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HL 304.
Telephon 66.
Marburg
Mittwoch, 29. Dezember 1897
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Erscheint täglich nutzer an Werktagen nach Sona- und Feiertagen. — Quartal-AbonnementS-Prei- bei der Expedition 2 Ml., bei allen Postämtern 2 Mk. 26 Pfg. (exkl. Bestellgeld». JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeis »dar deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pf,
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai».
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»njeijen nimmt entgegen die Expeditio» diese« Blatte«, sowie die «mmneen-Bureaur vou Haasenstein & Bögler in vVVTT Frankfurt a. M., Eassel, Magdeburg und Wien; Rudolf AAÄ11. ,3(11)1(1. M»fl« 1” Frankfurt a. M., Berlin, München n. Köln, C ß. - ... „
Daube 4 Lo. in Frankfurt a. M.. Berlin. Hannover. Pari«. Telephon 66.
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Wie ihre „Freiheit" aussieht.
(Mit „Bewunderung" geradezu blickt heutzutage zauze Anzahl von Leuten auf die Führer der ldemokratte und der ihr wahlverwandten Radi
Sie glauben, von ihnen eine „Freiheit" >st zu erhalten, die sie wahrhaft erlösen s der angebl. „elenden" Lage, in der sie unsere jetzige schaftsordnung hält. Und die Führer und ihre wissen wohl, welche Vortheile namentlich auch eller Art sich aus diesem Wahne der „Masse" olks von solcher vermeintlichen Freiheit heraus u lassen; in ihren Reden, in ihrer Presse spielt lb dieses Wort die Hauptrolle, eS ist ihre Awptsächlichste Verheißung. Sie reden den Massen M wenn sie wegen öffentlicher Beleidigung oder Wstiger Vergehen hinter Schloß und Riegel gesetzt Wen, Märtyrer zu sein von der „heiligen Sache" «ser verheißenen Freiheit, und eS ist ja bekanntlich nichts so dumm, daß es nicht fände sein Publikum. I Den Angehörigen unseres Volkes, welche heut- «tage an dieses Trugbild einer derartigen Freiheit tauben, möchten wir allen Ernstes rathen, sich doch «mal dieselbe, so weit sie sie auf Geheiß ihrer Wrer bereits wirklich an sich erfüllt fühlen, dcS ihercn anzusehen. Der Knecht, Arbeiter oder „kleine Hann", welcher heute der sozialdemokratischen Partei »tritt, hatte bisher bei uns in Preußen bei nicht 00 Mk. Jahreseinkommen gar keine Steuern : B den Staat zu zahlen, bei einem Einkommen bis 1050 Mk. 6 Mk. pro Jahr, bei 1050—1200 im bmzen 9 Mk. Der Eintritt in die sozialdemokratische Hei bringt ihm die „Freiheit", der Parteikafle auf \ kn Fall wöchentlich 10 Pfg., das ist im Jahre \ i Mk. 20 Pfg., entrichten zu müffen, woneben im Zartei-Jntereffe" noch gar mancher Nickel für den Oahlfonds zu entrichten ist, die geistigen „Führer" fcfen ja nicht wie die „Proletarier" leben, Lib- ducht braucht ja allein jährlich 10 000 Mk. zu -anständigem" Leben aus der Parteikaffe. Aus i tfen Beiträgen erwerben aber nun der Knecht, der llrbeiter und der „kleine Mann" die weitere .Freiheit", nicht mehr selb st ständig von einem Wahlrechte Gebrauch zu mach?«: er i °t d e n zu wählen, den ihm die P irtei zu wählen ] efiehlt. Dazu darf er sich der Pflicht unterziehen, tieraH dort, wo er hört, daß ein vernünftiger Keusch einem Manne aus dem Volke räth, doch Äem verständigen Politiker seine Stimme zu geben, eit seinem Partei-Organ über „schmählichste Wahl- ieewfluffung" und Unfreiheit der Wahl zu schreien,
(Nachdruck verboten.) Manövergäste.
Original - Roman von C Elfter.
(Fortsetzung.)
Unser theurer Onkel erklärte fich mit der kleinen ÜebeSprobe einverstanden, die meine liebe Hertha j Lszend bestanden hat. Sie hat erklärt, mir auch nach Haftika zu den Negern folgen zu wollen . . " [ Weiter kam Kurt indessen nicht. Hertha legte ve Hand auf seinen Mund und sprach schmollend: «C Du böser, böser Manu! Mir solche Sorge zu Zachen!'
[ Kurt küßte die kleine Hand.
F „Die letzte Sorge, meine liebe Hertha, die ich Dir *vhen werde. Fortan gehöre ich nnr Dir — Dir «ein . . /
mgen.
10IV.
XVII.
r-7—. mußte ihre ganze Geschicklichkeit aufbieten, um ^16 p die neue Situation hineinzufiudeu.
~ke. Zwei junge, glückliche, fröhliche Brautpaare im M«, das war wahrlich keine Kleinigkeit. Fräulein
„Heute Abend werden wir kaum unsereu Thee **• •kommen," «einte Tante Wanda lächelnd, „wenn —— 6« stch nicht der Theekannea anuehmen, liebe Berg." Fräulein Berg erklärte fich gern dazu bereit, iige «it vor Aufregung zitternden Händen bereitete fie den
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„Winterstürme wichen dem Wonnemond!" — M in dem Landsberger Walde kehrte der Frühling *itbtr ein, webte sei» lichtgrünes, zartes Gewand Blumen und Blüthen durchwirkt über Busch v e6 Baum, Feld und Flur und sweuchte den alten tery. p- |1rte5gram Winter aus ben feuchtesten, kältesten, ^rttgsten Schlupfwinkeln heraus, in bexen er den 'Utzeudeu Pfeilen der Lenzessonue trotzen zu können
daß e r durch seine Freiheits - Verheißer gar k e i n e Wahlfreiheit mehr hat, das läßt er fich aber ohne Murren bieten! 0 sancta simplicitas! „Der Mensch muß unzuftieden sein, oder er taugt nichts", das ist das Ein und Alles dieser „Volksbeglücker" ä, la Bebel, Richter und Sonneman»!
Nun aus der Mitgliedschaft bei der Sozialdemokratie eine neue „Freiheit": Hat da ein Arbeiter eine Stellung in einem größeren Betriebe gefunden, die für ihn, sein Weib und seine Kinderchen ein auskömmliches Wocheneinkommen bietet, und von den Agitatoren aufgehetzte Mitarbeiter find so unzufrieden gemacht, daß „gestreikt" wird, so hat er nicht etwa mehr das Recht, für fich und die Seinen als an und für fich zuftieden sein Brod in dieser Stellung weiter zu verdienen, nein, er muß mitstreiken; denn als Streikbrecher setzt es nicht nur eventuell die terroristischesten Drohungen, ja auch Steinwürfe und Hiebe, man ruinirt ihn eventuell durch den Partei- Boycott. Es muß etwas „herrliches" sein um dieses von dem „Vorwärts" und der „Frankfurter Zeitung" so gepriesene „Recht auf Arbeit", sonst würde doch sicher auch das „Volk" de« Führern nicht seine sauer erworbenen Groschen dafür zahlen! Und dieses Volk ist doch durch den „Vorwärts" und die Frankfurter, wir die Freisinnige Zeitung und deren Hintermänner schon ganz besonders „aufgeklärt!"
Mau könnte hier noch so manche dieser „Freiheiten" anführen, wie fie sich bereits durch die sozialdemokratischen und radikalen „Volksbeglücker" in Wirklichkeit gestellt haben. Sie haben zwar dem Sozialdemokraten, wie „echten" Demokraten ans Gnade noch die Religio» als Privatsache beioffen, aber verwehrt ist ihm jede besondere Ehrung seines Monarchen, jede Aeußerung einer Freude über Großes und Erhabenes in dem Geschicke des Vaterlandes, jede V rtheidigung der Autorität, sei es, wo es wolle, jede Anerkennung von sozialpolitischen Opfern und Erfolgen des Reichs und der Arbeitgeber, jede Hervorhebung der Unparteilichkeit unserer Rechtspflege, jedes Lob der Staatseinrichtungen der verhaßten Bourgeois- Gesellschaft u. f. f. — Wie kläglich und erbärmlich nimmt fich also diese mit ganz erheblicher Beisteuer von den sozialdemokratischen Führern und den radikalen „bereits verschaffte Freiheit" aus gegenüber derjenigen bürgerlichen Freiheit, die uns als f e l b st ständigen Staats- und Reichsbürgern die Verfassung gewährleistet, und die fich, wie die Geschichte der konstitutionellen Staaten es so glänzend erwiesen hat, mit der Liebe zum angestammten Herrscherhause, zu
glaubte. In Moos und GraS, in Laub und Gezweig erwachte ein ftöhliches Leben, ein Huschen und Schwirren. Ein Sichsuchrn und ein Sichfinden, ein Kichern nnd Kosen, ein Pfeifen und Singen, daß auch des traurigsten Menschen Herz nicht länger traurig bleiben konnte, sondern von neuer, schöner Hoffnung geschwellt wurde.
Unter der breitäftigen Linde vor der Thür des ForsthanseS saß Herbert Sannow und blickte träumerischen AugeS dem Spiel der Sonnenstrahlen zu, welche auf dem woofigen Grunde des Waldes hin und wieder tanzte». Des jungen Mannes Antlitz war ble ch und hager, seine Gestalt mehr znsammengefalleu, aber schon machten stch die erste» Rosen der znrück- k-hrenden Gesundheit auf den Wangen bemerkbar, in den großen Augen blitzte eS zuweilen auf und die schlanke Gestalt reckte fich wie im Gefühl der neuer« wachenden Kraft.
Wie im Traum hatte Herbert den Winter im Foistbause verlebt. Die ersten Wochen »ach seiner entsetzlichen That lag er in steter Bewußtlosigkeit, er schwebte wochenlang am Rande deS Grabes und nur die treue unermüdliche Pflege Annas entriß ihn der Umarmung des TodeS, dem er schon verfallen schien.
Dann folgte eine Zeit deS schwächlichen Hin- dämmemS, der langsam wieder emporquellenden Lebenskraft, eine Zeit der unendlichen Schwachheit und Matthest, in der fich der Kranke nicht aufzmaffe» vermochte und fich wie rin unmündiges Kind die Pflege der Försterin und Annas gefallen ließ. Der Brief Horst's v. Dönitz, in dem dieser um Entschuldigung bat, daß er bas geliehene Geld noch nicht zurückgesandt und dem die Summe von 3000 Mark beilag, goß einigen Trost und Beruhigung in die gequälte Seele des Kranken.
Kaiser und Reich, mit der Freude an allem Großen, Edlen und Schönen im Vater lande, mit Gottesfurcht unb deutscher Treue so völlig in Einklang bringen läßt!
Umschau.
I» einer Polemik mit einem süddeutschen Blatte stellt die „Freisinnige Zeitung" den Satz auf:
»Der FlottenschutzisteiueBerpflichtung, welche aus der Aufbringung der Marinekosteu aus den Mitteln der gesummten Steuerzahler folgt.'
Obschon fich jedenfalls noch andere und wichtigere Ursachen dieser Verpflichtung anführen ließen, so find wir mit dem Richterschen Blatte jedenfalls dahin einverstanden, daß eine staatliche Verpflichtung besteht, den Flottenschutz auszuübeu. Der Widerstand gegen das Flottengesetz will also der Regierung die M i t t e l zur Erfüllung einer grundsätzlich anerkannten Verpflichtung versagen.
Die Engländer und Russen werden in Ostafien wohl bald zusammengerathen. Der Finanz- Minister von Korea hat seine Entlastung genommen. Er war überflüssig geworben, nachdem die Rusten jüngst mit dem „Kaiser" von Korea abgemacht, daß ein Russe, Herr Alexejew, auf unbestimmte Zeit als oberster Rathgeber im koreanischen Finanzministerium und als Direktor der Seezölle angestellt wurde, der in Gemeinschaft mit dem Finanzminister die gesammie Finanzverwaltung Koreas zu leite», den Staatshaushalt aufzustellen und die Seezölle zu verwalten hat. Der Vertreter Englands in Söul soll, als er davon Kenntniß erhielt, dem koreanischen Minister des Aenßer» eine heftige Scene gemocht haben. England wird namentlich durch die Entlastung des bisherigen koreanischen ZolldirektorsBrown empfindlich getroffen. Daß Herr Alexejew auck die von China geschickten Zollkommiffare aus dem Dienst entfernen und durch Leute seines Vertrauens ersetzen wird, läßt fich voraussehen. Nun kommt soeben die Nachricht, daß ein englisches Geschwader (17 Kriegsschiffe) im koreanischen Hafen Chemulpo Truppen gelandet Hobe, um die Wiedereinsetzung des englischen Zollbeiraths Brown bei der koreanischen Zollverwaltung durchzusetzen. Der „Berl. Loc.-Anz." meldet gleichzeitig ans Petersburg: Die Russen haben den Hafen Kuan-Tschia nördlich von Port Arthur besetzt.
Wie das „Reutersche Bureau" aus Tokio meldet, ist am Freitag das japanische Parlament wieder eröffnet worden. In der dabei verlesene» Thronrede erklärte der Mikado, die Beziehungen zu allen ftemden Mächten seien freundschaftliche. Der gegenwärtigen politische» Lage that der Mikado keine Erwähnung. Da die Zusammensetzung nnd die Stellungnahme der Parteien im Abgeordnetenhause ein Mißtrauensvotum für die Regierung als icher erscheinen ließen, hat die Regierung das Abgeordnetenhaus schon am darauf folgenden Tage, am Sonnabend, aufgelöst. Der Minister-Präfi- b en t und der Marine-Minister haben ihre Entlassung eingereicht; wahrscheinlich wird Graf Ito das Minister-Präsidium übernehmen.
Einer telegraphischen Meldung be8 Gouverneurs von Kamerun zufolge beruhen die über England und auch in der deutschen Tagespreise verbreitete» Nachrichten von einer Niederlage der deutschen Schutztruppe in Kamerun auf Erfindung. Es hat im Gegenih-il die Bane-Expedition mit einer völligen Niederlage dieser Stammes und mit der Erstürmung seiner Hauptstadt geendet. Die Verluste der Schutztruppe in diesen Kämpfen waren gering. Die Handelsstraße nach Iannde ist sicher.
Deutsches Reich.
Berlin, 27. Dezember. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin wohnten am erste» Feiertag im Sterbezimmer weiland Kaiser Friedrichs III. dem Gottesdienst bei. Nachher verblieb der Kaiser im Arbeitszimmer und unternahm Nachmittags einen mehrstündigen Spaziergang. Zur Frühstückstafel und zur Abendtafel waren Einladungen nicht ergangen. Zur gestrigen Frühstückstafel bei dem Kaiserpaare war der ■ Chef des Generalstabes Graf von Schlieffen geladen. Heute Morgen hörte der Kaiser den Vortrag des Chefs des CivilkabinetS Dr. von Lucanus.
— Eine neuere Meldung vom Abschiedsgesuch des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe wird von „Wolffs Bureau" officiös als tendenziöse, gänzlich grundlose Erfindung bezeichnet.
— Se. Durchlaucht der Reichskanzler, Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst, wird erst morgen Abend von Schillingsfürst hierher znrück- kehren. Das feierliche Trauer-Hochamt zum Ge-
Aber nach einigen Tagen, nachdem er das Geld Herrn v. Allenberg übersandt hatte, überfiel ihn wieder die alte Lethargie und Trostlosigkeit. Sun Leben war vernichtet und mit dem eignen Leben hatte er das Dasein eines andere» Wesens zerstört. Denn er bemerkte sehr wohl, daß, je mehr seine körperliche Genesung fonschritt, desto mehr Anna fich von ihm zurückzog. Jetzt, wo er wieder »mhergehen konnte, wo er hoffte, in den nächsten Tagen das Forsthaus verlaffe» zu können, sah er Anna überhaupt nicht mehr. Er hatte nicht de» Muth, nach ihr zu fragen, war er doch der Meinung, daß Alles zwischen ihnen aus fein müßte. Welches ehrliche Mädchen mochte die Hand in die eines Diebes und Selbstmörders legen?
Mit solchen Gedanken quälte er fich auch an dem heutigen sonnigen Apriltage.
Einsam war es um ihn. Der Förster war im Walde beschäftigt. Die Frau Försterin hanttrte in der Küche umher. Auf dem Hofe des Forsthauses scheuerte die Magd Töpfe und Reffei unb fang ab und an dazu die Strophe eines melancholischen Volksliedes. In den knospenden Zweigen der Linden pfiiffeu die Droffeln. Aus dem Walde erklang der Ruf des Kukuks und das Klopfen des Spechtes. Zu Herbert's Füße» lag der alte Jagdhund des Försters, die Teckelhunde jagten fich spielend auf dem Platze unter den Tischen und Bänken umher.
Jetzt stürzten die Hunde mtt lautem Gekläff den Weg entlang, um einen Wagen zu begrüßen, welcher langsam den steilen Weg heraufkam.
Herbert erbleichte. Er erkannte den Jagdwagen des Obersten. Er wollte in das Haus treten, sagte fich aber bann, baß boch einmal eine Aussprache mit bem Obersten erfolgen mußte, nnd erwartete Herrn ». Allenberg vor bei Hausthüre.
Mst jugendlicher Leichligkett stieg der alte Herr auS dem Wagen unb schritt freundlich lächelnd auf Herbert zu.
„Guten Tag, meta lieber Sannow," rief er schon von Weitem. „Förster Könnecke schrieb mir, daß Sie wieder wohlauf feien, da wollte ich mich den« einmal persönlich erkundigen, wann Sie Ihr Amt wieder antreten könnten. Es giebt gerade j tzt viel zu thuu in der Wirthschast, sodaß Krüger und ich es kaum überwältigen können."
Eine heiße Gluih stieg in Herbert's Wange» empor.
„Herr Oberst," stammelte er, „ich dachte — ich glaubte nicht .. ich hatte die Absicht ansznwandern ..."
Der Oberst lachte. Dann nahm fein Antlitz jedoch einen ernsten Ausdruck an. Er faßte Herbert unter dem Ann unb führte ihn in bas Hans, tabem er sagte:
„Kommen Sie, lieber Sannow, wir wollen einmal ein vernünfttgeL Wort mitetaanbtr reben."
In ber Stube beS Försters faßen fich bie beiden Männer gegenüber.
„Sie brauchen mir nicht zu sagen, lieber Freund", Hub der Oberst an, „wie es in Ihrem Heizen aussieht. Sie machen sich noch immer Gewissensbisse wegen jenes allerdings etwas leichtsinnig gewährten DarlehnS an Haupttnann v. Dönitz. Aber, lieber Sannow, jenes Darlehen ist ja längst zuiückgezahlt. Ich würde selbst Herr» v. Dönitz das Darlehen nicht verweigert habe», wenn er ober Sie mir nur ein Wort gesagt hätten. Ihre einzige Schulb bestand also, wie Sie sehen, nur in dem geringen Vertrauen, welches Sie zu mir hatten. Ich habe Sie doch so oft gebeten, mir volles Vertrauen zu schenken! — Nun ich hoffe, in der Zukunft werben Sie meiner Bitte ganz nachkommen.
(Fortsetzung folgt.)