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Marburg
Mittwoch, 5. Januar 1898.
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhain.
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ob Süd oder Nord, nach Wunsch neue anzuknüpfen, ßs dürfte somit die neue Bahn für Weidenhausen
»Da find wir, Törtchen," sprach mit einem Lächeln die Fremde, „aber ich sehe Niemanden, *t »ns empfängt . . . Schläft denn unsere Maus
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Die Eisenbahn durch den Ebsdörfer Grund.
Wir geben hier die nachstehende Zuschrift lediglich ilr Aeußerung eines einzelnen Jnteresienten zu dieser Bahn-Angelegenheit wieder:
F. Der nächste Kreistag wird fich vorauSfichtlich jber die Eisenbahn durch den Ebsdörfer - Grund schlüssig machen.
Nachdem der westliche Theil des Kreises reichlich mit Bahnverbindungen versehen ist, zu denen auch der Ebsdörfer-Grund direkt und indirekt beigefieuert sh-t, will man nun daran gehen, auch den östlichen j Theil des Kreises durch eine Bahn dem modernen Sttkehr aufzuschließen. Daß das nicht mehr als recht rab billig ist, wird meines WisienS von keiner Seite bestritten.
Die neue Bahn soll vom Südbahnhof ausgehen. Der Ebsdörfer-Grund, womit ich den Theil des Kreises östlich der Lahn hier bezeichne, hat bisher doruehmlich in Weidenhausen verkehrt. Durch die Schützenpfuhlbrücke und durch den Südbahnhof wird dieser Verkehr mehr und mehr abgelenkt und er ffliib noch mehr zurückgehen, wenn die Sttaße von der Anstalt nach dem Südbahnhof gebaut sein wird, Mbmch auch den Fuhrleuten, welche die Sttaße Iber Schröck und die nach Seelheim ftequenttren, Gelegenheit gegeben wird, den für ste unangenehmen Kappler Berg zu vermeiden. Dieser große Schaden fir Weidenhausen wird ausgeglichen, wenn die neue ■ Lahn bis zum Nordbahnhof weiter geführt und bet ~ dem Uebergang hinter Valentin Zeitz > ei«e Haltestelle errichtet wird. Auf
Belohs- 2III.
Roman von O. Elster.
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oldem blat mit -lohnmr
.Ja, gnädige Frau,* entgegnete die ölte Dienerin, -«stiedchen schläft noch ganz ruhig."
L .Gott sei Dank! Aber man erwartet uns ....?"
Suchend schweiften der Angen der jungen Fran den Bahnsteig.
Der Bahnhofsinspector trat höflich grüßend an
* elegante Fremde heran nnd fragte:
.Werden gnädige Frau erwartet? Oder könnte Trinen Wagen besorgen?"
k. .Sie sind sehr gütig, mein Herr. Wir wollen Groteuburg. Herr von der Grotenbnrg wird sicherlich seinen Wagen senden, die Herrschaften Zarten mich ..."
«.Ah, dann wttd fich der Wagen etwas verspätet ! Wollen gnädige Frau nicht in daS Warte
rei ein treten ? Die Sonne brennt . .
diese Weise ist den mtt dieser Bahn Reisenden nicht J'j Btt Gelegenheit gegeben, ihre alten, liebgeworbenen
Geschäftsverbindungen in Weikenhausen weiter zu pflegen, sondern auch in der ganzen Stadt, einerlei
xführt wird, kommt fie aus dem Streit zwischen a Geben und Südvtertel und die ganze Stadt, die ft in allen Theilen gleichmäßig zu den Kosten beizu- ttageu Hai, hat Ursache, sie gleich fteudig zu begrüßen. Die Bahn geht alsdann von Marburg Süd üver G-Ppel, Ronhausen, BortShausen. Bon Hachborn ist k® Herrn Landrath die Bitte vorgetragen, die Bahn
»N«oit . D« Berliner Schnellzug hiell nur kurze Zett , ®f der wenig bedeutungsvollen Eisenbahnstation, «um fand die einzige Reisende, welche hier den 5*8 verließ, Zeit ihr Gepäck herauszunehmen und -------J «er alten Dienerin, welche ein schlafendes Kind in kNUöl r? Armen hielt, aus dem Coup« erster Clafse zu Äsen. Die Dame war noch mtt dem Ordnen ihres orktaasse Gepäckes beschäftigt, als der Zug schon wieder artt9ap tare brauste.
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ba8 einzige Mittel gegen schweren Schaden sein und darunter & Weidenhäuser bewegen, thatkräftig für dieselbe »en tret’ emzutreten.
Wtf. füft Wenn so die Bahn bis zum Nordbahnhof wetter-
von BortShausen nach Hachborn zu führen. Diesem Wunsche soll, wenn möglich, entsprochen werden. In beiden Fällen geht dann die Bahn Wetter über Ebsdorf, Heskem. Es ist nicht mehr beabsichtigt, die Bahn von hier auS durch den Kreis Kirchhain zu führen. Diese Aenderung wird allgemein im Kreise fteudig begrüßt, denn die Bahn durch den Kreis Kirchhain hätte den Kreis Marburg viel Geld gekostet und ihm, da dort voraussichtlich Massen- arttkel für Bahnfracht fehlen, wenig eingebracht, also die Bahn von vornherein unrentabel gemacht.
Statt dessen wird die Bahnlinie weitergeführt über Dreihausen, Roßberg und mündet endlich, nachdem ste noch Wermertshausen berührt, in die bereits fettig gestellte darmstädtische Bahn bei Londorf. Da man im Hesien-Darmstädtischen gern bereit ist, das Gelände zu unserer Bahn herzugeben, so fällt für den Kreis Marburg die bittere Aufgabe fort, auch Boden außerhalb des Kreises anzukaufen.
Es ist nun die Frage, wird sich die projektttte Bahn rentiren?
Von dem vorigen Proftkt ist dies und zwar meines Erachtens mit Recht bezweifelt worden. WaS diese Linie vor allen Dingen belastete, war die Sttecke durch daS theuere Kirchhainer Gelände und die Ohmbrücke; und gerade auf diesem Theil der Bahnlinie war nichts als Personen vettehr zu erwatteu. Diese Sttecke fällt nun wohl auS und statt dessen fügt sich die über Dreihausen und den Oberwald an. Die Bahn hat nun folgende Quellen für den Verkehr. Bei Cappel die Kunstmühle, bet Ronhausen und Bottshause» große Sandsteinlager, welche einen sehr festen, gesunden Stein liefern, der besonders zu Fundamenten und Brückenbauteu geeignet ist (die meisten Steine zu der Nähbrücke, der Schütz npfuhlbrücke, den Eisendahnbrücken bei Gissel- berg und ans der Sttecke Niederwalgern—Weidenhausen stammen aus dem Bortshäuser Bruch.) Botts- Hausen liegt in einem sehr schönen Thal und unmittelbar am Fuße des Frauenbergs, wird also die Station sein für die Tausende, welche alljährlich den Frauenberg besuchen Zwischen Bortshausen und Hachborn ist eine große Waldstrecke von einer Frankfurter Firma zur Abholzung angekauft. In Hachborn wird eine große Akrienfabrik für Thonwaaren entstehen, die täglich 9 Waggon gebraucht, außerdem liegen hier ausgezeichnete Braunkohlen und Eisensteine.
Auf die Station Hachborn wartet auch die Spinnerei Goldmühle und ein großer Personenverkehr aus dem unteren Theil des Ebsdörfer GrnndeS.
In der That strahlte die Sonne des Spätsommers mit fast unerttäglicher Gluth von dem wolkenlosen Himmel auf den schattenlosen Bahnsteig nieder. Die Fremde wollte der Aufforderung des Beamten folgen, als ein Diener in dunkelblauer Livree aus dem Stations- gebäude hervoreilte, fich umschaute und bann, die fremde Dame erblickend, mit ehrfurchtsvoll abgezogenem Hut auf fie zuttat.
„Verzeihen, gnädige Frau," sprach et, „ich habe die Ehre die gnädige Frau v. Santen zu sehen?"
„Allerdings. Kommen Sie von Grotenbnrg?"
„Ja, gnädige Fran. Ich bitte um Verzeihung, daß fich der Wagen um einige Minuten verspätet hat. Es war Besuch auf der Grotenbnrg, die gnädige Frau Baronin läßt fich deßhalb auch entschuldigen, daß fie nicht selbst die gnädige Frau empfängt..., aber wenn ich jetzt bitten darf, gnädige Frau! Der Wagen steht berett ... oh bitte, das Gepäck werde ich schon besorgen . . . bitte nochmals um Verzeihung! Der Wage» steht am Ausgang des Bahnhofes."
Fra« v. Santen lächelte über den devoten Diensteifer des langen Dieners, während fie fich mit der ölte» Wärterin ihres Kindes noch dem Wogen begab. Der Bohnhoftsinspektor begleitete fie und half ihr in höflichster Weise beim Einsteigen. Würdevoll grüßte der alte Kutscher, welcher die Ungeduld der beiden Rappen kaum zu zügeln vermochte. Frau v. Santen kannte den alten Friedrich, der schon zwanzig Jahre auf Schloß Groteuburg diente.
„Ah, Friedrich, Sie find rs ... . wie geht es Ihnen? fragte Sie freundlich.
.Ich danke, gnädige Frau. Ja, ich bin »och immer im Dienst, werd' wohl in den Sielen sterbe«, gnädige Fran."
Bei Ebsdorf befindet fich eine Dampfziegelei, die täglich 2 Waggon verladen will. Heskem bringt vornehmlich Personenverkehr, es liegt in einem dichten Kreis von Ortschaften. Dreihausen hat große Thonlager und Töpfereien und vornehmlich Basaltlager. Dreihausen ist ja durch seine Pflasterer und Pflastersteine weit bekannt. Die Steine konnten bisher nur per Axe befördert werden. Sobald die Bahn kommt, werden fich die in der Bearbeitung der Steine seit alten Zeiten geschulten Leute genossenschaftlich zusammenschließen und ihre Offerte» und St-ine weithin verschicken. Marburg, das von dort bei seinen ausgedehnten Bauten die Pflastersteine bezog, hat da zunächst den Vortheil, daß sich die Transportkosten ermäßigen.
Bei Roßberg liegen die große» Forsten des Ober- waldes. Das Holz des OberwaldeS konnte bisher im nächstliegenden Bezirk nicht aufgebraucht werden, während es schon in den anliegenden mangelt. Hier hat vornehmlich der Staat ein Jniereffe an der Bahn; das Holz des OberwaldeS war bisher nnt schwer und zu niedrigen Preisen verkäuflich.
Bei Wermertshausen entsteht eine Fabrik für feuerfeste Tiegel. Bei Nordeck befinden sich ausgedehnte Lnngsteinlager. Es ist dies ein ausgezeichneter, schwarzer Baustein, wie er sich z. B. an der neuen Synagoge in Marburg befindet und der den Baumeistern der Städte nicht ein werthvolles, sondern auch ein sehr malerisches Element liefern wird, sobald er im Verkehr erscheint.
In dieser Gegend tritt nun die Bahn ein in darmstädttscheS Gebiet, das früher theilweise zu Kurhessen gehörte. Die Bewohner dieses Bezirkes kauften früher, wie das ans den Geschäftsbüchern der alten Marburger Firmen hervorgeht, in Marburg. Der Verkehr hat fich später naturgemäß nach der neuen Bezirkshauptstadt Gießen gezogen. Die neue Bahn bringt deshalb Marburg alte Kunden wieder.
(Schluß folgt.)
Umschau.
Die Stadt» erordueten -Versammlung Berlins hat fich noch vor Jahresschluß 1897 mit einem eigenartigen Ruhme bedeckt. Sie hat mit 77 gegen 18 Stimmen nicht bloß den wohlbegründeten Magistratsantrag angenommen, den Kirchhof der Märzgefallenen im Friedrichshain mit Aufwendung eines Bettages von 6500 Mark instand zu setzen, sondern darüber hinaus noch auf Antrag des StadtverordnetenvorsteherS Dr. Langerhans beschlossen,
So weit ist es «och nicht, Friedrich. Wie gcht's der Herrschaft?"
„Danke, gnädige Fron, ich denke recht gut, wenn ich mir ein Uttheil erlauben darf."
Der Diener hatte inzwischen das Gepäck auf da» Hintere Brett des Wagens festgeschnallt.
Frau v. Santtu half ihrer alten Dienerin in ben Wagen. „Setze Dich mit Mans hier tu die Ecke, Dottcheu," sprach fie. „Wie fest fie schläft! Wir haben den Winb in bem Rücken, hier trifft Euch ber Zug nicht. Nun, Friebrich, fiub wir fertig? Sind die Koffer fest geschnallt?"
„Gewiß, gnädige Fran, es wird schon hasten", entgegnete höflich der lange Diener, schloß leise die Thür und sprang mit affenartiger Geschwindigkeit auf de« hohen Kutschbock. Der alte Friedrich schnalzte leicht mit der Zunge, die Rappen zogen an und dahin flog die leichte Halbchaise auf ber gut gehaltenen Landstraße, die fich gleich einem breiten weißen Band durch die grüne Triften und Wälder wand.
Fran v. Santen beugte fich über ihr Töchterchen welches noch immer in bem ruhigen, sanften Schlaf ber Kinbheit in ben Armen des alten DottchenS schlummerte. Die Bäckchen bes etwa zweijährigen KinbeS glühte» wie rothwangige A'pfelchen; bie kleinen runben Händchen waren leicht zur Faust geballt und ein leises Lächeln schwebte um daS halb geöffnete rothe Mündchen. Mit inniger Liebe betrachtete die junge Frau ihr schlafendes Kind, bem ste Alles — ihr Leben, ihr eigenes Glück unb ihren Ftteben zu opfern ent« schloffen war.
„Sieb mir baS Stab, Törtchen," flüsterte fie.
Es wirb erwachen, gnäbige Frau, sehen Sie, es streckt fich schon, ba, jetzt schlägt eS bie Augen o«f!"
ein Gedenkstein zu errichten mit ber Inschrift: „Den Gefallenen vom 18. März 1848. Die Stadt Berlin." Die „Köln. Ztg." bemerkt hierzu: „Wir haben uns bereits früher darüber ausgesprochen, daß wir in einem solchen Beschluß, der jetzt nach 50 Jahren gefaßt wird, nachdem die Namen der Gefallenen vollständig vergessen und Angehörige von ihnen nicht mehr zu entdecken find, nichts anderes erblicken können als eine künstliche Verherrlichung jener traurigen Revolutionstage, in denen weder bie bamalige Regierung noch bie Barricadenkämpfer selbst fich mit Ehre unb Ruhm bedeckt haben. Wir haben keinen Grund, weiter auf diesen Beschluß einzugehen, den» wir halten es für ausgeschlossen, baß er je bie Zustimmung ber Staatsregierung finden wird. Wir können aber nicht umhin, unser Bedauern auszusprechen, baß bie große Mehrheit des Stadtverordneten- collegiums fich nicht gescheut hat, ohne zwingenden Grund einen Beschluß zu fassen, von dem fie wissen mußte, baß berfelbe in weitesten Kreisen ber Berliner Bevölkerung lebhafte Erbitterung unb Entrüstung Hervorrufen muß. Eine That bes FriebenS war dieser Beschluß nicht, unb Heil kann aus bemselben für bie Stabt unmöglich hervorgehen.
Wie bekannt, fiub fettens ber preußischen Staats- regierung Maßnahmen geplant, nnt das Ansiedlung» w er k in Posen und Westpreußeu heftiger fortführen zu können. Zn dem Ende soll der Foud» für diese Anstedlungszwecke um 100 Millionen Mark verstärkt werden. Dabei ist es, so bemerkt die Nord. Allg. Ztg." durchaus nicht etwa darauf abgesehen, wie vielfach behauptet worden ist, den polnisch-redenden Preußen ihre Muttersprache zu nehmen. Sie sollten vielmehr nur bazu verhalten werben, auch Deutsch zu lernen, und überhaupt in den Staub gebracht werden, alle Bedingungen zu erfüllen, die einmal von jedem preußischen Staatsbürger erfüllt werden müssen. Energisch und konsequent wird allerdings jenen großpolnischen Bestrebungen entgegengetoirft werden müssen, bie fich namentlich in der letzten Zeit darin gezeigt haben, daß die polnisch-sprechenden Staatsbürger fich durch ihre Vereine und sonstigen Veranstaltungen für den Verkehr mit den Deutschen gänzlich abzusondern ttachteten. Derartige grobpolnische Bestrebungen find besonders eklatant zu Tage getreten in der Haltung polnischer Blätter, welche offen ben Haß gegen bie Deutschen und gegen Preußen pred gen ES hat auch nicht an Kundgebungen gefehlt, die deutlich erkennen ließen, daß man auf Wiederherstellung eines polnischen Nationalstaates hin-
Mit großen, lächelnde» Augen, welche dasselbe tiefe Blau wie die Augen ber Mutter zeigten, sah daS Linb zu ber Mutter empor unb streckte ihr bie Aermcheu entgegen. „Mama," lallten bie Lippen.
„Mein Liebling, meine liebe, liebe Maus! Hast Du gut geschlafen? Sieh' einmal bie schönen grünen Bäume bott! Unb die vielen bunten Blumen auf ben Wiesen 1 Unb bie Pferdchen, fleh, wie die laufen können!"
Die kleine Elftiede jauchzte laut auf.
„Ja, ja, meine Maus," fuhr zärtlich liebkosend die junge Mutter fort, „daS haben wir in Berlin nicht! Nur große, häßliche Häuser unb steife Gärten! Höchstens bie Sandhaufen im Thiergatten, auf denen mein kleiner, süßer Liebling aber nicht spielen kann, weil immer so viel andere, frembe Kinder ba find. Aber hier bei der lieben Tante wollen wir fröhlich spielen und Blumen pflücken. Nicht wahr, meine Maus?"
„3a, Mama, Blumen fütien," sprach mit ernst- wichtiger Miene die Kleine.
„Und willst Du auch immer hübsch artig sein?*
„Ja, Mama, artig fein."
Der melancholische Ernst, welcher auf dem stillen, schönen Antlitz der jungen Frau geruht hatte, war verschwunden. Eine liebliche, herzliche Freundlichkett verschönte daS sanfte Franengeficht und gab ihm etwas Schalkhaft-Mädchenhaftes. So mochte fie auSgesehen haben, ehe fie Rittmeister von Santen heirathete und au8 ihrer waldumkränzteu H"math fottgezogen war in die große, lärmdnrchtobte Weltstadt.
Elftiede v. Sauten war die Tochter des Frei- Henn v. Kastner, dessen Gut in Holstein lag.
(Fortsetzung folgt.)