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Telephon 55.

Millionen von Bajonetten entgegenzustellen, er ist im aufrichtigsten Sinne ein Defentivbund und ist die beste Friedensgarantie für unseren europäischen Contiaent geworden. Hat auch Frankreich, das nun­mehr 27 Jahre lang gegen uns den Frieden zu brechen nicht mehr gewagt hat, diesem Bunde gegen­über gelegentlich des vorjährigen Besuches seines Präsidenten Faure in der Residenz des Zaren es erreicht, daß Kaiser Nicolaus in seinem Trinkspruchc von demverbündeten" Frankreich gesprochen, so ist dadurch für uns doch eine Gefahr nicht entstanden. Denn der letzte Rath in Bezug auf unsere Außen­politik, den der greise sterbende Heldenkaiser dem Kaiserlichen Enkel im Sinne auch seines Altreichs­kanzlers gegebenees, wenn nicht nöthig, nicht mit Rußland zu verderben" diesen Rath hat Kaiser Wilhelm und seine Regierung in glücklichster Weise befolgt, und wie einestheilS die deutsche Regierung sich Namens des Reichs nicht in strittige Fragen von Art der für Deutschland bedeutungslosen Candidatur des Prinzen Georg von Griechenkan! für Kreta mischt, so ist der Kaiser von Rußlan ein'g mit unserem Kaiserlichen Herrn im festen Willen, den Frieden zu schützen und steht in Bezug auf Deutschlands Fußfassen im fernen Ostafien auf dem einzig richtigen Standpunkte, daß zum Wett­bewerb im Handel, wie in der Ausbreitung euro­päischer Kultur und ihrer Errungenschaften Platz genug in dem weiten chinesischen Reiche sei für alle Kultur­völker. Und in dem deutschen Volke ist die Besetzung Kiaotschau's mit Freuden begrüßt und ausge­nommen worden als eine Thal zu westerer Mehrung des Reiches, als ein Schritt, welche die sich mehr und mehr ausbreitende deutsche Nation in den Stand setzen wird, sich nun ergiebige Absatzgebiete zu eröffne» für den Handel, sich eine Flotten- und Kohlenstation mit sicherem Port zu schaffen in den fernen ostaflatischen Gewässer», und einem i» seiner Kultur völlig zum Stillstand gekommenen Volke von Hunderten von Millionen von Menschen die Segnungen christlichen Glaubens und christlicher Bildung zuzuführen. Weiter hat es die deutsche Nation mit Freuden sehen dürfen, wie deutsche Energie unlängst vor Port au Prince die Neger-Republik Haiti mores gelehrt, und über­dies erfreuen wir uns heute im Osten, wie im Süd- westen Afrika's eines Kolo n ia l-G eb i etes , das 5 Mal größer als daS deutsche Reich selbst, und in dem sich mehr und mehr die Früchte deutscher Intelligenz, deutscher Regsamkeit und deutschen Fleißes geltend machen; und auch diese Kolonien werden, namentlich wenn die Schwierigkeiten in Bezug auf das richtige Beamtentum und dessen Stellung zum

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der Vorstellung von Lortziug'sZar und Zimmer- mann" im König!. Opernhause beizuwohnen.

Se. Maj. der Kaiser gedenkt sich am nächsten Mittwoch Vormittag »ach Potsdam zu begeben, um den 9. Februar, au welchem Se. Majestät im Jahre 1877 zur Dienstleistung bei dem 1. Garde-Regiment zu Fuß eingetreten ist, bei dessen Offizierkorps zuzu- briugen. Weitere Ertunerungen bringt derselbe Tag an das Jahr 1889, an welchem Se. Majestät der Kaiser die feierliche Uebergabe der Säkular-Fahven- bänder zur Erinnerung an das Stistungsjahr des 1. Garde-Regiments für die ruhmreichen Feldzeichen des Regiments vollzog, und an das Jahr 1894, au welchem Se. Majestät bei und mit dem Regimente sein 25jährigeS Dienstjubiläum feierte.

Wähler-Gedanken, ii.

Wenn der deutsche Wähler fich diesen erhebenden Wandel der Geschicke seines einst zerrissenen großen Vaterlandes in richtiger Würdigung vor die Seele führt, so müßte ihm kein deutsches Herz im Busen schlagen, wollte er nicht Freude darüber empfinden, daß all' dies so herrlich hinauSgcsührt worden, wollte er nicht voll innigsten Dankes emporblicken zu dem Lenker aller Völkergeschicke. Dann aber wird fich der deutsche Wähler erinnern, daß auch er berufen, zu seinem Theile, gleich seinem Kaiser, das von den Vätern überkommene deutsche Reich zu wahren und zu schirmen, den Glanz und das An­sehen unserer deutschen Kaiserkrone zu mehren und zu fördern, einzustehen mit allen Fasern seines Herzens für deutsche Macht, deutsche Ehre und deutsche Wohlfahrt! Kann er dies einerseits, indem er stets in echt deutschem Sinne einzuwirken bestrebt ist auf seine Nachbarschaft und Umgebung, indem er dort falschen Einflüsterungen und demagogischer Auf­reizung ruhig uud sachlich entgegen zu wirken sucht, wie er nur kann, so vermag er dies eben anderer- JeitB auch durch die rechte Anwendung seines Reichs- ^tags-Wa hlrechts.

Wie es im Kleinen der Einzelne nöthig hat, zu überlegen und vorzudenken über das Wohlergehen seiner Familie, wie es seine Bürgerpflicht ist, »ach Kräften beizutrage» zur Hebung und Förderung der Interessen der Gemeinde, in der er lebt, so ist eS demjenigen, der politssch im Allzemein-Jnteresse zu denken und zu handeln fähig ist nnd mehr oder minder ist dies ein jeder deutsche Mann eine Ehrenpflicht, nachzustnnen und zu handeln im Interesse seines gesammten Volkes, seiner deutschen Nation. Die Interessen seiner deutschen Nation aber zerfallen zunächst in zwei Gruppen: in solche nach außen und solche nach innen, und diese wieder in eine politische und eine wirthschafts-politische.

Sieht fich nun der deutsche Wähler jetzt vor den bestehenden Reichstagswahlen die Lage des deutschen Reiches nach außen an, so wird er fich zunächst umzusehen haben nach dem­jenigen, was vorhanden ist, um dieses Reiches Sicher­heit zu garantiren. Da finden wir das treue Fest­halten unseres Kaisers an dem Dreibunde unseres Reiches, Oesterreich-Ungarns und Italiens. Dieser mitteleuropäische Bund, welcher stark genug ist, dem Angreifer eines seiner Mächte einen Wald von

Deutsches Reich.

Berlin, 7. Februar. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin wohnten gestern Vor­mittag der Einweihung der neuerbauten Georgen- kirche bei. Heute Morgen hörte Se. Maj. der Kaiser de» Vortrag des Chefs des Civilkabinets, Wirkl. Geh. Raths Dr. von Lucanus, und die Marine- Vorträge. Heute Nachmittag gedenkt Se. Majestät der Kaiser, mit der Prinzesstn Eulalia, Infantin von Spanien, die Kaiser Wilhelm - Gedächtnißkirche zu besuchen und heute Abend mit Ihrer König!. Hoheit

deutschen Kaufmann wie zu den Eingeborenen, mit denen jede auswärts kolonifirende Nation zu kämpfen bat, überwunden sein werden, unserem deutschen Handel und Wandel nur zum Helle gereichen. Denn in den Kolonien nicht nur, sondern bei den Völkern dcS Orients überhaupt ist das Entgegenkommen gegen Deutschland mit dem kriegerischen Prestige, das die deussche Armee durch ihre Siege vor 27 Jahren den Franzosen abgenommen, in merklichster Weise ge- wachsen; die fremden, theils wilden Völker legen un­gemeinen Werth auf die im Kriege erreichten Erfolge """ Nation, fie toxiren sie nach ihrem Kriegs«lück, ehe sie ihre Kultur kennen lernen. Gerade an Frank- reich sehen wir dies, dessen Export zu den fremden Nationen und den Völkern der Erde in ganz erheb­lichem Umfange abgenommen hat seit der Erstehung des deutschen Reiches und der Neubelebung des deutschen überseeischen Handels!

Im Uebrigen ist bezüglich der auswärtigen Politik des deutschen Reiches aus den Thronreden und Reden des Kaisers wohlbekannt, daß unsere Be­ziehungen zu allen auswärtigen Mächten die besten uud freundschaftlichsten sind. Betteff der R e v i s i o n der mit Rußland, Oesterreich - Ungarn und Italien bestehenden, nur vereinzelten Geschäftsbranchen im Reiche Vortheilhaft gewordenen Handelsver- t r ä g e tagt zur Zeit ein vom Reiche eingesetzter Ausschuß, um bei dem einstigen Eingehen neuer solcher Abmachungen die Interessen von Industrie, Handel und Landwirtschaft nach seinen Begutachtungen tunlichst geregelt sehen zu können. Auch werden diese Gutachten bereits verwendet werden können beim Ab­schluß eines neuen Verttages mit Großbritannien an Stelle des von diesem bekanntlich nach Ablauf dieses Jahres laut Kündigung erlöschenden deutsch-englischen Handelsvertrages; hier ist übrigens wohl zu erwarten, daß die englische Regierung die Erlöschungsfrist dieses letzt bestehenden Vertrages aus verschiedenen Gründe» um noch ein Jahr verlängern wird.

parlamentarisches.

Reichstag.

. 7- Fsbruar. (3 4. Sitzung.) Der Reich«,

wg hat heute zunächst den Gesetzentwurf, betreffend die Aufhebung der Kautionspflicht der Reichsbeamten, in Lesung angenommen und sodann die Berathung d«S Etats für die Post- und Telegraphenverwaltung fort» gefetzt.

Abg. Kop sch (steif. Volksp) beantragt die Aufhebung der sogenannten Militärpostämter, d. h. der Postämter, zu deren Direktoren Offiziere ernannt werden Heutzutage lagen den höheren Postbeamteu so große Aufgaben ob, daß zu ihrer Erfüllung eine sorgsame Fachbildung gehöre.

UnterstaatSsektttar Fritsch erwiedeit, daß fich die ehemaligen Offiziere im Postfach in jeder Hinsicht bewährt ^tten Die Qualifikation taff« fich nicht allein turch "werben, eS kamen auch Organisationstalent, Pünktlichkeit und ander« Eigenschaften in Betracht, die ge­rade dem Offizier eigen st'en.

Beim TitelOeerpostsekretäre und Postsekretär." führt der Referent Abg. Paasch, (natlib.) aus, daß das Brr- laTnvJ>cr, $°f!ftttet5rt, mit den Gerichtksekretären mechanr ch gleichgestellt zu werden, unberechtigt sei. Wen» dostsekretare in etatSwäßige Stellen einträten, seien fie durchschnittlich 26 Jahre alt und erhielten 1700 Mark Ge- palt, bie Gerichts,ckretäie seien in diesem Falle 29 Jahr« a» und erhielten nur 1500 Mark Gehalt. Das Auf- ruckungSverbältniß sei im Postwesen sehr günstig.

i e . Titel .Telegraphistinnen und Telephonistinnen" wird aus dem Hause der Wunsch um eine er wetterte Ver­wendung und beffere Besoldung der weiblichen Kräfte aur- gesprochen.

Staatssekretär v. Podbielski betont, daß eS sich nicht zusammenreime, wenn man einersett« eine Verbilligung der Ttlephongkbuhren, andererseits «in« Erhöhung der Be­zug« der Telephonistinnen verlange

.. Dil'ktor im Reichs Postamt Eydow führt aus, eS die Absicht der Verwaliung, an den Gehältern der Telephonistinnen zu sparen. Auch würden fortwährend Vtibefferungen eingefuhrt, um den Dienst zu erleichtern.

Beim Titel U n t e r b e a m t e" beantragt Abg. Singer (sozdem.), das AnfaugSgehalt der Unterbeamten

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchkain

Redaktion und Expedition: Martt 21. Jltnstrirtes Sonntagsblatt. Vnantworlich für di. R.^ktton: R.datt«ur M. Hartmann

SDitWBltrtt Ligen nimmt entgegen di- EF-dition diests Blatte«,

U sowie die Ann-.i-cen-Bureaux von Haasmsted, L Vogler in oo

SJDtt+frnnrfi Q Q'öFitMtnv i ono Magdeburg und Wien; Rudolf 33.

Mittwoch, 9. Februar 1898. Berlin München u. Köln, C. L '

____ __________Daube & Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari« Telephon 55.

(Nachdruck verboten.)

Will

Da ist fie wieder!" sprach eine ältere, wie ein «üuspferd aufgeputzte Dame, welche mit zwei bleich- Hchtigen Töchtern schon seit einige» Jahren jede» sommer Bad Kreuznach besuchte. Sie war die Gattin sinds reiche» Holzhändlers aus Mannheim und hoffte ® dem vielbesuchten Badeorte eher einen Mann für chre Töchter zu erlangen, als daheim, wo die Sei» ^»genheit ihres Gatten er hatte fich vom kleinen «rSmer zum reichen Handelsmann emporgearbeitet «ld ihre eigene Herkunft fie war die Tochter eines chrsamen Schuhmachermeisters einervornehmen vnthie" im Wege standen. Es hatte fich auch ein «eis junger Herren um fie und die beiden bleichsüch- Aeu Töchter versammelt, aber Fräulein Emmy und mäulein Mimi waren gerade keine angenehme Zugabe den Hunderttausenden des reichen Holzhändlers, so- «ß noch keiner der Herren fich zu einer offenen Aus- fprache entschließen konnte. I

3a, in der That! Mit einem Rittmeister v. Santen, der mit der Schwester Lieutenant v. Kastners ver- hettathct war, ven der er fich scheiden lassen wollte. Der Rittmeister soll beleidigende Aeußerungen über seine Frau gemacht habe» man wurde nicht recht klug

und führte die langstielige Lorgnette vor die kleinen Aeugelein, als ob sie durch die Gläser besser hätte sehen können. Emmy und Mimi reckten die dürren Hälschen und rümpften die spitzen Näschen.

Pah," meinte Emmy,wer wird es sein! Irgend eine Hochstaplerin . . . ."

Man weiß ja nie, mit wem mau es hier zu thun jat", setzte Mimi altklug hinzu und die Frau Mama bestätigte.Ja, ja, man muß sehr vorsichttg in der Wahl seines Umgangs sein. Aber wissen möcht ich doch," fuhr fie neugierig fort,wer fie ist."

Ich kann Ihnen einigen Aufschluß geben, gnädige Frau," schnarrte ein junger Herr, dessen straffer Haltung und emporgedrehtem Schnurrbart man den Offizier in Zivil ansah. Die Dame wohnt im Hotel Kauzenberg und nennt sich Frau v. Kastner."

Nennt sich Frau v. Kastner," lachte die Holz- handlersgattin.Das ist eine schöne Auskunft, Herr Lieutenant! (Siebt es denn den Adel über­haupt . . .?"

Allerdings meine Gnädige. Ich stand stüher mit einem Lieutenant von Kastner in demselben Regiment, da oben in Ostpreußen. Hat Pech ge- habt, armer Kerl! Müßte schon Hauptmann sein, aber Duell mit einem Kameraden von der Sarde hat rhn zurückgebracht."

Eia Duell?!"

aus der Geschichte. Der Rittmeister wurde schwer ver- _ ....... , wundet und Lieutenant v. Kastner erhielt zwei Jahre

Da ist sie wieder," wiederholte die würdige Dame'Festung."

Roman von O. Elster, (Fortsetzung.)

Ja, Mama," entgegnete die Kleine,ich im noch meine Steine in mein Körbchen sammeln."

Lächelnd half die junge Frau dem Kinde bei der Arbeit. Dann ergriff sie dessen Händchen und schritt Ngfam durch den abendlichen Park dem Kurhause R. Sie plauderte mit dem Kinde, ohne auf die bvrte Gesellschaft ringsum Acht zu geben. Desto «ehr aber wurde sie von der Gesellschaft bemerkt, bewundernd folgten die Blicke der Herren dieser schlanke», biegsame» Gestalt, neugierig die Augen der Damen.

so haben wir eS wohl gar mit der ge-

schiedenen Frau v. Santen zu thun?"

Möglich, sehr möglich, meine Gnädige. Habe noch garnicht an diese Eventualität gedacht, werde aber einmal Nachforschungen anstellen."

Ja bitte, Herr Lieutenant. Das ist doch eine sehr interessante Geschichte."

Das Gespräch wandte sich anderen Gegenstände» zu. Die intteffante Fremde war in der Menge, welche den Musikpavillon umringte, verschwunden. Aber nicht "ui der reichen Holzhändlersgattiu und ihrer Um­gebung war die ftemde Dame ausgefallen, auch ein Herr, welcher am Ausgang der Wandelbahn in einem Rollstuhl saß, hatte die Vorübergehende bemerft und verfolgte sie mit seinen Augen, solange er sie zu er- blicken vermochte.

. ®er $err ^chte einige dreißig Jahre zählen, doch ließ sein ernstes Antlitz fast ei» höheres Alter vermuthen. Das gelblich-gebräunte Auttitz, dem ein Zug des Leidens anhaftete, war von einem dunkel­blonden Vollbart umrahmt; das kurzgeschnittene, blonde Haupthaar bedeckte ein heller Strohhut mit chwarzem Bande. Die lichtbraunen Augen blickten viel zu ernst für das Alter des Herrn. Die mageren, chlanken Hände hielten einen Stock mit silberner Krücke. Das rechte Bein lag ausgestreckt auf der vorderen Lehne des Rollstuhls des leidende» Fußes wegen, der in Bandagen gehüllt war.

Eine feine Röthe stieg in den eingefallenen Wange» >e8 Herren empor, als die ftemde Dame mit dem tnde, ohne ihn zu bemerken, vorüber schritt. I» seinen Augen leuchtete es unter dem Eindruck einer unver- mutheteu Ueberraschung auf, die blaffen Hände zitterten leise.

Als die Dame in der Menschenmenge verschwunden

war, athmete der Kranke auf; dann wandte er sich zu dem hinter dem Rollstuhl stehenden Diener und sagte:

Fahren Sie mich znm Hotel zurück."

Der Diener zögerte.

Der Herr Doftor haben dem Herrn Baron doch empfohlen, soviel wie nur möglich ist frischer Lust zu sein ..."

Ich bin müde. Der Anblick der Menschen- menge spannt mich ab. Im Garten des Hotels fitzt man ruhiger. Fahren Sie mich zurück."

Der Diener gehorchte. Der Kranke saß scheinbar theilnahmslos für das bunte, ftöhliche Treiben des Badepublikums in dem Rollstuhl. Aber seine Augen flogen doch suchend umher, ob fie nicht die ftemde Dame von vorhin wieder erblickten. Sie war nirgends zu sehen; nicht auf der Kurhausteraffe, nicht vor dem Musikpavillon, noch in der von hundertjährigen Platane» und Kastanien überschatteten Kurhaussttaße, in der fich ein elegantes Hotel uud PenfionShauS an das Andere reihte.

Vor dem Hotel Kauzenberg machte der Diener Haft und half seinem Herr» aus dem Rollstuhl. Der Portier sprang hinzu und auf dessen Arm und ans seine» Krückstock gestützt, stieg der Kranke die wenigen Stufen der Treppe hinauf. Auch der Wirth trat heran.

Herr Baron werden verzeihen," sagte er,wenn m dem Heim Baron nnr zwei Zimmer »ach dem Garten hinaus geben konnte. Herr Baron wollten aber gern zur ebenen Erde wohnen und da . . . ."

Schon gut, schon gut," entgegnete lächelnd der Kranke.Nach dem Garten hinaus ist es ruhiger und ich liebe die Ruhe."

(Fortsetzung folgt.)