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WM° Der Gesammt-Auflage der heutigen Nummer unseres Blattes liegt ein Prospekt der Geschästsbücher- Fabrik von König nnd Evhardt in Hannover bei. Die Firma ist in Marburg vertreten durch Fr. Z ö m m e r i n g, Comptoir: Hofstadt Nr. 3. Ber» kaufsladeu: Barfüßerstraße Nr. 29.

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D<r Es wird nochmals darauf hingewiesen, datz die Ziehung der Groben Verloosung zu Baden - Baden, in welcher 20 0 Gewinne, darunter Haupttreffer von 30000 Mark, 10000 Mark Werth schon am kommenden Donners­tag, vom 16 bis 18 Dezember d I stattfindet. Loose ä 1 Mark find noch in allen Lotteriegeschäften und den sonstigen durch Plakate kenntlichen Verkaufsstellen zu haben. Auch direkt vom Haupt - Debit F. 81. Schrader Hannover, Gr. Packhofstrahe 29, zu beziehen.

Tiebstähle. Der Pförtner und der Maschinist eines großen Bazars in der Leipzigerstraße in B e r l i n find dieser Tage durch die Kriminalpolizei eftgenommen worden. Beide hatten die Nachtwache, und benutzten dies da u, sich Maaren anzueignen, die zunächst in ein sicheres Versteck geführt und von dort bei Gelegenheit nach der Wohnung mitgenommen wurden. Ihr Treiben wurde aber durch einen Zufall entdeckt. Bei der in ihren Wohnungen vorgenommenen Haussuchung wurden für mehr als 10000 Mark gestohlene Maaren vorgesunden.

Der Unterzeichnete wird Mittwoch, den 15. d. M., morgens 11 Uhr, einen ge­mästeten Bullen freiwillig ver

kaufen, wozu Kaufliebhaber eiuge- laden werden. Hrch. Nau, Sarnau.

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Vereine Deutschlands zu wenden und diese aufzu­fordern, am 13. Januar Vertreter zu einet Ver­sammlung nach Berlin zn senden, um alsdann eine Kundgebung für die Mehrung nnd Stärkung unserer Flotte zu veranstalten. Es ist hervorzuheben, daß unter den versammelten Herren, die verschiedenen politischen Richtung« n angehören, in allem die voll­ständigste Einmüthigkeit herrscht.

Berlin,8.Dez. Dem Truppentransport nach Kiao-Tschau werden sich anschließen: 1. Für daS unter dem Befehl des Majors Kopka v. Lossow stehende Seeoataillon der Marinestabsarzt Dr. Arimond und der Assistenzarzt 2. Klasse Or. Kamprath; 2. für die unter dem Befehl des Kapitän­lieutenants Grabow stehende Matrosenartillerie der Marineassisteuzarzt 1. Klaffe Dr. Senf; 3. für das in Kiao - Tschau zu errichtende Barackenlazareth _ der Marinestabsarzt Lerche, der gleichzeitig die chefärzt­lichen Funktionen auf Shantung Übernimmt. Dem Transport wird außerdem ein Detachement Pionire beigegeben werden, das einem Ingenieur Offizier der Landarmee unterstellt ist. Endlich wird sich dem Transport auch ein Geologe anschließen, um Boden- untersuchungen an Ort und Stelle vorzunehmen. Für die gesammten ausreisenden Mannschaften ist in Kiao- Tschau der Bau von Baracken in Aussicht genommen, sodaß für die Unterkunft der beorderten Mann­schaften auf Shantung in denkbar bester Weise ge­sorgt werden wird.

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letzteren einen Gegenbesuch ab. Der dann stattge­habten feierlichen Einsegnung der Leiche des Admirals Frhrn. v. Sterneck wohnten Kaiser Franz Joief, die Erzherzöge, der deutsche Admiral Köster als Vertreter des deutschen Kaisers, die Minister, mehrere Bot­schafter und Staatswürdenträger bei. Kurz vor Be­ginn der Trauerfeierlichkeit legten der deutsche Admiral Köster NamenS des Kaisers Wilhelm und der deuffche Mtlitärbeoollmächtigte Graf Moltke Namens der deutschen Marine prachtvolle Kränze mit weißen Schleifen auf den Sarg v. Sternecks. Die Schleifen des Kranzes des Kaisers trugen die In­schrift:Kaiser Wilhelm II.", diejenigen des Kranzes der deutschen Marine die Worte:Kaiserlich deutsche Marine dem Freund und glorreichen Führer, der in Freud und Leid verbundenen K. K. Marine". Die Leiche wurde Abends zur Beisetzung nach Pola übergeführt.

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V$lu 8 Höhen ttnb Tiefen", ein Jahrbuch für das deutsche HauS, fieiaui gegeben von Professor Dr. Kinzel und Regie: ungS- und Schulrath Ernst Meinke. (Berlin, Verlag von Martin Warneck. Wir möchten dieses Buch mit seinem reichen, Geist und Gemü'.h in rechter Weise erfrischendem Inhalte, recht warm empfehlen. In Form von Erzählungen, Gedichten und ausführlicheren Referaten angesehenster Verfasserinnen und Verfaffec wird in diesem Buche, das sich fürs Deutsche Haus so recht zur Weihvachtsgabe eignet, der Leser auf verschiedenste intet« essante Gebiete geführt. Namen wie Frida Schanz-Soyaux. Sophie Kühn, Renata Pfannschmidt-Bentner einerseits, und neben den obigen Herausaebern Dr. V Conrad, Profiffor Dr. F. Seiler, Eleonore Fürstin Reutz, Johannes Warneck u. f. f. bieten, so meinen wir, genügende Gewähr für die Vortrefflichkeit dieses Buches, das in allen gebildeten Familien willkommen sein wird.

51 i (f e t Als eins jener Spiele, welches der Eng­länder mit dem größten Enthusiasmus betreibt, muß das Cricketspiel bezeichnet werden. Daffelbe wurde, wie Dr Grace, der berühmteste englische Cricketspieler, in seinem BucheForth Amrs' Crcket" sagt, zuerst im Jahre 1550 gespielt, obwohl man es unter dem Namen Klubball schon im dreizehnten Jahrhundert kannte. Die ersten Cricketregeln gab es um 1700 herum, und d-r weltberühmte .Marylebo e Cricket Klub", dessen Gesetze für ©riefet heute auf der ganzen Erde maßgebend sind, wurde im Jahre 1787 ge-

Gehilfe Franz Josef Nuß, gebürtig ans 2? Er ist angeklagt des fortgesetzten Ver- f AnrrA im Amt. Seit 1893 am Amtsgericht Mainz

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28m Hochzeitömahl. Auf der Pankower Feld- bei Berlin hart an der Nordbahn, wurden, wie Iolksztg." berichtet, am Montag früh von einem drei Burschen überrascht, als sie im Be- Mrm, drei gestohlne feiste Hofhunde auS- chten. Die Strolche gaben vor, von einem wirth in der Schulstraße beauftragt worden zu , ihm zum Hochzeitsschmause seiner Tochter l'ligeu Hammelbraten zu besorgen. Dies sie übrigens schon öfter gethan und dem be­ben Speisewerth für billiges Geld feiste Hunde .Hammelbraten" besorgt.

Neueste Telegramme

Wolffs Bureau.

Berti«, 8. Dezbr. Heute hat hier eine Ver­rammlung hervorragender Vertreter von Jndustrie- unb Handel stattgefunden, in der die Mariue- ;rage besprochen wurde. Den Vorsitz führte Reichsrath Haß!er-Augsburg und unter den An­wesenden nennen wir die Herren Achelis als Vertreter der Bremer Hardelskammer, Commercienrath Hnltzsch- Dresden, Lange-Lübeck, Woermann-Hamburg, Ruffel- Berlin, van der Zypen-Köln, Servaes-Rnhrort. In den Berathuugen wurde f e st g e st e l l t, daß eine Vermehrung der Flotte, so wie sie dem Wachsthum der überseeischen Interessen Deutschlands entspricht, unbedingt n o thw end ig sei. Der von der Regierung eingebrachte Gesetz ntroutf wurde mit Zu­stimmung und Freude begrüßt, da verselve nach Ansicht der Versammelten im Ganzen und Großen das richtige Maß trifft. Die Ve sammlunz hat, ohne auf die technischen Einzelheiten des Vertrages einzugehen, beschlossen, sich nunmehr an alle Handels- nud Gewerbekammern und großen wirthschaftlicheu

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Umstehenden ist eS zu danken, daß das ijL mit verhältnißmäßig geringen Brandwunden In Friedberg wurde das denNicolaus" be Mädchen von einem jungen Burschen ^,tnen Schuß in's Auge verletzt; die _ Ser« 1 aa£rte das Verbringen des Mädchens in die S Nlinik nöthig.

Äaini» 8. Dezbr. Vor dem Schwurgericht gestern der 31jähtige verheirathete beeidigte

20 000 Mark gefunden.

Lm NikolauS-Tage. Bei Münster tarn es eines Maskeradenv erbvts am sabend in Ennigerloh zu wüsten -wallen. Hunderte von Menschen verhöhnten Polizeibeamten und bewarfen sie mit Steinen, loerschüffe fielen. Ein Polizist wurde durch Stein tourf am Kopse verletzt und mehrere Ver

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Entdeckt. Dem Düsseldorfer Kriminalkommissar gt gelang es, int Verein mit der Kölner Kriminal

i die Spur einer Einbrecherbande auf« _____ die in mehreren großen Städten bedeutende cköche ausgeführt hat. Bei einem Spitzbuben schon A&n die gesammten, in der Villa Rosenheim bei igswinter gestohlenen Silbersachen im Werthe

gründet. Soviel uver die rseiqrans oer »ptei», , an* welchem daS neueste Heft der allbeliebtru, illustrirteu Familienzeitschrist .Zur Guten Stunde" (Berlin W. 57; Deutsche« Verlagshaus Bong u. Co., Pre'S d«S Vier- zehvtaqtzhefteS 40 Pfg.), eine genaue und «st zahlreiche» Abbildungen »ersthene Beschreibung liefert. Der übrige Johalt ist eia sehr reicher.

=V Er ist allgemein anerkannt, daß die RechtSverhält- niffe der Handlungegehülfen dringend einer modernea An» chauungen mehr entsprechenden Aeuberung bedurften. Dem Rechnung tragend, treten die das Lerhältniß von Prmzipal und HandluugSgehülfeu oidneuden Bestimmungen des bürgerlichen Gesetzbuchs bereits am 1. Januar 1898 m Straft. ES ist dringend nöthig, daß sowohl Prinzipale wie Handlungsgehülfen fich über ihr zukünftiges, durchaus ge­ändertes RechtSverhäliniß unterrichten und um ihnen daS zu erleichtern, hat Rechtsanwalt Böhm in Ratibor i« Verlage von T owitzsch u. Sohn in Frankfurt a. d. Oder eine Brochüre herausgegeben: Das neue Recht des Handlungsgehülfen vom 1. Januar 1898 a n, Preis 50 Pfennige, die durch jede Buchhandlung oder auch gegen Einsendung von 55 Pfennigen portofrei von der Verlagsbuchhandlung zu beziehen ist.

Kanoniere des Pflanzenreichs. I« Frühlinge springen die Knospen, im Frühlinge schlagen die Bäume aus. Geht es auch bet uns in der Natur bei diesem Treiben nur stille zu, so flieht er doch Gewächse, die diesen Zeitpunkt mit einem .Freudenschuß" einleiten, der zu dem sonst so stillen Leben der Pflanze in einem grellen Wiederspruch steht. DieseKanoniere des Pflanzenreichs", wie man sie mit Fug und Recht nennen ton. te, beschreibt ein interessanter Aufsatz im neuesten Hefte der allbeliebten illustrirten Familienzeitschrift .ZurGuten Stunde" (Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57, Preis des VierzehiitagthefteS 40 Pfg )

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Vorsicht beim Einkauf von Hafer-Flocke».

Wohl selten hat sich ein Nahrungsmittel in so über- raschenb kurzer Zeit bei ben Hausfrauen beliebt gemacht wie Haferflocke . Vor 3 Jahren kannte man sie kaum und heute werden sie in fast jeder Haushaltung verwendet Wir machen indeffen darauf aufmerksam, daß Hafer-Flocken nur in gelben, tilombirten Pasteten der Hohenlyhe'schen Pröserven- fabrlf Setabrottn echt find; da« Wort .Hafer- Flocken" exiairte früher nicht, die Hohenlohesche Präserven- fabrik hat es sich zum Schutz ihre« vorzüglichen Safer« Präparats selbst ersonnen unb beim Kaiserlichen Patentamte eintragen lassen.

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Hrnrichtung. Der wegen Mordes znm Tode Die Mmheilte achtzehnjährige Arbeiter Oehl s ch l ä g el enbef wKera gestern stüh hingerichtet wo den.

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Wien, 8. Dezbr. Nach dem Ableben des Admirals Frhr. v. Sterneck ist hier vom Prinzen Heinrich von Preußen folgendes Telegramm eingelanfen:

Den Kameraden der österreichischen Marine bitte ich meine aufrichtige Theilnahme aursprechen zu dürfen anläßlich des Dahinscheidens ihre« verdienstvollen Sommanbanten. . .

Heinrich, Prinz von Preußen".

Staatssekretär Tirpitz depeschirte an das hiesige Marinekommando:

.Tief ergriffen vom Ableben be8 Admirals v. Sterneck spreche ich ber K. K. Marine znm schweren Verluste bes glorreichen Führer« im Kriege unb Frieden mein unb bet Kaiserlich deutschen Marine herzliwstes Seilern au8. Die deutsche Marine verliert an dem Verstorbenen einen Freund, dessen Theilnahme an ihrer Entwicklung, Ihren Erfolgen und ihren Verlusten das Band der Freundschaft enger zog, baS beide Kriegsmarinen vereint Sie wird bas Anbenken bes Verstorbenen allzeit In hohen Ehren halten".

Heute Nachmittag empfing der Kaiser den deutschen Admiral Köster, sowie den Kronprinzen von Dänemark und stattete sodann dem

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5tkll°ertieter des Gerichtsschckibers thätig, hat schustF« einer großen Anzahl von Fällen sich Unter« " jebiä Lacn zu Schulden kommen lassen; besonders früh z S war für ihn der bekannte Fall Wolf, die Z4 i h-tte die Akten zur Perdeckung seiner Durch- Ideiuig i fiten beseitigt. Wolf mußte infolge dessen sechs m ojL ,ate in Untersuchungshaft verbleiben, in geu e endlich .entdeckt" zu drei Monaten Gefängniß des rfeilt und entlassen wurde. Die Verhandluna lud gg; ,'jntcr großem Andrang statt und endigte erst festlich, m Abends. Die Geschworenen sprachen ben leranfttii efiagten schuldig unter Verneinung mildernder : beim ihnde, wonach das Gericht ihn zu zwei Jahren ithnwr j ^Monaten Zuchthaus, 300 Mk. Geld- ll-id fünf Jahre Ehrverlust vemrtheilte.

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