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Telephon 55.
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(Nachdruck verboten.)
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Konnten Sie denn nicht in meinem Herzen
. konnten Sie nicht in dem Blick meiner
neue Welt schien sich vor ihr zu erheben, eine neue
(FortsetzUU, folgt.)
aschinen chneider : 1000c aschinen werden. ; kostcn- ; in der nehme
Das „Leipziger Tageblatt' veröffentlicht eine Erklärung, welche die sächfischen Konservativen,
Wen, sich als treue Unterthanen des Königs betrachten md fühlen. (Unruhe.) Ich weiß, daß es nicht wenige Polen giebt, die auch jetzt schon von solcher Gesinnung durchdrungen find. Andererseits find jedoch auf polnischer Seite leider auch starke Bestrebungen bemerkbar, welche darauf gerichtet find, Feindschaft gegen die Deutschen p erregen. Solchen Bestrebungen, einer solchen Propaganda treten wir entgegen, denn dadurch werden unmögliche Zustände geschaffen, die eine Gefahr für Deutsche wie für Polen bedeuten. Noch immer wird mit Gedanken gespielt und werden Hoffnungen erregt, die sich nicht verwirklichen können, seien e8 Hoffnungen ruf Trennung der ehemals polnischen Laudestheile
ar 1898
Beide
Roman von O. Elster.
(Fortsetzuug.)
ischinen- Berlie, drichstr., ch lang- erunge, tr Port-, Trieger-, ieamten- [enb. die harmige -Näh-
Krone" :iverei, und ge- Zwecke, Bauart,
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Verantworlich für bit Redaktion: Redakteur M. Hartmann in Marburg.
Städte» nd, na- uche ich • Besuch »erlegen. Januar
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Zengniß von der Fürsorge der preußischen Regierung in allen Phasen des Bestehens dieser Verbindung.
VII.
Baron Erich war erst am Abend von seiner Rette zurückgekehrt. Jetzt saß er mit Ulla in deren behag lich eingerichtetem Salon nnd erzählte bei einer Taffe Thee von gemeinschaftlichen Bekannten. Auch die alte Baronin war erschienen und lauschte den Erzählungen
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile »der deren Raum 10 Psg.. Reklamen für die Zeil« 25 Pfg.
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Zur Frage der Besetzung des kretischen Gouverneurpostens schreiben die „Hamb. Nachr.', erfichtlich aus Friedrichsruh inspirirt: Für Deutschland kann es absolut gleichgiltig sein, wer auf Kreta Gouverneur ist. Es ist nicht Aufgabe der deutschen Politik, Rußland, wenn es den griechischen Prinzen nach Kreta als Gouverneur haben will, dabei irgendwie hinderlich zu sein.
schiedes, m.int Herr Roche, wären unschwer zu erkennen. Sie liegen theils im Verhalten der Einzelnen, theils in dem des Staates. Wie greifen es die Deutschen an s Sie gehen von Hause weg. Sie reisen. Man begegnet ihnen überall, in Schweden, in Rußland, in Persien, in Afrika wie in Amerika und Chino. Sie breiten sich nach allen Seiten hin aus. Sie reifen aber nicht als Touristen. Sie begnügen sich nicht damit, eine oberflächliche Witz- begierde zu beftiedigen. Wenn fie hinausgehen, so wollen fie draußen Geschäfte machen, die Welt mit ihren Schundwaaren (? 1) überschwemmen. Und der Franzose, was thut der inzwischen? Er bleibt zu Hause fitzen.
»Wir Franzosen", führte Herr Roche aus, „stellen b«» wundernkwerthe Maaren her. Alles künstlerisch, danerhast Aber wir behalten die Sache für uns, denn wir haben kein« Lust, uns in’s Autlard zu bemühen, um sie dort an» zubieten. Der Deutsche sucht den Säusir an Ort und Stelle auf, wo er wohnt, und läßt nicht ncch, bis ec ihm seine geringwerthigen und verfälschten Erzeugnifle aufge- drängt hat.
E ne ander« Ursache der Ueberlegenheit der Deutschen besteht in der Einrichtung ihrer Komptoire, ihrer Bankhäuser, ihrer Verkehrsanstalten.
Dazu kommt drittens das wirksame Eingreifen des Staates. Ein deutscher Kaufmann ruft niemals vergeblich d» staatliche Hilfe an. Bei uns trifft so ziemlich das Gegentheil zu.
Endlich ist noch bit Tbatsache in Betracht zu ziehen, daß Deutschland seit dem Jahre 189 < ein System maßvoller Handelsfreiheit eingeführt hat, während bei uns eine protektionistische Strömung zur Herrschaft gelangte, durch die wir unS zu Uebertreibungen fortreiben ließen."
So weit reicht die Einficht des Herrn Roche noch nicht, daß er begreift, daß bloße Rührigkeit nnd geschäftliche Gewandtheit nicht zureichen würden, nm „Schundwaare" in großen Mafien an den Mann zu bringen. Das wird aber noch kommen. Ebenso wie den Engländern daS Verständniß gekommen ist, als fie mit ihrem made in Gennany unliebsame Erfahrungen machten.
habe . . . wie ich die unglückselige Leidenschaft unter» drückeu wollte ... wie aller Kampf vergeblich war, wie ich jeden Tag, jede Stunde tiefer in das Meer dieser Liebe versank, das mich noch ganz zu verschlingen droht! Elfriede, haben Sie Erba, men I Zürnen Sie mir nicht 1 Ich war ein Wahnstnniger, unwürdigen Verdacht gegen Sie zu hegen, ich bin wa-m- finnig, solche Worte zu Ihnen zu sprechen ... ich fordere nichts, ich verlange nichts, ich weiß, daß Sie für alle Zeit gebunden find, daß Sie einem anderen Mauue angehöien und daß es Verbrechen ist, mit anderen Gedanken als denen der Freundschaft au Sie zu denken. Aber zürnen Sie mir nicht um meiner Liebe Wille», die ich still in meinem Herzen tragen will, wie die Liebe, wie die Erinnerung an eine theuere Verstorbene, wie den Glauben au die Gottheit, der uns da» stille Glück, die heilige Ruhe der Seele giebt, welche uuS feit gegen das Leid dieses Erdendas'ins. So, Elfriede, darf ich Sie liebe« — so werde ich Sie lieben bis zu meinem letzten Athemzuge . . .'
Ec verbarg fein von Thränen überströmtes Antlitz in die Fallen ihres Gewändes und beugte sich nieder wie ein reuiger Verbrecher, der den llrtheilSspruch erwartet.
In hastigen Athemzügen hob und sentte fich ihre Brust. Die Stimme der Leidenschaft, lche sturmes gleich au« feinen Worten hervorbrach, erschreck!e und beglückte fie zu gle-cher Zeit. Zum erste» Male vernahm fie diese Sttu me, zum ersten Mal erfuhr fie, was tiefe, heilige, leidenschaftliche Liebe war. eine
von Preußen, seien eS Hoffnungen auf größere Selvft- ständigkeit, d. h. auf eine Art förberatiürt Verbindung mit Preußen. Für förderative Tendenzen ist aber in Preußen kein Boden und wird niemals ein Boden sein. Eine Trennung der Provinz Posen ober auch nur eine Lockerung des Verhältnisses derselben zu Preußen würde die Existenz des Staates bedrohen. Wir können und werd n die Provinz Posen niemals wieder aufgeben. Fürst Bismarck hatte Recht, wenn er sagte: „Wir müssen uns den Weg von Königsberg nach Breslau freihalten.' (Beifall rechts.) Ist dem aber so, so liegt es doch im Interesse der polnischen Bevölkerung, sich die Lage, in der fie fich befindet, zu einer guten und friedlichen zu gestalten. Das ist nur zu erreichen, wenn die deutschfeindlichen Tendenzen, die jetzt noch vielfach innerhalb der polnischen Bevölkerung gepflegt werden, gänzlich verschwinden. Dann wird auch jegliche polenfeinbliche Stimmung auf deutscher Seite von selbst aufhören Meine Herren, ich gestehe, daß ich den Polen nur ungern diese Wahrheiten sage. Ich babe zu verschiedenen Zeiten in Polen gelebt und stehe mit vielen Polen in fteundschaftlicher, mit einigen in verwandtschaftlicher Beziehung; derartige Beziehungen können mir nicht die Augen verschließen gegen die Gefahren, welche die polnische Propaganda für die preußische Monarchie in fich birgt. Wo die Interessen der preußischen Monarchie in Frage kommen, kenne ich keinen Kompromiß. Zum Schluß will ich die Polen an daS Wort des französischen Dichters erinnern: „quittez le long espoir et la vaste pensee“. Thun die Polen das, entschlagen fie fich ihrer unerfüllbaren Hoffnungen, werden und bleiben fie ehrliche Preußen, da werden wir uns mit ihnen vervollständigen und friedlich zusammenleben.
Eine Weile stand fie stumm dem heftig mit seinem Schmerz Kämpfeuden gegenüber. Dann sprach fie sanft *it leicht bebender Stimme:
„Ich verzeihe Ihne», Aruo, Sie wiffen nicht, >vas Sie spreche». Eia unseliger Jrrthum muß Ihr Ange getrübt haben ... Sie habe» mir sehr, sehr W)e gethan .... nein, nein, sprechen Sie nicht, Arno l Lasten Sie uns Abschied nehme». . . lasten Sie nnS die letzten Tage vergeffen, auf daß wir ohne Aammer und Reue jener Tage unS erinnern können, h denen wir unS zu verstehen schiene». Sie habe» Aecht, es ist bester, wir sehen unS niemals wieder... Leben Sie wohl. . .'
Sie reichte ihm die Hand. Er starrte fie eine Seile an, als ob er eine überirdische Erscheinung sähe, ian» ergriff er hastig ihre Hand, sank vor ihr auf He Knie und brach, feine Stirn auf ihre Hand sitzend, in heftiges, krampfhaftes Schluchzen ans. Er- ichreckt flüsterte Elfriede: „Ich bitte Sie, Arno, er» leben Sie fich, was ist Ihne»? .... Fasten Sie &$....•
Fester preßte er ihre Hand an feine Augen, feine Lippen.
„O wen» Sie wüßte», wie es in mir auSfieht l'
Umschau.
Die Berliner Gesellschaft zur Beförderung der evangelischen Mission unter den Heiden theilt mit, daß auf den unlängst in China überfallenen, beraubten und verwundeten Missionar Homeye r, der mit dem Missionar Lenschner in Syn Atn int Kreise Nam- Hyung am Fuße des Palsangebirges wohnt, in dem fich daS Räubernnwesen stark eingeniftet hat, schon am 11. Mai v. I. ein Ueberfall ausgeführt wurde. Homeyer entkam damals unverletzt, wurde aber seiner Sachen beraubt und mußte, von allem Nothwendigen entblößt, auf chinesischen Sandalen die noch einige Tage dauernde Rückreise nach Syn Ain antreten,
lieber die „deutsche Konkurrenz' hat dieser Tage in Lyon Herr Jules Roche auf Veraulastuug der dortigen nationalökonomischeu Gesellschaft einen auch von der Pariser Prefle vielfach beachteten Vor- trag gehalten. Es dürfte fich verlohnen, besten wesentlichen Inhalt auch hier wiederzugeben. Der Redner stellte zunächst ziffermäßig den Rückgang des auswärtigen Handels Frankreichs fest, sowie daS stetige Anwachsen des deutschen Weltverkehrs. Die Ursachen dieses für Frankreich bedauerlichen Unter»
ihres Sohnes, welcher fie zärtlich in eine warme Decke gehüllt hatte.
„Ich bin ganz zufrieden,* sprach der Baron nach einer Pause, „daß Frau v. Santen sich heute Abend auf ihr Zimmer zurückgezogen hat. obgleich ich eine Neuigkeit für fie habe, welche sie gewiß freuen wird. Ich habe nämlich de» Rittmeister v. Santen getroffen, er hat zugesagt, in einigen Tagen, wen» die großen Cavalleriemanöver beendigt fein werden, un8 zu besuchen und der Eröffnung der Jagdsaison bei» zuwohneu.'
„DaS ist charmant,' entgegnete Ma. „Da giebt» doch wieder etwas Abwechslung.'
Ei ich lachte.
„Du bist sehr liebenswürdig, Ma,' sagte er scherzend. „Meine Gesellschaft genügt Dir also nicht mehr?'
„Sei kein Kind, Erich,' erwiderte die junge Frau mit zärtlichem Blick und zupfte ihren Gatte» strafend am Ohr, wofür Barou Erich ihr die Hand küßte.
Die Gatte» verstanden fich. Sie forderten keine überschwängliche Liebe von einander, fie waren zu» frieden mit der berzlichen, mehr ftenndschaftlichen Zn- neigung, welche fie für einander hegten. Ihre Lebens» gewohnhetten, ihre Austastung vom Leben und der Welt waren die gleichen, ihre Neiguvgen in Bezug auf ein reiches, glänzendes Gei, llschaftsleben begegnete» fich, kurz, fie paßten vorzüglich zu einander, quälte» fich nicht mit „sentimentalen Gefühlen,' wie Ulla ipöttisch die weicheren Regungen des Hebens nannte, und lebten zufrieden und wie gute Kameraden, die über die kleinen Schwäche» gegenfeitig mit liebenswürdiger» Humor hinwegsaheu.
thränenumflorte« Auge auf, fie brauchte nur die Arme auszustrecken, um es zu ergriffen, um es festzuhalten!
Einen kurze» Moment zögerte fie, einen kurzen Augenblick glaubte fie an die Wirklichkeit dieser neuen Welt, dieses neuen Glückes, doch einen kurzen Augenblick nur, dann kam ihr die Erinnerung a» die Feste! ihres Lebens, das glänzende Bild verdüsterte fich — es verschwand in unerreichbarer Ferne.
Sie schloß fest die Augen und athmete tief auf. Ihre Hände lagen wie segnend auf seinem Scheitel. Mit bebenden Lippen flüsterte fie:
„Ich iüme Ihnen nicht, Arno!' Dann beugte fie sich nieder, drückte einen Kuß auf feine Siir» und entfloh, nicht zurückblickend nach dem einsamen Mann der, fein Antlitz in die Hände bergend, keinen Versuch machte, ihr zu folgen.
Der Abend war angebrochen, als Elfriede das Schloß erreichte. Sie begab fich auf ihr Zimmer, nachdem fie zu Ulla gesandt hatte, fich zu entschuldige», daß fie nicht zum Abendeffen erscheine» könne.
„Wo ist Mans, Dorichen?' fragte fie die alte Dienerin.
«Sie schläft scho», gnädige Fra».'
An dem Bett ihre» sanft im Schlaf lächelnden Kindes sank fie zusammen, ergriff die kleinen Händchen und flüsterte, während die Thränen langsam über ihre Waugen perlten: „Fall hätte ich dich vergeffen, meine süße liebe, Maus. Um Deinetwillen werde ich den D aum von Glück, deu ich einen Augenblick geträumt, vergeffen . . . .'
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Preußens Ministerpräsident und die Polen.
Zu dem Gesetz-Entwürfe, betteffend die Förderung zentscher Ansiedelungen in den Provinzen Lestpreußen und Posen hat gestern im preußischen Abgeordneteuhause der Ministerpräfident Kürst zu Hohenlohe - Schillingsfürst Nachstehendes ausgeführt: „Wenn die Staats» rtgierung den heute Ihrer Genehmigung unter» stellte» Gesetzentwurf eingebracht hat, so ist fie dabei sowohl von winhschaftlichen wie von politischen Er. «ggnngeu ausgegangen. In wirthschastlicher Beziehung hält die Regierung an dem Grundsatz fest, tofe es für die Wohlfahrt der Provinzen Posen und Kestpreußen förderlich ist, die Zahl der selbstständigen Beuerngüter und Bauerndörfer zu vermehren. Wenn fich aus und neben den angesessenen Bauern eine tüchtige Klasse ländlicher Arbeiter entwickelt, so ist dies ein Vortheil, der auch dem Grundbesitz, sei er deutsch, sei er polnisch, zu Gute kommen wird. Was die p o l i t i s ch e Seite der Frage betrifft, so ist es eine Thatsache, daß in jenen national gemischten Landestheilen die polnische Nationalität sich mehr und mehr auf Kosten der deutschen aus- breitet. Dieser Entwicklung entgegenzutreten und das Deulschthum zu stärken, ist Zweck dieses Gesetzes. Daß wir dabei von keiner feindlichen Tendenz gegen die polnische Bevölkerung geleitet werden, ist wohl als selbstverständlich anzunehmen. Die ganze geschichtliche Entwicklung der ehemals polnischen Laudestheile,
Marburg
Sonnabend, 22. Januar 1898.
,, der materielle und geistige Aufschwung, den sie seit ’ der Vereinigung mit Preußen genommen haben, giebt
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niäbr ®a^r müssen wir aber auch an die Polen die Forderung - stellen, daß dieselben ihre Pflichten als Preußen er»
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»«genfeben, wie unglücklich iH bin?! Muß ich s Sonne ihr glänzend aufzugehcn I Ihr früheres Leben 3h«e» erst gestehen, daß ich Sie geliebt habe vom versank in düstere» Neb Ischleier; sie stand da beglückt, «ften Tage an, da Sie meinen Lebensweg kreuzten? beseligt, strahlend in lichter, reiner, seliger Höhe «»ß ich Ihne» erst sage», wie ich mtt mir gekämpft Das Bild des Glückes stieg schimmernd vor ihrem
Anzeige» nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Ann'-ncen-Bnreaur von Haasenstein & Vogler in 99 Frankfurt a. Öl., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf (11)1X1.
Masse in Frankfurt a. M., Berlin. München u. Köln, C. L. ..
Daube & Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari» Telephon 55.
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain SkbaMoe mA Ermdition: Markt 21. Jllustrirtes Sonntagsblatt
welche ihm viel Krankheit und auch verwundete Füße einbrachte. Nach einer Meldung aus Kanton befind« t sich Homeyer außer Gefahr. ChinefischerseitS find Maßnahmen für die Sicherheit der Station getroffen, auch ist Genugthnung für die dem Missionar widerfahrene Behandlung zugefichert.
In der Kommission des Reichstags für die Militär st rafprozeß - Ordnung erklärte gestern der Kriegsminister v. G oßler, die bisherigen Beschlüffe hätten die Schwierigkeiten nicht vermindert; diese beruhen nicht allein in den berechtigten Forderungen maßgebender militärischer Kreise, sondern auch in den bisherigen gesetzlichen Befugnissen der einzelnen Bundesfürsten als Koutingentsherien, die nicht geneigt seien, eine wettere Verminderung ihrer Rechte zu kouzediren. Die Einheitlichkeit der Armee, welche durch die Reichs Verfassung begründet, werde durchbrochen, wenn man einen Theil ihrer Angehörigen deu bürgerlichen Gerichten unterstelle. Auch der Abg. Lenzmann habe aus seiner Erfahrung als Auditeur bestätigt, daß in der Armee Recht gesprochen werde ohne Ansehen der Person. Die einzelnen B e - fchlüsse der erste» Lesung seien von vornherein unannehmbar; z. B. die Bestimmung, daß Offiziere z. D. der bürgerlichen Gerichtsbarkeit zugewiesen würden. Der heutige Rcchts- zustand habe nie Schwierigkeiten gemacht. Anträge auf Abänderung seien nie gestellt worden. Die Unterstellung ein berufener Personen des Beurlaubtenstandes wegen bürgerlicher Vergeh-n unter die bürgerlichen Gerichte sei praktisch unausführbar. Die Verschiebung der Masse Rekruten auf große Entfernung mache die Kompetenz der heimathlichen Gerichte unmöglich. Es genüge die Bestimmung, daß dieses nur für solche vorgesehen werde, welche eine Freiheitsstrafe von mehr als sechs Wochen erwarten. Er könne nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß in der zweiten Lesung die Grundlage des Entwurfs wiederhergestellt werde.