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Telephon 55.
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain Jlluftrirtes Sonntagsblatt. «■" «t-ssÄ—
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, ♦VHIVVUVU sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein L Vogler in qq
no rv A ono Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf OO.
Sonntag, 23. Januar 1898. Masse in Frankfurt a. M', Berlin, München u. Köln, C L. Td 6
a ___________________________Daube & Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris -Luephon 55.
Staatshaushaltsetat und Land- wirthschaft.
** Der Gesammtelndruck, den der Etat macht, ist unzweifelhaft der: alle Betriebszweige im Lande floriren; der einzige, der nicht florirt, ist die Land- Virthschaft. Diese Tbatsache wird am besten durch den Etat der Domänenverwaltung illustrirt. Herr Graf zu Limburg-Stirum machte darum mit ziecht auf diesen Umstand aufmerksam und hob hervor, was das bedeute, wenn der Etat für die Neuverpachtung der Domänen eine Mindereinnahme von 186 000 Mark in Aussicht stellt. Der konservative Führer knüpfte hieran die folgenden hochbedeutsameu Ausführungen:
Das ist eine so sprechende Ziffer in einer Zeit, wo alles andere im Aufsteigen begriffen ist, daß ich t8 nicht verstehen würde, wenn irgend Jemand nicht daraus anerkennen würde, daß es den Landwirthen im Verhältniß zu allen anderen Erwerbszweigen schlecht uud unverdient schlecht geht. Wenn Sie die uns gestern zugegangene Denkschrift ansehen, betreffend die Ergebnisse ter anderwetten Verpachtung der im Jahre 1897 pachtlos gewordenen Domänenvorwerke, finde» Sie, daß unter 44 Verpachtungen bei 8 eine Mchreinnahme erzielt wurde; bei einer Domäne daffelbe; bei den übrigen 35 Domänen ist weniger erzielt worden, in sehr vielen Fällen ganz erheblich weniger, nämlich ein Drittel bis zur Hälfte weniger. Lei vier Fälle» ist Vermögensverfall die Ursache der Neuverpachtung gewesen, bei 7 Verpachtungen ist der ulte Pächter der einzige geblieben. Das spricht so klar, daß wir ebenso, wie wir in vergangenen Jahren davon gesprochen habe», immer wieder den Ton darauf legen müssen: der Niedergang der Lan d w i r t h s ch a ft ist ein schwerer, ist ei» sehr bedenklicher, und es ist eine politische Frage ersten Ranges, wie diese Frage in Zukunft behandelt »erden wird.
Die Landwlrhschaft leidet dadurch, daß sie eben so wenig verdient, daß sie mit den Meliorationen und mit den nothwendigen Ausgaben, die durch die Erhöhung der Arbeiterlöhoe kommen, nicht mitkommeo kann und dieses letztere ist eine Frage von der höchsten Ledeutung. In allen Staatsbetrieben wird gesagt; vir müssen der allgemeinen Eihöhung der Löhne folgen »ud selbst höhere Löhne geben. Wir merken es iu vielen LandeSthetle», daß dadurch, daß die Eisenbahnverwaltung die Löhne erhöht, unter Umständen
Machdruck verboten.)
^erfiannf.
Roman von O. Elster.
(Fortsetzung.)
»Ob sich Frau v. Santen in der That über Deine Nachricht freuen wird, mein Sohn?" »ahm die alte Baronin das Wort. „Es scheint mir doch sehr fraglich . . ."
„Aber, Mama, soviel ich weiß, liebt Elfriede ihre» ®<titen,e vertheidigte Ulla die Freundin.
„Wer kann es wissen/ entgegnete in ernstem Tone «e alte Dame.
„Baron Erich hatte sich erhoben und ging mit raschen Schritten einige Male in dem Gemache auf vid ab. Er ichien im Zweifel zu sein, ob er seine Bebauten io Worte kleiden sollte. Sei» Antlitz nahm rille» nachdenklichen Ausdruck au.
„Nun, Erich/ rief Ulla. „Du machst ja ein Gesicht, als ob Du Mama Recht geben wolltest."
„Ja, liebste Ulla/ sprach zögernd ihr Gatte. „Mama wird nicht Unrecht habe». In dem Ver- bältniß Frau v. Santeu'S zu ihrem Gatten scheint »icht alles so zu sein, wie eS fein sollte. Man Wtt in der Gesellschaft so manches sprechen .... b«ch Du weißt, daß ich auf dergleichen Gerüchte venig gebe."
„Ich bitte Dich, waS kann denn der Grund fdn . . . .?•
„Hm, Rittmeister v. Santen ist ein flotter Lebe- «an» . . . ."
„Und da meinst Du, Elftiede müßte ihm deßhalb ianren ? Nun, mein bester Erich, dann hätte auch ich rlleu Grund, Dir zu zürnen." -
„Aber Ulla, wie kannst Du nur so rede» 1 Ich fctfe, ich habe Dir keinen Grund zur Klage gegeben."
mehr als durch die lokalen Verhältnisse geboten ist, uns in der Landwirthschaft die Arbeiter entzogen werden. Die Industrie erhöht die Löhne, und die Landwirthe sehen es voraus, daß sie der Er- böhung der Löhne folgen müssen, aber sie können es gar nicht bei den mangelhaften Einnahmen, die sie haben. Wenn von anderer Seite ausgesprochen worden ist, daß man einen wieder beginnenden Aufschwung wahrnehwe, so ist das nicht richtig. Wir müssen zu unserem Bedauern konstatieren, daß der Ernst der Lage nicht an allen Stellen, wo die Sache zu beurtheilen ist, als so wichtig aufgefaßt wird. Den» wenn noch neuerdings ein Kurator an einer Universität in einer öffentlichen Rede gesagt hat: auch der höchststehende Agrarier wäre ein Mann, dem daS Verständnis für die allgemeinen Interessen abginge, so ist das eine ganz falsche Auffassung der Dinge. Denn wenn wir für die Land- wiithschaft eintreten, so tr-ten wir nicht allein em für die berechtigte» Jntereffen der Landwirthe im Vergleich zu anderen Erwerbszweigen, sondern wir treten ein für ein großes politisches Interesse des Staates.
Nun haben wir es mit Freuden begrüßt, daß man eine richtige Vorbereitung für die neuen Handelsverträge macht dadurch, daß man eine Kommission eingesetzt hat, um die Dinge zu prüfen. Daraus geht aber noch nicht hervor, und damit ist noch nicht unbedingt gesagt, daß bei den Vorbereitungen für die neuen Handelsverträge und bei Verhandlungen über dieselben die Interessen der Landwirthschaft in gebührendem Maße berücksichtigt werden. Wir hoffen es, aber wir wissen eS noch nicht. Wir wünschen, daß die Industrie und der Handel in ihren Interessen gefördert werden, und wir sind gern bereit, dazu mitzuwirken; aber wir verlangen, daß nicht, wie eS bei den letzten Handelsverträgen geschehen ist, diese Interessen ausschließlich auf Kosten der Landwirthschaft vcrfteten werden. Wir hoffen, daß auch in den großen führenden Krcisen der Industrie sich die Wahrnehmung geltend wachen wird, daß die Landwirthschaft ein gleichberechtigter Faftor ist, und daß die Industrie das wesentlichste Intensse hat, sich an der Landwirthschaft einen kaufkräftigen Faktor zu erhalten.
Der Gedanke, immerfort nur die Exportindustrie zu fördern, ist ein sehr gefährlicher. Darauf habe» Sie immer Einfluß, daß man die Kaufkraft des Landes selbst erhält und durch Zollmaßregeln die Landwirthschaft kaufkräftig macht; aber darauf haben Sie keinen maßgebenden Einfluß, daß Sie die Ex-
„Habe ich mich beklagt?" sie reichte ihrem Gatten lächelnd die schlanke, weiße Hand, die dieser küßte.
„Ich meine," fuhr sie dann fort, „daß Elftiede mit ihrem Loose sehr zufrieden sein kann. Rittmeister v. Santen st ein Gentleman, er ist reich, eine glänzende Laufbahn steht ihm offen, er ist bei Hofe sehr beliebt, was sollte Elftiede zu klagen haben? Daß der Rittmeister gelegentlich dieser oder jener schönen Dame den Hof macht? Du lieber Gott, daran find wir ja bei Euch Herren der Schöpfung gewöhnt. . . ."
Baron Erich ließ wiederum sein geheimnißvolleS „Hm" ertönen. Dann sprach er: Bon mancher Sette wird behauptet, daß Frau tz. Santen die Schuld an dem Zerwürfniß trägt . . ."
„Ah 1 In welcher Hinsicht?"
Erich zuckte mit den Schultern. „Wer weiß es?" murmelte er.
„ES ist mir sehr angenehm," nahm Erich's Mutter das Wort, „daß Ihr, meine Kinder, selbst auf Frau v. Santen zu sprechen kommt. Ich habe die Dame insgeheim beobachtet und ich habe schon lange entdeckt, daß sie nicht glücklich mit ihrem Gatten lebt . . . ."
„Mama?"
„Ja, ja, mein Kind, meine alten Augen sehen in dieser Bezieh», g doch wohl schärfer, als Deine jungen. In dem Leben Deiner Freundin best ht ein Geheim nife, das hab' ich sofort herousgefunden. Sie ist zu ernst für ihre Jugend, obwohl sie auch z. B. wenn sie mit ihrem Töchterchen spielt, von ausgelassenster, kindlicher Heiterkeit sein kann. Dieser unnatürliche Ernst, diese Liebe für die Einsamkeit, dieser melancho- lische Schatten, der auf ihrem Gesicht ruht, das sind Zeichen, daß sie nicht glücklich mit ihrem Galten lebt. Derartige Verhältnisse giebt es ja in den modernen
Portindustrie erhalten. Ich will die Gefahren, die sich darin gründen, nicht näher erörtern; aber das ist klar: eS kann plötzlich der Moment kommen, daß eine Exportindustrie verschwindet und daß dann die ganzen Produkie nicht abgesetzt werden können. Darum meine ich, sollte der Plan derJn- dustrieklen wie der Landwirthe in gemeinschaftlicher Thätigkeit dahin gehen, eine starke, kaufkräftige Landwirthschaft im Lande dadurch zu erhalte», daß man freie Hand hinsichtlich der Getreidezölle sich vorbehält, und dadurch die Landwirthschaft in die Lage setzt, zu floriren, den Arbeitern höhere Löhne zu gebe» und dadurch dem Arbeitermangel abzuhelfen und kaufkräftige Abnehmer für die Industrie zu schaffe».
Ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, daß der Ernst der Situation iu manchen Kreisen unserer höchsten Stellen nicht erkannt wird, und daß man geneigt ist, bei den Beziehungen zum Ausland die Interessen der Landwirthschaft zu opfern, wenn die Bequemlichkeit der Beziehungen zu fremden Regierungen dabei in Frage kommt. Ich meine, es ist bequem, wenn ein fremder Vertreter kommt und etwas verlangt, daß man ihm dann sagen kann: „Jawohl, wir werden das arrangiren". Aber das macht sich dann schmerzlich im Lande geltend, und ich bin doch der Meinung, das Deutsche Reich ist so stark und so kräftig, daß es den Grundsatz in seine» Beziehungen zum Ausland auftecht erhalten kann, daß die w i r t h s ch a f tlich e» Beziehungen g e- trennt bleiben von den politischen Beziehungen.
Die wirtschaftlichen Beziehungen müsse» sich unter sich ausgleichcn, aber das Verlangen, daß man wirth- schaftliche Konzessionen macht, um die Liebenswürdigkeit und gute Laune eines Nachbarn zu erkalten, dazu, meine ich, find wir im Deutschen Reiche zu groß und zu stark, »nd wenn wir nun, wo wir können, für die Kräftigung des Deutschen Reiches bei Armee und Marine eintreten, so können wir auf der anderen Seite erwarten, daß man bei den Verhandlungen mit dem Ausland nicht mehr Konzessionen macht, als eS eben in den gegenseitigen wirthschaftlichen Be- ziehunoen begründet liegt. Ich habe diele Abführungen gemacht — sie mögen manchem ja unerwünscht erscheinen . auf die Gefahr hin, daß unsere Ausführungen als Ausflüsse agrarischer Begehftickkeit hingestellt werden. Das macht auf mich ober keinen Eindruck Ich bin der Ue derzeugung, daß wir, indem wir für die Stärke derLandwirthschaft eintreten, auch
Eden leider sehr häufig. Es ist auch nickt unsere Sache, zu entscheiden, ob Fra» v. Santen's Ehe glücklich oder nicht glücklich ist, für uns ist es nur die Frage, wer die Sckuld träflt ..."
„Elftiede sich rlich nicht l"
„Wer w iß es, beste Ulla. Frau v. Santen stellt vielleicht Ansprüche an ihren Gatten, welche d'eser als Mann der Gesellschaft nicht erfüllen kann. Di Pflicht oer F an ist es, sich dem Manne unter- zuordn-», das hat Frau v. Santen auf alle Fälle versäumt. Im Utbrigen . ... 5 au v. Santen ift nicht unempfänglich für die Höflichkeiten anderer Herren . . . ."
„Mama, Dubenrtheilst Elftiedefalsch. . .jede», falls zn bart. . ."
Die alte Dame lächelte.
„Ich kenne die Welt, Ulla! Bor Allem kenne ich meine Söhne. Und ich würde mich s.hr tänschen, wen» Arno nicht in den Fesseln der schönen Frau v. Santen schmachtete..."
„Arno?! Wäre eS möglich? . . ."
„Ich bewundere Deinen Scharfblick, liebe Mutter," sprach lächelnd Baron Erich, „und ick muß Dir Recht gebe». Arnos Wesen in der letzten Zeit mußte jedem auffallen, der ihn näher kannte. Ich glaube auch, daß er in Frau v. Santen — wie man zu sagen pflegt
verschaffen ift. Doch welche Gefahr ist bei einer solchen Tändelei?"
„Daß Arno diese Liebe nicht als Tändelet
eintreten für die Stärke des Reiches und vor Allem für die Stärke der Monarchie in der Zukunft.
Umschau.
In mehreren Zeitungen wird eine von der General- lotteriedirektion betreffs der außeramtlicheu Veröffentlichung der Ziehungsergebnisse der preußischen Klassenlotterie getroffene Anordnung einer abfälligen Vermtheilung unterzogen. Demgegenüber ist darauf hinzuweisen, daß zum Unterschiede von den amtlichen auf Grund der Protokolle der Ziehungskommissionen hergestellten Gewinnlisten, welche nach den Bestimmungen des Lotterieplans den Gcwinnanspruch der Spieler begründen, und erst nach beendeter Ziehung jeder Klasse einer Lotterie erscheinen, während der Ziehungen selbst von zwei Unternehmern, welchen dazu die Ausstellung der erforderlichen Utensilien in dem Lotterieziehungssaale gestattet ist, täglich erscheinende Privatlisten hergestellt werden, welche, soweit sie gedruckt ausgegeben werden, dem Zwecke, welchem sie dienen sollen, im Allgemeinen entsprechen. Daneben hatten die befteffenden Unternehmer aber, um die Ziehungsergebniffe möglichst schnell in den Zeitungen zu veröffentlichen, die in dem Ziehnngs- saale zum Nachschreiben verwendeten Bogen (Durchschriftbogen) unmittelbar an die Zeitungen oder an andere Unternehmer zur Herstellung von Stereotypplatte» abgegeben. Diese als Listen benutzten Durchschriftbogen können, wie die Erfahrung gelehrt hat, nicht fehlerfrei hergestellt werden; die in ihnen enthaltenen Fehler werden erst bei der Herstellung der gedruckten Listen durch sorgfältiges Vergleichen mehrerer von verschiedenen Personen gefertigter Durchschriftliften beseitigt. ES ist deßhalb de» Herausgebern der Privatlisten aufgegeben worden, künftig n'cht mehr Dm chschristlisten, sondern nur noch gedruckte Listen, fei eS an die Zeitungen, fei es an die Verfertiger der Stereotypplatten, abzugeben. Daß es, wie in einer Zeitung hervorgehoben worden ist, nur die Zeituncen etwa» angehe, wenn die von ihnen veröffentlichten Privatlisten Fehler enthalten, kann als zutreffend nicht er» achtet werden; vielmehr hat die Lotterieverwalturg im Hinblick auf die aus mangelhaften Ziehungslisten zu besorgenden Unzuträglichkeiten ein sehr wesentliches Interesse daran, daß bei der Veröffentlichung derselben in den Zeitungen Fehler möglichst vermieden werden. Sie hat eS daher mit Recht als ihre Pflicht angesehen, den gedachten Unzuträglich-
nährt, daraus mache ich ihr den Borwurf. Fran v. Santen ist eine gefährliche Fran ..."
Ulla saß schweigend da und blickte zur Erde nieder. Dasselbe UrtheU, welches jetzt ihre Schwiegermutter über Elftiede fällte, war ihr schon v. anderer Seite zu Ohren gekommen. So hatte ihr Slly von Stetten neulich alle die wunderlich entstellten und übertriebenen Gerüchte wieder erzählt, welche Elly von ihrem Bruder vernommen hatte. Ulla ward unfichcr; sie begann fast an ihrer Freundin zu zweifeln.
Eine 8$eile herrschte Schweigen in dem Gemach. Plötzlich ward die Portiere der Eingangsthür heftig auseinander geschlagen und Arvo trat zum Erstaunen Aller in das Zimmer. Sein Antlitz war blasser als gewöhnlich; seine Angen glühten und seine Hände schiene» in nervöser Unruhe zu zittern.
„Verzeiht," iprach er mit erzwungener Ruhe, „wenn ich störe." Er küßte seiner Mutter die Hand und reichte Erich zum Gruße die Rechte.
„Aber Schwager," entgegnete lächelnd Ulla, „wie kommst Du zu der Annahme, daß Du un8 störst! Komm fetze dich an meine Seite. Darf ich Dir eine Taffe Thee bereiten ?"
„Ich danke Dir, Ulla. Ich hörte, daß Erich zu- Lckgekomme» fei. Ich möchte ker» mit Dir sprechen, Erich . . . ."
„Ist e8 ein Geheimniß, so laß u»S in mein Zimmer gehn."
„Nein, nein — es ist kein Geheimniß. Mama und Ulla müßten eS doch erfahren. Ich will eine Reise an treten . . . ."
„Eine Krise?! Wohin?"
nimmt; darin, mein lieber Eich, beruht eben die Gefahr. Arno ist ein weichherziger Schwärmer und Träumer . . . ."
„Leider!" seufzte der Brno». | Arno fühlte, daß der Blick seiner Mutter scharf
„Er nimmt diese Siebe ernsthaft genug, und daß beobachtend auf ihm ruhte. Eine Befangenheit, welche Frau v. Santen dieser Liebe entgegenkommt, sie durch sonst seinem Wesen ftemd war, beherrschte ihn; eS ihre klug berechnende Zurückhaltung und Koketterie war ihm, als befände er sich vor einem Richtertribunal,