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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, iowie die Anmmcen-Buxeaux Von Haasenstein & Vogler in oq Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf w, Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. T,,,Mfinn

Daub« & Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris XeUp-on ö5-

Verantworlich für die Redaktion: Redakteur M. Hartmann in Marburg.

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Die auswärtige Politik Deutschlands.

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** In bisher nicht üblicher, eingehender Weise bekanntlich in der Budgetkommisfion des Reichs- kgs über unsere auswärtige Politik verbandelt ,»rdeu. Herr Richter insbesondere war in Fragen a den Leiter unserer auswärtigen Politik schier un­erschöpflich. Wenn aber der Führer der freisinnigen Lolkspartei geglaubt hatte, Herrn von Bülow etwa « Verlegenheit zu setzen oder von ihm Blößen er- «utete, in die er mit gewohnterSchneidigkell" hätteeinhaken" können, so sah er sich getäuscht Er giebt dieser Enttäuschung auch in seinerNachtaus­gabe" Ausdruck, indem er schreibt:Der Gesammt- eindruck der Verhandlungen habe den Werth des ab- jettetenen Landes in China keineswegs in günstigerem Lichte als bisher erscheinen lassen, zumal Alles, was «bglicher Weise der Erwerbung noch einen größeren Werth verleihen könne, Eisenbahn- und Bergwerks- bnzesfionen, noch in Frage stehe, da hierüber mit Lhdia noch Verhandlungen schweben".

Wie man sieht, verlangt der freisinnige Führer ein wenig viel von der deutschen Diplomatie, wenn er schon heute, einige Wochen nach Abschluß des Pachtvertrages mit China, womöglich den durch Ziffern ausgedrückten Nachweis eines guten Geschäfts buch Erwerbung der Kiaotschaubucht wünscht. Sitzt Deutschland erst einmal in Ostaflen fest, so wird es dort schon zu prösperiren wissen; denn die Aera Caprivi, wo Deutschland nach allen Richtungen i.Kompensationen" austheilte, ist vorüber. Sind iilso mit China diplomatische Verhandlungen über Sisenbahn- und Bergwerkskouzessionen in der Schwebe, ist dürfen wir einen günstigen Abschluß derselben »ohl erwarten.

Wie der Herr Staatssekretär des Aeußeren mit« theilte, Hai China die für die Ermordung der Missionare Mferlegte Genugthuung theils schon geleistet, theils ja leisten zugesagt; unter anderem soll an die -katholische Mission eine Entschädigung von 3000 'ZoeU (1 Tael ungefähr 6 Mk.) gezahlt werden. Znr Sühne des Todes der Missionare sollen drei Üirchen errichtet und mit einer Kaiserlichen Schutz­tafel versehen werden, uud zwar eine von der Mission bereits begonnene Kirche in Thing, eine in der Stadt Tsaotschoufu und eine am Orte des Mordes selbst. Die chinesische Regierung verpflichtet sich, für jede Arche 66 000 TaelS anzuweiseu, für die beiden Archen in Tsaotschoufu und am Orte der That außerdem freie Bauplätze zu gewähren. Ferner »«den zürn Bau von sieben sicheren Wohnhäusern fit die katholische Mission in der Präfektur Tsaotschoufu

(Nachdruck verboten.)

^eräannt

Roman von O. Elster.

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Allmählich versammelte sich auf Schloß Grolen- b«rg eine zahlreiche und vornehme Gesellschaft. Da k« als erster ein Legationsrath mit seiner jungen, Abscheu, lebenslustigen Frau, welche als Schönheit im lPrn Winter sehr gefeiert worden war. In ihrer Gesellschaft erschienen mehrere Offiziere der Garde- lvxrllerie, vor Allen ein Major von den Gardekürasfiren, »et weiter keine militärischcn Verdienste aufzuweisen tot, als daß er ein flotter Reiter und der Träger

lauts und ein Gesandt - chaftsattachö, der in Berlin anderes zu thuu zu haben schien, als unter den

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b IOC 4,8tn' der sanft glänzenden Nase und den breiten * $9!,i ij^pen unwillkürlich an ein gutes Frühstück, kaltes Reb- , 100% buhu mfl einer Flasche Volnay, erinnert. Seine Ge- t k^liu und seine Töchter schienen dagegen das übrr- zz gliche Element in der Familie zu bilden, denn sie - »9% *^n von einer fast durchsichtigen Schlankheit. Mehrere 6 »9% i*»tte unbedeutendere Persönlichkeiten, zwei oder drei

978 tanz berühmten historischen Namens war, im llebrigen *»tr, den Kultus des Champagners, schöner Frauen der Karten als seinen Lebensberuf zu betrachten Auch ein Geheimrath aus dem Kultusministerium At Frau und zwei erwachsenen Töchtern fand sich j®- Der Herr Geheimrath bearbeitete im Ministerium bchul- und kircheusachen, welche ernste Arbest ihn i^tt dem fröhlichen Lebensgenuß nicht abhold gemacht r*ttt. Im Gegentheil ward man beim Anblick seines labialen, rvtheu Gesichtes mit den mildlächelnden

24000 Taels angewiesen. Alle diese Zahlungen erfolgen durch Vermittelung der deutschen Gesandt­schaft in Peking, um die Missionare vor Reibungen mit den chinesischen Behörden zu bewahren. Zum Schutze unserer Missionare wird von der chinesischen Regierung ein besonderes Edikt veröffentlicht werden; die deutsche Vertretung in China wird die genaue Ausführung sorgfältig überwachen.

Herr Bebel konnte nicht umhin, selbst gegen den Kirchenbau in China seinen Mund aufzu- rhun. Er der bekanntlich einmal geäußert hat, gebe es einen Gott, so seien die Sozialdemokraten geleimt" behauptete, der Kirchenbau in China könne möglicherweise eine Provokation zu neuen Gewaltthaten geben! Und Herr Bebel, der unermüd­liche Kladderadatschprophet haßt bekanntlich die Ge- walithaten. DerGenosse" wittert aber in allen ihm nicht gleich plausiblen Unternehmungen eine Provokation." So äußerte er auch, die Ermordung der Missionare scheine der deutschen Regierung ge­legen gekommen zu sein zur Erwerbung von chinesischem Gebiete, wie einst 1878 das Attentat auf Kaiser Wilhelm I. zur Ausnahmegesitzgebung gegen die Sozialdemokratie Handhaben gegeben habe. Es soll uns gar nicht wundern, wenn der vielgewandte Herr Bebel nächstens die Ermordung der Missionare als Spitzelarbeit" und hie chinesischen Mörder als von denJunkern" angestiftet hinstellt. Herr Bebel fängt an, eine komische Figur zu werden.

Auf die Frage des Herrn Richter, ob Deutschland die Kiatschaubucht allen handelstreibenden Nationen ebenso wie die anderen deutschen Häfen zugänglich machen werde eine Frage, die gerade sich im Munde des Herrn Richter, der doch die Bucht für absolut werthlos hält, besonders seltsam ausnimmt antwortete Herr von Bülow, er könne sich in dieser Hinsicht nicht binden, jedenfalls aber werde nach liberalen Grundsätzen", nach dem Prinzipleben und leben lassen", verfahren werden. In England scheint die Aussicht, den Hafen von Kiaotschau für englische Handelsinterefsen ausnutzen zu können, einigermaßenversöhnt" zu haben. DieTimes" schreibt nämlich auf einmal in sehr milder und ent­gegenkommender Tonart. Wir können uns nicht helfen, wir empfinden solche englische Freundlichkeiten immer als etwasUnheimliches". Wenn England seine Freundschaft herauskehrt, so ist doppeltes Miß­trauen gegenAlbion" geboten!

In der weiteren Debatte der Budgetkommisfion kam auch noch die übrige auswärtige Politik zur Sprache. Danach darf unsere Bevölkerung überzeugt davon sein, daß sich die auswärtigen Interessen Deutsch­lands in den besten Händen befinden. In Griechen­land wie in Portugal werden die Rechte der deutschen

Linden und auf der Friedrichsstraße spazieren zu gehen, ein Regiernugsaffeffor, auf dessen ernstem Beamten- gefichte die Anwartschaft auf den Geheimrathstitel zu lesen war, drei oder vier junge Damen, die das militärpflichtige Jahr längst überschritten hatten, mögen nur beiläufig erwähnt werden. Als letzter Gast langte am Abend vor der ersten großen Feldjagd Rittmeister v. Santen ein.

Kurt v. Santen war eine stattliche, soldatische Erscheinung, welche die Bewunderung der übersinnlichen Geheimrathstöchter erregte. Sein Antlitz hatte die Sonne der Manöver stark gebräunt, die große scharf nnd kühn geschnittene Adlernase hatte sogar eine allzu starke, rothe Färbung angenommen, sodaß man sich der Ueberzeugung nicht verschließen konnte, die Sonne allein habe nicht dieses herrliche Blaueoth hervorgebracht. Seine großen, hellblauen Augen sahen freilich etwas ver- sch wommen drei» und beeinträchtigten den martialischen Ausdruck des Gesichtes, den ein langer, blonder Schnurrbart wieder herzustellen sich bemühte. DaS dünne, blonde Haar war bereits weit von den Schläfen nnd der Stirn zurückgewichen, die Spuren des Helm- trageus, wie die Geheimrathstöchter meinten,weg- amüfirt," wie der Major mit dem berühmten Namen spöttisch sich ausdrückte. Die lange Gestalt hatte sich die soldatische Straffheit zu bewahren gewußt, wie auch die Bewegungen des fünfunddreißigjährigen Mannes noch eine wie manche Leute meint n afft kürte Jugendlichkeit zeigten. Der Rittmeister war von der gewinnendsten, gentlemanmäßigen Ritterlichkeit in seinem Benehmen den Damen gegenüber. Gar prächtig schimmerten die großen, weißen Zähne unter dem langen Schnurrbart heidor, den seine schlanke, auffallend weiße

Gläubiger nachdrücklich gewahrt; in Kreta steht man England, welches die türkische Frage aufrollen möchte, genau auf die Finger und mit den übrigen Möchten, auch mit Frankreich, steht Deutschland vortrefflich. Der Drehfus-Skandal hat das gute Lerhältniß zwischen Deutschland und Frankreich nicht im geringsten ge­stört. Zwischen dem genannten Ex - Kapitän haben ngend welche Beziehungen niemals mit unseren Be­hörden bestanden, die Papierkorbgeschichte in der Pariser deutschen Botschaft ist nur ein Phaniafiestück, und von den Esterhazy, Picqnart u. s. w. hat Herr von Bülow erst vor drei Wochen zum erftenmale etwas gehört. Mag man sich also in Frankreich aufregen und selbst prügeln, ja die Hälse brechen, Deutschland hat mit der Sache absolut nichts zu schaffen.

Umschau.

Bei der gestrigen Feier des Reichstages anläßlich des Geburtstages des Kaisers brachte der Präsident von Buol einen Toast aus, in welchem er auf die früheren Anlässe ähnlicher Art hinwies, bei deren Betrachtung er die mächtigen Aufgaben des Kaisers hervorbob, die demselben durch die Verdienste seiner Vorfahren erwüchsen; hierbei werde stets die Hoffnung ausgesprochen, daß es ihm und uns ver­gönnt fei, das Errungene zu erhalten und dasselbe in friedlicher Thätigkeit zu genießen und zu mehre». Heute liege es näher, Betrachtungen darüber zu pflegen, wie es dem Gefeierten beschicken sei, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Fast die ganze Welt staune, wie es sogar möglich, die Souveränetät auf überseeische fremde Gebiete ohne auch nur einen Schwertstreich, lediglich im Wege freundlichsten Einvernehmens, aus­zudehnen. Keiner hätte dies für möglich gehalten trotz der planmäßig angebahnten und sorgfältig ge­pflegten friedlichen Beziehungen mit den näheren und feineren Mächten. Darum bringe der Reichstag heute seine Glückwünsche wenn möglich noch wärmer und aufrichtiger dar denn je; er schöpfe daraus die Zu­versicht, daß es trotz der angesonnenen Rüstungen richt darauf abgesehen sei, von dem eingeschlageucn Wege friedlichen Einvernehmens abzugehen. In diesem Sinne schaare sich der Reichstag um den Kaiserlichen Herrn mit htm Rufe: Gott erhalte und segne den Kaiser und fein Haus!

Der Rektor der Pester Universität Dr. Michael Herczegh hat als Präsident des Landes-National- verbandes an Se. Majestäi den Deutschen Kaiser anläßlich dessen Geburtstages durch den österreichisch- ungarisch u Botschafter in Berlin folgendes Be­grüßungsschreiben gesandt:Erhabener Kaiser! Allergnädigster Herr! Unvergeßlich bleibt der

Hand elegant empor zu wirbeln verstand. In Herren- gesellsckaft konnte Herr v. Santen von anSeglaffenster Lustigkeit fein; nur wenn er dem Wein allzu sehr zu- gesprochen, was fteilisch nicht selten geschah, brach feine brutale Natur rücksichtslos hervor. Er hatte deßhalb schon einigemal ernsthaften Streit gehabt und mehrere Duelle ausfechten müssen.

Seiner Gattin trat der Rittmeister in tadelloser Haltung entgegen. Niemand hätte vermnthen können, daß zwischen den Ehegaiteu ein Riß bestand, der kaum wieder ausgefüllt werden konnte. Nur die alle Baronin bemerkte mit ihrem scharfen Auge das jähe Erbleiche» ElftftdenS, als ihr Gatte sie in kühl- höflicher Weise auf die Stirn küßte; seinem Töchterchen hatte Herr o. Santen einen ganze» Koffer voll der kostbarste» Spielsachen mitgedracht. Das Kind schlief jedoch schon, als her Rittmeister ankam, und dieser be­gnügte sich damit, dem alte» Törtchen die Geschenke zu übergeben.

Das Souper zog sich an dem Abend der Ankunft des Rittmeisters sehr in die Länge. Die Herren be­fanden sich in der heitersten Stimmung und sprachen dem Rothwein und Champagner eifrig zu. Als schließlich der Major mit dem berühmten Namen be­gann, zweifelhafte Geschichtcheu aus der Berliner Ge sellswaft zu erzählen, begaben sich die Damen in den Salon Ulla's, obwohl die lebenslustige Lezationsräthin meinte, eS fei eigentlich schade, daß man die Pointe der letzten Geschichte des Majors nicht erfahren solle... Aber," so flüsterte sie Ulla lachend ins Ohr,mein Mann muß mir die Geschichte später noch einmal erzählen."

Ulla gab der Freundin einen leichte», scherz haften Schlag mit dem Fächer und wandte sich zu

ungarischen Nation der Trinkspruch, welchen Ew. Majestät im Monat September des vergangenen Jahres bei dem Hofdiner zu Budapest gehalten. Diese mächtigen Worte haben das Herz ganz Ungarns, der ganzen ungarischen Nation höher schlagend gemacht. Dieser Trinkspruch Ew. Majestät war würdig unseres guten Königs, dem wir die rasche Entwicklung, das Aufblühen unseres Vaterlandes und unserer Nation verdanken, und dem wir auch den Besuch, die Freund­schaft und das Wohlwollen Ew. Majestät, des mächtigen Deutschen Kaisers, zu verdanken haben. Wenn daS ungarische Volk, ohne Unterschied der Konfession und der Nationalität, seinen guten König bis zur Schwär­merei, bis zur Anbetung verehrt und heiß liebt, so gesteht es zugleich aufrichtig in ungarischem Geiste, daß neben seinem guten König nur Ew. Majestät der Deutsche Kaiser es ist, dessen mahnende Worte ihm ewig unvergeßlich bleiben werden, denn Ew. Majestät hat uns gezeigt, daß das neue Ungarn nur auf der Vergangenheit und auf de» Grundlagen des alten Ungarn fest und unerschütterlich aufgebaut werden kann. Ew. Majestät hat uns in dem Bewußtsein bestärkt, daß das Volk seine Vergangenheit, seine Gebräuche, seine Jahrhunderte alten Denkmäler, die Tugenden, Gefühle und Traditionen seiner Ahnen nicht vergesse» dürfe. Ew. Majestät steht vor der ungarischen Nation als der begeisterte, energischeste und erhobendste Vorkämpfer und Bannenträger, als die Inkarnation des patriotischen Geistes und des Natioualgefühls da. Auch der Pulsschlag, die Denk­art und die Handlungsweise der Ungarn wird von den Ideen des Patriotismus und der Nationalität durchglüht. Diese beiden Ideen sind die lebende Seele, der lebende Altarstein, das leitende Evangelium der ungarischen Nation; diese beiden Ideen sind der höchste Ausdruck des göttlichen Idealismus, und deßhalb wünscht im Namen unseres Vaterlandes uud unserer Nation der Landes-Nationalverband mit pochendem Herzen und mit einer zu allem Schönen, Großen, Wahren und Edlen bereiten Opfer willig leit, daß Gott der Herr Ew. Kaiserliche Majestät in bester Kraft und Gesundheit zum Heile Deutschlands, unseres Vaterlandes, und der Menschheit noch lange am Leben erhallen möge. Im Namen des Landes-Nati- onalverbandeS: Dr. Michael Herczegh, Präsident."

Als vorgestern dieDarmstadt" in Kiao­tschau jeiniraf, herrschte bei den Mannschaften her Kriegsschiffe großer Jubel. Der Besatzungstransport­dampferDarmstadt" legte ben Weg Wilhelmshaven- Kiaotschau, 12000 Seemeilen, in 35 Fahrttagen zurück, waS als eine vorzügliche Leistung bezeichnet werben muß. Die Schnelldampfer der subventionirten Postdampferlinie gebrauchen für die kürzere Strecke

Elfriede, welche em Fenster stand und in nachdenk­lichem Schweigen in die mondhelle Septembernacht hinaus blickte.

»Nun, mein Herz," fruchte Ulla lächelnd,bist Du nicht froh, daß Dein Gatte hier ist? Jetzt bist Du doch nicht schutzlos mehr ungestümen Anwerbungen ausgesetzt."

Elfriede erröthete.

3a, es ist besser so," entgegnete fte bann.

.Aber Du siehst gerabe nicht sehr glücklich aus?"

,Dn mußt mich entschuldigen, liebste Ulla, v nn ich in hie allgemeine Heiterkeit nicht ein stimmen kann. D» weißt, ich bin in großen Gesellschaften ost still . . .

,3a, ich weiß es! Du liebst hie Einsamkeit. Aber wir werben Dich schon aufheller«."

Uub bann fuhr Elfriede fort,hab' ich von her Wärme im Eßfaal, den vielen Lichtern, dem Lachen, he« Wei» Kopfschmerzen bekommen. Eriaube, daß ich mich auf mein Zimmer zmückziehe."

Aber ich bitte Dich, Liebste! 3u meinem Hause ist jeder frei; er kann thuu und lassen, waS ihm gefällt. Indessen, willst Du nicht noch eine Tafle Thee . . . ."

34 danke Dir, Ulla. Mich verlangt nach Ruhe . . . ."

Shin, so geh'. Du Einsiedlerin, und gute Besse­rung. Morgen mußt Du frisch und Heller fein. Nach her Jagd ist großes Diner . ... da geht eS lustig

Auf ihrem Zimmer augekommen, öffnete Elfriede da» Fenster, um die frische Heibplust einzulafleu.

(Fortsetzung folgt.)