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(Nachdruck verboten.)
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noch nicht gedrungen waren, in den einsamen ®ebirg?=J ?rno ™ £^eü "ihmen werde. Währ-nd
gegenden verstand man das Wesen und die Worte!«" e 2Sa0e" ouf der glatten Straße dahin
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Roman von O. Elster. (Fortsetzung.)
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Arno's; nur Elfriede empfand mtt ihm und billigte seine Gedanken; deßhalb fühlte er sich auch uur wohl in der Einsamkeit de» Gebstges oder wen» er allein mit der junge» Frau die Wälder seiner Hrimath durchstreifte. S» gesprächig er bann aber auch war, Niemals ließ er stch wieder zu solchen Worte» hin«
Clafsen herabsahen, stch aus dem nur oft allzu menschenunwürdigen Dasein emporzuringe». Jedoch verabscheute Aruo die wilde Hetze politischer Agitatoren, er hatte die Ideale der Jugend, die Ideale des deutschen Volkes tteu in seinem Herzen bewahrt, und glaubte, daß nur durch die Erweckung der Ideale zu neuem Leben das deutiche Volk von der socialen K'ank- hett gesunden könne, welche an dem Lebensmark der Natton verderbenbringend nagte. In de» Kreisen seiner Stander genossen verlachte mau seine Jveale, ebenso wie in den Kreisen des niederen Volkes, dasein Ohr nur allzu leicht und willig den politischen Agitatoren lieh und die Worte der Liebe, der Vernunft und der edlen Resignation verachtete. Nur dort, wohin die Agitation der politischen Wortführer und der starre Hochmuth der vervlendeteu höheren »esellschastsschichtea
flog, beobachtete Elfriede unbemerkt ihre» Nachbar, dessen düstere Augen ziellos in die Ferne schweiften.
. —,o-----... Sir schrack zusammen, wenn
® das Zimmer trat oder im Gespräch sein Name
?5ast wurde. Der Spott, mit dem Ulla von ihrem
Erwägungen oder gar aus p hiliströser Scheu vorder „Welipolitik* die Marine-Vorlage m ihren wesentlichen Theileu ablchnen würde; das deutsche Volk würde ihm in Zukunft wohl wenig Dank dafür wissen.*
Von acht Eiscnbahnbeamten-und.Arbeitervereinen einberufen, tagte vorgestern in Berlin eine große Versammlung von Eisenbahnern, um gegen die unter ihnen von den Sozialdemokraten getriebene Agitation z» protestiren. Unter den Gästen bemerkte man den Ober-Baurath Lr. zur Rieden, den Eisenbahn- direktor Gronewald, die Regierungs-Bauräthe Bödeker, Grabow, Böttcher, v. Schütz u. A. Von der konser- vativen Landtagsftaktion waren erschienen die Abgeordneten Baumeister Fetisch, Oberamtmaun Ring, Oekonomierath Ebert und Prof. Dr. Jrmer. — Mit einem Kaiserhoch eröffnete der Vorsitzende, StationSasfistent Scharr die Versammlung vnd hieü dann den Hauptvortrag des Abends. Er beschäfttgte sich näher mit dem vor kurzer Zeit entstandenen sozialistischen „Eisenbahner*-Vcrband. DerVorfltzende ist ein ehemaliger, aus seinem Amte entferntet Stationsgehilfe. Was wollen die Sozialdemokraten v. Elm und Schönlank unter den Eisenbahnern? Buchdrucker, Konditoren, Handlungsgehilfen agitiren für diesen Verband. Die Bezeichnung als .Eisenbahner* sei zweifellos eine Täuschung der öffentlichen Meinung über die Zusammensetzung deS Verbandes. Dieser besteht zum allergrößten Theile aus bet den Eisenbahnen beschäftigten Arbeitern, die heute hier, morgen da find und jeder Zeit durch andere Leute ersetzt werden können. Der Hamburger sogenannte .Verband der Eisenbahner Deutschlands* ist bemüht, durch planmäßige Verhetzung der einz» Inen Beamten und Arbeiterkalegorieen Zwietracht zu säen. Alle werden beschimpft, verdächtigt und mit Schmutz beworfen. Der Redner schloß mit den Worten: Wir legen heute vor aller Welt Zeugniß ab, daß wir mit diesem Verband nichts zu thun haben. Wir find durchdrungen von warmer Liebe zu unserem Vaterlande und von dem Bestreben, mit unseren Verwaltungen und Behörden in Frieden zu leben. Den Elementen, die noch weiter die Brandfackel des Hasses in unsere Reihen werfen, rufen wir ein energisches Halt zu. Hinaus mit diesem Gefindell Ans Vaterland, anS theure schließen wir uuS an! (Stürmischer Verfall.) Nach einer Pause beantragt StationSasfistent Scharr die Annahme folgender Erklärung:
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»Meier len, s» spott- Stück.
ittler,
»Sie scheinen nicht in festlicher Stimmung zu sei», Baron Arno,* sagte fie mtt leiser Stimme.
Er zockte zusammen.
.Ich liebe die lauten Vergnügungen nicht,' er-
Arno saß finster und schweigend an der Seite Frau v. Santen's, welche kaum gehofft hatte, daß
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Telephon 55.
widerte er kurz, .vor allem nicht, wenn fie mtt solcher Abfichtlichkeit in's Werk gesetzt werde» *
.Abstchtlichkeit?*
™ 2“' die Absicht ist nicht zu verkennen.
Man will die Tochter unter die Haube briuaeu *
.Baron Arno!* 8
-3a. ja, gnädige Frau! Sie find scharffichtia genug, um das längst herausgefunden zu haben.*
.Aber weßhalb kamen Sie mit?*
Sein Antlitz verfinsterte fich noch mehr.
.Weil meine Mutter eS wünschte, und ich die alle Fran nicht unoöthig kränken will.
Auf'S Nene trat Schweigen ein, welcher nicht wieder unterbrochen wurde, bis man Sietterburg erreichte.
Arthur und Elly v. Stetten empfingen die Ankommenden. Elly hatte stch auf das Schönste herausgeputzt, aber das weiße Kleid mit den himmelblauen Bändern und Schleifen war schlecht gewählt. Es paßte nicht zu ben blaßbloodeu Haaren und den hellblauen Augen und gab der derben Gestatt etwas Unförmliches, Schwerfälliger. I» einer dnnklen, einfachen Toilette konnte Elly v. Stetten recht gut aussehe», in einem Hellen, aufgrpotzteu Kleide trat die Derbheit und das Gewöhnliche ihrer Erscheinung zu sehr zu Tage. Der zarte Dust, welcher andere junge Mädchen in ben leichten Sommertoileiten um- bchwebte, fehlte ihrer herben, ländlichen Schönhett.
t nw a^uthiger Antlitz strahlte. Sie um- Ulla schüttelie Baron Erich kräfttg nie Hand, k ti0R Santen auf das Freundlichste
"^ reichte mit herzlicher Geberde Arvo ihre breite, S,e 3“ ihren Augen lag eine stumme »itte, welche Elfriede rührte. Aber Arno berührte die dargebotene Hand nnr flüchtig und verbeugte fich mtt steifer Förmlichkeit. Ein Schatten flog über Elly'S
bürg.
f 1898;
* Wie uns aus allen Gegenden unseres Wahlkreises berichtet wird, hat die Aufstellung des Herrn SsiSbesitzers Bürgermeisters Rauch zu Wittelsberg als Kandidaten für die diesjährige Reichstagswahl bei allen reichstreuen Elementen unter der Wählerschaft die sympathischeste Aufnahme gefunden. Wir {eben nach Lage der Dinge in ihm den Kandidaten aller staatserhaltenden, ordnungsliebenden Wähler. Die letzteren find sich ja darüber natürlich von vornherein völlig einig, daß den mit ben Sozialdemokraten so verzweifelt geistesverwandten National-Sozialen hoch absolut von einem reichstreuen Manne ebensowenig hie Stimme gegeben werden kann, wie einem etwaigen radikalen Demokraten. Da bleibt, da von den Sozialdemokraten von vornherein natürlich abzusehen $, nur als Gegner des Herrn Ranch bisher der ih« gegenübergestellte Antisemit Wiegand. Herrn Liegands Vater ist Gutsbesitzer in Friedrichsdorf im Kreise Hofgeismar; was fein Sohn, der sich als Mitglied des Bundes der Landwirthe dennoch berufen fühlt, sich gegen den hiesigen Kandidaten des Sundes der Landwirthe eifrig der rein antisemitischen Sache annehmen zu sollen, in Bezug auf Untreue in Handel und Wandel von bestimmter Seite her bekämpfen zu sollen meint, das hat Herr Gutsbesitzer Kanch doch, so weit e8 wahr und nicht hetzerische Uebertteibung ist, längst schon empfunden, und dem wird er, wie wir Alle, thunlichst als konservativer Mann und praktischer Landwirth zu begegnen bestrebt sein. Die Kege auch hierzu find aber verschiedene, und wir (lauben mit Herrn Rauch, daß in allen politischen Dingen, wo man ein Ziel erreichen will, ein ruhiges, rieldeamßtes, sachgemäßes Vorgehen viel eher, ja allein Erfolge zeitigen kann; nicht aber kann dies Anfalls ein einseitiges Eisern, dem zu Liebe «ilmche Antisemiten die alte, konservative Gesinnung wrläufig einfach über Bord werfen zu müssen glauben.
Eager sprach, „der die Pose eines Lord Byron anzu- liebe,* schmerzte fie, und die gleichgiltige, fast 5®Wid)e Art und Weife, in welcher Baron Erich gegenüber trat, dünkte fie ein ttefeS Unrecht, daß Niemand Arno'S Wese» richttg beurteilte, i 2? bie Mutter vermochte fich nicht in den eigen« uch ernsten Charakter ihres Sohnes hineinzufiuden ?»eß eg ihn „Nr zu »ft fühlen, daß fie ihre beiden Söhne höher schätzte und mehr liebte, als ihn, L^et die Traditionen bet alten Grotenburg'swen gcmz vergessen zu habe» schien. Ei» inniges ^erd empfaub Elfriede mit dem Unverstandenen, dem L2ar®Ien- Sie sah eine ihr gleichartige Natur mit i'iben Verhältnissen ringen, welche fie einsam ' < vkiglücklich gemacht hatten, und fie schloß fick» - näher an, als für ihre unb seine Ruhe vortheil-
■' war.
®«r »ft streifte» fie zusammen h» große» Park und Lj* n«ben Walde umher. Gar »ft saßen fie auf der p box bet Eremitage, während die flehe Elfriede
;3*bi= ö«igin »d i« protze canoncv d Plätze' ■afalgar- ■ Dower, (260 eie.
inncntei rie auf; edaueru, iben.
eschäfts- arg unb Heilung, (329
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «ub Kirckbain
Druck und Verlag J»h. >»§. Koch, Univerfitäts-Buchdruckerei in Marburg, 11 m °
«ebtttto» «d Expedition: Markt 21. UUwPllttu Verantworlich für die Redaktion: Redakteur M. Hartmann
—»M— —_______ ______"_____ in Marburg.
lohte ddiBg* erobert, uf flfite erreicht n achte Liebig“ imarke. esseren inover.
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. ^°ch niemals hatten fich ElftiedenS Gedanken so Mesetzr und so eingehend mit dem Charakter und 7*‘ta eines Mannes beschäftigt, als jetzt mit dem- Qtn Aruo's. Selbst in der Zett ihres Braut- ^des nicht, wo ihr doch ihr jetziger Gatte in ge- Mn Beziehung noch als daS Ideal ihrer Mädchen- Mime erschienen wat. Sie ertappte fich oft dabei, । je sinnend vor fich hinschaute und über daS Wesen
Umschau.
Der gestern von uns bereits erwähnte Artikel des ultramontanen „Bayerischen Couriers", eines Blattes, das noch vor kaum acht Tagen in äußerst verhetzender "keife zu Protestkundgebungen gegen die Marinevorlage aufgefordert hatte, besagt n.A.: „Wir müssen lchon in den nächsten Jahren zur See kräftig genug werden, um den „Vereinigten Staaten* energisch ans die Bude zu steigen. Wir brauchen eine starke Flotte jur Nothwehr für unser ganzes Land, für untere Industrie und für unseren Ackerbau. Stadt und Land find, in gleicher Weise daran interesfirt, und Bayern nicht weniger als Preußen ober Sachsen. Und wer unserem Volke borfagen würde: „SS ist nur für die Großen, nnr für die Kaufleute und Fabrikbesitzer, nicht für den kleinen Mann, nicht für den Arbeiter, nicht für den Bauern*, — d e r teüibe lügen! Bedenken über das Septennat und über die Beschaffung der Mittel giebt es ja noch genug. Aber diese Bedenken können doch wahrhaftig nicht dazu führen, daß das Centinm in ben blind- blöbRnrigen Protest ber Baueinbündler, Demokraten und Sozialdemokraten einstimme. Mögen die Demokraten ihre sachlichen Gründe für ihre Gegnerschaft haben: bie boy .Bauernbündlerund die Sozialdemokraten (wenn es letzteren wirklich ernst ist um die Vertretung der Albeiterinteresse»!) handeln direkt gegen das Interesse der Bauern und Arbeüer, wenn fie die Vorlage nun rundweg ablehnen I Wir stehen unter dem Zeichen der Weltpolttik; nur Spießbürger vermögen nicht zu begreifen, daß das mtt absoluter Nothwendiukett komme» mußte; nnr Spießbürger könne» unter Philiströsen Auffassungen ftstlialten, dvß all das nur „künstliches Erzengniß Kaiserlicher Liebhaberei* fei, nicht ein Ergebniß des mfid)ttnen unaufhaltbaren Zuges ber Zeit. Also Weltpolitik! Uns erschreckt dieses Wort nicht im Mindeste», und hoffentlich verlernt auch das Centtum in Bälde seinen Schreck vor diesem Popanz. Wir hoffen düs umsomehr, als eben in ber „Weltpolitik* U'<dl nur die ausreichende Begründung einer Flotten- verstä kung. sondern auch zum große» Theil die Möglichkeit gegeben ist, die Mittel für die Flotten- veim hrung zu beschaffen ohne Mehrbelastung der großen Massen. Die Weltpolttik wirst neue Ideen, neue Interessen und neue — Jntereffen-Kombinationen in untere hohe Politik herein, so viele, daß die alten europäischen Gegn rtchasten mehr und mehr in den Hinte,gründ treten .... Wir würden es bedauern, wenn das Centrum ans kurzsichtigen reiß n, wie er sie in dem Thurm, inmitten seiner Sammlungen zu Elfriede gesprochen, und welche wie er fühlte, die junge Frau mit ber keu'chen, jungfräulichen Seele von seiner Seite gescheucht haben würde». Sie verkehrte» zusammen wie bei« raute Freunbe, wie Binder und Schwester, wie gute Kamerad » welche stch gegenseitig verstände», auch wen» sie schweigend nebencinanber saßen ober im Schatte» deS Waldes dahinschritteu.
Der Tag beS Gartenfestes auf Schloß Stetter- burg war gekommen. Die obclige» Familien der Umgegend, Offiziere und Beamte ber in ber Nähe "egenden Starte waren geladen und erschienen in großer Anzahl. Auch die Grotenburg's uud Elftiede nahmen an dem F st Theil, das durch das schönste sommerlich-warme Weiter begünstigt, eineu be« friedigenden Verlauf zu nehmen versprach. Ein offener Jagdwagen führte die Grotenburg's nach Stetterburg. Baron Erich, ber selbst kutschirie, saß mit Ulla auf dem Vorbei fitz, währenb Elfriede und Arvo den zweiten Sitz einnahmen unb ber Kutscher utib Jean hinten auf bem Kutscherbock Platz ge« funbe» hatte». Die ältere Frau voo der Gioteuburg war daheim geblieben, weil fie die lauten Vergnügungen nicht mehr »ertragen konnte.
man fich in den polittschen Dingen mit Besonnendeit doch stets nur an daS Gegebene und Wahre zu halten hat, wenn man Positives erreichen will, diese gegnerische sich stets gleichende Mache noch ernst nehmen könnten, das glauben wir nicht. Es mag eine Anzahl Leutchen geben, die es wirklich glaubt, wenn die Apostel der Unzufriedenheit verschiedenster Schattirung ihnen sagen, daß das Volk so drückend unter der Steuerlast leide, daß Salz-, Zucker- und Branntweinsteuer schrecklich auf den breiten Massen lasteten, daß Reaktion und Junkerthum unserer hessischen „kleinen* Leute ganz besonders bedrängen, daß das Agrarierthnm „die Beweglichkeit des Handels bedrohe* uff. Der ©taube an solchen demagogischen, der Wahrheit reinweg ins Gesicht schlagenden Humbug steht ja frei, unb Unwahrheit und Uebertreibung finden ja bei unaufgeklärten Leuten um so leichter Eindruck, wenn man fie mit haltlosesten materiellen Versprechungen und mtt dem Appell an die Leidenschaften des nuge- biloeteren Menschen verbindet, was die Gegner bekanntlich obtte jedweden Skrupel thun.
Uns kommt, wenn wir von solchen Gläubigen der radikal-demokratiscden Agitatoren hören, wen» wir sehen, wie so mancher Man» fast verehrend auf- stllckt auch zu den Führern ber Sozialdemokratie, ein Gefühl des Bedauerns darüber an, daß cs in unseren Tagen, wo doch ein jeder anständige, politisch gebildete Mann bereit ist, bem Wißbegierigen bte Dinge einfach auseinanderzusetzen, wie sie that- sächlich im Reich und Staat heute liegen, noch eine solche Anzahl von Leuten giebt, deren politischem Begriffswillen eS völlig genügt, wenn ihnen die Volksverhetzer solchen Humbug borfofeln. Wie viel ißt denn der angeblich durch die Zuckerprämie so gedrückte arme Mann in Wirklichkeit Zucker? Wie viel müßte ein einzelner Mensch Salz essen, ehe er auch nur wirklich merk«n kann, baß er an der Salzsteuer theilnimutt! Unb letztere soll ihn drücken? Und der Branntwein ist ja mehr zu besteuern; wenn aber die Reichsregierung mit der höheren Besteuerung neben moralischen Zwecken namentlich die früher so leicht verdienenden gewerblichen Branntweinbrenner tteffen wollte, so ist dieser Zweck eben dadurch vereitelt worden, daß die Schnaprfabrikanten und gewerblichen Brennherren die Steuer auf die Konsumenten übertrugen und obendrein die Qualität ihres Produkts eine geringere geworden ist. So sieht fich die Sache an, wenn man die Behauptungen ber demagogischen Phrasenhelden näher untersucht — so ist's mit all' ihren verhetzenden Behauptungen uudlleber treibungen.
mtt Leo zu ihren Füßen im Sande spielte. Er ward in biefen einsamen Stunben ein anberer Mensch; feine sonst so büfteren Augen glänzten in freudiger Lebenslust, fein sonst so schweigsamer Mund war beredt und floß über von Worten ber Liebe und Verehrung für die Natur, für seine Wissenschaft und Mitgefühl für die leidende Menschheit. Die große Frage der Zeit, die Versöhnung der Classen der Gesellschaft, fie war nicht unverstanden an diesem einst men Denker und Dichter borübergegangen, wie an all' jenen Männern, denen Elfriede bislang begegnet war, und welche mtt übermütigem Stolz auf das Bestreben ber arbeitenben
ter wie wir bei Aufstellung unseres Kandidaten ' \ mphezeihteu, ist eingetroffen: Die Gegner haben in
dtlSll T® Presse, soweit ihnen solche zur Verfügung steht, ' ht alten Schlagworte von der „Reaktion*, bem Ivkenhum, ber „bedrohten Volksfreiheit*, bem ßimcrdruck unb bie Lüge ber Wahlrechts-Gefährdung ritbtr weidlichft ausgebeutet, unb biefe Ausbeutung Jw'> sich ja noch steigern, je näher ber Wahltermin «®mt. Daß aber von denjenigen Wählern unseres Mchlkreises, denen daS Bewußtsein innewohnt, daß
Marburg
Sonntag, 16. Januar 1898. Moffe in Frankfurts. M', . ________Daube & Co. m Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris' Telephon 55.