Einzelbild herunterladen
 

fa dem sectioneu

Mt

öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain Jllustrirtes Sonntagsblatt.

wollig 11 der ja er würde absoluter n Krank- tritt des \

nzips in rpft, dg it leben»

Schutz, esonderz l behan- n hoher

Körper- auch bei ite nach von btt en. 6t»

erapeuti» ten mit wie ich

ernt wir starktn

>em dem b, ohne darf.

rter

Nittwoch, :stag, ben , den 5.

Februar i 7 Uhr Laterne'

Mittwoch, den 3, : »Bartet »Hannes', r »Haus g. den 7.

JVo 27

Telephon 55.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartal-Aboniicmciits-Preid bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebähr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.. Reklamen für die Zeil« 25 Pfg.

Marburg

Mittwoch, 2. Februar 1898.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieser Blatter, sowie die Anwmcen-Bureaux von Haasenstein & Vogler in Srantfurta. ÖL, Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. Daube & Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris

33. Jahrg.

Telephon 65.

MM" Neubestellungen auf dieOber- hessische Zeitung" für die Monate Februar und Mär; 1898 werden von sämmt- lichen Postanstalten und Briefträgern, unseren Zeitungsboten, somit in der Expedition, Markt 21, noch fortwährend angenommen

zern« ihn iberhaupt en leiden, Lodener glich der Pfennig.

Viehseuche und Umsturzseuche im Reichstage.

** Während im Abgeordnetenhause der konservative Abgeordnete von Mendel-Iteinfels eine Interpellation über die Seuchengefahr ankündiute, au welche der Herr Landwirtbschaftsminister, Freiherr v. Hammerstein, eine ausführliche Antwort zusagte, fand im Reichstage über denselben Gegenstand eine in ter» effante Debatte statt. D r konservative Abg ordnete Rettich war eS, welcher dieses Thema mit um- faffenber Sachkenntniß und mit großer Entsch.den- heit anschnitt. Die Maul- und Klauenseuche Herr cht, so führte der Rtdner aus, seit einer so langen Reihe don Jahren und in einem solchen Umfange, daß wir ms kaum noch des Zustandes erinnern, wo wir smchenstei waren.

Thatsächlich hat dieser Zustand im Iahe 1887 bestanden, erst in den folgenden Jahren hat diese

für die Landwtrlhschaft so außerordentl ch verderbliche

Krankheit durch wiederholte Einschleppungen aus dem Auslände den beklagenswerthen Umfang angenommen, unter dem wir heute leiden. So beziffert fich allein hu Jahre 1892 der Verlust durch die Seuche auf rmd 160 Millionen Mark. Es ist unb.binut ge­boten, baß gegen eine solche Kalamilät die geeigneten Mittel ergriffen werden. Das Notowendigste ist bie vollständige Absperrung gegen bas Ausland.

Daß die Seuche durch Einschleppungen aus dem Auslande zu uns gebracht wird, ergiebt sich u. A. aus dem folgenden Satze, welchen Herr Rettich dem Jahresberichte des ReichSgesundheilsamts für das Jahr 1896 entnommen hat. ES heißt da:

istik

V"

t schreck-

»fs-r.

t am

»Mehrfach wurde der Aukbruch der S uche in den oberschlesisa en Grenzkreisen durch die in die Grei ffchlawr- Häuser etngeführten, vielfach mit Maul- und Klauenseuche behafteten russischen Schweine vermittelt, wobei die V r- bttttung der Seuche durch die m t der Abschlachtuug be schäftigtcn Fleischer als Zwischrnt äger de» Ansteckungrftrff S begünstigt wurde. Also die Gefahr, die mit der Einfuhr

(Nachdruck verboten.)

W e r ä a n n t.

Roman von O. Elster.

iForttetzung.)

^97 in »Ah Minna, guten Morgen/ entgegnete er. »Trifft , eigens Wen Sie hier wieder?'

: photo-

)I 2.

»In der That .... das ist ein glücklicher Zu- ? So sehen wir uns noch öfters .... Sie er Schelm."

Ein leichter, koketter Schrei Minnas ertönte. Der elfter lachte kurz auf, bann verhallten seine dritte in bem Korridor. Minna trat in das Kinder»

er.

Eine häßliche Empfindung schlich fich in ElfriedenS . Es war j« nichts Ungewöhnliches, daß ein eine hüosche Zofe in die Wangen kniff .arftr. Elfriese hatte derartige leichtfertige Galanterien er schon oft bemerken müffen daß aber ihr Gatte e, nach dem ernsten Gespräch mit ihr am Abend bet, in demselben Augenblick, wo er von seinem

.be kam, wo sich seine Gedanken mit ihr beschäftig- ö^eor» feg, mit einer Dienerin scherzen konnte, das verletzte _ Wien Stolz und verscheuchte die friedfertige Gefinnung lschitK Herzens. Ihr Antlitz, welches noch soeben einen [695 fast mädchenhaft verschämten Ausdruck gezeigt, wieder den strengen, düsteren Zug an, der e8 * Allgemeinen charakterifirte. Zwischen ihren Augen »eiM^ i schien auf's Neue die finstere, melancholische Falte, rkaufew stich« nur zu verschwinden pflegte, wenu bie junge (656 stau mit ihrem Kinde spielte.

Es war um bie Mittagszeit. Die Damen bet "Sdlheilnehmer sammelten sich bereits in bem ©arten» wo sie von bet alten Baronin, Ulla unb den

tau bei Stücken, lken 2C., zenhaus enbahn- 5ttaßen. tt W mittags ramstai r-rgeaS [688

krnt et mit ;ng nut

t; »Frau Baronin Haden mir bie Bebienung bet A. das ftüdigen Frau Riitmeister übertragen ..."

der russischen Schweine in diese Grenzschlachthäuser ver­bunden ist, ist nicht unbedeutend, fonbein im Geger theil sehr bedeutend'.

Eine bauernbe Quelle bet Verseuchung bilbet auch bie Einfuhr von Rindvieh aus Oesterreich nach Sachsen bezw. Boyern; es wird auf Wege gedacht werden müffen, um auch hier der Gefahr entgegen­treten zu können. Das ceterum censeo der Land- wirthschaft muß danach lauten: möglichst voll­ständige Sperrung ber Grenzen gegen Einfuhr von Vieh. Nur darin können wir einen sicheren Schutz gegen diese verderbliche Krank­heit erblicken.

Herr Graf von Inn- und Knyphausen schloß sich dieser Forderung durchaus an, indem er darauf Hin- Wies, daß wir in Deutschland völlig in der Lage seien, den inneren Markt mit Vieh zu versorgen. Ebenso trat Herr Graf zu Stolberg - Wernigerode für diese Forderung ein und verwies auf die frühere Erklärung des Herrn Landwirthschaftsministers, wo­nach für die Ernährung bet oberschlesischen Jnbustrie- bevölkerirng das bis jetzt noch festgehaltene Kontingent von russischen Schweinen nicht erforderlich sei. Man wir nun auf den Verlauf der angekündigten Inter­pellation im Abgeordnetenhause gespannt sein dürfen.

Die Sonnabendsitzung des Reichstages benutzten die Sozialdemokraten wieder zu einem agi­tatorischen Vor stoße. Die mangelhafte Be­setzung des Hauses und das ganz unverständliche Entgegenkommen der Präsidialparteien und des Prä­sidiums fordern die sozialbemokralischeti Führer ge­radezu heraus, jetzt kurz vor den Reichstagswahlen die Parlamentstribüne für ihre Umsturzbestrebungen so intensiv wie möglich auszunutzen. Die Herren Bebel und Singer leisteten auch am Sonnabend in ihren unter dem Schutze der Immunität in das Land geschl- uderten Brandreden Großes. Als Anlaß diente die imVorwärts" veröffentlichte, vertrauliche also gestohlene amtliche Empfehlung einiger von Herrn Pastor Hülle &erabgegebener christlicher Schriften.

Der konservative Abgeordnete von Salisch hob mit Recht hervor, daß es unter Umständen die heilige Pflickt der Regierung sei, bei der Empfehlung von Schriften in irgend einer Weise Einfluß auszu- üben, damit Gottesfurcht im Lande erhalten bleibe und die. Vaterlandsliebe nicht untergraben werde. Das aber ist es gerade, was den Sozialdemokraten mißfällt; ihre Verhetzungen finden nur Boden, wo Gottesfurcht und Antoritätsgefühl untergraben sind. In hohem Grade bedauerlich ist es nur, daß das Reich-tagspräfidium ben sozialdemokratischen Rednern

gestattet, von der Reichstagsttibüne au8 diese Unter» wühlnngen auszuüben. Herr Singer hat sogar aus­drücklich hervorgehoben, daß er den Schutz der Immunität absichtlich dazu ausnutze, um Dinge ftei auszusprechen, bie andernfalls »unter bem Gesichtspunkte bes dolus eventualis al8 Majestätsbeleibigung" verfolgt werben würden.

Unter welchem parlamentarisch, n Präsidium wäre dieser offene Hohn gegen Gesetz und Ordnung wohl möglich? ES ist einfach unerträglich, daß e8 bei un8 im Reichstage so zügellos zugehen darf. Man darf da nicht annehmen, die Aeußerung Singers sei überhört worden, denn Herr v. Salisch hat darauf noch besonders aufmerksam gemacht. Außerdem ober fuhr Herr Singer bei weiteren Auslassungen in dieser Tonart desdolus eventualis fort. Ec be­zeichnete beispielsweise die Hülle'schen Schriften, die er mit den niedrigsten Schimpfworten schmähte, als einen des persönlichen Regiments und der Präsident hatte darauf weiter keine Bemerkung als die':Diese Ausführungen gehören nicht bieiher." Wenn Herr Singer dadurch sich nicht stören ließ, sondern nebenbei bemerkt diesmal ungerügt, äußerte;Ich halte alles aufrecht, was ich gesagt habe. , Der Staatssekretär ttäte gut daran, sich nicht von irgend einer Seite kommandiren zu lassen" so ist das nicht zu verwundern.

Auch darüber darf man sich nicht weiter wundern, daß Herr Bebel später dem Herrn Grafen von Posadowsky wegen der Hülle'schen Angelegenheit Amtsmißbrauch" vorwarf. Der Herr Präsident nahm nämlich diese unverfrorene Redewendung humoristisch und sagte:Ich hoffe, Herr Bebel, Sie brauchen das Wort Amtsmißbrauch nur in objektivem Sinne." Der sozialdemokratische Führer äußerte daraus mit verständnißvoll.m LächelnSelbst­verständlich I" Was dieses ironische, von der Linken belachteselbstverständlich" im sozialdemokratischen Munde zu sagen hat, weiß man, unb von der Objektivität" berGenossen" kann manches Lied gesungen werden.

Unter solchen Verhältniffen braucht die Ver­sicherung des Herrn Staatssekretärs des Innern, es werde ihm Niemand glauben, wenn er äußern wollte, es sei ihm ein wahrer Genuß gewesen, der fünftägigen, hauptsächlich der sozialdemokratischen Agitation gewidmeten Debatte über den fein Ressort betreffenden Etatstitel beizuwohnen, keiner Bestätigung. Wenn auch Herr Bebel in dreister Weise replizierte, das glaube er gern, daß es nicht genußreich sei,

fünf Tage auf der Anklagebank" zu sitzen," so hat er durch diese Worte nur bewiesen, daß seine Partei im Reichstage vor allen Dingen Ministerverdächtigungen betreibt. Für ein Parlament, in welchem solches möglich ist, ist das wahrlich kein erhebendes Zeugniß, noch weniger aber für das Präsidium eines solchen Pa lamentS.

Umschau.

In verschiedenen Blättern wirb bereits bie Frage aufgeworfen, ob eS sich empfehle, ben Reichstag aufzulösen, wenn das Flottengesetz zu Fall käme. Man braucht, so schreibt bieKöln. Ztg.", so weit noch nicht zu rechnen, ba bie Regierung sich in einer so stark-n Position ber Opposition gegenüber befinbet, daß diese sich hüten wird, es zum Aeußersten zu treiben. Will man aber einmal au» nehmen, das Flottengesetz werde rnnihwillig zu Fall gebracht, dann ist die Situation ganz klar: giebt die Regierung nach, dann steht ihr in sicherer Aussicht, dieselbe Miftre wieder zu erhalten und dieser bann mit geschwächter Autorität geg< nüberzustehen. Denn ber nächste Reichstag wird keine größere Neigung haben, die Floltenfordeiung sachgemäß zu behandeln; das alte unwü'dige Spiel beginnt sofort von neuem. Zieht fie die Conseqnenzen und löst den Reichstag auf, einen schlechtem Reichstag als diesen erhält, darin hat das rheinische Blatt Recht, fie gewiß nicht. Dann wird aber fie dem neuen Reichstag mit un- geminderter Kraft gegenüberstehen. Dabei darf man wohl daran erinnern, daß 1887 die ber Wehrkraft abholde Mehrheit 64 Sitze verlor, obwohl ber ge» fammte Preßapparat einen noch größeren Preßlärm ü: er bie Schwäche der nationalen Ui traft bes Volkes verübte, tote j-tzt. Dabet ist ferner im Ange zu be» hatten, baß bet Abg. Ricktter über alle Maßen ab» gewiithschastet ist Außerdem ist zu beachten, daß man im Volke die Politik gründlich satt hat, die taaauS tagein nichts toiiter vorzubiingen weiß als h rtnackiue Bekrittelungen Kaiserlicher AuSsprüche unb des Kaiserlichen Privatlebens. Das Hauptargument aber ist: würden niikltch Eugen Richter und Cvmp. sich so enirüsteu, wenn man nur bie Regierung an ihr starke Stellung in ber Flotten Vorlage erinnert, würden fie so sehr gegen den Gedanken an eine Auf ösuug läimm, wenn ihnen nicht vor einem Appell an daS deutsche Volksbewußtsein graule? Fest muß die Regierung dabei bleiten, baß fie eine ge» s tzliche Gewahr dafür erhält, in ber angegebenen Frist den Floltenminbestbestanb zu schaffen, den sie

Damen, welche im Schloß logirtm, empfangen wurden, während nebenan in dem großen, alterthümlich ausge- tatteten' Eßsaal die Diener die Tafel festlich schmück­ten. Fran v. Santen ging noch einmal in ihre Ge­mächer, um nach ihrem Töchterchen zu sehen, welches mit den neuen Spielsachen vergnügt spielte unb unge­duldig nach bem Papa fragte.

»Er kommt gleich, mein Liebling", entgegnete Frau v. Santen, nicht ohne eine getoiffe scheue Er» regung bem ersten Wieberzusammentreffen mit ihrem Gatten entgegensehend.

Die Herren sind soeben wieder zurückgekommen I Der Herr Rittmeister kommt hierher!

Mit diesem Ausruf stürzte Fräulein Minna in >as Zimmer. Sie erschrack ein wenig, als fie Frau v. Santen erblickte, welche fie mit so eigeuthümlich ernstem Auge ansah.

»Gnädige Frau ..." stotterte das Mädchen, »ich dachte, gnädige Frau seien unten im Salon . . .*

Eine rascher Schritt ließ fich auf dem Korridor vernehmen die Thür des Zimmers ward geöffnet und Rittmeister v Santen trat ein. Der flotte Jagdanzug, ber mit einem Feberstntz geschmückte Jagdhut gaben der Gestalt etwa? jugendlich Frisches. Die Sonne des Herbstmorgens hatte seinem Antlitz eine gesunde, rotbe Färbung verl'eheu. Seine blauen Augen blitzten und unter btm langen, blonden Schnurrbart schimmerten die großen, weißen Zähne hervor.

Papa, Papa 1*

Das Kind eilte aus den Vater zu, der eS empor­hob und herzhaft küßte.

Nun, mein kleiner Liebling," rief er froh gelaunt gefallen Dir die Sachen, die Papa Dir mitgedracht hat? Ah ich sehe, Du hast ja schon tüchtig mit ihnen gespiett ..."

----- 1 ' !.... .......... - ------- " <

,3«, Papa," lallte die Kleine, »neue Puppe ist er bezwang fich, hat zu der kleinen Elftiede, strich schön, Friede mag neue Puppe gern." * mit ber Hand über ben blonben Scheitel ber Kleinen

»Na, das freut mich," entgegnete Herr von und sprach: »Nun spiele fleißig, mein Kind, und sei Santen lachend, das Kind wieder niebersetz-nb. Dann hübsch artig."

wandte er fich an seine Gattin und reichte ihr Mei Dann verbeugte er fich leicht vor seiner Gattin Haud. mit den Worten: »Ich gehe mich umzukleiden; wir

»Ich sah Dich heute Morgen noch nicht," sehen ur8 später noch," unb entfernte fich. An ber fpradj er mit einem eigenen Lächeln, welches Der» Thure flog sein Blick noch einmal nach Minna hinüber, rieth, baß er bie Worte Elftieben'S vom Abenb vor»; die Zofe machte fich jeboch an bem Bett des KinbeS her nicht vergeffeu hatte. »Ich hoffe, Du hast Dich'zu schaffen, ohne s.ineu Blick zu ertoiebern.

erholt Man sagte mir, baß Du gestern an Kopf-1 Elfrieden war das stumme Angensptel ihres schmerzen gelitten* s Gatten entgangen. Sie hatte nur seine freundlichen

Ich danke Dir, entgegnete Elftiede befangen, Worte gehört und neue Hoffnung zog in ihr Herz, daß indem fie ihre Hand leicht in die seine legte," ich fühle er zu tbr zurückkehren werde, lieber kleine Schwächen mich vollkommen wohl." f fein,B Charakters und seines Wesens wollte fie ja

»Um so bester, so können wir das heutige Fest gern hinwegsehen; wenn er wirkliche Versöhnung wollte, mit frohem Herzen genießen." - sollte er fie bereit finden.

Er hielt ihre Hand eine Weile fest, ihr forschend in Mit diesem Vorsatz wollte fie fich zn der die Augen blickend. Elftiede sentte den Blick; fie fühlte,' Gesellschaft begeb.n. Die alle Dienerin hiett sie daß ihr das Blut in die Wangen flieg. Den Sinn zurück, nachdem fich Minna entfernt hatte. Törtchen seiner Worte glaubte fie deuten zu können. , kannte ihre junge Herrin, fie kannte aber auch den

»Du hast schon Toilette gemacht," fuhr er läch>lnd' Gatten ihrer Herrin und kannte auch beffen leicht» fort, »ich finde fie ein wenig einfach, aber ich mache - se-tiges Leben. Sie sprach mit Frau v. Santen Dir mein Komplement, Du stehst prächtig aus. Nur freilich niemals über bie e Verhältnisse, zuweilen ber» ein bischen blaß." !modle sie j doch eine mahnende Bemerkung nicht zu

Elftiede war es unangenehm, ihn so vor Minna' unterdrücken.

unb Dorlch n sprechen zu hören. Sie wandle fich mit IDer Herr Rittmeister waren heute sehr liebens» einer leichten, scherzhaften Entgegnung zu bem Kinde.f würdig," bemerkte bie Alle, als Elftiebe fich entfernen Herr v. Santen beobachtete eine Weile die liebliche, wollte.

Gruppe von Mutter unb Kinb. Es schien einen i Frau v. Santen blieb stehen unb blickte bie Alte

Moment, als wollte er zu ihnen treten, mit ihnen zu an. Sie wußte, daß diese nicht ohne bestimmten Grund

spielen, ba begegneten feine Augen ben schelmisch-listigen von bem Rittmeister sprach.

Blicken Minna's, welche ihm gegenüber in einer »Ich h ffe," entgegnete fie, inbem fie versuchte zu

Fensternitche ftanb. Ein leichtfertiges Lächeln flog lächeln, »mein Gatte wirb biefe Liebenswürbigkeit noch über sein Gesicht, in seinen Augen zuckle eS auf, als öfter zeigen."

wolle er bem hübschen Mädchen zublinzeln. Doch (Fortsetzung folgt.)