebt," lachte die alte Dienerin.Er bewohnt die Zimmer nebenan. Ich hab' ihn gleich erkannt, obgleich er sehr gealtert hat und krank zu sein scheint. Er geht auf einen Stock gestützt und sein rechtes Bein ist steif. Vielleicht ist er deshalb hier in baS Bad geschickt."

Hast Du mit ihm gesprochen?"

Nein, gnädige Fran. Aber er hat heute Morgen Elftiedchen angesprochen, als wir im Hotelgarten waren, und hat das Kind mit so ernsten, eigenthümlichen Blicken angesehen, daß der armen, kleinen ManS bange ward und fie schnell fortlief."

Es ist gut, Törtchen. Suche die Begegnung mit dem Baron zn vermeiden. Tn weißt, daß ich mit meinen früheren Bekannten nicht mehr in Be­rührung kommen will, am wenigsten mtt den ©roten» burg'S."

,34 weiß cB, gnädige Fran. Baron Erich und die Frau Baronin haben sich gerade nicht schön be­nommen . . .*

etitt, Törtchen! Das ist vergessen und ver­sunken . . ."

Ja, gnädige Fran, wenn es auch nur für Sie vergeben und versunken wäre. Aber ich sehe, daß Sie »och immer unter der Erinnerung an jene schreckliche Zeit leiden . . ." (Fortsetzung folgt.)